209 Wörterbuch altgriechisch - deutsch

  • κωμῳδο-διδάσκαλος
    ὁ, der Komödiendichter, insofern er sein Stück einstudieren läßt, die Schauspieler u. den Chor einübt
  • κωμῳδο-λοιχέω
    mit komischen Späßen Teller lecken, schmarotzen, schmeicheln
  • κωμῳδο-ποιΐα
    ἡ, das Komödienmachen, -dichten
  • κωμῳδο-ποιός
    ὁ, der Komödiendichter
  • κωμ-ῳδός
    ὁ, der Freudenlieder singt, bes. an den Festen des Dionysus komische Lieder vorträgt, was anfänglich der Dichter selbst tat; daher = der Komödiendichter; bes. Aristophanes; gew. der Schauspieler der Komödie
  • κωμῳδο-τραγῳδία
    ἡ, ein aus Komödie u. Tragödie gemischtes Drama, Tragikomödie
  • κωμῳδο-τραγῳδός
    ὁ, der Dichter einer solchen Tragikomödie
  • κωνάζω
    im Kreise, wie einen Kreisel herumdrehen
  • κωνάριον
    τό, 1) Kegelchen. 2) die Zirbeldrüse im Gehirn
  • κωνάω
    1) = κωνάζω. 2) verpichen, verkleben
  • κωνειάζομαι
    den Schierlingssaft, κώνειον, trinken
  • κώνειον
    τό, Schierlingskraut, cicuta; bes. der aus dem Safte des Schierlings bereitete tötliche Trank, der in Athen häufig zur Vollstreckung der Todesstrafe angewendet wurde
  • κώνησις
    ἡ, die Verpichung
  • κωνίας οἶνος, ὁ
    mit Pech angemachter Wein
  • κωνίζω
    verpichen
  • κωνικός
    kegelförmig, konisch
  • κωνίον
    τό, Kegelchen; vom Fichtenzapfen
  • κωνίς
    ίδος, ἡ, ein kegelförmiges Wassergefäß
  • κωνῖτις
    ιδος, ἡ, aus Fichtenzapfen bereitet
  • κωνο-ειδής
    ές, kegelförmig
  • κῶνος
    ὁ, der Kegel, der bekannte mathematische Körper. Daher auch a) der kegelförmige Zapfen der Pinie; auch daraus bereitetes Pech; b) die kegelförmige Helmspitze; c) der kegelförmige Kreisel
  • κωνο-τομέω
    einen Kegelschnitt machen
  • κωνο-φόρος
    Zapfen tragend, wie die Kiefern u. ähnliche Bäume
  • κωνωπεῖον
    τό, u. κωνωπεών
    ῶνος, ὁ, ein bes. in Ägypten gebräuchliches Bett mit seinen Vorhängen, um die Mücken abzuhalten, Mückennetz von seiner Gaze, vgl. conopeum der Lateiner
  • κωνώπιον
    τό, Mückchen
  • κωνωπο-ειδής
    ές, mückenartig, -ähnlich
  • κωνωπο-θήρας
    ὁ, Mückenjäger, ein Vogel
  • κών-ωψ
    ωπος, ὁ, die Mücke, Stechmücke, nach ihrem Stachel benannt
  • κῶος
    ὁ, die Grube, Höhle
  • κῷος
    koisch, sc. βόλος, der höchste Wurf mit den ἀστραγάλοις, der sechs galt, dem niedrigsten, Χῖος, entgegengesetzt, der eins galt; daher von sehr ungleichen Dingen sprichwörtlich ὁ Κῷος πρὸς Χῖον
  • κώπαιον
    τό, das obere Ende, der Griff am Ruder
  • κωπαι-ώδης
    ες, wie ein Ruder
  • κωπεύς
    ὁ, Ruderholz, breites, zum Rudern taugliches oder gebräuchliches Holz
  • κωπεύω
    rudern, das Schiff mit Rudern fortbewegen; κεκώπευται ὁ στρατός, von einem schlagfertigen Heere, wo der Soldat die Hand an den Schwertgriff legt
  • κώπη
    ἡ, eigtl. ein Griff, Handgriff, Stiel, an dem man ein Werkzeug hält; bes. a) der Rudergriff, wie man ἐμβαλέειν κώπῃς fassen kann; das Ruder selbst; übertr., νερτέρᾳ προςήμενος κώπῃ, von niederm Stande; b) der Schwertgriff, das Degengefäß; c) der Griff am Schlüssel, von Elfenbein; d) allgemeiner; bei der Handmühle die Kurbel, der Griff, mit dem sie gedreht wird. Der Griff an der Peitsche
  • κωπήεις
    εσσα, εν, mit einem Griff, einem Heft versehen
  • κωπ-ηλασία
    ἡ, das Rudern
  • κωπ-ηλατέω
    die Ruder in Bewegung setzen, rudern; übertr., ναυπηγίαν δ' ὡςεί τις ἁρμόζων ἀνὴρ διπλοῖν χαλινοῖν τρύπανον κωπηλατεῖ, den Bohrer in Bewegung setzen
  • κωπ-ηλάτης
    ὁ, der das Ruder, od. mit dem Ruder das Schiff in Bewegung setzt, der Ruderer. Von einem Seetier
  • κωπ-ηλατικός
    ή, όν, der Ruderer, das Rudern betreffend
  • κωπ-ήλατος
    ruderförmig gestreckt
  • κωπ-ήρης
    ες, mit Rudern versehen; τὸ κωπῆρες, das Ruderschiff. Das Ruder haltend
  • κωπητῆρες
    οἱ, die Seitenwände des Schiffes, an denen die Ruder angebracht sind
  • κωπίον
    τό, kleines Ruder
  • κωράλιον
    τό, Koralle
  • κωραλλεύς
    ὁ, der Korallenfischer
  • κωρυκίς
    ίδος, ἡ, ein blasenartiger Auswuchs auf den Blättern der Ulmen, der durch den Stich gewisser Insekten entsteht
  • κωρυκο-βολία
    ἡ, das Sackwerfen
  • κωρυκο-μαχία
    ἡ, ein Spiel, Übung mit dem κώρυκος, Sackkampf
  • κώρυκος
    ὁ, 1) ein lederner Sack, bes. Beutel zu Lebensmitteln, Brot u. Mehl bei Seefahrten; ein lederner Köcher, wie γωρυτός. 2) in den Gymnasien ein großer lederner Sack mit Feigenkörnern, κεγχραμίδες, Mehl od. Sand gefüllt, der von der Decke herabhing u. von den Athleten mit den Händen gefaßt u. hin u. her geschwungen wurde. 3) eine Muschelart
  • κωρυκ-ώδης
    ες, sack-, beutelförmig
  • κῶς
    τό, bei den Korintiern ein öffentliches Gefängnis
  • κώταλις
    ἡ, Stoßkeule
  • κώταλος
    ὁ, eine besondere Art Gesänge
  • κωτάρχης
    ὁ, eine Priesterwürde in Branchidä
  • κωτιλάς
    άδος, ἡ, die Schwalben in Theben
  • κωτιλία
    ἡ, Geschwätz u. Schmeichelei, Kosen
  • κωτίλλω
    schwatzen, plaudern, mit dem Nebenbegriffe des Schmeichelns, kosen; αἱμύλα κωτίλλειν, von den Schmeichelreden eines buhlerischen Weibes; μαλϑακὰ κωτίλλειν, glatte Worte plaudern; τινά, beschwatzen, durch Geschwätz betrügen, εὖ κώτιλλε τὸν ἐχϑρόν, geschickt beschwatzte er den Feind; μὴ κώτιλλέ με, belästige mich nicht mit deinem Geschwätz
  • κωτίλος (eigtl. durch Geschwätzigkeit ermüdend), geschwätzig, plauderhaft, bes. mit dem Nebenbegriffe des Schmeichelns, kosend; von der Schwalbe; wie Arist. die Tiere einteilt in κωτίλα καὶ σιγηλὰ ζῶα; ὄμματα, geschwätzige, vielsagende Augen. Adv., spottend
  • κωφάω
    stumm machen, übertäuben; taub machen, betäuben
  • κωφεύω
    stumm, taub, u. übh. unempfindlich sein
  • κώφησις
    ἡ, Verstümmelung, Verhinderung
  • κωφίας
    ὁ, der Taube, eine Schlangenart
  • κωφός
    eigtl. stumpf, abgestumpft; κωφὸν βέλος, das stumpfe, kraftlose Geschoss. Gew. a) an der Zunge gelähmt, stumm; κωφὸν κῦμα, die stumme, geräuschlose Woge; κωφὴ γαῖα, die stumme, wenn sie geschlagen wird, nicht schreiende, d. i. unempfindliche Erde; von einem Menschen, ἄφωνος heißt, wohl taubstumm; παλαιά, verschollen, von denen man nichts mehr hört; b) stumpf von Gehör, taub. Übh. c) unempfindlich, stumpf an Geist, dumm; ἀνυποτακτος καὶ κωφὴ διήγησις eine unverständliche. Ἑλλάδος φωνᾶς κωφός, der kein Griechisch sprechen kann
  • κωρότης
    ητος, ἡ, Stumpfheit der Sinne, bes. Taubheit; Unempfindlichkeit
  • κωφόω
    stumm und bes. taub machen
  • κωφ-ώδης
    ες, stumm
  • κώφωμα
    τό, Taubheit
  • κώφωσις
    ἡ, Taubheit; auch von den Augen, Blödigkeit; übh. Stumpfheit, Dummheit
  • κωχεύω
    heben, halten, stützen
  • κώψ
    κωπός, ὁ, eine Eulenart
  • Λ, λ, λάμβδα
    elfter Buchstab des griechischen Alphabets, als Zahlzeichen λ' = 30, λ = 30000. Im Anfange des Wortes fällt es zuweilen weg, εἴβω für λείβω
  • λᾱ -
    Präfixum mit verstärkender Bedeutung, wie λαι- u. λι-, in Λάμαχος, λακατάρατος
  • λάας
    ὁ, der Stein, Felsblock, bes. von den Steinen, welche die Kämpfer auf einander schleudern; λᾶας ἀναιδής, von dem Felsblock, den Sisyphus auf den Felsen hinaufwälzen muß; auch Fels, Klippe
  • λαβαντίς
    ίδος, ἡ, Name für Lavendel
  • λαβ-άργυρος
    Geld nehmend für etwas, was man tut
  • λάβδα
    τό, in obszönem Sinne, δοκεῖς δέ μοι καὶ λάβδα κατὰ τοὺς Λεσβίους, eine Leckerin nach Art der Lesbier, fellatrix; ἐξεπλάγην γὰρ ἰδὼν στίλβοντα τὰ λάβδα, die Schilde der Lacedämonier, die mit Λ bezeichnet waren
  • λαβδο-ειδής
    ές, dem Buchstaben Λ ähnlich
  • λάβδωμα
    τό, eine Figur von der Gestalt des Lambda
  • λαβή
    ἡ, 1) alles, womit man etwas anfassen kann, Griff, Henkel; μαχαιρῶν, Degengefäß, Griff. In der Fechtersprache, λαβὴν ἐνδοῦναι u. παραδοῦναι, παρέχειν, eine Blöße geben, eine Stelle des Leibes bloßgeben, an der ihn der Gegner fassen kann. 2) das Nehmen. Auch feindliches Angreifen, bes. Anfall einer Krankheit. 3) übh. Veranlassung, Gelegenheit
  • λαβιδόω
    anheften, feststecken
  • λάβιον
    τό, Schwertgriff
  • λαβίς
    ίδος, ἡ, Werkzeug zum Festhalten, Schnalle, Haken; Griff
  • λαβρ-αγορέω
    dreist, frech schwatzen
  • λαβρ-αγόρης
    ὁ, ein dreister Schwätzer
  • λαβράζω
    ein dreister Schwätzer; aber = λάβρος, ταχύς, heftig darauf losstürzend
  • λάβραξ
    ᾱκος, ὁ, der Meerwolf, ein gefräßiger (λάβρος) u. räuberischer Fisch
  • λαβρεία
    ἡ, dreiste Schwatzhaftigkeit
  • λαβρεύομαι
    ein λάβρος sein, dreist, frech schwatzen
  • λαβρο-πόδης χείμαῤῥος
    ein ungestüm einhergehender, reißender Regenstrom
  • λαβρο-ποσία
    ἡ, starker Trunk
  • λαβρο-ποτέω (ein λαβροπότης, Zecher, sein), stark trinken, zechen
  • λάβρος
    ον, heftig, ungestüm, von den Elementen u. Naturkräften, vom Winde; von heftigen Regengüssen; λάβρος στρατός, die ungestüme, unbändige Schar; λάβροι παγγλωσσίᾳ γαρύετον, mit unbändiger Schwatzhaftigkeit; heftig, übereilt; gefräßig, gierig, unmäßig im Essen u. Trinken. Adv. λάβρως, heftig, ungestüm, bes. von gierigem Fraß; von Stürmen, ἄνεμοι καταιγίζοντες λάβρως; von schnellen Rossen, ἵπποι φέρουσι λ. ἄνακτα
  • λαβρο-στομέω
    keck, frech reden
  • λαβρο-στομία
    ἡ, das kecke Schwatzen
  • λαβροσύνη
    ἡ, Heftigkeit, Ungestüm, bes. Gefräßigkeit; Geschwätzigkeit
  • λαβρό-συτος ἦλϑον
    schnell fortgerissen, in stürmischer Hast
  • λαβρότης
    ητος, ἡ, Gefräßigkeit
  • λαβρο-φαγέω
    u. λαβρόω
    gierig fressen, verschlucken
  • λαβρώνιος
    ὁ, u. λαβρώνιον
    τό, ein großer weiter Becher, mit Henkeln versehen
  • λάβυζος
    ἡ, eine Gewürzpflanze
  • λαβυρίνθειος
    labyrinthisch, nach Art eines Labyrinths
  • λαβύρινθος
    ὁ, nach den berühmten Gebäuden Ägyptens u. Kretas werden übh. vielfach verschlungene Irrgänge so genannt, bes. auch übertr. auf Reden u. Untersuchungen; ἀποκρινόμενον λαβυρίνϑου σκολιώτερα, verschlungener, d. i. schwer zu verstehen; dah. Beiname eines Philosophen; das dunkle Gedicht des Lykophron heißt πολύγναμπτοι λαβύρινϑοι; εἰνάλιος λαβ. ist die vielfach gewundene Meerschnecke. Auch Fischerreuse
  • λαβυρινθ-ώδης
    ες, einem Labyrinth ähnlich, ἀστράγαλος, vielfach gewunden; worin man sich leicht verirren u. verwirren kann
  • λαγανίζω
    Kuchen essen; vom Winde: allmälich anfangen zu wehen
  • λάγανον
    τό, eine Art dünner, breiter Kuchen in Öl gebacken; dem lat. tracta entsprechend, das Blatt, die Lage eines aus mehreren Schichten od. Lagen bestehenden Kuchens bezeichnet
  • λαγαρίζομαι od. λαγαρύζομαι
    Kuchen essen, naschen
  • λαγαρίζω
    dünn, weich, schlaff machen; weich, schlaff werden
  • λαγαρό-κυκλος
    flachrund, flach gewölbt, wie die Schildkrötenschaale und die aus ihr gemachte Lyra und Zither
  • λαγαρός
    hohl eingesunken, schmächtig, im Ggstz des Straffen, Angespannten, Geschwollenen; vom Wege: schmal; κατὰ τὸ λαγαρώτατον, wo es am schmalsten war; von Säulen; von Kamelen; στίχοι λαγαροί heißen bei den Grammatikern die in der Mitte eine kurze Silbe statt einer langen haben, in der Mitte zu dünn, schmächtig sind
  • λαγαρότης
    ητος, ἡ, die Schmächtigkeit, Dünnheit. Vom Verse, λαγαρότητα ἔπαϑε, wenn er in der Mitte eine Kürze statt der Länge hat
  • λαγαρόω
    ein weichwerdender, auftauender Fluß
  • λαγαρ-ώδης
    ες, schmächtig, schlank
  • λαγάρωσις
    ἡ, im Verse
  • λαγγάζω
    lange machen, zaudern, zögern
  • λαγγώδης
    ες, zaudernd, wie λαγγών
    ῶνος, ὁ, Zaudern
  • λάγειος
    vom Hasen
  • λᾱγέτης
    ὁ, Volksführer
  • λαγήν-αρχος
    ὁ, der Flaschenaufseher, der bei einem Gastmahle die Aufsicht über den Wein hat
  • λαγήνιον
    τό, Fläschchen
  • λαγιδεύς
    ὁ, 1) das Junge des Hasen. 2) das Kaninchen
  • λαγίδιον
    τό, Häslein
  • λάγιον
    τό, Häschen
  • λαγκία
    ἡ, die Lanze, lancea
  • λαγνεία
    ἡ, u. λάγνευμα
    τό, Samenausleerung, Beischlaf; Wollust, Geilheit
  • λαγνεύω
    den Samen lassen, vom Beischlaf; übh. wollüstig, geil sein
  • λάγνος
    ον, den Samen fahren lassend, wollüstig, geil, vom Manne (vgl. μάχλος, welches vom Weibe gesagt wird)
  • λαγο-δαίτης
    Hasen fressend, vom Adler
  • λαγο-θήρας
    ὁ, Hasenjäger
  • λαγο-θηρέω
    Hasen jagen, fangen
  • λαγο-κτονέω (ein λαγοκτόνος sein), Hasen töten
  • λαγο-κύμῑνον
    τό, Hasenkümmel, eine Pflanze
  • λαγρονίτης
    ὁ, eine Kuchenart
  • λαγύν-αρχος
    ὁ, Flaschenmeister
  • λαγῡνίων
    ωνος, ὁ, Beiname eines Schmarotzers, von der Flasche
  • λαγῡνο-φόρια
    τά, das Flaschentragen, ein Fest in Alexandria
  • λαγχάνω
    1) durchs Loserhalten, durch das Geschick oder durch Zufall erlangen, als seinen Anteil zuerteilt erhalten; ἤτοι ἐγὼν ἔλαχον πολιὴν ἅλα ναιέμεν αἰεί, ich bekam (bei der Verlosung der Welt) das Meer zum Anteil, darin zu wohnen; Κὴρ λάχε γεινόμενον, die Ker bekam ihn bei seiner Geburt zu ihrem Anteil; u. so oft von Göttern, die ein Land oder eine Stadt bei der Verteilung der Erde erlangt haben, es inne haben u. beschützen; von der Athene; von der Adrastea; τίνα πότμον εἴληχε βιότου; welches Lebensgeschick ist sein Los?. Dah. auch ohne Casus, bes. durchs Los erwählt, bestimmt werden; οἱ δ' ἔλαχον, τοὺς ἄν κε καὶ ἤϑελον αὐτὸς ἑλέσϑαι, eigtl. die zogen das Los; ἐς ἑκάστην (νῆα) ἐννέα λάγχανον αἶγες, d. i. neun Ziegen kamen durchs Los auf jedes Schiff; bes. in Athen bei allen Ämtern, zu denen man durchs Los bestimmt wurde; οἱ λαχόντες δικασταί, βουλευταί, die durchs Los gewählten Richter, Ratsherren. Seltener c. acc., ἀρχὰς ἔλαχε καὶ ἦρξε δοκιμασϑείς, er erhielt Ämter durch das Los, wurde zu Staatsämtern gewählt. 2) τινός, einer Sache teilhaftig werden, erlangen; bes. durch Erbschaft erlangen, erben, denn das Erbe selbst heißt κλῆρος. 3) in der attischen Gerichtssprache, λαγχάνειν δίκην τινί, einem den Prozess machen, ihn verklagen, weil die Richter für einen Prozess u. die Reihefolge der Prozesse durchs Los bestimmt wurden; πρὸς τὸν βασιλέα u. ä., den Prozess beim Archon βασιλεύς anhängig machen. 4) Der aor. II. λέλαχον hat die factitive Bdtg: einen einer Sache teilhaftig werden lassen
  • λαγω-βολεῖον
    τό, Ort zur Hasenjagd mit dem λαγωβόλον
  • λαγω-βολία
    ἡ, Hasenjagd mit dem λαγω-βόλον
  • λαγω-βόλον
    τό, Hafenwerfer, ein Knittel mit einem Haken, der zum Werfen u. Töten der Hafen gebraucht wurde, aber auch als Hirten- u. Wanderstab diente
  • λαγωδίας
    ὁ, ein Vogel, wegen seiner rauhen Füße nach dem Hasen benannt
  • λαγώδιον
    τό, Häslein
  • λαγώειος
    vom Hasen
  • λαγωϊκός
    κύων, ὁ, zur Hasenjagd geeignet
  • λαγωΐνης
    ὁ, ein Vogel
  • λαγών
    όνος, ἡ, jeder hohle, leere Raum; bes. wie λάπαρα u. κενεών, der vertiefte, hohle Teil des Leibes zwischen Kreuz, Rippen u. Hüften, die Weichen, Dünnen; bes. von Hasen u. Hunden; τὸν λαγόνων μόχϑον, von der Frau. Übh. Raum, Bauch eines Gefäßes. Bes. auch von dem Grabe
  • λαγώνεια
    τά, Hasenfleisch
  • λαγῷος
    vom Hasen; Hasenbraten
  • λαγώ-πους
    ποδος, hasenfüßig, rauchfüßig wie der Hase, subst., a) ein Vogel, vielleicht das Schneehuhn; b) ein Kraut, eine wilde Kleeart
  • λαγώ-πῡρος
    ὁ, Hasenweizen, das Kraut, welches auch λαγώπους hieß
  • λαγώς
    1) der Hase. Sprichw. λαγὼς καϑεύδων, von verstelltem Schlaf, wie der Hase mit offnen Augen schläft; λαγὼ βίον ζῆν, ein elendes Leben unter beständiger Angst führen, wie wir ein Hundeleben sagen; wie bei uns von furchtsamen Menschen. 2) ein rauchfüßiger Vogel, etwa die Rauchschwalbe. Bei den Chirurg. eine Art Verband
  • λαγω-σφαγία
    ἡ, das Hasenschlachten, -töten
  • λαγω-τροφεῖον
    τό, Ort, wo Hasen gezogen werden, leporarium
  • λαγω-τροφέω
    Hasen füttern, halten
  • λαγ-ωφθαλμία
    ἡ, eine Krankheit der Augen, wenn das obere Augenlid das Auge nicht bedeckt, von dem Schlafen der Hasen mit offenen Augen
  • λαγ-ώφθαλμος
    hasenäugig
  • λαγω-φονεύτρια
    ἡ, die Hasentöterin
  • λαγω-φόνος
    hasentötend
  • λαγώ-χειλος
    mit Hasenlippen, mit einer Hasenscharte
  • λάδανον
    τό, Baumharz, Gummi
  • λαεδός
    ὁ, Name eines Vogels
  • λᾱ-εργής
    ές, aus Steinen gemacht
  • λαέρκινον
    τό, eine Pflanze
  • λαέρτης
    ὁ, eine Ameisen- u. eine Wespenart
  • λαζίνης
    ὁ, ein Vogel, der sonst χαράδριος heißt, u. ein Fisch, sonst μαζίνας
  • λάζομαι
    nehmen, ergreifen; auch πάλιν δ' ὅγε λάζετο μῠϑον, er nahm die Rede zurück
  • λάζυμαι
    ἐλάζυτο Ἑρμῆν ἐπὶ βουσίν, er faßte, ertappte den Hermes über den entwendeten Rindern; λάζυσϑε τῆς κύλικος, haltet euch an den Becher
  • λᾱθ-άνεμος
    den Wind vergessend, ὥρα, windstill
  • λάθ-αργος
    von Hunden
  • λάθαργος
    ὁ, ein Lederschnitz
  • λαθ-ήβης
    ὁ, der die Jugend vergessen hat, alt
  • λάθησις
    ἡ, das Verborgensein
  • λαθητικός
    der sich leicht verbergen kann, leicht verborgen bleibt
  • λαθι-κηδής
    ές, die Sorgen vergessen machend, Sorgen stillend, die Mutterbrust; der Wein
  • λαθί-νοστος
    der Rückkehr vergessend
  • λαθί-ποινος
    die Rache vergessend
  • λᾱθί-πονος
    die Mühen, den Kummer vergessend; den Kummer vergessen machend
  • λαθί-φθογγος
    die Stimme vergessen machend, stumm machend, der Tod
  • λαθι-φροσύνη
    ἡ, Vergessenheit od. Torheit
  • λαθί-φρων
    ον, vergessliches Sinnes, od. des gesunden Sinnes vergessend, töricht
  • λάθρᾳ
    u. λάθρα
    heimlich, teils absol., teils c. gen., λάϑρᾳ δὲ μητρὸς καὶ πατρὸς πορεύομαι, heimlich von Vater u. Mutter, von ihnen unbemerkt
  • λαθραιό-δηκτος
    heimlich beißend
  • λαθραῖος
    heimlich, verstohlen, vor j-m verborgen; λαϑραῖον ϑάνατον ἐπιβουλεύειν τινί, Meuchelmord. Auch c. gen., λαϑραίως τῆς μητρός, ohne Wissen der Mutter
  • λαθραιότης
    ητος, ἡ, Heimlichkeit, Verborgenheit
  • λάθρη
    teils absol., bes. ἐμίσγετο, παρελέξατο, von verstohlenem Liebesgenuß; auch heimtückisch, hinterlistig; unvermerkt, allmählich
  • λάθριος
    u. λαθριμαῖος
    heimlich, versteckt; Κυϑήρη, verstohlen
  • λαθρο-βόλος
    heimlich werfend, schießend, treffend
  • λαθρο-γαμία
    ἡ, heimliche Vermählung
  • λαθρο-δάκνης
    ὁ, heimlich, tückisch beißend, κόριες heißen die Grammatiker
  • λαθρο-δήκτης
    ὁ, heimlich, tückisch beißend, vom Hunde
  • λαθρο-διδασκαλέω
    heimlich lehren
  • λαθρό-νυμφος
    ἡ, die heimlich Vermählte
  • λαθρο-πόδης
    heimlich gehend, schleichend; λαϑροπόδας τόκους, von den Zinsen, die allmählich das ganze Vermögen verzehren
  • λαθρο-φαγέω
    heimlich essen
  • λαθρο-φαγία
    ἡ, das heimliche Essen
  • λαθρο-φάγος
    heimlich essend
  • λαθρο-φονευτής
    ὁ, Meuchelmörder
  • λαθυρίς
    ίδος, ἡ, eine Pflanze, eine Art Wolfsmilch
  • λάθυρος
    ὁ, eine schotentragende Pflanze, Essen für arme Leute
  • λᾱϊ-βολέω
    mit Steinen werfen, steinigen
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