<<< Weisheiten 0486 >>>

Der Blinde sieht bei Tag soviel als bei der Nacht.
i] Er ist daher gar kein so schlechter Beobachter.
dä] Den blinde seer saa meget om natten som om dagen.

Der Blinde sieht so viel als ein Maulwurf.

Der Blinde singt nicht umsonst.
it] Per niente l' orbo non canta.

Der Blinde soll nicht über Farbe urteilen.
la] Caecus ne judicet colore.

Der Blinde spottet des Hinkenden.
fr] La pelle se moque du forgeron.

Der Blinde sucht eine Nadel in der Scheune und der Lahme macht einen Korb, sie hinein zu werfen.
i] Wenn völlig ungeeignete Kräfte sich zur Lösung einer Aufgabe verbunden haben, oder dafür verwandt werden. Eine ähnliche Redensart hat auch das folgende neugriechische Sprichwort: Der Blinde sieht eine Nadel, welche in die Streu gefallen ist, und der Taube sagt ihm, wo sie nach dem Schall hingefallen sein kann.

Der Blinde tappt so lange bis er fällt.
i] In Warschau lautet ein jüdisch-deutsches Sprichwort: Bojden (Boden, Heuboden) Bojden, aus Bojden. Wird in Sachen gebraucht, die eine Zeit lang hinhalten, bis sie ein trauriges Ende nehmen. Das Bild ist von einem Blinden entnommen, der auf dem Heuboden so lange herumtappt, bis dieser seinen Füssen entschwindet und er dann zur Erde fällt.

Der Blinde trägt den Lahmen zum Laternenfest - du borgst dir meine Beine, ich borg mir deine Augen.

Der Blinde trägt den Lahmen.
ho] De blinde draagt den kreupele.

Der Blinde träumt stets, als wenn er sähe.

Der Blinde verlacht den Lahmen.
en] The pot calls the kettle black.
fr] La pelle se moque du fourgon.

Der Blinde weiß erst, dass du ihn gesehen hast, wenn du ihn auf den Kopf haust.
Nigeria

Der Blinde will (Fremden-) Führer sein.
Kassuben

Der Blinde will alles sehen, der Stotternde über alles reden und der am wenigsten Verstand hat, am meisten klug sprechen.
bm] Breptavý nejvíc chce mluviti, kulhavý schoditi, slepý vidĕti, bezmlý dĕlati a blázen mudrovati.

Der Blinde wirft sich gern zum Führer auf.
Kassuben

Der Blinde wünscht nichts als ein paar gesunde Augen.

Der Blinden Leiter und Blinde fallen beide in die gruben.

Der Blindesiehet so viel als ein Maulwurf.

Der blindsch Elias kit mät dem donnerwäder.
Siebenbürg.-sächsisch
hdt] Der blinde Elias kommt mit dem Donnerwetter.

Der Blitz entdeckt Dinge, die die Papierlaterne nicht aufdecken kann.
China

Der Blitz geht vorm Streich.

Der Blitz kommt aus der Wolke, der große Mann aus seinem Volke.

Der Blitz macht alles licht, da es finster war.

Der Blitz schlägt dort ein, wo kein Blitzableiter ist.
Spanien

Der Blitz schlägt immer nur im Gipfel ein.
i] Hochgestellte Menschen sind am meisten Angriffen oder sonstigen Gefahren ausgesetzt.
fr] La foudre ne tombe que sur les sommets.
fr] Le foudre tombe tousjours sur la teste des plus hauts pins et pardonne aux humbles arbrisseaux.
la] Feriunt summos fulgura montes. Horaz

Der Blitz schlägt in keine Sennhütte.
Bayern

Der Blitz schlägt nicht in die Nesseln.
Montenegro

Der Blitz schlägt nicht jedesmal ein, wenn es donnert.
Frankreich

Der Blitz schlägt nie zweimal am selben Orte ein.
USA

Der Blitz schlägt niemals da ein, wo das Ungewitter tobt.
Spanien

Der Blitz schlägt öfter in den einzelnen Baum des Bauern, als in den Wald des Gutsherrn.

Der Blitz trifft den, der rennt. Ungarn

Der Blitz trifft eher einen Turm als eine Hütte.
en] Better be the head of an ass than the tail of a horse.
en] Better the head of a dog than the tail of a lion.
ho] De bliksem en de nijd gaan de kleine huisjes voorbij, en slaan op te groote torens.
it] E meglio esser capo di gatto, che coda di leone.
it] E meglio esser testa, di luccio che coda di storione.
la] Tutior in terris locus est, quam sedibus altis.

Der Blitz trifft immer das Haus ohne Blitzableiter.
i] Das Unglück trifft immer die Armen und Schwachen.
sp] Allá cae la centella donde no hay pararrayos.

Der Blitz trifft mehr Bäume als Grashalme.

Der Blitz trifft nur die Spitzen der Türme.

Der Blitz trifft öfter den Baum des Bauern als den Wald des Edelmannes.
Russland

Der Blitz und die Liebe verschonen das Kleid und versengen das Herz.
sp] El rayo y el amor, la ropa sana, y quemado el corazón.

Der Blitzt trifft nicht immer wenn es donnert.

Der Blocksberg, wie der deutsche Parnass,
Hat gar einen breiten Gipfel.
Goethe, Faust I (Genius der Zeit)

Der Blödheit der Frauen kommt man zu Hilfe.
i] Man entschuldigt ihre Rechtsunkenntniss

Der bloß zivilisierte Mensch kennt die Gerechtigkeit nicht, die aus Gott ist, er kennt die Gerechtigkeit nicht, die aus der Reinheit der Ansprüche der höheren Menschennatur hervorgeht.
Pestalozzi, An die Unschuld, den Ernst und den Edelmut meines Zeitalters

Der bloße gesunde Mensch hört, sieht, fühlt, spricht; dem Gebildeten aber wird das Gehör zur Musik, das Gesicht zur Malerei, das Gefühl zur Gestalt, und die Sprache zur schönen gebildeten Sprache, alle seine Bildung und seine Liebe zu verkünden.
C. Brentano, an Bettine

Der bloße Schulgelehrte behauptet unter den Menschen den Platz, den unter den Tieren dasjenige innehat, das nicht ackert wie der Ochse, nicht Lasten trägt wie der Maulesel, nicht Diebe anbellt wie der Hund, sondern das, gleich dem Affen, alles besudelt, alles zerbricht, den Vorübergehenden beisst, und allen und jedem schadet.
Rabelais, bei Helvétius, De l'homme, Einleitung

Der bloßen Neugierde muss man nicht Rede stehen.
Goethe, H. Laube (1809)

Der Blutegel hört auch zeitig auf.
i] Nämlich zu saugen
ndt] Se en hôrt ôk bytyden up.
la] Mittit hirudo cutem nunquam nisi sanguine plena.

Der Blutegel läßt erst dann von der Haut ab, wenn er sich vollgesogen hat.
la] Non missura cutem nisi plena cruoris hirudo.

Der Blutegel setzt sich an keine kranke Beule.
i] Er will gesundes, nicht verdorbenes Blut
bm] Pijavka néchytá se vředu.

Der Blutegel will nicht anbeißen, sagte Doktor Schluckmeier, als er ihn an die Lederhosen gesetzt hatte.

Der Blütentage sind nicht viel.

Der Bluthund Seel, der Hellen Queel.

Der Blutsfreund macht oft das meiste Herzeleid.

Der Boasiekranke schmückt sich in dunkler Nacht.
Surinam
i] Nur bei Einfältigen giltst du für einen klugen Mann.

Der Bock bleibt nicht ohne Bart.
i] Natur verleugnet sich nicht

Der Bock dienet nicht zum Gärtner.

Der Bock fand Wasser und badete seinen Bart.
i] Von denen, welche ein Glück, das ihnen zu Teil wird, ohne Maß und Ziel genießen.

Der Bock geht an.

Der Bock hat die Weinrebe gebracht.
Tirol
i] Darum wird z.B. in Unteretsch kein Bock, der in ein Weingut kommt, gepfändet, während anderes Klauenvieh in den Pfandstall getrieben wird.

Der Bock ist aus dem Garten.
Ostpreußen
i] Sagt man von Kindern, die mit Schmollen (Maulen) aufgehört haben.

Der Bock ist aus dem Haus, aber der Gestank ist darin geblieben.

Der Bock ist ihn angegangen.
i] Er hat Glück, gute Einnahmen gehabt.
z] Du host reacht Geld eignomme, dir ist der Bock anganga.
i] Vielleicht nimmt man an, dass hier der Teufel als Bock, wie sonst als Drache, Geld und Schätze herbeitrage.

Der Bock ist im Garten.
i] Von kleinen Kindern, wenn sie muckisch sind.

Der Bock ist kein guter Gärtner.

Der Bock kriegt andres Haar, aber er bleibt was er war.
ho] De bok verandert wel van haar, maar niet van nukken.

Der Bock lässt sein Stoßen nicht.

Der Bock lässt wohl vom Bart, aber nicht von der (o. seiner) Art.

Der Bock stößt.
i] Wenn Kinder aus Eigensinn weinen, so sagt man: sie bocken, hören sie damit auf, so haben sie ausgebockt.

Der Bock taugt nicht zum Gärtner.

Der Bock trägt (oft) einen Tugendrock.

Der Bock trauet der Geiss, was er selbst wohl weiß.

Der Bock verlässt sich auf seine Hörner.

Der Bock weiß, dass er Hörner hat.
dä] Bukken veed at han har horn.
dä] Bukken veed at han har horn.
la] Parata tollo cornua. Horaz

Der Bock will aus dem Garten nicht, der Mund will von der Schwarten nicht.

Der Bock, der nur mit einem Horne geboren ist, wird sich dasselbe leicht abstoßen.

Der Bock, so nicht mehr springen kann, der Geissen je soll ledig gan.

Der Boden bleibt dem Auslachenden, der Frauen Ende (= der Rest) dem Lachenden.
Estland

Der Boden des Eßkorbes macht sehr schlechte Musik.
Schwarze in den USA

Der Boden hoher Stellungen ist schlüpfrig...
Bacon, Über die hohe Stellung

Der Boden ist kein Produkt unserer eigenen Arbeit, folglich kann er auch niemandes Eigentum werden.
Weitling, Das Evangelium des armen Sünders

Der Boden ist nass, eh' der Blinde verstopft das Fass.

Der Boden nahe am Fluss ist feucht, die Bäume nahe am Berge sind hoch.

Der Boden trägt gut, wenn der Herr selber das Beste tut.
dä] Den jord bliver frugtbar hvor huusbonden selv viiser hvad der skal giøres.

Der Boden tragt's nit.

Der Boden wankt unter seinen Füßen.
i] Er hat einen starken Rausch. Der Redensarten, womit mau das Trinken geistiger Getränke wie das Trunkensein in seinen verschiedenen Graden bezeichnet, sind sehr viele. Er ist abgefallen. Er ist abschüssig gebaut. Er hat sich einen Affen angetrunken. Er hat sich einen angekrümelt. Er ist angeraucht. Er ist angeschoßen. Er ist angestochen. Er macht Augen wie ein gestochener Bock. Er macht gläserne Augen. Er sieht aus wie eine Gans, wenn's wetterleuchtet. Er sieht aus wie ein gestochen Kalb. Er hat sich einen Bart gemacht. Er kann nicht mehr über den Bart spucken. Er sieht einen kalenberger Bauer für 'ne Erdbeere an. Er hat zu viel gebechert. Er hat sich begabet (begiegelt, beknillt, bekneipt, bepumpelt, beschlumpert, besäbelt, beduselt). Man hat ihn begraben. Die Beine versagen ihm den Dienst. Er kann auf keinem Beine mehr stehen. Er hat sich was bene getan. Er hat sich (ist) benebelt. Er ist berauscht. Er hat sich beschlumpert. Er ist besoffen. Er ist besoffen wie ein Schwein. Er ist betrunken. Das Bett tanzt mit ihm. Er hat sich bezecht. Er hat einen hinter die Binde gegoßen. Er ist blau. Er hat Blei an den Füssen und Pech an dem Hintern. Er ist blindhagelvoll. Er ist vom Bock gestoßen. Er sieht den Bock für den Gärtner an. Er ist bombenvoll. Er hat auf einen Bösewicht ge sattelt. Er geht breitspurig. Er weiss nicht mehr, ob er ein Bübli oder ein Maidli ist. Die Buchstaben schwimmen ihm vor den Augen. Er sieht die Buchstaben doppelt. Er macht mit dem Chausseegraben Bekanntschaft. Cunradi, hahl na di. Er ist dabei gewesen. Er hat was im Dache. Er hat einen dito. Er sieht doppelt. Er hat ein Dünstchen. Er hat über den Durst getrunken. Er kann nicht um die Ecke kommen. Er ist fertig. Das Feuer schlägt ihm aus dem Gesicht. Er kann's mit dem Finger reichen. Er geht flöten (s.d.). Seine Frau wird ihre Freude an ihm haben. Er hat einen Frosch unter der Zunge. Er riecht nach Fuselbulle. Er hat runde Füsse. Er will mit den Füssen hebräisch schreiben. Er ist gedeckt. Er hat ein gut Gefälle. Er geht als wenn alle Häuser ihm gehörten. Er geht wie die Donau bei Dillingen. Er ist geliefert. Er hat sich was zu Gemüthe geführt. Er hat genug. Er hat geschnapst. Er liegt etwas hoch in der Gewerbesteuer. Es spukt ihm im Giebel. Er hat ein Glas zu viel getrunken. Er kann 's Glas nicht mehr an den Mund bringen. Er hat zu tief ins Glas geschaut. Er bleibt im Glase über Nacht. Er hat Glasaugen. Er hat ein Gläschen über den Durst getrunken. Er hat das Gleichgewicht verloren. Er macht mit Gott und der Welt Schmollis. Er ist gut. Er hat des Guten zu viel gethan. Er hat einen Haarbeutel (Haarschwanz). Er ist mit einem Hering durch den Hals geschoßen. Es kommt ihm schon zum Halse heraus. Er hat. Er hat einen Heiligenschein. Er ist herumgeführt. Er sieht ein Fuder Heu für eine Pelzmütze an. Er hat einen Hieb. Er sieht den Himmel für eine Bassgeige (Dudelsack) an. Er ist hin. Er füttert die Hühner. Er sieht einen weissen Hund für einen Mühlknappen an. Er legt Hundshaare auf. Er hat den Hut auf Einem Ohr. Er hat einen Igel im Leibe. Er ist illuminirt. Er ist Hans Immerdurstig. Er hat die Jacke voll. Er hat einen Jesuiten (ein Jesuiterlein). Er hat einen Jesuiterspitzel. Er kälbert. Er bindet Kälber an. Dem Kamerad wird unwohl. Er ist katzendick. Er hat den Katzenjammer. Er hat sein Kind. Er meint, der Kirchthurm wollte eine Menuet mit ihm tanzen. Er läd't alles zur Kirmes. Er ist knüll. Der Kopf ist ihm schwer. Er hat etwas im Kopfe. Er säuft sich ein Kopfkissen. Er kotzt wie ein Gerbershund. Er hat Krakehlwasser getrunken. Er kreuzt. Er hat was in der Krone. Er hat das Krügelchen zu oft marschiren lassen. Er hat schwer geladen. Er hat sich an den Laden gelegt. Er hat seine Ladung. Er hat zu stark lackiert. Er laviert. Er kann kaum noch lallen. Die Leber schwimmt ihm. Er hat eine durstige Leber. Er nimmt einen auf die Lunge. Er hat sich den Magen überladen. Er ist über sein Mass gegangen. Er trinkt mit Massen (massweis). Das Maul steht ihm nicht mehr stille. Der Mond macht ihm ein schiefes Gesicht. Er hat Moses' Zunge. Er hat den Mund verfehlt. Er hat eine Musterkarte im Leibe. Er hat sich die Nase begoßen. Er hat zu viel unter die Nase gegoßen. Seine Nase blüht wie eine Rose. Seine Nase sieht aus, als ob sie der Zimmermann mit Röthel gemessen hätte. Er ist nudeldick. Er hat etwas im Oberstübchen. Er ist im Oberstübchen nicht richtig. Er war an einem guten Orte. Er hat zu viel gepichelt. Er macht einen pas frisé. Er trinkt sich einen Pelz, damit ihm der Narr nicht erfriert. Er versteht sich aufs Pichen. Er ist nicht mehr vom Platze zu bringen. Er hat pokulirt. Er ist pudelhageldick. Er hat einen Rausch. Er hat ein Räuschchen. Er ist satt. Er ist ein Saufaus. Er hat schief geladen. Er schießt nur noch. Er sieht Schleifkannen am Himmel. Er nimmt einen Schleppsäbel mit nach Hause. Er hat über die Schnur gehauen. Er hat zu viel geschöppelt. Er kann das Schlüsselloch nicht mehr finden. Er ist schräg. Er hat sich schwarz gemacht. Er schwebt. Er holt sich einen Schwips. Er hat einen Schuss. Er segelt mit vollen Segeln. Er segelt gegen den Wind. Er ist selig. Er ist gut gesegnet. Er hat gesoffen wie ein Loch. Er sieht zwei Sonnen. Er kann über keinen Span mehr pissen. Er hat einen Spitz. Er hat eine Spitze. Er kann mit der Sprache nicht mehr fort. Er findet die Spur nicht mehr. Er spürt den Spiritus. Er hat Staffetten nach Speier geschickt. Er hat einen Stalleimer leer getrunken. Er ist steif. Er ist sternblinddick. Er hat einen Stich. Er sieht ein ein Paar Stiefeln für ein Messerbesteck an. Er ist bis zum Stolpern. Er stolpert über seine eigenen Beine. Die Strasse ist ihm zu enge. Er hat einen Strich. Er geht den SS-Strich. Er ist im Sturm. Er hat seinen Talis. Er taumelt. Er taumelt nach Haus. Er sieht den Teufel für ein Eichkätzchen an. Er hat sein Theil. Er kann die Thür nicht mehr finden. Er hat in den Thran getreten. Er sieht die Thurmspitze für einen Zahnstocher an. Er hat ein Tipschen. Er ist unterm Tische. Er hat die Tramontane verloren. Er fällt die Treppe hinauf. Er trinkt auf den künftigen Durst über drei Wochen. Er trinkt ohne den Bart zu wischen. Er ist toll und voll. Er ist à tout. Er hat einen Tummel. Er hat viel übergebeugt. Er hat sich übernommen. Er ruft Sanct-Ulrichen. Er ulricht. (?) Seine Unterthanen wollen nicht mehr. Er ist unzurechnungsfähig. Er hat etwas zu viel. Er ist voll. Er ist voll bis obenhin. Er ist so voll, dass er's mit den Fingern im Halse fühlen kann. Er ist voll wie ein Pole. Er ist voll wie ein Stiefel. Er hat sich gut vorgesehen. Er wackelt. Er ist weg. Er hat die Wegsteuer nicht mehr. Er ist vom Wein geworfen. Er spürt den Wein. Der Wein spricht aus ihm. Die Weingeister spuken in ihm. Er fährt mit Weitspur. Die Welt geht mit ihm herum. Er will die Welt umarmen. Noch einen gegen 's böse Wetter. Er geht im Zickzack. Er hat einen guten Zug am Hals. Er hat sich gut zugedeckt. Er ist bös zugerichtet. Die Zunge geht ihm auf Stelzen. Die Zunge ist ihm schwer. Er kann die Zunge nicht mehr heben. Seine Zunge stösst an. Er spricht in fremden Zungen. Er geht zu zweien nach Haus. Er bringt einen mit. Er hat einen Kanonenrausch. (Rottenburg.) Er hat einen Rausch wie ein Buckliger. Er geht selbander nach Haus. Er hat Oel am Kopp. Er hat einen Dampf (Dampis, Dampus). Er hat einen Schwips. Er hat einen Stibis. Er hat sich einen gekauft. Er hat sich bespitzt. Er hat einen gehagelten Rausch. Er hat etwas unter den Troppen. Er ist im Tran. Er ist im Tritt. Er ist halb sieben. Er ist angetrunken. Er hat sich betudelt. (Schlesien.) Die Zunge ist ihm gelähmt. (Schlesien.) Er hat etwas im Krüsel. (Schlesien.) Er hat der Flasche auf den Riemen getreten. Er hat die große Krausen ergriffen.. Er hat den Willkomm (großes Trinkgeschirr) erhascht. Sie haben ihm nichts zu trinken gegeben. Er hat einen Sares (Troppau) - einen Stirum, einen Zapfen, Zopf. Er hat etwas unter der Kappen. (Nürtingen.) Er hat einen Rachenputzer genommen. (Pennsylvanien.) Er hat einen Fetzen. (Wien.) Er ist ein Bürger zu Kandelberg. Er sieht eine schwarze Kuh für eine Kapellen an. Er hat eine Krête. (Schlesien.) Er hat auf den Bock geladen. (Altenburg.) Er schielt mit den Beinen. (Berlin.)
ho] Hij heeft het hooi binnen. - Hij heef een geducht kleusen in. - Hij speelt den Landmeter. - Hij zet zijn ligchaan op steckwater. - Hij loopt met den lijmpot. - Hij is bucten Westen. - Hij vrijt Trui met éien vor. - Hij kan de kleine stuntjes niet zien. - Hij heeft het voor zijne ster. Men laat hem naae de sterren kijken. - Hij is zoo dronken als een steel. - Hij muet er één dun gesneden. - Hij zíet er twee voo één. - Hij heeft nulle voelen. - Hij is in het vuur geweest. - Hij is in het vuur verguld. - Hij is in den Heere. - Hij is halfzalig. - Hij is een lijk. - Hij heeft de hondenzickle. - Hij heeft de hoogte. - Hij is behoorlijk op de hoogte. - Hij is op de hoogte van partij. - Hij is stukkerig. - Hij heeft een stuk in. - Hij heeft een stuk in zijn kroog. - Hij is knips. - Hig heeft een' knip weg. - Hij heeft er eenige achter de knoopen. - Zijn kompos is van de pen.
ejng] You have eaten some Hull cheese. (Hull ist berühmt wegen starken Bieres, Ale)

Der Bogen bricht und wird ein Spazierstock, die Hacke nutzt sich ab, und nur der Griff bleibt übrig.
Nigeria

Der Bogen ist gespannt, aber der Pfeil ist noch im Köcher.
ho] De boog is al dikwijls gespannen, eer men den pijl uit den koker haalt.

Der Bogen will nicht immer (o. mag nicht stets) gespannt sein.
en] A bow long bent at last waxeth weak.
fr] L'arc, toujours tendu, se gâte.
ho] De boog kan niet altijd gespannen zijn.
it] Chi troppo assotiglia, si scavezza.
sd] Om man spänner bågen för högt, så brister den.

Der Bogen, welcher droht, trifft nicht stets.

Der Bohnengarten grinst, der Rübengarten lächelt, wenn du ohne zu kosten an ihnen vorbeigehst.
Estland

Der Bolz findet die Meise wohl.
ho] Den bolt vint die mese wael.
la] Saepe licet parva sit avis, perit illa sagitta.

Der Bolz trifft auch wohl einen Spatz.
ndt] De bolte vindt ôk wol eine musche.
la] Nonne sagîtta potest volucrem vel caedere parvam?

Der Bootshaken gemeinsam, das Essen gemeinsam.

Der Bootsmann (am Steuerruder) hat das Glas geschüttelt.
i] Ist zu früh umgekehrt
fr] Le timonier a mangé le (du) sable.

Der Borger ist Lehners Knecht.
dä] Borger og buur dem skiller kem en muur.

Der Borger muss auf den Zahler denken.

Der borgt ohn pfand, der hat ein Wurm im verstand.

Der bös gedenkt, dem gibt Gott bös.

Der Böse (od. der Teufel) schleppt den Menschen von Ast zu Ast (= von Stufe zu Stufe).
Estland

Der Böse (od. der Teufel, das Unglück) kommt ungerufen.
Estland

Der Böse ändert wohl den Ort, aber nicht den Sinn.

<<< operone >>>

DEUTSCH
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