o p e r o n e

SPRÜCHE AAS

Aas ist keine Speise für den Adler.

Aas lässt sich nicht vor Geiern (Raben, sagen die Wenden) verbergen.

Auch ein Aas scheint fett, wenn es voll Luft ist.

Das Aas an die Angel stecken.
Einen mit List reizen, fangen.
la] Escam hamo circumponere.

Das Aas lockt die Würmer herbei.
se] Aas lockar örnen ut.

Das Aas stinkt über sein Lager hinaus.
dk] Aadslet stinker laenger bort, end den sted der ligger.

Ein Aas bleibt ein Aas.

Ein Aas, das der Rabe nicht riechen soll, muss tief liegen.

Er ist ein Aas auf seiner Klarinette.
Pommern

Kein gräulicher Aas, denn von Menschen.

Man muss ein Aas legen, so man fangen will.

Wenn das Aas abgefleischt ist, fliegt der Rabe davon.

Wer ein Aas schüttelt, macht den Gestank ärger.
Arabien

Wo Aas ist, da sind Fliegen.

Wo Aas ist, da versammeln sich die Raben.

Wo Aas ist, werden bald auch Krähen sein.
Litauen

Wo Äser sind, da schwirren die Eulen.

Wo ein Aas ist, da sammeln sich die Adler (o. Geier).
Hiob, 39,30; Luk. 17,37; Matth., 24, 28
Richtiger die Aasgeier. Ein altes, schon in der Bibel vorkommendes Sprichwort, das jetzt in sehr mannigfacher Bedeutung gebraucht wird. Man wendet es an auf vornehme Herren, die viel Bedienung halten, bei Glücksrittern, die gewinnsüchtige Leute zum Spiel verlocken, auf feile Dirnen.
var] Wo nur immer ein Aas ist, dort versammeln sich Adler.
var] Wo ein Aas ist, da sammeln sich die Adler', sagt der Hagiograph. Jetzt heißt es: Wo Adler sind, da sammeln sich die Leichen.

dk] Hvor aadslater, der samles örnem.
nl] Waar eenen dodlichaam is, daar vergoderen de arenden.
la] Sequitur perca sepiam.la] Ubicumque cadaver fuerit, statim adest aquila.
se] Der åtelen är, dit samlas ock örnarna.

Wo ein Aas ist, sammeln sich Raubvögel, wo ein hübsches Weib ist, Schmarotzer.