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Denn die Literatur der Arbeiterklasse allein ist imstande, das große Erbe, das uns die Vergangenheit hinterläßt, zu verwalten und fortzuführen.
Becher, Unerschütterliche Solidarität

Denn die Männer lieben Heiterkeit.
Fontane, Cecile

Denn die Männer sind heftig, und denken nur immer das Letzte,
Und die Hindernis treibt die Heftigen leicht von dem Wege,
Aber ein Weib ist geschickt, auf Mittel zu denken, und wandelt
Auch den Umweg, geschickt zu ihrem Zweck zu gelangen.
Goethe, Hermann und Dorothea 4.Gesang Vs 148

Denn die Menschen messen nicht nur andere Menschen, sondern auch alle anderen Dinge an sich selbst...
Hobbes, Leviathan

Denn die Menschen sie sind gut,
Würden besser bleiben,
Sollte nicht, wie's einer tut,
Auch der andre treiben.
Goethe, Divan. Buch des Unmuts

Denn die Menschen sind nie geneigter, natürliche Begebenheiten für Wunder anzusehen, als wenn an verschiedenen Orten und zu einer Zeit sich viel außerordentliche Dinge ereignen.
Pierre Bayle (1647-1706), Verschiedene Gedanken über einen Kometen

Denn die Menschen sind traurige Gesellen, wenn sie nicht die Not zwingt, gut zu sein.
Machiavelli, Der Fürst

Denn die Menschen sind zu schlau, um zu dulden, dass jemand eine unparteiische Haltung einnimmt...
Francis Bacon (1561-1626), Über Verstellung und Heuchelei

Denn die Menschen treffen viel mehr zusammen in dein, was sie tun, als in dein, was sie denken.
Goethe, An Herders Söhne, Dezember 1798

Denn die Mitlebenden werden an vorzüglichen Menschen gar leicht irre, das Besondere der Person stört sie, das laufende bewegliche Leben verrückt ihre Standpunkte, hindert das Kennen und Anerkennen eines solchen Mannes.
Goethe, Schriften zur Literatur - The Life of Schiller

Denn die Natur ist aller Meister Meister!
Sie zeigt uns erst den Geist der Geister,
Läßt uns den Geist der Körper sehn,
Lehrt jedes Geheimnis uns verstehn.
Goethe, Künstlers Apotheose - Ein Liebhaber

Denn die Natur lässt sich nicht zwingen.
Gellert, Die Nachtigall und die Lerche

Denn die Natur liebt nun einmal nicht, dass man ihr gleichsam unaufgefordert so tief in die Karterr blickt, und wenn auch deshalb von Zeit zu Zeit einer kommt, der ihr eins und das andere von ihren Geheimnissen ablauscht, so sind auch wieder schon zehn andere da, die es geschäftig zudecken.
Goethe, J. D. Falk, letzte Lebensjahre

Denn die Natur selbst wollte nicht, dass irgend etwas Großes schnell zustande komme, und stellte gerade dem schönsten Gelingen schweres Mühen voran, wie sie auch für die natürliche Geburt das Gesetz gab, dass die größeren Tiere länger im Mutterleib verbleiben sollen.
Quintilianus, De Institutione Oratoria

Denn die Natur will nur Optimisten.
Fliegende Blätter

Denn die Naturwissenschaft schreitet so schnell voran, macht eine Periode so tiefgehenden revolutionären Umbruchs auf allen Gebieten durch, dass sie ohne philosophische Schlußfolgerungen unter keinen Umständen auskommen kann.
Lenin, Über die Bedeutung des streitbaren Materialismus

Denn die nützlichsten Gesetze, auch wenn sie durch den Beschluss sämtlicher Bürger zustande gekommen sind, bleiben fruchtlos, wenn diese nicht an das Leben nach der Verfassung gewöhnt und in ihrem Sinn erzogen werden.
Aristoteles, Politik

Denn die politische und jede andere Freiheit hängt ab von der Ökonomie.
Bertolt Brecht, Über Freiheit

Denn die Quelle kann nur gedacht werden, insofern sie fließt.
Goethe, Dichtung und Wahrheit II,6

Denn die Reichen sind habgierige, betrügerische und nichtsnutzige Menschen, die Armen dagegen bescheidene und schlichte Männer, die durch ihre tägliche Arbeit dem Gemeinwesen mehr als sich selbst nützen.
Morus, Utopia

Denn die Sehnsucht ist dem Menschen oft lieber als die Erfüllung.
Langbehn, Rembrandt als Erzieher; Deutsche Kunst: Winkelmann

Denn die Sklaven bedürfen noch mehr als die Kinder der Ermahnung.
Aristoteles, Politik

Denn die Sprache der Menschen ist ihrem Leben gleich.
la] Talis hominibus fuit oratio qualis vita. Seneca

Denn die Sprache des Geldes wird in allen Ländern verstanden.
Russland
ho] Als geld spreekt, zoo zwijgt elk.
la] Regina mundi pecunia.

Denn die Tugenden zahln sich nicht aus, nur die Schlechtigkeiten, so ist die Welt und müßt nicht so sein!
Brecht, Mutter Courage und ihre Kinder

Denn die Unsterblichen lieben der Menschen
Weit verbreitete gute Geschlechter,
Und sie fristen das flüchtige Leben
Gerne dem Sterblichen, wollen ihm gerne
Ihres eigenen, ewigen Himmels
Mitgenießendes fröhliches Anschaun
Eine Weile gönnen und lassen.
Goethe, Iphigenie A I Sz 4 (Iphigenie) Vs 554f.

Denn die verwaiste Vernunft lügt häufig, das volle Leben nie: ein bloß Gedachtes kann ein luftiges Nichts, die Irrfahrt eines losgerissenen Individuums sein, dagegen wurzelt ein tief Gefühltes in Außer- und Überpersönlichem, und mag auch Vorurteil und Ignoranz die Deutung manchmal fehlgestalten, ein Kern lebendiger Wahrheit muss darin liegen.
Chamberlain, Grundlagen des 19. Jahrhunderts

Denn die wahrste Poesie erdichtet am meisten, und Liebhaber sind der Poesie ergeben, und was sie in Poesie schwören, davon kann man sagen, sie erdichteten es als Liebhaber.
en] For the truest poetry is the most feigning, and loves are given to poetry, and what they swear in poetry may be said as lovers they do feign.
Shakespeare, Wie es euch gefällt III,3

Denn die Weisheit, wandelt sie bescheiden
Unter Menschen, lehrend, ratend, scheltend,
Wenig achtet sie der Haufe, leider öfters
Wird sie wohl verachtet und verstoßen!
Goethe, Vorspiel zur Eröffnung des Weimarischen Theaters - Majestät

Denn die Wissenschaften sind kein Hindernis für den, der sie besitzt, sie sind ihm vielmehr eine Stütze, wenn er von guter Art ist; sie fördern den Lauf des Lebens.
Petrarca, an Giovanni Boccaccio in Florenz

Denn die Wurzel aller Übel ist die Habsucht.
Neues Testament, Paulus (1 Timotheus 6, 10)

Denn die Zeit ist vorbei, da die Sibyllen unter der Erde weissagten, wir fordern Kritik und wollen urteilen, ehe wir etwas annehmen und auf uns anwenden.
Goethe, Schriften zur Literatur - Plato als Mitgenosse einer christlichen Offenbarung

Denn die Zeit, wenn sie groß ist, geht auf dem Wege des Besseren fort, und das Geringere bleibt ohne Folge.
Goethe, Eckermann, 1.5.1825

Denn diejenigen, die in gesunden Tagen ihren Körper durch Anstrengungen stählen, können in den meisten nicht sehr bösartigen Krankheiten durch bloße Diät und Pflege geheilt werden.
Francis Bacon (1561-1626), Über die Pflege der Gesundheit

Denn dies Herrliche hat die Wahrheit, wo sie auch erscheine, dass sie uns Blick und Brust öffnet und uns ermutigt, auch in dem Felde, wo wir zu wirken haben, auf gleiche Weise umher zu schauen und zu erneutem Glauben frischen Atem zu schöpfen.
Goethe, An B. G. Niebuhr, 15.4.1827

Denn dies wird ja als der erste Schlüssel zur Weisheit bestimmt: das beständige und häufige Fragen.
Pierre Abélard, Sic et non

Denn diese [die Praxis] ist der Prüfstein des vom Geist Empfangenen, des von dem innern Sinn für wahr Gehaltenen.
Goethe, Schriften zur Literatur - Naturphilosophie

Denn diese Armee, welche eins ist mit der Nation, ist ebensowenig zur Eroberung nach außen geeignet, als sie in der Verteidigung ihres heimischen Bodens besiegbar ist.
Engels, Brief an das Organisationskomitee des internationalen Festes in Paris, 13. 2. 1887

Denn dieser verhungerte Bettler sitzt da, nach Speise und Wein heißhungrig; aber zur Arbeit hat er nicht Lust noch Kraft, die verworfene Last der Erde.
Homer, Odyssee

Denn dieses scheint die Hauptaufgabe der Biographie zu sein, den Menschen in seinen Zeitverhältnissen darzustellen und zu zeigen, inwiefern ihm das Ganze widerstrebt, inwiefern es ihn begünstigt, wie er sich eine Welt- und Menschenansicht daraus gebildet und wie er sie, wenn er Künstler, Dichter, Schriftsteller ist, wieder nach außen abgespiegelt.
Goethe, Dichtung und Wahrheit I, Vorwort

Denn du bestiegest kaum den Thron,
So neigen schon, so beugen schon
Verstand und Reichtum und Gewalt
Sich vor der einzigen Gestalt.
Goethe, Faust II A III, Innerer Burghof (Lynkeus) Vs 9321f.

Denn du bist Erde und sollst zu Erde werden.
1. Mos. 3, 19

Denn du hast mit wenig Worten
Ausgesprochen, was die Städte
Bauet, was die Staaten gründet:
Bürgersinn, wozu Natur uns
Eingepflanzt so Lust als Kräfte.
Goethe, Vorspiel zur Eröffnung des Weimarischen Theaters 19.9.1807, Königlicher Saal (Friede)

Denn dunkel ist des Glückes launenhafter Gang,
Ein unbegreifbar, unergründlich Rätselspiel.
Euripides, Alkestis

Denn durch das Schaffen des Mannes kommt in der Regel Geld ins Haus, durch das Wirtschaften der Frau aber geht das meiste drauf.
Xenophon, Wirtschaftslehre

Denn durch einen Eid bei einem Gott, an den man nicht glaubt, und den man daher auch nicht fürchtet, wird niemand gebunden, da, wenn man auch durch sein natürliches Licht wissen kann, dass es einen Gott gibt, doch jeder meint, dass er nur nach der Formel oder mit den Worten schwören könne, welche seine, d. h. (wie der Schwörende glaubt) die wahre Religion vorschreibt.
Hobbes, Vom Bürger

Denn eben so ist es in natürlichen Dingen: die Gipfel der Reiche der Natur sind entschieden von einander getrennt und aufs deutlichste zu unterscheiden. Ein Salz ist kein Baum, ein Baum kein Tier, hier können wir die Pfähle feststecken, wo uns die Natur den Platz selbst angewiesen hat.
Goethe, Kristallisation und Vegetation

Denn eben, wenn man Probleme, die nur dynamisch erklärt werden können, beiseite schiebt, dann kommen mechanische Erklärungsarten wieder zur Tagesordnung.
Goethe, Maximen und Reflexionen 1402

Denn eben, wo Begriffe fehlen,
Da stellt ein Wort zur rechten Zeit sich ein.
Mit Worten lässt sich trefflich streiten,
Mit Worten ein System bereiten,
An Worte lässt sich trefflich glauben,
Von einem Wort lässt sich kein Jota rauben.
Goethe, Faust I, Studierzimmer (Mephisto) Vs 1995f.

Denn edlen Seelen vorzufühlen
Ist wünschenswertester Beruf.
Goethe, Gott und Welt - Vermächtnis

Denn Ehrbarkeit mit Schönheit gepaart ist wie eine Honigbrühe über Zucker.
en] For honesty coupled to beauty is to have honey a sauce to sugar.
Shakespeare, Wie es euch gefällt III, 3

Denn Ehre und Ruhm, die meisterstrebten Güter, bestehen ja aus unsagbarer Nichtigkeit; denn dem, der etwas von dem Ewigen erschaut, scheint es Torheit, sich um solche Dinge zu bemühen. Was ist denn lang und dauerhaft von den menschlichen Dingen?
Aristoteles, Proreptikos, bei Jamblichos

Denn eifersüchtig sind des Schicksals Mächte.
Voreilig Jauchzen greift in ihre Rechte.
Den Samen legen wir in ihre Hände,
Ob Glück, ob Unglück aufgeht, lehrt das Ende.
Schiller, Wallensteins Tod

Denn eigentlich gedeiht doch das Wunderwürdige der Geschichte den Mitlebenden sowie den Nachkommen alsdann erst heilsam und ersprießlich, wenn man sie erkennen lässt, wie das Merkwürdigste und Größte von bedeutenden Menschen unter den sonderbarsten Zuständen und Zufälligkeiten geleistet worden.
Goethe, An K. F. v. Reinhard, 18.6.1829

Denn eigentlich gibt es nur eine Dichtung, die echte, sie gehört weder dem Volke noch dem Adel, weder dem König noch dem Bauer, wer sich als wahrer Mensch fühlt, wird sie ausüben, sie tritt unter einem einfachen, ja rohen Volke unwiderstehlich hervor, ist aber auch gebildeten, ja hochgebildeten Nationen nicht versagt.
Goethe, Schriften zur Literatur - Serbische Lieder übersetzt von Talvj

Denn eigentlich sind die verwickelten Fälle die interessantesten.
Goethe, Die Wahlverwandtschaften

Denn eigentlich soll man nicht reden von dem, was man tun will, nicht von dem, was man tut, noch was man getan hat.
Goethe, An S. Boisserée, 22.10.1826

Denn eigentlich spielen wir uns selber.
Goethe, Triumph der Empfindsamkeit A V (Andrason)

Denn eigentlich unternehmen wir umsonst, das Wesen eines Dinges auszudrücken. Wirkungen werden wir gewahr, und eine vollständige Geschichte dieser Wirkungen umfaßte wohl allenfalls das Wesen jenes Dinges.
Goethe, Zur Farbenlehre - Vorwort

Denn ein Arbeiter ist seines Lohns wert.
Luk. 10, 7 u. 1. Tim. 5, 18

Denn ein äußerlich Zerstreuen,
Das sich in sich selbst zerschellt,
Fordert inneres Erneuen,
Das den Sinn zusammenhält.
Goethe, Inschriften, Denk- und Sendeblätter 5 - Der Prinzessin Maria von Sachsen-Weimar und Eisenach

Denn ein bedeutendes Individuum weiß uns immer für sich einzunehmen, und wenn wir seine Vorzüge anerkennen, so lassen wir das, was wir an ihm problematisch finden, auf sich beruhen, ja, was uns an Gesinnungen und Meinungen desselben nicht ganz gemäß ist, ist uns wenigstens nicht zuwider.
Goethe, An K. F. v. Reinhard, 8.5.1811

Denn ein feines Gefühl lässt sich so wenig lernen wie ein echtes. Man hat es - oder hat es nicht.
Theodor Fontane, Cecile

Denn ein gebrechlich Wesen ist das Weib. -
'Das Weib ist nicht schwach. Es gibt starke Seelen
In dem Geschlecht - ich will in meinem Beisein
Nichts von der Schwäche des Geschlechtes hören.'
Schiller, Maria Stuart, II, 3 (Talbot und Königin Elisabeth)

Denn ein geschäftiges Weib tut keine Schritte vergebens.
Goethe, Hermann und Dorothea 4. Gesang Vs 15

Denn ein Geschöpf, das im Werden ist, hat mit den entwickelten, auch denen von eigner Art, wenig gemein.
Goethe, Theatralische Sendung II,2

Denn ein Gott hat
jedem seine Bahn
Vorgezeichnet,
Die der Glückliche
Rasch zum freudigen
Ziele rennt.
Goethe, Harzreise im Winter

Denn ein großer Geist findet auch in seinem eigenen Hause Gelegenheit, sich zu entwickeln. Nicht nur der nützt dem Staate, welcher Ämtersuchende befördert, Beklagte in Schutz nimmt, über Krieg und Frieden urteilt, sondern auch wer die Jugend ermuntert, wer bei dem gegenwärtigen Mangel guter Lehrer die Gemüter mit Tugend ausrüstet, die dem Gelde oder der Verschwendung im vollen Lauf Nachstürzenden ergreift und zurückzieht, wo nicht, doch wenigstens aufhält, der verwaltet im eigenen Hause ein öffentliches Geschäft... Das beste Maß des Geldes ist das, ohne zur Armut herabzusinken, sich nicht weit davon entfernen. Dies Maß wird uns gefallen, wenn wir zuvor an der Sparsamkeit Gefallen finden, ohne welche keine Schätze zureichen, noch sich weit genug erstrecken, besonders da das Mittel in der Nähe ist, und die Armut selbst durch Hilfe der Häuslichkeit sich in Reichtum verwandeln lässt.
Seneca, Von der Gemütsruhe

Denn ein guter Maler ist inwendig voller Figur.
Dürer, Schriftlicher Nachlaß

Denn ein heilender Mann (Arzt) ist wert wie viele zu achten.
Homer, Illias, 11, 514

Denn ein Herz voll Freude sieht alles fröhlich an, ein Herz voll Trübsal alles trübe.
Martin Luther, Tischreden

Denn ein Herz, das sucht, fühlt wohl, dass ihm etwas mangle, ein Herz, das verloren hat, fühlt, dass es entbehre.
Goethe, Wahlverwandtschaften I,17

Denn ein herzlich Anerkennen
Ist des Alters zweite Jugend.
Goethe, Zelters siebzigster Geburtstag

Denn ein jeglicher denkt nur, sich selbst und das nächste Bedürfnis
Schnell zu befriedgen und rasch, und nicht des Folgenden denkt er.
Goethe, Hermann und Dorothea 7. Gesang Vs 35f.

Denn ein Künstler ist kein eigener Typus; er ist nur ein Ende, das Ende eines Stammes, seine Spitze, die am zartesten schwingt.
Heinrich Mann, Flaubert und George Sand

Denn ein Leben in den Schranken der Verfassung zu führen, soll man nicht für knechtisch halten, sondern für heilsam.
Aristoteles, Politik

Denn ein liberales Anerkennen aller Talente, die wir gewahr werden, ist eine schöne Eigenschaft eines gebildeten Menschen, besonders aber eines Künstlers, die er früh zu erwerben suchen wird, wenn er sich überzeugt, dass er nur dann seine eigene Fähigkeit zu beurteilen im Stande ist, wenn er gegen die Fähigkeiten der anderen gerecht zu sein versteht.
Goethe, an Herzog Karl August, 28. Sept. 1802

Denn ein Mann von richtiger Einsicht unter den Betörten gleicht dem, dessen Uhr richtig geht in einer Stadt, deren Turmuhren alle falsch gestellt sind. Er allein weiß die wahre Zeit: Aber was hilft es ihm? Alle Welt richtet sich nach den falsch zeigenden Stadtuhren, sogar auch die, welche wissen, dass seine Uhr allein die wahre Zeit angibt.
Arthur Schopenhauer, Aphorismen zur Lebensweisheit

Denn ein Mann,
Der beste selbst, gewöhnet seinen Geist
An Grausamkeit und macht sich auch zuletzt
Aus dem, was er verabscheut, ein Gesetz,
Wird aus Gewohnheit hart und fast unkenntlich.
Allein ein Weib bleibt stet auf einem Sinn,
Den sie gefaßt. Du rechnest sicherer
Auf sie im Guten wie im Bösen.
Goethe, Iphigenie A II Sz 1 (Pylades) Vs 786

Denn ein Mord ruft herbei
den Rachegeist, der im Auftrag der früher
Gemordeten neue Schuld auf die alte häuft.
Aischylos, Die Spenderinnen am Grabe

Denn ein Pantoffelheld kann mich just nicht begeistern,
Und sucht ich mit Gekeif mal meinen Mann zu meistern,
So wär es angebracht, verstopft' er mir, nicht faul,
Mit wohl gezieltem Schlag das allzu lose Maul.
Molière, Die gelehrten Frauen (Martine)

Denn ein Recht zum Leben, Lump,
Haben nur, die etwas haben.
Heine, Lazarus

Denn ein sehr gefälliger, angenehmer Kumpan kann ein sehr unschicklicher, gefährlicher Freund werden und ist es auch oft. Die Leute werden großenteils und nicht ohne Grund ihre Meinung von dir nach derjenigen fassen, die sie von deinen Freunden haben.
Chesterfield, Briefe an seinen Sohn, London, 9.10.1747

Denn ein Staat, der aufhört, unabhängig zu sein, hört gewissermaßen auf zu existieren.
W. v. Humboldt, an Schellersheim, 29. 10. 1806

Denn ein treues Gemahl zu verlieren, was ist
Schmerzvoller dem Mann?
Euripides, Alkestis

Denn ein vollkommner Widerspruch
Bleibt gleich geheimnisvoll für Kluge wie für Toren.
Goethe, Faust I, Hexenküche (Mephisto) Vs 2557

Denn ein wackerer Mann verdient ein begütertes Mädchen,
Und es behaget so wohl, wenn mit dem gewünscheten Weibchen,
Auch in Körben und Kasten die nützliche Gabe hereinkommt.
Goethe, Hermann und Dorothea 2. Gesang Vs 171f.

Denn ein wanderndes Mädchen ist immer von schwankendem Rufe.
Goethe, Hermann und Dorothea 7. Gesang Vs 93

Denn ein wenig Licht ins graue Heute
Bringt die Musik der armen Leute.
H. Seidel, Neues Glockenspiel: Die Musik der armen Leute

Denn ein Zorniger ist wohl zu begütigen, wenn es uns glückt, ihn zum Lächeln zu bringen.
Goethe, Dichtung und Wahrheit

Denn eine aufkeimende Leidenschaft hat das Schöne, dass, wie sie sich ihres Ursprungs unbewußt ist, sie auch keinen Gedanken eines Endes haben, und, wie sie sich froh und heiter fühlt, nicht ahnen kann, dass sie wohl auch Unheil stiften dürfte.
Goethe, Dichtung und Wahrheit II,10

Denn eine Brust, wo Sang und Lieder hausen,
Schließt immer treu sich vor dem Schlechten zu.
Körner, Die Bergknappen, I, 6 (Walter)

Denn eine große Reise zu tun, ist für einen jungen Mann äußerst nützlich.
Goethe, Lehrjahre VIII,7

Denn eine Hochzeit war nicht nur ein Versprechen und ein Gelöbnis, das man vor Gott und den Menschen ablegte, sie war eine Erhöhung des menschlichen Daseins, weil diesem etwas Größeres hinzugefügt wurde, etwas Ungewisses, Ungreifbares, Unbeweisbares. Eine Bestätigung des menschlichen Glaubens an etwas Geistiges - Liebe.
Anne Morrow Lindbergh, Halte das Herz fest

Denn eine Masse gemünztes Gold und Silber verleiht selbst dem Unwahren Ansehen und Gewicht, man lässt die Lüge gelten, indem man die Barschaft beneidet.
Goethe, Tag- und Jahreshefte 1805

Denn eine schöne Frau hat manchen Dieb gerettet.
Goethe, Mitschuldigen A I Sz 7 (Söller)

Denn eine Sünde weckt die andre auch,
Mord ist Nachbar der Lust, wie Flamm' und Rauch.
Gift und Verrat sind wohl der Sünde Hände,
Ja, Schilde auch, die Schande abzuhalten.
Shakespeare, Perikles, Fürst von Tyrus

Denn eine Waffe, wie raffiniert und meisterhaft sie auch entwickelt und verfertigt sein mag, erweist sich als schlecht und wird untauglich, wenn sie ohne Begeisterung, ohne Glauben an die Führung gehandhabt und ausschließlich unter Druck des Schreckens eingesetzt wird. Solch eine Waffe wendet sich leicht in die entgegengesetzte Richtung und wirkt als Bumerang.
Becher, Eine untaugliche Waffe

Denn einem jungen Paare, das von der Natur einigermaßen harmonisch gebildet ist, kann nichts zu einer schönem Vereinigung gereichen, als wenn das Mädchen lehrbegierig und der Jüngling lehrhaft ist. Es entsteht daraus ein so gründliches als angenehmes Verhältnis. Sie erblickt in ihm den Schöpfer ihres geistigen Daseins, und er in ihr ein Geschöpf, das nicht der Natur, dem Zufall oder einem einseitigen Wollen, sondern einem beiderseitigen Willen seine Vollendung verdankt...
Goethe, Dichtung und Wahrheit I,5

Denn einen magischen Eindruck auf ein reines Gemüt bewirkt das Gewahrwerden der innigsten Dankbarkeit gegen irgend jemand, dem wir entscheidende Belehrung schuldig sind.
Goethe, Wanderjahre II,7

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