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Denn tragisch nenne ich eine Situation, aus der kein Ausgang war, keine Komposition gedenkbar ist.
Goethe, F. v. Müller, 2.7.1830

Denn Trost ist ein absurdes Wort:
Wer nicht verzweifeln kann, der muss nicht leben.
Goethe, Sprichwörtlich

Denn Tugenden sind zu jeder Zeit selten, Mängel gemein.
Goethe, Geschichte der Farbenlehre 3. Abt. - Lücke

Denn überall, wo größere Hoffnungen sind, da findet auch heftigerer Neid statt, gefährlicherer Hass und heimtückischere Eifersucht.
Lukian, Von der Verleumdung

Denn Übermut, der Blüten treibt, bringt nur die Frucht
der Schuld hervor, von der man nichts als Tränen erntet.
Aischylos, Die Perser

Denn übrigens bin ich ganz entsetzlich verwildert. Ich habe zwar in meinem ganzen Leben nicht viel getaugt, und da ist mein Trost, dass Sie mich eben so sehr nicht verändert finden sollen.
Goethe, An Herzog Karl August, 23.5.1788

Denn um neuen Most zu bergen, leert man rasch den alten Schlauch!
Goethe, Faust II A III, Schattiger Hain (Chor) Vs 10038

Denn unanständig ja wär es,
Wenn ein unsterblicher Gott für Sterbliche sorgte so sichtbar.
Homer, Ilias 24, 463

Denn unermesslich groß sind die schöpferischen Kräfte, die im Schoße eines Volkes schlummern; es kommt nur darauf an, sie zu wecken und zu fördern.
Bredel, Die kulturelle Verantwortung der Arbeiterklasse

Denn unerträglich muss dem Fröhlichen
Ein jäher Rückfall in die Schmerzen sein.
Goethe, Iphigenie A III Sz 1 (Orest) Vs 989

Denn unmöglich können alle Verhältnisse gut sein, solange nicht alle Menschen gut sind.
Morus, Utopia

Denn unser einziger Feind ist die Selbstsucht, ist die habgierige Gewalt - ein blinder Feind, aber seine Macht liegt in der Brutalität seines blinden Zugriffs.
Th. Wolfe, Es führt kein Weg zurück

Denn unser Lebenslauf ist keineswegs schlechthin unser eigenes Werk, sondern das Produkt zweier Faktoren, nämlich der Reihe der Begebenheiten und der Reihe unserer Entschlüsse, welche stets ineinander greifen und sich gegenseitig modifizieren.
Arthur Schopenhauer, Aphorismen zur Lebensweisheit

Denn unser Leib hat einmal den Fehler, dass er umso mehr Bedürfnisse entdeckt, je mehr er gepflegt wird.
Teresa von Avila, Weg der Vollkommenheit

Denn unser Schicksal ist seiner Bestimmung näher, und wenn wir nicht selbst Herren darüber sind, wenn es von dem Verstande, von den Empfindungen anderer abhängt, ein Ja oder Nein, ein So oder So zu erwarten ist, dann ziemt es ruhig zu stehen, sich zu fassen, sich zu fragen, ob man es, erdulden würde und wenn es ein sogenanntes Gottesurteil wäre, wo uns auferlegt ist, die Vernunft gefangen zu nehmen.
Goethe, Wanderjahre III,13

Denn unsere körperlichen Zustände und der Lauf der Dinge bereiten uns manche hypochondrische Stunde, und die Sorge ruft alsdenn alle Gespenster hervor, die ein heiterer Tag verscheucht.
Goethe, An August v. Goethe, 19.9.1816

Denn unsterblich in Tönen lebt fort,
Was ein Mund kunstvoll erzählt hat.
Pindar, Isthmische Ode

Denn unter uns gesagt, ist an der ganzen Sache nichts interessant als Luthers Charakter, und auch das einzige, was der Menge eigentlich imponiert. Alles übrige ist ein verworrener Handel, wie er uns noch täglich zur Last fällt.
Goethe, Riemer, 22.8.1817

Denn unter vielen ist zu vielerlei Meinung.
Goethe, Eckermann, 25.2.1824

Denn unverschämter als die Fraun ist kein Geschöpf zu finden.
Aristophanes, Lysistrate (Chorführer)

Denn Unverstand ist's, über seine Kraft zu tun.
Sophokles, Antigone, 68 (Ismene)

Denn Verstand ist ein guter Pilgerstab zum Erdenwallen, Gefühl ein Ausfluss des ewigen Lichts, und der Punkt, auf dem Gefühl und Vernunft, sich selber unbewusst, umarmen, ist das höchste Ziel unseres Daseins, die göttliche Harmonie unserer Natur.
Zacharias Werner, An K. F. Fenkohl (30. März 1804)

Denn viel Gebete
Tun not mir, um den Himmel zu bewegen,
dass er auf meinen Zustand gnädig lächle,
Der, wie du weisst, verderbt und sündlich ist.
en] For I have need of many orisons
To move the heavens to smile upon my state,
Which, well thou know'st, is cross and full of sin.
Shakespeare, Romeo und Julia IV,3

Denn viele hat ihre Einbildung in die Irre geführt,
Und schlimmer Wahn hat ihre Gedanken zu Fall gebracht.
Jesus Sirach, 3, 24

Denn viele nützten, während sie schaden, und schadeten, während sie nützen wollten. So geht also aus der Gabe nicht die Absicht des Gebers hervor, und wenn der Empfänger die Gabe gut benutzt, so hat der Geber die Gabe deshalb noch nicht aus Freundschaft gegeben.
Cicero, De natura deorum

Denn viele sind berufen, aber wenige sind auserwählt.
Matth. 20, 16

Denn voll erkannt kann Gott in dieser Welt nie werden, geliebt aber kann er werden, fromm und glühend. Und diese Liebe ist immer glücklich, die Erkenntnis aber kann bisweilen schrecklich und bitter sein - wie die der Teufel, die Gott in der Hölle erkennen und vor ihm zittern.
Francesco Petrarca, Von seiner und vieler Leute Unwissenheit

Denn vollendet bringt ein groß gedachtes Meisterwerk erst jene Wirkung hervor, welche der außerordentliche Geist beabsichtigte: das Ungeheure faßlich zu machen.
Goethe, Am Rhein, Main und Neckar 1814/15. Kunst und Altertum. Köln

Denn von den Extremen ist das eine mehr, das andere weniger fehlerhaft.
Aristoteles, Nikomachische Ethik

Denn von den Teufeln kann ich ja
Auf gute Geister schließen.
Goethe, Faust I, Walpurgisnachtstraum (Supernaturalist) Vs 4357

Denn von der Vernunftshöhe herunter sieht das ganze Leben wie eine böse Krankheit und die Welt einem Tollhaus gleich.
Goethe, An Ch.G.v.Voigt, 19.12.1798

Denn von Hause aus so viel zu besitzen, dass man, wäre es auch nur für seine Person und seine Familie, in wahrer Unabhängigkeit, d. h. ohne zu arbeiten, bequem leben kann, ist ein unschätzbarer Vorzug: denn es ist die Exemtion und die Immunität von der dem menschlichen Leben anhängenden Bedürftigkeit und Plage, also die Emanzipation vom allgemeinen Frondlenst, diesem naturgemäßen Lose des Erdensohns. Nur unter dieser Begünstigung des Schicksals ist man als ein wahrer Freier geboren.
Schopenhauer, Aphorismen zur Lebensweisheit, Kap. 3

Denn von oben kommt Verführung,
Wenns den Göttern so beliebt.
Goethe, Paria - Legende

Denn von selbst, das ist eine alte Erfahrung, fügt sich Schönheit und Talent leider nur selten zusammen.
Wang Schi Tschong, Kin Ping Meh

Denn vor Anteil und Bewegung
Vergissest du der Klugheit erstes Wort,
dass man den Mächtigen nicht reizen soll.
Goethe, Iphigenie A V Sz 3 (Thoas) Vs 1838f.

Denn vor der Moral (in Sonderheit christlichen, das heißt unbedingten Moral) muss das Leben beständig und unvermeidlich Unrecht bekommen, weil Leben etwas essentiell Unmoralisches ist, - muss endlich das Leben, erdrückt unter dem Gewichte der Verachtung und des ewigen Neins, als begehrens-unwürdig, als unwert an sich empfunden werden.
Nietzsche, Geburt der Tragödie, Versuch einer Selbstkritik

Denn vor Gott ist alles herrlich...
Goethe, Divan - Schenkenbuch - Sommernacht

Denn vor und nach dem irdischen Leben gibt es kein irdisches, aber doch ein Leben.
Jean Paul, Vorschule der Ästhetik

Denn vorerst habe ich lange genug in der Welt gelebt, um zu lernen, dass man sich vor einem Weltfremden nicht triste und abattu zeigen müsse.
Goethe, An Dorothée de Chassepot, 13.1.1829

Denn vorzügliche mitlebende Männer sind den größeren Sternen zu vergleichen, nach denen, solange sie nur über dem Horizont stehen, unser Auge sich wendet und sich gestärkt und gebildet fühlt, wenn es ihm vergönnt ist, solche Vollkommenheiten in sich aufzunehmen.
Goethe, Dichtung und Wahrheit III,11

Denn wann sollt ich mir leugnen, dass ich vielen Menschen widerwärtig und verhaßt geworden und dass diese mich auf ihre Weise dem Publikum vorzubilden gesucht. Ich bin mir wohl bewußt, dass ich niemals unmittelbar dagegen gewirkt, dass ich mich in ununterbrochener Tätigkeit erhalten und sie bis jetzt, wiewohl angefochten, bis gegen das Ende durchgeführt.
Goethe, Schriften zur Literatur - Vorschlag

Denn was bildet schneller, was muntert reiner und lebhafter auf als freundschaftliche Teilnahme...
Goethe, An Charlotte v. Kalb, 26.4.1796

Denn was das Feuer lebendig erfasst,
Bleibt nicht mehr Unform und Erdenlast.
Verflüchtigt wird es uns unsichtbar,
Eilt hinauf, wo erst sein Anfang war.
Goethe, Gott, Gemüt und Welt

Denn was dem einen Volk auf einer gewissen Altersstufe eine wohltätige Nahrung sein kann, erweist sich vielleicht für ein anderes als ein Gift.
Goethe, Eckermann, 4.1.1824

Denn was dem Mann das Leben
Nur halb erteilt, soll ganz die Nachwelt geben.
Goethe, Epilog zu Schillers Glocke

Denn was der Trug gewann, der ungerechte, kann nicht dauernd sein.
Sophokles, Ödipus auf Kolonos (Theseus)

Denn was die schmeichelhafte Vorstellung anbelangt, die man sich macht, dass man durch größere Scharfsinnigkeit es besser als andere treffen werde, so versteht man wohl, dass jederzeit alle so geredet haben, die uns aus einem fremden Irrtum in den ihrigen haben ziehen wollen.
Kant, Beweisgrund zu einer Demonstration des Daseins Gottes

Denn was ein guter Mensch erreichen kann,
Ist nicht im engen Raum des Lebens zu erreichen.
Goethe, Künstlers Apotheose

Denn was einst war, kann wieder werden.
Bodenstedt, Aus dem Nachlasse des Mirza Schaffy

Denn was heißt begünstigen, als das Vorhandene vermehren und allgemein machen. Dadurch wird wohl genutzt, aber die Hauptsache nicht gefördert.
Goethe, Geschichte der Farbenlehre 3. Abt. - Lücke

Denn was heißt eigentlich 'Verbannter'? An sich bezeichnet das Wort ein Missgeschick, nicht eine Schande.
Cicero, Rede für sein Haus

Denn was heißt Einheit, wenn es doch etwas bedeuten soll, anders als innere Ganzheit, Übereinstimmung mit sich selbst, Schicklichkeit und Wahrscheinlichkeit?
Goethe, Theatralische Sendung II,2

Denn was in der Luft ist und was die Zeit fordert, das kann in hundert Köpfen auf einmal entspringen, ohne dass einer dem anderen abborgt.
Goethe, an Zelter, 1.11.1816

Denn was in sich eine Entfernung erduldet, tritt von sich selbst weg: Stärke von Stärke, Wärme von Wärme, Kraft von Kraft, so auch Schönheit von Schönheit.
Goethe, Maximen und Rexionen 639

Denn was ist das Schöne? Eine reine Idee, dargestellt mit Zweckmäßigkeit, Klarheit, gelungener Absicht.
Keller, Der grüne Heinrich

Denn was ist denn an unserm ganzen bisschen Poesie, wenn es uns nicht belebt und uns für alles und jedes, was getan wird, empfänglich macht.
Goethe, An Schiller, 28.2.1798

Denn was ist ein Bedürfnis, das auf eine bestimmte Weise befriedigt werden muss, anders als eine Forderung?
Goethe, an Schiller, 7. Februar 1798

Denn was ist ein Opportunist? Es ist ein Mann, der die günstigste Gelegenheit benutzt, um das durchzuführen, was er für nützlich und zweckmäßig hält; und das ist ja eben die Aufgabe der ganzen Diplomatie.
Bismarck, Preußischer Landtag, am 21. April 1887

Denn was ist eine Novelle anders als eine sich ereignete unerhörte Begebenheit. Dies ist der eigentliche Begriff, und so vieles, was in Deutschland unter dem Titel Novelle geht, ist gar keine Novelle, sondern bloß Erzählung...
Goethe, Eckermann, 29.1.1827

Denn was ist Genie anders als jene produktive Kraft, wodurch Taten entstehen, die vor Gott und der Natur sich zeigen können und die eben deswegen Folge haben und von Dauer sind.
Goethe, Eckermann, 11.3.1828

Denn was ist widersinniger, als die Gesellschaft der Menschen zu suchen und sich durch Unaufmerksamkeit auf das, was sie sagen, im Geiste wieder von ihnen zu entfernen?
Christian Garve, Über Gesellschaft und Einsamkeit

Denn was jedermann gefällt
Und dem jedermann nachstellt,
Man sehr beschwerlich behält.
J. Fischart, Das philosophische Ehzuchtbüchlein

Denn was kann erwünschter sein als entschiedenes Andenken des Höchsten aus einer zeit, die nicht wiederkommt?
Goethe, Tag- und Jahreshefte 1818

Denn was kann unmoralischer sein, als eine Philosophie, die nach Beifall hascht.
Seneca, Mächtiger als das Schicksal

Denn was kann uns zu höherem Vorteil gereichen, als in die Ansichten solcher Männer einzugehen, die mit Tief- und Scharfsinn ihre Aufmerksamkeit auf ein einziges Ziel hinrichten?
Goethe, Tag- und Jahreshefte 1820

Denn was konnte boshafter sein, als einen Unschuldigen, dessen Leiden man verursacht, zu verspotten, und weder an Genugtuung noch Entschädigung zu denken.
Goethe, Lehrjahre III,11

Denn was könnte uns wertet und angenehmer sein, als wenn wir uns schmeicheln dürfen, dass diejenigen, die uns früher Anteil und Gewogenheit gegönnt, solche Gesinnungen viele Jahre erhalten...
Goethe, An Therese Huber, etwa 3. 8. 1826

Denn was macht es für einen Unterschied, ob die Weiber befehlen oder ob die Regierenden sich von ihnen befehlen lassen? Es kommt auf eins hinaus.
Aristoteles, Politik

Denn was man auch von der Unzulänglichkeit des Übersetzen sagen mag, so ist und bleibt es doch eines der wichtigsten und würdigsten Geschäfte in dem allgemeinen Weltverkehr.
Goethe, Schriften zur Literatur - German Romance IV

Denn was man durch einen gleichgesinnten Freund erfährt, ist nahezu, als wem man es selbst erfahren hätte.
Goethe, An W. v. Humboldt, 26. 5. 1799

Denn was man einem vor die Augen bringen kann, gibt man ihm am sichersten.
Goethe, Italienische Reise 111, 22.3.1788

Denn was man messen kann, das existiert auch.
Planck, Neue Bahnen der physikalischen Erkenntnis

Denn was nicht gesellig gesungen werden kann, ist wirklich kein Gesang, wie ein Monolog kein Drama.
Goethe, An Zelter, 17.5.1815

Denn was sich schickt, ist ehrenvoll, und was ehrenvoll ist, schickt sich.
Marcus Tullius Cicero, Vom rechter Handeln

Denn was sichtbar ist zeitlich, was aber unsichtbar ist, das ist ewig.

Denn was sogar die Frauen an uns ungebildet zurück lassen, das bilden die Kinder aus, wenn wir uns mit ihnen abgeben.
Goethe, Lehrjahre VII,7

Denn was soll aus ihr [einer Nation] werden, wenn man das Bedeutende der einzelnen Stämme ausgleichen und neutralisieren will?
Goethe, Schriften zur Literatur - Pfingstmontag, Nachtrag

Denn was tut der Mystiker anders, als dass er sich an Problemen vorbeischleicht oder sie weiterschiebt, wenn es sich tun lässt?
Goethe, Divan - Noten und Abhandlungen - Dschami

Denn was unterscheidet den Dummkopf vom geistreichen Menschen, als dass dieser das Zarte, Gehörige der Gegenwart schnell, lebhaft und eigentümlich ergreift und mit Leichtigkeit ausdrückt, als dass jene, gerade wie wir es in einer fremden Sprache tun, sich mit schon gestempelten hergebrachten Phrasen bei jeder Gelegenheit behelfen müssen.
Goethe, Briefe aus der Schweiz, 1. Abteilung

Denn was Verstand und Vernunft nicht immer vermögen, vermag oft
Solch ein glücklicher Hang, der unwiderstehlich uns leitet.
Goethe, Hermann und Dorothea 1. Gesang Vs 86

Denn was wäre das Haus, was wäre die Stadt, wenn nicht immer
Jeder gedächte mit Lust zu erhalten und zu erneuen
Und zu verbessern auch, wie die Zeit uns lehrt und das Ausland!
Goethe, Hermann und Dorothea 3, Gesang Vs 6

Denn was wäre die Welt ohne Kunst?
Goethe, Tag- und Jahreshefte 1805

Denn weil aller Vorzug der bildenden Kunst darin besteht, dass man ihre Darstellungen mit Worten zwar andeuten, aber nicht ausdrücken kann.
Goethe, Am Rhein, Main und Neckar 1814/15 - Kunst und Altertum - Heidelberg

Denn weil die Natur von so unerschöpflicher und unergründlicher Art ist, dass man alle Gegensätze und Widersprüche von ihr prädizieren kann, ohne dass sie sich im mindesten dadurch rühren lässt, so haben die Forscher von jeher sich dieser Erlaubnis redlich bedient und auf eine so scharfsinnige Art die Meinungen gegen einander gestellt, dass die größte Verwirrung daraus entstand, welche nur durch eine allgemeine Übersicht des Prädikabeln zu heben ist.
Goethe, An Schiller, 17.2.1798

Denn weise sein heißt, ein Narr sein, und ein Narr sein, heißt, weise sein.
O'Casey, Rebell zum Schein

Denn welchem Menschen Gott Reichtum und Güter und Gewalt gibt, dass er davon isset und trinket für sein Teil und fröhlich ist in seiner Arbeit, das ist eine Gottesgabe.
Prediger Salomo, 5, 18

Denn welcher Kluge fänd im Vatikan
Nicht seinen Meister?
Goethe, Tasso A I Sz 4 (Antonio) Vs 600

Denn welcher Lehrer spricht
Die Wahrheit uns direkt ins Angesicht?
Goethe, Faust II A II, Gotisches Zimmer (Baccalaureus) Vs 6750

Denn welcher Sinn, welches Talent, welche Übung gehört nicht dazu, eine weite und breite Landschaft als Bild zu begreifen!
Goethe, Dichtung und Wahrheit II,6

Denn wem einmal Erfahrung ward,
Nichts wird man mehr von dem erfahren.
Saadi, Rosengarten, Eingangspforte

Denn wenn an der einen Seite diejenigen stehen, die sich mit den einfachen und rohen Erzeugnissen beschäftigen, an der anderen solche, die schon etwas Verarbeitetes genießen wollen, so vermittelt der Gewerker durch Sinn und Hand, dass jene beiden etwas von einander empfangen und jeder nach seiner Art seiner Wünsche teilhaft werden kann.
Goethe, Dichtung und Wahrheit I,4

Denn wenn auch beides sein muss, so ist doch das Leben in Muße dem Leben der Arbeit vorzuziehen, und das ist die Hauptfrage, mit welcher Art Tätigkeit man die Muße auszufüllen hat.
Aristoteles

Denn wenn das Herz ein Bedürfnis hat, so ist es kalt gegen alles, was es nicht befriedigt.
Heinrich von Kleist, an Wilhelmine von Zenge, 21. Mai 1801

Denn wenn das Schaf sein Lamm nicht hören will, das da 'bäh' schreit, so wird's auch keinem Kalbe antworten, wenn's blökt.
Shakespeare, Viel Lärm um nichts, 3,3

Denn wenn dem früheren Alter Tun und Wirken gebührt, so ziemt dem späteren Betrachtung und Mitteilung.
Goethe, Divan, Noten und Abhandlungen - Einleitung

Denn wenn der Smaragd durch seine herrliche Farbe dem Gesicht wohltut, ja sogar einige Heilkraft an diesem edlen Sinn ausübt, so wirkt die menschliche Schönheit noch mit weit größerer Gewalt auf den äußern und innern Sinn. Wer sie erblickt, den kann nichts Übles anwehen, er fühlt sich mit sich selbst und mit der Welt in Übereinstimmung.
Goethe, Wahlverwandtschaften I,6

Denn wenn die Wahrheit mit den Interessen der Mächtigen übereinstimmt, wird sie allmächtig...
Du Marsais/D'Holbach, Essay über die Vorurteile

Denn wenn ein guter Mensch mit Talent begabt ist, so wird er immer zum Heil der Welt sittlich wirken, sei es als Künstler, Naturforscher, Dichter oder was alles sonst.
Goethe, Eckermann, 12.2.1829

Denn wenn ein Jahr nicht leer verlaufen soll, so muss man beizeiten anfangen.
Goethe, An Knebel, 2.1.1798

Denn wenn ein Staat stürzt, so stürzen auch seine Gesetze.
Martin Luther, Tischreden

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