<<< Deutsche Sprichwörter >>>

Dass dich St. Urbansfeuer greife.
z] Mein lieber Nachbaur halt dein Frauen, schau wie tun jr die augen glitzen, wie tut jr Angesicht sie anspitzen, schau wie grissgramt sie mit den Zenen, sieh wie bibend mit den henden, schaw wie sie mit den Fen stampff, als ob sie hab den Esels Krampff. Ich frcht sie sei wtig und wnnig oder villeicht toll und unsinnig. Lass inn ein finster Kammer sperren.' Worauf der Mann erwidert: 'Was wilt du mich doch immer herren. Siehst nit, sie hat sanct Vrbans plag.

Dass die Dornen werden geacht, das haben allein die Rosen gemacht.

Dass die Klber sterben, daran sind die Hunde nicht schuld.
nl] Het komt bij het huilen der honden niet toe, dat de kalveren afsterven.

Dass die Katzen mausen, das sagen sie selbst.
i] Die Rede verrt den Menschen.

Dass die Kuh nicht spricht, ist nicht weil sie keine Zunge hat.
Jamaika

Dass die Sue werden geschlacht, das hat ihr Mutwille gemacht.

Dass die schwarzen Hhner auch weie Eier legen, sagte die Nonne, da sie sich wunderte, dass ihr Knblein kein schwarzes Benedictinerlein sei.

Dass die Trauervgel ber deinen Kopf fliegen, kannst du nicht verhindern, wohl aber, dass sie in deinem Haare nisten.

Dass die Vgel der Sorge und des Kummers ber deinem Haupt fliegen, kannst du nicht hindern. Doch kannst du verhindern, dass sie Nester in deinem Haar bauen.
China

Dass die Vgel ber den Kopf fliegen, kann man nicht hindern, aber man kann ihnen wehren, Nester in den Haaren zu bauen.
i] Vom Aufsteigen und Bekmpfen bser Begierden.

Dass die Weiber schn bleiben, ist ein gut rezept, wenn sie alls Unglck und sorgen vnter den knien zusammen binden, das sie nicht zu Herzen steigen, und jhm ein runtzelt gesicht machen.

Dass dies nicht geschieht, dafr ist in allen Kirchen gebeten.
sterreich

Dass dieses Haus aus Not und nicht aus Lust gebauet, weiss der, der voriges hat ehmals angeschauet.

Dass dir d' Laus nt 'n Katarrh kriege.
Obersterreich
i] Spottend zu dem, der aus Weichlichkeit oder Unhfkeit die Mtze nicht lften will.

Dass dir der Teufel die Zhn' ausschlag' und dir dafr in die Lcke mach', las der Bauer in dem Zettel, den er von dem Kapuziner gegen Zahnweh kaufte.

Dass dir der Wuchs nicht vergeht.

Dass dir drei (neue) Teufel in den hohlen Leib fahren.

Dass dir Gott einen goldenen Esel beschere, so hast du ein Jahr am Schwanz zu zehren.
z] Es wirdt aber der guldine Esel genannt das Gebrg an Bhaim, darauf herrlich Gold Bergwerck wirdt gebawt.

Dass dir Gott Licht und Kerze beschere!

Dass dir Gott selten hilft, da hast du zuzuschaun,
So stark du glaubst, so stark ist seiner Hand zu traun.

Dass dir ne's Sahnderla zerspringt.
Hirschberg
i] Wenn die Kinder etwas Gutes essen sehen, so gibt man ihnen wohl etwas zu kosten mit der Bemerkung: Hier hast du etwas zu kosten, dass dir nicht die Sehnader, das Sehnderchen zerspringt.
fr] Le dsir de l'homme n'est jamais assouuy.
la] Hominis desiderium flagrat vaque in summum.

Dass dir nimmermehr kein gut geschehe.

Dass dir Sankt Asmus Haspel die Drme verwirr'.

Dass dir's der Geier gesegne!
i] In den Redensarten: Zum Geier! Dass dich der Geier! u.m.a. steht Geier verhllend fr Teufel.

Dass du auf dem Blocksberge wrest!
i] In Lichtenberg's Schriften findet sich ber diese Redensart die Abhandlung: Ein Traum. Der Verfasser bemerkt in einer Note: 'Diese Verwnschung vertrgt sich wirklich mehr als irgendeine mit christlicher Liebe, sie thut nmlich durch Affect Genge und hebt die Wiederkehr des Verwnschten nicht auf, wodurch sie sich sehr von anderen unterscheidet, die man, im christlichen Deutschland wenigstens, blos mit Anfangsbuchstaben und Punkten druckt.
In der Altmark: Ick woll, du werst upp'n Blocksberg. Damit in der Walpurgisnacht die nach dem Blocksberge ziehenden Hexen der Stadt u.s.w. oder den einzelnen Husern keinen Schaden zufgen, bezeichnen in der Altmark die Knaben die Hausthren und die Mittelsteine des Pflasters mit Kreidekreuzen. Auch spotten die Kinder ber einen Kutscher, der anspannt durch den Gesang: 'Johann, spann' an, dr Katten voran, dr Ms' vrupp, nao'n Blocksberg 'rupp.' - Elze, Unbekannte Fremdlinge in Ueber Land und Meer, 28. Bd. Nr. 30, vermuthet, dass der Blocksberg den Sagen nach ursprnglich ein 'Boksberg' gewesen zu sein scheine, wie Sliwenza in Krain und der Block in Kroatien, von dem slavischen Bog (Czerny-Bog), Teufel, was ja auch den deutschen Blocksbergsagen entspricht.

Dass du beim Teufel (Kuckuck, Schinder, Dreihenker u.s.w.) wrst.

Dass du brennst in der Hlle!

Dass du d' Krnk kriegest.
i] Besonders die Fallsucht (Epilepsie) in Franken, auch ehemals die Pest. Elsssische Verwnschungsformel.

Dass du deine Schafe zhlst, hlt den Wolf nicht fern.
Lettland

Dass du den Mann zufrieden machest, sei nicht trg, den Tisch zu decken.

Dass du die drss mssest haben.
i] Im 15. bis 17. Jahrhundert wurde das Wort Drse in Ausrufungen und Verwnschungen hufig angewandt. In diesen Redensarten, zu denen auch die beiden hier aufgefhrten gehren, wird gewhnlich die Pestbeule verstanden. Wird das Wort persnlich genommen, in welchem Fall es mnnlich gebraucht wird, so denkt man dabei an einen bsen Geist, den Teufel, z.B.: Dass dich der Druss bestehe, verderbe.

Dass du die Nase im Gesicht behltst.
i] Bei berraschungen, wenn etwas Unerwartetes geschieht.

Dass du die Pest kriegst!

Dass du ein dutzend Cholera im Leibe httest!
i] Im August 1854 sagte auf dem Mhlhauser Markte eine Frau zu einer Verkuferin, von welcher sie sich berfordert glaubte: 'Wenn Ihr nur zwlf Cholera im Leibe httet!'

Dass du harig werdest!

Dass du mir die Hhner nicht erschrickst und keinen Weiher anzndest.

Dass du mussest toll, rasend und unsinnig werden!
i] Alter und veralteter sprichwrtlicher Fluch.

Dass ein Ordensmann muss lgen knnen, Herr Abt, das hab' ich nicht gewusst, sagte der Ritter.

Dass eine Dirne dich liebt oder ein Gastwirt frei dich hlt, ist ganz unmglich oder kostet viel Geld!
es] Amor de puta y convite de mesonero no puede ser sino te cuesta dinero.

Dass eine Kopeke sich in einen Rubel verwandelt, ist ein Werk der Zeit.
Russland

Dass eine Mauer kurz ist, bedeutet nicht, dass es Mangel an Material gegeben hat.
Mali

Dass eine Mcke sollte husten wie ein Pferd, das ist unmglich.

Dass einer geboren wird, ist der Gang der Natur, Sterben aber ist bereinstimmung mit dem Grad seiner individuellen Bestimmung.

Dass einer sich aufs Reiten versteht, gengt nicht, er muss auch richtig abzustrzen wissen.
Mexiko

Dass er des jhen Todes strbe!

Dass er msst Gebratenes fressen auf 'nem hlzern Teller.

Dass er nicht rauchte, musst er ben,
Als er des Glckes Ende sah;
Der Boden raucht ihm untern Fen,
Drum ging er nach Sankt Helena.
Spruch auf einer Tabakspfeife mit dem Bilde Napoleons I.

Dass erst schulrecht soll man niemand verachten.

Dass es anderen auch nicht besser geht, ist ein schwacher Trost.

Da es recht sei, zwei Pfrnde zu haben, verstehen nur die nicht, welche blo eine haben.

Dass es vielen schlecht geht, ist nur fr die Dummen ein Trost.
es] Mal de muchos, consuelo de tontos.

Dass euch Pock schent!
i] Poch, Pocken (postulae, variolae).
z] Mit Ehren ich wohl bei euch bleib, seidt selb ein dieb, das euch Pock schent!
i] Die obige Redensart gehrt zu den vornehmlich im 16. Jahrhundert blichen Verwnschungsformeln, die sich auf Krankheiten beziehen. Einen hnlichen Wunsch sprach im August 1854 auf dem Mhlhauser Markte eine Frau zu einer Verkuferin, von welcher sie sich berfordert glaubt, aus, indem sie sagte: 'Wenn Ihr nur zwlf Cholera im Lb htte!'

Dass geschrei ist ein falscher Spiegel, der oft ein ding recht, oft gantz falsch zeigt.

Dass Gesind (und Diener) soll man nehren, nicht mesten, sonst verschleicht sich die Narung.

Dass gewiss kan man mit ungewissen nit vernichten.

Dass Gott dem kargen schelmen den ritten gebe.

Dass Gott den Teufel heimsuche, sagte der kranke Bauer, als der Pfaff mit den Worten zu ihm eintrat: Gott sucht den Kranken heim.

Dass Gott erbarm'! Sieben Suppen und keine warm.

Dass Gott erbarm.
i] Gotteserbrmlioh, gottesjmmerlich

Dass ich auf diesen Vogel so drste, sagte der Schwab, als er einen Kapaun fr einen Spatz gegessen hatte.

Dass ich bissweilen red Latein, kn machet mich der kle wein; ich hab auch on end Disputier, nachdem ich ausstrinck zweymal vier.
la] Post sumptum vinum loquitur mea lingua latinum, et bibo cum bis ter, sum quaelibet arte magister.

Dass ich den Schlaf nicht forttrage.
Nrtingen
i] Wenn man beim ersten Besuche in einem Hause sich setzt.

Dass ich kein Narr bin!
i] So etwas Nachteiliges einzugehen.

Dass ich Komplimente mache, ist nicht meine Sache.

Dass ich nur schreibe mit Verstand, betete jener, fhr' du mir, Christe, selbst die Hand.
i] Ein frommer Mann, dem das Beten leichter als das Denken war, pflegte, wenn er sich zum Schreiben niedersetzte, zu flehen: 'Herr fhre du mir die Hand, dass ich nichts niederschreibe, was deiner unwrdig wre. Ne scribam vanum, duc mihi, Christe manum.'

Dass ich selbst pflege, das zeihe ich einem andern allwege.

Dass ihm der Teufel den Balg walke.
i] Fr durchprgeln.

Dass ihm der Teufel mit einem Messer in den Leib krieche, das Fett von den Gedrmen schle.

Dass ihm Gott seinen Leib schnde.

Dass ihn das viertgige Fieber ankomme!
fr] La fivre quartaine le puisse serrer.

Dass ihn der Bock (d.i. der Teufel) schnde (stoe)!
i] Hat mythische Bedeutung, da der Teufel in Bocksgestalt und gehrnt gedacht wurde

Dass ihn der Geier hole!

Dass ihn der Valant reiten soll!
i] Verhllungsform fr Teufel. Das Wort kommt von valen, vlen = irren, irrefhren, seducere, wonach Valant so viel bedeutet als seductor diabolus.

Dass ihn die Lus' erwrgen!

Dass ist ein bser Falck (falke), der etwas zu fahen ausgeflohen und nicht widerkompt.

Dass ist ein bss brcklein mit sorgen, daran ein mensch muss erworgen.
la] Qua suffocatur quisquam, mala mica putatur.

Dass ist ein fauler hausshalter, der gekaufft Fleisch in Schornstein hengt.

Dass ist ein guter Betrug, dar durch men dem schendlichen betrug den Hals kan abstechen.
la] Bonus dolus est quo malus pellitur.

Dass ist ein guter will, der ein Ding tut, so gut er kan, wenn er nicht tun kan, wie er will.

Dass ist ein khne Maus, die der Katz darff ein nest ins Ohr machen.

Dass ist ein nichtswertiges Weib, die in ihres Mannes Weyer fremde Fisch lest setzen.

Dass ist gut, dessen einer sich erfrewt, wenn ers hat.

Dass jedermann leidet, das macht der Neid.

Dass man an Rosen glaubt, das bringt sie zum Blhen.
Frankreich

Dass man den alten Kse achtet ungesund, hat bei Gesunden keinen Grund.

Dass man den farbigen Edelsteinen Heilkrfte zuschrieb, mag aus dem tiefen Gefhl dieses unaussprechlichen Behagens [an den Farben] entstanden sein.
Goethe (1749-1832), Entwurf einer Farbenlehre 6. Abt. 759

Dass man der Dornen acht, haben die Rosen gemacht.

Dass man die Speisen nicht trinken kann, sagte Durst, ist ein Fehler im Schpfungsplan.

Dass man ein Fasten durchfhrt, muss aus dem Innern kommen, das Abbrechen kommt von auen.
China

Dass man falsch gewicht brauchen thar, das machet scheel augen frwar.
la] Lances dissimiles, faciunt oculos mihi tristes.

Da man in eine andre Haut schlpfe, hilft nicht in den Himmel.

Dass man vorher lacht, muss man oft hernach beklagen.

Dass mancher Feindschaft hat, ist seine Schuld, weil er sich mit Leuten nicht vertragen kann.

Dass man's erleiden mag, nit zu warm und nit zu kalt.

Dass man's nicht kann, ist keine Schande, aber dass man's nicht lernen will.

Dass Muse durch die Furche laufen, rgere dich nicht, aber dass sie Pfade machen, dulde nicht.

Dass mein Sohn verliert, verdriet mich nicht, aber dass er weiter spielen will.
en] I am not angry my son loses, but tat he will play on.

Dass mich das Geschwr und Blatter rhre!
z] Also bau nicht auf Sand, auf Papier, sondern arbeite, gehe aber auch in die Kirche, reib die Ohren, stich in deine Nase, bei in deine Hand und sage: 'Dass mich das geschwr und Blatter rhre, ich will kein Lakei, kein Furier der Gassen- und Strassentreter sein. Prag im Munde der Prediger, in: Bohemia 1875

Dass muss ein klug Kind sein, das seinen Vater kennt.

Dass neun Wlfe dich!
lit] Kad taw dewyni Wilkai.
i] Die Zahl neun scheint in alten Zeiten hier die heilige Zahl gewesen zu sein. Sie hat sich nicht nur in alten Volksliedern, sondern auch in alten Sprichwrtern aufbewahrt.

Dass nicht um ein haar und tttel fehlet.

Dass niemand ja sich thu' vermessen, er hab' den Weizen allein gefressen.

Dass nur kein schwarzer Hund dazwischenkommt.
nl] Zie, dat daar geen zwarte hond tusschen komt.

Dass oft im Rechten unrecht geschieht, ist nicht zu verwundern, dieweil man der Justitia die Augen verbindt.

Dass Seewasser so salzig ist, kommt von den Salzheringen, die darin schwimmen, sagte die alte Frau.

Dass sich einer mit Ru und Kot besudelt, das kann mann an einem andern nicht abwaschen.
i] Wer gefehlt hat, der leide.

Dass sie mich schelten, mag schon gahn, aber sie sollen mich ungelobet lan.
z] Als die Athener den Worten des Phokion Beifall geklatscht hatten, fragte er erschrocken seine Freunde, ob er eine Dummheit gesagt habe.

Dass Sparsamkeit recht wird geacht, ein groer Zoll, der bald reich macht.

Dass Stolz Narrheit, ist bekannt,

Da Stolz Narrheit, ist bekannt,
Denn Stultus ist von Stolz genannt;
Auch sagt man wohl, Stultus und Stolz
Wachsen beid auf einem Holz.

Dass vergelt jm ein spitzhlzlin.

Dass viele Unrecht gehen, macht deshalb den Weg nicht Recht.

Dass weiss man bauern wenig dank.

Dass wir beginnen, ist unser Ziel.

Dass wir viel bles haben vernommen, ist alles von der Zung herkommen.

Dass zehntausend Knochen vertrocknen, ist das Verdienst eines einzigen Feldherrn.

Dass Zinsskauf kein Wucher ist, das liegt am Rechten und nicht am willen.

Dass zwei Pfrnden haben, recht sei, verstehen blo die nicht, welche nur eine haben.

Dassagl (das ist egal), segt Denker.
Mecklenburg

Dasselbe Blut, dasselbe Gut, dasselbe Alter machen die glcklichste Ehe.
England
en] Like blood, like goods, and like age make the happiest marriage.

Dasselbe Feuer reinigt das Gold und verschlingt das Stroh.
Italien

Dasselbe in Grn.

Dasselbe Jahr wird dem einen eine Mutter, dem anderen eine Stiefmutter sein.
Wales

Dasselbe Wasser macht Hhner weich und Eier hart.
Niederlande

Daste mer nich gestohlen werst.
i] Mundartlich wird aber in Schlesien nicht werst, sondern 'werscht' gesprochen, wie bekanntlich das scharfe s nach r, wie am Anfange vor p und t immer in sch bergeht, also wirscht, Wurscht, Schpiel, schpt, Schtuhl u.s.w. fr wirst, Wurst, Spiel, spt, Stuhl.

Dastehen als die Pfeiffer, so den Tantz verderbet haben.

Dastehen fr Petersdreck.
Franken
i] Nichts gelten

Dastehen wie das Hndlein von Breda.

Dastehen wie der Bube, der die Milch verschttet hat.

Dastehen wie der dumme Junge von Mutschen.

Dastehen wie der Gottverlassmichnicht.

Dastehen wie der Kuhhirte von Ringelheim, dem das Mundstck gefror.

Dastehen wie der Lalenknig auf der Rheinbrcke zu Basel.
i] Mit offenem Maul und groen Augen

Dastehen wie der Ochs am Berge (o. vorm neuen Tor).
ndt] He sht et an, as de Koh dat niege Dor.

Dastehen wie der Prinz in der Komdie.

Dastehen wie die gelten Mnche.

Dastehen wie ein betrnnter Hund.

Dastehen wie ein Bettpisser.
Knigsberg

Dastehen wie ein Narr.

Dastehen wie ein Pflock.
z] Stieh og nie dou wie ej Pflouck, rhr dich e Bissel.

Dastehen wie eine Bildsule.
i] Vor Erstaunen, Schreck wie versteinert

Dastehen wie Lots Weib.
i] Verblfft

Dastehen, als ob ihm in die Hand geschissen sei.
z] Wenn ich nun in das Reich der Himmel kommen werde, so wird der Heiland fragen: wo sind eure Untertanen? so werde ich dastehen, als ob mir in die Hand u.s.w.'

Dat (de) lett sik wohl ut Solt un Water eten.
Holstein
i] Von guten Speisen, frischem Fleisch und Fisch, Gemse; auch von Frauen, die, wie jene ungewrzt und ungepfeffert, auch ungeputzt gefallen.

Dat (hei) schlacht nau'm Klaffke (Klaffs), on de Klaffke nau'm Krus, on de Krus nau Hundschied.

Dat (o. dar) snd mehr bars als Poggen.
i] Mehr Brotesser als Brotverdiener. Abar = Storch

Dat Aas hett was lehrt, seggt Coord van Hallen, de kann dr de Welt kamen.
i] Der Witz liegt darin, dass das Wort Aas hier durchaus nicht verchtlich sein soll, wie es sonst ist. hnlich sagt man in Ostfriesland: 'T is 'n gelehrter Hund; 't is 'n Flpp, 'n kloken Bengel, 'n gelehrten Racker u.s.w., ohne damit etwas Schlimmes ausdrcken zu wollen.

Dat Achterdl (Podex) weisen.
z] Dorchlichting der Kleder et achtrdeel wisen. Hamburger Chronik

Dat Achterdl (Podex) weisen.
zit] Dorchlichting der Kleder et achtrdeel wisen.
Hamburger Chronik

Dat Aller wahrt fr Drheit nit.

Dat Appelke klt nich wit vom Stamm, w dat Schpke s k dat Lamm.

Dat Argste is verstaan, s de Deef, do keem he ut't Lock un sull hangt warrn.

Dat s rer Mutter r Duechter.
Siebenbrgen/Sachsen

Dat s en Arschkepitscher.
i] Fr Schulmeister

Dat s senges Vter se Shn.
Siebenbrgen/Sachsen

Dat Auge will auk wat, sagte de blinne Beend (Berend, Bernhard), doa friggede (freite, heiratete) en wacker (hbsches) Wicht (Mdchen).

Dat aule Huhn es daute, dat de grauten Egger leggete.
Lippe
i] Die alte Meierfrau u.s.w., die ihren Dienstboten oder den Armen so reichlich gab, ist gestorben

Dat bene, dat multum, qui dat cum munere vultum.
Walther, Proverbia sententiaeque
dt] Gut und viel gibt, wer mit seiner Gabe sein Gesicht gibt.

Dat Besst' kmmt n (kommt nach), sd' Schnfeld, dn wsst he wers nix mier.

Dat Best kmmt na, sd Schnfeld, dn wsst' he wers nix mer.

Dat Beste erst, dat Slimmste kummt alltt noch fro (frh) genug.
Rastede
it] Si deve sempre desiderare l'ottimo, ed aspettar il pessimo.

Dat beste schaf schit jo in den stal.

Dat beste Spl wird likers to vl.
Lbeck

Dat beste Spiel werdt k wohl to vl.
i] Wer sich zu beschrnken, zu beherrschen wei, ist Meister.

Dat bindt den Band.
i] Das macht es bndig: gibt der Sache das Gewicht

Dat bindt, se(de) Runde, d sedde (setzte) he vr'n fivtehalv (21/2 Sgr.) Latin in de Supplik.
Ostfriesland

Dat Bschloapen (Beischlafen) deit' ne, snnern dat Bwoaken, s' de Dr'n.

Dat blnkert as Beaten er Slwertg.

Dat blnkert wie Judeneier bei Mondschein.

Dat Bleaeken noa dem Winne dreggen.
Westfalen
i] Fr Bleadeken von Blatt
hdt] Den Mantel nach dem Winde tragen.

Dat blenked (blinkt) as de Panne op giensid (jenseits).
Grafschaft Mark

Dat blifft inne Fomili s de Zeegenbuck, dar har he denn Snieder sein Kohl upfreten.

Dat blinkert (glnzt) as 'n Stern.

Dat blft bm Blwe. Tolkemit
hdt] Es bleibt beim Bleiben.
i] Beim Alten, wie es gewesen

Dat Blt kruppt (kriecht), war 't (wohin es) nich gn kan.
Ostfriesland

Dat Bocke geit leicht, dat Lamme schwer.

Dat bn ek (ich), sed de Geck.
Meurs

Dat brt (bohrt) sick nich.

Dat Bske Lewe (Liebe) ss dem Arme sin Brade.
Ostpreuen

Dat bott (dumme) Mensch liht sich Scheuss un Gbb en de Hng du (drcken). Kln
i] Scheuss un Gbb = allerlei schlechtes Zeug.

Dat brt (brennt) mich net.
Siebenbrg.-schsisch
i] Das geht mich nichts an

Dat breckt w Dreck (auch: Grott).

Dat Breedste (breiteste) is noch achter, harr de Dfel seggt, do harr he Schppen scheten.
i] Der Stiel war nmlich zuerst gekommen

Dat brengt kn Soden an de Dk (Deich).
Ostfriesland
nl] Dat brengt geene zoden aan den dijk.

Dat bringt nich, man dat sammelt doch, s(de) de Junge, d harr he in de Kk (Kche) n rfge krgn, un up de Dl (Diele) wedder ne.

Dat brod (Brot) in ein koulden ofen stecken.

Dat Bren (Qulen) geit umm.
Oldenburg

Dat Bren geit umm.
Oldenburg
i] brden = narren, necken, qulen u. dgl.

Dat census honores,
census amicitias: pauper ubique iacet.
Ovidius
dt] Vermgen bringt Ehren und Freundschaften: Der Arme ist berall machtlos.

Dat dank em de Hund.
i] Wenn etwas nicht dankenswert ist, und wohl nur eine verhllende Form, wenn man nicht Teufel sagen will.

Dat darf w net sage, dat muss mer flten.
Bedburg

Dat de Pankauken (Pfannkuchen) rund ist, st me am Rande.
Sauerland

Dat de Pannkauken rund is, sht me am Rande.

Dat deit so wee, as wenn en Mann sin Fro afstarwt.
Hamburg
i] Es ist zu berstehen.

Dat di de Ape luse!

Dat di de Butke nich bitt.
i] Butz, auch Butzemann, oberdeutsch Bussemann, niederdeutsch Butze = Kobold, Poltergeist.
i] Butke = Butzemann, auch: Trommler oder Werber.
z] Es geht ein Butzenmann im Reich herum (Lied von der Reformationszeit)

Dat di de Drummel (Drommel).
i] Das holl. Drommel = Teufel. Wenn man dem Teufelsfluch ausweichen will

Dat di de Hamer sla!
i] Nmlich Tors Hammer. Noch aus der heidnischen Zeit, und steht in Beziehung zu Donar nebst den Begriffen von Tod und Teufel. Statt Hammer wird auch wohl Teufel gesetzt. Andere Verwnschungsformeln sind: Dass dir Sanct-Velten! Dass dich der Hitzel, der Donner, der Brenhuter, der Geier, der Blitz und das Wetter, Rbezahl, Sanct-Florian!

Dat di de Krambeker!

Dat di de Kuckuck!
i] Verwnschungsformel.

Dat di de Lichting!

Dat di de Mord sla.
hdt] Dass dich der Mord schlage.

Dat di de Racker hale.
i] Racker = Mensch, Bursche, aber auch Abdecker, Henker, wie Name fr Mandelkrhe (Coracias garrula). Nach Briefen von Alexander von Humboldt an Varnhagen von Ense bediente sich der preussische Knig Friedrich Wilhelm IV. fter gesprchsweise dieses Ausdrucks.

Dat di de Saalhund, tw Kinner up nmal.

Dat di Sant Velten hl!
Holstein

Dat dick En' (Ende) kmmt noah, s' de Dwel, doa scht 'ne hlterne Schipp.

Dat dick negen dffel ynnt holen lieff faren.
z] Also fluchen die Sachsen, dass einem Menschen sollen neun Teufel in leib fahren.'
nl] Ik wenschte, dat hij zoo diep in den grond zonk, als een haas in tien jaar loopen kan.

Dat Dicke kmmt toletzt wie Sprindwater, sagt jene Margell.

Dat Dicke kost't meiste Geld, s de Fr to 'n Lehrjungen, as se em dat nnerste t 'n Kaffeepott in de Tass' gt.

Dat Dicke kost't meiste Geld, s de Fro to'n Lehrjungen da got se em dat Unnerste ut'n Kaffeepott in de Tass.

Dat dickste Enne (Ende) kummt na.
Oldenburg
nl] Het breedste eind moet nog volgen, zei besje, toen zij den steel van de koekepan ontlast had.

Dat die de Drst.
i] Ausruf der Verwunderung und Verwnschung. Das Wort Drst, wohl richtiger Drs, vom hollndischen Droes = Teufel, ist im Holsteinischen ein Schimpf- und Fluchwort.

Dat die de Loft (Luft) vergeit, seggt de Bunkus, wenn he en Kopp afhaut.
i] Bunkus war Scharfrichter in Danzig.

Dat Ding hett en Haken.
Holstein
i] Die Sache hat eine Schwierigkeit, ist noch nicht klar

Dat do ik so gern, as ik gleinige Kohlen ete.
bm] Ucinm vsecko pro kazdho, krom toho trho: Neslbm, nepujcm a nedm za neho svho.
bm] Vse rd udelm: jen nechtej, bych neco dalt, pujcil aneb slbil.

Dat dcht (taugt) den Dwel nit.
Westfalen
Es ist eine schlimme Sache.
fr] Cela ne vaut pas le diable.

Dat dcht dem Dwel int Maus nit.
Westfalen
d] Det duger intet, er ei vrd, er skarn ar tale om.

Dat du de Frisur krigst s de Moltmller un smet sin Fro up'n Mehlsack.

Dat du de Hlung krigst.
i] Von halen = holen, bezeichnet Zugwind, der auch wohl Hlwind heit. - Dass du zusammenfahren mgest, wie vom schnellen Zugwind getroffen.

Dat du de swere Machei kriggst.
i] Eine pommersche Fluchformel.

Dat du den Sweden kriegst.
Ostfriesland
i] Einem den Schweden auf den Hals wnschen, heit, ihm Unglck wnschen. Die Redensart erinnert an die Grausamkeiten, welche die schwedischen Truppen in der letzten Zeit des Dreiigjhrigen Kriegs in Deutschland, also zu einer Zeit verbten, zu der aus den schwedischen Scharen der Geist der Zucht und Ordnung lngst gewichen war und man sie in protestantischen Lndern ebenso sehr frchtete, als die kaiserlichen Truppen. Man gibt ihnen schuld, dass sie den Einwohnern z.B. Mistwasser in den Mund gossen, um sie zur Angabe ihres Geldes zu zwingen, dass sie die Frauen entehrten, ihnen dann die Brste abschnitten u.s.w. Nach einigen wird dies den Schweden des Dreiigjhrigen Kriegs nach dem Tode Gustav Adolf's zur Last gelegt, wohl aber mit Unrecht, da die erwhnten Grausamkeiten dem Einfall der Schweden in Deutschland zur Zeit des Groen Kurfrsten von Brandenburg vor der Schlacht von Fehrbellin angehren.

Dat du drei Bren kriegst!
Holstein
i] Glimpfform fr: dass der Teufel ber dich komme. Ausdrcke, womit der Bauernfeind den ehrwrdigen Landmann missbraucht)

Dat du nicht kackst, dat wundert mie.
Ukermark
i] Von denen, die sich sehr gefhrlich bei etwas gebrden.

Dat eene mutt sick na dat annere fgen.
Rendsburg

Dat eene up de Knakn, dat ander upn Stakn.

Dat Ei is kluker o'se dat Haun (Huhn).
Waldeckisch Uppland
la] E stultiore candelabrum.

Dat Ei will klker wesen, as dat Hohn.

Dat eine ml schr, dat andere ml en spr.
i] Das eine mal schier, d.i. lauter, unvermischt, das andere mal ein bischen.

Dat eine Older dat slpt, dat andere dat t, dat andere dat lset.
i] Zur Schilderung des verkommenen Alters nach allen Seiten

Dat eine schaf folget dem anderen.
la] Agnus ovem sequitur, capras hoedique petulci.
la] Unam ovem aliae sequuntur, hoc est facile simul decipiuntur simplices.

Dat einen van 't Arweden rk ward, leit ne drin, wier 't de Fall, mist de sel rker as de Mller sin.

Dat em de Nase bewert (bebt).

Dat ne dat man will, dat annere dat man mut.
Rendsburg

Dat Enne (Ende) dreggt de Last.
Oldenburg
fr] En la queue et en la fin gist de coutume le venin.
la] In fine summa operis difficultas.

Dat er en dingen als en bufiest.
Grafschaft Mark
i] bufiest = Bofist, wahrscheinlich aus bo und fiest zusammengesetzt. Fiest = Bauchwind, Schleicher

Dat erschte Jahr posse von Harte, dat zweite Johr lewe mt Schmarte, dat dritte Johr bifze de bafze, dat vrde Johr Treppafze.
i] So denkt man sich in der untern Volksschicht das eheliche Leben.

Dat erste Winn'n hlt de Kieler Jungs nich fr gd.
Sderdithmarschen
hdt] Gleich anfangs beim Spiel zu gewinnen, halten die Knaben in Kiel nicht fr gut.

Dat es (hei vertellt) e Mhrke (Mrchen) met 'm (von) Appelgrke.
Ostpreuen
i] Eine drollige, mrchenhafte, mit Humor vorgetragene Erzhlung.

Dat es alle plus minus, sied (sagt) Krmer.

Dat es Botter (Butter) n der Galge geschmt.
Kln
i] Wenn man seine Hilfe an Unwrdige vergeudet, ungereimte Unternehmungen u.s.w. untersttzt
nl] Boterje tot de galg toe.
nl] Het zou boter aan de galg gesmeerd zijn.

Dat es Brud (Brot) asse Kistekauken.
Grafschaft Mark

Dat es dat, sacht Schmack, da schlug he de Fru egen Nack.
Aachen

Dat es de Onderbocks van dem Brgermeister.
i] Unterhose, d.i. der Sekretr auf dem Brgermeisteramte.

Dat es de unrechte Gaitlink.
Iserlohn
i] Drossel, angelschsisch giddian = singen. In der obigen Redensart, womit man einen gefhrlichen Menschen bezeichnet, knnte gaitlink, wie Woeste bemerkt, aus dem altschsischen gadaling entstellt sein, wie man ja auch in derselben Bedeutung: 'dat es de unrechte Landsmann', gebraucht.

Dat es den Handlanger von Goddes Woord.
Meurs
i] Der Kster

Dat es der Schlonk (Schlund) us Albon.
Bedburg
i] Um einen unerfllbaren Magen, einen unersttlichen Fresser zu bezeichnen.

Dat es e Glich'S Leve (Leben).
Kln
i] Womit man einen ungestmen Lrm, Tumult bezeichnet. Die Redensart bezieht sich auf die Brgerunruhen in Kln unter Nikolaus Glich und Abraham Sax vom Jahre 1680-86.

Dat es e bergang, sd de Hahn tom Regenworm, on fret em op.

Dat es en dick Ai (Ei), awwer et birstet noch as 'ne Karthaune.
Iserlohn
i] Von sehr groer Freundschaft, die keine Dauer verbrgt

Dat es en dickriggiger Ohm.
hdt] Ein Ohm mit einem dicken Rcken.
i] Zur Bezeichnung eines reichen Landmanns.

Dat es en dtsken Menschen.
Iserlohn
i] Sagt der Bauer von einem Gebildeten, der auf des Bauern Weise und in dessen Sprache mit ihm verkehrt.

Dat es en kumoude (bequemes) Dingen, sagte de Br, doa soagh h 'n Lampenssnter (Lichtschere), knped de Kuale (Kohle) vam Lechte (Lichte) un dd se der in.
Halver in der Grafschaft Mark

Dat es en Pflaster von Grtten.
Waldeck
i] Ein Pflaster von Grtze; ein verkehrtes Mittel, um etwas zu erlangen oder um sich aus einer Verlegenheit zu befreien.

Dat es en rechten Hans in allen Gaten.
Iserlohn

Dat es en Tollheit, wenn dem Bre de Pipp steht.
Jerentowitz

Dat es 'et Geld fr de Kau, sach de Krl, da brag he siner Frau enen grosken un siewen penninge na hus.
Grafschaft Mark

Dat es jst, as wamme 'me Smiele (Schmele) in't Balkenhual hnged.
Grafschaft Mark
i] Von sehr geringer Wirkung, wie ein Tropfen Wasser auf einen heien Stein, wie wenn eine Kuh eine Erdbeere verschluckt.

Dat es keine Bone wrt.
Iserlohn

Dat es kn Narr, de 't sgt, de ess 'n Narr, de 't lft.
Lippe

Dat es lelk (garstig), sei de Uehl, do sog se hr Jongen an.
Meurs

Dat es men pust in de Fust.
Iserlohn

Dat es Mnkearbeid.
i] Faule Arbeit.

Dat es mt Nswasser geniht.
Kln

Dat es 'n slechten bideler (Bettler), da nitt ene dr missen kann.
Iserlohn
i] Ich kann auch ohne dich fertig werden, ich bedarf deiner nicht

Dat es 'ne Mann, d sich net mieh gehrig shen und der Dfel met Weihwasser onge de Oge werpe kann.
Bedburg

Dat es 'ne slechte Hsfro (Hausfrau), de mit 'n Karkenkled in de Kke geiht.
Bremen

Dat es nett so breit wie et lank es.
Meurs
nl] Dat is net zoo breed, als het lang is.

Dat es nit Foss (Fuchs), dat es nit Hase.
Grafschaft Mark
i] Weder das eine noch andere

Dat es noch nit ute dn (Vorgeschichte).

Dat es 'r in oane Stein, harre (hatte) de Br sagt, doa harr 'e 'n Schnecke gefressen, und gemeint, es sei eine Pflaume.

Dat es Schweilands Dau.
Niederrhein
i] Ist schlechter Acker

Dat es so faste (fest) as Balve (o. asse Dpen).
Grafschaft Mark

Dat es so gewis as dat twi mol twi fir sind.
Grafschaft Mark
nl] Ik heb het zoo gewis, als of ik het in mijne hand had.

Dat es so gewis as fr der Wermingser Peute de Mune (Mond) opgid.
Iserlohn
i] Wermingser Pforte. Wermingsen ist eine Ortschaft stlich von Iserlohn. Peute fr Parte = Pforte

Dat es so sr (sauer) at et krit.
Grafschaft Mark
i] Von krten = schreien, also schreiend sauer.

Dat es so taoh asse Rindlr.

Dat es van Plunnen in 't Pltt.
i] Plunnen = Plunder, Lumpen; Pltt = ein abgeschnittenes Streifchen oder Stckchen Leinwand, wie man es etwa zum Verbinden anwendet. Sinn: Durch die betreffende nderung wird die Sache nicht besser.

Dat es wahret Leiden, wenn't Vigoolke nich geit.
Mockrau bei Graudenz
i] Es ist seht unangenehm, wenn eine Sache nicht gelingt, wenn etwas keinen guten Fortgang hat. Vigoolke = Violinchen.

Dat es wat vn bversten Bn.
hdt] Das ist was vom obersten Boden.
i] Etwas Ungewhnliches

Dat es, as wamme der Sau en gllen Halsband mme dud.
Iserlohn

Dat es, as wan de kau' ne Aelberte (Erdbeere) sluiked (schluckt).
Grafschaft Mark

Dat es'n Profit osse wenn ne bi Strauh bckt.
Waldeck
i] Ein Gewinn, als wenn man bei Stroh bckt.

Dat ess dem se Brdschf (Brotschaf).
Bedburg

Dat ess e gro Tabernakel un wenig Heiligtum.

Dat ess e Krock (Kraut), dat wiss net en jiddem Gaden.
Bedburg

Dat ess e su 'ne Rump Schlump.
Bedburg
i] Unordentliches Frauenzimmer.

Dat ess em gepfiffen.
Bedburg
i] Sagt ihm zu, passt in seinen Kram, entspricht seinen Wnschen.

Dat ess em noch net usgewssen.
Bedburg

Dat ess em noh der Mtz.
Bedburg
i] Darber hat er seine Freude; es ist so, wie er's wnscht.

Dat ess en Lieb, de brennt wie Messpl (Mistjauche) en der Lamp.
Bedburg

Dat ess Fleisch esu frd we gl Hoar.
Kln

Dat ess Fleisch esu frd, dat mss wl vun er l Koh ov vun em drggen Buet sin.
Kln
i] Buet = trockenem Rinde

Dat ess im 'ne Schlag en de Bocks.
Bedburg

Dat ess kene Speckbohne kochen.
Bedburg
i] Der Ausgang lsst sich nicht vorausberechnen.

Dat ess 'ne Scholderdrger.
Bedburg
i] Einer, der auf beiden Schultern trgt.

Dat ess 'ne Wrme, wenn h hingen dem Oven sitz.
Bedburg

Dat ess Pott wie de Deckel.
Bedburg
i] Zwei Dinge von gleicher Gte.

Dat ess so glick (gleich) wie de Weg na Niedk (Neuteich).
Danziger Nehrung

Dat ess Speck un Schwt (Schwarte) vun einem At.
Kln
i] Sie haben sich gegenseitig nichts vorzuwerfen.

Dat ess wie e Schmedsferchen (Schmiedefeuerchen).
Bedburg
i] Um schnelle Verbreitung zu bezeichnen.

Dat ess'ne Mhnegrsser.

Dat est 'ne Dankverdener.
Bedburg
i] Augendiener, Manteltrger

Dat este sget me Mieze un hingenoh sget me Katte.
i] Voran geht das freundliche Lockwort.

Dat Eten hett nich Klack noch Smack.

Dat fackelt nig.
i] Damit ist nicht zu spaen

Dat fallt gd.
i] Das geht gut, die Karten fallen nach Wunsch

Dat fallt in't Fleth (Kanal).
i] Es ist verloren, vergeblich

Dat fallt int Geld.

Dat fallt in't Gle (Gelbe).
i] Es fllt in den Dreck, wenn etwas misslingt

Dat fallt mi in de (ut de) Hand.

Dat fllt nicht (o. schwer) ins Gewicht.

Dat fllt wich, as dem Kappeziner de Harbl.
Grafschaft Mark

Dat Fatt (Fass) tosloan.
Westfalen
i] Ein Ende mit etwas machen
z] Es ist besser dieses Fass zuzuschlagen und unsere Gedanken auf etwas anderes zu wenden.

Dat Feld hett ren un de Busk hett gen.
Ostfriesland

Dat Feld is so kl, man kann en Ls mit de Schwp (Peitsche) drup herumjagen.
Holstein
i] Von einem fruchtlosen oder abgemhten Acker

Dat Fentchen upn Hot steckn.
i] Frhlich, vergngt, ausgelassen sein

Dat Fett drifft doch bwen, all is't k van'n dden Hund.

Dat Fett mutt alltyd bawen (oben) dryven.

Dat find't sick bi'n Beddenmaken.

Dat fingt sich bie 't Utkiehr'n, s' de Jong, doa ha 'r henner de Dr schten.

Dat Fleisch ess esu frd, do kammer de Zng op schliefe.
Kln
hdt] Das Fleisch ist so zhe, man kann die Zhne darauf schleifen.

Dat fluscht bter.
Danzig

Dat flscht, sd' de Krevt, un schrt de Pogg de Kutt av.
Mecklenburg

Dat fft' Radd an'n Wagen.

Dat fllt t de Bilad in de Kist.
i] Es ist gleich, ob der Mann oder die Frau einnimmt oder ausgibt. Die Beilade ist ein Nebenraum in einem Kasten.

Dat Fortuna bonum, sed non durabile donum;
attollit pronum, faciens de rege colonum.
Carmina Burana
dt] Das Glck schenkt Gutes, aber nicht als dauerhafte Gabe; sielsst Erniedrigte aufsteigen, macht aus einem Knig einen Bauern.

Dat fritt kn Brod (Brot)
i] Von Dingen, die man nimmt und verwahrt, weil sie, wie Haustiere, keinen Unterhalt kosten.

Dat Fr (Feuer) is mi in de Schob utgan.

Dat Fr (Feuer) wil wohl aale braten.

Dat Fr brennt em op de Ngel.
Ukermark
hdt] Das Feuer brennt ihn auf die Ngel, auch: brennt ihm unter den Ngeln. (Er ist in der dringendsten Gefahr und Not)

Dat Galenus opes, dat Iustinianus honores:
pauper Aristoteles cogitur ire pedes.
Walther, Proverbia sententiaeque
dt] Galenus gibt Reichtum, Iustinian verleiht Ehren: der arme Aristoteles bleibt stets Fugnger.

Dat ganze Hierohn (Heiraten) es'n Lotteriespiel.

Dat gpt wt und bitt (beisst) Nms (niemanden).
Ostfriesland
i] Gapen = den Mund weit aufsperren, ghnen, gapsk = zum Ghnen geneigt, schlfrig, gaffend, unverstndig, gierig
nl] Hij moet lanc gapen, die den oven overgapen sal.
la] Oscitat ille diu qui furnum vincit hiando.
la] Qui furnum superet hiando, diu puer hiscet.

Dat gat vl macke (sanfte, ruhige) Schafe in n'n Stall, un wilde noch mr.
nl] Er gaan veel tamme schapen in een hok, maar nog meer wilde want die kruipen op elkander.

Dat gve de Hund sner Mme (Mutter) nich, wenn se k im Kindelbedde lge.
i] Von einer seltenen Leckerspeise
nl] Een hond zou dat zijne mor niet geven.

Dat gaw Luft, s(de) de Drn, un krg twe Kinner up'n ml.

Dat Geblate (Geblt) td, sag de Snder, doa sprank 'e in 'n Dk un trok den Znbok wr hert.
Plettenberg in der Grafschaft Mark

Dat geer de Hund sin Mm nich, wenn se k im Kindelbett lge.
Holstein
i] So was Schlechtes gbe selbst der Hund nicht und wenn die Mutter im Kindbett lge

Dat gf Lucht (Luft), sd de ltje Drn, un krch tw Kinner up nmal.
Holstein

Dat geff em en Schlag in de Bckse.

Dat geht de Runde.
i] Geht aus einer Hand in die andere.

Dat geht holter de polter.
Waldeck
i] ber Kopf und Hals. Auch: Hulter de pulter und Huster de buster
nl] Het is holder de bolder (o. hol over bol).

Dat geht um as 't Hunneleiden.

Dat geht up Lv (Leib) un Leven.
i] Das ist eine Halssache.

Dat gid chter's (rckwrts) as de Hne krassed (kratzen).
Grafschaft Mark

Dat gid asse gesmerd.
Grafschaft Mark

Dat geid, dat et schnff, sag de Junge, doa rt (ritt) he up de Suege.
Mnster
hdt] Das geht, dass es schnauft, sagte der Junge, da ritt er auf der Sau.

Dat geiht dr bilangs, at wenn de Dvel Trf fhrt.

Dat geiht em wie dem Esel, dei twei Herren har: Ein meint mmer, dei Anner har em all fauret.
Mecklenburg

Dat geiht so ne, Plumen (Pflaumen) ten, un kein Geld gwen.

Dat geiht, dat et schnfft (schnaubt).
Lippe

Dat geit (geht) so eben as wenn Gottlieb danzt.
Pommern
i] So eben, d.h. so langsam, ruhig

Dat geit af as warme Weggen.

Dat geit as de Fleig' inner Bottermilk.

Dat git as wan der Duiwel 'ne Katte fuksed.
Grafschaft Mark
i] fuksed = fuchsen, fuxen = einen als Herr und Meister wie einen Fuchs hart behandeln, vexieren, plagen, ihm Mhe und Verdruss machen.

Dat git asse wamme 'ne Katte dr de Drite jged.
Grafschaft Mark

Dat geit wer Krd (Kreide) un Rdstn.
Mecklenburg

Dat geit b Hsten un Snwen (Schnauben).

Dat geit bi Kaw un Stru.
Bren
i] Von dem, was in jeder Weise geht

Dat geit b Nurten un Stten as de Swne pisst.
i] Nurten = Stzen, Abstzen, Sten.

Dat geit din Ns (Nase) vorbi.
Holstein
i] Das bekommt er nicht.

Dat geit dr et Lsch (Schilf).
Meurs
i] Um zu sagen: das geht zu weit, geht verkehrt

Dat geit em an'n Kragen.
Mecklenburg
nl] Het zal hem zijnen besten kraag kosten.

Dat geit in de Welt un upp't Eiland der mall her.
Ostfriesland

Dat geit in die Quist (Quitz).
Knigsberg in der Neumark
i] Das ist verloren.

Dat geit kamp up.

Dat geit kunterbunt to.

Dat geit Lr (Leder) um Lr (Leder), brdst (o. sleist) du mi, ik brde (sla) di wr (wedder).
Ostfriesland
i] Wie du mir, so ich dir. In Rendsburg: Leerer um Leerer.
nl] Ler om ler, sla je mij, ik sla je wer.

Dat geit me in de Breke (Brche).
Westfalen
i] ber mein Fassungsvermgen

Dat geit mi nicks an, ick bin 'n Hamborger, sagte der Fuhrmann.
Hamburg
i] Ein Hamburger Fuhrmann, der (im Mai 1865) Feldmarschall Graf Wrangel gefahren hatte, verlangte beim Absteigen in Altona das Fahrgeld. Als man ihn auf die Altonaer Kommandantur wies, gab er die obige, bald sprichwrtlich gewordene Antwort

Dat geit Moder (Mutter) un Gske an.
i] Das sind Frauensachen.

Dat geit Moder und Geske an.
Ostfriesland

Dat geit na de Lummert.
i] Es geht verloren. Lummert ist der niederdeutsche Ausdruck fr Lombard = Leihhaus, so genannt, weil in der Lombardei die ersten Leihhuser im 14. Jahrhundert entstanden.

Dat geit na dusend Dwel.

Dat geit na Sacken Keller.
Ostfriesland

Dat geit net as de Leferkes (Lerchen), in n Nacht fett un mager.

Dat geit nich in'n hollen Baum.

Dat geit nich, als rinschoaben (hineingeschoben) un werrer rut (wieder hinaus) ut'n Aoben (Ofen).

Dat geit nich, hadd de Kerl seggt, hadd krapen.
Ostfriesland

Dat geit nig af ane Ducks.
i] Auch Dks, bezeichnet hier soviel wie Schlge. Ebenso in der Redensart: He krigt Ducks. In Hamburg heit dksen = prgeln

Dat geit no de Rg (nach der Reihe) as in Oldeslo dat Backen; wer kn Mehl hett, de sleit dat ver.
i] Oldesloe, eine kleine holsteinische Stadt an der Trave

Dat geit ewer de Kerwe (Krbe).
Bren
i] berschreitet das Gewhnliche, ist bertrieben.
z] Das Wasser wohl ber die Krbe geht.

Dat geit ver de Bme (hoch ver all' de Bargen).
Holstein
i] Es ist sehr viel

Dat geit ver de Schrewe.
Ostfriesland
i] Linie, Richtschnur, Strich

Dat geit ritschratsch.

Dat geit so lk (gleich) as de Weg na Bremen.
Hamburg
i] Krumm und schief

Dat geit so lk als de Weg na Bremen.
i] lik = gleich, eben, gleichmthig, englisch: like, dnisch: lige; liker = gleicher, liken = gleich sehen. D.h. sehr krumm.

Dat git so nich, as Frau goaht sitten.
Recklinghausen

Dat git so nich, as wenn 'm (man) en Ber der de Dret (Dreck) jgt.
Recklinghausen

Dat geit so nich, Plmen (Pflaumen) ten un kn Geld geven.

Dat geit strk un sett.
i] Von einer Arbeit, die hurtig fortgeht, Strk von striken, welches nachgeben, fahren oder streichen lassen bezeichnet, und nicht blo vom Segel streichen, sondern auch vom Niederlassen einer Last, die in der Winde hngt, gebraucht wird.

Dat geit mmer hulter de pulter.
i] ber Hals und Kopf

Dat geit mmer ver Kopp (Kopf) un Noars.
Mecklenburg

Dat geit um'n golden of um'n sern.

Dat geit van de Hand in'n Tant.
Ostfriesland

Dat geit von Flessen.
Mecklenburg
i] Es geht gut und rasch von statten

Dat geit vr de Wind in't Gasths.

Dat geit wedder na'm olen Barin to.
i] Es geht wieder auf die alte Weise, den alten Krebsgang. - Barm = Brme, Hefe, Gescht

Dat geit wie von Schapert's Erker.
Litauen
i] Um starken Durchfall zu bezeichnen

Dat geit, dat 't stuft (stiebt), s de Jung, do rd he up 'n Katt aver de Plt (Herdplatte).

Dat geit't Sandpatt (Sandpfad) up.
Ostfriesland

Dat Geld hett korte Haare.
Bremen
i] Es lsst sich schwer festhalten

Dat Geld mutt'n von de Lde nehmen - s de Afkat - von de Bm schuddeln kann ickt nich.

Dat geld to Wandsbeck.
Hamburg
hdt] Das gilt nicht.
i] Dieses Sprichwort ist wahrscheinlich, wie man einerseits meint, zu einer Zeit entstanden, als das grfliche Gut Wandsbeck noch sehr unbedeutend war, oder auerhalb des hamburgischen Gebiets lag. Nach anderen verdankt das Sprichwort seine Entstehung der Zuflucht, welche ehemals daselbst unrechtliche Menschen, bse Falliten, Metzen u.s.w. fanden, wie dies aus der Geschichte des adelichen Guts Wandsbeck (Hamburg 1773) zu ersehen ist.

Dat Geld, wat stumm is, mkt lk (gerade, gleich), wat krumm is.
Ostfriesland

Dat gelt to Peine up'n Eiermarke.
i] Wenn jemand eine Behauptung aufstellt, die nirgends Gltigkeit hat, so erwidert man ihm: das gilt zu Peine (Stadt im Hildesheimischen) auf dem Eiermarkte.

Dat genk im buawwer dim Hirten (Herzen) hir.
Sauerland
i] Es war kein Ernst in der Sache

Dat geschieht ne m diner glen Haar wegen.

Dat geschitt (geschieht) nich, on wenn hei sck ngen on ngentigmal op en Kopp stellt.

Dat gescht (geschieht) e-er, s sik de Kau dat Auge lecket.
Bren

Dat geschtt nich um diner glen Hr.
hdt] Es geschieht nicht um deiner gelben Haare willen.
i] Nicht deinetwegen. Goldgelbe Haare galten einmal fr besonders schn

Dat Gesicht mag ick lieden, s de Bur, do km'n halben Swienskopp op'n Disch.

Dat get buff baff bster af.
i] Von oberflchlicher, bereilter Arbeit

Dat get grupp di grapp in minen Sack.
Iserlohn

Dat gt krumm inn.
i] Das weicht von der geraden Linie, vom rechten Wege ab.

Dat gt mi in de Seel na.
i] Berhrt meine Seele schmerzlich, geht mir herzlich nahe.

Dat gt nich anners, segt de Jung, un fidelt up 'n Stock.

Dat gt nich so, segt Beckmann, as slp b't Mten un d ehr nix.

Dat gt vr de Hunde.
i] Es geht verloren

Dat gev Luft, s de Deern, da kreg se twee Kinner up eenmal.

Dat gifft allerhand Schlach Ld, man bloots kein vierkantige un keine ganz runne.

Dat gifft Lucht (Luft) in de Kt (Kate), hadd de Kerl seggt, hadd de letzte Pann (Dachpfanne) van't Hs reten.
i] Kate = Htte, schlechte Wohnung, die Kothe, daher Kther, Kthner, Kothsasse, engl. cot, cottage, hollndisch kot.

Dat gifft Luft, seggt Lnk, donn sll he 'n Gsei legg'n.

Dat gifft mihr bunte Hunn' (o. Kuh) as een(en).

Dat gifft 'n grt Lock (Loch), seggt Lnck, donn sll he 'n Gsei legg'n.
i] Lnck = Sperling; Gsei = Gnseei. Wenn es hart ankommt, mit geringen Mitteln groen Anforderungen zu gengen.

Dat gift alltd Mester aver (ber) Mester.
i] Jeder findet seinen Meister.

Dat gift mehr Poggen (Krten) as Negenogen.
i] Wenig wirklichen Gewinn; auch: viel Bewerber, aber wenig geeignete.

Dat gift Rmte (Raum) um de Heerd, s de Papenborger tegen sin Wiv; do weern em seben Kinner in de Pocken strwen.

Dat gift'n grotet Lock s de Lunk, da scholl he en Gosei leggen.

Dat ging an, saed dumm Jrgen, 'n Schilling un' ne Schnd Brot.

Dat ging hart gegen hart.
i] Es wurde mit dem Streit Ernst, es kam zu Schlgen

Dat ging so in de Rabs.
Holstein

Dat ging, dat de Haie (Heide) wackele.
Lippe

Dat gink: Hest du nich, so wullt du nich!

Dat givt Luft, seggte de Fru, un kr Drillinge.

Dat giwt d Ruhe, sd' de Br, da lt he snen Bern snden.
Hamburg
i] Ber = Eber schneiden = kastrieren.

Dat giwt Rmde um de Hrd, see de Papenborger tgen sn Ww, d wassen hm swen Kinner in de Pocken avstrwen.
Ostfriesland
i] Rmde = Raum; nach der dem Gothischen: itha, althochdeutsch: ida entsprechenden niederdeutschen Substantivbildung auf: de, te, wie Hchde, Lngde.

Dat glimmert as de Carfunkel vr't Avenloch.
i] Spttische Beschreibung von Flitterstaat

Dat Glck lpt m to Dren und Fensters in.

Dat goaren (Garn) es so ful asse Drite (Dreck) (o. asse Mist).
Grafschaft Mark.

Dat Goet moet gaen van dar et gekommen ist.
[RSpW]
hdt] Das Gut muss hingehen, woher es gekommen.
i] Handelt von einem besondern Erbfolge-, dem sogenannten Rckfallsrechte, nach welchem, um die Gter bei der Familie zu erhalten, die Stammgter, die der Verstorbene hinterlsst, dem Stamme wieder anheimfallen, von welchem sie hergekommen sind, die vom Vater erhaltenen also an die vterliche, die von der Mutter an die mtterliche Verwandtschaft.
nl] Het goed moet gaan, daar het van daan komt.

Dat glt (gilt) n Millhuse. Mhlhausen, Kreis Preussisch-Holland im Regierungsbezirk Knigsberg.

Dat Goot mot gan van dar et gekommen is.

Dat h su df unger der Aede (Erde) wr, als 'nen Hs en sibbe Johr hppe kann.
Kln
nl] Ik wilde, dat hij eene spiets diep onder de aarde stak.

Dat hadde eck in enne (in ihm) nicht gesucht.
Lippe
i] Diese Kenntnis, diesen Verstand, diese guten oder schlechten Gesinnungen habe ich bei ihm nicht vermutet.

Dat hlt keen Zick ut, un wenn se noch so spitz is.
Uckermark
i] Wird bei groer Anstrengung in der Hitze und Klte gesagt. Spitz scheint hier als mager und zh zu gelten.

Dat hlt net Stech.
Bedburg

Dat hlt van twelf Uhr bs Medag.
Meurs
i] In Ostpreuen sagt man: Von elf bis Mittag, was aber denselben Sinn hat, da die Arbeiter dort um elf Uhr zu Mittag essen, was auch von Nassau gilt.
Jdisch-deutsch] Das halt von Aleph bis Taw. (Vom ersten bis letzten Buchstaben des hebrischen Alphabets ist schnell gezhlt, also nicht lange)

Dat hlt van Vespertit bit de Hauner opflaiget.
Iserlohn

Dat hlt wie e Eckreduus.
i] Es ist sehr stark

Dat hlt wie 'ne Furz em Schnufdoch.
Bedburg

Dat Handwerk hett en Bodden vun Gold.

Dat Handwerk skt wol, man starvt nich.

Dat hnget aneinanner as Kattenscheske.
Sauerland

Dat hangt tohope as Schapktels.

Dat har ick mal dohn schollt, s de Jung, dar har de Kanaillenvagel in de Zoppenterrin scheeten.

Dat har schlecht war'n kn'n, s' de B'r, ass de Bull em 'n Bk upschlitzt har, un h starwen wull.
hdt] Das htte schlecht werden knnen, sagte der Bauer, als der Bulle ihm den Bauch aufgeschlitzt hatte und er sterben wollte.

Dat haren wi hatt, seggt Jochen, as har sinen Varer begrw.

Dat hrr gefhrlick hulpen, sd' de Paster, harr vr'n Kranken bd't, de was dd blben.
Hamburg

Dat harr ick nich dacht, sd de Bur, dor full he van'n Wagen.

Dat harr ik mal dn schullt, sd' de Jung, d scht n Swulk (Swlk, Schwalbe) in de Soppe.
Ostfriesland

Dat harr lch (bse, bel) wrden knnt, see de Br, as de Bull em de Bk upschlitzt harr un he starben wull.
Hamburg

Dat hrr'n w hat, s' Hinnerke, as h sinen Vder begrov. Jever
hdt] Das htten wir gehabt, sagte Heinrich, als man seinen Vater begrub.

Dat Hart (Herz) will'n Klager hebben.
Ostfriesland
nl] Het hart wil een' klager hebben.

Dat Harte (Herz) fallt em in de Boxen.
nl] Het hart zinkt hem in de schoenen.

Dat Harte mot en'n Frnd hem, un wenn et ok mant en Tunstake is. Gttingen
hdt] Das Herz will einen Freund haben und sollte es auch nur ein Zaunpfahl sein.
i] Wenn in heiratsfhigen Mdchen der Wunsch, sich zu verloben, einmal erwacht ist, so nehmen sie es mit der Persnlichkeit des Bewerbers nicht sehr genau.

Dat ht d us dem Mau geschtt.
Bedburg

Dat ht d us der Luet geschpp.
Bedburg
nl] Dat is uit de lucht gegrepen.

Dat ht goar knen Schick.
Mecklenburg

Dat ht kn Sg (Segen) orer Deg.
Mecklenburg
i] Deg (auch dg) = gedeihen, vom mittelhochdeutschen dihen, vorwrtskommen, wachsen, wovon unser hochdeutsches gediegen.

Dat hat nich Schick, nich Stl.

Dat hat noch Schick.
Altmark
i] Das ziemt sich, darin findet sich Harmonie

Dat haut anners um, sgt Ms Ml.
Holstein
i] Das ging anders als wir dachten, schlgt auf andere Weise aus, ist anders zu verstehen.

Dat hw ick 'n Prster (Priester) awsiehn, s' de B'r, un dpte sn tw't Kind slwst.

Dat Hearte (Herz) bltt (blutet) eame.
Bren
i] Er wnscht schmerzlich, an dem Besitz, Genuss, Gewinn eines anderen Anteil zu haben!

Dat heast diu out eigenem Titte ni soegen.
i] Das hast du nicht aus dir selbst.

Dat heat' e bi wakendem Aese un sloapenden Aeugen doan.
Westfalen
i] Ohne Aufmerksamkeit

Dat hebb ick am Halse as 'n Plackenfewer (Fleckfieber).
i] Ich wei nicht, wie ich dazu gekommen bin

Dat hebbe ik hrt, see de dove Geerd.
Holstein
hdt] Ich hre wohl, sagte der taube Gerhard.
i] Wird gesagt, wenn einer auf das Gesagte nicht achtet

Dat heft nuscht op sk, seggt de Br, on kmmt leddig ut de Wald.
Samland

Dat heft weder kop (Kopf) noch strt.

Dat Hg (Heu) ss so got, dat et de Plaschker Farr to Mddag ten kann.
i] Plaschker = ein Kirchdorf im Kreise Tilsit

Dat Hegen (Sparen) ess et Hebben.
Lippe

Dat helpt all mit gegen Smach, s de Bur, dor seet bit Middagten eene Lus up den Kohlteller.

Dat helpt fr de Ms s de Bur und stek sin Hus an.

Dat helpt fr Ms, s de Buur, do stickde he sien Huus an.

Dat helpt nich, mie lew Herr, sd' Schering wenn ick doch Slge hebben sall, ik krg se ht oder morgen.

Dat helpt! s jener Knecht, as he dre Dch op n Frwenn mei't har.
Sderdithmarschen
hdt] DDDas hilft, sagte jener Knecht, als er drei Tage auf einer Furchenwende gemht hatte.

Dat helpt, os wann 'ne Mgge in'n Rhen piss't.
Paderborn

Dat Hemd is mek ncher (oder: nger) as de Rock.

Dat Hemd trillt (zittert) hum vr de Nrs.
i] So ngstet er sich

Dat hest drapen, sr dei Krpel (Krppel), as en dei Hund in't hlten Bein beten har.
Mecklenburg

Dat ht (heit) ins, man kumm nig bett.
Holstein
hdt] Das ist einmal, aber komm mir nicht wieder damit.

Dat ht (heit) Kato! Wullt du nich vr to sehn, seh na to.
Ostfriesland

Dat het de Fos (Fuchs) emten un den Schwanz tauegehwen.
Hannover

Dat het de ganze Dag also gn (gehen), se(de) Anke Diedels, do lg se mit Appels in de Gte (Gosse).
Ostfriesland

Dat ht ik slampampen, sagte jener Herzog, als er mit seinen Leuten vier Mark in der Apotheke verzehrt hatte.

Dat ht ins (einmal), man kumm m nich bett.
i] Einmal, aber komm nicht wieder

Dat ht net alltd: Pus, Pus; dat ht k wohl ins: Katz, Katz.
i] Mit dem Rufe 'Pus Pus' lockt man die Katze, mit dem Rufe 'Katz Katz' verjagt man sie.

Dat ht nich: kack op e Phl (Pfhl), dat ht fat: scht det ganze Bedd voll.

Dat het no einmal guet gohen, sag de Kster, do storde de Thrmledder herunner.
Sauerland

Dat het sn Haken.
Altmark
i] Die Sache ist nicht klar, hat Schwierigkeit, es steckt etwas dahinter

Dat ht, fahrt na Spandau, um den Knig zu sehen!
i] Sprichwort aus der Zeit des Dreiigjhrigen Kriegs. Die Leipziger Messe war vorbei und die hamburger Kaufleute fuhren mit vierundzwanzig reichbeladenen Wagen nach Hause. Doch wollten sie den groen, bei Spandau stehenden Schwedenknig sehen. Gustav Adolf nahm sie freundlich auf, und hrte einer Predigt, die ihr mitreisender Geistlicher hielt, zu; da er aber Geld brauchte, so hatte er whrend der Predigt ihre Wagen in sichern Verwahrsam bringen lassen und zwang sie zu einer freiwilligen Anleihe von 80.000 Taler, indem er ihnen einen Schuldschein darber gab. Als sie in Hamburg den Vorfall anzeigten, so sagte der hamburger Brgermeister das obige Wort, das lange Sprichwort blieb.

Dat het: Lup (lauf), lup, Junge! Wann ick miun eigen Beste nit wsste, leip ick mi dut in einem Dage.
Sauerland

Dat hett Art! Seggt Mahrt.
Holstein

Dat hett de hl (ganze) Dag all s gn, s(de) Anke Diedels, d lg (lag) se mit Appels in de Gte (Goe, Rinne).
Ostfriesland
i] Der Volksmund bezieht hier schelmischerweise den Ausruf der Anke D. auf das Liegen in der Gosse, obgleich sie wahrscheinlich dabei an einen ganz andern Umstand gedacht hat.

Dat hett enen groten Namen.
i] Es scheint viel zu sein, ist es aber nicht.

Dat hett gn Schwrigkeit, see de Backer, d h't Brd t licht mkte.
(hdt) Das hat seine Schwierigkeit, sagte der Bcker, da hatte er das Brot zu leicht gemacht.

Dat hett he an sin seer (kranken) Been.

Dat hett he in de Fhl (Gefhl), as de Bidder (o. Bedler) de Ls.
Ostfriesland

Dat hett keen Schwierigkeit - s de Bcker - as he dat Brot to licht makte.
hdt] Das hat seine Schwierigkeit, sagte der Bcker, da hatte er das Brot zu leicht gemacht.

Dat hett kn Schwierigkeit (Gewicht, Schwere), se(de) de Backer, d h't Brt to licht mkte.
nl] Het heeft geene zwarigheid, zei de bakker, en hij had zijn brood te ligt gebakken.

Dat hett kene Not.

Dat hett nich Klack noch Schmack.

Dat hett nig Schick nog Klick.
Holstein
i] Ist schlecht von Form und Farbe

Dat hett vl Ft (Fe) bi de Eer.
i] Das ist sehr umstndlich

Dat hewe 'k im afsghuaten, sach de Biur, da hadd' e sin twedde Kind selwer doft.
Kirchspiel Hemer in der Grafschaft Mark
i] Abschieen steht hier in der Bedeutung von absehen. Der Bauer hat dem Pfarrer die Kunst, ein Kind zu taufen, abgeschossen, d. h. er hat ihm abgesehen, wie er die Taufe vollzogen, und hat sich dann das zweite Kind auf dieselbe Weise selber getauft.

Dat hewe 'k im afsghuaten, sach de Biur, da hadd' e sin twedde Kind selwer doft.
Kirchspiel Hemer in der Grafschaft Mark
i] Abschieen steht hier in der Bedeutung von 'absehen'. Der Bauer hat dem Pastor die Kunst, ein Kind zu taufen, abgeschossen, d. h. er hat ihm abgesehen, wie er die Taufe vollzogen, und hat sich dann das zweite Kind auf dieselbe Weise selber getauft.

Dat hit en Waterflecken; wann de Sunne drop schinnt, dann giet et en Luok.
i] Ist sehr dnn und fadenscheinig.

Dat hitt Otto Bellmann, sg'n se in Barlin.

Dat holt n de Noppen van de Kler.
i] Die kleinen Kntchen in Wollen- und Flachsgeweben, die sich nur an neuen Kleidern zeigen. Keine Noppen an den Kleidern haben, heit daher soviel als abgeschabte Kleider tragen. Noppengarn = das aus der schlechten Hechelhede gesponnene Garn.

Dat hlt hrt, sd' de Buck, dr sll he lammen.
i] Drckt das uerste Widerstreben jemandes aus, etwas zu tun, was ihm sehr schwer ankommt oder ganz unmglich ist
d] Hart er ufd hest at binde ved krybbe, at sge vand i fod-steenen, plukke haar af loe.

Dat hret met to (da gehrt dazu), as de Brt to 'n Bucke.

Dat hrt op.
Deutz
i] Dem kann nicht stattgegeben werden, das ist verkehrt

Dat hbscht Mke hefft a Drpke an de Ns'.
i] Gewhnlicher Ausruf des ersten Mhers, wenn er eine kleine Pause machen will, die von allen Mhenden, namentlich den Mdchen, von denen jede die hbscheste sein mchte, zum Putzen der Nase verwandt wird.

Dat Huhn leggt drn Kropp un de Koh melkt drn Hals.
fr] Les poules pondent par le bec.

Dat Huhn, dat sick slwen wat kleit, dat het wat.
Braunschweig

Dat Hundertste in't Dusendste smit'n.

Dat Hs (Haus) ist verhret, sagte die Hure, als sie zum Fenster hinaussah.
nl] Dat huis is verhuurd, zei de hoer, en zij kijkt ten venster uit.

Dat Hs ht golde Balcke.
Kln
i] Es ist stark mit pfandrechtlichen Schulden belastet

Dat Hs must du fr 'n Schn' ansehn.
Bremen

Dat huyss heisset zum hogen drpel.
i] Von einem ungastlich Abgeschlossenen
la] Fores habet tritas, ut pastorum casae.

Dat ies eimoal fiks un eimoal niks.
Westfalen

Dat ies kn Speck vr min Bek (Mund, Schnabel).
i] Um zu sagen: das mundet mir nicht.

Dat ies so viel, s wann 'n Kau 'ne Elwerte slcket.
Westfalen
fr] C'est un grain de millet la bouche d'une ne.

Dat ies, s en Iesel (Esel) up der Bueterschetele (gemalt).
Westfalen

Dat ies, s wann me 'n Vaterunser in 'n Dum (Dom) jaget.
Westfalen

Dat Inbten kmmet drer, osse dat Backen.
Waldeck
i] Einheizen, von beuten, Feuer anlegen.

Dat irste Fr (Feuer) un dat letzte Gras, da drinken de Herrn den Hypokras.

Dat is all n Lepel (Lffel) un n Pott.
Mecklenburg
i] Von sehr guten Freunden.

Dat is all bereins (dasselbe) sd' de Fru, un legte sich up 'n Mann.

Dat is alto fett, speck in botter to braden.

Dat is anners wat, as: Jan, kumm herin un et wat.
i] Das ist nicht so angenehm wie Essen fr Jan.

Dat is Artjen vunt Va'rtjen, Ortjen vunt Mo'rtjen.

Dat is as Bcker Mffken.
Sauerland
i] Feste Preise

Dat is as n Schtteldk.
i] Von schmutzigem, aus aller Form gebrachtem Leinenzeug. Schsseltuch ist nmlich das Waschtuch, womit in der Kche die Teller und Schsseln gereinigt werden.

Dat is as 'n Hund vr'n Groschen.
Altmark

Dat is as Nacht un Dag.
i] Wenn der Unterschied sehr gro.

Dat is as'ne Quabbe.
i] Um etwas, z.B. Federvieh, als fett zu bezeichnen.

Dat is babn betnet (bezunt) un unner krupt de Swine dr.

Dat is berkent (beregnet), as Peter Meyer sn Hochtd.
Ostfriesland

Dat is beschickt, s de Mann, do har he sin Fro na 'n Karkhof bracht.
Jever

Dat is blot 't rschte moal, s de Schuoster, do krg sn Fr acht Wochen noa de Hochtd 'n Kind.

Dat is dar alle Dage Hand int Haar.

Dat is de Ardrpe hr Nd, (se hebben) 's Winters gn Botter un 's Smmers gn Brod.
i] Sie sind nicht haushlterisch, sie sparen keine Butter fr den Winter und kein Korn fr den Sommer.

Dat is de Beer (Birne) nig weert, dat man den Steel so krdert.
i] Krdert = Krutert, wrzt. - Von einer Sache, die mehr Mhe und Kosten macht, als sie wert ist
z] Die Birne ist nicht wert, dass man den Stiel sogar wrze.

Dat is de Gos (Gnsen) recht, worm is se ne bi Da' noah Hs goahn, s' de Voss, und bt hr'n Kopp aw.

Dat is de hele Plunner (Plunder).
i] Da ist der ganze Bettel, der ganze Haufen alter, wertloser Sachen.

Dat is de Knst van de Karmelk, dat se blaulet.

Dat is de Mann, de 't Lant verhert (verpachtet).
Ostfriesland
i] An den muss man sich wenden. Es wird eine Anekdote von einem gewissen Ohmstede, erzhlt, der mit auerordentlichen Krperkrften ausgestattet gewesen sein soll. Einmal hatte derselbe Land zu verpachten. Einige Tage nach der Bekanntmachung wird Ohmstede, der eben am Pflgen ist, von einem Vorbergehenden angehalten, ihm die Wohnung des Verpchters zu zeigen, worauf Ohmstede erwidert, indem er auf sich selber zeigte: 'Hier is de Mann, de 't Land verhrt', und dann, mit aufgehobenem Pfluge auf seine Wohnung zeigend, hinzusetzte: 'und dar wohnt he.'

Dat is de ole Jakob met de nee Mtz'.
Hamburg
i] Von Neuerungen oder nderungen, die den alten Grund bestehen lassen, also keine durchgreifende Verbesserung sind. Die Redensart hat ihren Ursprung darin, dass die alte Jakobskirche um das Jahr 1820 mit einem neuen Turm versehen wurde.

Dat is de Pastor sin Grt all.
i] Eigentlich Grtze, uneigentlich Gehirn, Verstand, Witz.
z] Wahrscheinlich ist die Redensart bei einem zu frh beendigten Gastmahl entstanden, das irgendein Geistlicher seinen Bauern fr gelieferte Naturalien oder erwiesene Handleistungen gegeben hat. Man wendet sie bei Gelegenheit jeder unerwartet schnellen Beendigung irgendeiner Handlung oder Thtigkeit an, wenn dieselben aus Mangel an Kraft oder Mitteln herbeigefhrt worden ist.

Dat is de rechte Gast.
i] Ironisch

Dat is de Swr (das Sonderbare, Wunderliche) dervun, dat de Karrnmelk (Buttermilch) blau is.
i] Swren = schwrmen, schwelgen, lustigleben, ausschweifen.

Dat is de Swir dervun, dat de Karnmelk blau is.
i] Swir = Wendung, Schwung, uneigentlich ein lockeres, schwrmendes Leben.

Dat is de Weg na'n Tugthuse.
i] Zucht- oder Correctionshaus.

Dat is de Weg na't Gasths.
i] Spital, Armenverpflegungshaus.

Dat is de Weg tom Dr hent.
Holstein
i] Von Verschwendern.

Dat is di aber eenen, dar kannst woll 'Du' to seggen.

Dat is doch mal en Gesicht, s de Buur, as de Swienskopp up'n Disch keem.

Dat is Derkop-Brand, see Woltert, d leh he de Viole up't Fer.
Ostfriesland
i] Ein teuer erkaufter Brand, einer der viel kostet

Dat is een grot Frittup.
i] So sagt der Hamburger doppelsinnig von groen Gastereien

Dat is een Kierl, denn hett de Adebor nich unner teigen Dler in die Welt sett.

Dat is een Kierl, denn hett een Schp schln.

Dat is een stren Hund.
Ostfriesland
i] Das ist eine groe, schwere Aufgabe. Str = schwer

Dat is Een vun de Htten.
i] De Htten waren eine Gasse im Hamburger Neuen Stadtteil (Michaelis-Kirchspiel), wo ehemals nur kleine Huser standen, in denen unter anderen Dirnen blen Rufes wohnten. Eine solche meint auch die obige Redensart

Dat is een vun't Mrken.
Holstein
i] Mrken, eine Altonaer krumme Nebengasse, wo ehemals viel zweideutige Personen gewohnt haben. Eine solche Dirne meint das Sprichwort

Dat is eenen, de socht Ngelken uter Pickpannen.

Dat is ein Afwaschen.
Holstein
i] Ist ein Abtun, geht in eine Rechnung)

Dat is ein Afwaschen
Holstein
i] Ist ein Abtun, geht in eine Rechnung.

Dat is ein' oahne Stn, st de Plumerter, doa ha'r 'ne Sckneck hinnerschluckt.

Dat is ein recht Hinnerviertel von 'n Satan.
Mecklenburg
i] Von bsen, znkischen Frauen

Dat is elfen un dartig, is buten mn Verstand.

Dat is em an'burn, as de Su 't Whlen.
ndt] Deam ist's angebora wie der Sau 's Nuelen. Schwaben

Dat is em ene melkende K (Kuh).
i] Das bringt ihm wesentliche Vorteile.

Dat is em in de Dpe (Taufe) nig vrsegget.
i] Das kommt ihm unerwartet, er hat davon noch nichts gehrt.

Dat is em kort tosneden.
i] Er kann nur kmmerlich leben, es ist ihm kurz zugeschnitten.

Dat is n ander Schnack, as: 'Jann kum 'rin un t wat!'
Ostfriesland
i] Rede, besonders leeres Gerede, Geplauder, Geschwtz, Scherz, Spa. Obenan steht dem Oldenburger das Essen.

Dat is n arg Jude.
i] Sagt man von einem Christen, der unbilligen Gewinn, bermssige Zinsen nimmt.

Dat is n dull Kram.
i] Das ist eine verwirrte Sache.

Dat is en ei unde en dop.
i] Von Herzensfreunden

Dat is n elend Lock (Loch).
i] Das ist eine schlechte Wohnung.

Dat is en Fienen met gruowen Opsligen.
Grafschaft Mark
i] Ein Feiner mit groben Aufschlgen

Dat is 'en Heft ohne Stift.

Dat is en Himphamp up de lgekruke (o. in de lgemelle).
Bren
i] Wenn jemand mit der Wahrheit nicht heraus will. Es sind bloe Ausreden, Ausflchte. Himphamp (vgl. das englische to hamper) ist eine verwickelte, verworrene Sache oder ein weitlufiges Gestelle, Gebude, Machwerk, das viel Raum einnimmt, aber wenig Strke und Nutzen hat.

Dat is en Leben in de Marsch, Alldag Speckpannkoken und Hhnersupp to Vesperkost.

Dat is n Mhrenschlaf.
i] Ein tiefer Schlaf.

Dat is en Msekenprester (Musepriester).
i] So nennt man in Pommern einen kleinen geschwtzigen Menschen.

Dat is n Pracher (Bettler).
i] Ein Mensch, der nichts im Vermgen hat.

Dat is en rechte Gapenstock.
i] Gaffer, Maulaffe

Dat is en rechten Fall in den Br.
Holstein
i] Der Holsteiner sagt: In den Brei fallen, wofr wir im Hochdeutschen sagen: Mit der Tr ins Haus

Dat is en rechter Entenschnack.
Holstein
i] Nichtssagendes Geschwtz

Dat is en rrei (Rhrei) und e pankoken.
i] Zur Bezeichnung sehr ser Freundschaft.

Dt is en schlecht Hund, de biet s licht un nich dorvan fret.

Dat is en schlechte Maus, de nich mehr as En Lok wet.

Dat is en slecht Schaf, dat sin Wull nig dregen kann.
Hamburg
i] Um zu sagen: Aus Vorsorge gehe ich oder reise ich nicht ohne Mantel, damit ich Schutz gegen schlechtes Wetter habe, das eintreten knnte.
d] Det er ondt faar der ei gider baaret sit eget faet.

Dat is en slechten Prachervagt (Bettelvogt), de kn Hs kann vorbign.
Holstein
i] Der bei keiner Schenke vorbeigehen kann, ohne einzukehren, und seinen Bettlerfang darber versumt. Von solchen, die in ihrem Berufe nachlssig sind.

Dat is en slechten Ptt (Topf), doa me 't Water ingaiten maut.
Iserlohn

Dat is en slechten Vuegel, d in sin egen Nest dritt (kackt).
Iserlohn

Dat is en Slump, wenn en Soldat in den Himmel kummt.

Dat is n Stakdr.
i] Ein junger Mensch (Knecht oder Magd), der stark in der Arbeit ist, auch von Kindern, die nicht verzrtelt und verweichlicht sind.

Dat is n Sndenvergeben.
Holstein
i] Ein Abtun, ein Aufwaschen.

Dat is n ut Lukas Ohm sn Bel.
i] Wenn jemand sehr aufschneidet; es ist eine klassische Lge.

Dat is en verstken Kram.
Holstein
i] Eine zerrissene Bekanntschaft, eine Verbindung, aus der man nicht klug wird.

Dat is n vrgeten Moller.
i] In dem Sinne von vorgegessen Brot. Moller bezeichnet das Getreide, das man auf einmal zur Mhle schickt.

Dat is n vun dat rechte Slag.
Holstein
i] Ironisch: Der taugt nicht viel.

Dat is n vun 't Mrken. Altona
i] Ein Mdchen von schlechtem Ruf. Mrken ist eine krumme Nebengasse, in der ehemals derartige Personen wohnten.

Dat is n Wandsbecker.
i] So nennt man beim Kartenspiel in Altona und andern Orten einen durch Coupiren mit Atout gemachten Stich.

Dat is n, de sine Moder (Mutter) vor 'ne Hure scheld.
i] Ein roher, bsartiger Mensch.

Dat is enen, ba me de annern met fnget.
Grafschaft Mark

Dt is ns (eins) up hunnert, sd' de Br un mkt 'n Frken (Ferkel) un noch drt (dazu) 'n bunt.

Dat is even so (ebensoviel) veel as kumm her un do'tnog mol un scht mi wat.
Hamburg
i] Von vergeblichem, nichts wirkendem Tun oder schlechter, unbrauchbarer Arbeit

Dat is even so viel as kumm her, un do 't noch mal.
i] Von einem vergeblichen Thun.

Dat is ewen nn Manngeld.
i] Das ist eine so groe Summe nicht.

Dat is faut.
i] Das war verfehlt. Es ist fehlgeschlagen. Von faute = Fehler

Dat is Finkeljchen.
Mecklenburg
i] Finkel, eigentlich Fenkl, dnisch Fennikel = Fenchel, daher Finkeljochen, eigentlich Finkeljuchen = Fencheljauche, d.i. schlechter Branntwein, wie Fusel. So heit Jchenbroer einer, der schlecht Bier braut. Der Verfasser eines Artikels ber die Einwirkungen der Juden auf die deutsche Sprache behauptet, abweichend hiervon, dass der letzten Hlfte des obigen Worts weder das deutsche Wort Jauche, noch ein deutscher Vorname zu Grunde liege, sondern dass es nur an Joachim hingelehnt sei, aus dem hebrischen jajin, das, wie das arabische wain zeige, mit unserm 'Wein' genau zusammenhnge. Zum Beweise fr diese Behauptung wird die Stelle aus Hebel angefhrt: 'Zwei Zechbrder besuchten oft eine Stunde weit einen Freund aufs Mittagessen, weil er guten Jochem hatte und ihm der Wein nicht berzwerch im Fass lag.' Hoffmann von Fallersleben (1798-1874) bemerkt ber das Wort: 'Wahrscheinlich ist es weiter nichts als das rotwelsche 'gefnkelter Joham'.'

Dat is gn Deit (Deut) wert.
i] Von etwas, das sehr geringen oder keinen Wert hat

Dat is geren (geraten) s en Glied in de Mettwurst.
Sauerland
i] Die Mettwurst ist nicht gegliedert

Dat is grade so viel, s wenn twei kuemet un bringet niks.
Westfalen

Dat is guod, dat di de Oars no' fest sit't.

Dat is Hans Puff.
i] Ein grober Mensch; wird auch wohl gebraucht, um grobes Volk berhaupt zu bezeichnen und steht dann fr Pbel.

Dat is hart aber gerecht, s de Buck, da schull he lammen.

Dat is hier upr Pracherharbarge.
i] Eine Bettelschenke, ein Ort, wo nichts zu haben ist.

Dat is Hoeren (Huren) Inschlag un Hoeren Schrgrn.
Ostfriesland

Dat is holl un boll.
Mecklenburg
i] Z.B. von Stellen, die von Maulwrfen, Musen u.s.w. unterwhlt sind; auch von unterktigen Wunden

Dat is in de Eulenflucht mkt.
i] So heit die kurze Zeit, die man zu einer Arbeit bedarf.

Dat is inne growe Grund verdorwen.
Mecklenburg
i] Grund als Femininum von Niederungen gebraucht. Inne Grund = im Tale. Sonst wird 'grober Grund' auch von Stellen auf der Strae oder dem Acker angewandt, die durch Schmutz und Regen unwegsam geworden sind. 'Goa em nich noa, he fhrt uns inne grove Grund.'

Dat is ja kn Rofgt (Raffgut).

Dat is jo man Geld un Gd, et is jo nich Flsch un Bld.
i] Wenn ein bel nicht tiefer als bis an den Geldbeutel geht, wenn es nicht Freiheit, Gesundheit und Leben berhrt.

Dat is jo so lang as van Bornhved na Dalldrp.
i] Der Weg von Bornhved nach Dalldrp fhrte ber eine traurige, eine Meile lange Heide, wo die Landstrae, um nicht zu verirren, an beiden Seiten mit groen Pfhlen bezeichnet war.

Dat is jwitt gan.
i] Ist durch Unachtsamkeit verloren gegangen.

Dat is keen Kunst, Buur to warrn, aver to blieven.

Dat is kein Spas, s de Nachtwchter, wenn man in't Horn schitt!

Dat is kn Df (Dieb), de der stellt (stiehlt) un't wr (wieder) bringt.

Dat is kn Kattendreck.
z] Das heit doch nicht fr Katzendreck sich md' und lahm kasteien.
i] Nichts Verchtliches und Unbedeutendes, Wertloses.
nl] Dat is geen kattedrek.
la] Inveni, non quod pueri in faba.

Dat is kn Kinnerspill (Kinderspiel), wen oll Lde up 'n Stocken rden.
Mecklenburg

Dat is kn Kunst, Br to ward'n, aber wul, n to bliwe.
Sderdithmarschen
dt] Es ist keine Kunst, Bauer zu werden, aber wohl, einer zu bleiben.

Dat is klar wie Drank.
Ostpreuen
i] Die fr die Schweine aufgesammelten Speisereste.

Dat is korjose (kurios), s' de dune Bu'r, a em Jrgen in de Bxen schten har, Arvten gten, un Linsen schten.

Dat is Kramerlatn (Krmerlatein).
i] Damit bezeichnen die Leute der untern Volksklassen Holsteins alles Fremdsprachliche, was sie nicht verstehen, also keineswegs schlechtes Latein.
ndt] Welckere man vp Rodtwelsch vnde de Kramerlatin affgdischer wyse Welsch vnda dwelsch daher haspelt vnde dat hundertste mank dat dusent auer Halss und auer Kop auer einen Hupen werpet. Mecklenburg
nl] Het is Kramer Latijn.

Dat is Kunst, s' de Nachtwchter, wenn man m in 't Hoarn schitt.

Dat is lange wachten (warten) man qud fasten.

Dat is Mhren-Arbeit.
i] Eine schwere, unmenschliche.

Dat is mal een Infall, s de Bur, dor fullt em dat Reitdack bern Kopp tohoop.

Dat is Malligheit, s de Krl, do stohl he sn Nabers Toback.
i] Auch Malligkeit = Scherz, Spa, lustige, lcherliche Einflle; Torheit. Entschuldigung des Diebes, wenn er ber der Tat ertappt wird.

Dat is man een fr de Frag s de Wirt, un smet den Schoster to'n Huse h'rut.

Dat is man en Be, de flggt wol bald wer.
i] Schauer, Gewitterschauer, pltzlicher Unglcksfall, gute oder ble Laune

Dat is man n Kattensprunk.
Pommern
en] it's only a stone cast (o. a stone's throw) from here
fr] c'est deux pas d'ici
fr] Saute crapaud nous aurons de l'eau.
it] si arriva l in un salto

Dat is man en Morgensupp.
i] Nur ein Frhstck, nicht viel.
la] Tam facile, quam pirum vulpes comest. Plautus

Dat is man n Perdumnis.
i] Das eine ist nicht besser als das andere. Das Wort soll aus per dominum zusammengezogen sein, mit welcher Formel sich ein Gebet wie das andere zu schlieen pflegte.

Dat is man n vr de Frag', sd' de Wert, un smt den Schster t'n Hs h'rt.
Holstein

Dat is man Kaff (Spreu).
Altmark

Dat is man 'n Bje, 't geit boll vrafer.
i] Es ist nur ein vorbergehender Regenschauer, uneigentlich: nur ein vorbergehender, zuflliger Unfall nach einer Gardinenpredigt

Dat is man strk unde sett.

Dat is Maus wie Miene.

Dat is mi en Vlksken, hadde de Dvel eseggt, do was he met de Kikforssen ant Kruen ewest, un wann he den ehnen op den Kruwagen sat hadde, was m den anderen deraf sprungen.
mhd] Das ist mir ein Vlkchen, hatte der Teufel gesagt, da war er mit den Frschen am Karren gewesen, und wenn er den einen Frosch auf den Schiebkarren gesetzt hatte, war ihm der andere davongesprungen.

Dat is mi to mchtig.
i] Das geht ber meine Krfte.

Dat is mi to rund in minen vrkant'gen Kopp.
Pommern

Dat is mi to spitz, s Till, as he in'n Hechel scheeten harr, un schull't utlieken.

Dat is Ms (Maus) as Maw, de Katt bitt se alle beide.
i] Wird gesagt, wenn unter Kleinigkeiten ngstlich gewhlt wird. Um zu sagen, das ist einerlei, das gilt gleich; denn die Maus und ihre Mutter sind eine so gut wie die andere.

Dat is mit em man kumm (kommen) un gaa.
i] Er hlt sich nicht lange auf.

Dat is mit em, as wenn de oll Sau sichten hrt.
i] Sofort ist er da, in der Hoffnung, dass auch fr ihn etwas abfallen knne.
z] Bald darna teidt un horket de Altarpape alse ene Sge, de sichten hret.

Dat is mit'n Scht besegelt.

Dat is Moders Kind wst.
i] Von einem Mdchen, das bis zur Verheiratung bei der Mutter gewesen ist.

Dat is Ms (Maus) as Mer, Strten (Schwnze) un Oren hebbt se all.
Ostfriesland

Dat is Ms as Mr.

Dat is Ms of Mr (auch: Ms as Mau), de Katt fritt se alle beide.
Holstein
i] Es ist einerlei, die Katze frisst Maus und Mausmutter.

Dat is myn vp und hen. (Ist mein Alles)

Dat is myn vp und hen.
i] Ist mein Alles

Dat is 'n aischen Fudikan.
i] Das ist ein arges Versehen

Dat is 'n Ammansbk.
i] Von einem wohlgenhrten dickbuchigen Menschen

Dat is 'n anders, see de Mller, bet (= biss) up'n Musektel.
Ostfriesisch

Dat is 'n anner Korn, sr de Br (Mller), dr bt he drch nen Msektel.

Dat is 'n anner Krwt (Kraut), s' de Dwel, doa ha 'r sin' Grossmuo'r in de Rs' fangen.

Dat is 'n anner rt Krvt (Krebse), sd' de Dwel, dr hrr he sn Grossmder in de Rs (Reuse) fongen.
i] Wenn der Ersatz ein ganz anderer ist, als man ihn erwartet hatte.

Dat is 'n anner Slag Koorn, s de Mller, da beet he up'n Musktel.

Dat is 'n bokweten Nachtmtz mit 'n tinnern Knp.
Beverstedt

Dat is 'n Brill, dar passt de achter Enn' in.
Ostfriesland

Dat is 'n Dwel, de blo mit Minschenhut owertrocken is.

Dat is 'n Eiersnak.
i] Zur Bezeichnung von dummem Gewsch

Dat is 'n Gewissensfrag, of de Brt noch Jumfer is.
Pommern

Dat is 'n harde Fisk (Fisch) to flmen.
i] Utflmen = Fett aus den Tieren nehmen, auch Schuppen und Flossfedern abziehen. - Von einer schweren und mhsamen Sache.

Dat is 'n hle Misswisen.
i] Falsches Zeichen, besonders falsche Deklination der Magnetnadel. Das ist fehl geschossen, ist ein groer Strich durch die Rechnung.

Dat is 'n Hund von 'n Pierd, se de Jung un rd (ritt) up'n Segabuck.

Dat is 'n isern Jan Hinnerk.
i] Ein starker mutiger Mensch, den nichts anficht, der sich alles bieten darf.
z] Wahrscheinlich hat Graf Heinrich III. von Holstein (1381), mit dem Beinamen ferreus, zu der Benennung Anlass gegeben.

Dat is 'n Kammerktzchen.
i] Spottname auf ein Kammermdchen.

Dat is 'n Kierl as 'n Bor (Br).

Dat is 'n Lden (Leiden), s' Fehlmann, un treckt 'n Rock verkiehrt an.

Dat is 'n lgn Prster, de nich denkt, ml Superndent do warden.
hdt] Das ist ein niedrig denkender Priester, der nicht meint, einmal Superintendent zu werden.

Dat is 'n Leiden vr de Ogen, wenn dat Rad wer de Ns geht.
Greifswald

Dat is 'n Maisje van dr Sessjes.
i] Also ein soeben mannbares Mdchen von 3 mal 6 = 18 Jahren.

Dat is 'n mall Kken.
i] Ein Bruder Lustig, wenn nicht gar Liederlich.

Dat is 'n Mann.
i] Der wei sich als Mann zu zeigen.

Dat is 'n Melkbk (Milchbauer).

Dat is 'n Muskant! sd' Asmus, hrr'n Frken in'n Sack.
hdt] Das ist ein Musikant! sagte Asmus, da hatte er ein Ferkel im Sack.

Dat is 'n nischen Wauwau.
Holstein
i] Das ist ein fataler Streich, ein schlechtes Spiel. Wauwau = Name der Kinder fr den Hund, die man auch damit schreckt.

Dat is 'n ollen Brummbor.

Dat is 'n Paar, kein Musikante kann se beater bin ein spielen.
Westfalen

Dat is 'n Paar, wenn de n schit, tranen den annern de Oge.
Sderdithmarschen
i] Das ist ein Paar, wenn der eine scheit, gehen dem andern die Augen ber oder trnen

Dat is 'n Prasser.

Dat is 'n raren Sand, se(de) de Feling, as he in de Klei kwam (oder km).
Ostfriesland
hdt] Das ist ein sonderbarer Sand, sagte der Westflinger, als er in den Marschboden (Schlamm) kam.

Dat is 'n rechten Hkt.

Dat is 'n rechten Sla' in'n Br.

Dat is 'n rendlichen Mensch, s de Fr, vr Wochen n Handdog un no' rn.

Dat is 'n rieken Knbel.

Dat is 'n Rumpslag (glcklicher Zufall) twelf Eier un dartein Kkens (Kchlein).

Dat is 'n schlechten Hund, de sn oll Herr bitt.
Ostfriesland

Dat is 'n schlichten Kter, de blo vr een Lock muust (o. to musen versteht).

Dat is 'n schlichten Schmied, dei keinen Rk verdragen kann.
Mecklenburg

Dat is 'n schlimmen Kram.
i] Das ist eine schlimme Sache, eine ble Geschichte.

Dat is 'n Staat as Schnodder up de Mau.
Pommern
i] Spott auf entstellenden Schmuck.
z] Wann nun ein weib oder mann etwas newes aufbringt und wir spotten sein, sagen wir: Es mag leicht sein, das ein menschen zieret, ia ein rotz auf ein ermel.

Dat is 'n str Baantje.
i] Von einem schwierigen Posten, oder einem Wege, den man vor sich hat. - Baantje - Verkleinerungsform von Bahn, und bedeutet auch Wamms oder Unterjacke.

Dat is 'n Tau snder Knpen.
i] snder= sonder, ohne; Knopen = Kntten, Knopf, Knoten. - ein solches Tau ist weder zum Schlagen noch zum Festhalten brauchbar.

Dat is 'n Vergngen, s de Kerl, do weer he duhn (betrunken).

Dat is 'n wunnerboar't Stck, s' de Ochse, doa stund de Oadebar (Storch) up n Bn.

Dat is 'ne harte Nt to biten.
Pommern

Dat is ne 'mall (alberne) Brgg (Butterbrot), see de Junge, under Botter un boven Botter.
Ostfriesland

Dat is 'ne Mixtur vr den Mann, wenn die Fru in den Wiken is.

Dat is ne olle Drossel.

Dat is 'ne stinkende Lgen.
i] Da ist kein wahres Wort daran.

Dat is nett as'n Ei inn Hoppensack.

Dat is nett so geriefelk a'n Mtz mit'n Kehlband.
Ostfriesland
i] auch: geriflik = von Personen: dienstfertig, gefllig, von Sachen: dienlich, nutzbar, bequem

Dat is nett so warm as 'n Haarb'l (der alte Zopf).

Dat is ni immer seggt (gesagt), datt, wer nix is, ok nix warrn scholl.
Rendsburg

Dat is nich fr de Katt, s de Deef, do stehl he den Buurn twee Schinken.

Dat is nich gut, wenn dei Mnsch (Minsk, Mensch) tau tirig (zu zeitig) in'n Dau (Tau) geiht, denn hett hei 'n ganzen Dag natt Fut (nasse Fe).
Mecklenburg

Dat is nich I un nich Fi.

Dat is nich so, as: sett di man rup.
Pommern
i] Das geht nicht so leicht.

Dat is nich wie bei der ppelfrau.
Pommern
i] Aussuchen gilt nicht, man muss es nehmen, wie's kommt, der Reihe nach. Auch in Berlin mit dem Zusatz: 'wie sie gekommen sind, mssen sie weg', nmlich die Tchter, diese Antwort gibt die Mutter einem Freier um die jngere Tochter, whrend die ltere noch unvergeben ist.

Dat is nicht koscher.
i] Nicht gerade, nicht recht; da steckt etwas dahinter.

Dat is nig fr den Hunger edder Dst.
i] Das sind nicht eigentliche Nahrungsmittel, sondern Leckerbissen.

Dat is Nix, mn Dochter, de Krl nimmt di nich.

Dat is noch in widen Felde.

Dat is noch in'r Ml (Mhle).

Dat is noch lange nich in 't Fatt (Fass), war 't insren sall.

Dat is noch nig tblasen.
Holstein

Dat is ok man fr'n Proppen, sagt Kruse.
i] Der Posthalter Kruse in Wismar brauchte die seitdem sprichwrtlich gewordene Redensart zuerst bei einer Debatte im Brgerausschuss daselbst.

Dat is k Rindflsch, s' de Schlchter, doa verkfte h 'ne Kuhfotze.

Dat is vern Schreve.
Holstein
i] Geht ber den Strich, Linie, Richtschnur, ber die Grenze, ist was Auerordentliches.

Dat is Pracherstaat.
Mecklenburg

Dat is pudert un pepert.
i] Die Sache ist teuer bezahlt.

Dat is putzig, s de Schnder, do wisk he sn Schwt af.

Dat is recht min Frwater (Fahrwasser).
i] Das ist meinem Wunsche gem

Dat is rumpslumpt etwas kaufen.
i] Ohne berschlag des Maes oder Gewichts.

Dat is Samet sin Upslag.
Holstein
i] Wenn jemand nur frs Auge etwas Feines trgt, das darunter grob oder schlecht.

Dat is schndlich, s de Buer, as de Koh int Water scheet, dat Land is doch groot genog!

Dat is Schte (Scheie), dat hw ick schon an'n Geruch, s de B'r, doa ha'r sich in de Buxen schten.

Dat is schon lange h, doa wr de olle Fritze no' Feldwwel.

Dat is sn Lewen (Leben).
i] Darin findet er sein grtes Vergngen.

Dat is sn Pferd un Pflug.
i] Davon hat er seinen Unterhalt.

Dat is slimmer as: Schelm kumm herut.
i] Um von einer schlimmen Sache einen noch hhern Grad zu bezeichnen.
pl] Gorsza sprawa, niż w Osieku. (Die Sache ist schlimmer als in Osieck, wo ein Schlosser wegen eines begangenen Verbrechens zum Gehngtwerden verurteilt worden war. Da es aber auer ihm keinen Schlosser am Orte gab, aber zwei Schmiede, so zog man vor, statt seiner einen der letzteren zu hngen.

Dat is smuck.
i] Spottweis von dem, was schlecht getan ist.

Dat is so as: Nimm mich man.

Dat is so bnt (bunt), as de Ggelower Kirch.
Mecklenburg
i] Gagelow ist ein dortiges Dorf, dessen Kirche frher ungewhnlich bunt gewesen sein muss, jetzt ist sie es nicht.

Dat is so drge as Snder Kloas1 sin rs.
hdt] Das ist so trocken wie Sankt Niklas sein Arsch.
i] Sankt-Niklas, 6. Dezember.
ndt] De Lampe (dat Holt) es so drige as Snte Kloas inner Fuet.
z] Die Kinder in Ostfriesland pflegen die Geschenke, welche sie am Sankt- Niklastage erhalten, tagelang vor das Fenster zu stellen, bis dieselben, meist menschliche Figuren aus Teig, Klskerels, zuletzt ganz trocken und steinhart werden, sodass die Mutter vor dem Verzehren Milch zum Einweichen hergeben muss. Wahrscheinlich spielt das Sprichwort auf diese Kindersitte an.

Dat is so ein, denn mt man mit Appelmaus inschmeren un Kaneel drup un denn den Dwel tau Wihnachten schenken.

Dat is so fast as en Mtzke (Mtze) mit en Khlbndje.
Kleve

Dat is so fett as Bullflsk.
i] Ironisch, da Stierfleisch selten fett zu sein pflegt

Dat is so gemeen (gemein) as Kattenflesk, dat kruppt vun sik slfst in de Pott.

Dat is so gemn (gemein) asse Strtendrek.
Osnabrck

Dat is so gesund asn Hand vull Schohnagels.

Dat is so gewiss as 't Amen in de Krk.
i] Um den hchsten Grad von Gewissheit zu bezeichnen.

Dat is so gd as'n Hund n Stirt.
Mecklenburg

Dat is so klar as Koffeedick.
Ostfriesland
i] Das ist so klar wie Kaffeesatz.
nl] Het is so klaar als een klontje.
nl] Het is so klaar als koffijdik.

Dat is so lang, als Lawrenz sin Kind.

Dat is so lik (gleich) as de Weg na Bremen.

Dat is so seeker as tw mal tw vr snd, na Folkert Krey sn Rekenbk.
i] Folkert Krey, Schullehrer zu Buttfrede im Harlingerland, gab 1738 ein Rechenbuch heraus, welches lange Zeit in ostfriesischen Schulen gebraucht und das noch 1839 in 15. Auflage von Hoffmann in Blersum besorgt wurde.

Dat is so sn Mt (Ma).
i] Der passt zu ihm.

Dat is so vl, as wenn 'n Mgge in de Jade pisst.

Dat is so vl as kumm her un schiet mi wat.
Holstein
i] Verhllend sagt man dafr auch: wnsch

Dat is so viel, as wenn m 'ne Mgg steckt.
z] Daz aht ich, als ein kleine breme viele f einen grzen r.

Dat is so'n Treffen, segt der Schlachter, un slt den Ochsen in 't Auge.

Dat is Speck un Sweinefleisk.
i] Um eine berfllung in irgendeiner Beziehung, z.Be Einen Wortberfluss, den man in der Sprache Tautologie nennt, zu bezeichnen. Das ist einerlei.

Dat is stark Br (Bier).
i] Wenn sich einer sehr heftig vernehmen lsst, dann von mutigen kecken Reden und Taten.

Dat is Swinkt mank de Plumen.
hdt] Schweinedreck unter Pflaumen.
i] Wenn sich ein verachtetes Subjekt unter angesehene Leute mengt.

Dat is 't letzte, sd de Dwel, un scht dat Hart (Herz) ut.

Dat is 't Rechte, wor de Brut um danzet.

Dat is Teuerkaufbrand, se(de) Woltert, d le(de) he de Violine up 't Feuer.

Dat is tom Rehrzageln.
z] Denn slle mine Kgkens rehrzageln
i] Dann sollen meine Khe mit dem Schwanze wedeln, sagte ein Bauer, als er den Hafer nicht teuer genug verkaufen konnte und deshalb beschloss, seine Khe damit zu fttern.

Dat is um n Kattensprung (Katzensprung) to dn.
Holstein

Dat is unner de Lde (Leute).
i] So geht das Gercht, so erzhlt man sich.

Dat is unsen Herren Pastoren sin Gotteswrt-Naharker.
i] Scherzhafte Bezeichnung fr Kster. Nahrker = der die beim Aufbinden liegengebliebenen hren vermittels der Harke (des Rechens) zusammenbringt.

Dat is Vaders Kind wst.
i] Er ist beim Vater gewesen, bis er geheiratet hat.

Dat is vrgt'n Brot.
Altmark

Dat is verbetert dr Jan Balhorn.

Dat is verkehrt, hadde de Buer sagt, doa hadde dat Peard am Strte tumet.
Westfalen
nl] Dat is verkeerd, zei de stalknecht, en hij toomde het paard aan den aars.

Dat is vr de Nieglichkeit, sd' Rting, wer van't Mten kmen un hrr sich 't Bn brken.
i] Nieglichkeit = Unberufene Neugierde.

Dat is vr sien fge Tage.
i] Fge, das hochdeutsche feige, aber im Niederdeutschen mit der Bedeutung: dem Tode geweiht, den Keim des Todes in sich tragend. 'Noch nich fge', d.h. noch nicht bald sterbend. Von einer Handlung, die jemand im Widerspruch zu seinem Charakter, seinen Eigenheiten, seinem Wesen und seinen Gewohnheiten ausfhrt, sagt man: 'Dat is krt fr sien fge Dage', d.h. das ist so gegen seine Natur, dass man seinen baldigen Tod erwarten kann.

Dat is vr Voss-, un achter Schapfell (Fuchs- und Schaffell).

Dat is woll en dummen Esel, de wat schriewet un kann 't nit lesen.

Dat is wullen den Duivel up a Kussen binhen.
Franz. Flandern
hdt] Das ist wollen den Teufel auf ein Kissen binden.

Dat is, as de Saat is: Ulen geeft Ulen!

Dat is, es wenn de Becker den Stuten givt.
Holstein
i] Wenn eine Ware ihren bestimmten Preis hat

Dat is'n anner Slag Koorn, s de Mller, da beet he up'n Musktel.

Dat is'n Muskant! sd' Asmus, hrr'n Frken in'n Sack.
(hdt) Das ist ein Musikant! sagte Asmus, da hatte er ein Ferkel im Sack.

Dat iss 'n Brill, der passt de achter eine in.

Dat iss nich Bessas wth, man msst oall Sg fm Oass geten.
Ukermark
hdt] Das ist nichts Bessers wert, als der Sau vor den Hintersten gegossen.
i] Die Bauersfrauen brauen hufig selber das zu ihrem Gebrauch ntige Bier, 'Trinken' genannt. Gert es einmal sehr schlecht, so wird obige Redensart auf dasselbe angewandt.

Dat iss'n schlechten Broten (Braten), wo nischt afgeiht.
Ukermark

Dat ist ein Bissen fr sein Maul.
nl] Het is een kostje noar zijn mond.

Dat ist god (gut), wer dormit nicks to don hat, sede de Jung, dar bten sik tw Kreyen.

Dat ist kenen Pfennig wrd.

Dat ist lang un smrig, s de Krl, do stohl he Seilgoarn un Bregenwurst.
i] Wurst aus dem Gehirn des Schweins.

Dat ist nich so licht as Vigelinsplen.

Dat ist schn Heu, s' de sel, doa fratt' r' Pperkken.

Dat it fr de Nschr (Neugier), s' Rutenberg, kam van 't Mken un brok sich 'n Bn.

Dat Junkgt (Junggut) is darten, met man 't k bi de Strt (Schweif) uphelpen.
Ostfriesland
i] Darten, dartlich = khn, verwegen, ausgelassen, mutwillig, lustig.

Dat kan dem Besten passieren, hadde de Snder segt, do har e de Knupe un Knupeholler am Rocke alle an einer Seit sett.
Soest

Dat kann ' noch nicht opessen. Brandenburg

Dat kann een mannig ok mal to veel weern, s de Buer, dar full em ne Fer Me up't Lief!

Dat kann ein Buer vom Nesch brook.
Mnchen
i] Neers broich. Um zu sagen: das ist kein Kunststck

Dat kann en blind Mann met dem Stock fulen.
Bren
i] Ist leicht einzusehen oder zu begreifen.

Dat kann Heert's Jung am Heck.

Dat kann Jn Luitje wohl.
Ostfriesland

Dat kann keen Blinder sehn.

Dat kann kn Jude lten.
Ostfriesland

Dat kann nicht missen (fehlen), de vl drinkt, de mt vl pissen.

Dat kann ck nich bekrge.
i] Nicht ausfhren, es bersteigt meine Krfte

Dat kann ok Dannbarg's Hans.
i] Eine aufallend leichte Aufgabe lsen.

Dat kann 'r utwennig, as de Hoahn det Kreih'n.

Dat kann unmglich 'ne Su sin, s' de oll Fr, don har se' 'n Bie'r bie de Klten.

Dat kann uns de Rhin nitt afwasken.

Dat kann Vader on Shn (spte).

Dat kann wohl mglich 'n oll Sau sin, sd' Meyersch, un harr 'n Biern bi de Klten.
Mecklenburg

Dat kann wohl Schick hebben.
i] Dabei kann man sich beruhigen

Dat kannst Dannebarg's Hans segge (vertelle).

Dat kannst du oppen Haut stecken.
Sauerland

Dat kanstu im Liegen dn.
i] Es ist eine leichte Arbeit, die nebenbei zu machen ist.

Dat kem ch de Brd (Brot) net fett machen.
Bedburg

Dat Kind ht de Begovung. Kln
i] Es ist mit Krmpfen behaftet.

Dat Kind hett wohl Miteters.
i] Ist von Wrmern wohl so ausgezehrt

Dat Kind rukt na de Harbarge.
Oldenburg
i] Die Sache verrt ihren Ursprung.

Dat Kindelbett hett vl Hk un Winkel.
Holstein
i] Eine Wchnerin ist viel Zufllen unterworfen.

Dat Kint (Kind) is snem Varer ut de Ogen krapen.
Mecklenburg

Dat Kint schall wohl 'n sachten (sanften) Dd hebben.
Ostfriesland
i] Wird von einer Sache gesagt, die im Anfange sehr eifrig betrieben wird.

Dat klappert wie 'ne bastne Lischke.
Elbing

Dat klappt as de Fust up't Oge (Faust aufs Auge).

Dat klappt as wenn man den Dreck mit Ptschen haujet.

Dat klappt nich.

Dat kommt ass Melk ut dem Bollen (Osse).
Danziger Nehrung

Dat kmmt drock (dringend), seggt de Schnder, on krggt e Pr Strmp to versle.

Dat kmmt langsam an, wie den Os de Melk.
Meurs

Dat kommt nich von Ungefhr, dat komt von ganz wat anners hr, sd de Drn, da harr se 'n dicken Bk krgen.

Dat knen s' in Karkdrp k.
i] Karkdrp = Kirchdorf gehrt zu den neun Drfern oder Logen, welche das Kirchspiel Aurich bilden und zu dem Sprichwort veranlasst haben: Auerk hett ngen Logen; womit nicht, wie ein des Plattdeutschen unkundiger Reisebeschreiber berichtet, neun Freimaurerlogen gemeint sind. Sinn: Wenn man es im Kirchdorf tut, muss es nicht schwer oder nicht viel wert sein. Es besteht nmlich eine Neckerei gegen die neun auricher Drfer, in welchen gegen die Bewohner derselben allerhand Beschuldigungen erhoben werden, wegen deren es frher auf Mrkten, in Gasthusern und bei volksfestlichen Anlssen nicht selten blutige Kpfe gab.

Dat knt (kommt) en des Popst Mond (Monat).
Aachen
i] Zu rechter Zeit.

Dat knt (kommt) wie Maibom in Oche.
Aachen
i] Unerwartet.

Dat Kopeleirgeld nit mehr wert siyn.
Bren
i] Trauungsgebhren. - Von alten Leuten, die noch einmal heiraten.

Dat Kpken (Kpfchen) kolt, de Fte warm, dat Achterprtken apen, do wirste ruhig slapen.
fr] Le pied sec, chaud la tte, au reste vivez en bte.

Dat Korn ingestwet, de Hwer ingekleiwet. Waldeck
z] A so, des ist ann anders Koarn, hat der Mller gsait und hot in ann Mausdreck bissa.

Dat kst j ken Geld, sgt de Br, do wamst (prgelt) he snen Jungen dr. Jever

Dat kost 'n Botterbrot.
i] Es ist spottwohlfeil

Dat kostet em go den Kragen.

Dat kost't ok Bein, wenn 'n up'n Stock ritt.
Mecklenburg

Dat Kruschen gett sau lange te Wter, bitt et te Grunde gett.

Dat kriggt ook 'n Enn, s de Dwel, dar weer Bu- un Beedag.

Dat krigt ok en Enn, s de Dvel up'n Bu- und Beddag.

Dat krigt k werrer'n Enn (Ende) , sr dei Dwel up'n Buss- un Beddag.
Mecklenburg

Dat Krt (Kraut) kenn' ick, s' de Dwel, doa ha 'r Warmode (Wermuth) Prten.

Dat Krut kenn ick, s de Dwel, un set sick mit'n Ars in de Brennetteln.

Dat kemt vam Bullern, sagte de Snael, hei hadde siewen Jr amme Kearktoren kroepen, un as 'e boalle am Krtse was, un sik reppen woll, doa was 'e herunner fallen.
Bren
i] bullern = auch bulderen, balderen, ballern = poltern, lrmen, hier: sich bereilen, Snael = Snagel, Schnecke, reppen = sich beeilen, hochdeutsch reffen, raffen, schnellen

Dat Kken will woll klger wsen as 't Hohn.
Strelitz

Dat kummt (kommt) dar nt bi to pass.
i] Das bleibt weit davon.

Dat kmmt (kommt), dat kmmt, sd' de Brt von Bordelum, dr hrr se dr Dg' unner'n dden Krl legen.
nl] Het zal wel komen, zei Klaas Lumpes, en het kwam nooit.

Dat kmmt all wller, s de Bur, dor forde he siene Swienen mit Speck.

Dat kmmt all't up ns rut, s' Muo'r Fentschen, un kochte 'n Kaffee in 'n Pisspott.

Dat kmmt m an, as 'n Br dat Aod'rlaoten.
Altmark

Dat kummt b de Hun(de) r Wnsken mit to pass, dat de Kalver starven.
Ostfriesland

Dat kmmt doavan, wenn ein' schrwen (schreiben) lrnt, s' de B'r, a'r 'n Flscher an 'n Schandpoahl sah.

Dat kmmt jitzt alls up't Hchst, seggt dei Bur, da krg em 'ne Lus an'n Haut (Hut) rm.
Mecklenburg

Dat kmmt mi nig passlik.
i] Das kommt mir nicht zu gelegener Zeit.

Dat kmmt mi nig to Mate (Ma).
i] Das passt zu meinen jetzigen Umstnden nicht.

Dat kmmt mi recht to mate.
i] Kommt mir sehr gelegen.

Dat kummt so hen: Twee Swiene - fief Sieten Speck!

Dat kmmt up den Versuch an, segt de Swnegel t 'n Hasen.
i] Das Sprichwort hat wohl seine Quelle in der Fabel De Hs un de Swinegel.

Dat kummt up lttje Nmmerdag, wenn de Kalver up't Is danzt.

Dat kummt up 'n Rakedeves (=Geratewohl, Versuch) an.
Ostfriesland
i] Etwas zu nehmen, wo man es findet

Dat kummt van de Lust.
Ostfriesland

Dat kummt von 't lange Predigen, sd d Paster, dr harr he in de Bx (Hosen) schten (o. scheeten).
Holstein

Dat kummt von't lange Predigen, s de Paster, dar har he in de Bx scheeten.

Dat kmmt werrer, sr de Br, un gw sin Swn Speck.
Mecklenburg
i] Wird da angewandt, wo die Kosten den Gewinn verschlingen oder bersteigen, weil offenbar ein Schwein mehr Speck oder Fleisch fressen wrde, als es Speck gewhren mchte.

Dat kmmt wohl mal, dat'n fllt un findt nicks.
Mecklenburg

Dat kummt, dat kummt! s de Brut vun Bordelum, da har se dre Dag' unnern doden Kerl lgen.

Dat kumpt up ltje Nmmerdag, wenn de Kalwer up 't s danzt.
Ostfriesland

Dat kmt anners as: goden Morgen, Mtt!

Dat kumt b de Hun(de) er Wnsken mit to pass, det de Kalwer starvt.
Ostfriesland

Dat kumt em an mit Hitte (Hitze) un mit Kulde (Klte).

Dat kumt van de Lust.

Dat kumt wedder, sd de Br un gew (gab) sn Swn Swnflsch (Speck).
Holstein

Dat lacht mich an, as Fierkenschntkes in 'n Srkaul (Sauerkohl).

Dat Langsamgehn kumt van slvst.
Rastede

Dat Lank drt kne Wss.
Bedburg

Dat lt (lsst), as wemme 'ne Klucht op de Sege hanged (lied).
Iserlohn
i] Klucht = bezeichnet a) ein gespaltenes Holz, dessen sich die Kinder bedienen, um Bschel mit Heidelbeeren zum bequemen Heimtragen hineinzustecken; b) einen Felsen- oder Erdspalt und c) in Ldenscheid eine groe Herdzange, die man dort aber Kluft nennt.

Dat lt em gerade, as 'ner Sege, d sichten (sieben) wel.
i] lt = lsst (von lassen) = sieht aus.

Dat lat ick gan, s de Jung, da schul he das Kalv dregen.

Dat lt ik gaan! s de Slachterjung un set dat Kalw dal.
Sderdithmarschen
hdt] Das lass' ich gehen, sagte der Schlchterjunge und setzte das Kalb nieder.

Dat lat intrecken!
Pommern
i] Das wird wohl helfen, wird wohl was ausrichten. Eigentlich und ironisch gebraucht bei Prgeln, Gewinst, Lohn, Lobeserhebungen.

Dat laut, sagt Spiess, hiess einer sein Vater ein Dieb und seine Mutter eine Hure.

Dat Lauw (auch: Lw, Laub) sall 'n wuol mit niemen.
Paderborn
i] Er wird wahrscheinlich dem herbstlichen Witterungswechsel erliegen.

Dat Leben is de beste Schol vune Weeg' bet in'n Grotvaderstohl.

Dat Ledder (Leder) stelen un armen Lden Sch davan maken.
i] Mit gestohlenem Gute mildttig sein.

Dat legem natura tibi, non accipit ipsa.
Disticha Catonisa
dt] Die Natur gibt dir die Richtlinie, sie selbst nimmt von dir keine an.

Dat lehrt sick nix lichter as Fuulheit!

Dat leste Anker holt fest, as Pick un as Theer.
i] Von Leuten, die trotz aller Enttuschungen die Hoffnung nicht verlieren.

Dat letste Fr (Feuer) un dat irste Gras, da drinken dei Herrn den Hypokras.
i] Es ist frher erwhnt, wie der Brgermeister Joh. Wittenberg von Lbeck auf einem Balle zu Kopenhagen die Insel Bornholm vertanzt hat. Er verlor deshalb auf dem Markte zu Lbeck den Kopf. Damit aber die knftigen Brgermeister sich hten mchten, ebenfalls eins oder das andere hintanzen zu lassen, lie der Rat aus dem Vermgen des hingerichteten Wittenberg einen silbernen Becher machen und die Worte eingraben: 'Da danzt Bornholm hen.' Aus demselben mussten die Brgermeister jhrlich zweimal nach den obigen Sprchen trinken, und zwar im Frhjahr, wenn man den Stubenofen zu heizen aufhrt und im Herbst, wenn man mit dem Heizen wieder begann.

Dat lett (lass) nett, wenn ener schett on der andre ett.
Jerentowitz im Kreise Graudenz
i] Um zu sagen, dass gewisse Dinge oder Handlungen nicht zusammenpassen.

Dat lett nig smuck.
i] Ist nicht gut, nicht anstndig, passend.

Dat lett sich hren, sd Jenner, n krg fert Ohr.
Danziger Nehrung

Dat lett sick denken, dat krank Ld nich gaut tau Weg sind.
Mecklenburg

Dat lett sick nich mit eens in'n Backben schben.
Mecklenburg, Schwerin
i] Es kann nicht alles auf einmal geschehen

Dat Licht brennt em up de Finger.
Pommern

Dat Licht brennt, as wenn de Wever m't Hs geit un frd (freit) n de Maid.
Ostfriesland

Dat Licht brennt, as wenn 'n Wever dod is.
Ostfriesland
i] Sehr dunkel, weil die Weber bei ihrer Arbeit helles Licht bedrfen. Doch stehen damit die hollndischen Auslegungen im Widerspruch weil die Weber bei sehr drftigem Licht (kleine lampjes en dunne pitjes) arbeiten.
nl] De kaars brandt, alsof er een wever vrijde.

Dat Licht geit ut. Preuen
i] Wenn der Tag sich neigt und es anfngt dunkel zu werden.

Dat Licht singt den letzten Vers.
i] Es geht damit zu Ende.

Dat liggt buten mn'n Verstand, s de Jung, as dremal drtein.

Dat ligt dr nwar (liegt durcheinander) as Krt un Rven.
Rastede

Dat lik (gleicht) darna as min Eers na 'n Peperdose.

Dat lkt derna as mn rs n, 'n Peperdose.
Ostfriesland
i] liken = gleichen, hnlich sein.

Dat loa 'k luien, sach de Kster, doa was 'me sin Wyf afstuoarwen.
Hemer in der Grafschaft Mark
i] Der Ton liegt auf lasse. Diesmal lasse ich luten, ich lute nicht selbst.

Dat lppt m b de Rgge (Rcken) up as kld Pttwter (Brunnenwasser).
Ostfriesland

Dat lppt unner dr as de Rttenktel unner de Peper.

Dat lpt dr et Lsch (Schilf).
Meurs
i] zu weit, verkehrt.

Dat lpt tohp as Poggenkoller (Froschlaich).
Lbben
i] Vom leichtsinnigen, trichten Heiraten.

Dat lpt under dr, as de Rattektel under de Peper.

Dat lpt unner drch (luft unten durch), ass de Musktel unner 'n Pper.

Dat lud (das lautet), as wan de Z'e (Ziege) oppen Brd keteld.

Dat lgst du as 'n Snder.
Ostfriesland
i] Schneider, besonders weit gereiste, sollen gern lgen.

Dat lgt he as en Schelm.

Dat lttje Rad geit vr in de Wagen.
Ostfriesland

Dat Mdchen kann singen, do es en Nagtegall mr en Bs (Biest) tegen.
Meurs

Dat maket mi vle Mse (Muse).
i] Verursacht mir Sorgen, Bedenken, Grillen.

Dat Mal gewen.
i] Die Stelle bezeichnen, wo ein Wettlaufen, Sprung, Wurf u.s.w. anfangen oder enden soll.

Dat Maorgenrauth (Morgenrot) in de Gausken (Goen) flaut, dat Aovenrauth guet Wider baut.
Mnster

Dat Maul is 'ne begnge (gangbare) Landstrate.
Hannover

Dat maut (muss) mi alle reine sin, sach de Frau, doa sstriegede (streifte) se de Katt wer der Kirne af.

Dat maut mi reine sin, sach de S'lchtersfrau, doa trock se 'n Duimlink (Dumling) iut der Wuoarsst (Wurst).

Dat mehrt sck, wie de Dreck ver Wiehnachte, sd jen Br, als sine Fr e Prke kreg.

Dat mekelnborgsche Waop'n maok'n.
i] Beide Arme auf den Tisch sttzen und so einen Ochsenkopf, der im mecklenburger Wappen vorkommt, darstellen. In Holland nennt man diese Haltungsform das koesfeldsche Wappen.
nl] Hij gelijkt het wapen van koesfeld wel.
nl] Hij zit als het Wapen van koesfeld.

Dat Mken (Mdchen) ess 'ne rechte Kratzebste.
Lippe
i] Kratzbrste. Man sagt dafr auch Tange.

Dat ment ik bter, s dat Prd, und settle de lutten Leutnant vr de Schl af.

Dat Messer ss so scharp, dat du kannst drop fre rde.

Dat Messer schntt n dr Dag mehr als n nem.

Dat Messer schntt Poggehaar.

Dat Messer snid as en dud (tot) Ruie bit.
Grafschaft Mark

Dat Messer snid, me kn derop na Kllen ri'en.

Dat Messer snitt sse kald Water brennt.
Bren

Dat Mest (Messer) is so stump, dar kann wohl 'n Hexe up na Kln rden.

Dat Mest ist so stump as 'n Ssaaks.
i] Ssaaks = ser ltere Name fr Messer, der aber im allgemeinen auer Brauch gekommen ist und nur noch fr schlechtes Messer gebraucht wird.

Dat Mest snitt as 'n Flt (?).
i] Das Fragezeichen findet sich schon in der Quellenschrift.

Dat Miul (Maul) geiht m s 'ne Antenfutt.
Sauerland

Dat moet wat Vornehm's sn, segt de, hebben 'n Nors von twe Hlften.

Dat mg en lgen Sack sinn, dei nit liggen knn und loten sick flicken.
Sauerland

Dat mt mi reine sin, sagte de Frau, da trock se ne Katte t der (Butter-)Kearne un strpede se aw.

Dat mt 'n wendet werden, sede de Fruw to den Aal, dar trecket se em de Hud (Haut) ab.

Dat Ml (Maul) bringet den Deif an'n Galgen.
i] Bezieht sich im Mittelalter auf das vom Diebe entweder freiwillig abgelegte oder durch Kerker und Folter erzwungene Gestndnis; kann sich in neuerer Zeit aber auch auf belastende Zeugenaussagen beziehen.

Dat Ml (Maul) geit em as en Scheermest (Scheermesser).
i] Nmlich beim Sprechen.

Dat Ml geit em as 'n Spolrad.
i] Schnurrt in einem fort.

Dat Ml geit em as 'ne Garnwinne (Garnwinde).
Westfalen

Dat Ml in de Pnte (Spitze) trecken.
Bren
i] Den Mund verziehen.

Dat Ml is 'n Schelm, wenn man emm man wat butt (bietet), denn jahnt he upp.
Oldenburg

Dat Ml plappert on de Narsch wt von nuscht.

Dat Ml mmer vr hebben.
Mecklenburg
i] Vorlaut sein.

Dat Ml upsparr'n.

Dat Mndken in't Pntken setten.
i] Einen spitzen Mund, auch Jungfernmund, machen; bei Kindern oder erwachsenen Mdchen mit dem Nebenbegriff der Eitelkeit. Von einem Mdchen, das einen schnippischen Mund zieht. Pnt franzsisch pointe = Spitze, pntig = geziert, kokett.

Dat Msche (Muschen) hat e Sttzche krge (kriegt).
Aachen
i] Die Sache hat wichtige Folgen gehabt, ist gegen Vermuten ausgefallen; man ist bel weggekommen. Sttzche von Statz (= Starz), der Schwanz eines Tieres, Schweif, auch Stiel, Starz.
nl] Dat muisje heeft een staartje.

Dat mut de Meister verstn, wenn de Wurst na Scht smeckt.
Holstein
i] Der Meister entscheidet, es ist sein Werk.

Dat mtt gaen (gehen) as wenn de Br Plm fritt.
Altmark
i] Sehr eilig

Dat mutt man achter nen Tn (Zhne) ten.
i] Von einer seltenen und kostbaren Speise, von etwas, das man nur uerst sparsam verwenden darf.

Dat ndigste toirst, s de Bur und prgel sin Fro un let da Peerd in'n Graben liggen.

Dat Nske (Nschen) piert die ok nich vom Schemper.
Ostpreuen
i] Der Bauer zum Lebemann.

Dat N (Neue) is sellen wat Goes.
i] Abneigung des oldenburger Landmanns gegen alles, was irgend Bezug auf Vernderung der berkommenen Einrichtungen und Verhltnisse hat.

Dat nemt sick fransch ut, s Hans un kreg de Deern bi'n Schinken.

Dat Nigge is nit jmmer dat Beste.

Dat nimmt sik Fransch t, sd' Hans, un krg de Diern bi'n Schinken.
Holstein

Dat ndtigst toers, s de Bur, dor hau he sin Olsch un leet dat Peerd in'n Sloot liggen.

Dat g mag alltd mehr as der Mund.

Dat Og will ok watt, sr dei blind Jochen, da friet hei na' ne hibsch Dirn.
Mecklenburg

Dat ge wil k wat hebben, hadde de blinde Harm seggd, d frde he na'n moie Drn.
Oldenburg
hdt] Das Auge will auch was haben, sagte der blinde Bernard, da heiratete er ein hbsches Mdchen.
nl] Het oog wil ook wat hebben, zei de man, en doen aloeg hij zijne vrouw een blaauw gezicht.

Dat Oge will k wat, see blind' Jakb (Jakob), d frde he na'n moje Wicht.
Ostfriesland

Dat Oler geit vran, wenn't ok na'n Galgen geit.

Dat ller krppt op e Sller. Dnhoffstdt

Dat s besunge. (Ist hin, verloren)

Dat s e Dicknsger.

Dat s e Donnerkrt'.
i] Zur Bezeichnung eines garstigen, vorherrschend aber eines pfiffigen und verschlagenen Menschen, besonders im jugendlichen Alter.

Dat s e Nimmerdn.
i] Dn = Dick. Ein Nimmersatt

Dat s en rechter Bisworm.
i] Von einem ruhelosen Menschen. Die stechende Bremse, welche in die Haut des Rindviehs ihre Eier legt, und das Bisen, das wilde Umherrennen derselben mit veranlasst.

Dat s en reiner Alfsrankel.
Natangen

Dat s fer de Katt to Bxe.
Stallupnen
i] Von etwas, das keinen Wert hat. Das ist verloren, aufgegeben.

Dat s glk n e Nrsch t krpe.
Dnhoffstdt
i] So possierlich ist die Sache

Dat s man gnverblendniss.
i] Ist nichts als Blendwerk, Tuschung, Taschenspielerei

Dat s tom Bekacke.

Deutsche Sprichwörter
0001 0002 0003 0004 0005 0006 0007 0008 0009 0010 0011 0012 0013 0014 0015 0016 0017 0018 0019 0020 0021 0022 0023 0024 0025 0026 0027 0028 0029 0030 0031 0032 0033 0034 0035 0036 0037 0038 0039 0040 0041 0042 0043 0044 0045 0046 0047 0048 0049 0050 0051 0052 0053 0054 0055 0056 0057 0058 0059 0060 0061 0062 0063 0064 0065 0066 0067 0068 0069 0070 0071 0072 0073 0074 0075 0076 0077 0078 0079 0080 0081 0082 0083 0084 0085 0086 0087 0088 0089 0090 0091 0092 0093 0094 0095 0096 0097 0098 0099
0100 0101 0102 0103 0104 0105 0106 0107 0108 0109 0110 0111 0112 0113 0114 0115 0116 0117 0118 0119 0120 0121 0122 0123 0124 0125 0126 0127 0128 0129 0130 0131 0132 0133 0134 0135 0136 0137 0138 0139 0140 0141 0142 0143 0144 0145 0146 0147 0148 0149 0150 0151 0152 0153 0154 0155 0156 0157 0158 0159 0160 0161 0162 0163 0164 0165 0166 0167 0168 0169 0170 0171 0172 0173 0174 0175 0176 0177 0178 0179 0180 0181 0182 0183 0184 0185 0186 0187 0188 0189 0190 0191 0192 0193 0194 0195 0196 0197 0198 0199

<<< operone >>>