233 Wörterbuch altgriechisch - deutsch

  • μῑσο-διδασκαλία
    ἡ, Hass gegen die Lehre
  • μῑσο-δικαστής
    ὁ, Feind des Richtens
  • μῑσό-δικος
    Rechtshändel, Prozesse hassend, im Ggstz von φιλόδικος
  • μῑσό-δοξος
    Ruhm hassend
  • μῑσό-θεος
    Gott, die Götter hassend
  • μῑσό-θηρος
    die Jagd hassend, τὸ μισ., von Hunden
  • μῑσό-θριξ
    Haare hassend
  • μῑσο-ίδιος
    die Seinigen hassend
  • μῑσ-οινία
    ἡ, Weinhass
  • μύσ-οινος
    den Wein hassend
  • μῑσο-καῖσαρ
    αρος, ὁ, Feind des Cäsar
  • μῑσο-κακέω
    das Böse, die Bösen hassen
  • μῑσό-καλος
    das Schöne, Edle hassend
  • μῑσο-κύκλωψ
    ωπος, ὁ, Kyklopenhasser
  • μῑσο-κύριος
    ὁ, der Feind des Herrn
  • μῑσο-λάκων
    ωνος, die Lakonier hassend
  • μῑσο-λάμαχος
    den Lamachus hassend
  • μῑσό-λεκτρος
    das Bett, die Ehe hassend, ehescheu
  • μῑσο-λογέω
    die Wissenschaften hassen
  • μῑσο-λογία
    ἡ, Hass gegen die Wissenschaften u. wissenschaftliche Unterhaltungen
  • μῑσό-λογος
    1) Reden hassend, Feind der Reden. 2) im Ggstz von φιλόλογος, Feind der Wissenschaften
  • μῑσό-νοθος
    den Bastard hassend, Ἥρη, in Beziehung auf Herakles
  • μῑσό-νυμφος
    die Bräute, das Heiraten hassend
  • μῑσο-ξενία
    ἡ, Hass gegen Fremde
  • μῑσό-ξενος
    Fremde hassend, unfreundlich gegen Gastfreunde
  • μῖσό-παις
    παιδος, Knaben, Kinder hassend
  • μῑσο-πάρθενος
    Jungfrauen hassend
  • μῑσο-πάτωρ
    ορος, den Vater hassend
  • μῑσο-πέρσης
    ὁ, der Perserfeind
  • μῑσο-πόλεμος
    den Krieg hassend
  • μῑσό-πολις
    ιος, die Stadt, den Staat hassend
  • μῑσο-πολἶτης
    ὁ, die Bürger hassend
  • μῑσο-πονέω
    Arbeit hassen, scheuen
  • μῑσο-πονηρέω
    das Schlechte, die Schlechten hassen
  • μῑσο-πονηρία
    ἡ, Hass gegen böse Menschen, gegen das Böse
  • μῑσο-πόνηρος
    das Schlechte hassend. Adv.; μισοπονήρως χρήσασϑαι τοῖς αἰτίοις, d. i. seinen Hass gegen die Schlechten an den Schuldigen auslassen
  • μῑσο-πονία
    ἡ, Arbeitsscheu
  • μῑσό-πονος
    Anstrengung hassend, arbeitsscheu
  • μῑσο-πόρπαξ
    den Schildgriff, d. i. übh. den Krieg hassend, der Hasseschild
  • μῑσο-πράγμων
    ον, die Geschäfte, das tätige Leben hassend
  • μῑσο-πρόβατος
    die Schafe od. überh. die vierfüßigen Tiere hassend
  • μῑσό-πτωχος
    Bettler hassend
  • μῑσο-πώγων
    ωνος, den Bart hassend
  • μῑσο-ρώμαιος
    ὁ, der Römerfeind
  • μῑσο-ρωμαιότης
    ητος, ἡ, Römerhass
  • μῑσος
    τό, Hass, Feindschaft. Auch der verhasste Gegenstand, der Abscheu einflößt; ἔχειν τινός, Jem. hassen; μῖσος ἔχειν πρός τινος, gehasst werden von einem
  • μῑσό-σοφος
    Weisheit hassend, Ggstz von φιλόσοφος
  • μῑσοστρατιώτης
    ὁ, Soldatenfeind
  • μῑσο-σύλλας
    ὁ, Feind des Sylla
  • μῑσο-σώματος
    den Leib hassend
  • μῑσο-τεκνία
    ἡ, Kinderhass
  • μῑσό-τεκνος
    Kinder hassend, Kinderfeind
  • μῑσο-τύραννος
    Tyrannen hassend, Tyrannenfeind
  • μῑσό-τῡφος
    Feind von Aufgeblasenheit
  • μῑσο-φαής
    ές, lichthassend, lichtscheu
  • μῑσο-φίλιππος
    den Philipp hassend
  • μῑσο-φιλόλογος
    die Literatur od. die Schriftsteller u. Gelehrten hassend
  • μῑσό-φιλος
    die Freunde hassend
  • μῑσο-φιλόσοφος
    die Philosophen hassend
  • μῑσό-φροντις
    ιδος, die Sorgen hassend
  • μῑσό-χρηστος
    die guten Bürger hassend
  • μῑσο-χριστιανός
    die Christen hassend
  • μῑσό-χριστος
    Christus, die Christen hassend
  • μῑσο-ψευδής
    ές, Lügen hassend, Lügenfeind
  • μῑσο-ψηφιστής
    ὁ, der die Rechner hasst
  • μιστῡλάομαι
    mit einem ausgehöhlten Stücke Brot Suppe essen; ἀμφοῖν χειροῖν μυστιλᾶται τῶν δημοσίων, mit beiden Händen aus der Staatskasse löffeln
  • μιστύλη
    ἡ, ein ausgehöhltes und statt des Löffels beim Essen von Suppe od. Brei gebrauchtes Stück Brot; ein Stückchen Krume, mit dem man die Brühe austunkt; sonst μυστίλη = Löffel
  • μιστύλλω
    zerstückeln, das Fleisch in Stücke zerschneiden, immer von dem Fleisch, welches gebraten werden soll
  • μίσυ
    υος u. εος, τό, 1) Vitriolerz, gelber Atramentstein. 2) ein den Trüffeln ähnliches Erdgewächs in Kyrene
  • μίσ-υβρις
    ιος, Übermut hassend
  • μίσχος
    ὁ, 1) Blatt- u. Fruchtstiel, pediculus. 2) ein Werkzeug zum Graben in Thessalien
  • μίσχος
    τό, Wollenflocke
  • μῑσ-ώδης
    ες, verhasst, hassenswert
  • μιτό-εργος ἄτρακτος
    die den Faden bearbeitende Spindel
  • μιτοῤ-ῥαφὲς ἀμφίβληστρον, τό
    das aus Linnenfäden zusammengenähte, gestrickte Fischernetz
  • μίτος
    ὁ, der Faden; πηνίον ἐξέλκουσα παρὲκ μίτον, der Einschlagfaden des Gewebes; βίβλοι καϑαπερανεὶ κατὰ μίτον ἐξυφασμέναι, gleichsam dem Faden nach gewebt, ununterbrochen zusammenhangend; ut mihi κατὰ μίτον scriberes; die Saiten der Cither
  • μιτ-ουργία
    ἡ, das Bearbeiten des Fadens
  • μιτόω
    Fäden aufspannen, auch Saiten; übertr. φϑόγγον μιτώσασϑαι, seine Stimme wie eine Saite ertönen lassen
  • μίτρα
    ἡ, 1) Leibbinde, Gürtel; a) bei den Kriegern der Leibgürtel, der unter dem Panzer oberhalb der Hüften getragen wird; b) Jungfrauengürtel; Brustbinde der Frauen. Übh. Binde; φέρων Λυδίαν μίτραν καναχηδὰ πεποικιλμέναν ist das Lied in lydischer Tonweise. Bes. 2) Hauptbinde, wie sie in Griechenland nur die Frauen trugen, wie sie aber auch bei den weichlichen Asiaten sehr gewöhnlich war. Auch Krone, Diadem
  • μιτρηδόν
    nach Art einer Binde, eines Schleiers
  • μιτρο-γᾱθής
    ές, der Mitra sich freuend
  • μιτρό-δετος
    mit der μίτρα gebunden
  • μιτρο-φορέω
    eine Mitra tragen
  • μιτρο-φόρος
    eine Mitra tragend. Bei Männern galt das Tragen einer Hauptbinde als Zeichen eines Weichlings, da die Griechen barhaupt zu gehen pflegten
  • μιτρο-χίτων
    ωνος, mit einem Gürtel um das Unterkleid, im Ggstz von ἄζωστος od. ἀμιτροχίτων
  • μιτρόω
    mit einer μίτρα versehen, umgürten
  • μιτρ-ώδης
    ες, βρόχῳ μιτρώδει σινδόνος καϑημμένην εἴδομεν, in der aus dem Gürtel gemachten Schlinge
  • μίτυλος (mutilus), verstümmelt, gestutzt, bes. ohne Hörner
  • μίτυς
    υος, ἡ, eine Art Wachs, womit die Bienen die Fugen der Bienenstöcke verkleben
  • μιτ-ώδης
    ες, aus Fäden gemacht
  • μίτωμα
    τό, das Gesponnene, der Faden
  • μνᾶ
    ἡ, μνᾶς, die Mine, als Gewicht und als Münze = 100 Drachmen (etwa 28 Loth 2 Quentchen oder 221/2 Thlr.); zehn Silberminen machen eine Goldmine, ; 60 Minen machen ein Talent
  • μνᾱαῖος
    vom Gewicht
  • μναάς
    άδος, ἡ, eine Ziege, die gemelkt wird
  • μνᾱϊαῖος
    u. μναῖος
    ὀψώνιον, Sold von einer Mine
  • μνάομαι
    1) sich erinnern, gedenken. 2) freien, werben; c. acc., γυναῖκα, zum Weibe begehren, um ein Weib freien; auch buhlen, ein Weib zu verführen suchen. 3) übh. etwas begehren, wonach trachten, sich um eine Würde bewerben, nach einer Herrschaft trachten
  • μνασίον
    τό, ein Getreidemaß der Kyprier, zwei Medimnen enthaltend
  • μνάσιον
    τό, eine eßbare ägyptische Wasserpflanze
  • μνεία
    ἡ, Erinnerung, Gedächtnis; μνείαν ποιεῖσϑαι περί τινος, erwähnen; κατά γε τὴν ἐμὴν μνείαν, so weit ich mich erinnere; die Musen μνεῖαι genannt
  • μνῆμα
    τό, das Denkmal, Andenken, wobei man sich jemandes erinnert; Νικοκλέος μνᾶμα - κελαδῆσαι, sein Andenken preisen; vom Grabdenkmal
  • μνημάτιον
    τό, kleines Denkmal, Titel einer Komödie des Epigenes
  • μνηματίτης λόγος, ὁ
    Gedächtnisrede
  • μνημεῖον
    τό, Erinnerungszeichen, Andenken; ἔχεις λόγων φερτάτων μναμήϊα, der Worte Denkmal; Grabdenkmal. Auch Erinnerung in Beziehung auf die Zukunft; τὰ παίδων μαϑήματα ϑαυμαστὸν ἔχει τι μνημεῖον, bleibt wunderbar im Gedächtnis
  • μνήμη
    ἡ, das Gedächtnis; εἰπεῖν ἐν τάχει μνήμης ὕπο, aus der Erinnerung; μνήμην ἔχειν τινός, gedenken; μνήμην ποιεῖσϑαί τινος, einer Sache Erwähnung tun; μνήμην ἐπασκέειν, besonders das Studium der Geschichte; ἐν μνήμῃ παρακείμενα, im Gedächtnis bewahrt; μνῆμα, Denkmal; ὁ τῆς βασιλείου μνήμης προεστώς der Vorsteher des kaiserlichen Archivs oder Kabinetts
  • μνημόνειος
    das Gedächtnis betreffend, ζητήματα, Fragen zur Übung des Gedächtnisses
  • μνημόνευμα
    τό, Erinnerung an etwas
  • μνημονευτικός
    zum Erinnern gehörig
  • μνημονευτός
    dessen man sich erinnert, erwähnt
  • μνημονεύω
    sich erinnern, eingedenk sein; οὐ τοσοῦτος λοιμὸς ἐμνημονεύετο γενέσϑαι, man erinnerte sich nicht, es wurde nicht erzählt, daß eine Pest so groß gewesen; erwähnen, erzählen
  • μνημονικός
    ein gutes Gedächtnis habend, gut behaltend; im Ggstz von ἐπιλήσμων; ὦ πάντων μνημονικώτατοι, ironisch, die ihr doch sonst an alles so gut denkt; τὸ μνημονικόν, auch mit dem Zusatze τέχνημα, die Erinnerungskunst, Mnemonik; Gedächtniskraft
  • μνημοσύνη
    ἡ, Eingedenksein, Erinnerung; μνημοσύνη τις ἔπειτα πυρὸς γενέσϑω, laßt uns an das Feuer denken; μναμοσύναν ἀνεγείροντα, wie wir sagen 'das Gedächtnis auffrischen'
  • μνημόσυνος
    das Andenken erhaltend, ins Gedächtnis rufend
  • μνήμων
    ον, eingedenk, sich erinnernd; ἐπίσκοπος ὁδαίων, der der Ladung eingedenk ist, sie im Gedächtnis behält, also die Stelle des späteren Schreibers vertrat, oder der Schiffsbefehlshaber selbst, in sofern er die Aufsicht über die Waren führt; eine Art Behörde, welche die Abfassung von Verträgen u. gerichtlichen Dokumenten besorgte, nennt Arist. ἱερομνήμονες, ἐπιστάται, μνήμονες (vgl. auch προμνήμων); so leitet man das Sprichwort μισέω μνάμονα συμπόταν von der sicilischen Benennung des ἐπίσταϑμος συμποσίου, μνάμων her, was richtiger heißt 'man soll des beim Weine Gesprochenen nicht gedenken'. Gew. = mit gutem Gedächtnis, sich wohl erinnernd
  • μνησι-δωρέω
    aus Dankbarkeit Geschenke bringen
  • μνησί-θεος
    Gottes eingedenk
  • μνησι-κακέω
    des erlittenen Bösen eingedenk sein; bes. bei Beilegung politischer Streitigkeiten und Rückführung von Verbannten üblich; μὴ μνησικακήσῃς, εἰ Φυλὴν κατέλαβες, auf die bekannte, von Thrasybul nach der Verjagung der dreißig Männer veranlaßte Amnestie gehend, daß die siegende Partei des ihr in der vorigen Zeit angetanen Leides nicht gedenken wolle
  • μνησι-κακία
    ἡ, das Gedenken des erlittenen Bösen
  • μνησί-κακος
    des erlittenen Unrechts, angetaner Beleidigung eingedenk, Böses nachtragend
  • μνησί-μαχος
    des Kampfes gedenkend
  • μνήσιος
    zur Erinnerung gehörig
  • μνησι-πήμων
    ον, an das Unglück gedenkend, oder aus der Erinnerung an das Leid entstehend
  • μνῆσις
    ἡ, das Erinnern, Andenken
  • μνησι-στέφανος ἀγών
    des Kranzes gedenkend, der die Belohnung des Kampfes ist
  • μνησί-τοκος
    des Gebärens eingedenk, es nicht unterlassend, also fruchtbar
  • μνησι-χάρη
    ἡ, Frohsinn
  • μνηστεία
    ἡ, das Freien, die Werbung
  • μνήστειρα
    ἡ, die Erinnernde, Mahnende; die Braut, um welche man wirbt
  • μνήστευμα
    τό, das was man freit, die Gefreite, die Braut oder Frau; ἄλλης ἐκπόνει μνηστεύματα γυναικός, Werbung, Heirat
  • μνήστευσις
    ἡ, das Freien, die Werbung
  • μνηστευτικός
    zum Freien, zur Verlobung od. Heirat gehörig
  • μνηστεύω
    ein Freier sein, freien, werben; γυναῖκα, um ein Weib; heiraten. Auch für einen anderen werben, dah. für sich werben; pass., von dem Mädchen, verheiratet werden, τινί, an einen; γάμον μνηστεύειν, eine Ehe stiften. Übertr. sich um etwas bewerben, wonach trachten; τὸν πόλεμον, nach dem Oberbefehl; ἑαυτῷ τὸν δεσπότην, für sich zu gewinnen suchen
  • μνηστήρ
    ῆρος, ὁ, der Freier, von den Freiern der Penelope; der Erinnerer, Anreger; λαὸν πολέμου μναστῆρα, des Kampfes gedenkend
  • μνηστήριος
    zum Freien gehörig, δῶρα, Brautgeschenke, mit denen man um die Braut wirbt
  • μνηστηρι-ώδης
    ες, freier-, buhlermäßig
  • μνηστηρο-κτονία
    ἡ, der Freiermord
  • μνηστηρο-κτόνος
    die Freier tötend
  • μνηστηρο-φονία
    ἡ, so hieß das 22. Buch der Odyssee
  • μνῆστις
    ἡ, das Gedenken an etwas; οὐδέ τις ἡμῖν δόρπου μνῆστις ἔην, wir dachten nicht an das Abendessen; οὕτω δὴ Γέλωνος μνῆστις γέγονε, so dachtet ihr, erinnertet euch an den Gelon
  • μνηστός
    umworben, gefreit; ἄλοχος μνηστή, die Gemahlin, um die ordentlich geworben, die rechtmäßig verheiratet ist; im Ggstz der Kebsweiber; auch μνηστή, die Braut
  • μνῆστρον
    τό, Verlobung, Vermählung
  • μνηστύς
    ύος, ἡ, das Freien, Werben um eine Frau
  • μνήστωρ
    ορος, ὁ, eingedenk
  • μνιαρός
    u. μνιόεις
    εσσα, εν, moosig, moosartig. Überhaupt = wollig, weich
  • μνίον
    τό, Meergras, Seemoos, wie βρύον; von einem Fische
  • μνοία
    ἡ, bei den Kretern die Sklavenfamilie, der Sklavenstand; scol. 22 in Ath. XV, 696 (vgl. Ilgen p. 102 ff.); ib. VI, 263 f wird es ἡ κοινὴ δουλεία erkl., im Ggstz der ἰδία, ἀφαμιῶται, also Staatssclaven; vgl. Strab. 12, 3, 4 (mss. μινώα).
  • μνοΐτης
    ὁ, od. μνωΐτης, auch μνῴτης geschrieben, der Sklave bei den Kretern, Leibeigner, den Heloten entsprechend
  • μνόος
    ὁ, feiner, weicher Flaum; ἁπαλὴ ϑρίξ, das erste, weiche Milchhaar, auch von Vögeln: Daunen
  • μογγός
    όν, mit heiserer, dumpfer Stimme; Ggstz von λαμπρὸς τῇ φωνῇ
  • μογερός
    mühvoll, mühselig
  • μογέω
    sich anstrengen, abmühen, Anstrengung, Mühsal aushalten; ϑεμείλια, τὰ ϑέ. σαν μογέοντες Ἀχαιοί, sie hatten mit Anstrengung den Grund gelegt; c. acc., erdulden, ertragen; übh. Unglük erleiden
  • μόγημα
    τό, die Anstrengung
  • μογηρο-φόρος
    Mühseliges ertragend
  • μογι-λαλία
    ἡ, das Schwersprechen
  • μογι-λάλος
    schwer redend, sprechend, mit schwerer Zunge; auch = stumm
  • μόγις
    mit Anstrengung, mit Mühe, kaum
  • μογις-αψ-έδαφος
    kaum den Boden berührend
  • μογος
    ὁ, Anstrengung, Mühe u. Arbeit
  • μογοσ-τοκία
    ἡ, schwere Geburt
  • μογοσ-τόκος
    schwer gebärend; Beiw. der Eileithyia, den Gebärenden helfend, bei der Geburt sich anstrengend
  • μόδιος
    ὁ, 1) ein Getreidemaß, modius, der dritte Teil der amphora, = 16 sextarii. 2) ein Längenmaß zum Landmessen
  • μοδισμός
    ὁ, das Abmessen des Landes mit dem μόδιος
  • μόδος
    ὁ, eine Pflanze
  • μόθος
    ὁ, Schlacht, Schlachtgetümmel; οἶδα δ' ἐπαΐξαι μόϑον ἵππων, Rossegetümmel
  • μόθουρα
    ἡ, das Heft des Ruders
  • μόθων
    ωνος, ὁ, u. μόθαξ
    ακος, bei den Lacedämoniern ein Sohn der Bürger aus den lakonischen Landstädten, die zwar keine Spartiaten waren, aber an der öffentlichen Erziehung derselben Teil nahmen u. das spartanische Bürgerrecht erlangen konnten; διαῤῥαγείης, ὡς μόϑων εἶ καὶ φύσει κόβαλος, neben βερέσχεϑοι u. κόβαλοι, ein Schimpfwort eines ausgelassenen, frechen Menschen, davon hergenommen, daß die im Hause geborenen Sklaven so hießen, die für frecher u. mutwilliger galten als die gekauften; ἀπεποδάρισα μόϑωνα, ist ein plumper, unanständiger, lakonischer Tanz gemeint
  • μοθωνικός
    dem μόϑων eigen, ausgelassen, zügellos
  • μοῖρα
    ἡ, 1) der Teil, im Ggstz des Ganzen; δυώδεκα μοίρας δασάμενοι Αἴγυπτον πᾶσαν, nachdem sie ganz Ägypten in zwölf Teile geteilt hatten; oft von Landteilen; ἐστρατεύετο ἐς τὴν Περσέων μοῖραν, d. i. in das Gebiet der Perser; Πελοποννήσου τῶν πέντε τὰς δύο μοίρας νέμονται, zwei Fünftel des Peloponnes. Bei den Astronomen, der Grad. 2) der Anteil, so viel einem jeden zukommt; ἤδη μοίρας τ' ἔνεμον, Anteil am Mahle, Portion. Anteil an der Beute; ἀνὴρ ὅδ' ὡς ἔοικεν οὐ νέμειν ἐμοὶ φϑίνοντι μοῖραν, das mir Gebührende. Daher κατὰ μοῖραν ἔειπες, nach Gebühr, wie sich's ziemt, hast du gesprochen. Bes. der Lebensanteil, das Lebenslos, was jedem Menschen vom Geschick bestimmt ist, das Schicksal, Verhängnis; οὐ γάρ πώ τοι μοῖρα ϑανεῖν, noch ist dir's nicht bestimmt zu sterben; ἀλλ' ἔτι οἱ μοῖρ' ἐστὶ φίλους ἰδέειν, es ist ihm beschieden, die Freunde zu sehen; εἰ δή μοι ὁμοίη μοῖρα τέτυκται, wenn mir ein gleiches Los bereitet ist; αἴ κε ϑάνῃς καὶ μοῖραν ἀναπλήσῃς βιότοιο, das zugeteilte Maß des Lebens; gew. von bösem Geschick; geradezu Tod; ἁ δ' ἐρχομένα μοῖρα, das nahende Geschick; τίνι ὤλετο μοίρᾳ, auf welche Weise, welchen Tod starb er? ἐξέπλησε μοῖραν τὴν ἑωυτοῦ, er erfüllte sein Schicksal; ᾡπερ τίς ποτε καὶ ἄλλη ϑεία μοῖρα ἀνϑρώπῳ καὶ ὁτιοῦν προςέταξε πράττειν, eine göttliche Bestimmung, eine göttliche Schicksalsentscheidung. 3) Partei. 4) die einem gebührende Achtung oder Schätzung; ἐν οὐδεμιῇ μοίρῃ μεγάλῃ ἄγειν τινά, einen nicht hochachten; ἐν τῇ τοῦ ἀγαϑοῦ μοίρᾳ ἐκεῖνό ἐστι, für ein Gut zu achten; ὡς ἐν παιδιᾶς μοίρᾳ, wie zum Scherz; μοῖραν φιλίας οὐδεμίαν παρέχοντας, keine Freundschaft, nichts Freundschaftliches. Ursprünglich sah man die Μοῖρα als die Schicksalsgöttinn an, die jedem Menschen sein Geschick, gutes u. böses zuteilte, und so ist in den meisten Fällen an ein göttliches Wesen zu denken, obwohl in unseren Texten die Schreibung zwischen μοῖρα und Μοῖρα oft schwankt; der Begriff des Schicksals noch ein unbestimmter, bald selbstständig, von den Göttern unabhängig gedacht, bald durch sie bestimmt. Als Todesgöttinn erscheint die Μοῖρα, übh. als Unglücksgöttinn mit den besonderen Bestimmungen κραταιή, κακή, ὀλοή. Erst Hes. hat drei Mören, die er Klotho, Lachesis, Atropos nennt, Töchter der Nacht, oder Töchter des Zeus u. der Themis. Sie entsprechen etwa den Parcen der Römer
  • μοιρ-ᾱγέτης
    ὁ, Führer, Lenker des Schicksals, Beiname des Zeus und des Apollon
  • μοιραῖος
    1) ϑεοί, die das Schicksal bestimmen. 2) vom Schicksal bestimmt, durchs Los zugeteilt, fatalis
  • μοίρᾱσις
    ἡ, Teilung, Verteilung
  • μοιράω
    zerteilen, verteilen; χαίτας ἐμοιρήσαντο, sie zerrauften sich die Haare; als seinen Anteil erlangen
  • μοιρη-γενής
    ές, zum Glück geboren, von der Parce bei der Geburt begünstigt, Glückskind
  • μοιριαῖος
    einen Grad betragend
  • μοιρίδιος
    durch das Schicksal verhängt, verhängnisvoll; δύνασις, die Schicksalsgewalt
  • μοιρίς
    ίδος, ἡ, geteilt
  • μοιρο-γνωμόνιον ὄργανον, τό
    Gradmesser, ein astronomisches Instrument des Ptolemäus
  • μοιρο-γραφία
    ἡ, Beschreibung der Teile
  • μοιρο-δοκέω
    Teil nehmen
  • μοιρο-θεσία
    ἡ, Gradbestimmung
  • μοιρό-κραντος
    von der Möre, vom Schicksal vollendet, bestimmt
  • μοιρο-λαχέω
    die Teile verlosen, verteilen
  • μοιρο-λογέω
    einem sein Schicksal verkündigen
  • μοιρο-λόγος
    Schicksal verkündigend
  • μοιρο-λογχέω
    Teil erlangen, haben
  • μοιρο-λόγχος
    Teil habend
  • μοιρο-νόμος
    Schicksal verteilend
  • μοιρο-φόρητος
    vom Schicksal gebracht
  • μοῖτος
    ὁ, mutuus, sicilisch statt χάρις, Erwiderung, Vergeltung, μοῖτον ἀντὶ μοίτου, Gleiches mit Gleichem
  • μοιχ-άγριον
    τό, die Strafe, welche der ertappte Ehebrecher erlegen muß
  • μοίχαινα
    ἡ, u. μοιχαλίς
    ίδος, ἡ, Ehebrecherin
  • μοιχάλιος
    ehebrecherisch
  • μοιχάε
    άδος, ἡ, Ehebrecherin
  • μοιχάω
    eine Ehefrau zum Beischlaf verführen und mit ihr die Ehe brechen, auch allgemein von jeder ungesetzlichen Verbindung mit einer Frau, auch ein Mädchen verführen; sogar μοιχᾶν τὴν ϑάλατταν, das Meer listig und widerrechtlich in seine Gewalt bringen. Auch = verfälschen; intrans., Ehebruch treiben, ein Ehebrecher sein
  • μοιχεία
    ἡ, Ehebruch
  • μοιχευτήρ
    ῆρος, ὁ, u. μοιχευτής
    ὁ, der Ehebrecher
  • μοιχευτός
    ehebrecherisch
  • μοιχεύτρια
    ἡ, Ehebrecherin
  • μοιχεύω
    ein μοιχός sein
  • μοιχίδιος
    ehebrecherisch; aus einem Ehebruch entsprungen
  • μοιχικός
    u. μοίχιος
    ehebrecherisch; διαβολαί, wegen Ehebruchs
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