Deutsche Sprichwörter, Redensarten, Zitate 0766
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Die Menschen, die nach Ruhe suchen, die finden Ruhe nimmermehr,
Weil sie die Ruhe, die sie suchen, in Eile jagen vor sich her.
W. Müller, Epigramme

Die Menschen, die sich zu Sklaven ihrer Begierden gemacht hatten, mussten nun wohl die Sklaven dessen werden, der Gewalt hatte, diese törichten Begierden zu befriedigen oder nicht.
Knigge, Benjamin Noldmanns Geschichte der Aufklärung

Die Menschen, mit denen man natürlich bleiben kann, sind so selten! Umso schöner, umso kostbarer sind die Augenblicke, die man im Gespräch mit diesen wenigen Seltenen verbringen kann.
André Gide, So sei es

Die Menschen, nicht die Häuser machen die Stadt.
England

Die Menschen, scheuen sich weniger, einen anzugreifen, der sich beliebt gemacht hat, als einen, den sie fürchten..
Machiavelli, Der Fürst

Die Menschen.. beurteilen alles nur nach dem Aussehen, denn der Kern der Dinge bleibt ihnen, infolge des ihnen angeborenen Stumpfsinns, unverständlich.
Maxim Gorki (1868-1936), Verlorene Menschen

Die Menschenfresser leben heute überwiegend von künstlicher Ernährung: von denen, die ihnen in den Arsch kriechen.

Die Menschengestalt zog nunmehr meine Blicke auf sich, und wie ich vorher, gleichsam wie von dem Glanz der Sonne, meine Augen von ihr weggewendet, so konnte ich nun mit Entzücken sie betrachten und auf ihr verweilen. Ich begab mich in die Schule, lernte den Kopf mit seinen Teilen zeichnen, und nun fing ich erst an, die Antiken zu verstehen.
Goethe, An Herzog Karl August, 25.1.1788

Die Menschenkinder sind lauter arme Sünder.

Die Menschenküken brauchen lange, bis sie fliegen können.
Sotho

Die Menschennatur ist eine bewußte Substanz, die von Begehren erfüllt ist. Sie hungert, sie begehrt, sie sehnt sich und drängt nach dem, was sie nicht besitzt. Ihr ewiger Schrei ist: 'Ich wünsche etwas andres!'
Sprüche der Weisen

Die Menschenseele ist ein kleiner fliegender Samenstaub, der einen guten Boden sucht, um auch Charakter zu werden.
Bettina von Arnim (1785-1859), an Clemens Brentano

Die Menschenverachtung ist für den nachdenkenden Geist nur die erste Stufe zur Menschenliebe.
Morgenstern

Die Menschenwürde hat die Eigentümlichkeit, immer dort zu fehlen, wo man sie vermutet, und immer dort zu scheinen, wo sie nicht ist.
Kraus, Menschenwürde

Die Menschheit als Aufgabe kann nicht werden, solange von den Prinzipien des Lebens nur das des Wettkampfes, nicht auch das der gegenseitigen Ergänzung und Hilfe unserer Gesellschaft zugrunde gelegt wird.
Arnold Zweig, Versuch über Büchner

Die Menschheit hat bisher alle Katastrophen überlebt. Sie wird auch die moderne Medizin überleben.
Gerhard Kocher, Vorsicht, Medizin!

Die Menschheit hat ein fast unbegrenztes Feld vor sich, und den wirklichen Kampf muss sie mit der Natur ausfechten.
Rolland, Die Vorboten

Die Menschheit hat ein fein Gehör,
Ein reines Wort erreget schöne Taten.
Der Mensch fühlt sein Bedürfnis nur zu sehr
Und lässt sich gern im Ernste raten.
Goethe, Faust II, Paralipomena - Bruchstücke 118

Die Menschheit hat Millionen Köpfe. Freude und Leid sind nicht für alle gleich. Und immer sind die Besten am unglücklichsten. Denn sie leiden für die anderen ebenso wie für sich selbst..
Rolland, Die Vorboten

Die Menschheit ist allein durch Selbstunterricht fortgeschritten; und dass, um die besten Ergebnisse zu haben, jeder Geist ein wenig nach demselben Prinzip verfahren muss, beweist beständig der auffallende Erfolg des Selfmademan.
Spencer, Die Erziehung

Die Menschheit ist aller Hostien überdrüssig und lechzt nach nahrhafterer Speise, nach echtem Brot und schönem Fleisch.
Heine, Zur Geschichte der Religion

Die Menschheit ist auf dem Marsch zur höchsten Wahrheit und zum höchsten Glück, die auf Erden überhaupt nur möglich sind.
Tschechow, Der Kirschgarten

Die Menschheit ist bedingt durch Bedürfnisse. Sind diese nicht befriedigt, so erweist sie sich ungeduldig; sind sie befriedigt, so erscheint sie gleichgültig. Der eigentliche Mensch bewegt sich also zwischen beiden Zuständen, und seinen Verstand .. wird er anwenden, seine Bedürfnisse zu befriedigen.
Goethe, Maximen und Reflexionen

Die Menschheit ist die Unsterblichkeit der Menschen.
Börne, Kritiken, V: Nouv. lettres prov.

Die Menschheit ist ein wildes Tier, das sich selbst gezähmt hat.
Pierre Sprüche der Weisen

Die Menschheit ist eine Sinfonie großer Kollektivseelen.
Rolland, Über dem Getümmel

Die Menschheit ist fortgeschritten - der Mensch ist dahin.
Kurt Tucholsky, Schnipsel

Die Menschheit ist groß, die Menschen sind klein.
Emil Frommel, Daheimkalender, 1890

Die Menschheit ist in drei Klassen unterteilt: In solche, die nicht zu bewegen sind, in solche, die sich bewegen lassen, und in solche, die bewegen.
Arabien

Die Menschheit ist keine Tierart: Sie ist eine historische Realität.
Sprüche der Weisen

Die Menschheit ist krank. Sie windet sich in höllisch böser Besessenheit auf ihrem Lager und erbricht Ströme Bluts.
Sprüche der Weisen

Die Menschheit ist seit dem Mittelalter gewaltig gewachsen, und sie trägt noch immer das mittelalterliche Gewand, das hie und da geflickt, das weiter gemacht wurde. Doch sie wünscht sich ein anderes Kleid, denn es ist ihr immer noch zu eng, es beklemmt ihre Brust, dass sie kaum zu atmen vermag.
Sprüche der Weisen

Die Menschheit ist zu weit vorwärts gegangen, um sich zurückzuwenden, und bewegt sich zu rasch, um anzuhalten.
Churchill

Die Menschheit lässt sich keinen Irrtum nehmen, der ihr nützt. Sie würde an Unsterblichkeit glauben, und wenn sie das Gegenteil wüsste.
Hebbel, Tagebücher, 24.11.1838

Die Menschheit lebt jeweils in dem, wonach ihre Sehnsucht am tiefsten ist.
Eduard Spranger

Die Menschheit muß dem Krieg ein Ende machen, sonst wird der Krieg der Menschheit ein Ende machen.
John F. Kennedy

Die Menschheit neigt von jeher dazu, sich lobend über die menschliche Natur auszulassen.
Sprüche der Weisen

Die Menschheit schießt ins Kraut im Frieden.
Bertolt Brecht, Mutter Courage und ihre Kinder

Die Menschheit vergoß Meere von Blut und vergrößerte ihr Wissen, ihre Erfahrung durch unzählige Opfer der einzelnen.
Sprüche der Weisen

Die Menschheit von heute steht völlig unvorbereitet vor der Tatsache, dass ihr Lebensraum der ganze Erdball ist.
Sprüche der Weisen

Die Menschheit will nicht mehr leben, aber der Mensch will es.
Sprüche der Weisen

Die Menschheit wird den Himmel auf Erden haben, wenn wir lernen, unsere Grenzen zu respektieren. Es mag paradox klingen zu sagen, dass Unendlichkeit und Ewigkeit des Himmels in Wirklichkeit nur der Abstand ist zum Herzen eines Fremden, zum Herzen eines Feindes: Ewigkeit ist der Augenblick des Erkennens.
Sprüche der Weisen

Die Menschheit wirtschaftet drauf los; sie braucht ihr geistiges Kapital für ihre Erfindungen auf und behält nichts für deren Betrieb. Kraus, Der Fortschritt

Die Menschheit, die ihre Phantasie an die Erfindungen vorausgabt hat, kann sich deren Wirksamkeit nicht mehr vorstellen - sonst würde sie aus Reue eben damit Selbstmord verüben.
Karl Kraus, Das technoromantische Abenteuer

Die Menschheit, merke ich, mag noch so sehr zu ihrem höchsten Ziele vorschreiten, die Zuckerbäcker rücken immer nach; indem sich Geist und Herz immerfort reinigt, wird, wie ich fürchte, der Magen immer weiter seiner Verderbnis entgegengeführt.
Goethe, An Marianne v.Willemer, 13.1.1832

Die menschliche Arbeit .. ist der befruchtende Strom, der allein die Erde bewohnbar macht. Auch im besten Falle fließt dieser Strom nur spärlich, und so muss sein Lauf nach einem bestimmten Plan geregelt werden, der erlaubt, jeden Tropfen auf die vorteilhafteste Weise zu verwenden, damit alle Menschen reichlich ihren Unterhalt finden können.
Sprüche der Weisen

Die menschliche Dummheit besteht nicht darin, dass man keine Ideen hat, sondern dass man dumme Ideen hat.
Henry de Montherlant

Die menschliche Dummheit ist international.
Kurt Tucholsky, Schnipsel

Die menschliche Eitelkeit vermengt sich mit den edelsten Ideen und verleiht ihnen oft eine Hartnäckigkeit, die uns sonst fehlen würde.
Gottfried Keller, Das Sinngedicht

Die menschliche Existenz hat ein einziges großes, zwar unlösbares, aber nie zur Ruhe kommendes Problem: die Selbstbehauptung im Angesicht des Todes.
Sprüche der Weisen

Die menschliche Figur ist von den Alten [in ihrer Plastik] so durchgearbeitet, dass wir schwerlich eine ganz neue Stellung hervorbringen werden, ohne aus den Grenzen des guten Geschmacks zu schreiten.
Goethe, An J. H. Meyer, 27.4.1789

Die menschliche Geschichte verläuft nicht gradlinig, sondern in Spirallinien; große Fortschritte werden erkauft durch schwere Verluste. Die Anschauung aber, der Fortschritt bestünde darin, dass der Komfort des äußeren Lebens zunimmt, ist eine so niedrige, plumpe Verirrung, dass man nicht nötig hat, sie zu widerlegen.
Treitschke, Politik, Einleitung

Die menschliche Gesellschaft als ein Ganzes durchläuft gerade solche Stadien von wechselnden Ideen, Kenntnissen, Auffassungen und Urteilen wie ein einzelner Mensch.
Suttner, Lebenserinnerungen

Die menschliche Gesellschaft ist nicht so vernünftig eingerichtet und nicht so 'bequem' für die fortgeschrittenen Elemente. Der Umsturz kann herangereift sein, allein die Kräfte der revolutionären Schöpfer dieses Umsturzes können sich als ungenügend erweisen, ihn zu bewerkstelligen - dann fault die Gesellschaft, und diese Fäulnis kann Jahrzehnte hindurch andauern.
Lenin, Das letzte Wort der 'iskristischen Taktik'

Die menschliche Gestalt kann nicht bloß durch das Beschauen ihrer Oberfläche begriffen werden, man muss ihr Inneres entblößen, ihre Teile sondern, die Verbindungen derselben bemerken, die Verschiedenheiten kennen, sich von Wirkung und Gegenwirkung unterrichten, das Verborgene, Ruhende, das Fundament der Erscheinung sich einprägen, wenn man dasjenige wirklich schauen und nachahmen will, was sich als ein schönes, ungetrenntes Ganze in lebendigen Wellen vor unserm Auge bewegt.
Goethe, Schriften zur Kunst. Propyläen, Einleitung

Die menschliche Gestalt, vorzüglich das Antlitz, ist nach Naturgesetzen in einen gewissen Raum eingeschränkt, innerhalb welchem es nur regelmäßig, charakteristisch, schön, geistreich erscheinen kann.
Goethe, Schriften zur Kunst. Über Leonardo da Vincis Abendmahl. Neueste Kopie

Die menschliche Hand bedeutet menschliche Macht: Mit dem durchgeistigten Handeln der Hand ist der Mensch der Natur gegenüber gefährlich geworden.
Oswald Spengler, Urfragen. Fragmente aus dem Nachlass

Die menschliche Haut ist ein Boden, worauf Haare wachsen, mich wundert's, dass man noch kein Mittel ausfindig gemacht hat, ihn mit Wolle zu besäen, um die Leute zu scheren.
Lichtenberg, Aphorismen

Die menschliche Kultur wird immer eiserner, immer maschineller; sie gleicht immer mehr einem gigantischen Laboratorium, in dem die Rache an den Elementarkräften vorbereitet wird.
Sprüche der Weisen

Die menschliche Macht handelt durch Mittel, die göttliche Macht wirkt durch sich selbst: Gott kann, weil er will, sein Wille ist Handlung.
Jean-Jacques Rousseau, an Erzbischof Beaumont (18. November 1762)

Die menschliche Natur handelt als ein vollkommenes Ganzes, mit allem, was zu ihr gehört, bewußt und unbewußt..
Dostojewski, Aufzeichnungen aus dem Untergrund

Die menschliche Natur ist eine verdammt enttäuschende Sache, und je größer ein Mensch, desto ärger ist seine Natur.
Sprüche der Weisen

Die menschliche Natur kann einfach ohn irgend Hoffnung und Ziel nicht bestehen.
Sprüche der Weisen

Die menschliche Natur, fuhr ich fort, hat ihre Grenzen: Sie kann Freude, Leid, Schmerzen bis auf einen gewissen Grad ertragen und geht zugrunde, sobald der überstiegen ist.
Goethe, Werther 1. Buch, 12.August

Die menschliche Persönlichkeit ist das mysterium magnum des Daseins.
H. St. Chamberlain

Die menschliche Schwäche ist die Stärke der Komödie. Ein unerschöpfliches Stoffgebiet.
Sprüche der Weisen

Die menschliche Solidarität, das Vorrecht der starken und zuversichtlichen Völker, ruft unwiderstehlich wach, was in der Natur aller Völker an hochherzigen Andenken existiert.
Sprüche der Weisen

Die menschliche Würde ist ein Gegenstand, der schon immer das Lieblingsthema der Menschheit bildete.
Sprüche der Weisen

Die menschlichen Einrichtungen sind von Natur so unvollkommen, dass es, um sie zu zerstören, fast immer genügt, aus ihren Grundsätzen alle Folgerungen zu ziehen.
Sprüche der Weisen

Die menschlichen Gebrechen sind rechte Bandwürmer, man reisst wohl einmal ein Stück los und der Stock bleibt immer sitzen.
Goethe, Tagebuch, 13.5.1780

Die menschlichen Herzen sind nicht so gleichartig wie ihre Gesichter.

Die menschlichen Ideen sind wie Karten oder andere Spiele. Ideen, die ich seinerzeit als gefährlich und allzu kühn angesehen habe, sind seitdem gewöhnlich und fast trivial geworden und sind bis zu Leuten herabgelangt, welche ihrer wenig wert sind. Einige von ihnen, die wir kühn nennen, werden von unseren Nachfahren schwach und gewöhnlich genannt werden.
Chamfort, Maximes et pensées

Die menschlichen Leidenschaften machen sich stets dem Herzen vernehmlich, in dem sie ihr Echo finden.
Joubert, Gedanken und Maximen

Die menschlichen Religionen haben ein Bedürfnis unserer Natur erkannt; sie haben es geübt und unterhalten, aber sie haben es enttäuscht.
Sprüche der Weisen

Die menschlichen Sinne täuschen sich pewöhnlich im Urteilen.
Thomas a Kempis, Die Nachfolge Christi

Die menschlichen Vorurteile sind wie bissige Hunde, die nur den Furchtsamen angreifen.
Sprüche der Weisen

Die Meraner sind Schuhverlierer.

Die merkwürdige Dunsthöhle in der Nähe des Ortes Pyrmont, wo das Stickgas, welches mit Wasser verbunden so kräftig heilsam auf den menschlichen Körper wirkt, für sich unsichtbar eine tödliche Atmosphäre bildet, veranlaßte manche Versuche, die zur Unterhaltung dienten.
Goethe, Tag- und Jahreshefte 1801

Die Messe geht noch nicht an, wenn das erste mal geläutet wird.

Die Messe ist ein Jahrmarkt, wo die Pfaffen groß Geld machen.
Luther
i] Crotus, ein Zeitgenoße Ulrich von Huttens, nannte sie eine Komödie, den Horagesang in der Kirche Hundegeheul, in den Häusern der Domherren ein Summen, nicht von Bienen, sondern von faulen Drohnen.

Die Messe ist ein starkes Treckpflaster, das nicht allein die Seelen aus dem Fegefeuer, sondern auch das Geld aus Beutel und Kasten zeucht.

Die Messe ist gesungen.

Die Messe ist nicht vor der Tür.
i] Die Sache ist nicht so eilig.

Die Messe wird gut sein, die Kaufleute versammeln sich.
i] Es wird eine zahlreiche Versammlung geben, es finden sich viele dabei ein.

Die Messer bringen mehr ums Leben als die Säbel.
la] Strangulet in mensis os plures, quam ensis.

Die Messerscheide am Gurt bewegt sich bei der Arbeit für den Herrn, der Ellenbogen bei der Arbeit für sich selbst.
Kleinrussland
i] Für sich arbeitet man besser.

Die Metamorphose der Pflanzen widerspricht gleichfalls unsren Sinnen.
Goethe, Maximen und Reflexionen 1138

Die Metamorphose ist ein Naturgesetz, nach welchem die Pflanzen in einer stetigen Folge ausgebildet werden.
Goethe, Fragmente zur Botanik. Hypothese

Die Metapher ist die Wurzel der Poesie.
Sprüche der Weisen

Die Metaphysik ist eine Art Poesie, die Andacht ist ihre Ode.
Joubert, Gedanken und Maximen

Die metaphysischen Gottesbeweise übersteigen die Urteilskraft der Menschen so sehr und sind so widerspruchsvoll, dass sie nur wenig Eindruck machen.
Pascal, Gedanken, 20

Die Metten singen, dass der Teufel den Segen gibt.

Die Metz' und die Magd haben Kaiser Karl den Tanz versagt.
i] Bezieht sich auf die beiden erfolglosen Belagerungen der Städte Metz und Magdeburg (1551) durch Karl V. von Deutschland. In einem Flugblatt aus dem Jahre 1620 heißt es: 'Do er (Karl V.) vierzehn Monat lang Magdeburg blägert mit Gezwang, er musst vor Herzogen Mauritzen fortreisen und darüber schwitzen .. Vor Metz mocht er auch nit schaffen. Ein Reimen machtend ihm die Affen, der laut also: Metz und die Magd habend dem Kaiser Tanz versagt.' Hat die Metz nun auch Karl V., der mit 40000 Mann und 114 Feldstücken vor ihren Mauern umkehren musste, und auch spätern Bewerbern den Korb gegeben; so hat sie doch den preussischen Prinzen Friedrich Karl im Jahre 1870 nicht ebenso abgewiesen; sie ist seinen dringlichen Aufforderungen und Bewerbungen endlich entgegengekommen. Sie verlobte sich mit ihm am 27. und öffnete ihm die Tor am 29. Oct. Metz bedeutet ursprünglich Mädchen, auch führt das Wappen der Stadt ein Mädchen im Schilde, das über demselben hervorsieht und ihn zu beschützen scheint. Die Figur ist indes auf verschiedene Weise erklärt worden. In Gascogne haben drei Städte bei Einfall der Engländer widerstanden: Ni Metz, ni Mauritz, ni Mauritania, ni Magd, ni Mors, quid multis? fueram per singula felix.
fr] Fronsac, Cropignac et Broue ont fait aux Anglais la moue.

Die Metzer haben net geschlacht't und haben doch große Wurscht gemacht.

Die Metzger sagen, es ist nichts mehr mit den Bauern zu machen, seit sie die Bibel lesen und die Kinder selbst machen.

Die Metzger, die sind kugelrund, an jeder Worscht, do fehlt e Pund.

Die Metzger, die sind kugelrund, an jeder Wurscht, da fehlt ein Pfund.

Die Metzjer hawwe net geschlacht't und hawwe doch große Werscht gemacht.

Die Meydlin (Mädlein) machen die Mönch die Fasten brechen.
i] Mit Bezug auf verbotene Fleischspeisen.
z] Sie (die Mönche) können sie (die Meidlin) gar schön in puse legen, die schönen brauchen sie bei Tag, die hässlichen Nachts.

Die mich hassen, müssen mich lassen, die mich neiden, müssen mich leiden.

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