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Die Frage indes, ob ein Friede ewig dauern werde oder nicht, hat noch nie jemand in der Welt abgehalten, einen Frieden zu schließen.
Bismarck, vor dem preußischen Landtag, 22. 4. 1887

Die Frage ist einfach, Ja oder Nein, Wahr oder Unwahr, Recht oder Unrecht, Weiß oder Schwarz? Auf die Vertreter und die Streitenden, auf die Personen kommt es nicht ans Die gute Sache muss die Streiter allmählich machen, nicht die Streiter die Sache.
Gottfried Keller, Briefe

Die Frage ist falsch gestellt, wenn wir nach dem Sinn unseres Lebens fragen. Das Leben ist es, das Fragen stellt; wir sind die Befragten, die zu antworten haben.
Sprüche der Weisen

Die Frage ist mir zu hoch aufzulösen.

Die Frage ist nicht mehr die, wie man die Früchte der Arbeit gerecht verteilt, sondern wie man die Konsequenzen der Nichtarbeit erträglich macht.
Sprüche der Weisen

Die Frage muss lauten, nicht: Wozu lebe ich, sondern: Was habe ich zu tun?
Leo N. Tolstoi, Tagebücher (1910)

Die Frage nach dem Zweck, die Frage Warum? ist durchaus nicht wissenschaftlich. Etwas weiter aber kommt man mit der Frage Wie? Denn wenn ich frage: Wie hat der Ochse Hörner? so führt mich das auf die Betrachtung seiner Organisation und belehrt mich zugleich, warum der Löwe keine Hörner hat und haben kann.
Goethe, Eckermann, 20.2.1831

Die Frage nach der Willensfreiheit ist wirklich ein Probierstein, an welchem man die tief denkenden Geister von den oberflächlichen unterscheiden kann, oder ein Grenzstein, wo beide auseinander gehen, indem die ersteren sämtlich das notwendige Erfolgen der Handlung, bei gegebenem Charakter und Motiv, behaupten, die letzteren hingegen, mit dem großen Haufen, der Willensfreiheit anhängen.
Schopenhauer, Sämtliche Werke

Die Frage scheint mir klein
Für einen, der das Wort so sehr verachtet,
Der, weit entfernt von allem Schein,
Nur in der Wesen Tiefe trachtet.
Goethe, Faust, I, Studierzimmer (Mephisto)

Die Frage, ob diese oder jene Beschäftigung, welcher sich der Mensch widmet, auch nützlich sei? wiederholt sich oft genug im Laufe der Zeit und muss jetzt besonders wieder hervortreten, wo es niemandem mehr erlaubt ist, nach Belieben ruhig, zufrieden, mäßig und ohne Anforderung zu leben.
Goethe, Schriften zur Literatur - Betrachtungen zur Weltliteratur

Die Frage, wer höher steht, der Historiker oder der Dichter, darf gar nicht aufgeworfen werden; sie konkurrieren nicht miteinander, so wenig als der Wettläufer und der Faustkämpfer. Jedem gebührt seine eigene Krone.
Goethe, Maximen und Reflexionen

Die Frage: ob einer seine eigene Biographie schreiben dürfe, ist höchst ungeschickt. Ich halte den, der es tut, für den höflichsten aller Menschen.
Goethe, Biographische Einzelnheiten - Bedeutung des Individuellen

Die Frage: Woher hat's der Dichter? geht auch nur aufs Was, vom Wie erfährt dabei niemand etwas.
Goethe, Maximen und Reflexionen 506

Die Fragen der Wissenschaft sind sehr häufig Fragen der Existenz.
Goethe, Eckermann, 30.12.1823

Die Fragwürdigkeit allen Daseins bedeutet die Unmöglichkeit, in ihm als solchem Ruhe zu finden.
Sprüche der Weisen

Die Franken haben die germanische Keuschheit aufgegeben: Unter den Merowingern und Karolingern herrscht Polygamie.
Sprüche der Weisen

Die Franken und das böse Geld führt der Teuffel durch die gantze Welt.
fr] Francum et malum nummum portat Diabolus per omnem mundum.

Die Franzosen bekommen doch kein achtzehntes Jahrhundert wieder, sie mögen machen, was sie wollen.
Goethe, F. v. Müller, 24.4.1830

Die Franzosen bleiben immer wunderlich und merkwürdig, nur muss der Deutsche nicht glauben, dass er irgend etwas gründlich für sie tun könne, sie müssen erst alles, was es auch sei, sich nach ihrer Weise zurechte machen.
Goethe, Tagebuch, 7.6.1831

Die Franzosen essen insgemein, die Engländer allein.

Die Franzosen essen mit den Augen.

Die Franzosen fangen nun auch an, über diese Verhältnisse richtig zu denken. 'Es ist alles gut und gleich', sagen sie, 'Klassisches wie Romantisches, es kommt nur darauf an, dass man sich dieser Formen mit Verstand zu bedienen und darin vortrefflich zu sein vermöge. So kann man auch in beiden absurd sein, und dann taugt das eine so wenig wie das andere.' Ich dächte, das wäre vernünftig und ein gutes Wort, womit man sich eine Weile beruhigen könnte.
Goethe, Eckermann, 16.12.1829

Die Franzosen fürchten sich vor den spanischen Mücken.
i] In Judas, der Erzschelm von Abraham a Sancta Clara liest man über die Entstehung dieses Sprichworts: die Franzosen hätten, nachdem sie unter ihrem König Philipp und Karl von Sicilien die spanische Stadt Gerunda (das jetzige Gerona) erobert, das Grab des heiligen Narciss berauben wollen, allein ein ungeheuerer Schwarm Mücken, der aus dem Grabe herausgekommen sei, habe sie in die Flucht geschlagen. Etwas Wahres mag dieser Sage wohl zu Grunde liegen, denn das Sprichwort soll von der Belagerung dar Stadt entstanden sein. Vermutlich will es die Lehre geben, man solle sich mit keinem Heiligen einlassen, denn haben sie nicht alle Mücken, so haben sie doch alle Mucken.

Die Franzosen haben bisher immer den Ruhm gehabt, die geistreichste Nation zu sein, und sie verdienen es zu bleiben.
Goethe, Eckermann, 9.7.1827

Die Franzosen haben den Prozess zu Rottweil verloren und nach Laufenburg appelliert.
Aus dem Jahre 1642
fr] Les François ont laissé leur grandeur en Italie.

Die Franzosen haben durch Einführung missverstandener alter Lehren und durch nette Konvenienz ihre Poesie dergestalt beschränkt, dass sie zuletzt ganz verschwinden muss, da sie sich nicht einmal mehr in Prosa auflösen kann.
Goethe, Schriften zur Literatur - Urteilsworte französischer Kritiker

Die Franzosen haben gegen die deutsche Literatur eine wunderlich Lage, sie sind ganz eigentlich im Fall des klugen Fuchses, der aus dem langen Halse des Gefäßes sich nichts zueignen kann, mit dem besten Willen wissen sie nicht, was sie aus unsern Sachen machen sollen, sie behandeln alle unsre Kunstprodukte als rohen Stoff, den sie sich bearbeiten müssen.
Goethe, An Zelter, 11.4.1825

Die Franzosen haben Verstand und Geist, aber kein Fundament und keine Pietät. Was ihnen im Augenblick dient, was ihrer Partei zugute kommen kann, ist ihnen das Rechte. Sie loben uns daher auch nie aus Anerkennung unserer Verdienste, sondern nur, wenn sie durch unsere Ansichten ihre Partei verstärken können.
Goethe, Eckermann, 24.11.1824

Die Franzosen hätten ja schon längst die Welt überwunden, es brauchte keinen Bonaparte. Die Sprache, Kolonien von Refugiés, Emigrierte, Kammerdiener, Köche, Kaufleute und so weiter, alles dies hinge an ihrer Nation, und wir wären verkauft und verraten.
Goethe, Charlotte v. Stein [11.] 10.1806

Die Franzosen können es in der Philosophie noch einmal sehr weit bringen, ihre eminente Gabe der Darstellung nach außen muss auf diesem Gebiete, wenn sie es erst sich zu eigen gemacht, unberechenbare Wirkungen hervorbringen.
Goethe, Varnhagen v. Ense, 8.7.1825

Die Franzosen lieben von jeher das Idyllische...
Goethe, Varnhagen v. Ense, 8.7.1823

Die Franzosen nennen ihn ein Tier das ausspuckt: L'homme est un animal, qui crache.
bm] Človĕk jest co pára nad hrncem, co na dest'ové vodĕ bublinky.
ho] Een mensch is minder dan niets.
ho] Een mensch is niet anders dan een glas.
la] Bulla homo.
la] Omnia sunt mundi quasi bulla caduca rotundi, in pratis ut flos, sic cadit omnis honos.

Die Franzosen sagen nicht, was sie denken, lesen nicht wie sie schreiben und singen nicht nach den Noten.
Italien

Die Franzosen scheinen, bei all ihrer Lebhaftigkeit, mehr als andere Nationen an hergebrachten Formen zu hangen und selbst in ihren Vergnügungen eine gewisse Eintönigkeit nicht gewahr zu werden.
Goethe, Rameaus Neffe, Anmerkungen / Duni

Die Franzosen schreiben anders, denn sie reden, und reden anders denn sie es mainen.

Die Franzosen sind die gewandtesten Diplomaten Europas.
Germaine Baronin von Staël, Über Deutschland

Die Franzosen sind falsche Leute, sagte Klaus, denn sie schreiben anders als sie reden, lesen anders als sie schreiben und meinen anders, als sie es verstehen.

Die Franzosen sind gute Köpfe, aber es soll bei ihnen alles positiv sein, und wenn es nicht so ist, so machen sie es so.
Goethe, Eckermann, 20.12.1826

Die Franzosen sind Krebse, wenn man es ihnen zu heiß macht, so werden sie rot, die Engländer Spinnen, in allen Erdwinkeln findet man ihre Netze, die Russen Kinder, alles, was sie sehen, wollen sie haben, die Deutschen Fische, immer durstig und stumm.

Die Franzosen sind nicht bloß das geistreichste, sie sind auch das barmherzigste Volk.
Heinrich Heine, Vorrede zu Salon I

Die Franzosen sind von jeher die witzigste und lebendigste und geistreichste Nation gewesen, durch Verstand und Vernunft waren sie nie berühmt. In der Revolution schien die Vernunft emportauchen zu wollen, aber es blieb ein Witz.
Johann Gottfried Seume, Apokryphen

Die franzosen sind witzig vor der sach, die walhen (Italiener) in der sach, die diutschen nach der sach.

Die Franzosen sind witzig vor der Tat, die Welschen bei der Tat, die Deutschen nach der Tat.
Johann Geiler von Kaysersberg

Die Franzosen singen vor dem Essen.
fr] Il n'y a qu'un chien ou un Français qui marche quand il a mangé.
pt] Bem canta o Francez, papo molhado.

Die Franzosen tragen beschissene Hosen.
Schweiz

Die Franzosen tun alles und wissen nichts.
Italien

Die Franzosen und ein ledern Koller sind eine ewige Tracht.
i] Franzosen = Lustseuche

Die Franzosen verleugnen ihren allgemeinen Charakter auch in ihrem Stil nicht. Sie sind geselliger Natur und vergessen als solche nie das Publikum, zu dem sie reden, sie bemühen sich klar zu sein, um ihren Leser zu überzeugen, und anmutig, um ihm zu gefallen.
Goethe, Eckermann, 14.4.1824

Die Franzosen verstehn uns nicht,
Drum sagt man ihnen deutsch ins Gesicht,
Was ihnen wär verdrießlich gewesen,
Wenn sie es hätten französisch gelesen.
Goethe, Zahme Xenien IX

Die Franzosen wollen kommandiert sein, aber nur, um einen Grund zum Ungehorsam zu haben.
Harold Wilson

Die Franzosen zogen die Freiheit der Sicherheit vor. Indessen verließ der Mensch die Wälder, wo Freiheit mehr wiegt als Sicherheit, um in die Städte zu ziehen, wo das Umgekehrte gilt.
Rivarol

Die Franzosen, welche sich überhaupt eines guten Betragens befleißigen, sind gegen Fremde, die ihre Sprache zu reden anfangen, nachsichtig, sie werden niemanden über irgend einen Fehler auslachen oder ihn deshalb ohne Umschweif tadeln.
Goethe, Dichtung und Wahrheit III,11

Die französische Nation charakterisiert sich unter allen anderen durch den Konversationsgeschmack, in Ansehung dessen sie das Muster aller übrigen ist. Sie ist höflich, vornehmlich gegen den Fremden, der sie besucht, wenn es gleich jetzt außer Mode ist, höfisch zu sein. Der Franzose ist es nicht aus Interesse, sondern aus unmittelbarem Geschmacksbedürfnis, sich mitzuteilen.
Immanuel Kant, Anthropologie in pragmatischer Hinsicht

Die französische Nation ist die närrischste der Welt: Man schreit und singt Lieder gegen mich, und man lässt mich gewähren, und ich lasse sie schreien und singen und mache, was ich will.
Jules Mazarin, Berichtet von Liselotte von der Pfalz

Die französische Nation ist die Nation der Extreme, sie kennt in nichts Maß. Mit gewaltiger moralischer und physischer Kraft ausgestattet, könnte das französische Volk die Welt heben, wenn es den Zentralpunkt zu finden vermöchte, es scheint aber nicht zu wissen, dass, wenn man große Lasten heben will, man ihre Mitte auffinden muss.
Goethe, A. E. Kozmian, 8.5.1830

Die Französische Revolution bricht aus und zertrümmert die alte Gesellschaft nicht bloß in Frankreich, sondern mehr oder weniger in ganz Europa.
Gustav Schmoller, Die Arbeiterfrage

Die Französische Revolution hat durch die allgemeine Sprache, zu der es mit ihr gekommen ist, nun ein gewisses Wissen unter die Leute gebracht, das nicht leicht wieder zerstört werden wird.
Georg Christoph Lichtenberg, Aphorismen

Die Französische Revolution lehrt eigentlich recht, wie unendlich viel Menschen von Bedeutung, die sich sonst im gemeinen Leben verpuffen, zu jeder Zelt vorhanden sind. Darum darf uns kein Abgrund erschrecken, kein Gipfel verwundern, der unerwartet und plötzlich erscheint oder hervortritt.
Hebbel, Tagebücher, 16. 7. 1836

Die Französische Revolution wird manches Gute zurücklassen, das ohne sie nicht in die Welt gekommen wäre.
Georg Christoph Lichtenberg, Aphorismen

Die französische Sprache soll, wie behauptet wird, die keuscheste aller Sprachen sein; ich für meinen Teil halte sie indes für die allerunzüchtigste, denn die Keuschheit einer Sprache besteht meinem Bedünken nach nicht sowohl in dem Vermögen, unanständige Wendungen vermeiden zu können, als vielmehr in dem völligen Mangel daran.
Rousseau, Emile

Die französische Sprache war mir von Jugend auf lieb, ich hatte sie in einem bewegteren Leben, und ein bewegteres Leben durch sie kennen gelernt. Sie war mir ohne Grammatik und Unterricht, durch Umgang und Übung, wie eine zweite Muttersprache zu eigen geworden.
Goethe, Dichtung und Wahrheit III, 11

Die französische Übersetzung für 'Offene Drogenszene' heißt: 'Tour de France'.
Gerhard Kocher, Vorsicht, Medizin! Aphorismen zum Gesundheitswesen und zur Gesundheitspolitik

Die französischen Dichter haben Kenntnisse, dagegen denken die deutschen Narren, sie verlören ihr Talent, wenn sie sich um Kenntnisse bemühten.
Eckermann, Gespräche mit Goethe, 4. 1. 1827

Die französischen Worte sind nicht aus geschriebenen lateinischen Worten entstanden, sondern aus gesprochenen.
Goethe, Maximen und Reflexionen 102

Die Fratze des Parteigeists ist mir mehr zuwider als irgendeine andere Karikatur.
Goethe, an Schiller, 17. Mai 1797

Die Frau aber braucht die Einsamkeit, um ihre eigentliche Bestimmung wieder zu finden: jenen festen Faden, der das ganze Netz menschlicher Beziehungen zusammenhält.
Anne Morrow Lindbergh, Muscheln in meiner Hand

Die Frau als Tal. Tal in der Umarmung, Tal in ihren Organen, Tal ihrem Wesen nach, von der Welt abgeschieden, nichts wahrnehmend, als was sich in ihrer Reichweite befindet, von Mauern umschlossen, die bisweilen ihre Liebe und bisweilen nicht einmal das sind.
Henry de Montherlant, Die Aussätzigen

Die Frau am Fenster, Maulbeeren am Weg.

Die Frau auf dem Thron ist in erster Linie die Pflegerin und Hüterin ihres Volkes.
Gertrud von Le Fort, Die zeitlose Frau

Die Frau baut das Haus oder legt es in Schutt (o. macht es zu Staub).

Die Frau bedarf des Leidens. Nehmen Sie ihr ihr Leid, und Sie bringen sie um, oder wenigstens beinahe.
Henry de Montherlant, Die Aussätzigen

Die Frau begraben und eine andere nehmen - das erquickt den Menschen, das Pferd verscharren und ein neues kaufen - das verliert den Menschen (= bereitet ihm Schmerz).
Estland

Die Frau behüte wie die Flasche.
Estland

Die Frau beim Wort, die Quappe beim Schwanz.
Estland

Die Frau bekommt einen Mann, aber die Kinder bekommen keinen Vater.
Estland

Die Frau besitzt einen Sinn, der bis zu den fürchterlichsten Krämpfen reizbar ist, sie beherrscht und in ihrer Phantasie Phantome jeder Art erweckt.
Denis Diderot, Über die Frauen

Die Frau betrügt den Mann und hätte er so viel Augen als ein Ährensieb.
Lausitz

Die Frau bezähme das wilde Pferde im Mann, der Mann behüte das brave Schaf in der Frau.
Tschechien

Die Frau Birkin macht, dass sie hinten und vorn blitzen und ufspringen.

Die Frau darf hinter ihrem Manne nicht mehr als achtzehn Pfennig weggeben.
[RSpW]
i] Im Kanton Zürich, um zu sagen, dass die Frau ohne Einwilligung ihres Ehemannes nur zu kleinen Ausgaben befugt ist. Das Görlitzer Rechtsbuch gestattet der Frau ohne Einwilligung ihres Ehemannes nur über drei Schillinge zu verfügen.

Die Frau des ärmsten Schweinehirten verdient immer noch mehr Achtung als die Mätresse des Zaren.
Georgien

Die Frau des Bernsteindrehers trägt Glasperlen.
Russland

Die Frau des Diebes lacht nicht immer.
it] Non ride sempre la moglie del ladro.

Die Frau des Hireten schmückt sich zur Nacht.
sp] La mujer del pastor a la noche se compon.

Die Frau des Hirten schmückt sich zur Nacht.
i] Da der Hirt erst nachts zurückkehrt
sp] La mujer del pastor de noche se compon.
sp] Por más que diáis, mi marido es el pastor.

Die Frau des Leinenhändlers hat eine zerrissene Mütze und die Wirtin des Schmiedes ein Holzschloss.
Finnland

Die Frau des Schusters hat selten ganze Schuhe.

Die Frau eine Gräfin, die Stube unausgekehrt.
Galizien

Die Frau eines anderen erscheint immer schöner.

Die Frau eines anderen küssen oder sein Messer abwischen, zwei undankbare Beschäftigungen.

Die Frau eines Bankiers ist stets eine anständige Frau.
Honoré de Balzac, Die Physiologie der Ehe

Die Frau eines Blinden braucht sich nicht zu schminken.
en] A blind man's wife needs no paint.

Die Frau eines Diebs lacht nicht immer.

Die Frau eines Handwerkers ist eine halbe Dame.

Die Frau eines Konditors, wenn sie nicht verkauft, ist sie mit Essen beschäftigt.

Die Frau empfängt den geliebten Mann, wie der Gläubige die Hostie empfängt: Er kehrt in sie ein wie der Heilige Geist in die Jungfrau Maria.
Sprüche der Weisen

Die Frau empfindet es als Triumph, wenn sie der früheren Geliebten des Mannes begegnet, der Mann als Schmach, wenn ihm der frühere Geliebte seiner Frau erscheint.
Arthur Schnitzler, Aphorismen und Betrachtungen aus dem Nachlass

Die Frau empfindet für einen Mann rascher Liebe als Freundschaft. Freundschaftsgefühle stellen sich meistens erst ein, wenn der Stern der Liebe untergegangen ist. Das Gefühl, das sich dann bei der Frau entwickelt, ist der Abenddämmerung zu vergleichen, die klärend der Mittagsglut folgt.
Persichetti

Die Frau erduldet die Liebe, anstatt sie zu erlauben, und wehrt das Vergnügen oft ab, anstatt es zu wünschen.
Honoré de Balzac (1799-1850), Der Ehevertrag

Die Frau erfreuet den Mann.

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