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Denn indem wir die Irrtümer unserer Vorfahreneinsehen lernen, so hat die Zeit schon wieder neue Irrtümer erzeugt, die uns unbemerkt umstricken und wovon die Darstellung dem künftigen Geschichtsschreiber, ebenfalls ohne Vorteil für seine Generation, überlassenbleibt.
Goethe, Schriften zur Kunst - Winckelmann und sein Jahrhundert Vorrede

Denn ist verehrende Leidenschaft selbst reiner Weise einer Frau zugewandt, so strebt sie doch unbewußt einer körperlichen Erfüllung zu.
Stefan Zweig, Verwirrung der Gefühle

Denn je gewöhnlicherder Gegenstand ist, desto höher muss der Dichter stehen, auf dass er das Ungewöhnliche daraus ans Licht bringe.
Gogol, Ein paar Worte über Puschkin

Denn je mehr man in der Welt hemm kommt, desto mehr findet man, dass es überall nicht recht just ist und dass die Menschen durchaus ihren Zuständen nicht gewachsen sind, woraus denn ewige Disproportionen entspringen, die sich wohl augenblicklich resolvieren lassen, deren Wiederkehr aber desto unaufhaltsamer eintritt.
Goethe, An Riemer, 29.8.1814

Denn je schöner ein Werk ist, um so weniger hat es Aussicht, ins Dasein gerufen zu werden. Hierin sind die Geschöpfe der Phantasie denselben Gesetzen unterworfen wie die wirklichen... Das Vollkommene sträubt sich gegen das Werden.
Taine, Essaas, Goethes Iphigenie

Denn jede natürliche Form hat gewisse besondere Beschaffenheiten, die mit ihr zusammenhängen, abgesehen von den Beschaffenheiten, die sich nach der Materie richten.
Malmonides, Führer der Unschlüssigen

Denn jede Pflanze, auch die geistige, hat ihre Schmarotzer.
Fliegende Blätter

Denn jede Zucht und Kunst beginnt zu früh, wo die Natur des Menschen noch nicht reif geworden ist.
Friedrich Hölderlin, Hyperion

Denn jedem ist bekannt, wie mächtig gewisse sittliche Eindrücke sind, wenn sie sich an sinnlichen gleichsam verkörpern.
Goethe, Dichtung und Wahrheit II,9

Denn jeder einzelne Mensch ist schon eine Welt, die mit ihm geboren wird und mit ihm stirbt, unter jedem Grabstein liegt eine Weltgeschichte.
Heine, Reise von München nach Genua

Denn jeder Einzelne muss ja in seiner Eigentümlichkeit betrachtet werden, und man hat neben seinem Naturell auch noch seine frühem Umgebungen, seine Bildungsgelegenheiten und die Stufen, auf denen er gegenwärtig steht, in Anschlag zu bringen.
Goethe, An K.F.v.Reinhard, 8.5.1811

Denn jeder Genuss ist immer nur die Stillung eines Bedürfnisses: Dass nun mit diesem auch jener wegfällt, ist so wenig beklagenswert, wie dass einer nach Tische nicht mehr essen kann und nach ausgeschlafener Nacht wach bleiben muss.
Arthur Schopenhauer, Aphorismen zur Lebensweisheit

Denn jeder glaubt gern, was er wünscht, die Dinge aber sind oft anders beschaffen.
Demosthenes, Dritte olyntische Rede

Denn jeder kann dem anderen nur so viel sein, wie dieser ihm ist.
Arthur Schopenhauer, Aphorismen zur Lebensweisheit

Denn jeder lenkt alles gemäß seinem Affekt.
Baruch de Spinoza, Ethik

Denn jeder Mensch ist beschränkt genug, den anderen zu seinem Ebenbild erziehen zu wollen. Glücklich sind diejenigen daher, deren sich das Schicksal annimmt, das jeden nach seiner Weise erzieht!
Goethe, Lehrjahre II,9

Denn jeder Tag Friede arbeitet für die Sicherheit und die Dauer des Friedens.
Johannes R. Becher, Gedenken an Henri Henri Barbusse (1873-1935),

Denn jeder Unmut ist eine Geburt, ein Zögling der Einsamkeit.
Goethe, Dichtung und Wahrheit

Denn jeder, der sein innres Selbst
Nicht zu regieren weiß, regierte gar zu gern
Des Nachbars Willen, eignem stolzen Sinn gemäß.
Goethe, Faust II A II, Pharsalische Felder (Erichtho) Vs 7015

Denn jedes dichterische Werk soll zur Zeit seiner Erscheinung auf sich selbst ruhen und aus sich selbst wirken.
Goethe, Dichtung und Wahrheit - Früheres Vorwort

Denn jedes Ideelle ist dienlich zu revolutionären Zwecken.
Eckermann, Gespräche mit Goethe, 24. 11. 1824

Denn jeglichen zieht sein Gelüste.
la] Trahit sua quemque voluptas.
Vergil, Eklogen

Denn jetzt darf ich es sagen, darf meine Krankheit und Torheit bekennen. Schon einige Jahre her durft ich keinen lateinischen Autor ansehen, nichts betrachten, was mir ein Bild Italiens erneute. [...] Hätte ich nicht den Entschluss gefaßt, den ich jetzt ausführe, so wäre ich rein zu Grunde gegangen: zu einer solchen Reife war die Begierde, diese Gegenstände mit Augen zu sehen, in meinem Gemüt gestiegen.
Goethe, Italienische Reise I, 12.10.1786

Denn Kalenner makt de Lüe, aberssen dat Weer makt us Herrgott!

Denn Kameradschaft ist kein Wunder, das vom Himmel fällt, wenn einer nachts trostsuchend durch die Straßen rennt, Kameradschaft muss erkämpft werden!
Fliegende Blätter

Denn kein Argument bringt mich so aus der Fassung, als wenn einer mit einem unbedeutenden Gemeinspruche angezogen kommt, wenn ich aus ganzem Herzen rede.
Goethe, Werther 1. Buch, 12. August

Denn kein Gesetz und keine Ordnung steht höher als Wissen und Einsicht, und es geht nicht an, dass die Vernunft in Untertänigkeit und Abhängigkeit von irgend etwas stehe, vielmehr gebührt ihr die Herrschaft über alles, wenn sie wirklich ihrem Wesen nach wahrhaftig und frei ist.
Platon, Von den Gesetzen

Denn keine Pflicht ist unausweichlicher als die, Dank abzustatten.
Marcus Tullios Cicero, Vom rechten Handeln

Denn keine Regung,
Die sich zum Laster neigt im Mann, ich schwör es,
Die nicht des Weibes Teil: sei's Lügen, merkt,
Es ist des Weibes, Schmeicheln, ihrs, Trug, ihrs,
Wollüst'ger Sinn, ihrs, ihrs, die Rachsucht, ihrs,
Geiz, Ehrsucht, Hohn, Hoffart im steten Wechsel,
Verleumdung, seltsam Lüsten, Wankelmut,
Was Laster heißt, was nur die Hölle kennt,
Ist ihrs, zum Teil, wenn ganz nicht, ja, doch ganz.
en] For there's no motion
That tends to vice in man, but I affirm
It is the woman's part: be 't lying, note it,
The woman's, flattering, hers, deceiving, hers,
Lust and rank thoughts, hers, hers, revenges, hers,
Ambitions, covetings, chage of prides, disdain,
Vice longing, slanders, mutability,
All faults that my be nam'd, nay, that hell knows,
Why, hers, in part or all, but rather all.
Shakespeare, Cymbelin II,5

Denn keiner ist von uns, der sich vollendet,
Der sein Talent für abgeschlossen hielte;
Ja, keiner ist, der nicht mit jedem Tage
Die Kunst mehr zu gewinnen, sich zu bilden,
Was unsre Zeit und was ihr Geist verlangt,
Sich klarer zu vergegenwärtigen strebte.
Drum schenkt uns freien Beifall wo's gelingt,
Und fördert unser Streben durch Belehrung.
Goethe, Prolog zum 24. 5. 1807

Denn kennt jemand den Herrn, so kann er ihm leichter genug tun,
Wenn er die Dinge bedenkt, die jenem die wichtigsten scheinen,
Und auf die er den Sinn, den festbestimmten, gesetzt hat.
Goethe, Hermann und Dorothea 8. Gesang Vs 14f.

Denn Kraft zeugt Ruhe, Ruhe Trägheit, Trägheit Unordnung, Unordnung Zerrüttung. So entsteht hinwiederum aus der Zerrüttung Ordnung, aus der Ordnung Kraft, aus der Kraft Ruhm und Glück.
Niccolò Machiavelli, Geschichte von Florenz

Denn kriggt he dat bi ehr so gaut, as set he in Abrahams schot.
Mecklenburg
i] Wenn jemand eine günstige Heirat in Aussicht hat.

Denn Kunst ist nichts anderes als Gestaltung mit beliebigem Material.
Kurt Schwitters, Das literarische Werk. Bd. 5

Denn leben heißt doch eigentlich nicht viel mehr als viele überleben.
Goethe, An S. Boisserée, 17.10.1817

Denn leben hieß: sich wehren!
Goethe, Faust II A IV, Hochgebirg (Mephisto) Vs 10271

Denn leben und wirken heißt ebensoviel als Partei machen und ergreifen.
Goethe, Schriften zur Literatur - German Romance

Denn leichter dient sich einem Glücklichen.
Goethe, Elpenor A I Sz 1 (Evadne) Vs 75

Denn leider ist bekannt, dass es fast nichts Ansteckenderes in der Welt als Wahn und Wahnsinn gebe.
Herder, Briefe zu Beförderung der Humanität

Denn leider sind es öfter die Meinungen über die Dinge, als die Dinge selbst, wodurch die Menschen getrennt werden...
Goethe, An Schiller, 15.12.1795

Denn Leute von jüngeren Jahren kleidet eine gewisse Zerstreuung und sozusagen tumultuarische Hastigkeit nicht übel; für Greise aber schickt sich nichts besser als Ordnung und Ruhe. Für sie ist es zu spät, geschäftig, und erniedrigend, ehrsüchtig zu sein.
Plinius, Briefe, 3, I, An Calvisius

Denn Lieb ist süßer, von Verdacht gewürzt.
Goethe, Aus einem Stammbuch von 1604

Denn Lieb' ist voller Eigensinn und Unart,
Mutwillig wie ein Kind, abspringend, eitel,
Erzeugt durchs Aug' und deshalb, gleich dem Auge,
Voll flücht'ger Bilder, Formen, Phantasien,
Und wechselt bunt, wie in des Auges Spiegel
Der Dinge Wechsel schnell vorüberrollt.
Shakespeare, Liebes Leid und Lust

Denn mächtig ist des Mimen heitre Kunst:
Nicht bloß dem eiteln Sonnenblick der Gunst
Will sie die Blüten holder Schöpfung bringen,
Zur höchsten Sphäre wagt sies aufzudringen!
Goethe, Nachspiel zu Ifflands Hagestolzen 5. Gruppe (Margrete)

Denn Mädchen sind wie Rosen: kaum entfaltet, ist ihre Blüte schon veraltet.
Shakespeare, Was Ihr wollt

Denn mag es irgendeinen anderen Grund der moralischen Verbindlichkeit als die allgemeine Glückseligkeit geben oder nicht, die Menschen erstreben Glückseligkeit...
J. St. Mills, Utilitarismus

Denn man findet in den höheren Ständen Leute genug, bei denen, ganz wie bei ihm [Eduard in den 'Wahlverwandtschaften'], der Eigensinn an die Stelle des Charakters tritt.
Goethe, Eckermann, 21.1.1827

Denn man hat über Dinge, die man nicht kennt, immer eine bessere Meinung, und Geheimnisse, die enthüllt werden, fordern oft den Spott heraus.
Leibniz, Der Allerchristlichste Kriegsgott

Denn man ist glücklich, wenn man mit sich selbst, seinem Herzen und seinem Gewissen zufrieden ist.
August Strindberg, Der Sohn der Magd

Denn man kann nicht alles in einem Tage sagen und soll auch nicht mehr antworten, als man gefragt ist.
Schopenhauer, Grundlage der Moral

Denn man kann nicht immer beurteilen, ob man für andere deutlich genug war.
Goethe, An F. v. Stein, 21.12.1798

Denn man kann nichts sein Eigentum nennen, in dessen Besitz man sich nicht zu setzen und zu erhalten im Stande ist.
Lessing, Über Eigentum an Geisteswerken

Denn man muss seinen Nebenbuhlern doch einigermaßen gleich sein, wenn man sie nicht hassen soll.
Goethe, An Schiller, 15.11.1796

Denn man reist doch wahrlich nicht, um auf jeder Station einerlei zu sehen und zu hören.
Goethe, An F. H. Jacobi, 18.8.1792

Denn man sage, was man will, das Gleiche kann nur vom Gleichen erkannt werden, und nur ein Fürst, der selber große Fähigkeiten besitzt, wird wiederum große Fähigkeiten in seinen Untertanen und Dienern gehörig erkennen und schätzen.
Goethe, Eckermann, 11. 3. 1828

Denn man soll nicht etwa in seinem Benehmen etwas darstellen, das Würde anzeigt: denn leicht fällt man dadurch in ein förmliches stolzes Wesen.
Goethe, Lehrjahre V,16

Denn man sollte niemals vergessen, dass die Katze mausen muss und dass auch der biederste Ideologe der Bourgeoisie seinen Profit verlangt, wenn er die Arbeiterklasse 'klärt' und 'orientiert'.
F. Mehring, Recht so!

Denn man strebet fast
Viel stärker, zu gefallen, wenn man einmal
Missfallen hat, als wenn man stets gefällt
Und endlich denkt, man müsse nur gefallen.
Goethe Theaterleben: Epilog

Denn man verdient wenig Dank von den Menschen, wenn man ihr inneres Bedürfnis erhöhen, ihnen eine große Idee von ihnen selbst geben, ihnen das Herrliche eines wahren, edlen Daseins zum Gefühl bringen will.
Goethe, Italienische Reise I, 19.9.1786

Denn man wird mir gerne zugeben, dass alle natürlichen Dinge in einem genauen Zusammenhänge stehen, dass der forschende Geist sich nicht gerne von etwas Erreichbarem ausschließen lässt.
Goethe, Über den Granit

Denn manch gutes Mädchen bedarf des schützenden Mannes,
Und der Mann des erheiternden Weibs, wenn ihm Unglück bevorsteht.
Goethe, Hermann und Dorothea 2. Gesang Vs 103f.

Denn manchen, welcher an der Schwelle stolpert,
Verwarnt dies, drinnen laure die Gefahr.
en] For many men that stumble at the threshold,
Are well foretold that danger lurks within.
Shakespeare, König Heinrich VI., Dritter Teil, IV,7

Denn mancher edeln Stammes (adlig) ist ein Bösewicht.
Euripides, Elektra (um 416 v. Chr.)

Denn meine Meinung ist
Nicht übertrieben:
Wenn man nicht trinken kann,
Soll man nicht lieben,
Doch sollt ihr Trinker euch
Nicht besser dünken,
Wenn man nicht lieben kann,
Soll man nicht trinken.
Goethe, Divan - Schenkenbuch - Solange man...

Denn meine Seele hat nur Fühlhörner und keine Augen, sie tastet nur und sieht nicht, ach! dass sie Augen bekäme und schauen dürfte!
Goethe, Lehrjahre VI - Bekenntnisse einer schönen Seele

Denn meist versprechen sie [die Kinder] mehr, als sie halten, und es scheint, als wenn die Natur unter anderen schelmischen Streichen, die sie uns spielt, auch hier sich ganz besonders vorgesetzt, uns zum besten zu haben.
Goethe, Dichtung und Wahrheit I,2

Denn Menschenpflicht endet nicht mit diesem Kampf, und ein Mensch zu sein wird auch weiterhin ein heldenhaftes Herz erfordern, solange die Menschen nicht ganz Menschen sein werden.
Julius Fucik, Reportage unter dem Strang geschrieben

Denn Minschen sin Will, is sin Himmel un sin Höll.

Denn mir bleiben weit mehr die Nebel des traurigen Nordens
Als ein geschäftiges Volk südlicher Flöhe verhaßt.
Goethe, Römische Elegien XV

Denn mir ist unleidlicher nichts, als Tränen der Weiber,
Leidenschaftlich Geschrei, das heftig verworren beginnet,
Was mit ein wenig Vernunft sich ließe gemächlicher schlichten.
Goethe, Hermann und Dorothea 9. Gesang Vs 192f.

Denn mir scheint nichts nötiger als äußere sinnliche Anregung, damit ich mich nicht ins abstrakte oder wohl gar Absolute verliere.
Goethe, an Ch. L. F. Schultz, 8. Juli 1823

Denn mit dem Publikum fährst du am besten, wenn du tust, als wenn keins da wäre.
Goethe, An Knebel, 7.3.1821

Denn mit dem Stil ist das wie mit so vielen Dingen: man hat ihn, oder man hat ihn nicht.
Tucholsky, Frühlingsvormittag

Denn mit den Geistern anderer Jahrhunderte verkehren, ist fast dasselbe wie reisen.
René Descartes, Diskurs über die Methode

Denn mit den Göttern
Soll sich nicht messen
Irgendein Mensch.
Hebt er sich aufwärts,
Und berührt
Mit dem Scheitel die Sterne,
Nirgend haften dann
Die unsichern Sohlen,
Und mit ihm spielen
Wolken und Winde.
Goethe, Grenzen der Menschheit

Denn mit der Inspiration ist es nicht anders als mit der Flamme: Gibt man ihr keine Nahrung, erlischt sie nach kurzem Flackern wieder.
Akutagawa Ryûnosuke (1892-1927), Das Versunkensein des Dichters

Denn mit Freunden muss man nicht immer gleich saldieren...
Goethe, An F. W. v. Trebra, 27. 12. 1811

Denn mit Gespenstern sind die Diebe nah verschwistert.
Goethe, Mitschuldigen A III Sz 1
Wirt

Denn mit Göttern
Soll sich nicht messen
Irgendein Mensch.
Goethe, Vermischte Grenzen der Menschheit

Denn mogen de Gastlüd' lieden.

Denn müsste ja mein Herz 'n Affe sind.
i] Ich müsste ja ein Tor, dumm sein, wenn ich das täte; ich tue es nicht.
Berlin

Denn nach dem Glück wird unsrer Weisheit Maß geschätzt.
Euripides, Hippolytos, 3, 4, Vers 702 (Amme)

Denn nach langer Beratung ist doch ein jeder Entschluss nur
Werk des Moments, es ergreift doch nur der Verständge das Rechte.
Goethe, Hermann und Dorothea 5. Gesang Vs 59f

Denn nächst der Natur hat ja die Gewohnheit die stärkste Macht über uns.
Petrarca, Brief an die Nachwelt

Denn nennt Ihr das Erziehung für einen Edelmann von meiner Geburt, was vor der Stallung eines Ochsen nichts voraus hat?
en] For call you that keeping for a gentleman of my birth, that differs not from the stalling of an ox?
Shakespeare, Wie es euch gefällt I,1

Denn nicht alle kehren wieder.
Schiller, Das Siegesfest

Denn nicht allein körperliche Kühnheit will dem Alter selten geziemen, auch geistige Kühnheit steht ihm nicht wohl.
Goethe, an Ch. G. v. Voigt, 27. Febr. 1816

Denn nicht allein, dass unsere eigene Literatur es an sich verdient, sondern es ist auch nicht zu leugnen, dass wenn einer jetzt das Deutsche versteht, er viele andere Sprachen entbehren kann.
Eckermann, Gespräche mit Goethe, 10. 1. 1825

Denn nicht bloß wir sind die Liebe, sondern es ist es auch das uns anreizende liebe Objekt. Und dann, was nicht zu vergessen, kommt als ein mächtiges Drittes noch das Dämonische hinzu, das jede Leidenschaft zu begleiten pflegt und das in der Liebe sein eigentliches Element findet.
Goethe, Eckermann, 5.3.1830

Denn nicht das Geistige kommt zuerst, sondern das Natürliche.
Bernhard von Clairvaux, an Prior Giugo

Denn nicht der Projektmacher und Versprecher, sondern der im Geringen treue Dienste anbietet, ist dem willkommen, der so gern was Guts und Dauerhaftes tun möchte.
Goethe, An J. F. Krafft, 23.11.1778

Denn nicht der Schein desjenigen, was andere sein konnten, sondern die Erkenntnis dessen, was sie waren und sind, bildet uns.
Goethe, Schriften zur Literatur - Plato als Mitgenosse einer christlichen Offenbarung

Denn nicht die Polhöhe allein macht Klima und Witterung, sondern die Bergreihen, besonders jene, die von Morgen nach Abend die Länder durchschneiden.
Goethe, Italienische Reise I, 8.9.1786

Denn nicht die Tat zählt, sondern nur der Einfluss.
Brecht, Der Aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui

Denn nicht duldet es die Natur, dass je Gutes Guten schade.
Lucius Annaeus Seneca, Über die Vorsehung

Denn nicht durch Worte aber durch Handlungen zeigt sich wahre Treue und wahre Liebe.
Kleist, an W. v. Zenge, Anfang 1800

Denn nicht einem Menschen zu dienen, ist schimpflich, sondern dem Laster.
Pierre Abelard, Ethica

Denn nicht genug, dem Schwachen aufzuhelfen,
Auch stützen muss man ihn.
Shakespeare, Timon von Athen (Timon)

Denn nicht in Worten erweist sich die Herrschaft Gottes, sondern in der Kraft.
Neues Testament, Paulus (1 Korinther 4, 20)

Denn nicht komm' ich aus Nacht und Leiden,
Aus Glanz und Wonne komm' ich her.
Richard Wagner, Lohengrin, III, 2 (Lohengrin)

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