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Denn auch der Spieler oder der Spaßmacher beschäftigen sich ja in gewisser Weise, und trotzdem bezeichne man ihr Tun als Müßiggang, weil sie die Möglichkeit hätten, statt dessen etwas Nützlicheres zu verrichten.
Xenophon, Erinnerungen

Denn auch diese süße, Unschuld und Tugend spielende Lüge ist dem Weibe als Mitgift von der ewigen Natur zur Ausstattung mitgegeben.
Tieck, Der Hexensabbat

Denn auch ein sozialistischer Minister ist, solange er im bürgerlichen Ministerium figuriert... an die Zustimmung der bürgerlichen Majorität der Regierung und der Volksvertretung gebunden.
Luxemburg, Die sozialistische Krise in Frankreich

Denn auch eine kurze Lebenszeit reicht aus, um gut und ehrenhaft zu leben.
la] Breve enim tempus aetatis satis vero longum ad bene honesteque vivendum.

Denn auch ich bin vollkommen der Meinung, dass man alle Ursache hat, das Publikum vorzubereiten, sobald man etwas unternimmt, dessen Bahn außerhalb des gewöhnlichen Gleises liegt.
Goethe, An K. Levezow, 13.4.1815

Denn auch sie traute ihren eigenen Augen mehr als fremden Lippen...
Goethe, Wahlverwandtschaften I,8

Denn auch ungeregelt wünscht ein jeder das Entgegengesetzte von sich selbst, um das Ganze zu haben.
Goethe, Geschichte meines botanischen Studiums - Schicksal der Handschrift

Denn auf dieser Welt gibt es nichts Erniedrigenderes und Beschämenderes als die Armut, die aus deinem Antlitz Blick, der Kleidung, dem Schmuck spricht.
Tammsaare, Ich liebte eine Deutsche

Denn auf einer Seereise wird das Kleinste zum Geschehnis, ein Segel am Horizont, ein Delphin, der aufspringt, ein neuentdeckter Flirt, ein flüchtiger Scherz.
Stefan Zweig, Der Amokläufer

Denn auf Grund der Erinnerung bildet sich bei den Menschen die Erfahrung; denn die vielfache Erinnerung an dieselbe Sache erzeugt die Kraft einer einheitlichen Erfahrung. Aus der Erfahrung aber erwächst dem Menschen Wissenschaft und Kunstfertigkeit.
Aristoteles, Metaphysik

Denn auf Mischung kommt es an.
Goethe, Faust, II, 2 (Wagner)

Denn aufgelöst in diesem Augenblick sind aller Ordnung, aller Pflichten Bande.
Schiller, Wilhelm Tell

Denn aufrichtig gesagt: wer könnte es denn wohl den lieben Deutschen recht machen, die noch immer in ihren anarchischen Wust verliebt sind.
Goethe, An J. F. v. Cotta, 1.10.1809

Denn Augen sind genauere Zeugen als die Ohren.
Heraklit, Fragmente

Denn aus Gemeinem ist der Mensch gemacht,
Und die Gewohnheit nennt er seine Amme.
Schiller, Wallensteins Tod (Wallenstein)

Denn außer Empfindung, Gedanken und Gedankenfolge kennt der menschliche Geist keine Bewegung...
Thomas Hobbes, Leviathan

Denn außerdem hat ein Appell an die Nachwelt immer etwas Tristes.
Goethe, An K. F. v. Reinhard, 29.3.1821

Denn Bank an Bank gedrängt sitzen,
es brechen fast der Bühne Stützen,
herbeigeströmt von fern und nah,
der Griechen Völker wartend da.
Schiller, Kraniche des Ibykus

Denn bei Charakterdarstellungen sind gerade die kleinsten Züge oft die bedeutendsten.
Goethe, An J. S. Grüner, 30.9.1821

Denn bei dem Volk, wie bei den Frauen,
Steht immerfort die Jugend obenan.
Goethe, Faust, I, 21 (General)

Denn bei den alten, lieben Toten
Braucht man Erklärung, will man Noten,
Die Neuen glaubt man blank zu verstehn,
Doch ohne Dolmetsch wirds auch nicht gehn.
Goethe, Sprichwörtlich

Denn bei der Gegenwart des Zuhörers gelangt man eher zu einer geistreichen Stimmung als in der Gegenwart des geduldigen Papiers.
Goethe, An F. A. Wolf, 28.11.1806

Denn bei der größten Wahrheitsliebe kommt derjenige, der vom absurden Rechenschaft geben soll, immer ins Gedränge: er will einen Begriff davon überliefern, und so macht er es schon zu etwas, da es eigentlich ein Nichts ist, welches für etwas gehalten sein will.
Goethe, Italienische Reise II, 9. April 1787

Denn bei unserm Theater kommt es mir oft wie bei der hiesigen Akademie vor: es ist, als wenn die Welt nur für die Groben und Impertinenten da wäre und die Ruhigen und Vernünftigen sich nur ein Plätzchen um Gottes willen erbitten müssten.
Goethe, An K.Witzel, 11.8.1809

Denn beides, Geburt und Geist, geben dem, der sie einmal besitzt, ein Gepräge, das sich durch kein Inkognito verbergen lässt. Es sind Gewalten wie die Schönheit, denen man nicht nahe kommen kann, ohne zu empfinden, dass sie höherer Art sind.
Goethe, Eckermann, Anfang März 1832

Denn beim Übergang von der Erfahrung zum Urteil, von der Erkenntnis zur Anwendung ist es, wo dem Menschen gleichsam wie an einem Passe alle seine inneren Feinde auflauern, Einbildungskraft, Ungeduld, Vorschnelligkeit, Selbstzufriedenheit, Steifheit, Gedankenform, vorgefaßte Meinung, Bequemlichkeit, Leichtsinn, Veränderlichkeit und wie die ganze Schar mit ihrem Gefolge heißen mag...
Goethe, Schriften zur Natur- und Wissenschaftslehre - Der Versuch als Vermittler von Objekt und Subjekt

Denn Bescheidenheit ist fein,
Wenn das Mädchen blüht,
Sie will zart geworben sein,
Die den Rohen flieht.
Goethe, Divan - Buch des Sängers - Derb und tüchtig

Denn besonders die Poeten,
Die verderben die Natur.
Goethe, Musen und Grazien in der Mark

Denn billige Furcht erwecket sich ein Volk,
Das mit dem Schwerte in der Faust sich mäßigt.
Schiller, Wilhelm Tell, II, 3 (Walter Fürst)

Denn bleibt nur Gott in Ewigkeit,
Wirds nie an Welten fehlen.
Goethe, Gott und Welt - Die Weisen und die Leute

Denn böser Wille, Widerspenstigkeit, Verwirrung
Der besten Sache fährdet nicht die Welt,
Wenn scharfes Aug des Herrschers die Verirrung
Stets unter sich in kräftger Leitung hält...
Goethe, Festzug 18.12.1818 - Faust (Mephisto)

Denn Brutus ist ein ehrenwerter Mann,
Das sind sie alle, alle ehrenwert.
Shakespeare, Julius Cäsar, III, 2 (Antonius) (Wir gebrauchen das Wort meist ironisch von jemandem)
en] For Brutus is an honourable man: so are they all, all honourable men.

Denn Charakter oder Wahrheit ist nur ein andres Wort für schöne Natur, und der Ausdruck desselben wird nur durchs Forschen hervorgebracht.
Merck, Über die Landschaftsmalerei

Denn da die Menschen fast immer auf gebahnten Wegen gehen und in ihren Handlungen andere nachahmen und da man die Wege der anderen doch nicht ganz einhalten und die Tüchtigkeit derer, die man nachahmt, nicht erreichen kann, muss ein Mann von Geist immer die von bedeutenden Männern eingeschlagenen Wege gehen und den Berühmtesten der Vergangenheit nachfolgen, damit, wenn auch seine Tüchtigkeit nicht ausreicht, sie doch dadurch einigen Glanz erhält...
Machiavelli, Der Fürst

Denn da die Philosophie, ihrer Natur nach, an das Allgemeinste, an das Höchste Anforderung macht, so muss sie die weltlichen Dinge als in ihr begriffen, als ihr untergeordnet ansehen und behandeln.
Goethe, Schriften zur Kunst - Winckelmann und sein Jahrhundert - Philosophie

Denn da dies von Natur den Lebewesen gemeinsam ist, die Lust zu zeugen, liegt die erste Gemeinschaft in der Ehe selbst, die nächste in den Kindern, dann die Einheit des Hauses, die Gemeinsamkeit in allem. Das aber ist der Anfang der Stadt und gleichsam die Pflanzschule des Gemeinwesens.
Marcus Tullius Cicero, Vom rechten Handeln

Denn da in der Poesie ein gewisser Glaube an das Unmögliche, in der Religion ein ebensolcher Glaube an das Unergründliche stattfinden muss, so schienen mir die Philosophen in einer sehr üblen Lage zu sein, die auf ihrem Felde beides beweisen und erklären wollten.
Goethe, Dichtung und Wahrheit II,6

Denn da mir die sinnliche Anschauung durchaus unentbehrlich ist, so werden mir vorzügliche Menschen durch ihre Handschrift auf eine magische Weise vergegenwärtigt. Solche Dokumente ihres Daseins sind mir, wo nicht ebenso lieb als ein Porträt, doch gewiss als ein wünschenswertes Supplemcnt oder Surrogat desselben.
Goethe, An F. H. Jacobi, 10.5.1812

Denn da sein Weib ihm solch ein Segen ist,
Find't er des Himmels Lust auf Erden schon.
en] For, having such a blessing in his lady,
He finds the joys of heaven here on earth.
Shakespeare, Der Kaufmann vojn Venedig III,5

Denn da Sprichworte und Denkreime vom Volke ausgehn, welches, weil es gehorchen muss, doch wenigstens gern reden mag, die Oberen dagegen durch die Tat sich zu entschädigen wissen...
Goethe, Dichtung und Wahrheit III,15

Denn da uns das Herz immer näher liegt als der Geist, und uns dann zu schaffen macht, wenn dieser sich wohl zu helfen weiß, so waren mir die Angelegenheiten des Herzens immer als die wichtigsten erschienen.
Goethe, Dichtung und Wahrheit II,7

Denn dabei bleibt es nun einmal: dass ich ohne absolute Einsamkeit nicht das Mindeste hervorbringen kann. Die Stille des Gartens ist mir auch daher vorzüglich schätzbar.
Goethe, An Schiller, 7. 8. 1799

Denn darf ich keinen Degen mehr tragen.
i] Aus den Zeiten, wo der Degen die tägliche Zierde der Schweizer war. Tobler in seinem Appenzellischen, Sprachschatz bemerkt, wie man sich jetzt noch sehr gut darauf besinnen könne, dass der Degen so oft getragen wurde, als man bei besondern Anlässen sich öffentlich zeigte. Jeder Prozessführende musste vor den Gerichtsschranken mit einem Seitengewehr erscheinen. Im Jahre 1786 blieb es den Kommunikanten überlassen, ihn bei der Kommunion zu tragen oder nicht. An einzelnen Orten war es Sitte, dass der Bräutigam und der Brautführer bei der Einladung zur Hochzeit einen Degen trugen. Wenn nun das Tragen des Degens eine Ehre war, so ist es klar, dass mit einer entehrenden Handlung dies Ehrenrecht verloren ging. Wenn man einem nicht glauben will, so sagt er im Scherz, er dürfte keinen Degen mehr tragen.

Denn darüber darf man sich in betreff der Gleichheit keine Illusionen machen, dass die eine Form der Ungleichheit nur zerstört wird, um einer anderen Platz zu machen, und dass der Prozess der Geschichte von der größtmöglichen Gleichheit des Urzustandes der Menschheit Schritt vor Schritt zu immer reicheren und mannigfaltigeren Formen der Ungleichheit und zu immer tiefer greifenden Verschiedenheiten innerhalb einer Staatsgesellschaft fortschreitet.
Hartmann, Das sittliche Bewußtsein

Denn das Bedürfen ist immer etwas Körperlichem im Geistigen ähnlich, und was dem Bedürfnis angehört, geht dem wahren Vergnügen ab. Befriedigung des Bedürfnisses ist nur Abhilfe eines Übels, also immer etwas Negatives, das wahre Vergnügen aber, körperlich und geistig, muss etwas Positives sein. W. v. Humboldt, Briefe an eine Freundin v. 26.5. 1823

Denn das bloße Anblicken einer Sache kann uns nicht fördern. Jedes Ansehen geht über in ein Betrachten, jedes Betrachten in ein Sinnen, jedes Sinnen in ein Verknüpfen, und so kann man sagen, dass wir schon bei jedem aufmerksamen Blick in die Welt theoretisieren.
Goethe, Zur Farbenlehre - Vorwort

Denn das darf ich wohl sagen: was ich in meinen Schriften niedergelegt habe, ist für mich kein Vergangenes, sondern ich seh es, wenn es mir wieder vor Augen kommt, als ein Fortwirkendes an, und die Probleme, die hie und da unaufgelöst liegen, beschäftigen mich immerfort, in der Hoffnung, dass, im Reiche der Natur und Sitten, dem treuen Forscher noch gar manches kann offenbar werden.
Goethe, An J. F. Rochlitz, 28.7.1829

Denn das Drama setzt eine müßige Menge, vielleicht gar einen Pöbel voraus...
Goethe, Wanderjahre II,8

Denn das echte Lebendige wächst nach, wie das Bösartige der Hydernköpfe auch nicht zu tilgen ist.
Goethe, An Zelter, 27.8.1828

Denn das eigene Innere des Einzelnen ist die Quelle der Trauer oder der Freude.
Knut Hamsun, Pan

Denn das Eigne hat eine bestimmte Sammlung, dass sie das Zerstreute an sich zieht und selbst die Affektion eines Besitzers gegen irgendein einzelnes Kleinod, durch die Gewalt der Masse, gleichsam aufhebt und vernichtet.
Goethe, Schriften zur Kunst - Der Sammler und die Seinigen 3. Brief

Denn das Einfache verbirgt sich im Mannigfaltigen, und da ist's, wo bei mir der Glaube eintritt, der nicht der Anfang, sondern das Ende alles Wissens ist.
Goethe, An S. Boisserée, 25.2.1832

Denn das Ganze muss früher sein als der Teil.
Aristoteles, Politik

Denn das Gefallen an sich selbst, das Verlangen, dieses Selbstgefühl anderen mitzuteilen, macht gefällig...
Goethe, Wanderjahre II,3

Denn das Gefühl ist Empfindung des Leibs.
Lukrez, Von der Natur der Dinge

Denn das Gegenwärtige reizt vorzüglich und scheinet
Auf uns zu wirken mit Macht, bevor wir das Bessere kannten;
Folgt das Bessere dann, so verlieret das Frühere wieder,
Und allmählich erlischt dadurch der Geschmack am Vergangenen.
Lucretius, Von der Natur der Dinge

Denn das Gehirn bleibt immer der Grund und daher das Hauptaugenmerk, da es sich nicht nach der Hirnschale, sondern diese nach jenem zu richten hat, und zwar dergestalt, dass die innere Diploe der Hirnschale vom Gehirn festgehalten und an ihre organische Beschränkung gefesselt wird, dagegen denn, bei genugsamem Vorrat von Knochenmasse, die äußere Lamina sich bis ins Monstrose zu erweitern und innerhalb so viele Kammern und Fächer auszubilden das Recht behauptet.
Goethe, Tag- und Jahreshefte 1805

Denn das Geld ist das Element und das Ziel des Umsatzes.
Aristoteles, Politik

Denn das Gemeine ist's eigentlich, was den Herren Natur heißt! Aus sich schöpfen mag wohl heißen, mit dem eben fertig werden, was uns bequem wird!
Goethe, Maximen und Reflexionen 1104

Denn das Gemütliche [das zur Welt des Gemüts Gehörige] stirbt nicht in Graden ab, sondern gleich.
Goethe, An J. F. v. Cotta, 24.12.1806

Denn das Genie verleiht dem Schmerze Größe und Glanz, und der Schmerz gibt dem Genie Stärke und Länge.
Plinius, An Maximus

Denn das Gesetz haben die Menschen sich selbst auferlegt, ohne zu wissen, über was sie Gesetze gaben, aber die Natur haben alle Götter geordnet.
Goethe, Maximen und Reflexionen 624

Denn das Glück ist wohl hauptsächlich Frieden. Weniger Arbeit und weniger Luxus.
August Strindberg, Der Sohn der Magd

Denn das Glück, geliebt zu werden,
Ist das höchste Glück auf Erden.
Herder, Der Cid, Gesang 27

Denn das größte Verbrechen des Menschen ist es, geboren zu sein.
Calderon, La Vida es sueso

Denn das Gute liebt sich, das Gerade.
Böse Früchte trägt die böse Saat.
Schiller, Braut von Messina, I, 8 (Cajetan)

Denn das Handeln eigentlich vergleicht uns mit anderen.
Goethe, Lehrjahre VII,9

Denn das hat die Eislust vor allen anderen körperlichen Bewegungen voraus, dass die Anstrengung nicht erhitzt und die Dauer nicht ermüdet. Sämtliche Glieder schienen gelenker zu werden, und jedes Verwenden der Kraft neue Kräfte zu erzeugen, sodaß zu letzt eine selig bewegte Ruhe über uns kommt...
Goethe, Wanderjahre II,5

Denn das Hauptelend der Intoleranz offenbart sich doch am meisten in den Uneinigkeiten der Christen selbst, und das ist was Trauriges.
Goethe, Brief des Pastors

Denn das Haus ist ein Teil des Staates.
Theophrast, Haushaltung

Denn das Herrlichste, das Beste
Bringt allein dem Geist Gewinn.
Goethe, Antike

Denn das höchste Unglück wie das höchste Glück verändert die Ansicht aller Gegenstände...
Goethe, Wahlverwandtschaften II,14

Denn das ist der Geister Nahrung,
Die im freisten Äther waltet:
Ewigen Liebens Offenbarung,
Die zur Seligkeit entfaltet.
Goethe, Faust II AV, Bergschluchten (Pater Seraphicus) Vs 11922f.

Denn das ist der Kunst Bestreben,
Jeden aus sich selbst zu heben,
Ihn dem Boden zu entführen,
Link und Recht muss er verlieren
Ohne zauderndes Entsagen,
Aufwärts fühlt er sich getragen!
Und in diesen höhern Sphären
Kann das Ohr viel feiner hören,
Kann das Auge weiter tragen,
Können Herzen freier schlagen.
Goethe, Prolog zur Eröffnung des Berliner Theaters, Mai 1821 (Muse)

Denn das ist die Eigenschaft der Greueltat, dass sie auch Böses über den Unschuldigen, wie der guten Handlung, dass sie viele Vorteile auch über den Unverdienten ausbreitet, ohne dass der Urheber von beiden oft weder bestraft noch belohnt wird.
Goethe, Lehrjahre IV, 15

Denn das ist eben die Eigenschaft der wahren Aufmerksamkeit, dass sie im Augenblick das Nichts zu Allem macht.
Goethe, Wanderjahre I, 2

Denn das ist eben die große und gute Einrichtung der menschlichen Natur, dass in ihr ... alles im Keim da ist und nur auf seine Entwicklung wartet.
Herder, Briefe zu Beförderung der Humanität

Denn das ist Gottes wahre Gift
Wenn die Blüte zur Blüte trifft,
Deswegen Jungfern und Junggesellen
Im Frühling sich gar gebärdig stellen.
Goethe, Epigrammatisch - Hans Liederlich und der Kamerade

Denn das ist ja eben das Lehrreiche solcher sittlichen Mitteilungen, dass der Mensch erfahre, wie es anderen ergangen, und was auch er vom Leben zu erwarten habe, und dass er, es mag sich ereignen was will, bedenke, dieses widerfahre ihm als Menschen und nicht als einem besonders Glücklichen oder Unglücklichen. Nützt ein solches Wissen nicht viel, um die Übel zu vermeiden, so ist es doch sehr dienlich, dass wir uns in die Zustände finden, sie ertragen, ja sie überwinden lernen.
Goethe, Dichtung und Wahrheit I,2

Denn das ist seiner Wallfahrt letzte Stunde.
Shakespeare, Maß für Maß, II, 1 (Angelo)

Denn das ist, bei manchem Entbehren, der große Vorteil des hohen Alters, sich ein ganzes Jahrhundert vorführen zu können und es beinahe als persönlich gegenwärtig anzuschauen.
Goethe, Schriften zur Literatur - Biographische Denkmale von Varnhagen v. Ense

Denn das Kunstwerk soll aus dem Genie entspringen, der Künstler soll Gehalt und Form aus der Tiefe seines eigenen Wesens hervorrufen, sich gegen den Stoff beherrschend verhalten und sich der äußern Einflüsse nur zu seiner Ausbildung bedienen.
Goethe, Entwurf einer Farbenlehre 6. Abt. - Schlußwort

Denn das Leben großer Männer, welche dabei unwandelhaft, klar und ohne hindernde Schwächen ihren Weg gingen, ist uns wohl Vorbild, zur Bewunderung und Nachahmung reizend...
Keller, Aus dem Tagebuch, 9. 7. 1843

Denn das Leben ist die Liebe,
Und des Lebens Leben Geist.
Goethe, Divan - Buch Suleika - Suleika

Denn das Leben ist kein flüchtiges 'Happening'... Seine erbarmungslose Kausalität erfordert den klaren Bericht, der jedes Soll und Haben auf seinem laufenden Konto verzeichnet und keinen Fluchtversuch zuläßt.
Urzidil, Die letzte Tombola

Denn das Leben ist vorübergehend, und die gute Zeit nicht wiederbringlich.
Goethe, An Charlotte v. Stein, Anfang Dezember 1778

Denn das Leben streuet
Blum und Dorne! Ziel ist Ziel!
Das uns heute freuet.
Goethe, Inschriften, Denk und Sendeblätter - Meinem Freunde von Knebel

Denn das Leben weist uns bei jedem Schritte zurecht.
Goethe, Schriften zur Natur- und Wissenschaftslehre - Der Versuch als Vermittler von Objekt und Subjekt

Denn das letzte Produkt der sich immer steigernden Natur ist der schöne Mensch. Zwar kann sie ihn nur selten hervorbringen, weil ihren Ideen gar viele Bedingungen widerstreben, und selbst ihrer Allmacht ist es unmöglich, lange im Vollkommnen zu verweilen und dem hervorgebrachten Schönen eine Dauer zu geben. Denn genau genommen kann man sagen, es sei nur ein Augenblick, in welchem der schöne Mensch schön sei.
Goethe, Schriften zur Kunst. Winkelmann und sein Jahrhundert. Schönheit

Denn das Licht stammt vom Guten und ist ein Bild der Güte.
Dionysios Aeropagites, Peri ton theon onomaton

Denn das Mannigfaltige glaubt man nicht, man erkennt es.
Goethe, Divan, Noten und Abhandlungen. Mahomet

Denn das Naturell der Frauen
Ist so nah mit Kunst verwandt.
Goethe, Faust II A I, Weitl. Saal (Gärtnerinnen) Vs 5106

Denn das proletarisch-revolutionäre Buch, für das wir werben, wirbt für die Partei, für die proletarische Revolution.
Becher, Woche des proletarischen Buches

Denn das Recht ist nichts anderes als die in der staatlichen Gemeinschaft herrschende Ordnung, und eben dieses Recht ist es auch, das darüber entscheidet, was gerecht ist.
Aristoteles, Politik

Denn das Recht wollte, dass der Wille zum Verbrechen mit gleicher Strenge geahndet wird wie das Verbrechen selbst.
[RSpW]
la] Eadem enim severitate voluntatem sceleris qua effectum puniri iura voluerunt

Denn das Rechte zu ergreifen,
muss man aus dem Grunde leben...
Goethe, Divan - Buch des Unmuts - Als wenn das...

Denn das scheint mir offenbar beim dramatischen Dichter notwendig, dass er oft auftrete, die Wirkung, die er gemacht hat, immer wieder erneuere und, wenn er das Talent hat, darauf fortbaue.
Goethe, An Schiller, 6.1.1798

Denn das Schöne ist nicht sowohl leistend als versprechend, dagegen das Hässliche, aus einer Stockung entstehend, selbst stocken macht und nichts hoffen, begehren und erwarten lässt.
Goethe, Kampagne in Frankreich - Münster, Nov. 1792

Denn das Törichte an Gott ist weiser als die Menschen, und das Schwache an Gott ist stärker als die Menschen.
Neues Testament, Paulus (1 Korinther 1, 25)

Denn das Unglück ist eine eitle Frau und will hofiert sein. Beachtet man es nicht, dann stirbt es.
Tucholsky, Narkose durch Bücher

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