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Denn das Vergessen ist wie Fleisch, das lebt und sich über alles, was mit ihm geschehen ist, neu bildet, so dass man nach einer gewissen Zeit nichts mehr davon sehen, nichts mehr vermuten kann, nicht einmal mehr die Stelle.
Jules Barbey d'Aurevilly (1808-1889), Das Glück im Verbrechen

Denn das wahre Große hebt uns über uns selbst hinaus und leuchtet uns vor wie ein Stern, die Wahl der Mittel aber ruft uns in uns selbst zurück, und da wird der einzelne gerade wie er war, und fühlt sich ebenso isoliert, als hätt' er vorher nicht ins Ganze gestimmt.
Goethe, Wanderjahre III,12

Denn das Wahre ist einfach und gibt wenig zu tun, das Falsche gibt Gelegenheit, Zeit und Kräfte zu zersplittern.
Goethe, an Zelter, 2. Januar 1829

Denn das wahre Leben ist des Handelns
Ewge Unschuld, die sich so erweiset,
dass sie niemand schadet als sich selber.
Goethe, Divan - Buch Hafis - Der Deutsche dankt

Denn das Wasser ist das Blut der Erde, und wie das Blut jede Zelle des Leibes umspült, soll das Wasser jede Pflanze umrieseln.
Martin Andersen Nexö (1869-1954), Morgenwanderung

Denn das Weib ist falscher Art,
Und die Arge liebt das Neue.
Schiller, Das Siegesfest

Denn das wirkliche Sehen ist, sowohl in dem Auge als an den Gegenständen, durch unendliche Zufälligkeiten bedingt, da hingegen der Maler nach Gesetzen malt, wie die Gegenstände, durch Licht, Schatten und Farbe voneinander abgesondert, in ihrer vollkommensten Sehbarkeit von einem gesunden frischen Auge geschaut werden sollen.
Goethe, Am Rhein, Main und Neckar 1814/15. Kunst und Altertum. Heidelberg

Denn das Wort vom Kreuz ist denen, die verloren gehen, Torheit; uns aber, die gerettet werden, ist es Gottes Kraft.
1 Korinther 1, 18

Denn das, was schicklich und recht ist, begreift man auch in unbekannten Dingen, wenigstens muss es einer einem leicht und bald erklären können.
Goethe, An Charlotte v. Stein, 14.9.1780

Denn dass ein Wort nicht einfach gelte,
Das müsste sich wohl von selbst verstehn.
Das Wort ist ein Fächer! Zwischen den Stäben
blicken ein Paar schöne Augen hervor.
Der Fächer ist nur ein lieblicher Flor.
Goethe

Denn dass niemand den anderen versteht, dass keiner bei denselben Worten dasselbe, was der andere, denkt, dass ein Gespräch, eine Lektüre bei verschiedenen Personen verschiedene Gedankenfolgen aufregt...
Goethe, Dichtung und Wahrheit IV,16

Denn dasselbe ist Erkennen und Sein. Parmenides, Über die Natur

Denn dasselbe ist Erkennen und Sein.
Parmenides, Über die Natur

Denn dein Eigentum wird gefährdet, wenn des Nachbarn Haus brennt.
la] Nam tua res agitur, paries cum proximus ardet. Horaz

Denn dein Herz hat viel und groß Begehr,
Was wohl in der Welt für Freude wär,
Allen Sonnenschein und alle Bäume,
Alles Meergestad und alle Träume
In dein Herz zu sammeln miteinander...
Goethe, Kunst - Sendschreiben

Denn den Geschmack kann man nicht am Mittelgut bilden, sondern nur am Allervorzüglichsten.
Goethe, Eckermann, 26.2.1824

Denn der Alten Kühlsinnigkeit
Stillt der Jungen Kühnsinnigkeit;
Und der Alten lange Erfahrung,
Die dient den Jungen zur Bewahrung.
Fischart, Flöh Hatz, Weiber Tratz

Denn der Anblick des Gebers ist, wie die Gaben, erfreulich.
Goethe, Hermann und Dorothea 7. Gesang Vs 23

Denn der Band dient der Schrift ungefähr wie der Rahmen einem Bilde: man sieht viel eher, ob sie denn auch in sich wirklich bestehe.
Goethe, Dichtung und Wahrheit III,13

Denn der Bauende soll nicht herumtasten und versuchen, was stehen bleiben soll, muss recht stehen und wo nicht für die Ewigkeit, doch für geraume Zeit genügen.
Goethe, Wanderjahre II, 8

Denn der Besitz alles dessen, was von außen her zufließt, ist schlüpfrig und unzuverlässig.
Seneca, Von der Stärke des Weisen

Denn der Bildungsfähigkeit eines Menschen kommt das Licht der Natur, welches immer tätig ist, ihn über seine Zustände aufzuklären, auch hier gar freundlich zustatten...
Goethe, Dichtung und Wahrheit II,10

Denn der Boden schwankt überall, und im Sturm ist es ziemlich gleich, auf welchem Schiff der Flotte man sich befindet.
Goethe, An F. A. Wolf, 28.11.1806

Denn der Charakter ist schlechthin inkorrigibel, weil alle Handlungen des Menschen aus einem inneren Prinzip fließen, vermöge dessen er unter gleichen Umständen stets das Gleiche tun muss und nicht anders kann.
Arthur Schopenhauer, Aphorismen zur Lebensweisheit

Denn der darf das Höchste sinnen,
Der sich zu bescheiden weiß.
Goethe, Faust II, Paralipomena - Bruchstücke 124

Denn der Dichter allein kann wissen, was in einem Gegenstande liegt und was er für Reiz und Anmut bei der Ausführung daraus entwickeln könne.
Goethe, Tag- und Jahreshefte 1797

Denn der ehrwürdige deutsche Fleiß, der mehr auf Sammlung und Entwickelung von Einzelnheiten als auf Resultate losging, fand hier [am Wetzlarer Gericht] einen unversiegenden Anlass zu immer neuer Beschäftigung...
Goethe, Dichtung und Wahrheit III,12

Denn der Eifer um dein Haus hat mich gefressen,
Und die Schmähungen derer, die dich schmähen, sind auf mich gefallen.
Psalm 69, 10

Denn der Eigenname eines Menschen ist nicht etwa wie ein Mantel, der bloß um ihn her hängt und an dem man allenfalls noch zupfen und zerren kann, sondern ein vollkommen passendes Kleid, ja wie die Haut selbst ihm über und über angewachsen, an der man nicht schaben und schinden darf, ohne ihn selbst zu verletzen.
Goethe, Dichtung und Wahrheit II,10

Denn der erste Artikel ist ethnisch und gehört allen Völkern, der zweite christlich, für die mit Leiden Kämpfenden und in Leiden Verherrlichten, der dritte zuletzt lehrt eine begeisterte Gemeinschaft der Heiligen, welche heißt: der im höchsten Grad Guten und Weisen.
Goethe, Wanderjahre II,1

Denn der erste Grad einer wahren Aufklärung ist, wenn der Mensch über seinen Zustand nachzudenken, und ihn dabei wünschenswert zu finden gewöhnt wird.
Goethe, Schriften zur Literatur - Lyrische Gedichte von J. H. Voß

Denn der Fall kommt öfter vor, als man denkt, dass eine Nation Saft und Kraft aus einem Werke aussaugt und in ihr eigenes inneres Leben dergestalt aufnimmt, dass sie daran keine weitere Freude haben, sich daraus keine Nahrung weiter zueignen kann.
Goethe, An Th. Carlyle, 15.6.1828

Denn der Faschismus stellt ein so vollendetes System der organisierten Barbarei dar, das an keinem wie auch gearteten - großen oder kleinen - Denkmal der menschlichen Kultur vorbeigehen kann, ohne es zu besudeln.
Johannes R. Becher, Die heiligen Stätten der Kultur und die faschistischen Barbaren

Denn der Fehler liegt im Anfang, und der Anfang, heißt's, ist die Hälfte des Ganzen, so dass also auch ein kleiner Fehler im Beginn entsprechend große Fehler im weiteren Verlauf zur Folge hat. Aristoteles, Politik

Denn der Feinste betrügt sich oft, gerade weil er zu viel sichert.
Goethe, Wanderjahre I,6

Denn der Geist gedeiht durch Weisheit
Und das Herz gedeiht durch Schönheit;
Dieser Einklang rauscht in Stärke,
Dieser Adel führt zum Ziele
Dauernder Glückseligkeit.
Bürger, Gesang am heiligen Vorabend des fünfzigjährigen Jubelfestes der Georgia Auguste

Denn der gemeine Haufe, der mit diesem Leben nichts anzufangen weiß, will ein anderes, das gar kein Ende nimmt.
France, Aufruhr der Engel

Denn der Geschmack der Menschen ist so verschieden, und manche sind so eigensinnig, so undankbar und so unsinnig in ihrem Urteil, dass offenbar die Leute viel glücklicher sind, die in Freude und Frohsinn ihr eigenes Ich befriedigen...
Morus, Utopia

Denn der Gute dient dem Unguten als Lehrmeister, der Ungute dem Guten als Lehrling; wer nicht schätzt seinen Lehrmeister, nicht liebt seinen Lehrling, geht irr, sei er noch so klug.
Lao-tse, Dao-de-dsching

Denn der hat viel gewonnen, der das Leben verstehen kann, ohne zu trauern.
Hölderlin, Reflexion

Denn der Hauch von vielem Guten, Vergnüglichen, Nützlichen wehet über die Welt, oft Jahrhunderte hindurch, ehe man seinen Einfluss spürt.
Goethe, Am Rhein, Main und Neckar 1814/15 - Kunst und Altertum - Heidelberg

Denn der Hochmut, der sich Demut brüstet, ist der allerunerträglichste.
Marc Aurel, Selbstbetrachtungen

Denn der innere Gehalt des bearbeiteten Gegenstandes ist der Anfang und das Ende der Kunst.
Goethe, Dichtung und Wahrheit II,7

Denn der isolierte Mensch vermag sich ebensowenig zu bilden, als der in seiner Freiheit gewaltsam gehemmte.
W. v. Humboldt, an Forster, 1. 6. 1792

Denn der ist gar nicht glücklich, dessen Reichtum niemand kennt.
Lucius Apuleius, Der goldene Esel

Denn der Liebe sind die Zeiten
Alle gleich und immer so.
Goethe, Epimenides A I Sz 13 (Liebe) Vs 398

Denn der Mann ist das Paradies der Frauen.
Mailand

Denn der Mann ist mehr zur Führung begabt als das Weib, wenn nicht etwa eine widernatürliche Veranlagung vorliegt.
Aristoteles, Politik

Denn der Mann, der selbst als Graukopf kehrt, freit schnell noch ein blühendes Mägdelein;
Doch des Weibes Glücksstern neigt bald sich in Nacht, und versäumt sie die Strahlen des Morgens,
Wirbt niemand mehr um dieselbe; sie sitzt stummbrütend und blättert im Traumbuch.
Aristophanes, Lysistrate, 2, 4, 594 (Lysistrate)

Denn der Mensch denkt über eine Sache nicht einen Tag wie den anderen.
Goethe, An S. Boisserée, 27.2.1820

Denn der Mensch hat ein unwiderstehliches Bedürfnis, sich aufzuklären. Ohne Aufklärung ist er nicht viel mehr als ein Tier.
Heinrich von Kleist, an Wilhelmine von Zenge, 15. August 1801

Denn der Mensch mag immer gerne mitwirken, und der Gute gern ordnen, zurechtlegen und die stille Herrschaft des Rechten befördern.
Goethe, An Charlotte v. Stein, 17.6.1784

Denn der Mensch, der in sich selbst eins und rund ist, kann auch in seinen Werken nur einen gewissen Kreis durchlaufen.
Goethe, Rameaus Neffe. Anmerkungen. Die Philosophen

Denn der Mensch, der zur schwankenden Zeit auch schwankend gesinnt ist,
Der vermehret das Übel und breitet es weiter und weiter,
Aber wer fest auf dem Sinne beharrt, der bildet die Welt sich.
Goethe, Hermann und Dorothea 9. Gesang Vs 302

Denn der Mensch
überwältigt doch die Sterne.
Calderón, Das Leben ein Traum

Denn der Neid ist eine müßiggängerische Leidenschaft, treibt sich auf der Straße herum und bleibt nicht zu Hause.
Francis Bacon (1561-1626), Über den Neid

Denn der Schaffende muss eine Welt für sich sein und alles in sich finden und in der Natur, an die er sich angeschlossen hat.
Rilke, an F. X. Kappus, 17. 2. 1903

Denn der Schauspieler muss sich immer zwischen zwei Gegenständen teilen: nämlich zwischen dem Gegenstande, mit dem er spricht, und zwischen seinen Zuhörern.
Goethe, Schriften zur Literatur - Regeln für Schauspieler § 40

Denn der Sozialismus ist nichts anderes als der nächste Schritt vorwärts, über das staatskapitalistische Monopol hinaus. Oder mit anderen Worten: Der Sozialismus ist nichts anderes als staatskapitalistisches Monopol, das zum Nutzen des ganzen Volkes angewandt wird und dadurch aufgehört hat, kapitalistisches Monopol zu sein.
Lenin, Die drohende Katastrophe

Denn der Uniform sind wir durchaus abgeneigt; sie verdeckt den Charakter und entzieht die Eigenheiten der Kinder, mehr als jede andere Verstellung, dem Blick des Vorgesetzten.
Goethe, Wilhelm Meisters Wanderjahre

Denn der Verständige, der irgendeine Angelegenheit liebevoll und gründlich behandelt, gibt uns Teil an seiner Teilnahme und nötigt uns in seine Angelegenheiten hinein.
Goethe, An Zelter, 29.1.1831

Denn der Weg zu einem guten Charakter ist niemals zu spät.
Lucius Annaeus Seneca, Agamemnon

Denn dergleichen, was aus dem Leben entsprang, will wieder lebendig mitgeteilt werden, damit es frisch wieder aufschwelle und in seinen möglichen Knospen und Augen fortwachse.
Goethe, An G. Sartorius v. Waltershausen, 20.7.1817

Denn derjenige, der sich angetrieben fühlt etwas zu leisten, findet, indem er lebt und wirkt, über all Widerstand und Hindernisse, so dass er selten des Tages genießt, an welchem er das Gute vollbringt.
Goethe, An S. S. v. Uwarow, 28.3.1817

Denn des Lumpigen ist zu viel auf der Welt, und wenig zuverlässig, obgleich dem Gescheiten alles zuverlässig sein sollte, wenn er nur einmal Stein für Stein und Stroh für Stroh nimmt.
Goethe, An Charlotte v. Stein, 3.7.1780

Denn des Menschen größte Sünde
ist, dass er geboren ward.
Calderón de la Barca, Das Leben ein Traum

Denn Despotismus ist der schwarze Punkt in allen Menschenherzen.
Weber, Demokritos Der Staat und seine Formen

Denn dicke Bücher sind kein Spaß,
Und wer viel weiß, gilt drum nicht mehr.
Villon, Ballade und Gebet

Denn die allerhöchste Freud
Gewähren jene Güter, die uns allen
Gemein sind, die wir nicht veräußern,nicht
Vertauschen können, die uns niemand raubt,
An die uns eine gütige Nautr
Ein gleiches Recht gegeben, und dies Recht
Mit stiller Macht und Allgewalt bewahrt.
Goethe, Epilog, 31. 12. 1791

Denn die Begriffe von Glück sind so verschieden, wie die Genüsse und die Sinne, mit welchen sie genossen werden.
Heinrich von Kleist, Briefe

Denn die Eigenheiten einer Nation sind wie ihre Sprache und ihre Münzsorten, sie erleichtern den Verkehr, ja sie machen ihn erst vollkommen möglich.
Goethe, An Th. Carlyle, 20.7.1827

Denn die Eltern pflegen ihre Kinder nur durch den Stachel des Ehrgeizes und der Missgunst zur Tugend anzutreiben.
Baruch de Spinoza, Ethik

Denn die Enthüllung des Innern eines Mannes durch den Gesichtsausdruck ist eine große Schwäche und Unvorsichtigkelt, zumal sie bei weitem leichter bemerkt und geglaubt wird als eines Mannes Worte.
Bacon, Essays, 6, Von Verstellung und Heuchelei

Denn die Erfinder sind die wahren Wohltäter der Menschheit und verdienen größere Ehre als die, welche beweinenswerte Schlachten lieferten und große Länder eroberten, ohne zu verstehen, ihr eigenes Land glücklich zu machen.
Karl Julius Weber, Demokritos, Die Erfindungen

Denn die Erinnerungen sind süß, traurig oder heiter, was liegt schon daran und die traurigsten sind noch immer die köstlichsten für uns...
Gustave Flaubert, November

Denn die Erscheinung, die am meisten, bei der Betrachtung eines Kunstwerks, rührt, ist, dünkt mich, nicht das Werk selbst, sondern die Eigentümlichkeit des Geistes, der es hervorbrachte und der sich, in bewusster Freiheit und Lieblichkeit, darin entfaltet.
Heinrich von Kleist, an Friedrich de La Motte-Fouqué, 25. April 1811

Denn die Ewigkeit eines Kunstwerks ist doch nur der Zusammenhang mit der Seele des Künstlers, und durch den ist es ein Bild des ewigen Ursprungs seiner Seele.
Philipp Otto Runge, Nachgelassene Schriften

Denn die Fortschritte von Jahrhunderten haben nur geringen Einfluss auf die Grundgesetze der menschlichen Existenz gehabt, wie unsere Skelette wahrscheinlich nicht von denen unserer Vorfahren zu unterscheiden sind.
Henry David Thoreau, Walden

Denn die Gelegenheit ist eine gleichgültige Göttin, sie begünstigt das Gute wie das Böse.
Goethe, Unterhaltungen deutscher Ausgewanderten

Denn die Gerechtigkeit erfordert, seine Absichten nicht unter dem Gesichtspunkte der heutigen Zustände, sondern nach seiner sonstigen politischen Wirksamkeit zu beurteilen.
Aristoteles, Verfassung von Athen

Denn die Gewohnheiten der Vergangenheit sind ungestüm und mächtiger als die Absichten der Gegenwart, und das Herz stürmt gegen den neuen Vorsatz gewissermaßen wie das Meer...
Petrarca, an Laelius in Pisa

Denn die Gleichheit und Gerechtigkeit wollen, sind immer die Schwächeren, während die Stärkeren sich über diese Dinge keinen Kummer machen.
Aristoteles, Politik

Denn die Glückseligkeit ist nichts anderes als die Zufriedenheit des Gemüts, die aus der intuitiven Erkenntnis Gottes entspringt.
Baruch de Spinoza, Ethik

Denn die Götter haben den Menschen Vielerlei gegeben, das Gute, dass sie sich vorzüglich fühlen, und das Böse, dass sie sich gleich fühlen.
Goethe, An Charlotte v. Stein, 5. 6. 1780

Denn die Götter lehren uns ihr eigenstes Werk nachahmen, doch wissen wir nur, was wir tun, erkennen aber nicht, was wir nachahmen.
Goethe, Maximen und Reflexionen 622

Denn die große Erregbarkeit, die sich schon in Böhmen, wie du weisst, an der Musik manifestierte, ist's doch eigentlich, die mir Gefahr bringt, ob ich ihr gleich nicht feind sein kann...
Goethe, An Zelter, 9. 1. 1824

Denn die große Liebe gleicht der japanischen Gottheit, zu der mehr als einmal zu beten ein Verbrechen ist - weil sie nur ein einziges Mal erhört!
Ellen Key, Über Liebe und Ehe: Die Freiheit der Liebe

Denn die großen Männer sind zu unserem Leben notwendig, damit die weltgeschichtliche Bewegung sich periodisch ruckweise freimache von bloßen abgestorbenen Lebensformen und von reflektierendem Geschwätz.
Jacob Burckhardt, Weitgeschichtliche Betrachtungen

Denn die größte Torheit, die ein Mensch begehen kann, ist, wenn er mir nichts dir nichts durch Verzweiflung und Schwermut sein Ende herbeiführt.
Cervantes, Don Quijote

Denn die Jugend will lieber angeregt als unterrichtet sein...
Goethe, Dichtung und Wahrheit II, 8

Denn die Kinder sind alle moralische Rigoristen.
Goethe, Dichtung und Wahrheit II,6

Denn die Kraft des Geistes wächst mit der Größe der Gegebenheiten.
la] Crescit enim cum amplitudine rerum vis ingenii.

Denn die Kunst ist die Äußerung einer Kultur, ist die sichtbar gewordene Steigerung eines Lebensgefühls.
Franz W. Seiwert, Schriften

Denn die Kunst ist ein auf geradezu geheimnisvolle Art gesunder Organismus, der sich stets in der Richtung des Wesentlichen erneuert.
Kurt Hofer, Aus Leben und Kunst

Denn die Kunst ist eine geistige Macht, und wir können - als Historiker - nie geistig genug von ihr denken.
Kurt Badt, Eine Wissenschaftslehre der Kunstgeschichte

Denn die Kunst zu gefallen bestehet nicht sowohl darin, dass wir andern, sondern andere sich mit uns gefallen.
Justus Möser, Patriotische Phantasien

Denn die liberale Bourgeoisie braucht ihre Lüge, für sie ist es keine Lüge, sondern die höchste Wahrheit, die Wahrheit ihrer Klasseninteressen, die Wahrheit der bürgerlichen Freiheit, die Wahrheit der kapitalistischen Gleichheit, das Allerheiligste der Brüderlichkeit aller Krämer.
Lenin, Keine Schwindelei!

Denn die Liebe der Frauen will schon im Kindergemüt das Geliebte besitzen. Will es allein besitzen.
Ehm Welk, Mein Land, das ferne leuchtet

Denn die Liebe zur Ordnung, welche die Ordnung hervorbringt, heißt Güte, und die Liebe zur Ordnung, welche sie erhält, heißt Gerechtigkeit.
Jean-Jacques Rousseau, Emile

Denn die Liebe, die von den Begierden erzeugt wird, ist eine Hoffnung; erst die Liebe, die der Befriedigung der Begierden folgt, ist die Wirklichkeit.
Balzsac, Der Ehevertrag

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