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Dreimal glücklich sind diejenigen zu preisen, die ihre Geburt sogleich über die untern Stufen der Menschheit hinaushebt, die durch jene Verhältnisse, in welchen sich manche gute Menschen die ganze Zeit ihres Lebens abängstigen, nicht durchzugehen, auch nicht einmal darin als Gäste darin zu verweilen brauchen.
Goethe, Lehrjahre III,2

Dreimal glücklich, wer eine noch unentdeckte Insel mitten im Ozean bewohnt und noch nicht in die vergiftende Berührung mit dem weißen Mann gekommen ist.
Melville, Taipi

Dreimal hinein und dreimal heraus wird ein kleiner Junge draus.
Böhmen

Dreimal in seinem Leben ist der Mensch merkwürdig: Bei seiner Geburt, seiner Heirat und seinem Tode.
Russland

Dreimal is Recht, das vierte mal en Schinnerknecht.

Dreimal ist Bubenrecht.

Dreimal ist preuss'sch.
Pommern

Dreimal ist Schiffsrecht.
i] Von einem Schiffsgebrauch, viele Dinge je dreimal zu tun, so straft man eine Unziemlichkeit mit drei Schlägen. Man braucht auch das Wort, um zum Trinken zu nötigen, wie wir sagen: Nicht auf ienem Bein. Von der Strafe derer entlehnt, die dreimal von der Raae fallen oder unter dem Schiffe durchgezogen werden.
ho] Driemaal ist scheeps(schippers-)regt.

Dreimal jährlich können die Mägde sich satt essen, denn sie dürfen dann mit eigener Hand nehmen: wenn man Erbsen pflückt, wenn man Kohl dünstet und am Weihnachtsfest.
Estland

Dreimal rund um den Leib.
i] Die 13 Karten einer Farbe sind so verteilt, dass jeder der vier Spieler auf dreimaliges Ausspiel bedienen kann, event. bei dem Ausspielen der dreizehnten kommt noch der Zusatz: 'und noch'n Ende zum Peitschenstock'.
z] Wie in Königsberg dient die Redensart auch in Pommern zur Bezeichnung für schlechten und billigen Tabak, in Stettin auch für >Füsilierwurst<: Für'n Sechser dreimal um'n Leib, billigste Leberwurst. Wenn für einen Groschen mit einem mal gekauft wird, soll der Kunde das Ende in die Hand nehmen und aus der Ladenthür gehen; durch ein Sprachrohr ruft ihm dann der Schlächter, wenn es genug ist, Halt! nach, schneidet ab und der Käufer haspelt nach, was ihm gehört.

Dreimal selig ist der Mann, der Herrendienst entraten kann.

Dreimal soll die Frau von zu Hause fort sein: wenn sie getauft, verheiratet und begraben wird.
England

Dreimal über Tisch getrunken, ist das allergesündeste.
z] Domine Phîsiguncke ist nicht ein gemein Regel, dreymal vber Tisch getruncken, sey das gesundest.

Dreimal um die Kirche gehen, ist so gut, wie einmal hinein.

Dreimal um die Kirche ist soviel wie einmal drin gewesen.
ndt] Drêmal um de Kark is so gôd as ênmal drin.
ho] Driemal rondom de kerk is zoo goed als ééns daarin.

Dreimal umgezogen ist einmal abgebrannt.
i] Wohl weniger aus dem Grunde, weil beim Umzuge manches beschädigt wird, als wegen der Neuanschaffungen, die die Einrichtung der neuen Wohnung im Gefolge hat
en] Three removes are as bad as a fire.
fr] On n'est jamais si riche que lorsqu'on déménage. (Man ist niemals so reich, als wenn man auszieht)
fr] Trois déménagements équivalent à un incendie. (Drei Umzüge Wohnungswechsel] kommen einem Brande gleich)
sd] Tre gånger byta om bostad går upp mot en husbrand.

Dreimal umgezogen ist so gut wie einmal abgebrannt.
Nach Benjamin Franklin, Way to wealth (1757)

Dreimal umziehen ist so schlimm, wie einmal abbrennen.
Benjamin Franklin, Der Weg zum Reichtum

Dreimal unglücklich, wer als armer Mann heiratet.
Menandros, Monostichoi

Dreimal zwei Dinge in einem Haus einigen sich nie: zwei Hähne, zwei Schornsteine und zwei Wirtinnen.

Dreimoal Woandern is so viel wîe ânmoal Oabbrinnen.
Steiermark
i] Drei Übersiedelungen sind so schädlich als eine Feuersbrunst.
en] Three removes are as bad as a fire.

Dreimul züm Jüden-Gerecht.
Jüdisch-deutsch, Warschau
i] Bei dreimaliger Wiederholung einer Sache. Dem altrabbinischen Gerichtsverfahren entnommen, laut welchem der Angeklagte dreimal vorgeladen werden musste.

Drein greifen, packen ist das Wesen jeder Meisterschaft.
Goethe, An Herder, etwa 10.7.1772

Drein oder drüber, Bischof oder Bader.

Dreinfahren wie eine Ländersau in einen Bohnenplätz.

Dreingehn wiera Stîr.
Von einem wütenden Stier im Kampfe

Dreinschaug'n wie der Bock um neun.
Verblüfft

Dreinschaun wie a Feld vola Teufel.
Oberösterreich
i] Sehr grimmig aussehen

Dreinschaun wie ein altes Essigweib.
Oberösterreich
i] Ungewöhnlich sauer

Dreinschaun wie ein Bär mit sieben Sinnen.
Oberösterreich

Dreinschaun wie neun Tag Regenwöda.
Oberösterreich

Dreinschaun wiera alde Kuh.
Oberösterreich

Dreinschaun, als wenn em die Henne 's Brod genuma hede.
Unbeholfen sein, sich gar nicht zu helfen wissen

Dreinschaun, als wenn er Enzian gefressen hätte.
Sehr finster sehen, der Enzian ist sehr bitter

Dreinschaun, als wenn ma tramate.
Oberösterreich
i] Als wenn man träumte

Dreinsehen als ein Waldteufel.

Dreinsehen wie die Katze beim Regenwetter.

Dreinsehen wie ein angestochen Ferkl.

Dreinsehen wie eine Kreuzspinne.

Dreinsehn als wie ein Hausknecht in der Früh.
So grämlich

Dreischwätze ka jeder, aber besser mache!
Ulm

Dreißig Jahr und ein Tag.
mhd] Nieman ritter wesen mac drîzec jàr und einen tac im gebreste muotes, lîbes oder guotes.

Dreißig Jahr und Tag stehen zu Gewinn und zu Verlust.
mhd] Drisig jar und tag stet czu gewinn unnd vorlust.

Dreißig Mönche und ein Abt können einen Esel wider seinen Willen nicht zum Schreien bringen.

Dreißig Mönche und ein Abt können einen Esel wider Willen nicht zum Schreien bringen.

Dreißig Schneider, dreißig Verwalter und dreißig Müller sind zusammen einundneunzig Spitzbuben.
it] Trenta sarti, trenta fattori e trenta mugnai son novantun ladri.

Dreißig Tage hat November, Junius, April, September, achtundzwanzig Horn allein, alle anderen dreißig und ein.

Dreist macht feist.

Dreistem Anfang muss man wehren.
Stanisław Wypiańki, Die Hochzeit

Dreisten Leuten und schelcken gibt man gleiche Stück.

Dreitägiger Fisch taugt auf keinen Tisch, und dreitägiger Gast wird leicht zur Last.

Dreitägiger Fisch
Taugt auf keinen Tisch,
Und dreitägiger Gast
Wird leicht zur Last.

Dreitägiger Gast ist eine Last, den vierten stinkt er fast.

Dreitägiger Gast ist eine Last, dreitägiger Fisch taugt nicht zum Tisch.

Dreitägiger Gast ist eine Last.
en] Fresh fish and guests smell at three days old.
en] Fresh fish and strangers stink in three days.
fr] L'hôte et la pluie après trois jours ennuient.
fr] L'hôte et le poisson après (o. en) trois jours sont poison.
it] L'ospite è come il pesce, dopo tre giorni puzza.
it] L'ospite e il pesce, dopo tre di rincresce.

Dreitägiger Gast ist jedermann zur Last.

Dreitägiger Gast ist Überlast.

Dreitägiger Gast riecht so angenehm wie Lazarus, als er vier Tage gelegen.
i] Von ungebührlich langen Besuchen und empfiehlt dem Gaste auch da, wo er gern gesehen ist, ein weises Abbrechen, damit er stets neu bleibe.i] Nicht allein darum, weil seine Bewirtung mit Kosten und Umständen verbunden ist, sondern weil nach der Verfassung der alten Deutschen der Wirt für das Tun und Lassen eines Gastes, den er länger als zwei Tage beherbergte, verantwortlich war. Von diesem Gesichtspunkte aus konnte freilich der Gast für den Wirt zu einer Last werden. Die politische Seite raubt ihm aber keineswegs ganz seine gastliche Bedeutung. 'Drei Tage, länger nicht, herberg' ich, die ich solle, den vierten tilg' ich aus die Bub' und Bettelrolle.' Herboldus Gutegotus, der um das Jahr 1473 Abt des Klosters zu Murhart war, pflegte Gäste, die ihn zu lange belästigten, zu fragen, ob sie wohl wüssten, warum der Herr nur drei Tage im Grabe gelegen. Deshalb, sagte er, weil er als Freund die Patriarchen und Propheten im Paradiese besucht habe, damit er ihnen aber nicht beschwerlich werde, habe er sich zeitlich verabschiedet und sei am dritten Tage schon auferstanden. Als sich bei demselben Abte einst eine Anzahl württembergischer Jäger mit ihren Hunden einquartiert hatte, sich dort gütlich taten und keine Miene machten fortzugehen, ging der Abt mit einigen seiner Leute nach Stuttgart an den Hof und ließ sich dort beköstigen. Als man ihn nach dem Zwecke seiner Anwesenheit fragte, antwortete er: 'Ich habe gemeint, der Kaiser Ludwig habe ein Kloster zu Murhart gestiftet, nun sehe ich, dass es ein Hundestall ist, ich darf keiner Mönche mehr, die singen, alldieweil die Hunde drin heulen. So lange sie dort sind, will ich hier bleiben. Mein Herr kann besser einen Abt, als ein Abt seine Hunde halten.
dk] Fisk og gjest, tre dage gamle, ere ei længe kierkomne.
ho] Een driedaagsche gast is een last.
it] L'ospite ed il pesce dopo tre dì rincresce.
la] Hospitis mulieris pluviae post triduum nequando satius est.
la] Post tres saepe dies vilescit piscis et hospes, ni sale conditus sit, vel specialis amicus.
la] Quatreduanus est, iam foetet.
pt] O hospede e o peixe a os tres dias fede.
sp] El huesped y el pez á tres dias huele.
un] A harmadnapi vendégnek tzoki a neve.
un] Harmad napra mind a' hal, mind a' vendég büdös.

Dreiundzwanzig Jahre,
Und nichts für die Unsterblichkeit getan!
Schiller, Don Carlos, II, 2 (Carlos). In den Volksmann übergegangen, um auszudrücken: Schon so alt, und noch so wenig geleistet.

Dreiviertel auf Bohnenstecken, wenn du's nicht glaubst, kannst mich im Arsche lecken.
Rottenburg
i] Scherzhafte Antwort auf die Frage: wie viel an der Uhr

Dreiviertel ist kein Pfund.

Dreizehn Handwerk, vierzehn Bettelleute (o. Unglücke).

Dreizehn Handwerke, vierzehn Unglücke.

Dreizehn ist ein Bauerndutzend.
ho] Dertien is een boeren-dozijn.

Dreizehn ist eine böse Zahl.
i] Man nimmt an, dass, wenn dreizehn Gäste am Tisch sitzen, einer davon im Laufe des Jahren sterben werde, und dass dies auch mit den Naturgesetzen nicht im Widerspruch steht. Der berühmte belgische Arzt Quetelet nimmt an, dass von jedem der dreizehn Personen, die zur gleichen Zeit leben, und in denen beide Geschlechter und verschiedene Altersstufen in einem guten Durchschnittsverhältnis vertreten sind, den Gesetzen der Wahrscheinlichkeit nach immer einer innerhalb zwölf Monaten stirbt. Rafft also von dreizehn zusammen an einem Tische sitzenden Menschen der Tod im Laufe des Jahres einen hinweg, so hat dies nichts eigentlich Wunderbares, das Törichte des Glaubens liegt aber darin, dass die Vereinigung an einem Tische oder in einem Zimmer an diesem Tode schuld sei, der Zauber aber gebrochen werde, wenn man der ursprünglichen Zahl dreizehn eine eins hinzufüge oder wegnehme.

Dreizehn Künste, vierzehn Bettelleute.
i] Lieber eines gründlich lernen als vieles flüchtig.
ho] Zoekers van kunsten zijn vinders van den bedelzak.
la] Omnia qui tentat, nil apte perficit unquam.

Dreizehn Nonnen, vierzehn Kinder.
i] Die fromme Äbtissin, deren Tugenden nach Bossuets Ausdruck 'das heilige Kloster von Maubuisson zum Glanz der Christenheit machten', rühmte sich, vierzehn (uneheliche) Kinder geboren zu haben.

Dreizehn Schuh ist ein Zimmermannshaar.
i] Die Zimmermannshaare scheinen also sehr verschiedene Längen, aber im Verhältnis keine unbedeutenden zu bezeichnen.

Dreizehn, vierzehn Schneider, die wiegen fünfzen Pfund, on wenn se das nich wiegen tun, denn sin se nich gesund.
Dessau
i] In den österreichischen Schnaderhüpfeln heißt es: 'Fünfundzwanzig Schneider han dreizehnthalb Pfund; wenn's dö a nit haben, so seins nit recht g'sund.'

Dreizöah Schneidar habnt virzöah Pfund, sö öss'nt a Goass ön a halb'n Virt'lstund.
Oberösterreich

Drell mi keine Näs (Nase), öck hebb all ene.

Drêmaol is Bûrrecht.
So ruft man, wenn Bauerburschen miteinander ringen

Dresden ist angefüllt mit allem, was man sich wünscht.

Drespen un Râlen kan der Bûere noch mâlen; Fosswans un Nedeln (Medeln?) lärt den Bûeren det beddeln.
i] Trespen und Raden kann der Bauer noch mahlen; Fuchsschwanz und Nedelei lehren dem Bauern das Betteln. Nedel ist eine Grasart, die, wie der Fuchsschwanz, sich am häufigsten auf Äckern findet, die durch Mäusefraß gelitten haben.

Dreyerley Leute sind zu wenig in der Welt: erstlich Juncker, denn ein jeder Haluncke und Stalljunge will itzt Juncker sein; hernach der Artzney Doctoren, denn jetziger Zeit wollen Hirten, alte Weiber, Zigeuner und Landstreicher curieren; drittens Juden, denn wenn deren genug, so lieffen die meisten nicht mit dem Judenspieß.

Drick de Ang zu, denkt der Mông, es ist Nacht.
Oberharz
hdt] Drücke die Augen zu, so denkt der (hungrige) Magen, es ist Nacht, d.h. geh hungrig zu Bette.

Drille den Bauer oder er drillt (= plagt, drückt) dich.

Drimmel, drimmel af.
i] Man bedient sich dieser Redensart, wenn man mit einer Sache einen kurzen Prozess macht, sie hat aber einen beklagenswerten Ursprung. Eine Frau bei Skaisgirren in der Memelniederung schlachtete in Gegenwart ihres vierjährigen Mädchens ein Schaf und sprach, um dem Mädchen eine Unterhaltung zu machen, während sie den Schnitt in den Hals des Schafes tat, obige Worte. Das Mädchen wiederholte später das ganze Verfahren an seinem kleinen Schwesterchen in der Wiege.

Drin is er, 'raus muss er, sagt die Wurmfrau.

Drin und drauss' schau fröhlich in die Welt hinaus.

Dringe nicht weiter in mich, Hochzeit zu machen!
Waltharilied (Walther)

Dringe tief zu Berges Grüften,
Wolken folge hoch zu Lüften,
Muse ruft zu Bach und Tale
Tausend, aber tausend Male.
Goethe, Immer und überall

Dringen daher zu derselben Zeit große Wahrheiten aus verschiedenen Individuen hervor, so gibt es Händel und Kontestationen, weil niemand so leicht bedenkt, dass er auf die Mitwelt denselben Bezug hat wie zu Vor- und Nachwelt.
Goethe, Schriften zur Natur- und Wissenschaftslehre - Meteore des literarischen Himmels - Antizipation

Dringen wir doch so wenig tief, so wenig weit ins Innere der anderen ein. Es gibt das Sicht- und das Hörbare. Das ganze Innere bleibt ein Geheimnis.
André Gide, So sei es

Dringt denn ein Fluch die Wolken durch zum Himmel?
Wohl! trennt die schweren Wolken, rasche Flüche!
en] Can curses pierce the clouds and enter heaven?
Why then, give way, dull clouds, to my quick curses!
Shakespeare, König Richard III I,3

Dringt die Krankheit in den Bereich des Herzens, kann keine Arznei mehr helfen.
China

Dringt durch des Aberglaubens Nacht,
Die euch zu finstern Köpfen macht.
Christ. Fürchtegott Gellert, Fab u. Erz. (1746). B. 2. Der Freigeist

Drinken mâket Fründschaft.
i] Beim Trinken werden viel Freundschaften geschlossen, wenn sie auch meist nicht von langer Dauer sind.

Drinnen ist es genauso wie draußen, nur anders.

Drisch deine Frau und dein Korn brav durch, sagt Sancho, und alles wird gut gehen.
Lichtenberg

Drisch, so lange man drischt, und rede, so lange man zuhört.
Russland

Drît (kacke) en de Welt on lef geislech.
Meurs

Dritte Hand soll antworten.
[RSpW]
i] Wenn jemand ohne seinen Willen eine Sache weggekommen ist, so kann er jeden, in dessen Besitz er sie findet, deshalb in Anspruch nehmen, auch dann, wenn dieser sie im guten Glauben erworben hat, weil ein Dieb u.s.w. dem Käufer kein besseres Recht übertragen kann, als er selber hat. Die Gewährspflicht springt von einer Hand zur anderen zurück. Nur die nordischen Rechte lassen eine Beschränkung der Verfolgung eintreten, worauf sich das obige Sprichwort bezieht. Beim dritten Verkauf soll sich sogar der Diebstahl lösen, d.h. die Sache nicht mehr als gestohlen gelten.
mhd] De drüdde hant de schal antworten.

Dröäme sint Föäme.
i] Träume sind Schäume, inhaltslos, bedeutungslos, nichtig.

Droben stehet die Kapelle,
Schauet still ins Tal hinab.
Ludwig Uhland, Die Kapelle

Dröck an, mîn Schuschelke, passe wâr öck di woll.
Dönhoffstädt

Dröckt die de Mütz, denn kêp di e Hôt.

Dröckt die de Mütz, schwelle die de Haar, güke (jucken) die de Flöcker, hast Stöch ön e Hacken?

Drög Tît, billig Tîd.
Ukermark
hdt] Trockene Zeit, billige Zeit.
i] In trockenen Zeiten gewähren die Niederungen die besten und reichlichsten Ernten, sodass auch die höher gelegenen Gegenden billig mit Korn versehen werden können.

Drögen (trocken) Mêrt (März), natte April un kolde Mei füllt Schüer un Keller un bringt gôd Heu.
Ostfriesland

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