160 Wörterbuch altgriechisch - deutsch

  • ἡμι-τόμιον
    τό, die Hälfte
  • ἡμί-τομος
    halb durchgeschnitten; τὸ ἡμίτομον, die Hälfte; eine Art Verband, der auch ἡμιρόμβιον heißt; ὁ ἡμίτ. eine Art Becher
  • ἡμι-τονιαῖος
    aus einem halben Ton bestehend, Music.
  • ἡμι-τόνιον
    τό, halber Ton, Music. Auch ein Tau
  • ἡμί-τραγος
    ὁ, Halbbock
  • ἡμι-τρής
    ῆτος, halb durchbohrt
  • ἡμι-τριβές
    ῥάκος, halb abgerieben, abgetragen
  • ἡμι-τρί-γωνος
    halb dreieckig
  • ἡμι-τριταϊκός
    halb dreitägig (vom Fieber)
  • ἡμι-τύβιον
    τό, Hand- oder Halstuch
  • ἡμι-τύμβιον
    τό, halbes, kleines Grab
  • ἡμι-τυμπάνιστος
    halb totgeschlagen
  • ἡμι-ύφαντος
    halb gewebt
  • ἡμι-φαής
    λάρναξ, halb erscheinend, d. i. halb offen
  • ἡμι-φανής
    ές, halb erscheinend, von den halb im Sande vergrabenen Sphinxen
  • ἡμι-φάλακρος
    halb kahlköpfig
  • ἡμι-φάριον
    τό, Halbkleid
  • ἡμί-φατος
    halb gesagt
  • ἡμί-φαυλος
    halb schlecht
  • ἡμί-φαυστος
    halb leuchtend
  • ἡμι-φῖ
    τό, halbes φῖ
  • ἡμι-φλεγής
    u. ἡμίφλεκτος
    halb verbrannt. Übertr., von der Liebe halb verzehrt
  • ἡμι-φόρμιον
    τό, halber Korb
  • ἡμί-φρακτος
    halb eingezäunt
  • ἡμι-φυής
    ές, halbwüchsig
  • ἡμί-φωνος
    halbtönend, Halbvocal (σ, ρ); λέξις, halb ausgesprochen
  • ἡμι-φωσώνιον
    τό, eine Art linnenes Kleid
  • ἡμι-χοαῖος
    einen halben χοῦς haltend
  • ἡμι-χοινίκιον
    τό, halber χοῖνιξ
  • ἡμι-χολ-ώδης
    ες, halbgallig
  • ἡμι-χόριον
    τό, Halbchor
  • ἡμί-χουν
    τό, halber χοῦς
  • ἡμί-χρηστος
    halb brauchbar, halb gut
  • ἡμί-χρῡσος
    ὁ, halbes Goldstück
  • ἡμί-χωστος
    halb zugedämmt
  • ἡμι-ψυγής
    ές, u. ἡμί-ψυκτος
    halb abgekühlt
  • ἡμι-ωβολιαῖος
    α, ον, einen halben Obolus wert; so groß wie ein halber Obolus
  • ἡμι-ωβόλιον
    τό, u. ἡμι-ώβολον
    τό, halber Obolus
  • ἡμι-ώριον
    τό, halbe Stunde
  • ἦμος
    als, da; Zeitpartikel, Correlativum von τῆμος
  • ἡμοσύνη
    ἡ, Geschicklichkeit im Werfen
  • ἠμύω
    sinken, sich neigen; ἤμυσε κάρη, das Haupt senkte sich (vom Sterbenden); ἤμυσε καρήατι, das Pferd nickte mit dem Kopfe, ließ den Kopf sinken; übertr. vom Saatfelde, ἐπὶ δ' ἠμύει ἀσταχύεσσιν, es nickt mit den Ähren; vom Sturme; von Städten: zusammenstürzen, hinsinken; übh. untergehen
  • ἥμων
    ονος, ὁ, der Werfende, Schießende
  • ἤν
    wenn, im Fall daß; ἢν μή, falls nicht, wo nicht; in indirekten Fragen: ob, ἤν που, ἤν πως, ob etwa, ἤν τοι, ob denn, - ἤν περ, ἤν περ καί, wenn schon, wenn auch schon
  • ἤν
    Interjection, siehe! siehe da!
  • ἠναγκασμένως
    gezwungen
  • ἠνεκής
    ές, weithin-, ausgedehnt; ἠνεκές, adv., lange; ἠν. τέταται, lang hin u. ununterbrochen
  • ἠνεμόεις
    εσσα, εν, windig, lustig, dem Winde ausgesetzt, von hochgelegenen Orten, bes. von dem hochgelegenen Ilios; vom Vorgebirge Mimas; πτύχας ἠνεμοέσσας, stürmische Bergschlüfte; von einem hohen Baume
  • ἠνεμό-φοιτος
    sturmschreitend, mit Sturmschritten
  • ἠνεμό-φωνος
    wie der Sturm tönend
  • ἠνεμ-ώδης
    ες, stürmisch, stark sausend
  • ἠνί
    Interjection, = ἤν, siehe! siehe da!
  • ἡνία
    ἡ, im plur. τὰ ἡνία, Zügel; sowohl bei Reit-, als bei Wagenpferden; vom Zaum oder Gebiß; πρὸς ἡνίας μάχῃ, gegen den Zügel kämpfen, in den Zügel beißen; ἐφεῖ. ναι καὶ χαλάσαι τὰς ἡνίας τοῖς λόγοις, die Zügel anlegen, anziehen u. nachlassen; übertr. für: Lenkung, Regierung, Gewalt, τῷ δήμῳ τὰς ἡνίας ἀνείς, ihm den Zügel schießen lassend; παρ' ἡνίαν ποιεῖν, ungehorsam, unfolgsam sein; ἀφ' ἡνίας u. ἐφ' ἡνίαν, von der Rechten nach der Linken. Allgemeiner: lederner Riemen, Schuhriemen
  • ἡνιάζω
    aufzäumen
  • ἠνίδε
    auch ἤνιδε betont, d. i. ἢν ἰδέ, siehe, siehe da!
  • ἡνίκα
    wann, zu der Zeit, wo, da, 1) c. ind.; 2) c. opt., die wiederholte Handlung in der Vergangenheit ausdrückend. 3) mit ἄν u. dem conj., gew. die wiederholte Handlung in der Gegenwart ausdrückend; auf die Zukunft gehend; ἵν' ἡνίκ' ἂν κόπος μ' ἀπαλλάξῃ ποτέ, χωρῶμεν, sobald er mich verlassen haben wird
  • ἡνίον
    τό, das Gebiß
  • ἡνιο-ποιεῖον
    τό, Sattlerwerkstatt
  • ἡνιο-ποιέω
    Zügel machen
  • ἡνιο-στροφέω
    die Zügel wenden, mit den Zügeln lenken
  • ἡνιο-στρόφος
    ὁ, der die Zügel wendet, Wagenlenker
  • ἡνι-οχεία
    ἡ, das Zügelhalten, die Lenkung
  • ἡνι-οχευτικός
    ή, όν, das Wagenlenken betreffend
  • ἡνι-οχεύω
    ein ἡνίοχος sein, die Zügel halten, die Pferde lenken, fahren; übertr., πόλιν, lenken, regieren
  • ἡνι-όχησις
    ἡ, das Zügelhalten, Lenken, Regieren
  • ἡνι-οχικός
    ή, όν, im Wagen- u. Rosselenken geschickt; ἡ ἡνιοχικὴ τέχνη, die Kunst, die Rosse zu lenken; χιτῶνες ἡνιοχικοί, wie sie die Wagenlenker haben
  • ἡνί-οχος
    ὁ, der die Zügel hält, Wagenlenker, Rosselenker; dem παραιβάτης, dem vom Wagen herab kämpfenden Helden entgeggstzt, dem er untergeordnet ist; dah. ἡνίοχος ϑεράπων. Daß es kein Knecht ist, sieht man daraus, daß Patroklus der ἡνίοχος des Achilles ist. Hektor, der den Kebriones, den Eniopeus zum Wagenlenker hat, wird selbst ἡνί-οχος genannt; der Reiter. Allgemein: der Lenker, Beherrscher, νεώς, Steuermann
  • ἦνις
    ιος, ἡ, ein Jahr alt, jährig
  • ἠνορέα
    ἡ, Mannhaftigkeit, Mut u. Kraft; ἠνορέην ἐρατεινὴν ὤπασαν, edle Mannhaftigkeit, männliche Schönheit
  • ἦνοψ
    οπος, funkelnd, für ἄν-οψ, was man vor Glanz nicht ansehen kann, oder mit ἔνοπτρον zusammenhangend, spiegelblank
  • ἤνυστρον
    τό, der vierte Magen der wiederkäuenden Tiere, wo die Verdauung der Speisen vollendet wird
  • ἡνωμένως
    vereinigt
  • ἧξις
    ἡ, Ankunft
  • ἠοῖαι
    αἱ, hieß ein Gedicht des Hesiod, der Katalog der Heldenfrauen, weil die einzelnen Abteilungen, in denen eine neue Heroine eingeführt wurde, mit den Worten ἢ οἵη anfingen
  • ἠοῖος
    morgendlich, in der Frühe, πᾶσαν δ' ἠοίην μένομεν, sc. ὥραν, den ganzen Morgen warteten wir. Gegen Morgen, Osten gelegen, östlich; πρὸς ἠοίην, gen Osten; ἀοῖος ἀστήρ, der Morgenstern
  • ῄόνιος
    am Ufer gelegen, auf dem Ufer
  • ἠπανία
    ἡ, Mangel, Entbehrung
  • ἧπαρ
    ατος, τό, die Leber; ἔφερον ὑφ' ἥπατος, von der schwangeren Frau. Oft als Sitz der Empfindungen und Leidenschaften, bes. des Zorns u. der Liebe; τῶ ἀλόγω μέρεος τὸ ἐπιϑυματικὸν περὶ τὸ ἧπαρ, wo wir Nieren oder Herz sagen; von der Liebe, ἧπαρ ἄμυσσεν
  • ἡπατήρια
    τά, eine Art Arznei
  • ἡπατίας
    zur Leber gehörig
  • ἡπατίζω
    der Leber ähnlich sein
  • ἡπατικός
    die Leber betreffend; leberkrank; τὸ ἡπατικόν, das Weissagen aus der Leber
  • ἡπατίτης
    ὁ, leberähnlich, fem. ἡπατῖτις
    ἀλόη; die Leber betreffend; ἡπ. φλέψ, die große Hohlader. Auch eine Pflanze
  • ἡπατο-ειδής
    ές, leberähnlich
  • ἡπατο-πνεύμων
    ονος, ὁ, Leber u. Lunge
  • ἥπατος
    ὁ, Leberfisch
  • ἡπατο-σκοπέω
    die Leber als Wahrsager besehen
  • ἡπατο-σκοπία
    ἡ, u. ἡπατο-σκοπική
    ἡ, Leberbesichtigung u. Weissagung darnach
  • ἡπατο-σκόπος
    ὁ, die Leber (und übh. die Eingeweide) betrachtend und daraus weissagend
  • ἡπατ-ουργός
    die Leber (übh. Eingeweide) zerwirkend, zum Weissagen
  • ἡπατο-φαγέω
    die Leber essen
  • ἠπάω
    bessern, flicken, heilen
  • ἠπεδανός
    schwach, hinfällig, gebrechlich; so nennt sich der lahme Hephästus, im Ggstz zum Ares, der καλός τε καὶ ἄρτιπος heißt; Nestors Wagenlenker ἠπεδανὸς ϑεράπων, der nicht rasch von der Stelle kann; vom schwachen Fieber; c. gen., κλυτᾶς φάμας ἔσσεαι ἠπεδανά, unteilhaftig des Ruhmes; δεῖμα, schwach machend
  • ἠπεδανόω
    schwach machen, entkräften
  • ἠπειγμένως
    eilend
  • ἠπειρο-γενής
    ές, auf dem Festlande geboren; so heißen die Perser
  • ἠπειρόθεν
    vom Festlande her
  • ἤπειρος
    ἡ, das feste Land, a) Ggstz von πέλαγος; νῆα - ἐπ' ἠπείροιο ἔρυσσαν, aufs Land ziehen; ἐκ πόντου βὰς ἤπειρόνδε, wo die Insel gemeint ist. So auch κατὰ τὴν ἤπειρον, im Ggstz von τῇσι νηυσί, zu Lande. b) im Ggstz gegen die Inseln; das Ithaka gegenüberliegende Festland, was nachher nom. pr. wird. c) die zusammenhangende Ländermasse, bes. der Kontinent Asien; vom Perserreich, dem dann Griechenland od. Europa als zweiter Kontinent gegenübersteht; Pind. fügt Libyen als dritten Kontinent hinzu
  • ἠπειρόω
    zum Festlande machen
  • ἠπειρώτης
    ὁ, auf dem Festlande, Ggstz νησιώτης; πόλιες ἠπειρώτιδες, Städte im Binnenlande (im Kontinent Asien), Ggstz Küsten- u. Inselstädte; asiatisch
  • ἠπειρωτικός
    auf dem Festlande, ἔϑνη, Ggstz Inselbewohner
  • ἤ-περ
    als etwa, als selbst
  • ἠπερόπευμα
    τό, Betrug, γυναικῶν, Anakreon, der die Frauen berückt
  • ἠπεροπεύς
    ὁ, Betrüger, Beschwatzer
  • ἠπεροπεύω
    beschwatzen, durch listiges Reden betören u. betrügen
  • ἠπεροπηίς τέχνη
    Täuschungskunst
  • ἤπησις
    ἡ, das Heilen
  • ἠπητήριον
    τό, u. ἠπήτριον
    τό, die Nadel zum Nähen, Flicken
  • ἠπητής
    ὁ, der Flicker, Schneider
  • ἠπιαλέω
    das Fieber haben, fiebern
  • ἠπιάλης
    ητος, ὁ, = ἐφιάλτης, der Alp
  • ἠπίαλος
    ὁ, ein bösartiges Fieber mit dem Zusatz πυρετός u. ohne diesen; wobei Hitze u. bes. heftiger Frost im ganzen Körper empfunden wird; Fieberfrost. Phrynich. nennt einen frostigen Dichter ἀηδόνων ἠπίαλος, ὕμνος Ἅιδου, der den Nachtigallen ein Fieber ist, ihnen ein Fieber einflößt
  • ἠπιαλ-ώδης
    ες, fieberartig, πυρετός, eine besondere Art Fieber
  • ἠπίαμα
    τό, Heilmittel
  • ἡπιάω
    lindern, besänftigen
  • ἠπιο-δινητος
    sanft herumgedreht
  • ἠπιό-δωρος
    u. ήπιο-δώτης
    milde Gaben gebend
  • ἠπιό-θῡμος
    sanftmütig
  • ἡπίολος
    ὁ, eine Lichtmotte
  • ἠπιό-μητις
    von milder Gesinnung
  • ἠπιό-μοιρος
    von mildem Geschicke
  • ἠπιό-μῡθος
    sanftredend
  • ἤπιος (verwandt mit ἔπος, εἰπεῖν, ὁ ἐν λόγῳ πάντα ποιῶν, durch freundliches Zureden begütigend u. durch magisches Besprechen Schmerzen lindernd), 1) mild, gütig; von einem Herrscher; εἴ μοι Ἀγαμέμνων ἤπια εἰδείη, wenn er mir wohlgesinnt wäre; von den Göttern gegenüber den Menschen: gnädig; τοῖς ἀνϑρώποις, gegen die Menschen. Vom Charakter: sanft; τὸ πνῖ. γος ἠπιώτερον γέγονεν, ließ nach, wurde milder; wie φλέγμα u. sonst von Krankheiten. Adv. ἠπίως; ἠπιωτέρως ἔχειν πρός τινα, milder sein gegen einen. 2) φάρμακα, schmerzstillende Heilmittel. Aber ἤπιον ἦμαρ = günstig, förderlich etwas zu tun
  • ἠπιότης
    ητος, ἡ, Milde, Freundlichkeit
  • ἠπιό-φρων
    ονος, mild gesinnt
  • ἠπιό-χειρ
    ειρος, u. ἠπιό-χειρος
    mit schmerzstillender, heilender Hand
  • ἠπιόω
    Linderung fühlen, sich wohler fühlen
  • ἦ-που
    ἦ που, Beteuerung: gewiß wohl, sicherlich doch, traun wohl (eine Voraussetzung zur Bekräftigung hinzufügend). In der Frage erhöht es den Nachdruck derselben, denn wohl?
  • ἠπύτα
    ὁ, der Rufer; κήρυξ, der lautrufende Herold; πόντος, laut tosend
  • ἠπύω
    laut rufen, anrufen, hervorrufen; übh. einen lauten Ton von sich geben, rauschen, saufen u. dgl., vom Winde, von der Phorminx
  • ἦρα
    einem etwas Angenehmes, Willkommnes, Erwünschtes darbringen, einem zu Gefallen handeln, ihm einen Dienst erzeigen, beistehen; τῖον δέ ἑ πάντες ὁδῖται ἦρα φιλοξενίης, zum Entgelt für, wegen seiner Gastfreundlichkeit
  • ἠρ-άνθεμον
    τό, Frühlingsblume, eine Art Anthemis
  • ἤρανος
    ὁ, Beschützer, Beherrscher
  • ἠρέμα
    sanft, leise, allmählich, langsam; κατ' ἐμαυτόν, still für mich;
  • ἠρεμάζω
    still sein (vor Trauer)
  • ἠρεμαῖος
    ruhig; πῠρ, gelindes Fieber
  • ἠρεμαιότης
    ητος, ἡ, die Ruhe
  • ἠρεμέω
    still, ruhig sein; feststehen, bleiben; ἠρεμητέον, man muß sich ruhig verhalten
  • ἠρέμησις
    ἡ, das Ruhig-, Gelassensein, die Ruhe
  • ἠρεμία
    ἡ, Ruhe, Gelassenheit
  • ἠρεμίζω
    1) beruhigen, still stehen lassen; pass. ruhen. 2) still, ruhig sein
  • ἠρεμότης
    ητος, ἡ, die Ruhe
  • ἠρεσίς
    ίδος, ἡ, die Oberpriesterinn der Hera in Argos
  • ἦρι
    früh, am frühen Morgen
  • ἠρι-γένεια
    ἡ, heißt Eos, die früh (ἦρι) am Morgen Geborene, oder die aus dem Morgennebel (ἀήρ) Hervorgehende, Kind der Frühe; der Morgen; ἡ τὴν ἡμέραν γεννῶσα, den Tag, den Morgen hervorbringend; λέαινα ἠριγένεια, die im Frühling Gebärende; γενέϑλιον ήριγένειαν, Geburtstagsmorgen
  • ἠρι-γενής
    ές, am Morgen geborene (von der Eos)
  • ἠρι-γέρων
    οντος, ὁ, eigtl. früh oder im Frühling greis werdend, eine graue Samenkrone bekommend, eine Pflanze, erigeron, senecio
  • ἠρι-εργής
    ὁ, der Gräber macht
  • ἠρι-θαλές
    τό, im Frühling blühend, eine Pflanze
  • ἠρινό-θερμον
    τό, eine Pflanze
  • ἠρινο-λόγοι
    Frühlingssänger
  • ἠρίον
    τό, Erdhügel, bes. Grabhügel
  • ἠρι-πόλη
    ἡ, die früh Wandelnde, Eos, dah. der Morgen
  • ἠρίστριον
    τό, ein Frühlingskleid
  • ἠρμένως
    erhaben, stolz
  • ἡρμοσμένως
    passend, schicklich
  • ἠρος-άνθεια
    τά, Frühlingsblumenfest, im Peloponnes von den Frauen gefeiert
  • ἠρύγγιον
    τό, eine Pflanze
  • ἤρυγγος
    ἡ, eine Pflanze, Mannstreue. Aber ὁ ἤρυγγος, oder τὸ ἤρυγγον scheint der Ziegenbart zu sein
  • ἡρω-ελεγεῖον
    τό, sc. μέτρον, ein aus einem Herameter u. einem Pentameter bestehendes Distichon
  • ἡρω-ίαμβοι
    οἱ, ein Gedicht aus Hexametern u. jambischen Versen zusammengesetzt
  • ἡρωΐζω
    im heroischen Versmaß ein Heldengedicht schreiben
  • ἡρωϊκός
    heroisch, einem Heros eigen, ihn betreffend; εἰς τὴν ἡρωϊκὴν ἐπανῆκται τάξιν, unter die Zahl der Heroen versetzt, im Ggstz gegen die geschichtliche Zeit. Bes. μέτρον, heroisches Versmaß, Hexameter. Adv., ἡρωϊκῶς τελευτῆσαι, wie ein Held sterben
  • ἡρωΐνη
    ἡ, Heroine, Heldin; so heißt Medea; Halbgöttin
  • ἡρωΐς
    ίδος, ἡ, ein alle neun Jahre in Delphi gefeiertes mystisches Fest
  • ἡρωο-γράφος
    ὁ, Verfasser eines heroischen Gedichtes, Tzetz.
  • ἡρωο-λογέω
    von den Heroen erzählen, dichten
  • ἡρωο-λογία
    ἡ, Heroengeschichten, wie Anaximander geschrieben
  • ἡρῷον
    τό, Heiligtum, Tempel eines Heros
  • ἡρῷος
    α, ον, einen Heros betreffend, ihm ziemend, heroisch; auch πούς, heroisches Versmaß, Hexameter; τὸ ἡρῷον, sc. ἔπος, Gedicht in Hexametern. Τὰ ἡρῷα δειπνεῖν, Schmaus beim Feste eines Heros
  • ἥρως
    ωος, ὁ, ursprünglich der Herr, der freie Mann, bes. als ehrende Anrede an die Soldaten. Bes. die Edlen, durch Geburt, Macht, Tapferkeit Ausgezeichneten; aber auch der Sänger Demodokus heißt so u. die nicht kriegerischen Phäaken heißen ἥρωες, freie Herren. Wie aber schon Hom. Kämpfer der Vorzeit ἡμιϑέων γένος ἀνδρῶν nennt u. der Mensch gern die früheren Zeiten als in jeder Beziehung höher u. vollkommner darstellt, so bildet sich der Begriff des ἥρως zu einem über das gewöhnliche Maß des Menschlichen hinausgehenden Helden, von denen Hes. die vor Theben u. Ilios Gefallenen nach den Inseln der Seligen versetzt, wo sie als selige Heroen einen wesentlichen Vorzug vor anderen Menschenkindern genießen; sie erscheinen dann als eine Zwischenstufe zwischen Menschen u. Göttern, als Halbgötter, die eine eigene Verehrung genießen, bes. die von einem Gotte u. einer sterblichen Frau Erzeugten. Bes. sind es einzelner Landschaften, Städte Schutzgottheiten, als welche die Gründer u. ersten Anbauer von den dankbaren Nachkommen angenommen wurden; so in Athen die ἥρωες ἐπώνυμοι, nach denen die Phylen benannt waren; sie hatten kleinere Tempel od. Kapellen, ἡρῷα, u. Feste; ἥρωες προνώπιοι die lares der Römer; μακαρίτης, der Selige, der Verstorbene; daher auch für das röm. divus
  • ἡρω-φόρος
    Helden tragend
  • ἥσθημα
    τό, die Freude
  • ῄσθημένως
    verstehend
  • ἡσι-επής
    ές, Worte entsendend, beredt
  • ἧσις
    ἡ, Vergnügen
  • ἠσκημένως
    geübt
  • ἧσσα
    ἡ, Niederlage; ἧτταν προςίεται, läßt sich besiegen. Übh. das den Kürzern Ziehen, Unterliegen, τοῦ πώματος, ἡδονῶν, den Lüsten; auch im Prozess
  • ἡσσάομαι
    besiegen, überwältigen; das pass. oder den. ἡσσάομαι heißt schwächer (ἥσσων) sein als ein anderer, ihm nachstehen, gegen ihn den Kürzern ziehen, von ihm übertroffen, besiegt werden; μάχην, in der Schlacht; auch τὴν δίκην, im Prozess, d. i. den Prozess verlieren; öfter in der Gerichtssprache; τὴν γνώμην οὐχ ἡσσῆσϑαι, den Mut nicht verloren haben; τοῦ δεινοῦ, unterliegen. Adj. verb., κοὔτοι γυναικὸς οὐδαμῶς ἡσσητέα, man darf sich nicht von einem Weibe überwinden lassen, ihm nicht nachgeben
  • ἥσσημα
    τό, die Niederlage
  • ἡσσόνως
    weniger
  • ἥσσων
    ον, geringer, schlechter, bes. schwächer an Kräften, u. dah. unterliegend, nachstehend; οὐδενὸς ἥσσων γνῶναι τὰ δέοντα, d. i. so gut wie jeder andere das Notwendige erkennen; τῶν ἡδονῶν, der Luft unterliegen; οὐδενὸς ἥττων σοφιστής, keinem nachstehend; die schwächere (schlechtere) Sache zur stärkeren (siegreichen, scheinbar besseren) machen, Unrecht zu Recht machen. Adv. ἧσσον, weniger, geringer; τὸ ἧσσον, Mangel, Verlust
  • ἡστικός
    erfreuend
  • ἡστός
    adj. erfreut, vergnügt
  • ἡσυχάζω
    ruhig machen. Gew. intrans., ruhen; vom Schlafenden; μόλις ἡσυχάσαντες, nachdem sie sich mit Mühe hatten beruhigen lassen; der auch den Teil der Nacht, wo alles ruht; oft = schweigen; ἐπί τινος, bei etwas verharren
  • ἡσυχαῖος
    ruhig, still
  • ἡσυχαστήριον
    τό, Einsiedelei, Kloster
  • ἡσυχαστής
    ὁ, der Einsiedler, der still lebende Mönch
  • ἡσυχαστικός
    der Ruhe angemessen, od. zum Besänftigen geeignet
  • ἡσυχάστρια
    ἡ, die Besänftigerin
  • ἡσυχῆ
    ruhig, still; Κύπρις τὸν εἴκονϑ' ἡσ. μετέρχεται, langsam, allmählich
  • ἡσυχία
    ἡ, Ruhe, Frieden, Ungestörtheit, Sorglosigkeit; τινός, vor etwas; ἡσυχίαν ἔχειν, Ruhe halten, sich ruhig verhalten, nichts unternehmen; ἐν ἡσυχίῃ τι ἔχειν, verschweigen; εἶχον ἐν ἡσυχίῃ σφέας αὐτούς, sie schwiegen; τί σεσίγηται δόμος; ἐξελϑὼν εἰς ἡσυχίαν, an einen einsamen Ort; καϑ' ἡσυχίαν, in Ruhe
  • ἡσυχίδας
    δόμος, ruhig
  • ἡσύχιος
    ον, ruhig, im Stillen; bedächtig; τὸ ἡσύχιον τῆς εἰρήνης, die Ruhe des Friedens
  • ἡσυχιότης
    ητος, ἡ, Bedachtsamkeit
  • ἥσυχος
    ον, ruhig, still, ungestört, sorglos; ὥστε πᾶν ἐν ἡσύχῳ ἔξεστι φωνεῖν in Ruhe; ἥσυχον ἐᾶν τινα, in Ruhe lassen; ἔχ' ἥσυχος, sei still; ἥσυχον παρελαύνειν, ruhig, langsam vorbereiten; ἡσυχαίτερα χαλεπά, gelindere Übel; ἡσυχαίτεροι διεφοίτων, langsamer
  • ἡσυχόω
    beruhigen
  • ἦτα
    τό, der Name des siebenten Buchstaben im griechischen Alphabet
  • ἦ-τε
    richtiger getrennt ἦ τε, wahrlich, traun, gewiß
  • ἤ-τοι
    1) Das aus ἦ τοι entstandene ἤτοι ist ursprünglich eine starke, durch das ἦ und durch das τοί, also doppelt ausgedrückte Beteuerung, »wahrlich, wahrlich«; aber schon bald ist die Bedeutung sehr abgeschwächt, indem es nur als Synonymum von μέν erscheint, auf ein nachfolgendes »aber« vorausdeutend. Die Abschwächung der Bedeutung spiegelt sich wieder in der Zusammenziehung zu einem Worte und der Ersetzung des stärkeren Accents, des Circumflex, durch den schwächeren, den Acut. Soll irgendwo die ursprüngliche beteuernde Bedeutung festgehalten werden, so muß man getrennt schreiben ἦ τοι. Oft steht das Wort an der ersten Stelle des Satzes; es wird aber auch nachgesetzt. 2) Das andere ἤτοι ist aus dem disjunctiven ἤ und dem beteuernden τοί entstanden und hat disjunctive Bedeutung; es steht regelrecht nur im ersten Gliede, entsprechend dem Deutschen »entweder«. Die Grammatiker brauchen ἤτοι häufig bei der Erkl. eines Wortes durch ein anderes, nämlich, das heißt, wie ἤγουν
  • <<< list operone >>>