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Denken ist eine vnnütze Mühe.

Denken ist etwas, das auf Schwierigkeiten folgt und dem Handeln vorausgeht.
Brecht, Buch der großen Methode

Denken ist fürwahr des Menschen edelste Tätigkeit, doch gerade das richtige Denken schreibt Handeln vor.
Multatuli, Woutertje Pieterse

Denken ist herrlich, aber noch herrlicher ist die Erregung des Abenteuers.
Oscar Wilde

Denken ist interessanter als Wissen, aber nicht als anschauen.
Goethe, Maximen und Reflexionen 1150

Denken ist Reden mit sich selbst.
Immarmel Kant, Anthropologie in pragmatischer Hinsicht

Denken ist zeugen: man sagt nicht umsonst Geistes-Kinder.
Michel

Denken kann man viel an einem Sommertage, aber das Geschehen steht nicht in unserm Hage.
la] Optima cogitata pessima saepe cadunt.

Denken kannst dir alles, aber net all's sagen!

Denken lernen: Man hat auf unseren Schulen keinen Begriff mehr davon.
Friedr. Nietzsche, Gôtzen-Dämmerunq

Denken macht einen oft zum Lügner und aus einem großen Herrn einen kleinen Knecht.
i] Denken = meinen, träumen

Denken macht keinen Tanz.
Grünberg

Denken macht oft seufzen.

Denken ohne Wissen macht den Zufall zum Herrscher.
Werner Kollath

Denken Sie daran, dass Leben nichts Fertiges ist, das nur aus vorfabrizierten Häusern, Autos, Flaschen oder Büchern besteht Es ist das, was Sie daraus machen. Und wenn Sie nichts daraus machen, macht es ein anderer, und dann werden Sie sein Sklave sein.
Yehudi Menuhin, Variationen

Denken Sie daran, einige geben wenig, und es ist viel für sie, andere geben alles, und es kostet sie keine Überwindung, wer hat so das meiste gegeben?
Knut Hamsun, Pan

Denken Sie selber!
Lido Anthony 'Lee' Iacocca, Mein amerikanischer Traum

Denken steht frei, aber Reden will Scheu.
en] One may think, that dares not speak.
en] Thoughts are free.

Denken tun die Narren.
Braunschweig
i] Als Erwiderung, wenn jemand eine Entschuldigung mit den Worten beginnt: Ich dachte.

Denken tun Narren, kluge Leute wissen schon.

Denken überzeugt Denkende, darum überzeugt Denken selten.
Karlheinz Deschner

Denken und Denktätigkeit eignet auch demjenigen, der das Schlechteste denkt [...], so ist also die Denktätigkeit als solche noch nicht das Höchste.
Aristoteles, Älteste Metaphysik

Denken und Empfinden sind von Natur verschieden.
Aristoteles, Über Gerechtigkeit

Denken und meinen dat drügt.
Göttingen

Denken und tun (o. wissen) ist zweierlei.
pt] Cuidar naõ he saber.

Denken und tun ist zweierlei.

Denken und Tun, Tun und Denken, das ist die Summe aller Weisheit, von jeher anerkannt, von jeher geübt, nicht eingesehen von einem jeden.
Goethe, Wanderjahre II,9

Denken und Wissen sollten immer gleichen Schritt halten. Das Wissen bleibt sonst tot und unfruchtbar.
W. v. Humboldt, Briefe an eine Freundin, 7. 5. 1832

Denken unterm Tornister, ist ein Verbrechen, das wisst'r.

Denken war mir stets eine mühsame und reizlose Beschäftigung.
Jean-Jacques Rousseau, Träumereien eines einsamen Spaziergängers

Denken wir aber daran, dass auch gegen die Geringsten Gerechtigkeit zu wahren ist.
Marcus Tullius Cicero, Vom rechten Handeln

Denken wir an das Heute und überlassen wir uns dem Herrn, was den morgigen Tag angeht! Die Vorsehung ist da und wird uns Stunde um Stunde ihre Hilfe zukommen lassen.
Papst Johannes XXIII., an die Familie (Bruder Saverio), 21. März 1934

Denken wir unser Dasein als das Werk fremder Willkür, so müssen wir die schlaue Schalkheit des schaffenden Geistes bewundern, der es gelang, uns einen momentanen und notwendig sehr bald beiseite zu legenden Zweck, dessen Nichtigkeit sogar notwendig der Reflexion deutlich wird, Leben und Dasein, so angelegen zu machen, dass wir, mit größtem Ernst darauf hinarbeitend, alle Kräfte ins Spiel setzen, obwohl wir wissen, dass sobald die Partie zu Ende ist, der Zweck für uns nicht mehr existiert und wir im ganzen nicht angeben können, was uns den Zweck so angelegen macht.
Schopenhauer, Neue Paralipomena

Denken, das heißt eingesehen haben, dass das Wissen zu Ende geht.
Lohberger

Denken, das heißt nein sagen.
Alain

Denken, das heißt unterscheiden.
Fliegende Blätter

Denken, das ist nicht glauben (...). Denken, das ist Erfinden, ohne zu glauben.
Alain, Vorschläge und Meinungen zum Leben

Denken, was man nicht fühlt, heißt, sich selbst belügen. Was man denkt, muss man mit seinem ganzen Sein, mit Seele und Körper denken.
Joseph Joubert, Gedanken, Versuche und Maximen

Denken: die Erkenntnis durch Begriffe.
Kant

Denkende Menschen sind immer und überall Brüder und Landsleute.
Wilhelm Küchelbecker, Vorlesung über russische Sprache und russische Literatur, 1821, Paris

Denkender Wille ist blind. Das Denken täuscht über den Willen in uns.
Oswald Spengler

Denket nie, es werde das Gute oder das Böse, das ihr tut, verborgen bleiben, so abgeschlossen ihr auch seid!
Teresa von Ávila, Weg der Vollkommenheit

Denkgebäude: - ein architektonisches Paradox: Zuerst wird der First gezimmert, zuletzt der Keller gebaut. Thesen suchen verzweifelt ihre Gründe.
Kudszus

Denkmal stehen.
i] Die auf öffentlichen Plätzen errichteten Statuen sehen leider oft so aus, dass der betreffende Gefeierte in seiner Stellung und Haltung sagt: 'Ich stehe Denkmal.'

Denkmal: ein Bauwerk, das die Erinnerung an etwas stützen soll, das entweder dieser Stütze nicht bedarf oder an das man sich nicht erinnern kann.
Bierce

Denkmäler errichtet man nur den Junggesellen. Ehemänner bringen es höchstens bis zum Sockel.
Tristan Bernard

Denkmäler errichtet man nur den Junggesellen. Ehemänner bringen es höchstens bis zum Sockel.
Tristan Bernard (1866 - 1947)

Denkmäler für berühmte Leute: Steine, die wir nach dem Tode denen geben, für die wir bei Lebzeiten kein Brot übrig hatten.
Kazimierz Bartoszewicz (1895-1930), Aphorismen

Denkmäler sind gefrorene Geschichte.
Alec Guinness

Denkst du daran, mein tapfrer Lagienka?
i] Um jemanden an irgend einen Vorgang zu erinnern. Ein Liederanfang aus dem Singspiel von Holtei: Der alte Feldherr, das 1826 zum erstenmal in Berlin gegeben ward.

Denkst du dein Alter hoch zu bringen, so halte Mass in allen Dingen: in Essen, Trinken, Leid und Freud, in Arbeit und in Schlafenszeit.

Denkst du mein, so denk' ich dein.

Denkst du nicht auch an ein Testament?
Keineswegs! - Wie man vom Leben sich trennt,
So muss man sich trennen von Jungen und Alten,
Die werdens alle ganz anders halten.
Goethe, Zahme Xenien III

Denkst du nur an deinen Arsch, wenn du auf dem Kopf stehen musst?

Denkst Du wirklich, es ist Schwäche, einer Versuchung nachzugeben? Es gibt furchtbare Versuchungen, denen zu unterliegen Kraft verlangt. Kraft und Mut. Sein ganzes Leben in einem einzigen Moment aufs Spiel zu setzen, alles in einem Wurf zu wagen - das ist keine Schwäche.
Oscar Wilde, Ein idealer Gatte II (Sir Robert Chiltern)

Denkt an den Wechsel alles Menschlichen!
Es leben Götter, die den Hochmut rächen.
Schiller, Maria Stuart, III, 4 (Maria)

Denkt an so viele verheiratete Frauen, die selbst in schweren Leiden und Trübsalcn nicht zu klagen wagen, um ihren Ehemännern keinen Verdruss zu bereiten!
Teresa von Ävila, Weg der Vollkommenheit

Denkt ans fünfte Gebot:
Schlagt eure Zeit nicht tot!
Erich Kästner, Kurz und bündig. Epigramme

Denkt der Reiche schon an das nächste Jahr, denkt der Anne an das, was er vor Augen hat.

Denkt er ewig sich ins Rechte,
Ist er ewig schön und groß!
Goethe, Dornburg

Denkt man sich, bei deprimierter Stimmung, recht tief in das Elend unserer Zeit hinein, so kommt es einem oft vor, als wäre die Welt nach und nach zum jüngsten Tage reif. Und das Übel häuft sich von Generation zu Generation! Denn nicht genug, dass wir an den Sünden unserer Väter zu leiden haben, sondem wir überliefern auch diese geerbten Gebrechen, mit unseren eigenen vermehrt, unsern Nachkommen.
Goethe, Eckermann, 12.3.1828

Denkt nicht, ich geh euch dummem Volk zu Leibe,
Ich weiß recht gut, für wen ich schreibe.
Goethe, Invectiven

Denkt nur über Gottes Wohltaten nach, aber über Gott selbst grübelt nicht.
Buch des Kabus, I, Wie Gott zu erkennen ist

Denkt oft, ihr Brüder,
An unsre Jugendfröhlichkeit;
Sie kehrt nicht wieder,
Die goldne Zeit!
Verfasser unbekannt

Denkt über Gottes Wohltaten nach, aber über Gott selbst grübelt nicht!
Buch des Kabus, Wie Gott zu erkennen ist'

Denkt, was ihr wollt, und gebt, was ihr sollt.
i] Friedrich der Große, womit er die ungünstigen Urteile seiner Untertanen über einzelne seiner Anordnungen zurückwies

Denkwürdig und herzbewegend für den Dichter ist es, für viele Menschen eine Minute lang die Hoffnung verkörpert zu haben.
P. Neruda, Ich bekenne, ich habe gelebt

Denn ... in der Jugend glaubt man noch an die Möglichkeit einer Ausgleichung und Vereinbarung, in alten Jahren aber sieht man diesen großen Irrtum ein und hält das Ungleichartige und Unzusagende geradezu von sich ab.
Goethe, F. v. Müller, 25. 12.1822

Denn all unser Wachen ist Lügen, und nur in den Träumen der Nacht wagt sich die Wahrheit vor.
Victor Auburtin (1870-1928), Von den Brüsten

Denn Allah gab die Gabe jedem Dichter,
missbraucht er sie im Wandel seiner Sünden,
So seh er zu, mit Gott sich abzufinden.
Goethe, Divan - Buch Hafis - Fetwa

Denn alle äußeren Güter haben eine Grenze und sind gewissermaßen ein Werkzeug, das zu etwas nützlich ist. Ein Übermaß daran muss den Besitzern schaden oder mindestens keinen Vorteil bringen: Von den seelischen Gütern dagegen bringt jedes, in je höheren Grade es vorhanden ist, umso mehr Nutzen, wenn man bei diesen überhaupt außer von ihrer Schönheit auch noch von ihrem Nutzen sprechen soll.
Aristoteles, Älteste Politik

Denn alle Dinge sind getauft am Borne der Ewigkeit und jenseits von Gut und Böse, Gut und Böse selber aber sind nur Zwischen-Schatten und feuchte Trübsale und Zieh-Wolken.
Friedr. Nietzsche, Also sprach Zarathustra

Denn alle Geister sind dem unsichtbar, der keinen hat.
Arthur Schopenhauer, Aphorismen zur Lebensweisheit

Denn alle Helden [in der Tragödie] des dichterischen Altertums wollen nur das, was Menschen möglich ist, und daher entspringt das schöne Gleichgewicht zwischen Wollen, Sollen und Vollbringen, doch steht ihr Sollen immer zu schroff da, als dass es uns, wenn wir es auch bewundern, anmuten könnte.
Goethe, Schriften zur Literatur - Shakespeare und kein Ende

Denn alle Kraft dringt vorwärts in die Weite,
Zu leben und zu wirken hier und dort,
Dagegen engt und hemmt von jeder Seite
Der Strom der Welt und reisst uns mit sich fort:
In diesem innert, Sturm und äußern Streite
Vernimmt der Geist ein schwer verstanden Wort:
Von der Gewalt, die alle Wesen bindet,
Befreit der Mensch sich, der sich überwindet.
Goethe, Die Geheimnisse Vs 185f.

Denn alle, welche schreiben, gebrauchen in der Anrede den Plural, als ob sie der Person, wenn sie sie vervielfachen, höhere Ehre erwiesen und sie ihnen auch ehrwürdiger erschiene.
Papst Pius II, an Herzog Sigismund von Österreich, 1443

Denn aller Ausgang ist ein Gottesurteil.
Schiller, Wallensteins Tod (1799), I, 7 (Gräfin)

Denn aller Fleiß, der männlich schätzenswerteste,
Ist morgendlich, nur er gewährt dem ganzen Tag
Nahrung, Behagen, müder Stunden VollGenuss.
Goethe, Pandora (Prometheus) Vs 138

Denn aller Geist steigt aus dem Blut, alles Denken aus Leidenschaft, alle Leidenschaft aus Begeisterung ... Erst der Enthusiasmus, dann erst der Fleiß ...
Stefan Zweig, Verwirrung der Gefühle

Denn alles bewegt sich
Jetzt auf Erden einmal, es scheint sich alles zu trennen.
Grundgesetze lösen sich auf der festesten Staaten,
Und es löst der Besitz sich los vom alten Besitzer,
Freund sich los vom Freund: so löst sich Liebe von Liebe.
...Mehr ein Fremdling als jemals, ist nun ein jeder geworden.
...Alles regt sich, als wollte die Welt, die gestaltete, rückwärts
Lösen in Chaos und Nacht sich auf, und neu sich gestalten.
Goethe, Hermann und Dorothea 9. Gesang Vs 262f.

Denn alles fremde Literarische muss gebracht, ja aufgedrungen werden, es muss wohlfeil, mit weniger Bemühung zu haben sein, wenn wir darnach greifen sollen, um es bequem zu genießen.
Goethe, Tag- und Jahreshefte 1808

Denn alles Gute ist Selbstzweck und um seiner selbst willen erstrebenswert.
Aristoteles, Eudemische Ethik

Denn alles Heil kommt aus der Stille.
Heinrich Waggerl, Das ist die stillste Zeit im Jahr

Denn alles ist dort [im Orient] Betrachtung, die zwischen dem Sinnlichen und Übersinnlichen hin und her wogt...
Goethe, Divan, Noten und Abhandlungen - Künftiger Divan - Buch der Betrachtungen

Denn alles Vornehme ist eigentlich ablehnend.
Goethe, Dichtung und Wahrheit III, 11

Denn alles, was so übertrieben wird, ist dem Vorhaben des Schauspiels entgegen, dessen Zweck... war und ist, der Natur gleichsam den Spiegel vorzuhalten: der Tugend ihre eignen Züge, der Schmach ihr eignes Bild, und dem Jahrhundert und Körper der Zeit den Abdruck seiner Gestalt zu zeigen.
Shakespeare, Hamlet

Denn alles, was vortrefflich sei, sei eo ipso klassisch, zu welcher Gattung es auch gehöre.
Goethe, H. Voß, 26.1.1804

Denn Alter, Zeitpunkte, alles macht Verschiedenheit, in der Art zu sehen und zu empfinden.
Goethe, zu Johanna Fahlmer, Anfang Mai 1774

Denn am Ende ist alles Influenz, insofern wir es nicht selber sind.
Goethe, Eckermann, 2.4.1829

Denn am Ende kann doch nur ein jeder in seinem eignen Sinne aufgeklärt werden.
Goethe, Schriften zur Natur- und Wissenschaftslehre
Einwirkung der neuen Philosophie

Denn Amor ist ein gewalttätiger Tyrann...
Lukian, Göttergespräche

Denn Amor, das Kind, hält sich noch hartnäckig fest am Kleide der Hoffnung, eben als sie schon starken Schrittes sich zu entfernen den Anlauf nimmt.
Goethe, Dichtung und Wahrheit IV, 18

Denn an der Braut, die der Mann sich erwählt, lässt gleich sich erkennen,
Welches Geistes er ist, und ob er sich eigenen Wert fühlt.
Goethe, Hermann und Dorothea 9. Gesang Vs 82

Denn an der Farbe [der Kleidung] lässt sich die Sinnesweise, an dem Schnitt die Lebensweise des Menschen erkennen.
Goethe, Wanderjahre II,2

Denn an einer organischen Materie, und wenn sie noch so lebendig gedacht wird, bleibt immer etwas Stoffartiges kleben.
Goethe, Aufsätze zur allgemeinen Pflanzenkunde. Bildungstrieb

Denn arm ist nicht, wer zu wenig hat, sondern wer zu viel begehrt.
Seneca, Mächtiger als das Schicksal

Denn arm sein sollst du, man will es; doch weshalb? Das will ich dir sagen:
Auf dass du den Züchter und Herrn erkennst, dann, wann er mit \'huß!\' dich hinanhetzt
Auf einen der Feinde, du diesem sofort mit blutlechzender Gier an den Hals springst.
Denn wollten dem Volk sie den Lebensbedarf nur schaffen, so wär es ein leichtes!
Aristophanes, Die Wespen

Denn Armut ist ein großer Glanz aus Innen.
Rainer Maria Rilke, Das Stundenbuch

Denn auch das Denken schadet bisweilen der Gesundheit.
Aristoteles, Nikomachische Ethik

Denn auch der einzelne vermag seine Verandtschaft mit der Gottheit nur dadurch zu betätigen, dass er sich unterwirft und anbetet.
Goethe, Dichtung und Wahrheit I,5

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