Spruchlexikon DEUTSCH

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Amor steckt von Schalkheit voll,
Macht die armen Weiblein toll.
Cupid is a knavish lad,
Thus to make poor females mad.
William Shakespeare (1564-1616), Ein Sommernachtstraum (1594), III, 2 (Droll)
Amor
Amor vincit omnia.
»Das lieght, zeide pecunia, want daer ick pecunia niet en bin, Amor raekt daer zelden in.«
Fällt ins 14. oder 15. Jahrhundert und gehört zu den ältesten apologischen Sprichwörtern.
Amor
Amoris macht, Veneris bracht, Cupidinis swert hant manchen verzert.Amor
Amors Pfeil hat Widerspitzen.
Wen er traf, der lass' ihn sitzen
Und erduld' ein wenig Schmerz!
Wer geprüften Rat verachtet
Und ihn auszureißen trachtet,
Der zerfleischet ganz sein Herz.
Gottfried August Bürger (1747-1794), Gedichte (1796-1797), Amors Pfeil
Amor
Amors süßer Zaubermacht
Ist der Orkus untertänig.
Friedrich von Schiller (1759-1805), Gedichte, Der Triumph der Liebe (ged. 1781)
Amor
Ampel und Docht verschlucken viel Öl und werden doch nicht feist davon.Ampel
Amsterdam ist die Perle aller Städte.
Als solche galt es früher, wie als Sitz und Sammelplatz des Reichtums.
Amsterdam
Amsterdam, du grote Stadt, büst gebaut up Palen; wenn du nun ins umme fallst, wel sall dat bitalen.
Nicht allein in Amsterdam, sondern in ganz Holland ruhen beinahe alle Häuser auf Rosten. An und für sich ist indes die Befürchtung des Umfallens eine kindische Vorstellung. Dennoch gab im vorigen Jahrhundert eine Erscheinung einigen Grund zu dieser Befürchtung. Um das Jahr 1730 fanden sich nämlich plötzlich Würmer ein, wahrscheinlich mit Schiffen aus Indien gekommen, welche in kurzer Zeit die Wände der Schiffe und die Pfähle an den Dämmen durchbohrten und unbrauchbar machten. Die Besorgniss war groß, da man kein Vertilgungsmittel kannte. Man fürchtete, sie würden die Pfähle angreifen, worauf Amsterdam ruht. Sie verloren sich indes nach einigen Jahren infolge eines strengen Winters wieder.
Amsterdam
Amsterdam, haaste Geld, ik hewwe Ware, sagte de Besenbinner.
Westfalen
Amsterdam
Amsterdamken, as ik dir noch ênmol so guamm, sullt du nêt völ behollen, sä de Feling, do harr he de 30 Gülden mitbrocht.
Der Westfälinger war auf seinem Hausierhandel bis Amsterdam gekommen, wo er für 30 Gulden seine Ware abgesetzt hatte; er fürchtete, wenn er noch einmal so viel Ware hinbringe, dass die Zahlungsmittel der Stadt erschöpft werden würden.
Amsterdam
Amt adelt niemanden.
Die Rechte und Ämter, die der Adel besaß, erwarben sie durch den Geburtsstand; es waren Folgen, nicht Ursachen des Adels. - Das ampt bleibt gut, obschon die Person böss ist.
mhd] Darumme ne edelt nemere en ambacht.
Amt
Amt bringt Ehre, aber die Tugend nicht immer Amt.
dk] Som ved amt erlangen ere, sau bör amt erlanges ved dyd.)
Amt
Amt bringt Samt.
Manchmal aber auch kaum so viel, um grobes Tuch zu kaufen und zu bezahlen.
Amt
Amt gibt Kappen, (mit dem spätern Zusatz:) sind's nicht Kappen, so sind's doch Lappen.
Der Ursprung dieses Sprichworts fällt nach den Berichten Grunar's in seiner »Preussischen Chronik« in die Zeit des Hochmeisters Heinrich von Richtenberg, der von 1470-77, obwol in großer Armut, regierte, da Preußen sich nach dem verderblichen dreizehnjährigen Kriege noch nicht erholt hatte. Diese Dürftigkeit drückte auch die Ordensbrüder; und oft war nicht einmal so viel Geld in der Kasse, dass ihnen die nötigen Kleider angeschafft werden konnten. Einer darunter, Matthias von Beybelen, bat den Hochmeister zu wiederholten malen um ein neues Kleid, zeigte ihm die zerrissenen Lappen, erhielt aber immer schlechten Trost. Auf fortgesetztes anhaltendes Bitten gab ihm endlich der Hochmeister das Amt, die Zinskäse von den Schäfern einzunehmen, wobei er bald so viel erwarb, dass er sich ein neues Kleid anschaffen konnte. Als sich nun viele über die schleunige Verbesserung seiner Umstände wunderten und ihn darum befragten, pflegte er zu antworten: Amt gibt Kappen. Diese Antwort wurde zum Sprichwort, auch bald außerhalb Preußens, und wird gebraucht von denen, welche bei geringer Besoldung sich Nebenzugänge zu verschaffen wissen. Später wurde der obige Zusatz, die Neigung des Sprichworts zum Reime zu befriedigen, teils den Sinn zu beschränken, hinzugefügt.
nl] Het ambt geeft kappen.
Amt
Amt hat Würde, aber die Würde nicht stets das Amt.
dk] Som ambt besidder vaerdighed, burde vaerdighed besidder ambt.
Amt
Amt macht verdammt.
Wenn es schlecht verwaltet wird.
Amt
Amt ohne Sold ist ein Schlüssel zur Untertanen Gold.Amt
Amt ohne Sold macht Diebe.
dk] Bestilling uden lön giver tyve.
Amt
Amt ohne Verstand gilt wenig im Land.
la] Est decor obtusus cui nullus competit vsus.
se] Lithin makth aer vm then hedher aenghin dygdh fölgher.
Amt
Amt und Person soll man unterscheiden wohl.Amt
Amt und Werk zeigen an, was der Mann kann.
fr] L'office et la somme, monstreront quel soit l'homme.
Amt
Amt wird keinem zur Eh' gegeben, drum soll man's brauchen, weil man's hat.Amt
Ämtchen bringt Käppchen.
Schon im wörtlichen Sinne wahr; die gemeinen Mönche tragen bloße Kapuzen, Bischöfe Mützen, Äbte »Käppchen«, Kardinäle Hüte, der Papst eine dreifache Krone u.s.w. Als Sprichwort will es sagen, dass jeder Dienst, jedes auch noch so kleine Amt Vorteile abwirft, und dem, der es bekleidet, per fas oder nefas, sein Unterkommen gewährt. »Werde ein Amtmann; so hast du keine Sorgen«, sagte der Hofnarr fröhlich zum König August, als dieser einst über Sorgen klagte. Die Entstehung des obigen Sprichworts wird so erzählt: Klaus von Ranstät, gewöhnlich Klaus Narr genannt, wollte von seinem Herrn, dem Kurfürsten Ernst von Sachsen, ein Amt haben. Dieser vertraute ihm endlich die Aufsicht über die Speckgewölbe an und gab ihm den Titel Speckmeister. Die Speckseiten wurden ihm zugezählt und er musste Rechnung darüber führen. Dennoch gelang es ihm, seinen Herrn zu betrügen. Er ließ sich bei einem Schmiede lange, schmale, dünne und zweischneidige Messerchen machen. Mit diesen Instrumenten und einem Kohlenbecken versehen, ging er des Nachts in sein Specklager, machte die Messerchen eins nach dem andern glühend, fuhr damit in die Speckseiten, deren jede einiges Fett fahren lassen musste, das er in einem Gefäß auffing. Wenn er eine Menge gesammelt hatte, verkaufte er es. Nach einiger Zeit erschien er mit einer roten Kappe, wie man sie damals bei Hofe trug, statt der gewöhnlichen Narrenkappe. Als der Kurfürst den Klaus fragte, woher er die Kappe habe, erwiderte er immer nur die geheimnissvollen Worte: »Ämtchen bringt Käppchen.« Bei Untersuchung der ihm übergebenen Speckvorräte fand man der Zahl nach alles richtig; aber er selbst gestand nachher seinem Gebieter, dass mehrere der dort hängenden Speckseiten nichts seien, als die äußere Hülle derselben, indem er es gemacht habe, wie alle andern Beamten, die das Fett des Landes sich selbst zueigneten und ihrem Gebieter die leeren Hülsen ließen.
fr] Il n'y a point d'emploi sans bénéfice. - On ne peut manier le beurre, qu'on ne s'engraisse les doigts.
la] Quodlibet officium lucri pinguedine crassum.
Ämtchen
Ämter geben Töpfe, aber keine Köpfe.
Die sollen sie auch nicht geben, weil man diese voraussetzen muss.
fr] Point de bénéfice sans charges.
Amt
Ämter geben Würde und Bürde.
la] Capere (Tradere) provinciam. (Plato)
Amt
Ämter kommen oben, die Eheleute werden unten zusammengeschoben.
nl] Brui loften en officiën worden van den hemel toegeschikt.
Amt
Ämter machen wohl dicke Bäuche, aber keine vollen Köpfe.Amt
Ämter sind Brunnen.
Viele aber sind bloß periodische, die nur zu gewissen Zeiten Wasser haben.
dk] Bestilling erne (em beder) ere guds, dog personnerne ere tis dievelens.
Amt
Ämter sind Gottes, die Amtleute des Teufels.Amt
Ämter und Ehren stehen ihm an, wie dem Ochsen ein Sattel und dem Esel eine Bischofsmütze.Amt
Ämter und Posten hängen nicht am Baum, aber am Schiebkarren.
Wer ein Amt haben will, muss einflussreiche Gönner (tüchtige Schiebkarren) haben.
nl] Ambten en posten hangen niet aan den boom, maar wel aan den kruiwagen.
Amt
Ämter und Zünfte müssen so rein sein, als wenn sie von den Tauben gelesen wären.Amt
Ämter und Zünfte sind hier gleichbedeutend. Es will sagen, dass dem, welcher in eine Zunft oder Gilde aufgenommen zu werden verlangt, weder in Ansehung seiner Geburt, noch seines Lebenswandels etwas entgegenstehen müsse, was denselben der Gesellschaft anderer ehrbarer Zunftgenossen unwürdig mache. Den Gedanken: Wer zu einem Amte gekommen ist, muss es nach Ehre und Würde desselben führen, drückten die Griechen in dem Sprichwort aus: Wer nach Sparta gekommen ist, schmücke es! (Spartam nactus est, hanc orna.)Amt
Ämter wären schon gut, wenn nur die Rechenschaft (das Rechnunglegen) nicht wäre.Amt
Ämter, die besten, darben, tragen Stroh statt Garben.Amt
Ämter, wobei die darben, die sie verwalten, sind Diebesanstalten.Amt
Ämtle - Schlämple.
Schlamp bezeichnet sowohl nachlässiges Tun, als zufälligen oder herbeigeführten Nebengewinn.
Ämtlein
Amtleute geben dem Herrn ein Ei und nehmen den Untertanen zwei.Amtleute
Amtleute haben die Schlüssel zu der Bauern Gelde.Amtleute
Amtleute hüten wie der Fuchs die Gänschen, und richten wie der Wolf über die Schafe.Amtleute
Amtleute kommen eher in Gefahr als ein Schiffmann.
Der Untertanen Beschwerden sind gegen sie, können ihnen indessen da, wo man die vortreffliche Erfindung der Kompetenzkonflikte zur Anwendung gebracht hat, wenig schaden.
Amtleute
Amtleute machen ein Loch auf und stopfen das andere zu.Amtleute
Amtleute müssen klug sein.
Als der Landgraf Wilhelm zu Hessen einen Edelmann fragte, wann er anfangen wolle, witzig zu werden, so antwortete er: »Gebt mir ein Amt, so werd' ich auch klug sein; in meinem jetzigen Stande brauche ich's nicht.«
Amtleute
Amtleute müssen manche Pille verschlucken.Amtleute
Amtleute nehmen die Leilaken (Inletten) von einem Bette und decken sie aufs andere.Amtleute
Amtleute nehmen von den Füßen und (schmücken) decken damit den Kopf.Amtleute
Amtleute nehmen von einem Altar und schmücken damit den andern.Amtleute
Amtleute schneiden das beste Stück vom Tuch; Gott geb', dass dem Herrn zu einem Rock übrig bleibt.Amtleute
Amtleute sollen die Bauern hegen, aber nit fegen; sich ihrer erbarmen, aber sie nit verarmen; in Not erfreuen, aber nit mit Strafe bedräuen; ihre Arbeit ehren, aber nit beschweren.Amtleute
Amtleute und Pfleger, Förster und Häger, Schaffner und Jäger, Schösser und Prokurator, Verwalter und Kurator haben nicht großen Lohn, werden gleichwohl reich davon.
Eine andere Lesart lautet: Amptleut und Pfleger, Förster und Heger, Kastner und Schösser, bawen Häußer und Schlösser, haben kleinen lohn, werden reich davon. Nun zeug mir an, wie das sein kann. Ihr griff, die weiß nicht iederman; sie schreiben ein X vor ein U, so kommen sie mit der Rechnung zu.
Amtleute
Amtleute und Schösser bauen schöne Schlösser.
»Amtleute und Schösser (Zoll- und Steuerheber) bauen große Häuser und Schlösser, und kriegen doch wenig Sold, sind nicht treu noch hold; die Rechnung kann nicht fehlen, die Diebe müssen stehlen.« (Preußischer Hausfreund, Berlin 1810)
Amtleute
Amtmann - verdammt man.Amtmann
Amtmann Bär
Schickt mich her,
Ich sollte holen
Zwei Pistolen,
Eine für dich
Und eine für mich,
Ich bin ab
Und du noch nicht.
Abzählvers
Amtmann
Amtmänner kommen schwer in den Himmel.
»Der Teufel war einst in einer Spielgesellschaft, da bekam er Nachricht, dass nächsten Tag ein Amtmann begraben werde.«
Amtmann
Amtseid wird manchem leid.Amtseid
Amyris ist wahnsinnig.
Dies altgriechische Sprichwort wurde gebraucht, wenn einer allein eine Gefahr voraussah und sich deshalb bei Zeiten in Acht nahm, andere ihn aber eben wegen solcher Vorsicht für einen Narren hielten, bis sie endlich zu ihrem Schaden einsahen, dass sie Narren gewesen. - Amyris, ein Sybarite, war von seinen Landsleuten nach Delphis geschickt worden, um das Orakel zu fragen, wie lange sie sich ihres glücklichen Zustandes zu erfreuen haben würden, worauf er die Antwort erhielt: so lange, bis sie würden anfangen die Menschen mehr als die Götter zu ehren. Als Amyris glaubte, dass ein solcher Fall eingetreten sei, packte er seine Sachen zusammen und zog fort; die Sybariten nannten ihn wahnsinnig, mussten aber erfahren, dass ihn ein richtiger Blick dem Unglück zu rechter Zeit entzogen habe.
Amyris
An 'n groten As gehört 'ne grote Bückse.
Iserlohn
Arsch
An Ägidius man säen muss.
(Masuren)
pl] Jelzi, si ac wygelziij.
Ägidius
An Akschen (Eigensinniger) fallt in der Blote herein.
Jüdisch-deutsch, Warschau
Blote: Polota, polnisch = Straßenkot. Sinn: Das gewöhnliche Los des Eigensinnigen ist, dass er sich beschädigt, zu Nachteil kommt, den Kürzeren zieht.
Akschen
An Alexis send' ich dich;
Er wird, Rose, dich nun pflegen.
Christoph August Tiedge (1752-1841), Das Echo oder Alexis und Ida, Die Sendung der Rose (ged. 1812), Melodie von Friedrich Heinrich Himmel (1814)
Alexis
An Allmende graben, die da frieden.
Das Privateigentum musste von der Allmende nicht bloß durch einen Zaun, sondern auch durch einen neben dem Zaun gezogenen Graben geschieden sein, den der Privatbesitzer ziehen musste. Frieden - die Grenzen so klar stellen, dass kein Streit zwischen Nachbarn entstehen kann.
Allmende
An alte' Schuh is alsfort zu flicke'.
Jüdische Redensart
Alt (Adj.)
An Alter bricht, ün a Jünger baut, is noch nit gleich.
Jüdisch-deutsch, Warschau
Dies den Rabbinern entlehnte Sprichwort preist die Vorzüge des Alters der Jugend gegenüber. Es behauptet, das Einreißen des erfahrenen Alters sei nützlicher als das Aufbauen der leichtsinnigen Jugend.
Alte (der)
An andern sieht man 's kleinste Läuschen, an sich keine Hundslaus.Andere
An Anschlägen geht oft viel ein wie an rohem Tuche.
dk] Paa anslag gaaer meget ind, ligesom klæde og gammelt kiød.
Anschlag
An Anschlägen verliert man am meisten (am wenigsten).Anschlag
An Armen weiß man nichts zu gewinnen.Arme
An Arwêt fehlt' 't mi nich, söä de barliner Silberpolêreren, bi da polêr ick Silver un Awends Nilköppe.Arbeit
An Aufgeklärter in a klein Städtel esst Kasche mit Chrilene.
Jüdisch-deutsch, Warschau. Kasche = Kasza, Grütze. Talg, Unschlitt. Unter »Aufgeklärter« verstehen die rechtgläubigen Juden einen Anhänger der modernen Richtung, der sich über Religionsvorschriften, wie z. B. die Speisegesetze, hinwegsetzt. Um sie lächerlich zu machen, sagen sie, ein solcher aufgeklärter oder Reform- Jude lege, zumal in einer kleinen Stadt, wo es ihm fast an Gelegenheit zu sündigen fehle, seine Aufklärung dadurch an den Tag, dass er trotz des Verbots, ja selbst auf Kosten des guten Geschmacks, seine Grütze mit Talglichtern schmalze.
Aufgeklärter
An aufsteigenden Ängsten leiden.Angst
An Augsburg schreiben.
Sich erbrechen.
Augsburg
An dem is 'n Avkate verdorben.
(Schaumburg)
Advokat
An den Altar (oder in das Asyl) flüchten.
Sich retten, sich in Sicherheit bringen.
la] Ad aram seu ad asylum confugere. (Cicero)
Altar
An den Altar fliehen.
Die letzte Zuflucht nehmen. Ehemals floh man in der äußersten Not an die Altäre der Götter, weil es für Frevel galt, von da jemanden wegzureißen.
nl] Het altaar kan den booswicht niet van straf bevrijden.
la] Tanquam ad aram.
Altar
An den Augen sieht man, was einer ist und was er kann.Auge
An den augen tevblein vnd in den hertzen tevflein.
Trymberg, Renner, um das Jahr 1280
Auge
An der Allmende hat der König den Boden, der Bauer den Wald.
D. h. der Grund und Boden gehört der Gemeinde, das Holz, oder was sonst darauf wächst, aber der Benutzung der Insassen. Denselben Sinn hat auch der Spruch: Dem Könige die Erde, dem Bauer das Holz.
dk] Allminnig thaerac a koning iord oc bonda er skogh.
Allmende
An der Anewand siyn.
Westfalen
Einen Wendepunkt erreicht haben. Wenn der Pflüger durch ein anstoßendes Feld oder einen Weg u.s.w. genötigt ist, auf dem Acker selbst, den er pflügt, umzuwenden, so bleiben die Enden desselben vorläufig ungepflügt. Dieser Streifen, der später der Breite nach umgebrochen und mit Querfurchen versehen wird, heißt: Anewand, Anewenne, Anwende.
Anwende
An der Arbeit erkennt man den guten Arbeiter.
Litauen
fr] A l'ouvrage on connaît l'ouvrier.
nl] Aan het werk kent men den Werkman.
Arbeit
An der Armen Truh wischt jedermann die Schuh.
cz] O chudého se kazdý otre.
cz] Ubozí nebozí. Na kohoz vsecko zlé, nez na chudcho?
hr] Kam íe vse zlo, neg na bogca?
nl] Aan den arme will ieder zijne schoenen afwisschen.
Arme
An der Ausdauer erkennt man den Mann.Ausdauer
An der Leine fängt der Hund keinen Hasen.
Aus Bulgarien
Abhängigkeit
An des Armen Barte lernt der Junge scheren.Arme
An die Armut will jedermann die Schuhe wischen.
hu] Kutya is a szegényt hamar megugatja.
la] At nunc barbaries grandis habere nihil.
la] Pauper ubique jacet. (Ovid)
la] Mendico ne parentes quidem amici sunt. (Tappius)
Armut
An einem Aalschwanz bleibt keine Klette hangen.Aal
An einem Abend kann man nicht zwei Räusche haben.Abend
An einem Alten und einem Buben ist jede Wohlthat verschwendet.Alten (die)
An einem toten Adler rupft jede Krähe.Adler
An einen sauern Apfelbaum gebunden sein.
An einen widerwärtigen Mann verheiratet sein.
en] To be tied to the sour apple-tree.
it] Se ha mangiato le candele, ora coga gli stoppini.
Apfelbaum
An eines Advokaten Tür muss man nicht mit eisernem Hammer klopfen.
it] Alla porta dell' avvocato altro ci vuol che martello.
Advokat
An getane Arbeit denkt man gern.
la] Suavis est laborum praeteritorum memoria. (Cicero)
Arbeit
An Habe steh' ich arm,
Ein Los, infolgedessen auch der Adel sinkt.
Euripides (480-406 v. Chr.), Elektra, 37-38 (Landmann)
Adel
An jemandes Augapfel rühren.Augapfel
Än opreißen ewe e gestachene' Bock.Auge
An Sankt-Andreas ist's die ganze Zeit (den ganzen Tag) Nacht.
Spanien
Andreas
An satten Eeers kan föl bitheenk.
Nordfriesland
Ein sitzender Arsch kann viel erdenken.
Arsch
An unverschuldeter Aufregung gestorben, erklärte der Totenschauer, als er einen Mann tot mit drei Kugeln im Kopfe fand.Aufregung
An verlorenem Appetit stirbt man nit.
es] Dejar de comer por haber comido no es enfermedad de peligro.
Appetit
An williger Armut hat Gott kein Schuld.Armut
An zwei Ankern steht ein Schiff fester als an einem.
en] Good riding at two anchors, men have told, for if one break the other may hold.
hu] Két istáphoz jó támaszkodni.
la] Ancoris duabus niti bonum est.
Anker
0001 0002 0003 0004 0005 0006 0007 0008 0009 0010
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0051 0052 0053 0054 0055 0056 0057 0058 0059 0060
0061 0062 0063 0064 0065 0066 0067 0069 0068 0070
0071 0072 0073 0074 0075 0076 0077 0078 0079 0080
0081 0082 0083 0084 0085 0086 0087 0088 0089 0090
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0101 0102 0103 0104 0105 0106 0107 0108 0109 0110
0111 0112 0113 0114 0115 0116 0117 0118 0119 0120
0121 0122 0123 0124 0125 0126 0127 0128 0129 0130
0131 0132 0133 0134 0135 0136 0137 0138 0139 0140
0141 0142 0143 0144 0145 0146 0147 0148 0149 0150
0151 0152 0153 0154 0155 0156 0157 0158 0159 0160
0161 0162 0163 0164 0165 0166 0167 0168 0169 0170
0171 0172 0173 0174 0175 0176 0177 0178 0179 0180
0181 0182 0183 0184 0185 0186 0187 0188 0189 0190
0191 0192 0193 0194 0195 0196 0197 0198 0199 0200
0201 0202 0203 0204 0205 0206 0207 0208 0209 0210
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0261 0262 0263 0264 0265 0266 0267 0268 0269 0270
0271 0272 0273 0274 0275 0276 0277 0278 0279 0280
0281 0282 0283 0284 0285 0286 0287 0288 0289 0290
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0301 0302 0303 0304 0305 0306 0307 0308 0309 0310
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0341 0342 0343 0344 0345 0346 0347 0348 0349 0350
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0361 0362 0363 0364 0365 0366 0367 0368 0369 0370
0371 0372 0373 0374 0375 0376 0377 0378 0379 0380
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0401 0402 0403 0404 0405 0406 0407 0408 0409 0410
0411 0412 0413 0414 0415 0416 0417 0418 0419 0420
0421 0422 0423 0424 0425 0426 0427 0428 0429 0430
0431 0432 0433 0434 0435 0436 0437 0438 0439 0440
0441 0442 0443 0444 0445 0446 0447 0448 0449 0450
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0491 0492 0493 0494 0495 0496 0497 0498 0499

operone
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