074 Wörterbuch altgriechisch - deutsch

  • γαμο-ποιΐα
    das Heiratsausrichten
  • γάμος
    die Hochzeit, die Ehe; sowohl die Hochzeitsfeier, als das Beilager, als der Zustand der dauernden Ehe. 1) Hochzeitsfeier, -schmaus. 2) Vermählung, Beilager; auch bloß sinnlich aufgefaßt, Beischlaf, auch außerehelicher. 3) die Ehe, Heirat
  • γαμο-στολέω
    die Hochzeit ausrichten
  • γαμο-στόλος
    die Hochzeit bereitend, Aphrodite
  • γαμφηλαί u. γαμφαί
    Kinnbacken; zwei Löwen tragen eine geraubte Ziege, ὑψοῦ ὑπὲρ γαίης μετὰ γαμφηλῇσιν ἔχοντε. Von Vögeln, ὀρνίϑων, die Schnäbel
  • γαμψός
    gebogen, krumm
  • γαμψότης
    Krümmung
  • γαμψόω
    biegen, sich krümmen
  • γαμψ-ῶνυξ u. γαμψ-ώνυχος
    mit krummen Klauen, ταρσός, des Adlers
  • γανάεντες
    ϑεούς, feiernd
  • γανάω
    glänzen, schimmern; vom Metallglanz der Waffen; von einer Blume; sich erfreuen, laben; transit., glänzend erhellen
  • γανερός
    glänzend
  • γάνος
    Glanz, Zierde; Erquickung, erquickender Trunk; Wasser
  • γανόω
    glänzend machen, glätten; χρώμασι, anstreichen; γεγανωμένα, überzinnte Kupfergefäße; erheitern; pass., ergötzt werden
  • γάνυμαι
    sich ergötzen, sich freuen; γάνυται φρένα, er freut sich im Herzen
  • γαν-ώδης
    glänzend, schön
  • γάνωμα
    Glanz, Schimmer
  • γάνωσις
    das Schmücken, Glanz; Glasur
  • γάρ
    1) denn, zur Angabe der Ursache od. des Grundes sehr; a) der Grund mit γάρ steht dem zu begründenden Satze bisweilen voran, bes. in Anreden, Ἀτρείδη, πολλοὶ γὰρ τεϑνᾶσι Ἀχαιοί; bes. in Sätzen, die eine Aufforderung enthalten, wo der Grund davon vorausgeschickt wird. Auch in Parenthesen, wie εἶεν - σὺ γὰρ τούτων ἐπιστήμων - τίχρὴ ποιεῖν. b) oft fehlt der zu begründende Satz u. ist aus dem Zusammenhange zu ergänzen; γάρ entspricht dann gew. dem deutschen ja. Am häufigsten in Antworten, ἀλλὰ τίη μοι ταῦτα φίλος διελέξατο ϑυμός; οἶδα γάρ, ich weiß ja. Auch in Konditionalsätzen, οὐ γὰρ ἄν ποτε πρώταισιν ὑμῖν ἀντέκυρσα, sonst (wenn das nicht wäre) wäre ich ja nicht euch zuerst begegnet. Ferner in Einwendungen, τούτῳ γὰρ οὐ νικήσετε, damit freilich werdet ihr nichts ausrichten. c) zuweilen enthält der mit γάρ eingeführte Satz nicht den eigentlichen Grund, sondern die Veranlassung zu dem vorangegangenen Ausspruch, οἵδ' οὐκέτ' εἰσί· τοῦτο γάρ σε δήξεται, das wird dir doch wehe tun. 2) nämlich, zur Erklärung und Auseinandersetzung des Vorhergehenden. Bes. häufig in Sätzen, auf welche durch ein pron. od. adv. demonstr. hingewiesen wird. 3) in der Frage: denn, meist so, daß es kausal zu fassen.
    γάρ steht nie im Anfange eines Satzes, sondern gew. nach dem ersten Worte, u. meist nur dann, wenn dies mit dem folgenden eng verbunden ist, auch nach dem zweiten u. dritten, μὲν γάρ, ἐν τῷ φρονεῖν γάρ
  • γαργαίρω
    voll sein, wimmeln
  • γαργαλίζω
    kitzeln, unangenehmen Reiz verursachen; pass., Kitzel, Reiz empfinden
  • γαργαλισμός u. γαργάλισμα u. γάργαλος
    das Kitzeln, Jucken; Niesen
  • γάργανον, eine Pflanze
  • γάργαρα
    Haufen, Menge
  • γαργαρεών
    der Zapfen, das Zäpfchen im Munde
  • γαργαρίζω (onomatopoetisch), gurgeln
  • γαργαρισμός
    das Gurgeln
  • γαρ-έλαιον
    Mischung aus Garum u. Öl
  • γαρῖνος u. γαρίσκος
    Fischnamen
  • γάρον
    eine Brühe von eingesalzenen Fischen mit verschiedenen anderen Ingredienzien
  • γᾱρότας
    Pflugstier
  • γαρ-ώδης
    von der Farbe des Garum
  • γαστερό-χειρ
    mit Handarbeit den Magen füllend (aus der Hand in den Mund lebend)
  • γαστήρ
    Bauch, Unterleib; auch übertr., ἀσπίδος, die Wölbung des Schildes. Am gew. der Magen; Magenwurst, mit Fett u. Blut gefüllt; der Magen als Sitz der Eßlust, des Hungers; γαστρὶ δελεάζεσϑαι, durch Freßbegier an den Köder gelockt werden; γαστέρες οἶnur faule Bäuche, Schlemmer; Speise. Mutterleib; ἐν γαστρὶ φέρειν = schwanger sein; Leibesfrucht
  • γάστρᾱ
    der Bauch eines Gefäßes; vom Schiffsbauch
  • γαστρ-αφέτης
    eine Art Wurfmaschine
  • γαστρί-δουλος
    der dem Bauche fröhnt, Schlemmer
  • γαστρίζω
    1) auf den Bauch schlagen, ein Fechterausdruck. 2) den Bauch füllen, mästen; sich den Bauch füllen, schlemmen
  • γαστρι-μαργία
    Gefräßigkeit, Schlemmerei
  • γαστρί-μαργος
    mit gierigem Magen, gefräßig, der Schlemmer
  • γαστρίον
    ein Gericht aus Sesam
  • γάστρις
    dickbäuchig; eine feine Kuchenart
  • γαστρισμός
    Schlemmerei
  • γαστρο-βαρής
    bauchbeschwert, d. i. schwanger
  • γαστρο-ειδής
    bauchartig, bauchig
  • γαστροιίδ
    bauchig
  • γαστρο-κνημία u. γαστρο-κνήμη
    die Wade, von der bauchigen Form des am Schienbeine (κνήμη) hervortretenden Fleisches
  • γαστρο-λογία
    Gedicht von der Pflege des Bauches
  • γαστρο-λόγος
    von der Pflege des Bauches sprechend?
  • γαστρο-μαντεύομαι
    aus dem Bauche weissagen
  • γαστρο-νομία
    Vorschrift zur Pflege des Bauches, der Titel des Buches des Archestratus
  • γαστρο-πίων
    Schmeerbauch
  • γαστρ-όπτης
    ein Kochgeschirr (zum Bereiten der Magenwürste)
  • γαστροῤ-ῥαφία
    das Zunähen des Bauches, bei Wunden
  • γαστρο-τόμος
    den Bauch aufschneidend
  • γαστρό-φιλος
    Bauchfreund, Schlemmer
  • γαστρο-φορέω
    im Bauche tragen; χάριτας Βακχιακάς, von der Flasche
  • γαστρο-χάρυβδις
    Bauchcharybdis, alles in den Bauch hinabschlingend
  • γαστρ-ώδης
    dickbauchig
  • γάστρων
    Dickbauch
  • γαυλικός
    zum Kauffahrteischiff gehörig, χρήματα, Schiffsladung
  • γαυλίς
    Eimer
  • γαυλός
    rundes Gefäß, a) Melkeimer. b) Schöpfeimer. c) Bienenkorb; übh. Krug
  • γαῦλος
    ein rundes (phönizisches) Kauffahrteischiff
  • γαύρᾱξ
    Großprahler
  • γαυρίᾱμα
    Prahlerei, Hoffart
  • γαυριάω
    übermütig, stolz sein; eigtl. von Pferden, stolz u. munter gehen
  • γαῦρος
    freudig, fröhlich; gew. stolz, sich brüstend; auch im guten Sinne: ehrwürdig, Scheu einflößend
  • γαυρότης
    Wut, Feuer der Pferde
  • γαυρόω
    übermütig machen; pass., = γαυριάω, prahlen
  • γαύρωμα
    das worauf man stolz ist, Prunk
  • γαυσάπης
    od. γαύσαπος
    wollenes, zottiges Zeug, das lat. gausapa
  • γαυσός
    gekrümmt, gebogen
  • γέ
    enklitische Partikel, welche das Wort, dem sie angehängt ist, durch den Ggstz zu andern hervorhebt, im Deutschen oft durch: wenigstens, ja, eben wiederzugeben, oft gar nicht zu übersetzen, sondern durch stärker betonte Aussprache des Wortes zu ersetzen. Oft hebt es bes. pronomina durch den Ggstz hervor; indem ihnen etwas anderes ausdrücklich entgeggstzt wird ἄλλη - ἥδε γε; im Ggstz gegen etwas Folgendes; oder der Ggstz in Gedanken zu ergänzen. Oft dient es nur zur Wiederaufnahme des schon genannten Subjekts, dieses gleichsam sich selbst, in anderer Beziehung od. Tätigkeit, entgegensetzend, bes. in disjunktiven Sätzen; ἀλλὰ σύ γε, Aufforderung, etwas anderes zu tun; bes. im Nachsatz eines hypothetischen Satzes, εἰ πρὸς τοῦτο σιωπᾶν ἥδιόν σοι ἢ ἀποκρίνασϑαι τόδε γε εἰπέ, so erkläre dich wenigstens darüber; mit καί - und zwar, das Vorhergehende näher bestimmend, παρῆσάν τινες καὶ πολλοίγε, und zwar viele; ähnl. in Antworten. Dahin gehört die bes. bei Platon häufige Zustimmungsformel καλῶς γε ποιῶν, wozu das Hauptverbum aus dem vorhergehenden Satze zu ergänzen. Auch allein, πάνυ γε, καλῶς γε, ὀρϑῶς γε, σφόδρα γε u. ä., ja wohl, ganz recht, nachdrücklich bejahend; ούδέν γε, gar nichts. - Die nähere Bestimmung, oft durch nämlich, ja zu geben, zeigt sich bes. in Verbindungen wie εἴγε σὺ ἀληϑῆ λέγεις, wenn du anders wahr sprichst. In Anführungen mehrerer Dinge wird eines bes. hervorgehoben, ὥστε καὶ οἰκεῖοίμοί εἰσι καὶ υἱεῖς γε. Die Partikel γέ steht immer hinter dem hervorzuhebenden Worte; nur der Artikel u. die Präposition ziehen es an, so daß es vor dem substant. steht. - Es versteht sich von selbst, daß γέ mehrmals in einem Satze vorkommen kann, wenn man nämlich in einem Satze mehrere Begriffe hervorheben will; ἄταρ - γε, aber wenigstens; γὲ μήν, wenigstens doch, doch wirklich; γέ τοι, ja doch, doch wenigstens, u. andere, in denen sich γε immer auf ein besonderes Wort bezieht u. seine eigentümliche Bedeutung beibehält.
  • γεγηθότως
    ständig
  • γεγυμνωμένως
    entblößt
  • γέγωνα
    rufend gehört, vernommen werden; sagen, sprechen; γέγωνέ τε πᾶν κατὰ ἄστυ, ihr Ruf wurde in der ganzen Stadt vernommen; οὔ πώς οἱ ἔην βώσαντι γεγωνεῖν, sein Ruf konnte nicht vernommen werden; ἐς οὖς γεγωνήσομεν, ins Ohr schreien; laut reden, verkündigen; preisen. Von leblosen Dingen = schallen, ertönen
  • γεγώνησις
    das Rufen, Schreien
  • γεγωνίσκω
    verkündigen, erzählen; laut reden
  • γεγωνο-κώμη
    das Dorf mit Geschrei erfüllend, Hetäre
  • γεγωνός
    laut gesprochen, vernehmlich; ἀνήρ, tonreich, ein Sänger
  • γέεννα
    hebräisches W., die Hölle
  • γεηρός
    erdig
  • γει-αροτήρ u. γει-αρότης
    Erdpflüger
  • γείνομαι
    1) praes. u. imperf., geboren, gezeugt werden. 2) aorist. ἐγεινάμην, erzeugen, gebären; γειναμένη, die Mutter; die Kindbetterin; οἱ γεινόμενοι, die Eltern; auch übertr. aufs Vaterland
  • γειο-μόρος
    ackerbestellend
  • γειο-φόροι
    Erde tragend
  • γεισι-ποδίζω
    durch ein Gesims stützen, ein Gesims anlegen
  • γεισι-πόδισμα
    das durch ein γεῖσον Gestützte
  • γεῖσον u. γεῖσσον u. γεῖσσος
    Vorsprung des Daches, Gesims, auf dem ϑριγκός ruhend; der Sims des Zimmers; Schutz u. Wetterdach. Übertr. Saum des Kleides
  • γεισόω u. γεισσόω
    ein Schutzdach anbringen
  • γείσωμα u. γείσσωμα
    Schutzdach
  • γείσωσις
    Überdachung, Hervorragung des Daches
  • γείταινα
    Nachbarin
  • γειτνιακός
    nachbarlich
  • γειτνίᾱσις
    die Nachbarschaft; die Nachbarn
  • γειτνιάω
    benachbart sein; übertr., verwandt, ähnlich sein
  • γειτόνημα
    Nachbarschaft, vom Orte
  • γειτονία u. γειτόνησις
    Nachbarschaft
  • γειτόσυνος
    benachbart; γειτοσύνη, Nachbarschaft; γείτων von γέα, eigentlich = Landsmann, dem (selben) Lande angehörig; gebräuchlich in der Bedeutung Nachbar, Nachbarin, und als adjectiv., benachbart; oft adj., benachbart, angrenzend; ἐκ γειτόνων, aus der Nachbarschaft. Übertr., verwandt, ähnlich
  • γειώρης
    Ankömmling
  • γελᾱνής
    lachend, heiter
  • γελασείω
    ich möchte gern lachen
  • γελάσιμος
    lächerlich
  • γελασῖνος
    1) der Lacher, so hieß Democrit. 2) οἱ γελασῖνοι, sc. ὀδόντ, die vorderen Schneidezähne, die sich beim Lachen zeigen. 3) die durch das Lachen sich bildenden Grübchen auf den Wangen; Grübchen auf den Hinterbacken
  • γέλασις
    das Lachen
  • γέλασμα
    das Lachen, übertr., κυμάτων Geplätscher der Wellen
  • γέλασος
    upupa, Hesych. μακεσίκρανος
  • γελαστής
    Lacher, Verlacher
  • γελαστικός
    wer lachen kann, zum Lachen geneigt
  • γελαστός
    belachenswerr, lächerlich
  • γελάω
    lachen. Das Wort bezeichnet sowohl das Lachen als Ausdruck der Freude wie als Ausdruck der Verachtung, des Spottes; δακρυόεν γελάσασα, durch Tränen lächelnd; ἐπί τινι, über j-n, über etwas lachen; τί τοῦτο γελᾷς ἐτεόν; was lachst du eigentlich? Bei Dichtern von leblosen Gegenständen; δώματα; vom ruhigen Meere
  • γέλγη
    kleine, kurze Waren; Näschereien; der Marktplatz dafür
  • γελγῑδόομαι
    vom Knoblauch: an der Wurzel Kerne ansetzen
  • γελγίς
    Kern im Knoblauchskopf; worauf sich gut trinkt
  • γελγο-πωλέω
    Handel mit kurzen- oder Trödelwaren treiben
  • γελγο-πώλης
    der mit γέλγη handelt
  • γελλώ
    eigtl. N. pr. einer jung gestorbenen Lesbierin, die als Gespenst den Kindern erschien u. deren frühen Tod verursachte; übh. Schreckbild
  • γελοιάζω
    lächerliche Dinge sagen, Spaß machen
  • γελοιασμός
    das Spaßmachen
  • γελοιαστής
    Spaßmacher, Possenreißer
  • γελοιαστικός
    spaßhaft
  • γελοιάω
    unter Lachen Scherz treiben
  • γελοιο-μελέω
    lustige Lieder machen
  • γελοιο-ποιός
    Spaßmacher
  • γελοῖος
    lächerlich, zum Lachen, absurd. Act. Lachen erregend, γελοῖος, der Spaßmacher; γελοῖγελοῖα, Scherze, Possen
  • γελοιότης
    Lächerlichkeit
  • γελο-ωμιλία
    Lachen zur Gesellschaft
  • γέλως
    das Lachen, Gelächter, Ausdruck der Freude, des Spottes; ἐπὶ γέλωτι, zum Scherz; σὺν γέλωτι, unter Lachen; γέλωτα παρέχειν, Lachen erregen; κατέχειν, das Lachen unterdrücken; πολὺς γέλως, starkes, langes Gelächter; γέλωτα τὰ τοιαῦτα τίϑεσϑαι, etwas zum Gegenstand des Lachens, Gespöttes, lächerlich machen; γέλως ἐστί, es ist zum Lachen; γέλως γίγνεσϑαί τινι, einem zum Gespött werden. Übertr. vom leisen Geplätscher der Wellen
  • γελωτο-ποιέω
    Gelächter erregen, Spaß machen
  • γελωτο-ποιΐα
    Spaßmacherei
  • γελωτο-ποιϊκῶς
    auf Gelächter erregende Weise
  • γελωτο-ποιός
    Lachen erregend; Possenreißer
  • γεμίζω
    anfüllen, vollpacken, befrachten, bes. Schiffe, τινός, womit; γεμίζειν ὕδωρ, ein Gefäß mit Wasser füllen; pass., voll sein, befrachtet sein
  • γέμος
    die den Leib füllenden Eingeweide
  • γέμω
    voll sein, angefüllt sein, τινός, womit, eigtl. u. übertr.; seltener von guten Dingen
  • γεν-άρχης
    der erste eines Geschlechtes, Stammvater
  • γεν-αρχία
    Herrschaft über die Geschlechter
  • γενεά
    a) Geburt, Abstammung, Abkunft, bes. vornehme Abkunft, edle Geburt; ἐμοὶ γενεὴ ἐξἈξιοῦ, ich stamme vom Axios ab; γενεῇ ὑπέρτερος, von vornehmerer Abkunft; Stammort. b) Geschlecht, Sippschaft, Familie; γενεὰς ἔχειν, Nachkommen haben; χρήματα καὶ γενεὰν ἀποδιδόναι, Kinder ausliefern; φύλλων γενεή wie ἀνδρῶν γενεή, das Menschengeschlecht. Von Menschen, mit ausdrücklicher Beziehung auf die Ähnlichkeit; ἄνδρε δύω, γενεῇ δὲ Διὸς μεγάλοιο ἔικτ, d. h. sie scheinen von vornehmer Familie zu sein. c) Geburt, Alter; ὁπλότερος γενεῇ, jünger, der Geburt, dem Alter nach; ἐκ γενεῆς, von Geburt an; Erzeugung. d) Geschlecht, Menschenalter, als Zeitbestimmung. 3 Menschenalter = 100 Jahre, aber 22 γενεαί = 505 Jahre; übh. Zeitalter; ἀνϑρωπηΐη λεγομένη γ., das geschichtliche, im Ggstz des heroischen, mythischen; übh. für einen größeren Zeitraum; γενεή zuerst in der Bedeutung »Abkunst« oder in der Bdtg »Familie«, dann in der Bdtg »Gattung«, »Menschengeschlecht«, dann in der Bdtg »Generation«, »Menschenalter«, dann in der Bdtg »Stammort«
  • γενεᾱ-λογέω
    das Geschlecht berechnen, ein Geschlechtsregister machen; τινά, j-s Geschlecht, Ahnen ausmitteln; τινά τινος, j-s Ursprung von einem ableiten. Als Kind j-s angeben; περί τινος, über die Entstehung von etwas Untersuchungen anstellen
  • γενεᾱ-λόγημα u. γενεᾱ-λογία
    Geschlechtsregister
  • γενεᾱ-λογικός
    zur Genealogie gehörig
  • γενεᾱ-λόγος
    der ein Geschlechtsregister verfertigt
  • γενεῆθεν
    von Geburt, von Anfang an
  • γενέθλη
    gleichbedeutend mit γενεά; Geschlecht, Abstammung; Zeitalter; ἐκ γενέϑλης, von Geburt an
  • γενεθλιάζω
    den Geburtstag feiern
  • γενεθλιακός
    zum Geburtstag gehörig; ὧραι, Geburtstag; Nativitätssteller
  • γενεθλια-λογέω
    die Nativität stellen
  • γενεθλια-λογία
    das Nativitätsstellen
  • γενεθλια-λογικός
    das Nativitätsstellen betreffend, -ική, Sterndeutekunst
  • γενεθλια-λόγος
    Nativitätssteller, Sterndeuter
  • γενέθλιος
    1) zur Geburt gehörig. Bes. ἡμέρα, Geburtstag; τὰ γενέϑλια, Geburtstagsfeier; ϑύειν, mit Opfer feiern; ϑεοί die die Geburt beschützen. 2) Zum Geschlecht, zur Familie gehörig; Stammvater; δαίμων, das angeborne Geschick; ϑεοί, Stammgötter; ἀραί, Fluch der Eltern; αἷμα γεν., das Blut der Mutter. 3) erzeugend
  • γένεθλον
    Abstammung; Stamm, Geschlecht, Sprößling; τὰ ϑνητῶν γένεϑλα, die Menschengeschlechter
  • γενειάζω
    einen Bart bekommen, mannbar werden
  • γενειάς
    1) Bart. 2) das Kinn; Wange; adj. fem., das Kinn betreffend
  • γενειάσκω
    einen Bart bekommen
  • γενειατης
    bärtig
  • γενειάω
    einen Bart bekommen, mannbar werden
  • γένειον
    das Kinn, allein u. mit dem Bart, auch der Bart allein; πρὸς γενείου, Beschwörungsformel; γένειον καὶ κέρατα, sprichwörtlich: Haut u. Knochen, von einem dürren Opfertier; πολυόδοντα, Kinnbacken; πρίειν γ. ἀφριόεν, Gebiß, Zähne; λέοντος, Mähne
  • γενειο-συλ-λεκτάδαι
    Barthaarsammler, von den Cynikern
  • γενέσιος
    1) den Ursprung betreffend. 2) die Geburt betreffend, τὰ γενέσια, Geburtstag; die jährliche Feier des Todestages; das öffentliche Totenfest in Athen
  • γενεσιο υργέω
    schaffen
  • γενεσιο υργία
    Erzeugung
  • γενεσιο υργός
    Erzeugung bewirkend, schaffend
  • γένεσις
    Ursprung, Entstehung; oft das Werden, dem Sein, οὐσία, entgegengesetzt; ἡ τοῦ ἀφροῠ, aus Schaum. Allgem., Schöpfung; das Geschaffene, Geschlecht; Geschlecht als Zeitbestimmung. Auch von Produkten der Kunst; Geschlechtsteile
  • γενέτειρα
    Erzeugerin; die Erzeugte, die Tochter
  • γενετή
    Geburt
  • γενετήρ
    Erzeuger; plur., die Eltern
  • γενετήριος
    hervorbringend
  • γενέτης
    1) der Erzeuger, Vater. 2) der Erzeugte, Sohn. Als adj. = γενέϑλιος; ϑεοί, Stammgötter, Urheber des Geschlechts
  • γενετήσιος
    Geschlechtstrieb
  • Γενετυλλίς
    Schutzgöttin der Zeugung; ἕβδομος, der siebente Ahne
  • γενή
    das Geschlecht
  • γενηΐς
    Schneide des Beils, Beil
  • γενητός
    geworden, entstanden; dem ἀΐδιος entgegengesetzt
  • γενικός
    zum Geschlecht gehörig; der Gegensatz von εἰδικός, generell; so adv. = im Allgemeinen; die römischen gentes betreffend. Bei Gramm. ἡ γ., sc. πτῶσις, casus genitivus
  • γέννα
    Geschlecht, Stamm, Geburt, Sproß
  • γεννάδας
    edel von Geburt; γ. τὸ ἦϑος, edel von Charakter
  • γενναιάζω
    sich als ein γενναῖος zeigen
  • γενναιο-πρεπῶς
    wie es einem Edlen ziemt
  • γενναῖος
    angeboren, im Geschlecht liegend. Gew. von edler Abkunft, adelig; ἵππος, von edler Rasse; ἀλεκτρυών, ein Kampfhahn. Übertr. auf Gesinnung u. Handlungsweise: edel, wacker, trefflich; häufig in Anreden, ὦ γενναῖε, o Wackerer! γενναῖος εἶ, du bist sehr gütig, höflich ablehnend, oft ironisch. Auch von Dingen: was in seiner Art tüchtig ist, trefflich, edel; πώγων, lang; στόμα, groß; χώρα, fruchtbar; übh. stark, heftig; γενναιότατα ὠϑεῖτε, tüchtig, kräftig
  • γενναιότης
    das Wesen des γενναῖος, Adel, Edelsinn. Vom Lande: Fruchtbarkeit
  • γενναιό-φρων
    von edlem Gemüt
  • γεννάω
    zeugen, eigtl. vom Vater; seltener von der Mutter; οἱ γεννήσαντες, die Eltern. Übh. erzeugen, hervorbringen; aus sich erzeugen; sagen, daß etwas entstanden sei
  • γέννημα
    1) das Erzeugte, Kind; Werk; von Früchten; γεννήματα ἐχιδνῶν Matth. 3, 7. 2) akt. Bdtg, das Hervorbringen; Erzeugen
  • γέννησις
    das Erzeugen, Hervorbringen
  • γεννήτης
    in Athen, Stammverwandte, d. i. die Bürger, die zusammen ein γένος ausmachen, auch συγγενεῖς genannt; die Kinder u. Bürger wurden zuerst unter die Genneten u. Phratores aufgeschrieben, εἰς τοὺς γ. ἐγγράφειν, wonach sie ὁμόγονοι hießen. Die Genneten hatten eigene Opferfeste u. wählten aus ihrer Mitte Priester
  • γεννητής
    der Erzeuger
  • γεννητικός
    zum Erzeugen gehörig
  • γεννητός
    erzeugt; υἱός, im Ggstz von ποιητός; sterblich
  • γεννήτωρ
    Erzeuger
  • γεννικός
    bes. übertr., edel; trefflich
  • γεννο-δότειρα
    Verleiherin von Nachkommenschaft, Beiname der Aphrodite
  • γένος (genus), 1) Geschlecht, Stamm, bes. edles Geschlecht; Vaterland. Übh. die ganze Verwandtschaft; ἐγγύτατα γένους εἶναι, sehr nahe verwandt sein; ἐγγὺς τοῦ γένους εἶναι, ein Verwandter sein; die Descendenten, οἱ συγγενεῖς = die Collateralen,. In Athen: eine Abteilung von Bürgern (30 γένη machen eine Phratrie aus), ohne daß sie verwandt zu sein brauchten. 2) Sprößling, Nachkomme. 3) Volksstamm, Volk; bes. von adligen Geschlechtern; übh. Adel des Geschlechts; οἱ ἀπὸ γένους, Leute von Familie. 4) Geschlecht, als Inbegriff einer Menge;; τῶν γεωργῶν, der Stand. In Beziehung auf die Zeit, ἀνδρῶν γένος, Menschenalter. 5) Geschlecht, als Naturunterschied, sexus; vom Geschlecht der Wörter, Gramm. 6) Gattung, im Ggstz der εἴδη, genus - species; öfter bei Philosophen; γένει μέν ἐστι πᾶν ἕν, τὰ δὲ μέρη; dah. auch die Elemente so heißen
  • γέντα
    Eingeweide, Fleisch
  • γεντιανή
    Enzian
  • γέντο
    er fasste,
  • γένυς
    der Kinnbacken. 1) im singul., der untere Kinnbacken, das Kinn. Häufig im plur. beide Kinnladen, der Mund mit den Zähnen. 2) (vgl. γενηΐς) Schärfe des Beils, Beil; Angelhaken, ἀγκίστροιο γ.
  • γεο-ειδής
    erdartig, erdig
  • γεόομαι
    pass., zu Erde werden
  • <<< list operone >>>