<<< Weisheiten 0237 >>>

Da danzt Bomholm hen.
i] Als im Jahre 1312 die hanseatischen Seestädte den Übermut des dänischen Königs gezüchtigt und ihn durch einen Besuch in Kopenhagen zum Frieden gezwungen hatten, lud er zum Geburtstage der Königin die Hauptleute der hanseatischen Flotte zu sich aufs Schloss. Der Admiral, der Lübecksche Bürgermeister Johann Wittenberg, lud die Königin zum Tanz ein, welche die Einladung zwar anfänglich ablehnte, aber später unter der Bedingung annahm, dass ihr der Admiral die Insel Bornholm zusicherte. Sie tanzte darauf den ganzen Abend nur mit dem Bürgermeister, die Lübeckschen aber, die es sahen, sagten: 'Da danzt Bornholm hen.'

Da darf auch kein Tipfelchen daran fehlen.
i] Es darf nicht das Geringste, auch nicht ein Stäubchen davon abgehen. Zur Bezeichnung des Sorgfältigen und Pünktlichen, aber auch des Habgierigen, der nicht das Geringste nachlässt.

Da darf man nicht lang zinkfeuerlen.
Nürtingen
i] Keine Zeit mit Vorbereitungen verlieren.

Da das gerstenkorn sitzt, da kann das Rockenkorn nicht hinkommen.
z] Wenn der Magen voller biers ist, so will er kein essen einlassen.
bm] Kde je pivovár, tam netreba pekare.
bm] Kde jecne zrno lezí, tu nemûze lezeti zitné.
lett] Kur meefchu grauds gull, tur rudfu ne warr gulleht.
lit] Kur mezei gul, ruggei ne telpa.

Da das Gold im Rhein liegt.

Da das Halten wilder Tiere gesetzlich verboten ist und die Haustiere mir kein Vergnügen machen, so bleibe ich lieber unverheiratet.
Karl Kraus, Aphorismen

Da das Kamel Hörner begehrte, verlor es auch seine Ohren.

Da das Leben durch unsichere Gefahren fragwürdig ist,
sieh jeden weiteren Tag als Gewinn an.
la] Cum dubia incertis versetur vita periclis,
pro lucro tibi pone diem, quicumque sequetur.

Da das Pferd pflügt, lasst uns den Esel satteln.

Da das Theater immer nur ein gestoppeltes und gestückeltes Wesen bleibt.
Goethe, Lehrjahre V,4

Da das Volk nach den Gesetzen zu leben wünscht, die Mächtigen aber den Gesetzen befehlen zu dürfen glauben, so können sie unmöglich miteinander auskommen.
Niccolò Machiavelli, Geschichte von Florenz

Da das Wohlwollen verschönt und sich jedermann mit Wohlwollen ins Spiegel besieht, so kann man behaupten, dass jeder sich auch mit Wohlgefallen erblicken müsse, selbst wenn er sich dagegen sträuben wollte.
Goethe, Dichtung und Wahrheit II,6

Dä dât kann, dä kann dat, har de Kärl saght, doa harre 'n Snîder üawer de Hûsdüar smieten.
Halver in der Grafschaft Mark

Da Date die Händ hat zugetan, ist Dabitur krumb und lamb worden.

Dä daug vun Huck (Haut) un Hôr nit. Köln

Da deit de Hund wat in.
Hamburg

Da denkt kein Russe dran.
i] Lieblingswort Berliner Gassenjungen.

Da der Arm saß, da war es entweder trucken oder nass.

Da der Bauer den fliegen die stette nicht gunte, und wolt sie mit einem Strohwisch verbrennen, steckte er das gantze Haus an.

Da der Dichter durch Antizipation die Welt vorwegnimmt, so ist ihm die auf ihn losdringende, wirkliche Welt unbequem und störend, sie will ihm geben, was er schon hat, aber anders, das er sich zum zweitenmale zueignen muss.
Goethe, Tag- und Jahreshefte bis 1780

Da der eine Spott und Schaden gekauft hat, da kann ihn der andere umsonst kriegen.

Da der Esel nicht wolte nasse heut tragen, muss er endtlich rauhe Ziegel tragen.

Da der Gipfel dessen, was Kunst und Genie darstellen, eine leichte Erscheinung ist, so werden die Nachkommenden gereizt, sich's leicht zu machen und auf den Schein zu arbeiten.
Goethe, Schriften zur Kunst - Propyläen, Einleitung

Da der größte Teil der Menschen so schwachsinnig ist, an diesen kleinen Dingen Geschmack zu finden, so sind die, welche sich weigern, ihnen um so wohlfeilen Preis gefällig zu sein, in meinenAugen noch schwachsinniger als jene.
Chesterfield, Briefe an seinen Sohn, Bath, 29. 9. 1746

Da der Herrgott seine Esel kannte, ließ er sie alle ohne Hörner.

Da der Kranke genaß, er Gott vergaß.

Da der kranke genaß, je (nie, viel) er ärger was.
z] Vor Zeiten sagten die Klosterleute: Daemon languebat, tunc monachus esse volebat, sed dum convaluit, mansit ut ante fuit.
z] Mancher der spricht, o lieber Gott: ich will fromb werden, hilff aus not; alsbald er aber tut genesen, kehrt er zum vorigen sündlichen wesen.
mhd] Dô der siech man genas, dô was er als er ê was.
mhd] Si gedenken aber an daz Sprichwort nicht: dô der sieche lîp genas, do beliep er, als er ê was.
mhd] Wen sprichet: dô der siech genas, dô was er der er ouch ê was.
mhd] Dem spricht man, dô der siech genas, dô wart er boeser dann er was.
ho] Als de kranke weêr genas, was't erger, dan't te voren was.
la] Quando languebat, monachus bonus esse uolebat: sed cum conualuit, mansit ut ante fuit.
la] Surgens aegrotus reprobus fit denique totus.

Da der Mann von Geist sich immer wieder seiner Unwissenheit bewußt wird, zieht er fast aus allen Büchern Lehren für sich selbst.
Helvetius, Vom Geist

Da der Mensch doch einmal die Sehnsucht nicht los werden soll, so ist es heilsam, wenn sie sich nach einem bestimmten Objekte hinrichtet, wenn sie sich bestrebt, ein abgeschiedenes großes Vergangene ernst und harmlos in der Gegenwart wieder darzustellen.
Goethe, Schriften zur Literatur - Tiecks Dramaturgische Blätter

Da der Mensch einmal von Kindesbeinen an ein eitles und stolzes Geschöpf ist, so schmeichle man seiner Eitelkeit wenigstens in wirklich guten Dingen und halte seinen Stolz auf etwas, das zu seinem wahren Vorteil gereicht.
Locke, Gedanken über Erziehung

Da der Mensch für seine Liebe dieselbe Einheit sucht, die er für seine Vernunft begehrt, so ist er so lange für oder wider Völker parteiisch, als er ihre Unterschiede nicht unter einer höhern Einheit auszugleichen weiß.
Jean Paul, Vorschule der Asthetik

Da der Mensch nicht immer schaffen und hervorbringen kann, obschon solches freilich für ihn das Wünschenswerteste bleibt, so unterhält und erfreut ihn doch, wenn er das Verlorene aufsucht, das Zerstörte wieder herstellt, das Zerstreute sammelt, ordnet und belebt.
Goethe, Schriften zur Kunst - Ausgrabungen

Da der Mensch, wenn er einigermaßen resolut ist, auch das Notwendige selbst zu wollen übernimmt...
Goethe, Dichtung und Wahrheit III,12

Da der Pfaff ein Weib nahm, verschlug er seine Pfaffheit.
i] Der katholische Geistliche, welcher nach empfangener Weihe heiratet, geht seiner geistlichen Würde verlustig.
mhd] Do der phaffe wib nam, do vorslug er die phaffheit.

Da der Schmied den Ambos hämmert, hämmert ihm der Mönch die Frau.

Da der Staat entstanden ist aus dem Bedürfnis, Klassengegensätze im Zaum zu halten, da er aber gleichzeitig mitten im Konflikt dieser Klassen entstanden ist, so ist er in der Regel Staat der mächtigsten, ökonomisch herrschenden Klasse, die vermittelst seiner auch politisch herrschende Klasse wird und so neue Mittel erwirbt zur Niederhaltung und Ausbeutung der unterdrückten Klasse. Engels, Der Ursprung der Familie, des Privateigentums und des Staates

Da der Tor die Törin nahm, ward der Tor der Törin Mann.

Da der wein wächst, da trinkt man den schlechsten.
z] Also diejenigen, und die ort, davon man alle Tugendt und Christlichen wandel lernen und erwarten soll, seind im tun und Leben ärgerlich.

Da der Wirt ein Hahnrei ist, ziehen die Gäste gerne ein.

Da der Wolf gefangen war, da wollt er fromm werden.

Da der Wolf liegt, da beisst er nicht.

Da der Zaun am niedrigsten ist, will jedermann übersteigen.

Da die alten Sprichwörter meist auf geographischen, historischen, nationellen und individuellen Verhältnissen ruhen, so enthalten sie einen großen Schatz von reellem Stoff.
Goethe, An Schiller, 16.12.1797

Da die Artischocken in großer Herren Gärten wuchsen, waren sie angenehm, jetzo da sie bey Bauern zu finden, helt man nichts darauf.

Da die bildenden Künste allein vermögend sind, die Schönheit der Form hervorzubringen, da sie hierzu der Hülfe keiner andern Kunst bedürfen, da andere Künste gänzlich darauf Verzicht tun müssen: so ist es wohl unstreitig, dass diese Schönheit nicht anders als ihre Bestimmung sein kann.
Lessing, Laokoon

Da die Ehe (in ihren verschiedenen Formen) eine wirtschaftlichpolitisch-soziale Form ist (und nicht eine sentimentalerotische), so vollzieht sich die Zeugung der nächsten Generation zu allen Zeiten zum großen Teil außer der Ehe.
Oswald Spengler, Urfragen. Fragmente aus dem Nachlass

Da die Götter menschlicher noch waren, waren Menschen göttlicher.
Schiller, Die Götter Griechenlands

Da die Grammatik die Kunst sein soll, die Schwierigkeiten einer Sprache zu lösen, darf der Hebel nicht schwerer sein als die Last.
Antoine Comte de Rivarol, Maximen und Reflexionen

Da die Großen nun auch einmal Menschen sind, so denkt sie der Bürger, wenn er sie lieben will, als seinesgleichen, und das kann er am füglichsten, wenn er sie als liebende Gatten, als zärtliche Eltern, als anhängliche Geschwister, als treue Freunde sich vorstellen darf.
Goethe, Dichtung und Wahrheit I,5

Da die Hitze alle Körper ausdehnt, so sind die Jahre in dem warmen Italien viel länger als in dem kalten Deutschland.
Heinrich Heine

Da die Kirche die Liebe nicht unterdrücken konnte, hat sie sie zumindest desinfizieren wollen, und darum die Ehe eingesetzt.
Charles Baudelaire (1821-1867), Tagebücher

Da die Kunst die Natur nachahmt, und die Natur alles immer so gut wie ihr nur möglich ist macht, ist auch die Kunst irrtumsfrei wie die Natur.
Robert Grosseteste, De gener. son

Da die Menschen in ihrem Tun sich ungern nach der Vorschirft Christi ausrichten ließen, haben sie seine Lehre wie einen Maßstab aus weichem Blei nach den Sitten gestreckt, damit eben beides noch einigermaßen übereinstimme. Ich weiß nicht, was sie damit erreichen, außer dass man mit besserem Gewissen Böses tun darf.
Thomas More, Utopia I

Da die Menschen schlecht sind, ist das Gesetz notwendig, um sie für besser anzusehen, als sie sind.
Charles de Secondat, Baron de la Brède et de Montesquieu, Vom Geist der Gesetze

Da die Menschen so verschiedene Köpfe haben, können sie nicht alle gleich stark von einem Beweis gerührt werden, besonders in Glaubensfragen.
Jean-Jacques Rousseau, Dritter Brief vom Berge

Da die Menschen zu allen Zeiten dieselben Leidenschaften gehabt haben, so sind zwar die Anlässe, welche große Veränderungen hervorbringen, verschieden, die Ursachen aber sind immer die nämlichen.
Montesquieu, Betrachtungen über die Größe der Römer und ihren Verfall

Da die Motive, welche die Erscheinung des Charakters oder das Handeln bestimmen, durch das Medium der Erkenntnis auf ihn einwirken, die Erkenntnis aber veränderlich ist, zwischen Irrtum und Wahrheit oft hin- und herschwankt, in der Regel jedoch im Fortgange des Lebens immer mehr berichtigt wird, freilich in sehr verschiedenen Graden; so kann die Handlungsweise eines Menschen merklich verändert werden, ohne dass man daraus auf eine Veränderung seines Charakters zu schließen berechtigt wäre.
Schopenhauer, Welt als Wille und Vorstellung

Da die Nachkommen gewöhnlich denken, mit ihnen fange die Welt und das Leben erst an, oder wie er [Goethe] es ausdrückte: Ihr Tauftag solle der Schöpfungstag sein.
Goethe, zu Riemer, 1803-1814

Da die Philosophie keinen Weg zur inneren Ruhe hat finden können, der allgemein gültig wäre, muss jeder diesen Weg in seinem Inneren suchen.
Michel Eyquem de Montaigne, Die Essais

Da die Produzenten nützlicher Dinge die einzigen der Gesellschaft nützlichen Menschen sind, sind sie die einzigen, die zusammenwirken sollten, um ihren Lauf zu regeln
Saint-Simon, Die Industrie

Da die Rechtsordnung zugleich Friedensordnung ist, wird ihr in mancher Bagatellsache am besten gedient, wenn um des 'lieben Friedens' willen auch auf das 'gute Recht' verzichtet wird.
Radbruch

Da die Rede die Sinne und das innere Vorstellungsvermögen vertreten muss, so muss sie auch zu diesen reden und der Ausdruck sinnlich und repräsentativ sein.
Goethe, Riemer, 24.12.1810

Da die Schönheit unteilbar ist und uns den Eindruck einer vollkommenen Harmonie verleiht, so lässt sie sich durch eine Folge von Worten nicht darstellen.
Goethe, Schriften zur Kunst - De Gérard: Portraits Historiques

Da die Sprache das Organ gewesen, wodurch ich mich während meines Lebens am meisten und liebsten den Mitlebenden mitteilte, so musste ich darüber, besonders in spätern Zeiten, reflektieren und hierbei hat mir's niemals an trefflichen Freunden gefehlt, die, zu Forschern in diesem Fache berufen, großen und anhaltenden Fleiß darauf verwendeten. Wenn ich nun gleich nach meiner eingebornen Art und Unart auf Korrektheit und Reinlichkeit niemals genugsamen Fleiß zu wenden im Stande war, so habe ich doch aufs deutlichste begreifen lernen, dass die Sprache nur ein Surrogat ist, wir mögen nun das, was uns innerlich beschäftigt, oder das, was uns von außen anregt, ausdrücken wollen.
Goethe, An Ch.L.F.Schultz, 11.3.1816

Da die stolze Kuh keine Milch geben wollte, ward sie zum Reiten abgerichtet.
Jakuten

Da die Trefflichkeit einer Gesellschaft in letzter Linie von der Natur ihrer Bürger abhängt, und da die Natur der Bürger durch eine frühzeitige Gewöhnung mehr beeinflusst werden kann als alles andere, so sind wir genötigt, die Wohlfahrt der Familie als die Grundlage der Wohlfahrt der Gesellschaft zu betrachten.
Spencer, Die Erziehung

Da die Treue ward geborn,
Floh sie in ein Jägerhorn,
Der Jäger blies sie in den Wind,
Daher man sie jetzt selten findt.
Hans Rudolf Grimm, Poetisches Lust-Wäldlein
la] Nusquam tuta fides.
Virgil

Da die Weide Palmen trug, nannte sie sich gleich einen heiligen Baum.

Da die Wespe keinen Honig machen kann, macht sie Galläpfel.

Da die Zeit kurz ist, begrenze deine lange Hoffnung!
Horaz, Lieder

Da diejenigen, welche wissenschaftliche Versuche anstellen, selten wissen, was sie eigentlich wollen und was dabei herauskommen soll, so verfolgen sie ihren Weg meistenteils mit großem Eifer, bald aber, da eigentlich nichts Entschiedenes entstehen will, so lassen sie die Unternehmung fahren und suchen sie sogar anderen verdächtig zu machen.
Goethe, Maximen und Reflexionen 1169

Da diese Welt doch nur ein Gaukelstück,
Hoffst du umsonst in ihr auf wahres Glück.
Und jene Feder, die dein Schicksal schrieb,
Sie kehrt um deinetwillen nicht zurück.

Da dir zu sterben bestimmt, so genieße, was du besitzest;
Aber, des Lebens gedenk, brauche mit sparsamer Hand.
Der heisst weise mit Recht, der, dies und jenes bedenkend,
Brauchend und sparend zugleich, nimmer des Maßes vergisst.
Lukianos

Da Doabm (Darm) ged'n nian aus.
Steiermark
i] Es fehlt ihm nie an Gesprächs- und Unterhaltungsstoff.

Da doch die Aussprüche des Verstandes eigentlich nur einmal, und zwar in dem bestimmtesten Falle, gelten und schon unrichtig werden, wenn man sie auf den nächsten anwendet.
Goethe, Lehrjahre V,1

Da doch sowohl das Beispiel der ältern Weisen als die Erfahrungen an dem neuern Tun und Treiben uns hätten aufmerksam machen sollen, dass man seinen Zweck vernichtet, indem man ihn voraussagt, dass eine Handlung, wenn sie glückt, nicht kostestiert wird, wohl aber nichts mehr Widerspruch erleidet, als eine vor, ja sogar nach der Tat ausgesprochene Maxime.
Goethe, An F. L. Passow, 20.10.1811

Da donnern sie Sanfmut und Duldung aus den Wolken und bringen dem Gott der Liebe Menschenopfer wie einem feuerarmigen Moloch, predigen Liebe des Nächsten und fluchen den achtzigjährigen Blinden von ihren Türen hinweg, stürmen wider den Geiz und haben Peru um goldner Spangen willen entvölkert.
Schiller, Die Räuber II, 3
Moor

Dä drät et Hûs fêl.
Bedburg
i] Vom Plauderer und Schwatzhaften.

Da draußen, stets betrogen,
Saust die geschäft'ge Welt.
Eichendorff, Ahnung und Gegenwart, I, Im Walde der Heimat

Da drehen sich einem die Kutteln um.
Nürtingen
i] Die Eingeweide, Kaldaunen. Um Mitleiden oder Unmut auszudrücken.

Da dreht es sich (wendet sich das Blatt).

Da dreht sich mir der Magen
en] that makes your stomach turn over
fr] ça me soulève le cour
it] mi si rivolta lo stomaco

Da du kein Syrer bist, benimm dich nicht wie einer.
Altgriechisch
i] Wie ein Barbar.

Da du nach dem Stande eines Ehemannes und Vaters trachtest - hast du auch dessen Pflichten recht erwogen?
Jean-Jacques Rousseau, Emile

Da du, o Herr, dich einmal wieder nahst
Und fragst, wie alles sich bei uns befinde,
Und du mich sonst gewöhnlich gerne sahst,
So siehst du mich auch unter dem Gesinde.
Goethe, Faust, I, Prolog im Himmel (Mephisto)

Da dürfft er nich mit ufgezogen kummen.

Da Ehefrauen sogut wie Prostituierende ihren Lebensunterhalt durch Preisgabe ihrer sexuellen Reize verdienen, geben sie sich nicht mehr nur dann hin, wenn ihr eigener Instinkt es verlangt. Das hat dem Liebesspiel großen Eintrag getan, und gerade das Liebesspiel bildet die naturgemäße Sicherung der sexuellen Leistungsfähigkeit.
Bertrand Russell, Marriage and Morals

Da ein Schriftsteller sich muss gefallen lassen, dass so manches wunderlich genug genommen und beurteilt wird, so findet er sich freilich sehr getröstet, wenn seine Arbeit einmal bei einem gebildeten Individuo als Naturprodukt wirkt, und zwar in seiner ganzen Breite und Tiefe.
Goethe, An Sarah Wulff 9.2.1797

Da ein werdender junger Mensch überall wesentlich aus der Erfahrung lernt, so hat auch das Gebiet der Skandale, mögen sie noch so schmutzig sein, eine lehrreiche Seite.
Hauptmann, Das Abenteuer meiner Jugend

Da eine jede Gesellschaft ein Vertrag ist, kein Vertrag aber recht ist, darinnen Dinge versprochen werden, die dem Gesetze der Natur zuwider laufen, so kann auch keine Gesellschaft recht sein, die etwas zu ihrer Absicht hat, was dem Gesetz der Natur zuwider ist.
Christian Freiherr von Wolf, Vernünfftige Gedancken von dem gesellschaftlichen Leben der Menschen

Da eine Kuh böset, da bösen sie alle miteinander.
i] Lascivire. Gewöhnlich biesen, bisen, bisern, pisen. Vom Rindvieh, wenn es bei großer Hitze von Bremsen gestochen und verfolgt mit aufgestelltem Schwanze hin- und herläuft. Aber auch von lustigen, schwärmenden Menschen.
z] Nemb war, die Kuh hebt an zu bisen, sie scherzt, sam sei sie auf der wiesen.
z] Es hütt ein Knab auf einer Wisen, ließ seine schaf und zigen pisen.
z] Da wer kein Awen feld und Wisen, da nicht die Geiss thet umbher bisen.

Da einer das kröpflein veracht, dem wird das hünlein nicht, sagen die Kinder.

Da einer ins Kloster fuhr, erbt er keinen Pfennig.
[RSpW]
i] Zu den Fällen, welche erbunfähig machten, gehörte auch der Eintritt ins Kloster. Nach dem Sachsenspiegel und den Goslarischen Statuten tritt sofortige Erbfolge ein, als wäre die in den Orden getretene Person schon gestorben, weil der Mönch für die Welt verloren. Auch nach dem kanonischen Rechte verlieren Personen, die ins Kloster treten, die Fähigkeit beerbt zu werden, folglich können sie auch kein Erbe empfangen.
dä] Sidhæn han for i clostær tha æruær han ængæn pænning.

Da einer mit umgehet, das hangt jhm nach.

Da einmal Wasser ist gesin, mag wider wasser kommen hin.
la] Locis quod grauius proponderat undique pondus.

Da er alt ward, fing er an klug zu werden.

Da er das Kamel nicht bewältigen kann, beisst er in den Sattel.

Da er den dritten Tag wollt naschen, wird ihm der Hof abgeblasen.

Da er der Kuh nichts kann, stößt er das Kalb.

Da er es (das Geld) ablehnen wollte und mit einiger Schalkheit zu verstehen gab, dass er nicht so abgebrannt sei, als es aussehen möchte.
Goethe, Dichtung und Wahrheit

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