<<< Weisheiten 0243 >>>

Da kommt Berg und Tal zusammen, sagte Klaus, als er einen Bucklichen gehen sah.

Da kommt das mit Sieben beladene Kamel.

Da kommt das Schicksal - roh und kalt
Fasst es des Freundes zärtliche Gestalt
Und wirft ihn unter den Hufschlag seiner Pferde
- Das ist das Los des Schönen auf der Erde.
Schiller, Wallensteins Tod, IV, 12 (Thekla)

Da kommt die Braut, um die man tanzt (o. mit der wir tanzen sollen).
i] Im Kriege galt: das ist der Feind, der zu schlagen, die Festung, die zu erobern ist. Von Hochzeiten entlehnt, wobei man an vielen Orten um die Braut herumtanzt, um ihr, wenn sie nicht Witwe ist, unter mancherlei Neckereien den Kranz zu nehmen.
la] Haec Helena. (Lucian.)
la] Hic sunt gaudia.

Da kommt ein Galgenstrick zum anderen.

Da kommt eine Wespe ins Hornissennest.
z] Hat denn der Teufel meinen Herrn schon geholt, oder hat er sich in seine Liebste versteckt? Da käme eine arge Wespe in ein Hornissennest.

Da kommt Rustan mit dem König,
tut schon vornehm, blickt schon stolz.
Ei, umgüldet's nur ein wenig,
dünkt sich Edelstein das Holz.
Grillparzer, Der Traum, ein Leben III
Zanga

Da kommt Stroh druf.
i] In Berlin für: Das ist schon längst vergessen.

Da können die Spinnen in den Brotsack bauen.
z] Wenn ihr bei der nächsten Wahl wieder für den Fortschritt stimmt, werdet ihr bei den Uferbauten keine Arbeit finden, und dann können die Spinnen in den Brotsack bauen, sagte ein nassauischer Uferbaubeamter zu den Arbeitern.

Da könnt' der Ofen einfallen.

Da könnt' der Teufel 's Heu rakeien.
i] Wenn man unwillig ein unnützes Geschäft verlässt.

Da könnte die Katz' ein Vieh werden.
Kamnitz

Da könnte ein jeder kommen.
Nimptsch in Schlesien

Da könnte eine Lammesgeduld reissen!

Da könnte ich nie drauf abfahren!

Da könnte man eine Gänsehaut bekommen.
Rottenburg
i] Bei schaurigen Erzählungen.

Da könnte man nicht einmal einen Stein als Medizin bekommen.
i] Dies Sprichwort schildert die außerordentliche Seltenheit der Steine in verschiedenen Gegenden Ungarns, z.B. im Theisgebiet.

Da könnte man sich die Augen aus dem Kopfe herausgucken.

Da könnte man sich die Lungen herausschreien.

Da könnte sich mancher andre eine Scheibe (o. auch ein Stück) davon abschneiden.
i] Sich ein Beispiel nehmen. Anerkennend.

Da könnten keine sieben Katzen eine Maus in fangen.
Sauerland

Da kräht kein Hahn danach.
i] Gleichgültigkeit bei gewissen Ereignissen. Der Hahn kräht nach nichts; wenn also der Hahn nicht einmal nach etwas kräht, so muss es sehr unbemerkt bleiben.
ndt] Dor kräit gennen Hahn no. Kleve

Da kreht kein Hahn nach.
ndt] Do krad kuan Haun danoch. Steiermark
ho] Daar zal geen haan na kraaijen.

Da kreit nig Hund noch Hân na.
i] Die Sache hat keine Folgen, sie bleibt verschwiegen.
dä] Der giøde ikke en hund deraf.

Da krepiere de Mües (Mäuse) ön de Speckkammer (Speiskammer).

Da kribelt's und wibelt's von leuten.
z] Erde, Wasser, Luft, und alles was drinnen kriebelt und wiebelt.

Da kriegt einer Senge.
i] Hiebe, infolge deren der Durchgehauene warm wird. Seng = warmer Lufthauch, Windstoß.

Da kriegt noch eher ein Haubenstock 's golden Vliess.
Wien

Dä Krog (Krug) geht asû lang zo d'r Baage bös 'ä brech d'r Hals od'r d'r Kraag.
Euskirchen

Dä krömp sich wie' ne Wurm.

Da Kroug gêt asou lang zei Bassa (in das Wasser) poss a necht en Hals brecht.
Ungar. Bergland

Da kummer mag a sich unter der Kniekehle zubinden.

Da kunn man glîk de kôle Pöss kriege.

Dä kütt (kommt), wann et Boch ümgedraht es.
Bedburg

Da lachen de Kög in'n Stall drowa.
Ukermark
i] Um Unwitziges, Ungereimtes zu bespötteln.

Dä läet alle Rême zo Bord.
Bedburg
i] Die Ruder der Schiffer werden auch Riemen genannt. Der obere Rand des Schiffes heisst Bord. Wenn nun alle Riemen tätig zu Bord gelegt werden, hat der Schiffer alles aufgeboten, um seinen Zweck zu erreichen.

Da lagen greise Männer, über und über mit blutenden Wunden bedeckt, und starrten auf ihre sterbenden Weiber, die mit durchschnittener Kehle ihre Kindlein an die blutüberströmten Brüste drückten. Dort verröchelten mit aufgeschlitzten Bäuchen Mädchen und junge Frauen, an denen zuvor ein paar Helden ihre geile Brunst befriedigt hatten. Andere, halb verbrannt, schrien und jammerten herzzerreißend, man möge ihnen vollends den Garaus machen. Blut und Hirn waren verspritzt, wohin man schaute.
Voltaire, Candide oder Der Glaube an die beste der Welten

Da lagen König Gunthers Fuß, Walthers Rechte und Hagens zuckendes Auge. So, ja so teilten sie sich in die hunnischen Armreife.
Waltharilied (9./10. Jh.)

Da läßt man denn kein eminentes Genie emporkommen, sondern macht es dem Volke verdächtig; da heisst Eifer für das Gute - Empörungsgeist, Bekämpfung schädlicher Missbräuche und Vorurteile - Neuerungssucht und Ketzerei; da heisst der Mann, der die Schliche der heuchlerischen Bosheit aufdeckt und der ernsthaften Dummheit die Larve abreisst - ein Satiriker, ein gefährlicher Friedensstörer.
Knigge, Benjamin Noldmanns Geschichte der Aufklärung

Da lat de Immeken vor sorgen!
Braunschweig
i] Ein alter Invalide, der vor Jahren in Braunschweig gelebt hat, erzählte, als er über den englisch-amerikanischen Krieg, den er als verkaufter Braunschweiger mitgemacht hat, sprach, wie in Amerika alles so viel größer sei, dass namentlich die Bienen so groß wie hierzulande die Hummeln seien. Ein Zuhörer fragte darauf, wie groß die Bienenkörbe gewesen: 'Ebenso groß wie hier', antwortete er. Als man weiter fragte: 'Wie kamen aber die Bienen hinein', antwortete er: 'Ach, da lat de Immeken vor sorgen.' Diesem Ursprung entsprechend, gebraucht man in Braunschweig und Umgegend das Wort, um zu bezeichnen, dass man sich um etwas gar nicht bekümmern wolle.

Da lebet Gott, da lachet Gott.
la] Nunc Dii beati.

Da lebt Gott, da lacht Gott.

Da Lehrus ist ofte klüga os da Mesta.
Nordböhmen
i] In dem Manuscript aus Böhmen steht dies Wort mit der Erklärung: Lehrling. Es ist aus der Gegend von Kamnitz.

Da leit's (liegt's), sagte die Jungfer, als sie 's Kind verlor.
i] Wenn uns etwas begegnet ist, das wir nicht länger verbergen können, so gern wir wollten. Von einem Mädchen entlehnt, die ihre Schwangerschaft verborgen oder bisher geleugnet hatte, als sie während eines Tanzes plötzlich entbunden ward.
ndt] Da liggt es, sagt ihene gute magt, do empfiel yhr das kind am tantze.
ndt] Dôr ligt't, säd de Diern, un dat Kind fêl êr in'n Danz weg.
ho] Daar ligt het, zei de meid, en haar ontviel een kind, terwijl zij danste.
la] Dies in lucem profert occulta.
la] Ibi jacet, quod placet.

Da liebt der Mann in der Frau nur die Gattung, die Frau im Mann nur den Grad seiner natürlichen Qualitäten und seiner bürgerlichen Existenz und beide in den Kindern nur ihr Machwerk und ihr Eigentum.
Friedrich Schlegel, Lucinde

Da lief ich frisch hinzu, so wie ich war,
Und mit der Axt hab ich ihm 's Bad gesegnet.
Schiller, Tell

Da liegen die Schweine, nu können wir Wurst machen.
Schlesien

Da liegen sie auf einem freien Platz im Walde, zwei- bis dreihundert arme Kerls, das Ächzen und Schreien, der Blutgeruch mit dem frischen Duft der Nacht, des Grases, der Bäume - dieses Schlachthaus!
Walt Whitman, Tagebuch (1863)

Da liegt de Dreck, säd de Pap, on lêt dat Kind falle.
hdt] Da liegt der Dreck, sagte der Pape, und lässt das Kind fallen.

Da liegt de Dreck, wat kost't de Botter?
Ostpreußen

Da liegt der Butz.
la] Hinc illae lacrymae. Horaz

Da liegt der Dreck, sagte der Küster, als er in die Kirche geschissen.
ho] Daar ligt de stront, zei de Koster, en hij sch ... in de kerk.

Da liegt der Dreck, was gilt (wie teuer ist) die Butter?
i] Wenn z.B. ein Topf zu Boden fällt und zerbricht. In Schlesien auch als Spott auf schlechte Ware.

Da liegt der Fuchs begraben.

Da liegt der ganze Brast.

Da liegt der ganze Magistrat.
i] Beim Kartenspiel, wenn die höchsten Trümpfe in einem Spiel zusammenfallen.

Da liegt der Hase im Pfeffer nicht.
i] Das ist nicht der Fehler, hierin liegt's nicht.
fr] Ce n'est pas là que le pot s'enfuit.

Da liegt der Hase im Pfeffer.
i] Da ist die Schwierigkeit, daran hängt es.
i] Unter Pfeffer ist nicht das bekannte Gewürz, sondern eine im Mittelalter bereitete Brühe gemeint, wobei der Pfeffer einen Bestandtheil bildete. Hasenpfeffer war eine Speise in brauner Pfefferbrühe. Das Berliner Fremdenblatt (1866) sagt über die Redensart: 'In einigen Gegenden Norddeutschlands wird das Hasenklein mit vielem Gewürz und Pfeffer bereitet, es kommen dazu allerlei Zutaten, sodass das eigentliche Klein (sowie im Fricassée das Hühnerfleisch) mitunter schwer zu finden ist. Wir nehmen nun an, dass sich daraus die Redensart: Da liegt der Hase im Pfeffer, gebildet hat für gewisse Knotenpunkte, die schwer aufzufinden oder zu lösen sind.' Im Westfälischen: Doa ligt de Hase im Peaper. - Wann der Has in der Schreiber Pfeffer kömt. 'Man merkt ine gar wol al allzit, wo ihm der Has im Pfeffer lit.' 'Sie sah, eh er den Mund gespitzt, schon, wo der Has im Pfeffer sitzt.'

Da liegt der Hund auf dem Heu.

Da liegt der Hund begraben.
i] Das ist's, worauf es ankommt; hier ist das Hindernis. In einer frühern Periode, wo Nürnberg als Freie Reichsstadt blühte, wurde dort das noch stehende Rathaus nach einem großen und kostspieligen Plan und Anschlag erbaut. Dieser Bau währte mehrere Jahre, und er war bis auf einen Flügel vollendet, als es der Stadtkasse an Mitteln gebrach, die Kosten nach dem gemachten Anschlage zu bestreiten. Der Bau unterblieb also, und der fehlende Teil wurde nun, statt massiv, nur aus Fachwerk erbaut. Der Baumeister führte in seinem Petschaft einen Hund; und über die letzte massive gotische Tür, die nach diesem nur leicht und wohlfeil erbauten Flügel führt, hat er diesen Hund, in Stein gehauen, anbringen lassen, wodurch das obige Sprichwort entstanden sein und welches symbolisch andeuten soll: Man kann in einer angefangenen Sache nicht weiter gehen, weil unübersteigliche Hindernisse vorhanden (eingetreten) sind. Nach noch einer anderen Erzählung: Der österreichische Feldhauptmann Sigmund II. (1547-1610) hatte einen treuen Hund, der ihm auf einer seiner Fahrten in den Niederlanden das Leben gerettet hatte, diesem ließ er an der Gartenmauer des Schloss-Brauhauses zu Sanct-Veit (Oberösterreich) ein Denkmal mit einer Inschrift setzen: das noch bis zum Zusammenfall der Mauer (1821) gestanden hat.
z] Ich erinnere mich eines Streites der Maurergesellen weil einer derselben einen toten Hund so eingemauert hatte, dass der Schwanz herausgehangen, wodurch das ganze Mittel (Maurer- oder Bauhandwerkerzunft) sich beschimpft fühlte, ein gewaltiger Streit entstand und die Mauer abgetragen werden musste. Dies soll die Redensart veranlasst haben.
z] Im Schloss Seisenburg war einmal ein Graf, der einen Hund besass, welcher ihm ungemein lieb war. Als das Tier starb, ließ es der Graf ausweiden, den leeren Balg mit Dukaten füllen und so begraben. Nach langer Zeit kam eines Tages der kleine Sohn des herrschaftlichen Jägers zum Grossvater gesprungen mit den Worten: >Grossvater, geschwind, geschwind, da draußen liegt ein wunderschöner Hund, der glänzt wie Gold.< (Da liegt der Hund begraben.) Das Kind zog den Alten, der nicht wollte, mit sich; und in der Tat, er sah den Hund, glänzend in Gold, in einiger Entfernung vor sich liegen; als sie aber nahe kamen, war er verschwunden.
z] Nur eine Stunde vom Inselsberge herab, bei dem Dorfe Winterstein, ist ein Grab; der verwitterte Denkstein trägt die Inschrift:
Ano 1650 Jar der Marcinwar
ward ein Hund hieher begrawen,
das ihn nicht fressen die Rawen,
war sein Name Stuczel genannt,
Fürsten und Hern wohl bekannt
geschah ub seiner große Trauligkeit,
die er seine Hr. und Frawen beweist.
Im Volksmunde geht der Vers noch, wie folgt, weiter:
Schickt man ihn hin nach Friedenstein,
so lief er hurtig ganz allein,
und hat er seine Sach' ausgericht,
drum hat er diesen Stein gekriegt.
Im Dreißigjährigen Kriege hatte der betreffende Hund den Briefwechsel zweier Liebenden zwischen Winterstein und Friedenstein sehr treu und pünktlich besorgt; wofür ihm ein ruhiges Alter zugesichert wurde. So lange er indes noch laufen konnte, leistete er Dienste: so lief er z.B. täglich von Winterstein nach dem 11/2 Stunde entfernten Waltershausen, Einkäufe zu machen. Solche Treue wollte man nach dem Tode desselben noch ehren. Man begrub ihn unter großer Leichenbegleitung auf den Kirchhof, wo ihn aber die Geistlichkeit nicht duldete. Stuczel, so hiess er, musste wieder ausgegraben werden und eine andere Grabstelle erhalten; wo er nun schon über zwei Jahrhundert liegt. Hund hat aber auch die Bedeutung eines Schatzes.
z] Da ligt der Hund (und klopfft mit der Hand auff sein Daschen).
ndt] Dar liggt de Hund begrawen.
en] there's the rub (o. the snag)
fr] C'est là le noeud de l'affaire.
fr] C'est là où gît le lièvre.
fr] C'est là que gît le lièvre.
fr] Voilà le hic.
ho] Daar ligt de haas in het zout.
ho] Dáár ligt de hond begraven.
it] qui casca (o. mi cascò) l'asino
it] qui sta il busillis (o. il punto)
la] Hinc illae lacrymae.
la] In eo cardo rei vertitur.

Da liegt der Igel im Hag.

Da liegt der Käse, was gilt die Butter?

Da liegt der Quark, wie teuer ist die Butter?
z] Sprach Peter Fiebig und deutete triumphierend auf den halb umgeworfenen Lohnwagen.

Da liegt des Pudels Kern.
i] Diese Redensart ist aus Goethes Faust entlehnt. Als sich der Pudel in Mephistopheles verwandelt, sagt Faust: 'Das also war des Pudels Kern!'

Da liegt die ganze Prostemahlzeit.
Ostpreußen

Da liegt die Schlange im Grase.
ho] Daar is een otter in't bolwerk. - Daar schuilt eene slang onder het loof.
sd] Der ligger en snook i gräset.

Da liegt ein großer Klotz begraben.

Da liegt ein Musikant (ein Spielmann) begraben.
i] Wenn man an einen Stein stößt.

Da liegt ein Musikant begraben.
Ostpreußen
i] Wird gesagt, wenn jemand sich an einen Stein stösst oder auf dem Wege stolpert.

Da liegt ein Spielmann begraben.
i] Wird gesagt, wenn jemand stolpert oder fällt.

Da liegt eine im Kindbett.
i] Redensart beim Kartenspiel, wenn eine Karte unter den verdeckt liegenden auf dem Rücken erscheint.

Da liegt einer auf der faulen Haut, ist zu träge, eine ernsthafte Aufgabe zu übernehmen, aber den anderen drängt er, gerade als müsste der andere gleich aus voller Kehle zu singen anheben vor Freude darüber, dass sein Freund auf der faulen Haut liegt.
Nikolai Gogol, Vier an verschiedene Personen gerichtete Briefe, die 'Toten Seelen' betreffend

Da liegt er, sagte die Frau am Grabe des Mannes und schneuzte die Nase ins Grab.

Da liegt es, sagte das Mädchen, als ihr beim Tanzen ein Kind entfiel.
var] Da liegt es, sagte das Mädchen, und das Kind viel ihr beim Tanzen weg.
var] Da liegt's, sagte jene gute Magd, da entfiel ihr das Kind im Tanz. Agricola

Da liegt es, sagte das Mädchen, und das Kind viel ihr beim Tanzen weg.

Da liegt Musik drin.
i] Sagt der Berliner, um anzudeuten, dass ihm die Sache richtig oder vortrefflich erscheint.

Da liegt sie, sagte der Hundebernd, und warf sein Weib die Treppe hinab.
ho] Dat ligt, zei Maarten, en hij gooide zijn wijf van de trappen.

Da liegt's, davon man lange hat gesagt, sprach die Maid beim Tanze, der das Kind entfiel.

Da liegt's, sagte jene gute Magd, da entfiel ihr das Kind im Tanz.
Agricola

Da liegt's, sprach die Magd im Kranz, verzettet sie das Kind im Tanz.

Da liegt't, se(de) de Magd, as se den Brê in'n Dreck smêt (schmiss).

Da ließ Gott der Herr einen tiefen Schlaf fallen auf den Menschen.
1. Mose 2,21
i] Davon wohl: tief schlafen, Tiefschlaf = Stadium des traumlosen Schlafs.

Da ließe sich ein Pakt,
Und sicher wohl,
Mit euch, ihr Herren, schließen?
Goethe, Faust, I (Faust)

Da lobe ich mir das Studium der Natur, das eine solche Krankheit [Taschenspielerkünste der Dialektik] nicht aufkommen lässt! Denn hier haben wir es mit dem unendlich und ewig Wahren zu tun, das jeden, der nicht durchaus rein und ehrlich bei Beobachtung und Behandlung seines Gegenstandes verfährt, sogleich als unzulänglich verwirft. Auch bin ich gewiss, dass mancher dialektisch Krankeim Studium der Natur eine wohltätige Heilung finden könnte.
Goethe, Eckermann, 18.10.1827

Da Lodi, tutti passan volentieri.

Dä löf met beeze Händen en et Füer.
Bedburg

Da Losa on da Wond head sain oagni Schond.
Niederösterreich
i] Lose = Loser, Lauscher, Horcher.

Dä lot sich 's Gras nit ungere Füße wachse.
Emmenthal
ho] Hij laat geen gras onder de voeten groeijen.

Dä määt 'nen Bass'lemanes (= eine Verneigung, vom Spanischen 'beso las manos'), dat sich et Hemp en sibbe Felde läht (= legt).
Köln

Da mache sich einer einen Vers daraus.
i] Wenn etwas Unverständliches, Ungemeines geschieht oder gesagt wird.

Da machen wir's noch einmal wie der buchner Pfarr'.
Thüringen
i] Der buchner (ob Bucha bei Ziegenrück?) Pfarrer war ein sehr origineller Mann. Ein starker Gewitterguss hatte die über den Bach führenden Stege hinweggeschwemmt, sodass der Pastor zur Verrichtung einer bevorstehenden Taufhandlung nicht hinüber, aber auch die Paten nirgends herüber konnten. Da ließ der Pfarrer eine Handspritze holen und bedeutete die Paten, so nahe als möglich zu treten und den Kopf des Täuflings zu entblößen. Mit der Spritze in der Hand verrichtete der Geistliche die erforderlichen Formalitäten und sprach dann über den Bach auf den Täufling spritzend: 'Ich taufe dich im Namen des Vaters (erster Spritzstrahl) und des heiligen Geistes (zweiter Spritzstrahl), Amen.' Da riefen die Paten: 'Herr Pfarrer, Sie haben den Sohn vergessen.' 'Na', erwiderte dieser, 'das schadet nichts; da machen wir's noch einmal.' Und die Zeremonie wurde wiederholt.

Da mächt ma doach azwêgîn (entzweigehen).
Österreich-Schlesien

Da macht wieder jemand einen dummen Streich.
i] Worte des Carlos in Goethe's Clavigo, 2. Act. Bei den vielen dummen Streichen, die gemacht werden, lässt sich nicht annehmen, dass die Redensart erst aus Goethe entlehnt und sprichwörtlich geworden ist, wahrscheinlich ist, dass sie es schon war, als der Dichter sie zur Anwendung brachte.

Dä mag der Schatten van im net sen.
Bedburg

Da mag der Teufel lachen.
ho] Daar zou de duivel om lagchen.

Da mag gute Zeit gewesen sein, da die Bauern Edelleute wurden.

Da Man (Slang).
en] Idiom

Da man aber in dem, was man tun will, meist einige Schritte zurückbleibt...
Goethe, An Wieland, 26.9.1793

Da man ass (isst) und tranck, da war ich gern mank, da man sol ewig sein, da kompt man noch früe gnug hin.

Da man den Wind nicht nach der Mühle drehen kann, so muss sich die Mühle nach dem Winde drehen.

<<< operone >>>

DEUTSCH
0001 0002 0003 0004 0005 0006 0007 0008 0009 0010 0011 0012 0013 0014 0015 0016 0017 0018 0019 0020 0021 0022 0023 0024 0025 0026 0027 0028 0029 0030 0031 0032 0033 0034 0035 0036 0037 0038 0039 0040 0041 0042 0043 0044 0045 0046 0047 0048 0049 0050 0051 0052 0053 0054 0055 0056 0057 0058 0059 0060 0061 0062 0063 0064 0065 0066 0067 0068 0069 0070 0071 0072 0073 0074 0075 0076 0077 0078 0079 0080 0081 0082 0083 0084 0085 0086 0087 0088 0089 0090 0091 0092 0093 0094 0095 0096 0097 0098 0099 0100 0101 0102 0103 0104 0105 0106 0107 0108 0109 0110 0111 0112 0113 0114 0115 0116 0117 0118 0119 0120 0121 0122 0123 0124 0125 0126 0127 0128 0129 0130 0131 0132 0133 0134 0135 0136 0137 0138 0139 0140 0141 0142 0143 0144 0145 0146 0147 0148 0149 0150 0151 0152 0153 0154 0155 0156 0157 0158 0159 0160 0161 0162 0163 0164 0165 0166 0167 0168 0169 0170 0171 0172 0173 0174 0175 0176 0177 0178 0179 0180 0181 0182 0183 0184 0185 0186 0187 0188 0189 0190 0191 0192 0193 0194 0195 0196 0197 0198 0199 0200 0201 0202 0203 0204 0205 0206 0207 0208 0209 0210 0211 0212 0213 0214 0215 0216 0217 0218 0219 0220 0221 0222 0223 0224 0225 0226 0227 0228 0229 0230 0231 0232 0233 0234 0235 0236 0237 0238 0239 0240 0241 0242 0243 0244 0245 0246 0247 0248 0249 0250 0251 0252 0253 0254 0255 0256 0257 0258 0259 0260 0261 0262 0263 0264 0265 0266 0267 0268 0269 0270 0271 0272 0273 0274 0275 0276 0277 0278 0279 0280 0281 0282 0283 0284 0285 0286 0287 0288 0289 0290 0291 0292 0293 0294 0295 0296 0297 0298 0299 0300 0301 0302 0303 0304 0305 0306 0307 0308 0309 0310 0311 0312 0313 0314 0315 0316 0317 0318 0319 0320 0321 0322 0323 0324 0325 0326 0327 0328 0329 0330 0331 0332 0333 0334 0335 0336 0337 0338 0339 0340 0341 0342 0343 0344 0345 0346 0347 0348 0349 0350 0351 0352 0353 0354 0355 0356 0357 0358 0359 0360 0361 0362 0363 0364 0365 0366 0367 0368 0369 0370 0371 0372 0373 0374 0375 0376 0377 0378 0379 0380 0381 0382 0383 0384 0385 0386 0387 0388 0389 0390 0391 0392 0393 0394 0395 0396 0397 0398 0399 0400 0401 0402 0403 0404 0405 0406 0407 0408 0409 0410 0411 0412 0413 0414 0415 0416 0417 0418 0419 0420 0421 0422 0423 0424 0425 0426 0427 0428 0429 0430 0431 0432 0433 0434 0435 0436 0437 0438 0439 0440 0441 0442 0443 0444 0445 0446 0447 0448 0449 0450 0451 0452 0453 0454 0455 0456 0457 0458 0459 0460 0461 0462 0463 0464 0465 0466 0467 0468 0469 0470 0471 0472 0473 0474 0475 0476 0477 0478 0479 0480 0481 0482 0483 0484 0485 0486 0487 0488 0489 0490 0491 0492 0493 0494 0495 0496 0497 0498 0499 0500 0501 0502 0503 0504 0505 0506 0507 0508 0509 0510 0511 0512 0513 0514 0515 0516 0517 0518 0519 0520 0521 0522 0523 0524 0525 0526 0527 0528 0529 0530 0531 0532 0533 0534 0535 0536 0537 0538 0539 0540 0541 0542 0543 0544 0545 0546 0547 0548 0549 0550 0551 0552 0553 0554 0555 0556 0557 0558 0559 0560 0561 0562 0563 0564 0565 0566 0567 0568 0569 0570 0571 0572 0573 0574 0575 0576 0577 0578 0579 0580 0581 0582 0583 0584 0585 0586 0587 0588 0589 0590 0591 0592 0593 0594 0595 0596 0597 0598 0599 0600 0601 0602 0603 0604 0605 0606 0607 0608 0609 0610 0611 0612 0613 0614 0615 0616 0617 0618 0619 0620 0621 0622 0623 0624 0625 0626 0627 0628 0629 0630 0631 0632 0633 0634 0635 0636 0637 0638 0639 0640 0641 0642 0643 0644 0645 0646 0647 0648 0649 0650 0651 0652 0653 0654 0655 0656 0657 0658 0659 0660 0661 0662 0663 0664 0665 0666 0667 0668 0669 0670 0671 0672 0673 0674 0675 0676 0677 0678 0679 0680 0681 0682 0683 0684 0685 0686 0687 0688 0689 0690 0691 0692 0693 0694 0695 0696 0697 0698 0699 0700 0701 0702 0703 0704 0705 0706 0707 0708 0709 0710 0711 0712 0713 0714 0715 0716 0717 0718 0719 0720 0721 0722 0723 0724 0725 0726 0727 0728 0729 0730 0731 0732 0733 0734 0735 0736 0737 0738 0739 0740 0741 0742 0743 0744 0745 0746 0747 0748 0749 0750 0751 0752 0753 0754 0755 0756 0757 0758 0759 0760 0761 0762 0763 0764 0765 0766 0767 0768 0769 0770 0771 0772 0773 0774 0775 0776 0777 0778 0779 0780 0781 0782 0783 0784 0785 0786 0787 0788 0789 0790 0791 0792 0793 0794 0795 0796 0797 0798 0799 0800 0801 0802 0803 0804 0805 0806 0807 0808 0809 0810 0811 0812 0813 0814 0815 0816 0817 0818 0819 0820 0821 0822 0823 0824 0825 0826 0827 0828 0829 0830 0831 0832 0833 0834 0835 0836 0837 0838 0839 0840 0841 0842 0843 0844 0845 0846 0847 0848 0849 0850 0851 0852 0853 0854 0855 0856 0857 0858 0859 0860 0861 0862 0863 0864 0865 0866 0867 0868 0869 0870 0871 0872 0873 0874 0875 0876 0877 0878 0879 0880 0881 0882 0883 0884 0885 0886 0887 0888 0889 0890 0891 0892 0893 0894 0895 0896 0897 0898 0899 0900 0901 0902 0903 0904 0905 0906 0907 0908 0909 0910 0911 0912 0913 0914 0915 0916 0917 0918 0919 0920 0921 0922 0923 0924 0925 0926 0927 0928 0929 0930 0931 0932 0933 0934 0935 0936 0937 0938 0939 0940 0941 0942 0943 0944 0945 0946 0947 0948 0949 0950 0951 0952 0953 0954 0955 0956 0957 0958 0959 0960 0961 0962 0963 0964 0965 0966 0967 0968 0969 0970 0971 0972 0973 0974 0975 0976 0977 0978 0979 0980 0981 0982 0983 0984 0985 0986 0987 0988 0989 0990 0991 0992 0993 0994 0995 0996 0997 0998 0999 1000 1001 1002 1003 1004 1005 1006 1007 1008 1009 1010 1011 1012 1013 1014 1015 1016 1017 1018 1019 1020 1021 1022 1023 1024 1025 1026 1027 1028 1029 1030 1031 1032 1033 1034 1035 1036 1037 1038 1039 1040 1041 1042 1043 1044 1045 1046 1047 1048 1049 1050 1051 1052 1053 1054 1055 1056 1057 1058 1059 1060 1061 1062 1063 1064 1065 1066 1067 1068 1069 1070 1071 1072 1073 1074 1075 1076 1077 1078 1079 1080 1081 1082 1083 1084 1085 1086 1087 1088 1089 1090 1091 1092 1093 1094 1095 1096 1097 1098 1099 1100 1101 1102 1103 1104 1105 1106 1107 1108 1109 1110 1111 1112 1113 1114 1115 1116 1117 1118 1119 1120 1121 1122 1123 1124 1125 1126 1127 1128 1129 1130 1131 1132 1133 1134 1135 1136 1137 1138 1139 1140 1141 1142 1143 1144 1145 1146 1147 1148 1149 1150 1151 1152 1153 1154 1155 1156 1157 1158 1159 1160 1161 1162 1163 1164 1165 1166 1167 1168 1169 1170 1171 1172 1173 1174 1175 1176 1177 1178 1179 1180 1181 1182 1183 1184 1185 1186 1187 1188 1189 1190 1191 1192 1193 1194 1195 1196 1197 1198 1199 1200 1201 1202 1203 1204 1205 1206 1207 1208 1209 1210 1211 1212 1213 1214 1215 1216 1217 1218 1219 1220 1221 1222 1223 1224 1225 1226 1227 1228 1229 1230 1231 1232 1233 1234 1235 1236 1237 1238 1239 1240 1241 1242 1243 1244 1245 1246 1247 1248 1249 1250 1251 1252 1253 1254 1255 1256 1257 1258 1259 1260 1261 1262 1263 1264 1265 1266 1267 1268 1269 1270 1271 1272 1273 1274 1275 1276 1277 1278 1279 1280 1281 1282 1283 1284 1285 1286 1287 1288 1289 1290 1291 1292 1293 1294 1295 1296 1297 1298 1299
ENGLISCH
FRANZÖSISCH
ITALIENISCH
LATEINISCH
PORTUGIESISCH
SPANISCH