Deutsche Sprichwörter, Redensarten, Zitate 1767
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I will's no lieber z' tod rühre, als no ein ist wintere.
Schweiz.

I wir de zletzt müesse d' Chaz düre bach zin.
Bern.

I wird' so dumm sein, sagt der Fuchs, und lass mi von die Henna auffressn!.

I wollt', i wär dahâm, sagte der Jude, als man ihn henkte.
Schwaben.

I wott keis Helgli.
Solothurn
i] Ich will keine Belohnung.

I wött lieber si Betbuech se, as (z.B.) si Ross.
i] Von einem rauhen Menschen, der mit den ihm untergeordneten Wesen (Menschen oder Tieren) sehr hart verfährt.

I, sä de besopen Bûer, da ehne Jürgen in de Hosen schetten harre, Arften getten un Linsen schetten.
Hildesheim.

Icarus wolte zu hoch fliegen, da muste er im meer liegen. Tut es einem sehr wohl glücken, so soll er sich desto mehr tücken, soll meiden stoltz und vbermut, welcher Gott und menschen vbel tut.
la] Icare nate bibis? iam iam sine patre peribis? Jam tibi dixi bis medio tutissimus ibis. Icarei fati, memores estote beati.
la] Dum petit elatis nimium sublimia pennis Icarus, Icareas nomine fecit aquas.

Ich - das ist ein Staat, den ich mit ziemlicher Blindheit regiere.
Hilsbecher.

Ich (Er) muss immer über Bänkel springen.
z] Wahrscheinlich von einer (Schul-?) Strafe entlehnt. Ein anderer meint, die Redensart könne wohl vom Femegericht ihren Ursprung haben. 'Bei demselben', sagt er, 'saß man mit übereinander geschlagenen Beinen. Der Fron warnte den Angeklagten, indem er ihn mit einem geschälten Weidenstock über die Schienbeine schlug, worauf jener die Beine über die Bank schwenkte und die Versammlung verließ. Diese Warnung erhielt er dreimal, blieb sie erfolglos, so verfiel er dem Gericht.'.

Ich (Gott) war ein Vater der Armen.
Hiob 29, 16.

Ich (ma) möchte mich (sich) goar begroaben.

Ich [Goethe] lege mich ins Bett und lasse mir von unserm Bürgermeisterorganisten in Berka Sebastiana spielen.
Goethe, An Zelter, 9.6.1827.

Ich aber liege allein
im Eisverhau voller Wunden.
Es hat mir der Schnee
noch nicht die Augen verbunden.
Sprüche der Weisen, Anrufung des großen Bären, Lieder auf der Flucht.

Ich aber muss meinem erhabenen Schüler zurufen: La Musica merita d'esser studiata (die Musik verdient es, studiert zu werden).
Beethoven, an Erzherzog Rudolf, 1819.

Ich aber und mein Haus wollen dem Herrn dienen.
Josua, 24, 15.

Ich acht' es gleich, als wenn es zu Rom donnert.

Ich achte das Leben höher als die Kunst, die es nur verschönert.
Goethe, A. G. v. Stroganoff, letzte Lebensjahre.

Ich achte der Possen nicht, sagte jener Bischof, als er einen Spruch aus der Bibel hörte.

Ich achte die Wissenschaft, ich liebe sie als unser höchstes Kleinod, aber ich schreibe nicht für ihre falschen Vertreter; für jene Perücken, die den Geist auf die Folter leerer Formen spannen.
Herwegh, Die neue Literatur.

Ich achte ihn nicht so viel wie meine alten Schuhe.
nl] Ik acht hem als mijn' ouden schoen.

Ich achte mich in keinem Stück so glücklich,
Als dass mein Sinn der Freunde treu gedenkt.
en] I count myself in nothing else so happy
As in a soul rememb'ring my good friends.
Shakespeare, König Richard II. II,3.

Ich achte nicht des Mondes Schein, so mir die Sonne will gnädig sein.

Ich achte weder Geld noch Gold, der Ehr' und Treu' bin ich doch hold.

Ich achte weder Geld noch Gold, der Ehr und Treu bin ich holt, Hoffnung mich erhelt biss mein glück felt.

Ich ackere, sagte die Ameis, da sass sie auf dem Ochsenhorn.

Ich Affe, steh' und gaffe, und weil ich gaff' und steh', so könnt' ich weiter geh'.
Hausinschrift.

Ich als Dichter habe ein ganz anderes Interesse, als das der Kritiker hat. Mein Beruf ist zusammenfügen, verbinden, ungleichartige Teile in ein Ganzes zu vereinigen; des Kritikers Beruf ist, aufzulösen, trennen, das gleichartigste Ganze in Teile zu zerlegen.
Goethe, K. A. Bärtiger, (Frühjahr) 1795.

Ich als Siebzigjähriger kann Ihnen im Vertrauen versichern, dass wir im Maße unserer Lernfähigkeit nie zu lernen aufhören, bis diese uns verläßt.
Shaw, Wegweiser für die intelligente Frau.

Ich arbeite für den Teufel, bis ich mein Mittagessen habe, und dann folge ich Gott.
Zigeuner.

Ich ärgere mich, wenn der treffliche Homer auch einmal schläft.
Horaz, Von der Dichtkunst.

Ich asse lieber Worscht beim Brute hot's zu viel Mahl.
hdt] Ich esse lieber Wurst, das Brot hat zu viel Mehl.

Ich asse lieber Worscht eim Brute hot's zu viel Mahl.

Ich auch bin Gottes Sohn, ich sitz an seiner Hand:
Sein Geist, sein Fleisch und Blut ist ihm an mir bekannt.
Angelus Silesius, Cherubinischer Wandersmann

Ich bau' ein Haus für mich, gefällt's dir nicht, bau' eins für dich.
la] Tecum habita.

Ich beantrage sofortige Obduktion, denn es ist reine Verleumdung, sagte der Mann zum Richter, als dieser ihm vorhielt, seine Frau habe ihn angeklagt, sie mit Arsenik vergiften zu wollen.

Ich bedachte nicht, was freilich die Jugend nicht bedenken kann, daß hiezu ein Gehalt nötig sei und dass dieser uns nur durch das Gewahrwerden der Erfahrung selbst entspringen könne.
Goethe, Dichtung und Wahrheit I,4.

Ich bedank' mich für de gnäd'ge Strofe.
Oberlausitz
i] Ironisch bei erhaltenen Verweisen und dergleichen, doch mit sehr ernster geschichtlicher Grundlage, an jene Zeiten erinnernd, wo sich die Bauern beim 'gnädigen Herrn_ für die erhaltenen Prügel zu bedanken hatten.

Ich bedauere die Menschen, welche von der Vergänglichkeit der Dinge viel Wesens machen und sich in Betrachtung irdischer Nichtigkeit verlieren. Sind wir ja eben deshalb da, um das Vergängliche unvergänglich zu machen, das kann ja nur dadurch geschehen, wenn man beides zu schätzen weiß.
Goethe, Maximen und Reflexionen 155.

Ich bedaure nur, daß ich mit einem solchen Manne, der so etwas [Geschichte des Dreißigjährigen Krieges] schreiben konnte, einige Zeit im Mißverständnisse leben konnte. Schiller wohnte drei Häuser von mir, und wir besuchten uns nicht, weil ich, von Italien zurückkommend, vorwärtsgedrungen war und die durch Schiller veranlaßten Räubergeschichten nicht ertragen konnte.
Goethe, J.S.Grüner, 19.8.1822.

Ich beeile mich, über alles zu lachen, um nicht gezwungen zu sein, darüber zu weinen.
Beaumarchais, Der Barbier von Sevilla, I, 2.

Ich befahl's meinem Hunde, der hat's mit Bellen seinem Schweif gegeben zu bestellen.
Basken
en] He who goes about a thing himself, has a mind to have it done; who sends another, cares not, whether it be don or not.
en] Tat which a man causes to be done, ho does himself.

Ich befehle dem Hund, und der Hund befiehlt seinem Schwanz.
Basken.

Ich befinde mich in dem Falle Voltaires, der nichts heißer erstrebte als die Anerkennung derjenigen, die ihm ihren Beifall versagten.
Goethe, zu A. G. v. Stroganoff, 1825/1830.

Ich begnüge mich, den Weltlauf zu genießen, ohne in ihn einzugreifen; ein Leben zu leben, das wenigstens entschuldbar ist und durch das ich mich und andere nicht unnötig behellige.
Michel Eyquem de Montaigne, Die Essais.

Ich begreife durchaus nicht, wie man eifersüchtig sein kann: denn Beleidigungen finden ja nicht statt unter Liebenden, sowenig wie Wohltaten. Also muss es Unsicherheit sein, Mangel an Liebe und Untreue gegen sich selbst.
F. Schlegel, Lucinde.

Ich begreife nicht, warum eine hässliche Frau auf einem Ball erscheint; das ist ein Widersinn.
Sully Prudhomme, Intimes Tagebuch.

Ich begreife nicht, wie die Reisenden in Afrika immer über Wassermangel klagen können, sagte Biermann, als er sechs Seidel Bier getrunken hatte; ich würde es wochenlang ohne Wasser aushalten.

Ich begreife nicht, wie ein Dichter das Kind seiner Liebe einem so rohen Haufen, wie die Menschen sind, übergeben kann.
Heinrich von Kleist, an Wihelmine von Zenge, 10. Oktober 1801.

Ich begreife nicht, wie ein Mensch, der über sich nachdenkt und doch von Gott nichts weiß oder wissen will, sein Leben vor Verachtung und Langeweile tragen kann.
Bismarck.

Ich begreife, dass man einer Stimmung dieser Art nicht immer Herr sein kann, aber man kann danach streben.
W. v. Humboldt, Briefe an eine Freundin, 2. 2. 1835.

Ich behalt meine Zähne zum Wölffen, die kleinen Hündlein beißen mich nicht.

Ich behalt mir das selbs, sprach graf Hanns von Werdenberg.

Ich behandle das Kleine mit derselben Liebe wie das Große, weil ich den Unterschied zwischen klein und groß nicht recht gelten lasse.
Theodor Fontane, Briefe.

Ich beharre streng auf der Forderung, die ja auch allgemein anerkannt wird, dass bei jeder Erzählung, besonders der beschreibenden, die strengste Folge der abzubildenden Gegenstände in Verknüpfung, Steigerung, in jeder Art von Vorschritt immer so klar und scharf gezeichnet sein müsse, dass der Hörer und Leser notwendig so und nicht anders denken könne.
Goethe, An K. Streckfuß, 27.1.1827.

Ich behaupte - da bei den Menschen die Männer von Natur das stärkere Geschlecht sind, die Frauen das schwächere - dass man jeder der beiden Naturanlagen die für sie förderlichsten Leistungen zuweisen muss, die schwerere dem stärkeren, die leichteren dem schwächeren Geschlecht. Daher passt Spinnrad besser für die Frauen als für die Männer und ebenso der Haushalt! Dagegen Gymnastik mehr für die Männer als für die Frauen wie auch das Leben unter freiem Himmel.
Gajus Musonius Rufus.

Ich behaupte immer, der Dichter dürfe nicht eher ans Werk gehen, als bis er einen unwiderstehlichen Drang zum Dichten fühle. Und diesen Grundsatz befolge ich auch, ihm verdanke ich mein heiteres Alter.
Goethe, C. F. v. Conta, Mai 1820.

Ich behaupte, dass eine mittelmäßige Rede unter der Gewalt eines vollendeten Vortrags mehr Eindruck macht als die vollendetste, bei der der Vortrag mangelt.
Quintilian.

Ich behaupte, daß sogar Eklektiker in der Philosophie geboren werden, und wo der Eklektizismus aus der inneren Natur des Menschen hervorgeht, ist er ebenfalls gut.
Goethe, J. D. Falk, letzte Lebensjahre.

Ich behaupte, dass wenn alle Menschen wüssten, was sie voneinander sagen, es nicht vier Freunde auf der Welt gäbe.
Pascal, Pensées.

Ich behaupte, der Mensch kann sich nie selbst kennenlernen, sich nie rein als Objekt betrachten. Andre kennen mich besser als ich mich selbst. Nur meine Bezüge zur Außenwelt kann ich kennen und richtig würdigen lernen, darauf sollte man sich beschränken.
Goethe, F.v.Müller, 8.3.1824.

Ich beherrsche nur die Sprache der anderen. Die meinige macht mit mir, was sie will.
Kraus, Aphorismen.

Ich bejahe den Klassenkampf. Ich sehe in ihm keine verkappte Religion. Tucholsky, Replik.

Ich bekam (o. es überlief mich) eine Gänsehaut
en] it made my fesh creep - it gave me the creeps - my flesh was crawling
fr] j'en eus la chair de poule
it] mi venne la pelle d'oca.

Ich bekam weiche Knie - die Knie zitterten mir
en] I went weak at the knees
fr] j'avais les jambes en coton (o. en pâté de foie) - j'en ai eu les jambes coupées
it] le gambe mi facevano giacomo giacomo.

Ich bekenne mich zum einigen, lichtvollen Kommunismus, der die Mängel der Gesellschaft beseitigt.
Botew, Glaubensbekenntnis der Bulgarischen Kommune.

Ich beklage einen verliebten Alten: die Leidenschaften der Jugend richten eine schreckliche Verheerung in einem abgenützten und verwelkten Körper an.
Vauvenargues, Reflexionen und Maximen.

Ich bekomme die Schuld, sagte der Käse, und der Zucker hat die Zähne verdorben.
nl] Ik krijg de schuld, zei de kaas, maar de suiker heeft uwe tanden bedorven.

Ich bekomme mir nicht gut, sagte jemand, um seinen Hang zur Gesellschaft zu erklären. 'Der Magen der Gesellschaft ist stärker als der meinige, er verträgt mich.'
Nietzsche, Menschliches Allzumenschliches.

Ich bekümmere mich nicht um fremde Sachen, sagte Hans auf der Ofenbank, als man ihn fragte, was an der Uhr sei.
bm] Sedím u peci a hřeji pleci, i nemíchám se v cizí vĕci.

Ich belle aus keinem Hundskopf.
la] Non injussa cano.

Ich bemerke nur, dass es den Regierungen mit ihrem Liberalismus so geht wie den Damen: die jüngste gefällt immer am besten.
Bismarck, im Abgeordnetenhause, 9. 12. 1868.

Ich ben bang, de Trunenkeet e Loch en.
Bedburg.

Ich ben esu gramm we 'ne Markgrof en der Muuz.
Köln
hdt] Ich bin heiser wie ein Häher in der Mauser.

Ich beneide alle Leute darum, nicht ich zu sein.
Fernando Pessoa, Das Buch der Unruhe.

Ich beniesses, 's is woahr.

Ich benutze meine Bibel all Wochen, sagte der Bauer, als ihn der Pastor fragte, ob er sie auch gebrauche, ich wetze mein Barbiermesser darauf.

Ich besaß es doch einmal,
Was so köstlich ist!
Daß man doch zu seiner Qual
Nimmer es vergißt!
Goethe, An den Mond.

Ich besitze drei köstliche Dinge, die ich festhalte und schätze: das eine ist die Güte, das zweite die Genügsamkeit, das dritte selbstloses dienen.
Laotse.

Ich besitze keinen roten Heller (o. Groschen o. Pfennig o. Rappen) - ich sitze auf dem Trockenen - in meinem Geldbeutel herrscht Ebbe - ich bin (völlig) abgebrannt (o. blank)
en] I haven't (got) a penny to bless myself with (o. to my name) - I am an the rocks - my funds are at low ebb - I am hard up (o. stony-broke)
fr] je n ai pas le sou (o. un sous vaillant o. un liard o. un rond) - je n'ai plus un radis - je suis fauché (o. à sec) -je suis raide comme un passe-lacet - ma bourse est plate - les fonds sont bas (o. en baisse)
it] resto in secco - non ho il becco (o. l'ombra) di un quattrino - non ho un quattrino da far cantare il cielo - sono al verde (o. all' asciutto) - ho le tasche vuote - sono corto di danaro - non ho un baiocco.

Ich besitze so viel Ehrgeiz, wie nötig ist, um an den Dingen dieses Lebens Anteil zu nehmen, aber keinen, der mir Abscheu vor dem Platz einflößen könnte, auf den die Natur mich gestellt hat.
Montesquieu, Meine Gedanken.

Ich bestehe darauf, dass man jungen Mädchen, die man gut erziehen will, auch von der Liebe etwas sagen muss.
Stendhal, Über die Liebe.

Ich bestrafe meine Frau nur mit guten Worten, sagte der Mann und warf ihr die Bibel an den Kopf.

Ich bestreite nicht, dass Gebete uns sehr nützlich sein mögen, denn mein Verstand ist zu schwach, um alle Mittel bestimmen zu können, welche Gott zu Gebote stehen, um die Menschen zur Liebe zu ihm, d. h. zum Heil, zu führen.
Spinoza, Brief an van Blyenbergh, Schiedam, 28. 1.1665.

Ich bestreite, dass der Adel in Preußen unpopulär sei.
von Bismarck, Preuß. Landtag 24. Okt. 1849.

Ich bete an die Macht der Liebe,
Die sich in Jesu offenbart.
Gerhard Tersteegen (Vertont v. Demetrius Bortiansky).

Ich bete die Götter an und fühle mir doch Mut genug, ihnen ewigen Haß zu schwören, wenn sie sich gegen uns betragen wollen wir ihr Bild, die Menschen.
Goethe, An Charlotte v. Stein, 17.-24.5.1778.

Ich bete einfache Genüsse an. Sie sind die letzte Zuflucht komplizierter Menschen.
Oscar Wilde, Das Bildnis des Dorian Gray.

Ich bete Gott mit Gott aus ihm und in ihm an:
Er ist mein Geist, mein Wort, mein Psalm und was ich kann.
Angelus Silesius, Cherubinischer Wandersmann

Ich betrachte auch einen siegreichen Krieg an sich immer als ein Übel, das die Staatskunst den Völkern zu ersparen bemüht sein muss.
Otto von Bismarck, Rundschreiben an die Vertreter des Norddeutschen Bundes (29. Juni 1870).

Ich betrachte das Buch wie eine Landschaft, aus der ich Eindrücke ziehe - ich schlendere da nur herum, geographisch abgegangen bin ich die Landschaft nicht.
Döblin, Mit dem Blick zur Latinität.

Ich betrachte das Leben als eine Herberge, in der ich verweilen muss, bis die Postkutsche des Abgrunds eintrifft.
Fernando Pessoa, Das Buch der Unruhe des Hilfsbuchhalters Bernardo Soares.

Ich betrachte die Musik nicht nur als eine Kunst, das Ohr zu ergötzen, sondern als eins der größten Mittel, das Herz zu bewegen und Empfindungen zu erregen.
Gluck, An J. B. Suart, 1777.

Ich betrachte es als eine Aufgabe kommender Dichtergeschlechter, neue Mythen zu schaffen, und wir wollen ihnen schon vorarbeiten.
Christian Morgenstern, Stufen.

Ich betrachte mich als glücklich, weil ich keine Verwandten mehr habe.
Fernando Pessoa, Das Buch der Unruhe des Hilfsbuchhalters Bernardo Soares.

Ich beuge mich vor Christus als der Offenbarung des höchsten Prinzips der Sittlichkeit.
Goethe.

Ich beuge mich, aber ich breche nicht.
La Fontaine, Fabeln: Die Eiche und das Schilfrohr.

Ich beweine die gesprengten Brücken, die zerstörten Tunnel, all diese verlorene menschliche Arbeit, und überhaupt eine so radikale Verneinung.
Flaubert, an George Sand, 1870.

Ich bewundere, mit welcher Feinheit und Sicherheit Frauen gewisse Einzeldinge zu beurteilen verstehen; aber einen Augenblick später heben sie einen Hohlkopf in den Himmel, lassen sich durch einen faden Schmeichler zu Tränen rühren und nehmen einen Wichtigtuer ernstlich für einen Charakter. Ich kann dergleichen Albernheit nicht begreifen. Es muss da irgendein allgemeines, mir unbekanntes Gesetz walten.
Stendhal, Über die Liebe.

Ich bewundere, was über mir ist, ich beurteile es nicht.
Goethe, Theatralische Sendung II,2.

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