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Denn einerseits sind nicht alle Männer so klug, nur auf den Charakter zu sehen, andererseits aber ist auch in den Ehen kluger Männer Schönheit des Körpers eine nicht unwesentliche Zugabe zu den Vorzügen des Geistes.
Thomas Morus, Utopia

Denn eines Löwen noch so sanftes Streicheln pflegt kleinem Getier Schrecken einzuflößen.
Francesco Petrarca, An Giacomo Colonna in Rom

Denn einfühlend
Ist die Natur:
Es leuchtet die Sonne
Über Bös' und Gute,
Und dem Verbrecher
Glänzen wie dem Besten
Der Mond und die Sterne.
Goethe, Das Göttliche

Denn einmal liegt sie [die im ewigen Streit mit dem Staat, über den sie sich erheben, und sodann mit den Einzelnen, die sie alle zu sich versammeln will.
Goethe, Dichtung und Wahrheit III,11

Denn einmal vor allemal, die Minorennität lässt sich nicht überspringen.
Goethe, An J. D. Salzmann, 3.2.1772

Denn Ennen mut man üm sîne Gutheit, denn Annern üm sîne Lêgheit to Frünne holen.
Bremen

Denn entgegengesetzte Eigenschaften machen eine innigere Vereinigung möglich.
Goethe, Wahlverwandtschaften I,4

Denn er fürchtete sich äußerst vor dem Lächerlichen, das uns der Anschein ängstlicher Gewissenhaftigkeit vor der Welt gibt.
Goethe, Lehrjahre VI - Bekenntnisse einer schönen Seele

Denn er lobt wohl das Geringe,
Schilt auch, wo er sollte loben,
Aber bleibst du guter Dinge,
Wird er dich zuletzt erproben.
Goethe, Divan. Buch der Betrachtungen. Wer befehlen...

Denn er wäre imstande, von der Fülle der Kindheit würdig zu sprechen!
Goethe, Dichtung und Wahrheit

Denn er weiß
So glatt und so bedingt zu sprechen, dass
Sein Lob erst recht zum Tadel wird.
Goethe, Tasso A IV Sz 2 (Tasso) Vs 2309

Denn Eros ist nicht, wie du glaubst, Sokrates, die Liebe zum Schönen. - 'Aber was denn?' 'Die drängende Liebe zum Zeugen und Befruchten im Schönen.'
Platon, Das Gastmahl (Diotima)

Denn erst verlangt er das Neue,
Suchet das Nützliche dann mit unermüdetem Fleiße,
Endlich begehrt er das Gute, das ihn erhebet und wert macht.
Goethe, Hermann und Dorothea 1. Gesang Vs 90f.

Denn es bereitet Lust, zu empfinden, wie die Kälte sich ins Herz schleicht, und sagen zu können, während man es mit der Hand betastet wie einen noch rauchenden Herd: Es brennt nicht mehr.
Gustave Flaubert, November

Denn es beschleichet die Furcht gar bald die Herzen der Menschen...
Goethe, Hermann und Dorothea 1. Gesang Vs 158

Denn es bleibt freilich ein jeder, der die Religion verändert, mit einer Art von Makel bespritzt, von der es unmöglich scheint, ihn zu reinigen.
Goethe, Schriften zur Kunst - Winckelmann

Denn es bringt uns nichts näher dem Wahnsinn, als wenn wir uns vor anderen auszeichnen, und nichts erhält so sehr den gemeinen Verstand, als im allgemeinen Sinne mit vielen Menschen zu leben.
Goethe, Lehrjahre V,16

Denn es gibt eine historische Wahrheit, das heißt eine notwendige Übereinstimmung der feststellbaren Tatsache mit ihrer Darstellung.
Thälmann, Antwort auf Briefe eines Kerkergenossen

Denn es gibt gar keinen größeren Schmeichler als das eigene Ich und kein besseres Mittel gegen Selbstbeweihräucherung als die Offenheit eines Freundes.
Francis Bacon (1561-1626), Über die Freundschaft

Denn es gibt kein anderes Mittel, sich vor den Schmeicheleien zu hüten, als den Leuten zu verstehen zu geben, dass man dir ungestraft die Wahrheit sagen darf; wenn dir aber jeder die Wahrheit sagen darf, so büßt du an Ansehen ein.
Machiavelli, Der Fürst

Denn es gibt kein besser Zeichen von einem wackern Gemüt, als eine harte Hand.
Shakespeare, König Heinrich VI.

Denn es gibt kein philologisches Verstehen ohne Erleben, kein bloß grammatikalisches Wort ohne Erkenntnis der Werte...
Stefan Zweig, Verwirrung der Gefühle

Denn es gibt Menschen, die, um nur etwas zu tun, das Wahre schelten und das Falsche loben und sich aus der Negation des Verdienstes ein Geschäft machen.
Goethe, Schriften zur Natur- und Wissenschaftslehre - Erfinden und Entdecken

Denn es gibt nichts, was Menschen nicht bewirken könnten, wenn sie sich gemeinsam darum mühen und wenn die Frauen mit den Männern sind.
Henri Henri Barbusse (1873-1935), Der Ziegenhirt

Denn es gibt nur eine einzige Klugheit, und diese hat ihre bestimmten Grenzen; aber es gibt tausend unermeßliche Narrheiten.
Heine Ideen - Das Buch Le Grand

Denn es gibt nur einen Heroismus, das ist der Heroismus unserer Sache! Trauriges Heldentum, zu dem heute die Bourgeoisie ihre Arbeitermörder ernennt.
Becher, Am Grabe der Genossin Clara

Denn es haben mitunter die Pfaffen auch Böses im Sinne.
Goethe, Reineke Fuchs 3. Gesang Vs 67

Denn es hat noch nie einen dünkelhaften Menschen gegeben, der eine so lächerlich gute Meinung von sich hatte wie ein Liebender von der geliebten Person.
Francis Bacon (1561-1626), Über die Liebe

Denn es ist besser, mit eignen Augen sehen als mit fremden.
Martin Luther, Tischreden

Denn es ist den Frauen angeboren, die Neigungen der Männer genau zu kennen.
Goethe, Schriften zur Kunst - Der Sammler und die Seinigen 4. Brief

Denn es ist der menschlichen Natur eigen, dass sie immer gern zu ihren alten Gewohnheiten zurückkehrt und das Übertriebene von selbst ausgleicht.
Goethe, Schriften zur Literatur - Regeln für Schauspieler

Denn es ist die Zeit
Von einem guten Werke nicht das Maß...
Goethe, Tasso A I Sz 2 (Prinzessin) Vs 279

Denn es ist doch allemal das beste, wenn man seine Familie so rasch wie möglich beisammen hat, damit man nachher umso eher aus dem Schlamassel raus ist.
Thomas Hardy, Die drei Fremden

Denn es ist Drang und so ist's Pflicht.
Goethe, Der ewige Jude

Denn es ist ein großer Unterschied, von welcher Seite man sich einem Wissen, einer Wissenschaft nähert, durch welche Pforte man hereinkommt.
Goethe, Entwurf einer Farbenlehre - Einleitung

Denn es ist eine Kluft zwischen oben und unten, größer als
Zwischen dem Berg Himalaja und dem Meer
Und was oben vorgeht
Erfährt man unten nicht
Und nicht oben, was unten vorgeht.
Und es sind zwei Sprachen oben und unten
Und zwei Maße zu messen.
Brecht, Die heilige Johanna der Schlachthöfe

Denn es ist eine Lüge, was die literarischen Schlafmützen behaupten, dass die Angelegenheiten des Tages keinen poetischen und bleibenden Wert hätten.
Keller, An Hermann Hettner, 4.3.1851

Denn es ist einmal die Bestimmung des Deutschen, sich zum Repräsentanten der sämtlichen Weltbürger zu erheben.
Goethe, An J. L. Büchler, 14.6.1820

Denn es ist ganz einerlei,
Wo und wie das Herz empfindet,
Das, empfänglich, heiter, frei,
Sich auch wohl am Stein entzündet.
Goethe, An Personen - An Felix Mendelssohn-Bartholdy

Denn es ist Ihnen nicht unbekannt, dass ich, aus einer allzu großen Vorliebe für die alte Dichtung, gegen die neuere oft ungerecht war.
Goethe, An Schiller, 29.11.1795

Denn es ist immer herzerhebend, einen Mann zu sehen, der sich aus Überzeugung für ein Ganzes aufopfert, da im gemeinen Lauf der Welt sich niemand leicht ein Bedenken macht, um seines besonderen Vorteils willen das schönste Ganze, wo nicht zu zerstören, doch zu beschädigen.
Goethe, Schriften zur Literatur - Regulus

Denn es ist in den meisten Fällen der Irrtum
Unseres eignen Gemüts, den selbst zu der Sache wir bringen
Und der uns sehen macht, was nicht uns zeigen die Sinne.
Lucretius, Von der Natur der Dinge

Denn es ist ja auch für den vollendeten Kenner das Entscheidende bei der gesamten Forschung, die Grundkonzeptionen scharfsinnig anwenden, zu können
Epikur, Brief an Herodotos

Denn es ist ja bei einem fortschreitenden Tun und Handeln nicht die Frage, was einzeln lobens- oder tadelnswert, bedeutend oder unbedeutend sei, sondern was im Ganzen für eine Richtung genommen worden und was daraus zuletzt für das Individuum selbst, für seine nächsten Zeitgenossen irgend für ein Resultat sich ergeben und was daher für die Zukunft zu hoffen sei.
Goethe, An Heinrich Gustav Hotho, 19.4.1830

Denn es ist kein Anerkennen,
Weder vieler, noch des einen,
Wenn es nicht am Tage fördert
Wo man selbst was möchte scheinen.
Goethe, Divan - Buch des Unmuts - Wanderers Gemütsruhe

Denn es ist keine Neigung, keine Gewohnheit so stark, dass sie gegen die missreden vorzüglicher Menschen, in die man Vertrauen setzt, auf die Länge sich erhalten könnte. Immer bleibt etwas hängen, und wenn man nicht unbedingt lieben darf, sieht es mit der Liebe schon misslich aus.
Goethe, Dichtung und Wahrheit II,10

Denn es ist klar, dass die Zukunft nicht den Zaudernden gehört, sondern denen, die, ohne schwach zu werden, das durchstehen, wofür sie sich einmal entschieden haben.
Rolland, Denkwürdigkeiten und Erinnerungen

Denn es ist mit dem Streit über Priorität wie über Legitimität, es ist niemand früher und rechtmäßiger, als wer sich erhalten kann.
Goethe, An Zelter, 7.11.1816

Denn es ist mit der Schauspielkunst wie mit allen übrigen Künsten. Was der Künstler tut oder getan hat, setzt uns in die Stimmung, in der er selber war, da er es machte.
Goethe, Eckermann, 20.12.1820

Denn es ist nicht das erste Mal, dass ich durch rückhaltlose Äußerungen gute Menschen zurückgestoßen und die Wirkung meiner besten Sachen verdorben habe.
Goethe, Eckermann, 25.2.1824

Denn es ist nicht genug, einen guten Kopf zu haben; die Hauptsache ist, ihn richtig anzuwenden.
René Descartes, Diskurs über die Methode

Denn es ist nicht zu berechnen, was dauernde wechselseitige Mitteilung hervorbringt.
Goethe, An Zelter, 30.7.1804

Denn es ist nicht zu leugnen, dass die melodramatische Behandlung sich zuletzt in Gesang auflösen und dadurch erst volle Befriedigung gewähren muss.
Goethe, Schriften zur Literatur, Proserpina

Denn es ist nun einmal nicht anders, dass man, sobald man fertig ist, gleich wieder was Neues im Sinne haben müsse.
Goethe, An Christiane Vulpius, 24.3.1797

Denn es ist schwierig, auf einem Weg, der von Leuten umlagert ist, die auf der einen Seite für zu große Freiheit und auf der anderen für zu viel Autorität kämpfen, zwischen beiden Standpunkten ungeschoren hindurchzukommen.
Hobbes, an Herrn Francis Godolphin von Godolphin

Denn es ist Sklavenart, nur nach dem Leben an sich zu trachten und nicht nach einem sittlich-guten Leben.
Aristoteles, Protreptikos

Denn es ist so, dass Leiden nur den Starken stärker, den Schwachen aber schwächer macht.
Feuchtwanger, Exil

Denn es ist zuletzt doch nur der Geist, der jede Technik lebendig macht.
Goethe, Entwurf einer Farbenlehre 6. Abt. 913

Denn es kann einem Schriftsteller durchaus passieren, dass jemand sein Werk verurteilt, ohne je darin gelesen zu haben. Und das ist am schlimmsten für einen Schriftsteller, der den Mut aufgebracht hat, seine Seele in die Hände der Kritiker zu legen.
Conrad, Bericht über mich selbst

Denn es kommt bei einem Gedicht nicht darauf an, ob der Dichter seine gute Laune oder seine Verzweiflung mitteilt, sondern einzig darauf, ob er das, was Inhalt seines Gedichts ist, wirklich hat sagen und gestalten können.
Hermann Hesse, An Wiegand, 9.4.1929

Denn es kommt im Grunde [beim bloß auf den Konflikt an, der keine Auflösung zuläßt, und dieser kann entstehen aus dem Widerspruche welcher Verhältnisse er wolle, wenn er nur einen echten Naturgrund hinter sich hat und nur ein echt tragischer ist.
Goethe, Eckermann, 28.3.1827

Denn es kommt im Grunde bloß auf den Konflikt an, der keine Auflösung zuläßt, und dieser kann entstehen aus dem Widerspruche welcher Verhältnisse er wolle, wenn er nur einen echten Naturgrund hinter sich hat und nur ein echt tragischer ist.
Goethe, Eckermann, 28.3.1827

Denn es liegt in der Natur der Wissenschaft, dass sie nur von denjenigen verstanden werden kann, die schon ein gutes Stück in sie eingedrungen sind.
Hobbes, Leviathan

Denn es liegt in der Naur der Menschen, das zu lieben und dem sich zuzuneigen, woran sie sich gewöhnt haben... Ebenso ergeht es den Menschen auch hinsichtlich der Überzeugungen, indem er diejenigen liebt und festhält die ihm geläufig sind und bei denen er aufgewachsen ist und die anderen verabscheut. Aus dieser Ursache sträubt sich der Mensch, die Wahrheit zu erkennen, und bleibt seinen gewohnten Vorstellungen zugeneigt, wie dies bei der Menge der Fall ist hinsichtlich der körperlichen Vorstellung von Gott und zahlreichen metaphysichen Fragen.
Malmonides, Führer der Unschlüssigen

Denn es löset die Liebe, das fühl ich, jegliche Bande,
Wenn sie die ihrigen knüpft; und nicht das Mädchen allein lässt
Vater und Mutter zurück, wenn sie dem erwählten Mann folgt;
Auch der Jüngling, er weiß nichts mehr von Mutter und Vater
Wenn er das Mädchen sieht, das einzig geliebte, davon ziehn.
Goethe, Hermann und Dorothea, VI (Euterpe)

Denn es macht jedes Menschen Herz dunkel und unergründlich, wenn er eine Fülle von argwöhnischen Vorstellungen hegt.
Bacon, Über das Herrschen

Denn es muss sich in der Weltgeschichte immerfort wiederholen, dass ein Altes, Gegründetes, Geprüftes, Beruhigendes durch auftauchende Neuerungen gedrängt, geschoben, verrückt und, wo nicht vertilgt, doch in den engsten Raum eingepfercht werde.
Goethe, an F. Mendelssohn-Bartholdy, 9. Sept. 1831

Denn es muss von Herzen gehen,
Was auf Herzen wirken soll.
Goethe, Faust II A III, Schattiger Hain, Arkadien (Phorkyas) Vs 9685

Denn es verlässt der Mensch so ungern das Letzte der Habe.
Goethe, Hermann und Dorothea 1. Gesang Vs 129

Denn es wählen eins vor allem anderen die Edelsten - ewigen Ruhm vor allem Vergänglichen. Die vielen aber sind satt wie das Vieh.
Heraklit

Denn es werden noch stets die entschlossenen Völker gepriesen,
Die für Gott und Gesetz, für Eltern, Weiber und Kinder
Stritten und gegen den Feind zusammenstehend erlagen.
Goethe, Hermann und Dorothea 9. Gesang Vs 308f.

Denn es zeugt von einem zu zarten Gewissen, welches das eigene moralische Selbst so hoch schätzt, dass es ihm nichts verzeihen will. Ein solches Gewissen macht hypochondrische Menschen, wenn es nicht durch eine große Tätigkeit balanciert wird.
Goethe, Eckermann, 29. 5. 1831

Denn es ziemt des Tags Vollendung
Mit Genießern zu genießen.
Goethe, Divan - Buch des Sängers - Im Gegenw. Vergangenes

Denn etwa fünfzig Jahre bleibt der Name vorzüglicher Menschen in der Erinnerung des Volkes, weiterhin verschwindet er oder wird märchenhaft.
Goethe, Wanderjahre I,9

Denn etwas Guts zu machen und zu tun,
muss man erst an die Guten glauben.
Goethe, Faust I, Paralipomena zum Vorspiel

Denn etwas recht Albernes ist es, wenn so zwei Personen von verschiedenem Geschlecht sich ein Verhältnis ausbilden und einbilden, wie reine Freundschaft.
F. Schlegel, Lucinde

Denn feige Hunde
Sind mit dem Maul am freisten, wenn ihr Wild
Schon weit vorausläuft.
Shakespeare, König Heinrich V.

Denn festhalten müssen wir, was wir uns selbst erworben haben.
Kleist, an Wilhelmine von Zenge, 16.-18. November 1800

Denn fort ist fort, und was einmal
Dir ein Mächtiger nimmt, das hast du besessen.
Goethe, Reineke Fuchs 8. Gesang Vs 117f.

Denn Freiheit ist nie wirklich als Freiheit bloß Einzelner. Jeder Einzelne ist frei in dem Maße, als die andern frei sind.
Karl Jaspers, Rechenschaft und Ausblick, Möglichkeiten eines neuen Humanismus

Denn freilich ist es leichter zu sterben, als ein qualvolles Leben standhaft zu ertragen.
Goethe, Werther 1. Buch, 12. August

Denn freilich regt sich in jedem Menschen ein gewisses unbestimmtes Verlangen, dasjenige, was er sieht, nachzuahmen, aber dieses Verlangen beweist gar nicht, dass auch die Kraft in uns wohne, mit dem, was wir unternehmen, zu Stande zu kommen.
Goethe, Lehrjahre II,2

Denn freilich sinds dergleichen Kiel und Pfeile,
Die, hin und wieder fliegend, wirkend zischen,
Gehetzt in Eile, bogenhaft in Weile
In tausendfältgem Wollen sich vermischen.
Man weiß nicht, soll man? Oder solls verschieben?
Nur wer sich kennt, der hat das Recht zu lieben.
Goethe, Zahme Xenien VIII

Denn für den Guten bleibt es wohl das höchste Fest,
Wenn alte Schulden zu entrichten ihm gelingt
Und wenn ihm dankbar sich zu zeigen endlich glückt.
Goethe, Prolog - Halle, 6.8.1811

Denn für den Marxismus und Kommunismus bedeutet das Kriegführen keine Lebensnotwendigkeit... Die Forderung nach der Weltrevolution bedeutet nicht cäsarischen Eroberungsdrang, sondern erwuchs offenbar aus folgenden Überlegungen: a) Sie bietet den radikalen Schutz gegen die kriegerische Bedrohung des Sozialismus durch kapitalistische und imperialistische Staaten; b) Sie erlöst nach der Überzeugung der Marxisten das gesamte Proletariat der Welt von der Ausbeutung durch den Kapitalismus.
Hans Thirring, Homo Sapiens, Psychologie der menschlichen Beziehungen

Denn für die Menge ist das Eingestaltige des göttlichen und wahren Eros unfassbar.
Dionysios Aeropagites, Peri ton theon onomaton

Denn für einen Menschen, der nicht daran gewöhnt ist und keinen Gebrauch davon zu machen weiß, ist der Reichtum eine ebenso schwere Last wie die Armut für denjenigen, der ständig darunter zu leiden hat.
Cervantes, Der eifersüchtige Extremadurer

Denn für uns Toren ist es nicht eine der geringsten Freuden, mit äußerster Bewunderung auf alles, was aus weiter Ferne kommt, zu blicken. Wenn indes einige ehrgeizig sind und gern den Glauben erwecken möchten, als verständen sie jene fremde Sprache, so brauchen sie nur ein vergnügtes Gesicht zu machen, Beifall zu klatschen und wie ein Esel mit den Ohren zu wackeln: 'Richtig, richtig!'
Erasmus von Rotterdam, Lob der Torheit

Denn ganz allein durch Aufklärung der Vergangenheit lässt sich die Gegenwart begreifen.
Goethe, Tag- und Jahreshefte 1811

Denn ganz ohne Bild lässt sich nichts Göttliches fassen.
Zacharias Werner, An E. F. Peguilhen (5. Dezember 1803)

Denn gänzlich ist der Liebe noch niemand entronnen, und keiner wird ihr je ganz entrinnen, solange es Schönheit gibt und Augen sehen.
Longos, Hirtengeschichten von Daphnis und Chloe. Vorrede

Denn gar oft drücken uns, bei eigenen Übeln, auch noch die Übel der Herzens und Geistesverwandten noch mehr herunter.
Goethe, An Dorothée de Chassepot, 21.4.1830

Denn Geben ist Sache des Reichen.
Goethe, Hermann und Dorothea 1. Gesang Vs 15

Denn geendigt nach langem verderblichen Streit
War die kaiserlose, die schreckliche Zeit,
Und ein Richter war wieder auf Erden.
Schiller, Der Graf von Habsburg

Denn Geföhl na hett de Mann recht, sä de Avkat, dar har em de Keerl en Daler in die Hand stecken.

Denn gegen die Liebe ist kein Kraut gewachsen, gegen sie hilft kein Trank, keine Speise, nichts, was in Zaubersprüchen gemurmelt wird, sondern nur Kuß und Umarmung und nackt beieinanderzuliegen.
Longos, Daphnis und Chloe

Denn gegen Gott kann nie mand.
Venetien

Denn Geist und Körper innig sind sieja verwandt,
Ist jener froh, gleich fühlt sich dieser frei und wohl,
Und manches Übel flüchtet vor der Heiterkeit.
Goethe, Prolog, Halle, den 6.8.1811

Denn gelöst sind die Bande der Welt, wer knüpfet sie wieder
Als allein nur die Not, die höchste, die uns bevorsteht!
Goethe, Hermann und Dorothea 7. Gesang Vs 89

Denn gemeinsame Arbeit schafft Gemeinsamkeitsgefühle.
Tucholsky, Die Ehemalige

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