Deutsche Sprichwörter, Redensarten, Zitate 0256
<<< >>>

Darum an dem langen Tage
Merke dir es, liebe Brust:
Jeder Tag hat seine Plage,
Und die Nacht hat ihre Lust.
Goethe, Aus Wilhelm Meister - Philine

Darum bekommt die Katze keinen Klaps.
i] Die Sache ist unbedeutend, nicht der Rede wert.

Darum besteht die richtige Behandlung jeder Angst darin, dass man vernünftig und ruhig aber konzentriert so lange darüber nachdenkt, bis sie einem völlig vertraut geworden ist. Schließlich wird diese Vertrautheit das Grauen abstumpfen; die ganze Sache wird langweilig, und unsere Gedanken kehren sich davon ab - aber nicht, wie ehedem, durch eine Willensanstrengung, sondern weil wir uns nicht mehr genügend dafür interessieren.
Bertrand Russell, The Conquest of Happiness, I, 5

Darum bleibe ich doch immer der Pastor Bödeker.
i] Der bekannte Pastor in Hannover setzte sich so sehr über gewisse gesellschaftliche Formen (Etikette) weg, dass er abends auch einem angetrunkenen Bürger den Arm reichte, um ihn wegen 'plötzlichen Schwindels' gütig nach Hause zu führen. Es wurde endlich zum scherzhaften Sprichwort, sich selbst mit diesen Worten wegen eines kleinen Rausches zu entschuldigen.

Darum dürft' ich ein glühiges Eisen tragen.
i] Feuerprobe zur Bestätigung der Wahrheit.

Darum eben ist die Kunst die Sprache des Unaussprechlichen, ist nur Fühlen, dem sich kein Mensch in Worten Rechenschaft geben kann.
Julius Hebing, Lebenskreise - Farbenkreise

Darum gäb ich keinen Rübenschnitz.
z] So schwer ich das ein hohen eyd, das ich nit ein rubschnitz geb um die wohl, so lang ich leb.
i] Um die Wertlosigkeit einer Sache zu bezeichnen.

Darum geb' ich kein Haar.
nl] Ik geef daarvoor geen haar van mijn hoofd.

Darum geb' ich nicht einen Birnenstiel.
mhd] Umb alle schaut gaeb er niht ein birnstil.

Darum gebe ich keinen Schnitz.

Darum geduldig in dem Kreis verharren,
Den uns ein Gott gezogen, gibt uns Stärke
Des Stärksten, Freude selbst des Freudigsten.
L. Schefer, Laienbrevier, Februar

Darum geht es: Man muss immer die nächste Sprosse anpeilen, so verrückt das klingen mag.
Lido Anthony 'Lee' lacocca, Mein amerikanischer Traum

Darum geht noch kein Land verloren.

Darum gibt es für die Menschen nichts Göttliches und Beseligendes als das, was allein der Mühe wert ist, nämlich das, was an Denkkraft und Vernunft in uns ist. Denn von allem, was wir haben, scheint dies allein unvergänglich und allein göttlich zu sein.
Aristoteles

Darum heißt die Hure noch nicht Künstlerin, weil sie das Handwerk des Reibens versteht.
Russland

Darum in deinen fröhlichen Tagen
Fürchte des Unglücks tückische Nähe!
Schiller, Die Braut von Messina, IV, 4 (Chor)

Darum ist die Freiheit allein der Probestein der Charaktere, und sie macht auch allein die großen Menschen möglich. Selbstbeherrschung bis zur Opferung des Lebens Maß bis zur Verleugnung der heißesten Triebe ist nur in der Freiheit möglich; denn sonst kann es nur als Gebundensein, nicht als Selbstbestimmung vorliegen.
A. Stifter, An Gustav Heckenast, 23.5. 1848

Darum ist die Natur so groß, weil sie vergessen hat, dass sie Chaos war, und doch kann es ihr auch wieder einfallen, wenn es sein muss.
Søren Kierkegaard, Entweder - Oder

Darum ist echte Bildung, ebenso wie echte Körperkultur, Erfüllung und Antrieb zugleich, ist überall am Ziele und bleibt doch nirgends rasten, ist ein Unterwegssein im Unendlichen, ein Mitschwingen im Universum, ein Mitleben im Zeitlosen.
Hesse, Eine Bibliothek der Weltliteratur

Darum ist einer nicht tüchtig, dass er sich selbst lobt, sondern, dass ihn der Herr lobt.

Darum ist man auf die Macht verfallen, da man das Gerechte nicht finden konnte.
Pascal, Gedanken

Darum keine Feindschaft.
i] Nichts für ungut.

Darum kên Hôr (Hure), wenn't Kind man god is.

Darum lasst uns Ostern halten, nicht im alten Sauerteig, auch nicht im Sauerteig der Bosheit und Schalkheit, sondern in dem Süßteig der Lauterkeit und der Wahrheit.
1. Kor. 5, 8

Darum liebe ich die Kinder, weil sie die Welt und sich selbst noch im schönen Zauberspiegel ihrer Phantasie sehen.
Storm, an Therese Rowohl, März 1838

Darum lob ich mir, niedrig zu stehen,
Mich verbergend in meiner Schwäche.
Schiller, Die Braut von Messina, 240/41 (Chor)

Darum mach' ich keinen Finger nass.
nl] Hij heeft er geen vinger om nat gemaakt.

Darum mag ich Ihnen gern die Wahrheit Ihrer Behauptung, dass Deutschland mich nicht verstanden, in bedingter Weise zugestehen.
Goethe, A. G. v. Stroganoff, letzte Lebensjahre

Darum möge, was ich bin, irgendwo und für alle Zeit
gegründet sein und gesichert und ein glühender Zeuge,
der bedachtsam sich zerstört und unaufhörlich sich bewahrt,
offensichtlich hingegeben seiner ursprünglichen Verpflichtung.
P. Neruda, Es besagt Schatten

Darum muss man die Jugend vor Schmeichlern wohl bewahren: sie höre Wahrheit, sei bisweilen schüchtern, immer bescheiden und gegen Ältere ehrerbietig; nie lasse man sie etwas ertrotzen; was man ihren Tränen abgeschlagen hat, gestatte man ihr, wenn sie sich ruhig verhält; den Reichtum der Eltern mag sie vor Augen haben, in den Händen nicht. Übereilte Handlungen lasse man nicht ungeahndet.
Seneca, Drei Bücher über den Zorn

Darum sagen wir doch auch, dass man Vater und Mutter, die für uns die Ursache geworden sind, dass wir die Sonne und das Licht schauen, und damit Ursache der größten Güter, über die Maßen achten und verehren müssen, denn sie sind, wie es scheint, schuld daran, dass wir vernünftig denken und sehen.
Aristoteles, Protreptikos

Darum sall de Ploeg (Pflug) noch nich up de Hille kamen.
Ostfriesland
i] Unter Hille (aus Hilde) wird der Raum unter dem Dache in dem Angebäude eines Bauernhauses oder in Vieh- und Pferdeställen verstanden, wo das Langfutter (Heu und Stroh) über den Balken auf einer Schwarten- oder Stangenunterlage ruht.

Darum schätze ich sogar den Widerspruch derer höher, welche die rein menschliche Bedeutung der Kunst erfassen, als den kränklichen Enthusiasmus der überschwenglichen Dichter unseres Volkes, welche mich mit Phrasen ersticken..
Goethe, A. G. v. Stroganoff, letzte Lebensjahre

Darum schlagen sich die Mönche.
dk] Det er det munkene slaaes om.

Darum sind die Oblaten so zart im katholischen Welschland,
Denn aus demselbigen Teig weihet der Priester den Gott.
Goethe, Venezianische Epigramme 19

Darum sind Selbstbiographien nur dann wahrhaft lehrreich, wenn sie eine große Anzahl von Tatsachen enthalten. Die Selbstbetrachtungen können leicht irreführen.
W. v. Humboldt, Briefe an eine Freundin, 2. 2. 1835

Darum soll ein Obrigkeit auf drei Stücke gehen: auf Gerechtigkeit, Wahrheit und Weisheit.
Paracelsus, Ex libro de magnificis et superbis

Darum sorget nicht für den andern Morgen: denn der morgende Tag wird für das Seine sorgen. Es ist genug, dass ein jeglicher Tag seine eigne Plage habe.
Matth. 6, 34 (Bergpredigt)

Darum stinkt's auch so.
i] Studentische Redensart zur Abweisung oder Verspottung von Prahlereien und Drohungen.

Darum versenkt, wer im ungeschlichteten Zwist der Völker nach geistiger Ruhe strebt, gern den Blick in das stille Leben der Pflanzen..
A. v. Humboldt, Ansichten der Natur

Darum werden so viele Menschen durch die Erscheinung eines neuen, fremden Menschen in der Gesellschaft beunruhigt. Er entdeckt ihnen, was sie nicht haben, und dann hassen sie ihn, oder er entdeckt ihnen durch sein Gegenteil, was sie haben, und so verachten sie ihn wieder. Ist er besonders höflich und galant, so ist er den Groben zuwider, ist er grob, so ist er den Höflichen und im Grunde allen zuwider, und so durch alles durch.
Goethe, Riemer, 19. 3. 1807

Darum wird dem Mund Essen gegeben, damit er spricht.
Estland

Darum wird der Staatsverein geschlossen, solcher Roheit und Willkür abzuhelfen, und alles Recht und alle positiven Gesetze sind wiederum nur ein ewiger Versuch, die Selbsthilfe der Individuen gegeneinander abzuwehren.
Goethe, F. v. Müller, 29. 4. 1818

Darum wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und an seinem Weibe hangen und sie werden sein Ein Fleisch.
1. Mos. 2, 24

Darum wünscht der Bürger seine alte Verfassung zu behalten, von seinen Landsleuten regiert zu sein, weil er weiß, wie er geführt wird, weil er von ihnen Ureigennutz, Teilnehmung an seinem Schicksal hoffen kann.
Goethe, Egmont A IV, Der Culenburgische Palast (Egmont)

Darum, setzt der Philosoph hinzu, sind alle Parteien ohne Ausnahme, solange sie nach der Macht trachten, nur verschiedene Formen des Absolutismus, und es wird darum so lange keine Freiheit für die Bürger, keine Ordnung für die Gesellschaft, keine Vereinigung unter den Arbeitern geben, als bis in dem politischen Katechismus die Verzichtleistung auf die Autorität die Stelle des Glaubens an die Autorität eingenommen hat.
Pierre Proudhon, Bekenntnisse eines Revolutionärs

Darum, solang du leidest,
Solang auch hoffe noch! Das größte Glück
Der Sterblichen bleibt immer Hoffnung, Hoffnung!
L. Schefer, Laienbrevier, Januar

Darum, weil es keine Bananen gibt, werd' ich die Taja (eine Erdfrucht) nicht Vater nennen.
i] Die Not macht mich nicht zum Schmeichler.

Darumb nagt der Hund ein Bein, weil ers nit gantz verschlucken kann.
fr] Le chien ronge l'os pour ce qui ne le peult engloutir.
ho] De hond knaagt aan het been, omdat hij het niet door kann zwelgen.
it] Il cane rode l'osso perchè non lo puo inghiottire.

Darümb wird einer zum Pfaffen, dass keiner vor ihn trinke, sondern er vor alle.

Darummen henckt sich kein Bauer.

Darunter steckt der Knack.

Darup is gô töven, aver quâd fasten.
Holstein
i] Von langwierigen Dingen, von fernen Hoffnungen. Auch töben = warten.

Darup to lop'n (laufen) wet'n.

Darup warde ik Mann.
i] Dafür bin ich Bürge.

Darût is nicks to mâken.
i] Es kann daraus nichts Ordentliches werden. Auch: Es ist darauf kein Gewicht zu legen.

Darvör will ick'n Sticken stäken.
i] Der Sache will ich Einhalt tun.

Darvungan (davongehen) as de Hund, de de Steert afhaut is.

Darzutun wäre, welches der wahre Weg der Naturforschung sei: wie derselbe auf dem einfachsten Fortgange der Beobachtung beruhe, die Beobachtung zum Versuch zu steigern sei, und wie dieser endlich zum Resultat führe.
Goethe, Maximen und Reflexionen 1283

Das (Mehrheitsprinzip) ist kein Beweis für die Wahrheit.
Seneca

Das [römische]+ Karneval ist, wie wir bald bemerken können, eigentlich nur eine Fortsetzung oder vielmehr der Gipfel jener gewöhnlichen sonn- und festtägigen Freuden; es ist nichts Neues, nichts Fremdes, nichts Einziges, sondern es schließt sich nur an die römische Lebensweise ganz natürlich an.
Italienische Reise III, Das römische Karneval

Das A ist nicht so schwer wie das Z
z] Die Geschichte ist von A bis Z erfunden
en] from A to Z
fr] De A à Z

Das A und O von etwas sein
i] Wichtig, eine Lebensbedingung, die Grundvoraussetzung. Im griechischen Alphabet ist A der erste und O der letzte Buchstabe = Anfang und Ende. Offb 1,8, 21,6 und 22,13. Allmacht Gottes.
en] the be-all and end-all, the essence

Das Aag (Auge) darf nit sehe', was die Hand tut.
Jüdisch-deutsch (In Bezug auf die den Armen gereichte Unterstützung)

Das Aas an die Angel stecken.
i] Einen mit List reizen, fangen.
la] Escam hamo circumponere.

Das Aas lässt wissen, wo es sich befindet.
Walisisch

Das Aas lockt die Würmer herbei.
se] Aas lockar örnen ut.

Das Aas stinkt über sein Lager hinaus.
dk] Aadslet stinker laenger bort, end den sted der ligger.

Das Abbacken Kranker, vor allem skrophulöser, tuberkulöser Kinder und Rheumatiker, ist eine uralte volksmedizinische Heilart
i] Bußordnungen des 11. Jahrhunderts verbieten den Müttern bei strenger Strafe, fieberkranke Kinder in den Ofen zu legen.
z] Sie binden die Arme dem ohnedem schmachtenden Kinde auf eine Kuchen-Scheibe und schieben solche nach ausgenommenem Brote etliche Male in einen Back-Ofen, dass es nicht Wunder wäre, das Kind erstickte in der Hitze. Bei solch alt aussehenden Kindern, die das 'Älterlein' haben, sagte man den Spruch: 'Alt hinein und jung heraus'.
z] Ein rheumatischer Bauer versuchte im November 1906 seine Schmerzen abzubacken. Er rieb sich mit Petroleum ein und legte sich dann in den noch warmen Backofen. Nach einigen Stunden fand man ihn als Leiche, da er offenbar durch die im Ofen sich entwickelnden Gase erstickt war.
z] Drei Donnerstage hintereinander und zwar bei abnehmendem Mond nach Sonnenuntergang knetet man einen Teig, formt daraus 3 Brote und bäckt sie im Backofen. Währenddessen geht ein anderer ums Haus und fragt beim Küchenfenster: 'Was backst?' Antwort: 'Ich backe dem (der) N.N. die Darre (= Abzehrung)ab.' Jener: 'Back, Back!' Das geschieht dreimal und so noch an zwei folgenden Donnerstagen. Jedesmal werden die gebackenen Brote in ein fließendes Wasser geworfen.
Aberglaube

Das Abc einer Sache o. Wissenschaft) lernen.

Das Abc hat nur ein W, unser Leben hat hundert und meh.

Das Abc macht das meiste Weh.

Das Abc macht dem Pfarrer das meiste Weh.

Das Abendessen hat mehr getötet, als Avizena geheilt hat.
Spanien

Das Abendessen mit Saufen und die Frühmette mit Husten anfangen.

Das Abendessen nach dem Tage, Schlafen bis zum Tage.
Masuren
pl] Wiecaerza dnia spal do dnia.

Das Abendläuten bezeichnet das Ende des Tages, an Werktagen den Abschluß der Tagesarbeit. Darnach darf nicht mehr gearbeitet werden; denn vom Abendläuten bis zum Morgenläuten ist die Zeit der Geister, denen die Nacht gehört.
Aberglaube

Das Abendlied gen Himmel zieht.
i] Der dankbare Aufblick nach vollbrachtem Tagewerke ist Gott besonders angenehm.

Das Abendlied ist leichter als das Morgenlied.
Walisisch

Das Abendmahl auf etwas nehmen können.
Sprichwörtliche Beteuerung (aus den Gottesurteilen des Mittelalters)

Das Abendmahl wird als Amulett betrachtet, das sicher durch das Todestal führt.
Aberglaube

Das Abendmahl wird als Zaubermittel benutzt, um sich in egoistischer Weise reale Vorteile zu verschaffen. Man erhofft vom Tisch des Herrn eine leichte Geburt und kräftiges Leben für das neugeborene Kind.
Aberglaube

Das Abendrot (statt Abendröte), mhd. abentrôt, wird in der Mythologie als männlicher Riese des Abends aufgefaßt werde.
Aberglaube

Das Abendrot schimmert rot - gutes Wetter, das Morgenrot schimmert rot - böses Wetter.

Das Abenteuer (..) ist etwas, das seinem Wesen nach zu uns kommt, etwas, was uns wählt und nicht erst gewählt wird.
Gilbert Keith Chesterton, Heretiker

Das Abenteuer steckt im Abenteuer.
Knut Hamsun, Die letzte Freude

Das aber ist des Alters Schöne,
Dass es die Saiten reiner stimmt,
Dass es der Lust die grellen Töne,
Dem Schmerz den herbsten Stachel nimmt.
Ferdinand von Saar, Gedichte

Das aber ist eben ein neues Problem für mich, dass ein Greis [Bentham] die Laufbahn eines langen Lebens damit beschließen kann, in seinen letzten Tagen noch ein Radikaler zu werden.
Goethe, Eckermann, 3.2.1830

Das Aber ist ein Zaun, über den sich wenige traun.

Das Aber kostet Überlegung,
Es bringt den Geist erst in Bewegung.
Frei nach Lessing

Das Abschied-Nehmen beginnt bei der Geburt.
Hermann Lahm

Das Abschrecken der Dämonen durch grässliche Gesichter, durch Köpfe von Ungeheuern, Gorgonenhäupter, Sphinxe war etwas Gewöhnliches.
i] Aus den schreckenden Figuren von einst, sind diejenigen von Schutzgeistern geworden. Eine solche Verdrehung, sind die bunten Püppchen (mascottes), die wir heute an den Hinterfenstern vieler Automobile sehen.
Aberglaube

Das absichtlich Lächerliche ist der Scherz: er ist das Bestreben, zwischen den Begriffen des andern und der Realität, durch Verschieben des einen dieser beiden eine Diskrepanz zuwege zu bringen; während sein Gegenteil, der Ernst, in der wenigstens angestrebten genauen Angemessenheit beider zueinander besteht. Versteckt nun aber der Scherz sich hinter dem Ernst, so entsteht die Ironie: z. B. wenn wir auf die Meinungen des andern, welche das Gegenteil der unsrigen sind, mit scheinbarem Ernst eingehen und sie mit ihm zu teilen simulieren; bis endlich das Resultat ihn an uns und ihnen irre macht.. Das Umgekehrte der Ironie wäre demnach der hinter dem Scherz versteckte Ernst, und dies ist der Humor. Man könnte ihn den doppelten Kontrapunkt der Ironie nennen.
Schopenhauer, Welt als Wille und Vorstellung

Das absolut Größte wird nur als unbegreiflich erkannt. Mit ihm koinzidiert das absolut Kleinste.
Nikolaus von Kues, Von der gelehrten Unwissenheit

Das Absolute steht noch über dem Vernünftigen.
Goethe, zu F. v. Müller, 20. Juni 1827

Das absolute Veto hat der Mann sich vorbehalten. Es ist immer dieselbe Tyrannei, wenn auch unter verschiedenen Formen.
Louise Otto-Peters, Die Demokratinnen

Das absolute Wesen, der Gott des Menschen, ist sein eignes Wesen.
Ludwig Feuerbach, Das Wesen des Christentums

Das abstoßendste für mich war die Lehrbuchmoral..
Roland, Denkwürdigkeiten und Erinnerungen

Das Abstrakte und Unpersönliche wird allzu leicht gehässig.
Ricarda Huch (1864 - 1947)

Das Absurde vergöttern zu müssen, [ist der allertraurigste Fall, in welchen der seiner Vernunft sich bewusste Mensch geraten kann.
Goethe, Schriften zur Literatur - Calderons Tochter der Luft

<<< operone >>>

DEUTSCH
0001 0002 0003 0004 0005 0006 0007 0008 0009 0010 0011 0012 0013 0014 0015 0016 0017 0018 0019 0020 0021 0022 0023 0024 0025 0026 0027 0028 0029 0030 0031 0032 0033 0034 0035 0036 0037 0038 0039 0040 0041 0042 0043 0044 0045 0046 0047 0048 0049 0050 0051 0052 0053 0054 0055 0056 0057 0058 0059 0060 0061 0062 0063 0064 0065 0066 0067 0068 0069 0070 0071 0072 0073 0074 0075 0076 0077 0078 0079 0080 0081 0082 0083 0084 0085 0086 0087 0088 0089 0090 0091 0092 0093 0094 0095 0096 0097 0098 0099 0100 0101 0102 0103 0104 0105 0106 0107 0108 0109 0110 0111 0112 0113 0114 0115 0116 0117 0118 0119 0120 0121 0122 0123 0124 0125 0126 0127 0128 0129 0130 0131 0132 0133 0134 0135 0136 0137 0138 0139 0140 0141 0142 0143 0144 0145 0146 0147 0148 0149 0150 0151 0152 0153 0154 0155 0156 0157 0158 0159 0160 0161 0162 0163 0164 0165 0166 0167 0168 0169 0170 0171 0172 0173 0174 0175 0176 0177 0178 0179 0180 0181 0182 0183 0184 0185 0186 0187 0188 0189 0190 0191 0192 0193 0194 0195 0196 0197 0198 0199 0200 0201 0202 0203 0204 0205 0206 0207 0208 0209 0210 0211 0212 0213 0214 0215 0216 0217 0218 0219 0220 0221 0222 0223 0224 0225 0226 0227 0228 0229 0230 0231 0232 0233 0234 0235 0236 0237 0238 0239 0240 0241 0242 0243 0244 0245 0246 0247 0248 0249 0250 0251 0252 0253 0254 0255 0256 0257 0258 0259 0260 0261 0262 0263 0264 0265 0266 0267 0268 0269 0270 0271 0272 0273 0274 0275 0276 0277 0278 0279 0280 0281 0282 0283 0284 0285 0286 0287 0288 0289 0290 0291 0292 0293 0294 0295 0296 0297 0298 0299 0300 0301 0302 0303 0304 0305 0306 0307 0308 0309 0310 0311 0312 0313 0314 0315 0316 0317 0318 0319 0320 0321 0322 0323 0324 0325 0326 0327 0328 0329 0330 0331 0332 0333 0334 0335 0336 0337 0338 0339 0340 0341 0342 0343 0344 0345 0346 0347 0348 0349 0350 0351 0352 0353 0354 0355 0356 0357 0358 0359 0360 0361 0362 0363 0364 0365 0366 0367 0368 0369 0370 0371 0372 0373 0374 0375 0376 0377 0378 0379 0380 0381 0382 0383 0384 0385 0386 0387 0388 0389 0390 0391 0392 0393 0394 0395 0396 0397 0398 0399 0400 0401 0402 0403 0404 0405 0406 0407 0408 0409 0410 0411 0412 0413 0414 0415 0416 0417 0418 0419 0420 0421 0422 0423 0424 0425 0426 0427 0428 0429 0430 0431 0432 0433 0434 0435 0436 0437 0438 0439 0440 0441 0442 0443 0444 0445 0446 0447 0448 0449 0450 0451 0452 0453 0454 0455 0456 0457 0458 0459 0460 0461 0462 0463 0464 0465 0466 0467 0468 0469 0470 0471 0472 0473 0474 0475 0476 0477 0478 0479 0480 0481 0482 0483 0484 0485 0486 0487 0488 0489 0490 0491 0492 0493 0494 0495 0496 0497 0498 0499 0500 0501 0502 0503 0504 0505 0506 0507 0508 0509 0510 0511 0512 0513 0514 0515 0516 0517 0518 0519 0520 0521 0522 0523 0524 0525 0526 0527 0528 0529 0530 0531 0532 0533 0534 0535 0536 0537 0538 0539 0540 0541 0542 0543 0544 0545 0546 0547 0548 0549 0550 0551 0552 0553 0554 0555 0556 0557 0558 0559 0560 0561 0562 0563 0564 0565 0566 0567 0568 0569 0570 0571 0572 0573 0574 0575 0576 0577 0578 0579 0580 0581 0582 0583 0584 0585 0586 0587 0588 0589 0590 0591 0592 0593 0594 0595 0596 0597 0598 0599 0600 0601 0602 0603 0604 0605 0606 0607 0608 0609 0610 0611 0612 0613 0614 0615 0616 0617 0618 0619 0620 0621 0622 0623 0624 0625 0626 0627 0628 0629 0630 0631 0632 0633 0634 0635 0636 0637 0638 0639 0640 0641 0642 0643 0644 0645 0646 0647 0648 0649 0650 0651 0652 0653 0654 0655 0656 0657 0658 0659 0660 0661 0662 0663 0664 0665 0666 0667 0668 0669 0670 0671 0672 0673 0674 0675 0676 0677 0678 0679 0680 0681 0682 0683 0684 0685 0686 0687 0688 0689 0690 0691 0692 0693 0694 0695 0696 0697 0698 0699 0700 0701 0702 0703 0704 0705 0706 0707 0708 0709 0710 0711 0712 0713 0714 0715 0716 0717 0718 0719 0720 0721 0722 0723 0724 0725 0726 0727 0728 0729 0730 0731 0732 0733 0734 0735 0736 0737 0738 0739 0740 0741 0742 0743 0744 0745 0746 0747 0748 0749 0750 0751 0752 0753 0754 0755 0756 0757 0758 0759 0760 0761 0762 0763 0764 0765 0766 0767 0768 0769 0770 0771 0772 0773 0774 0775 0776 0777 0778 0779 0780 0781 0782 0783 0784 0785 0786 0787 0788 0789 0790 0791 0792 0793 0794 0795 0796 0797 0798 0799 0800 0801 0802 0803 0804 0805 0806 0807 0808 0809 0810 0811 0812 0813 0814 0815 0816 0817 0818 0819 0820 0821 0822 0823 0824 0825 0826 0827 0828 0829 0830 0831 0832 0833 0834 0835 0836 0837 0838 0839 0840 0841 0842 0843 0844 0845 0846 0847 0848 0849 0850 0851 0852 0853 0854 0855 0856 0857 0858 0859 0860 0861 0862 0863 0864 0865 0866 0867 0868 0869 0870 0871 0872 0873 0874 0875 0876 0877 0878 0879 0880 0881 0882 0883 0884 0885 0886 0887 0888 0889 0890 0891 0892 0893 0894 0895 0896 0897 0898 0899 0900 0901 0902 0903 0904 0905 0906 0907 0908 0909 0910 0911 0912 0913 0914 0915 0916 0917 0918 0919 0920 0921 0922 0923 0924 0925 0926 0927 0928 0929 0930 0931 0932 0933 0934 0935 0936 0937 0938 0939 0940 0941 0942 0943 0944 0945 0946 0947 0948 0949 0950 0951 0952 0953 0954 0955 0956 0957 0958 0959 0960 0961 0962 0963 0964 0965 0966 0967 0968 0969 0970 0971 0972 0973 0974 0975 0976 0977 0978 0979 0980 0981 0982 0983 0984 0985 0986 0987 0988 0989 0990 0991 0992 0993 0994 0995 0996 0997 0998 0999 1000 1001 1002 1003 1004 1005 1006 1007 1008 1009 1010 1011 1012 1013 1014 1015 1016 1017 1018 1019 1020 1021 1022 1023 1024 1025 1026 1027 1028 1029 1030 1031 1032 1033 1034 1035 1036 1037 1038 1039 1040 1041 1042 1043 1044 1045 1046 1047 1048 1049 1050 1051 1052 1053 1054 1055 1056 1057 1058 1059 1060 1061 1062 1063 1064 1065 1066 1067 1068 1069 1070 1071 1072 1073 1074 1075 1076 1077 1078 1079 1080 1081 1082 1083 1084 1085 1086 1087 1088 1089 1090 1091 1092 1093 1094 1095 1096 1097 1098 1099 1100 1101 1102 1103 1104 1105 1106 1107 1108 1109 1110 1111 1112 1113 1114 1115 1116 1117 1118 1119 1120 1121 1122 1123 1124 1125 1126 1127 1128 1129 1130 1131 1132 1133 1134 1135 1136 1137 1138 1139 1140 1141 1142 1143 1144 1145 1146 1147 1148 1149 1150 1151 1152 1153 1154 1155 1156 1157 1158 1159 1160 1161 1162 1163 1164 1165 1166 1167 1168 1169 1170 1171 1172 1173 1174 1175 1176 1177 1178 1179 1180 1181 1182 1183 1184 1185 1186 1187 1188 1189 1190 1191 1192 1193 1194 1195 1196 1197 1198 1199 1200 1201 1202 1203 1204 1205 1206 1207 1208 1209 1210 1211 1212 1213 1214 1215 1216 1217 1218 1219 1220 1221 1222 1223 1224 1225 1226 1227 1228 1229 1230 1231 1232 1233 1234 1235 1236 1237 1238 1239 1240 1241 1242 1243 1244 1245 1246 1247 1248 1249 1250 1251 1252 1253 1254 1255 1256 1257 1258 1259 1260 1261 1262 1263 1264 1265 1266 1267 1268 1269 1270 1271 1272 1273 1274 1275 1276 1277 1278 1279 1280 1281 1282 1283 1284 1285 1286 1287 1288 1289 1290 1291 1292 1293 1294 1295 1296 1297 1298 1299 1300 1301 1302 1303 1304 1305 1306 1307 1308 1309 1310 1311 1312 1313 1314 1315 1316 1317 1318 1319 1320 1321 1322 1323 1324 1325 1326 1327 1328 1329 1330 1331 1332 1333 1334 1335 1336 1337 1338 1339 1340 1341 1342 1343 1344 1345 1346 1347 1348 1349 1350 1351 1352 1353 1354 1355 1356 1357 1358 1359 1360 1361 1362 1363 1364 1365 1366 1367 1368 1369 1370 1371 1372 1373 1374 1375 1376 1377 1378 1379 1380 1381 1382 1383 1384 1385 1386 1387 1388 1389 1390 1391 1392 1393 1394 1395 1396 1397 1398 1399 1400 1401 1402 1403 1404 1405 1406 1407 1408 1409 1410 1411 1412 1413 1414 1415 1416 1417 1418 1419 1420 1421 1422 1423 1424 1425 1426 1427 1428 1429 1430 1431 1432 1433 1434 1435 1436 1437 1438 1439 1440 1441 1442 1443 1444 1445 1446 1447 1448 1449 1450 1451 1452 1453 1454 1455 1456 1457 1458 1459 1460 1461 1462 1463 1464 1465 1466 1467 1468 1469 1470 1471 1472 1473 1474 1475 1476 1477 1478 1479 1480 1481 1482 1483 1484 1485 1486 1487 1488 1489 1490 1491 1492 1493 1494 1495 1496 1497 1498 1499 1500 1501 1502 1503 1504 1505 1506 1507 1508 1509 1510 1511 1512 1513 1514 1515 1516 1517 1518 1519 1520 1521 1522 1523 1524 1525 1526 1527 1528 1529 1530 1531 1532 1533 1534 1535 1536 1537 1538 1539 1540 1541 1542 1543 1544 1545 1546 1547 1548 1549 1550 1551 1552 1553 1554 1555 1556 1557 1558 1559 1560 1561 1562 1563 1564 1565 1566 1567 1568 1569 1570 1571 1572 1573 1574 1575 1576 1577 1578 1579 1580 1581 1582 1583 1584 1585 1586 1587 1588 1589 1590 1591 1592 1593 1594 1595 1596 1597 1598 1599 1600 1601 1602 1603 1604 1605 1606 1607 1608 1609 1610 1611 1612 1613 1614 1615 1616 1617 1618 1619 1620 1621 1622 1623 1624 1625 1626 1627 1628 1629 1630 1631 1632 1633 1634 1635 1636 1637 1638 1639 1640 1641 1642 1643 1644 1645 1646 1647 1648 1649 1650 1651 1652 1653 1654 1655 1656 1657 1658 1659 1660 1661 1662 1663 1664 1665 1666 1667 1668 1669 1670 1671 1672 1673 1674 1675 1676 1677 1678 1679 1680 1681 1682 1683 1684 1685 1686 1687 1688 1689 1690 1691 1692 1693 1694 1695 1696 1697 1698 1699 1700 1701 1702 1703 1704 1705 1706 1707 1708 1709 1710 1711 1712 1713 1714 1715 1716 1717 1718 1719 1720 1721 1722 1723 1724 1725 1726 1727 1728 1729 1730 1731 1732 1733 1734 1735 1736 1737 1738 1739 1740 1741 1742 1743 1744 1745 1746 1747 1748 1749 1750 1751 1752 1753 1754 1755 1756 1757 1758 1759 1760 1761 1762 1763 1764 1765 1766 1767 1768 1769 1770 1771 1772 1773 1774 1775 1776 1777 1778 1779 1780 1781 1782 1783 1784 1785 1786 1787 1788 1789 1790 1791 1792 1793 1794 1795 1796 1797 1798 1799 1800 1801 1802 1803 1804 1805 1806 1807 1808 1809 1810 1811 1812 1813 1814 1815 1816 1817 1818 1819 1820 1821 1822 1823 1824 1825 1826 1827 1828 1829 1830 1831 1832 1833 1834 1835 1836 1837 1838 1839 1840 1841 1842 1843 1844 1845 1846 1847 1848 1849 1850 1851 1852 1853 1854 1855 1856 1857 1858 1859 1860 1861 1862 1863 1864 1865 1866 1867 1868 1869 1870 1871 1872 1873 1874 1875 1876 1877 1878 1879 1880 1881 1882 1883 1884 1885 1886 1887 1888 1889 1890 1891 1892 1893 1894 1895 1896 1897 1898 1899
ENGLISCH
FRANZÖSISCH
ITALIENISCH
LATEINISCH
PORTUGIESISCH
SPANISCH