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Der Mensch ist wie das Schaf, einer geht dem anderen nach.

Der Mensch ist wie der Käse: Er muss eine Rinde haben, sonst geht er kaputt.
Fliegende Blätter

Der Mensch ist wie die Erde selbst: eine dünne Kruste des Bewußtseins deckt ihn, und darunter, tief darunter, lodern die hellen Flammen des unbewußten Ich. So erklärt sich, wie ein Mensch plötzlich vulkanisch werden kann - wie eine milde, ruhige Persönlichkeit in einem Augenblick zu einem sprühenden Ausbruch von Heroismus oder Verbrechen gelangt.
Herbert N. Casson, Human Nature, 13, Jeder Mann hat Bewußtsein und Unterbewußtsein

Der mensch ist wie ein sau.

Der Mensch ist wie eine Ameise, gleichzeitig schwach und gewaltig.

Der Mensch ist wie eine Republik oder vielmehr wie ein Kriegsheer. Hand, Fuß und alle Gliedmaßen dienen und helfen zu dem Zwecke, den sich das Haupt vorgesetzt hat, und ermüden nicht, beseelt von der Vorstellung des Zwecks, darum nennen es auch die Alten das Hegemonikon [das Herrschende]. Aber das Hegemonikon muss auch die Einsicht haben und den Soldaten die gehörige Erholung lassen.
Goethe, Riemer, Oktober/November 1807

Der Mensch ist wie Pfeffer, wenn du ihn noch nicht gekostet hast, weisst du nicht, wie scharf er ist.
Sudan

Der Mensch ist wie Pfeffer: Du weisst nicht, wie scharf er ist, bis du ihn kaust.
Haussa, Afrika

Der Mensch ist wie Pfeffer; wenn du ihn noch nicht gekostet hast, weißt du nicht, wie scharf er ist. Sudan

Der Mensch ist wohl ein seltsames Wesen! Seitdem ich weiß, wie es mit dem Kaleidoskop zugeht [...], interessiert michs nicht mehr.
Riemer, Anfang Juni 1818

Der Mensch ist zum Denken geboren.
Pascal

Der Mensch ist zur Arbeit geboren wie der Vogel zum Fliegen.
Martin Luther

Der Mensch ist zur Arbeit, der Vogel zum Fliegen geschaffen.
un] Ember a' dologra, madár a' szollásra termett.

Der Mensch ist zur Freiheit verurteilt.
Jean-Paul Sartre, Kritik der dialektischen Vernunft

Der mensch ist zur freundtschafft geboren.
z] Kant: 'Der Mensch ist nicht für sich, sondern für die Gattung.'

Der Mensch ist zur Gemeinsamkeit geboren, sondert ihn ab, vereinsamt ihn, und seine Begriffe verwirren sich, sein Charakter wird verschroben, tausend lächerliche Gelüste keimen in seinem Herzen, abartige Gedanken wuchern in seinem Hirn wie Dornengestrüpp auf Brachland.
Diderot, Die Nonne

Der Mensch ist zur Geselligkeit und Freundschaft geboren.
Karamsin, Reise durch Deutschland

Der Mensch ist zur Spekulation geboren.

Der Mensch ist zusammengesetzt aus Vergessenheit.
Arabien

Der Mensch ist zweimal ein Kind.
Estland

Der Mensch ist, der lebendig fühlende,
Der leichte Raub des mächt'gen Augenblicks.
Schiller, Jungfrau von Orleans III, 6

Der Mensch ist, ich gesteh es euch, ein böses Lebewesen.
Molière, Tartuffe, V, 6

Der Mensch ist, was er denkt.
Hebbel, Tagebücher

Der Mensch ist, was er isst.
Ludwig Feuerbach (in der Anzeige von Moleschotts: Lehre der Nahrungsmittel für das Volk)

Der Mensch ist, was er ist, aber nicht, was er gewesen ist.
Jiddisch

Der Mensch ist..., wie alles in der Natur, in einem Zustande beständiger Umwandlung begriffen, er erwirbt und verliert Laster und Tugenden, Gefühle und Leidenschaften.
Lafargue, Die Anfänge der Romantik

Der Mensch ist's, der das Kleid ehrt, nicht umgekehrt.

Der Mensch kann alles, was er will.
i] Im Gebiet der Wahrheit und der Moral kann er freilich, was er will, wenn er die Kunst zu leiden versteht. Aber Börne klagt: 'Wenn die Menschen nur einen einzigen Tag wollten oder nur Einen Tag nicht wollten! Aber wollen, das ist's! Nichtwollen das ist's noch mehr.'

Der Mensch kann arzeneien;
Gott gibt das Gedeihen.

Der Mensch kann aus sich selbst heraus weder Gefühle noch Vorstellungen haben, er muss alles erst empfangen, Schmerz und Lust werden ihm, wie sein ganzes Sein, von außen zuteil.
Voltaire, Zadig

Der Mensch kann bestimmte Verrichtungen überhaupt nicht ausführen, wenn er sie nicht ordentlich ausführt. Nämlich die sinnlosen.
Brecht, Flüchtlingsgespräche

Der Mensch kann doch nie auch nur einen Augenblick bestehen, ohne Werke zu tun. Denn ein jeder wird auch gegen seinen Willen gezwungen, zu wirken durch die seiner Natur eingeborenen Beschaffenheiten.
Mahâbhârata

Der Mensch kann immer sehr viel für sein inneres Glück tun und, was er äußern Ursachen sonst abbitten müsste, sich selbst geben.
W. v. Humboldt, Briefe an eine Freundin 21. 9. 1827

Der Mensch kann in keine gefährlichere Lage versetzt werden, als wenn durch äußere Umstände eine große Veränderung seines Zustandes bewirkt wird, ohne dass seine Art zu empfinden und zu denken darauf vorbereitet ist.
Goethe, Lehrjahre V,1

Der Mensch kann irren. Im Irrtum verharren jedoch wird nur der Tor.
Cicero

Der Mensch kann mehr, als er will.
Sophie Mereau, Betrachtungen

Der Mensch kann mit dem Menschen nur durch das gleiche Ideal Verbindung halten.
Saint-Exupéry

Der Mensch kann nicht Gemeines tun, er kann nur gemein denken und empfinden. Seine Handlungen selbst sind nur Stoff, an welchem sein Innres sich bewährt.
Hebbel, Tagebücher, 24. 11. 1838

Der Mensch kann nicht in einem einzelnen Lebensbereich recht tun, während er in irgendeinem anderen unrecht tut. Das Leben ist ein unteilbares Ganzes.
Mahatma Gandhi (1869 - 1948)

Der Mensch kann nicht in einem einzelnen Lebensbereich recht tun, während er in irgendeinem anderen unrecht tut.
Mohandas K. Mahatmaa Gandhi

Der Mensch kann nicht lange im bewußten Zustande oder im Bewußtsein verharren; er muss sich wieder ins Unbewußtsein flüchten, denn darin lebt seine Wurzel.
Goethe, Riemer, 5.8.1810

Der Mensch kann nicht leben ohne das sittlich Große, ja, wenn es ihm entzogen wird, verlangt er darnach mit heftigerem Hunger als nach jedem anderen Ding dieser Erde.
Stifter, An Gustav Heckenast, 8. 7. 1848

Der Mensch kann nicht mehr fühlen, als er denkt, nicht mehr denken, als er fühlt.
Sprüche der Weisen

Der Mensch kann nicht wie ein Vogel leben.

Der Mensch kann nur Enthusiasmus für Freiheit und Gerechtigkeit haben, nämlich haltenden, alles übrige sind momentane krampfhafte Anstrengungen kleinlicher Leidenschaften.
Johann Gottfried Seume, an Böttiger, November 1805

Der Mensch kann nur glauben, wenn er will.
Augustinus, Traktat

Der Mensch kann nur Mensch werden durch Erziehung. Er ist nichts, als was die Erziehung aus ihm macht.
Kant, Über Pädagogik

Der Mensch kann nur mit seinesgleichen leben und auch mit denen nicht; denn er kann auf die Länge nicht leiden, daß ihm jemand gleich sei.
Goethe, Maximen und Reflexionen 1405

Der Mensch kann ohne Freunde, aber nicht ohne Nachbarn auskommen.
Ägypten

Der Mensch kann ordnen und raten, das Glück aber ist Meister der Taten.
it] L'uomo ordisce e la fortuna tesse.

Der Mensch kann schließlich auch im Gefängnis völlig frei sein. Seine Seele kann frei sein. Seine Persönlichkeit kann ungetrübt bleiben. Er kann im Frieden leben.
Oscar Wilde, Die Seele des Menschen unter dem Sozialismus

Der Mensch kann seine Jugendeindrücke nicht los werden, und dieses geht so weit, dass selbst mangelhafte Dinge, woran er sich in solchen Jahren gewöhnt und in deren Umgebung er jene glückliche Zeit gelebt hat, ihm auch später in dem Grade lieb und wert bleiben, dass er darüber wie verblendet ist und er das Fehlerhafte daran nicht einsieht.
Goethe, Eckermann, 12.4.1829

Der Mensch kann seinem Schicksal nicht entgehen.
dä] Mennesket feyler, men skjebnen feyler ikke.

Der Mensch kann sich besser in einem kleinen Häuschen einrichten als in einem riesigen Schloss.
Leo N. Tolstoi, Tagebücher (1907)

Der Mensch kann sich nicht versagen, nach seiner Art wirken zu wollen, er versucht es erst unbewußt,'ungebildet, dann auf jeder Stufe der Bildung immer bewußter; daher denn so viel Treffliches und Albernes sich über die Welt verbreitet, und Verwirrung aus Verwirrung sich entwickelt.
Goethe, Biographische Einzelnheiten - Erste Bekanntschaft mit Schiller

Der Mensch kann sich von allem trennen, nur nicht von der Hoffnung.
Ehrenburg, Memoiren

Der Mensch kann und soll seine Eigenschaften weder ablegen noch verleugnen.
Goethe, Aphorismen und Fragmente

Der Mensch kann unendlich viel, wenn er die Faulheit abgeschüttelt hat und sich vertraut, dass es ihm gelingen muss, was er ernstlich will.
Ernst Moritz Arndt, Grundlinien einer deutschen Kriegsordnung

Der Mensch kann weder richtig froh sein noch richtig leiden, da er nicht weiß, wo das Gute aufhört und das Böse anfängt.
Juan de la Cruz, Merksätze von Licht und Liebe

Der Mensch kann wohl einmal ein Narr sein, auch wohl einige Male; aber er darf es nicht bleiben.
Seume, an Johann Hartknoch,16. 1. 1805

Der Mensch kann zu den höchsten Höhen aufsteigen, aber er kann nicht lange dort verweilen.
Shaw, Candida

Der Mensch kann, was er will, wenn er will, was er kann;
Ist wohl ein guter Spruch, doch g'nügt er nicht dem Mann.
Der Mensch kann, was er will, wenn er will, was er soll,
Zu diesem ist das Maß der Mannestugend voll,
Das ist der Zauberbann, womit du alles stillst:
Wolle nur, was du sollst, so kannst du, was du willst.
Rückert, Weisheit des Brahmanen

Der Mensch kann's nicht verleugnen, dass er einst glücklich war wie die Hirsche des Forsts, und nach unzähligen Jahren glimmt noch in uns ein Sehnen nach den Tagen der Urwelt, wo jeder die Erde durchstreifte wie ein Gott, eh, ich weiß nicht was? den Menschen zahm gemacht, und noch statt Mauern und totem Holz die Seele der Welt, die heilige Luft allgegenwärtig ihn umfing.
Friedrich Hölderlin, Hyperion

Der Mensch kauft sich wohl Schnaps, aber er kauft auch eine neue Gesinnung.

Der Mensch kennt alle Dinge der Erde, aber den Menschen kennt er nicht.
Gotthelf, Der Bauernspiegel

Der Mensch kennt nur sich selbst, insofern er die Welt kennt, die er nur in sich und sich nur in ihr gewahr wird. Jeder neue Gegenstand, wohl beschaut, schließt ein neues Organ in uns auf.
Goethe, Schriften zur Natur- und Wissenschaftslehre - Bedeutende Fördernis durch ein einziges geistreiches Wort

Der Mensch kennt seine Schwäche sowenig wie der Ochse seine Stärke.
China

Der Mensch kommt an einem Tage so weit wie eine Schnecke in zehn Jahren.
dä] Saa langt gaaer et menneske en dag, som en snegl i hundrede aar.
fr] Autant chemine ung homme en ung jour comme une limace en cent ans.
it] Tanto camina un huomo in un giorno, com' una lumaca in cent' anni.

Der Mensch kommt her aus Schleim und Stanck, was will er denn stoltzieren lang.

Der Mensch kommt immer mit dem Menschen zusammen, aber der Grabhügel nicht mehr mit dem Grabhügel.

Der Mensch kommt leichter durchs Leben als durch die Schule.

Der Mensch kommt manchmal, indem er sich einer Entwicklung seiner Kräfte, Fähigkeiten und Begriffe nähert, in eine Verlegenheit, aus der ihm ein guter Freund leicht helfen könnte.
Goethe, Lehrjahre III, 8

Der Mensch kommt mit einem Gesicht voll echt schweren Ernstes auf die Welt und heult, um es erwachsenen Spaßvögeln gleichzutun, welchen Humors er sei, eines bedächtigen.
Jean Paul, Gedanken

Der Mensch kommt mit geschlossenen Händen in die Welt und verläßt sie mit offenen.
Hindi, Indien

Der Mensch kommt moraliter ebenso nackt auf die Welt als physice, obgleich später in diesem Sinne. Daher ist er (seine Seele) in der Jugend so empfindlich gegen die äußere Witterung, ob er sich gleich nach und nach daran bis auf einen gewissen Grad gewöhnt.
Goethe, Riemer, 21.6.1810

Der Mensch kommt nackend in die Welt, kommt nackend in das Feder Zelt und nackend in das Toden Feld, was ist's, dass er sich prächtig hält.

Der Mensch kommt nicht dahin, sich durch seine intellektuelle Bildung zu veredeln, wenn diese nicht auf die Herzensausbildung gebaut ist.
Pestalozzi, Schriften und Flugblätter aus der Revolutionszeit

Der Mensch kommt nur dazu, etwas Eigenes aufzustellen, wenn er sich überzeugt, dass das Vorhandene ihm nicht genügt hat.
Achim von Arnim, An Jakob Grimm (5. April 1811)

Der Mensch kommt zum Menschen um Hilfe.
Persien

Der Mensch lässt seine Vorstellungskraft nicht zum Lügner werden, er übertrifft sie, die Vorstellungskraft ist nur Prophetie und Vorwissen, und man wird sehen dass die phantastischste Einbildungskraft dürftig und flach scheinen wird gegenüber der ungeheuren Realität, die warm und lebendig ist an Glanz und Farben, unsterblich.
Elsa Triolet, Das rote Pferd

Der Mensch lauscht der Musik, findet Gefallen daran, gibt Geld (für die Sängerin) aus, kommt zur Besinnung, grämt sich und stirbt.

Der Mensch lebt allein wegen der Ehre (seines Namens).

Der Mensch lebt durch Gefühl, Verstand und Willen.
Bestushew-Marlinski, Über die Romantik

Der Mensch lebt einzig von seiner Seele. Sie ist seine Nahrung, seine Heimat, seine Kraft.
Jakob Boßhart, Bausteine

Der Mensch lebt in einem beständigen Krieg mit dem Zufall.
Sprüche der Weisen

Der Mensch lebt in Wahrheit nicht vom Brote allein. Das ist ein Wort, das ewig ist. Daher müssen wir für das Geistige mehr tun, als bisher geschehen ist, damit unser Volk nicht herabsinkt.
Konrad Adenauer, auf dem CDU-Parteitag, 17. März 1964

Der Mensch lebt ja nicht zweimal.

Der Mensch lebt kaum fünfzig Jahre.

Der Mensch lebt nicht für sich allein. Er lebt in einer menschlichen Gesellschaft. Wir leben miteinander und gegeneinander, und dieses unser Leben vollzieht sich nach bestimmten Gesetzen.
Becher, Abschied

Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern auch vom Fleisch (und Bier).
i] Eine humoristische Erläuterung des bekannten biblischen Ausspruchs.

Der Mensch lebt nicht vom Brot allein. Matth. 4, 4 u. 5. Buch Mos. VIII, 3
i] Aber auch nicht von der Not allein.
z] Der Mensch lebt nicht von Ideen, sondern von Rindfleisch; die alte Gesellschaft beweist dies, denn es ist ihr wichtigster Bestandteil.
en] Man shall not live by bread alone.
fr] L'homme ne vivra pas seulement de pain.
it] L'uomo non vive di pan solo.
la] Non in solo pane vivit homo.

Der Mensch lebt nicht vom Brot allein. Nach einer Weile braucht er auch einen Drink.
Woody Allen

Der Mensch lebt nicht vom Überfluss.

Der Mensch lebt nicht von Brot, sondern von Geld.
ho] De mensch is een geldvretend dier.

Der Mensch lebt nicht von seinen Sachen, er lebt von dem, was er selbst ist. Das Innere ist es, nicht das Äußere, was eines Menschen, eines Volkes Wert ausmacht. Je mehr Innerlichkeit, desto mehr Leben.
Hermann Kutter, Reden an die deutsche Nation

Der Mensch lebt nur die Hälfte seines Lebens.

Der Mensch lebt nur eine Generation, die Blume nur einen Frühling.
China

Der Mensch lebt nur einmal, der Name lebt ewig.

Der Mensch lebt nur einmal.

Der Mensch lebt nur im Heiligen, Göttlichen, das in seiner Natur liegt, ewig, und er ist nur in diesem und nur durch dieses unsterblich.
Pestalozzi, Reden

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