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Den Fortunatus-Beutel holen.

Den Franzosen und dem Teufel ist nicht zu trauen.
i] Börne (Briefe aus Paris, I) behauptet sogar, jeder Franzose habe den Teufel im Leibe, und wenn eine Teufelei darzustellen sei, misslinge ihnen das nie.

Den Frauen ist das Beste zu schlecht und das Schlechteste gut genug.

Den Frauen man nur zwei Dinge glauben soll: Wenn sie nicht essen, sind sie voll, und wenn sie sterben, wird es offenbar, dass ihre Krankheit eine wirkliche war.
Mailand

Den Frauen und dem Dukatengold sind gar viele Leute hold.

Den Frauen, kurz gesagt, ist jeder Zwang verhasst,
Drum ist's gewagt, wenn man mit Argwohn sie verfolgt
Und gar versucht, sie einzusperren.
Molière, Der Sizilier (Isidora)

Den Frechdachsen gehört (auch) das Paradies.
Jiddisch

Den frechen Lügner erkennt man an seinen Augen, so wie den Esel an seinen Ohren.
Rumänien

Den Fremden erkennt man sofort: Er benimmt sich wie ein weißes Huhn.

Den Fremden rühr nicht an.
Estland

Den fress' ich im Sauerkraut.
Rottenburg

Den Freund erkennt man in der Not.
sp] En chica casa y en largo camino se conocen a los amigos.

Den Freund muss die Seele besitzen: Sie aber ist niemals abwesend, wen immer sie will, sieht sie täglich.
Lucius Annaeus Seneca, Briefe über Ethik

Den Freund strafe heimlich, lobe ihn öffentlich.

Den Freund such nicht mit den Augen, sondern mit den Ohren.
Estland

Den Freund zu erkennen, musst du erst ein Scheffel Salz mit ihm gegessen haben.

Den Freund, der dein, und dessen Wahl erprobt,
Mit eh'rnen Haken klammr' ihn an dein Herz.
Doch härte deine Hand nicht durch Begrüßung
Von jedem neugeheckten Bruder.
en] The friends thou hast, and their adoption tried,
Grapple them to thy soul with hoops of steel,
But do not dull thy palm with entertainment
Of each new-hatched unfledged courage.
Shakespeare, Hamlet 1,3

Den Freund, dessen Hoffnungen man nicht befriedigen kann, wünscht man sich lieber zum Feinde.
Friedr. Nietzsche, Morgenröte

Den Frieden kann das Wollen nicht bereiten:
Wer alles will, will sich vor allen mächtig;
Indem er siegt, lehrt er die anderen streiten,
Bedenkend macht er seinen Feind bedächtig.
Goethe, Epimenides (Vorspruch)

Den Frieden zu haben - das kommt der Liebe zu. Frieden zu begründen aber ist das Amt der ordnenden Weisheit.
Thomas von Aquin, Summa theologica

Den Frommen fertig, kaum gewollt,
Zur Seite Werk steht jeder Art.
Unfrommen Händen stets entrollt
Unfertig, was begonnen ward.
Paul Ernst

Den Frommen geht es so wie dem Wasser im Meer.
Estland

Den Frosch zum Fliegenhüter machen.

Den Fröschen ein Fuder Wein zum Bade(n) verehren

Den Fröschen Wein zu trinken geben.
Venetien

Den fruchtbaren Reisstengel erkennt man an seiner gebogenen Form.
Madagaskar

Den Frühling auf der Stirn und den Winter in der Brust haben.

Den Fuchs am Schwanz abhäuten.
fr] Escorcher le regnard par la queue.

Den Fuchs beim Schwanz fassen.

Den Fuchs erkennt man am Schwanz.

Den Fuchs muss man mit Füchsen fangen.
i] Schlaue legt nur ein Schlauer herein
la] Cum vulpe vulpinari.

Den fuchs nicht beissen.
i] Grausen etwas zu tun

Den Fuchs rupfen (o. streifen).
i] Für: sich erbrechen. Gleicher Sinn: Ein Kalb legen. Kälbern. Sich überwerfen. Im Kropf anfangen zu dichten und klafterlange Noten singen. Seine Güter (o. sich) übergeben. Sanct-Ulrich anrufen. In Mecklenburg sagt man: Kälwer anbinnen. Kälver mâken. In Schlesien hört man: Er macht achtzehn die besten. Er musicirt, dass die Säue die Noten fressen. Er redet so grob, dass man die Wörter mit dem Besen zusammenkehren muss.

Den Fuchs schleifen.
i] Vor ein paar hundert Jahren war in Pommern ein Rundtrinken aus großer Kanne, wobei der Antrinkende nur zu nippen pflegte, und die folgenden desgleichen, damit für den letzten der Runde möglichst viel im Gefässe blieb, denn dieser hatte nun den Rest auf einen Zug zu leeren. Dafür hob er von Frischem wieder an und sein Nachbar wurde der letzte. Diese Variation scheint besonders beliebt und verbreitet gewesen zu sein. Das 'Zanower Recht' hatte dafür den Vers: 'Qui bibit ex neigas, ex frischibus incipit ille.

Den Fuchs spielen.
fr] Faire le renard.

Den Fuchs streichen.
fr] Flatter quelqu'un.

Den Fuchsbalg auf HasenFüße verhandeln.
i] Statt List anzuwenden, die Flucht ergreifen

Den Fuchsbalg über die Löwenhaut ziehen.
fr] Coudre la peau du renard à celle du lion.
ho] Het vossenvel aan de leeuwenhuid naaijen.

Den Fuchsschwanz streichen.
ndt] Den vossschwanz striken.
fr] Estre aspergé de queue du renard.
la] Cauda blandiri.

Den Fuchsszepter als Fliegenwedel gebrauchen.

Den Fûlpelz (Faulpelz) geit die Arbeit vonne Hand, as Pick vonne Wand.
Mecklenburg
i] Einer der auf der faulen Haut liegt.
z] Von feule ein belz überkommen. (So dass der Pelz den Schimmel, die Haut ausdrückt, wovon das Faulende überzogen wird)

Den fünften Fuß am Schafe suchen.

Den Funken anblasen.

Den Funken ins Pulverfass werfen.

Den furchtbarsten Zorn, den es gibt, den Zorn der Ohnmacht.
Bulgaxow, Der Meister und Margarita

Den Furchtsamen schreckt sein eigener Schatten.

Den Fürwitz woran, wie an einer neuen Zeitung büßen.

Den Fuß aus dem Schlamme ziehen.
i] Sich einer ekligen Sache entwinden

Den Fuß aus etwas herausziehen.
i] Nichts mehr damit zu tun haben wollen

Den Fuß im Hafen haben.
i] In dem Sinne: Halm im Korbe sein

Den Fuß ins Land setzen.

Den Fuß nach dem Leisten richten.
la] Lesbia regula.

Den Fuß von deinem Weibe duld' nie auf deinem Leibe; es könnt' sie bald ergetzen, ihn dir auf den Kopf zu setzen.

Den Fuß, daran der Schuh drückt, an den Laden legen.
i] Seine Schäden, Leiden, schwachen Seiten u.s.w. vor aller Äugen bringen

Den Futtersack höher hängen.

Den Gaffpfennig bezahlen.

Den Galgen hat man abgeschafft, die Schelmen sind geblieben.
i] 'Vgl. Goethe, 'Faust', Hexenküche: Den Bösen sind sie los, die Bösen sind geblieben.

Den Galgen hat mein Vater gebaut, sagte der Dieb, und der Vater war doch kein Zimmermann.

Den Galgen hauen und den Dieb laufen lassen.
ho] Het is de galg gegeeseld, en de dieven laten loopen.

Den Gang der gemessen ablaufenden Zeit beschleunigen zu wollen, ist das kostspieligste Unternehmen. Also hüte man sich, der Zeit Zinsen schuldig zu werden.
Schopenhauer, Vom Unterschiede der Lebensalter

Den Gannev var der Tür legen.
i] Der Gefahr des Bestohlenwerdens dadurch entgehen (wollen), dass man den Dieb selbst zum Hüter des Hauses und für jeden Schaden verantwortlich macht.

Den Gänsedreck mit einem ziehen.
Nürtingen
i] Wenig nützliche Prozesse mit jemandem führen

Den Gänsen den Salat zu hüten geben.

Den Gänsen Hufeisen anziehn.

Den Gänsen ist's angeboren, dass sie auf dem Wasser schwimmen.

Den Gänsen predigen.

Den Gänsen Schuhe machen.
dä] Det duer til intet at gjøre skoe til gaes.

Den ganzen Brasel hinschmeißen.
i] Alles, was er trägt

Den ganzen Heiligenkram auftischen.
ho] Al de Santen-kraam.

Den ganzen Kram hinwerfen (o. hinschmeißen)
en] to chuck it all (sl.)
fr] ficher tout en l'air
it] piantare baracca e burattini

Den ganzen Raum, den man auf dieser Welt beansprucht, verliert man im eigenen Ich.
Marcel Jouhanddeau

Den ganzen Tag hat man die Hände voll!
Goethe, Faust I, Wald und Höhle (Mephisto) Vs 3261

Den Garten Eden und die Gehenna (d.h. die Hölle) kann man (bereits) auf dieser Welt haben.
Jiddisch

Den Garten muss man warten.
z] Gott gibt Boden und Regen, die Hacke muss der Mensch bewegen.

Den Gascogner kennt man an der Sprache.
fr] Lo no es bon Guasconet, seno sabe dezi, higue, hogue, hagasset.
i] Die Franzosen behaupten, der sei kein echter Gascogner, der nicht higue, hogue, hagasset zu sagen wisse

Den Gast nicht einnehmen, ist schand, ihn ausstoßen, ist ärger.

Den Gast schickt der Gott oder der Teufel.

Den Gast senden die Götter.
i] So jedenfalls soll man ihn behandeln
i] Spruch der alten heidnischen Preußen. Von dessen Anwendung in der neuern (christlichen) Zeit erzählt man sich folgende Anekdote. Ein junger Mann, der mehr brauchte, als er verdiente, wollte einmal bei seinem wohlhabenden Onkel, dem er viel Verdruss machte, einige Tage gut leben und trat mit dem Spruche bei ihm ein: 'Den Gast senden die Götter!' worauf er von demselben die Antwort erhielt: 'Und 'naus schmeisst ihn der Vetter.'

Den Gästen das Beste zuletzt bringen.
fr] Laisser les conviés sur la bonne bouche.

Den Gastut abzühe.
Schaffhausen
i] Unscheinbar werden

Den Gatten dein als einen Herrn verwöhne,
Doch den Verräter stets in ihm argwöhne.
Alter französischer Spruch
Montaigne, Essais, III, 5

Den Gatter zu, dass ausfliegt keine Kuh.

Den gauch berayten.
z] Ein gouch ausstriben affenspyl zu dettig syn recht wie man will, was man jn heisst, nit lang erbeyten, sich lassen wie ein falck bereyten.

Den Gauch daheim lassen.
i] Auswärts seine Torheiten nicht zur Schau tragen
z] Wenn sie liessent jr holtzschuh und blitzen den gauch heim auff der stangen sitzen.

Den Gauch erkennt man am Gesang.
mhdt] Wolt got es wer zu erkennen des feihen schmeichlers red anfang recht wie der gauch an seim gesang.

Den gauch etzen.
z] Ein yede gouchin weiß den list, womit ir gouch zu spysen ist.

Den gauch im spiegel sehen.
z] Wenn sy den gouch jm spiegel zeigt, do fintschafft sich noch früntschafft eigt.

Den gauch leren essen.
i] Verspottung der Männer, die sich von Frauen bei Gastmählern u.s.w. vorlegen lassen
z] Wer hier zu eynem gouche wurdt, derselb kan nit mer essen furt, darumb muss in die geuchin spysen und wie ein kindt mit bappen wysen.

Den gauch leren gon.
i] Spott auf die Männer, die sich von Frauen leiten lassen
z] Vnd darff ir keynen dryt nit weren wiewol er gon muss von ir leren.

Den gauch lernen singen.
z] Die weyber lernendt oft ein singen, der lieber weint zu solchen dingen, es muss ein gouch oft frölich syn, dem nie kam freyd yns hertz hynyn.

Den gauch nit lassen meister syn.
z] Das ander gouchstuck das ich kan, das ist das ich myn frouwen lan meister syn und byn ich knecht.

Den gauch rösten.
i] Von Leuten, deren Dummheiten ohne besondere Zurichtung (Marinierung, Röstung u.s.w.) unverdaulich sind.
z] Etlich gouch so mager sind, wenn man sy röstet nit geschwindt, so hette sie gar kein geschmack.

Den gauch strichen.
z] Das geuchlin hat gefallen dran, wenn mans zertlichen strichen kan, den federn nach ob sanfft und glatt solchs vnseren gouch gar früntlich datt.

Den gauch uss dem nest nemen.

Den gauch ussnemen.
z] Es ist der schwartzen kunst ein stück, wer mit solchen list und dück ein iungen gouch so griffen kan, das er vom griff nit flügt darvan.

Den gauch vff ein kussen setzen.
i] In hohe Ämter und Stellungen, zu großen Ehren
z] Die geuchin eygendtlichen wyssen, wie man ein gouch setzt vff ein küssen.
z] Man setzt ein gouch nicht also glich hoch dran vff das obrist küssen, er muss vil geuchereyen wyssen.

Den gauchzinss richten.
z] Der wyber tandt mit irem list handt mich so adlich zugerist, das ich zuerst gewillig bin den gouchzinss gern zu geben yn.

Den Gaul beim Schwanz (oder von hinten) aufzäumen.
la] Ab unguibus incipere.
la] Aprum fluctibus appingit. Horaz
la] Delphinum silvis appingit. Horaz
la] Venari in mari. Plautus

Den Gaulen vmb den Gorden gruen.

Den gebackenen Fisch wirft man fort, wenn man den frischen sieht.
Birma

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