Deutsche Sprichwörter, Redensarten, Zitate 1623
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Goethes Werke, Götz von Berlichingen] ..aber doch will es als Theaterstück nicht recht gehen. Es ist zu groß, und ich habe es zu zwei Teilen einrichten müssen, wovon der letzte zwar theatralisch wirksam, der erste aber nur als Expositionsstück anzusehen ist.
Goethe, Eckermann, 26.7.1826

Goethes Werke, Götz von Berlichingen] Auf seine gute Natur verlaß ich mich, er wird fortkommen und dauern. Er ist ein Menschenkind mit viel Gebrechen und doch immer der besten einer. Viele werden sich am Kleid stoßen und einigen rauhen Ecken. Doch hab ich schon so viel Beifall, daß ich erstaune.
Goethe, An J. Ch. Kestner, Mitte August 1773

Goethes Werke, Götz von Berlichingen] Das Leben des biedern Götz von Berlichingen, von ihm selbst geschrieben, trieb mich in die historische Behandlungsart, und meine Einbildungskraft dehnte sich dergestalt aus, daß auch meine dramatische Form alle Theatergrenzen überschritt.
Goethe, Dichtung und Wahrheit III,13

Goethes Werke, Götz von Berlichingen] Ich glaubte einzusehen, daß solche Stücke [wie der Hermann von Johann Elias Schlegel] in Zeit und Gesinnung zu weit von uns ablägen, und suchte nach bedeutenden Gegenständen in der spätern Zeit, und so war dieses der Weg, auf dem ich einige Jahre später zu Götz von Berlichingen gelangte.
Goethe, Biographische Einzelnheiten - Leipziger Theater 1768

Goethes Werke, Götz von Berlichingen] Ich schrieb meinen Götz von Berlichingen als junger Mensch von zweiundzwanzig und erstaunte zehn Jahre später über die Wahrheit meiner Darstellung. Erlebt und gesehen hatte ich bekanntlich dergleichen nicht, und ich mußte also die Kenntnis mannigfaltiger menschlicher Zustände durch Antizipation besitzen.
Goethe, Eckermann, 26.2.1824

Goethes Werke, Götz von Berlichingen] Ich tat einen glücklichen Griff mit meinem Götz von Berlichingen; das war doch Bein von meinem Bein und Fleisch von meinem Fleisch, und es war schon etwas damit zu machen.
Goethe, Eckermann, 16.2.1826

Goethes Werke, Götz von Berlichingen] Nachdem ich im Götz von Berlichingen das Symbol einer bedeutenden Weltepoche nach meiner Art abgespiegelt hatte, sah ich mich nach einem ähnlichen Wendepunkt der Staatengeschichte sorgfältig um. [..] In Götz war es ein tüchtiger Mann, der untergeht in dem Wahn: zu Zeiten der Anarchie sei der wohlwollende Kräftige von einiger Bedeutung.
Goethe, Dichtung und Wahrheit IV,19

Goethes Werke, Hanswursts Hochzeit] Es war nicht zu denken, dass ich das Stück hätte fertig machen können, indem es einen Gipfel von Mutwillen voraussetzte, der mich wohl augenblicklich anwandelte, aber im Grunde nicht in dem Ernst meiner Natur lag, und auf dem ich mich also nicht halten konnte. Und dann sind in Deutschland unsere Kreise zu beschränkt, als dass man mit so etwas hätte hervortreten können. Auf einem breiten Terrain wie Paris mag dergleichen sich herumtummeln, sowie man auch dort wohl ein Béranger sein kann, welches in Frankfurt oder Weimar gleichfalls nicht zu denken wäre.
Goethe, Eckermann, 6.3.1831

Goethes Werke, Hermann und Dorothea] ..die höchste Instanz, vor der es [das gerichtet werden kann, ist die, vor welche der Menschenmaler seine Kompositionen bringt, und es wird die Frage sein, ob Sie unter dem modernen Kostüm die wahren, echten Menschenproportionen und Gliederformen anerkennen werden? Der Gegenstand selbst ist äußerst glücklich, ein Sujet, wie man es in seinem Leben vielleicht nicht zweimal findet.
Goethe, An J.H.Meyer, 28.4.1797

Goethes Werke, Hermann und Dorothea] Diejenigen Vorteile, deren ich mich in meinem letzten Gedicht bediente, habe ich alle von der bildenden Kunst gelernt.
Goethe, An Schiller, 8.4.1797

Goethes Werke, Hermann und Dorothea] Hätte ich nicht an meinem Hermann und Dorothea ein Beispiel, daß die modernen Gegenstände, in einem gewissen Sinne genommen, sich zum Epischen bequemten, so möchte ich von aller dieser empirischen Breite nichts mehr wissen.
Goethe, An Schiller, 12.8.1797

Goethes Werke, Hermann und Dorothea] Hermann und Dorothea ist fast das einzige meiner größeren Gedichte, das mir noch Freude macht; ich kann es nie ohne innigen Anteil lesen. Besonders lieb ist es mir in der lateinischen Übersetzung; es kommt mir da vornehmer vor, als wäre es, der Form nach, zu seinem Ursprunge zurückgekehrt.
Goethe, Eckermann, 18.1.1825

Goethes Werke, Hermann und Dorothea] Ich bin geneigt Herrn Vieweg in Berlin ein episches Gedicht, Hermann und Dorothea, das ungefähr zweitausend Hexameter stark sein wird, zum Verlag zu überlassen. Und zwar dergestalt, daß solches den Inhalt seines Almanachs, auf 1798 ausmache und daß ich nach Verlauf von zwei Jahren allenfalls dasselbe in meinen Schriften wieder aufführen könne.
Goethe, An Vieweg, 16.1.1797 [Verlagsangebot]

Goethes Werke, Hermann und Dorothea] Ich habe das reine Menschliche der Existenz einer kleinen deutschen Stadt in dem epischen Tiegel von seinen Schlacken abzuscheiden gesucht und zugleich die großen Bewegungen und Veränderungen des Welttheaters aus einem kleinen Spiegel zurück zu werfen getrachtet.
Goethe, An J.H.Meyer, 5.12.1796

Goethes Werke, Hermann und Dorothea] In Hermann und Dorothea habe ich, was das Material betrifft, den Deutschen einmal ihren Willen getan, und nun sind sie äußerst zufrieden.
Goethe, An Schiller, 3.1.1798

Goethes Werke, Hermann und Dorothea] In meinem Hermann bringt die Eigenschaft des Plans den besondern Reiz hervor, daß alles ausgemacht und fertig scheint und durch die retrograde Bewegung gleichsam wieder ein neues Gedicht angeht.
Goethe, An Schiller, 22.4.1797

Goethes Werke, Hermann und Dorothea] Ja, mein Guter, man hat von seinen Freunden zu leiden gehabt! Tadelte doch Humboldt auch an meiner Dorothea, daß sie bei dem Überfall der Krieger zu den Waffen gegriffen und dreingeschlagen habe! Und doch, ohne jenen Zug ist ja der Charakter des außerordentlichen Mädchens, wie sie zu dieser Zeit und zu diesen Zuständen recht war, sogleich vernichtet, und sie sinkt in die Reihe des Gewöhnlichen herab.
Goethe, Eckermarm, 23.3.1829

Goethes Werke, Hermann und Dorothea] Man brachte mir die lateinische Übersetzung von Hermann und Dorothea, es ward mir ganz sonderbar dabei; ich hatte dieses Lieblingsgedicht viele Jahre nicht gesehen, und nun erblickt ich es wie im Spiegel, der, wie wir aus Erfahrung und neuerlich aus dem Entoptischen wissen, eine eigene magische Kraft auszuüben die Fähigkeit hat.
Goethe, An Ch.L.F.Schultz, 8.7.1823

Goethes Werke, Hermann und Dorothea] Mit Leichtigkeit und Behagen war das Gedicht geschrieben, und es teilte diese Empfindungen mit. Mich selbst hatte Gegenstand und Ausführung dergestalt durchdrungen, daß ich das Gedicht niemals ohne große Rührung vorlesen konnte, und dieselbe Wirkung ist mir seit so vielen Jahren noch immer geblieben.
Goethe, Tag- und Jahreshefte 1796

Goethes Werke, Hermann und Dorothea] Mit Rührung erinnere ich mich, wie uns Goethe in tiefer Herzensbewegung, unter hervorquellenden Tränen, den Gesang, der das Gespräch Hermanns mit der Mutter am Birnbaume enthält, gleich nach der Entstehung vorlas. So schmilzt man bei seinen eigenen Kohlen, sagte er, indem er sich die Augen trocknete.
Caroline v. Wolzogen, September 1796

Goethes Werke, Hermann und Dorothea] Wenn man meinen Hermann und Dorothea liest, so denkt man, das wäre auch auf dem Theater zu sehen. Töpfer hat sich verführen lassen, es hinaufzubringen; allein was ist es, was wirkt es, zumal wenn es nicht ganz vorzüglich gespielt wird, und wer kann sagen, daß es in jeder Hinsicht ein gutes Stück sei?
Goethe, Eckermann, 4.2.1829

Goethes Werke, Iphigenie auf Tauris] ..daß Iphigenia endlich fertig geworden ist, das heißt daß sie in zwei ziemlich gleichlautenden Exemplaren vor mir auf dem Tische liegt, wovon das eine nächstens zu euch wandern soll. Nehmt es freundlich auf, denn freilich steht nicht auf dem Papiere, was ich gesollt, wohl aber kann man erraten, was ich gewollt habe.
Goethe, Italienische Reise I, 6.1.1787

Goethes Werke, Iphigenie auf Tauris] ..ich hätte lphigenie und Tasso nicht im Stil von Faust und Götz schreiben können, so wenig wie umgekehrt.
Goethe, E. Förster, 9.11.1825

Goethes Werke, Iphigenie auf Tauris] Als ich mich um der Kunst und des Handwerks willen entschließen mußte, das Stück umzuschreiben, sah ich voraus, daß die besten Stellen verlieren mußten, wenn die schlechten und mittlern gewannen.
Goethe, An Ph. F. Seidel, 15.5.1787

Goethes Werke, Iphigenie auf Tauris] Am Gardasee, als der gewaltige Mittagswind die Wellen ans Ufer trieb, wo ich wenigstens so allein war als meine Heldin am Gestade von Tauris, zog ich die ersten Linien der neuen Bearbeitung, die ich in Verona, Vicenza, Padua, am fleißigsten aber in Venedig fortsetzte. [..] In Rom aber ging die Arbeit in geziemender Stetigkeit fort. Abends beim Schlafengehen bereitete ich mich aufs morgende Pensum, welches denn sogleich beim Erwachen angegriffen wurde. Mein Verfahren dabei war ganz einfach: ich schrieb das Stück ruhig ab und ließ es Zeile vor Zeile, Period vor Period regelmäßig erklingen.
Goethe, Italienische Reise I, 6.1.1787

Goethes Werke, Iphigenie auf Tauris] Angelica [Kauffmannl hat aus meiner lphigenie ein Bild zu malen unternommen; der Gedanke ist sehr glücklich, und sie wird ihn trefflich ausführen. Den Moment, da sich Orest in der Nähe der Schwester und des Freundes wiederfindet. Das, was die drei Personen hintereinander sprechen, hat sie in eine gleichzeitige Gruppe gebracht und jene Worte in Gebärden verwandelt. Man sieht auch hieran, wie zart sie fühlt, und wie sie sich zuzueignen weiß, was in ihr Fach gehört. Und es ist wirklich die Achse des Stücks.
Goethe, Italienische Reise II, 13.3.1787

Goethes Werke, Iphigenie auf Tauris] Das Stück hat seine Schwierigkeiten. Es ist reich an innerem Leben, aber arm an äußerem. Daß aber das innere Leben hervorgekehrt werde, darin liegt's. Es ist voll der wirksamsten Mittel, die aus den mannigfaltigsten Greueln hervorwachsen, die dem Stück zugrunde liegen. Das gedruckte Wort ist freilich nur ein matter Widerschein von dem Leben, das in mir bei der Erfindung rege war. [..] Ich muß gestehen, es hat mir noch nie gelingen wollen, eine vollendete Aufführung meiner Iphigenie zu erleben. [..] Denn ich leide entsetzlich, wenn ich mich mit diesen Gespenstern herumschlagen muß, die nicht so zur Erscheinung kommen, wie sie sollten.
Goethe, Eckermann, 1.4.1827

Goethes Werke, Iphigenie auf Tauris] Er bemerkte darauf, daß ihm in diesem kleinen Hause, in welchem er sich sonst oft aufgehalten habe, die erste Idee zur Iphigenie aufTauris gekommen sei. Das kleine Jagelhaus stand am Hangeberg zwischen Ilmenau und Manebach.
Goethe, J. Ch. Mahr, Ende August 1831

Goethes Werke, Iphigenie auf Tauris] Heute früh hatte ich Glück] Das Glück von Cento herüberfahrend, zwischen Schlaf und Wachen den Plan zur Iphigenie auf Delphos rein zu finden. Es gibt einen fünften Akt und eine Wiedererkennung dergleichen nicht viel sollen aufzuweisen sein. Ich habe selbst drüber geweint wie ein Kind, und an der Behandlung soll man, hoff ich, das Tramontane erkennen.
Goethe, Tagebuch der italienischen Reise V, 18.10.1786

Goethes Werke, Iphigenie auf Tauris] Hier in Weimar hat man mir wohl die Ehre erzeigt, meine Iphigenie und meinen Tasso zu geben; allein wie oft? Kaum alle drei bis vier Jahre einmal. Das Publikum findet sie langweilig. Sehr begreiflich. Die Schauspieler sind nicht geübt, die Stücke zu spielen, und das Publikum ist nicht geübt, sie zu hören.
Goethe, Eckermann, 27.3.1825

Goethes Werke, Iphigenie auf Tauris] Ich las Tischbeinen meine Iphigenie vor, die nun bald fertig ist. Die sonderbare, originale Art, wie dieser das Stück ansah und mich über den Zustand, in welchem ich es geschrieben, aufklärte, erschreckte mich. Es sind keine Worte, wie fein und tief er den Menschen unter dieser Heldenmaske empfunden.
Goethe, An Charlotte v. Stein, 14.12.1786

Goethes Werke, Iphigenie auf Tauris] Ich schrieb meine Iphigenia aus einem Studium der griechischen Sachen, das aber unzulänglich war. Wenn es erschöpfend gewesen wäre, so wäre das Stück ungeschrieben geblieben.
Goethe, Riemer, 20.7.1811

Goethes Werke, Iphigenie auf Tauris] Meine Iphigenie und mein Tasso sind mir gelungen, weil ich jung genug war, um mit meiner Sinnlichkeit das Ideelle des Stoffes durchdringen und beleben zu können. Jetzt in meinem Alter wären so ideelle Gegenstände nicht für mich geeignet, und ich tue vielmehr wohl, solche zu wählen, wo eine gewisse Sinnlichkeit bereits im Stoffe liegt.
Goethe, Eckermann, 4.2.1829

Goethes Werke, Iphigenie auf Tauris] Wenn bei einem Stück wie meine lphigenie die Schauspieler in ihren Rollen nicht durchaus fest sind, so ist es besser, die Aufführung zu unterlassen. Denn das Stück kann bloß Erfolg haben, wenn alles sicher, rasch und lebendig geht.
Goethe, Eckermann, 1.4.1827

Goethes Werke, Italienische Reise] Aus diesem Bändchen [der Italienischen Reise] wird niemand viel lernen, aber Gegenden, Gegenstände, Menschen und Reisende werden dem Leser lebendig entgegentreten.
Goethe, An Zelter, 29.10.1815

Goethes Werke, Italienische Reise] Da ich nun eine schöne heitere Gartenwohnung bezogen, so soll der zweite Teil meiner Italienischen Reise auch an die Reihe, freilich mit dem alten Motto Auch Ich in Arkadien.
Goethe, An Zelter, 29.5.1817

Goethes Werke, Italienische Reise] Der erste Band der Italienischen Reise wird wahrscheinlich in der Michaelsmesse ausgegeben. Mir ist dabei zu Mute, als wenn man ein Portrait oder Silhouette früherer Jahre betrachtet. So auch hier. Ich begreife recht gut, warum ich nicht mehr so sein, denken und schreiben kann.
Goethe, An S. Boisserée, 27.9.1816

Goethes Werke, Italienische Reise] Die Italienische Reise seien Briefe, die er an seine Freunde geschrieben und die er sich habe zurückgeben und drucken lassen, weil er geglaubt, sie möchten wohl für manche interessant sein.
L. Freiherr v. Löw u. zu Steinfurt, 3.10.1829

Goethes Werke, Italienische Reise] Die Italienische Reise war schon in dem ersten Frühjahr glücklicherweise so weit vorgerückt, daß alle diese Ereignisse ihr keinen wesentlichen Schaden gebracht haben. Ich werde ihr den Rest dieses Sommers widmen, und sobald ich im September wieder nach Hause komme, kann der Druck angefangen werden und ununterbrochen fortgehen.
Goethe, An J.F.Cotta, 19.7.1815

Goethes Werke, Italienische Reise] Es ist kein Buchstabe drin, der nicht gelebt, empfunden, genossen, gelitten, gedacht wäre.
Goethe, Italienische Reise III, 22.9.1787

Goethes Werke, Italienische Reise] Ich beschäftige michjetzt mit meiner italienischen Reise und besonders mit Rom. Ich habe glücklicherweise noch Tagebücher, Briefe, Bemerkungen und allerlei Papiere daher, so daß ich zugleich völlig wahrhaft und ein anmutiges Märchen schreiben kann.
Goethe, An Zelter, 17.5.1815

Goethes Werke, Italienische Reise] Von meiner Italienischen Reise habe ich die vorhandenen Tagebücher von Karlsbad bis Rom redigiert. Dieses Büchlein erhält dadurch einen eigenen Charakter, daß Papiere zum Grunde liegen die im Augenblick geschrieben worden. Ich hüte mich, so wenig als möglich daran zu ändern, ich lösche das Unbedeutende des Tages nur weg, so wie manche Wiederholung; auch läßt sich vieles, ohne dem Ganzen die Naivetät zu nehmen, besser ordnen und ausführlicher darstellen.
Goethe, An Zelter, 27.12.1814

Goethes Werke, Marienbader Elegie] Ich schrieb das Gedicht, unmittelbar als ich von Marienbad abreiste und ich mich noch im vollen frischen Gefühle des Erlebten befand. Morgens acht Uhr auf der ersten Station schrieb ich die erste Strophe, und so dichtete ich im Wagen fort und schrieb von Station zu Station das im Gedächtnis Gefaßte nieder, sodaß es abends fertig auf dem Papiere stand. Es hat daher eine gewisse Unmittelbarkeit und ist wie aus einem Gusse, welches dem Ganzen zugute kommen mag.
Goethe, Eckermann, 16.11.1823

Goethes Werke, Novelle] Um für den Gang dieser Novelle ein Gleichnis zu haben, so denken Sie sich aus der Wurzel bervorschießend ein grünes Gewächs, das eine Weile aus einem starken Stengel kräftige grüne Blätter nach den Seiten austreibt und zuletzt mit einer Blume endet. - Die Blume war unerwartet, überraschend, aber sie mußte kommen; ja das grüne Blätterwerk war nur für sie da und wäre ohne sie nicht der Mühe wert gewesen.
Goethe, Eckermann, 18.1.1827

Goethes Werke, Novelle] Zu zeigen, wie das Unbändige, Unüberwindliche oft besser durch Liebe und Frömmigkeit als durch Gewalt bezwungen werde, war die Aufgabe dieser Novelle, und dieses schöne Ziel, welches sich im Kinde und Löwen darstellt, reizte mich zur Ausführung.
Goethe, Eckermann, 18.1.1827

Goethes Werke, Pandora] ..da der mythologische Punkt, wo Prometheus auftritt, mir immer gegenwärtig und zur belebten Fixidee geworden, so griff ich ein, nicht ohne die ernstlichsten Intentionen, wie ein jeder sich überzeugen wird, der das Stück, soweit es vorliegt, aufmerksam betrachten mag.
Goethe, Tag- und Jahreshefte 1807

Goethes Werke, Pandora] ..weil der Zuschnitt des ersten Teiles so groß geworden, daß er später einen zweiten nicht habe durchführen können. Auch wäre das Geschriebene recht gut als ein Ganzes zu betrachten, [..] es ist alles wie ineinander gekeilt.
Goethe, Eckermann, 21.10.1823

Goethes Werke, Prometheus (Dramenfragment)] Der Prometheus nimmt sich wunderlich genug aus; ich getraute mir kaum, ihn drucken zu lassen, so modern-sansculottisch sind seine Gesinnungen; wie wunderlich dies alles seit so viel Jahren in den Geistern hin- und widerwogt!
Goethe, An Th.J.Seebeck, 30.12.1819

Goethes Werke, Prometheus (Dramenfragment)] Die Fabel des Prometheus ward in mir lebendig. Das alte Titanengewand schnitt ich mir nach meinem Wuchse zu, und fing, ohne weiter nachgedacht zu haben, ein Stück zu schreiben an, worin das Mißverhältnis dargestellt ist, in welches Prometheus zu dem Zeus und den neuen Göttem gerät, indem er auf eigne Hand Menschen bildet.
Goethe, Dichtung und Wahrheit III, 15

Goethes Werke, Prometheus (Dramenfragment)] Wunderlich genug, dass jener, von mir selbst aufgegebene und vergessene Prometheus grade jetzt wieder auftaucht. [..] Es [das Manuskript] käme unserer revolutionären Jugend als Evangelium recht willkommen, und die hohen Kommissionen zu Berlin und Mainz möchten zu meinen Jünglingsgrillen ein sträflich Gesicht machen.
Goethe, An Zelter, 11.5. 1820

Goethes Werke, Reineke Fuchs] Aber auch aus diesem gräßlichen Unheil [Sturz der französischen Monarchie] suchte ich mich zu retten, indem ich die ganze Welt für nichtswürdig erklärte, wobei mir denn durch eine besondere Fügung Reineke Fuchs in die Hände kam. Hatte ich mich bisher an Straßen-, Markt- und Pöbelauftritten bis zum Abscheu übersättigen müssen, so war es nun wirklich erheiternd, in den Hof- und Regentenspiegel zu blicken: denn wenn auch hier das Menschengeschlecht sich seiner ungeheuchelten Tierheit ganz natürlich vorträgt, so geht doch alles, wo nicht musterhaft, doch heiter zu, und nirgends fühlt sich der gute Humor gestört.
Goethe, Kampagne in Frankreich - Münster, Nov. 1792

Goethes Werke, Reineke Fuchs] Vor Jahrhunderten hätte ein Dichter dieses gesungen?
Wie ist das möglich? Der Stoff ist ja von gestern und heut'.
Goethe, Xenien 270 - Reineke Fuchs

Goethes Werke, Torquato Tasso] ..ich hatte in meinen letzten Bänden bei Göschen das möglichste getan, zum Beispiel in meinen Tasso des Herzensblutes vielleicht mehr, als billig ist, transfundiert, und doch meldete mir dieser wackere Verleger, dessen Wort ich in Ehren halten muß: daß diese Ausgabe keinen sonderlichen Abgang habe.
Goethe, An Ch.L.F.Schultz, 10.1.1829

Goethes Werke, Torquato Tasso] Da ich so viel in den Tasso hineingelegt, so freut es mich, wenn es allmählich heraustritt. Alles geschieht darin nur innerlich; ich fürchtete daher immer, es werde äußerlich nicht klar genug werden.
Goethe, F. v. Müller, 23.3.1823

Goethes Werke, Torquato Tasso] Der Tasso dagegen steht dem allgemeinen Menschengefühl bei weitem näher [als der Faust], auch ist das Ausführliche seiner Form einem leichteren Verständnis günstig. [..] Die Hauptsache beim Tasso ist die, daß man kein Kind mehr sei und gute Gesellschaft nicht entbehrt habe. Ein junger Mann von guter Familie mit hinreichendem Geist und Zartsinn und genugsamer äußeren Bildung, wie sie aus dem Umgange mit vollendeten Menschen der höheren und höchsten Ständehervorgeht, wird denTasso nicht schwerfinden.
Goethe, Eckermann, 10.1.1825

Goethes Werke, Torquato Tasso] Idee? [im Tasso] daß ich nicht wüßte! Ich hatte das Leben Tassos, ich hatte mein eigenes Leben, und indem ich zwei so wunderliche Figuren mit ihren Eigenheiten zusammenwarf, entstand in mir das Bild des Tasso, dem ich, als prosaischen Kontrast, den Antonio entgegenstellte, wozu es mir auch nicht an Vorbildern fehlte. Die weitern Hof-, Lebens- und Liebesverhältnisse waren übrigens in Weimar wie in Ferrara, und ich kann mit Recht von meiner Darstellung sagen: sie ist Bein von meinem Bein und Fleisch von meinem Fleisch.
Goethe, Eckermann, 6.5.1827

Goethes Werke, Torquato Tasso] Tasso muß umgearbeitet werden, was da steht, ist zu nichts zu brauchen, ich kann weder so endigen noch alles wegwerfen. Solche Mühe hat Gott dem Menschen gegeben!
Goethe, Italienische Reise III, 1.2.1788

Goethes Werke, Torquato Tasso] Tät ich nicht besser, lphigenia auf Delphi zu schreiben, als mich mit den Grillen des Tasso herum zu schlagen, und doch habe ich auch dahinein schon zu viel von meinem Eigenen gelegt, als daß ich es fruchtlos aufgeben sollte.
Goethe, Italienische Reise I, 16.2.1787

Goethes Werke, Torquato Tasso] Von diesem Stück sagte er mir im Vertrauen den eigentlichen Sinn. Es ist die Disproportion des Talents mit dem Leben.
Goethe, Caroline v. Herder, 16./20.3.1789

Goethes Werke, Urworte - Orphisch] Diese wenigen Strophen enthalten viel Bedeutendes in einer Folge, die, wenn man sie erst kennt, dem Geiste die wichtigsten Betrachtungen erleichtert.
Goethe über seine Gedichte - Urworte - Orphisch

Goethes Werke, Wilhelm Meister] ..denn ich kann mich rühmen, daß keine Zeile drinnen steht, die nicht gefühlt oder gedacht wäre.
Goethe, An Zelter, 19. 10. 1821

Goethes Werke, Wilhelm Meister] ..es ist das einzige, was ich noch habe, das Masse macht, und das eine Art von problematischer Komposition ist, wie sie die guten Deutschen lieben.
Goethe, An Schiller, 27.8.1794

Goethes Werke, Wilhelm Meister] ..freilich weiß der arme Leser bei solchen Produktionen niemals, wie er dran ist, denn er bedenkt nicht, dass er diese Bücher gar nicht in die Hand nehmen würde, wenn man nicht verstünde, seine Denkkraft, seine Empfindung und seine Wißbegierde zum besten zu haben.
Goethe, An Schiller, 21.11.1795

Goethes Werke, Wilhelm Meister] Bei jetziger Wiederlesung hätte ich fast zu mir selbst - wie einst zu Ariosto der Kardinal von Este - sagen mögen: Meister Ludwig, wo Henker, habt Ihr all das tolle Zeug hergenommen? (Cujonerie.) Der Meister belegt, in welcher entsetzlichen Einsamkeit er verfaßt worden, bei meinem stets aufs Allgemeinste gerichteten Streben. Wilhelm ist freilich ein armer Hund, aber nur an solchem läßt sich das Wechselspiel des Lebens und die tausend verschiedenen Lebensaufgaben recht deutlich zeigen, nicht an schon abgeschlossenen festen Charakteren.
Goethe, F. V. Müller, 22. 1. 1821

Goethes Werke, Wilhelm Meister] Daß Sie Ihre Ungeduld beim Wiederlesen der Wanderjahre gezügelt haben, freut mich sehr. Zusammenhang, Ziel und Zweck liegt innerhalb des Büchleins selbst; ist es nicht aus Einem Stück, so ist es doch aus Einem Sinn, und dies war eben die Aufgabe: mehrere fremdartige, äußere Ereignisse dem Gefühl als übereinstimmend entgegen zu bringen.
Goethe, An J.St.Zauper, 7.9.1821

Goethes Werke, Wilhelm Meister] Endlich kommt das erste Buch von Wilhelm Schüler, der, ich weiß nicht wie, den Namen Meister erwischt hat.
Goethe, An Schiller, 6.12.1794

Goethes Werke, Wilhelm Meister] Erst in ihren Unglückstagen zu Memel hat die mir früher nicht sonderlich wohlwollende Königin [Luise] von Preußen den Meister liebgewonnen und immer wieder gelesen. Sie mochte wohl finden, dass er tief genug in der Brust und gerade da anklopfte, wo der wahre menschliche Schmerz und die wahre Lust, wo eigentliches Leid und Freude wohnen.
Goethe, F.v.Müller, 22.1.1821

Goethes Werke, Wilhelm Meister] Es gehört dieses Werk [..] zu den inkalkulabelsten Produktionen, wozu mir fast selbst der Schlüssel fehlt. Man sucht einen Mittelpunkt, und das ist schwer und nicht einmal gut. Ich sollte meinen, ein reiches, mannigfaltiges Leben, das unsern Augen vorübergeht, wäre auch an sich etwas, ohne ausgesprochene Tendenz, die doch bloß für den Begriff ist. Will man aber dergleichen durchaus, so halte man sich an die Worte Friedrichs, die er am Ende an unsern Helden richtet, indem er sagt: Du kommst mir vor wie Saul, der Sohn Kis, der ausging, seines Vaters Eselinnen zu suchen, und ein Königreich fand. Hieran halte man sich. Denn im Grunde scheint doch das Ganze nichts anderes sagen zu wollen, als daß der Mensch, trotz aller Dummheiten und Verwirrungen, von einer höheren Hand geleitet, doch zum glücklichen Ziele gelange.
Goethe, Eckermann, 18.1.1825

Goethes Werke, Wilhelm Meister] Es gibt wunderliche Kritiker. An diesem Roman tadelten sie, daß der Held sich zu viel in schlechter Gesellschaft befinde. Dadurch aber, daß ich die sogenannte schlechte Gesellschaft als Gefäß betrachtete, um das, was ich von der guten zu sagen hatte, darin niederzulegen, gewann ich einen poetischen Körper und einen mannigfaltigen dazu. Hätte ich aber die gute Gesellschaft wieder durch sogenannte gute Gesellschaft zeichnen wollen, so hätte niemand das Buch lesen mögen. Den anscheinenden Geringfügigkeiten des Wilhelm Meister liegt immer etwas Höheres zum Grunde, und es kommt bloß darauf an, dass man Augen, Weltkenntnis und Übersicht genug besitze, um im Kleinen das Größere wahrzunehmen. An dem mag das gezeichnete Leben als Leben genügen.
Goethe, Eckermann, 25.12.1825

Goethes Werke, Wilhelm Meister] Lange sei das Buch mißverstanden worden, ja sogar anstößig gewesen. Die guten Deutschen brauchten immer gehörige Zeit, bis sie ein vom Gewöhnlichen abweichendes Werk verdaut, sich zurechtgeschoben, genüglich reflektiert hätten.
Goethe, F. v. Müller, 22. 1. 1821

Goethes Werke, Wilhelm Meister] Mit solchem Büchlein [Wanderjahre] aber ist es wie mit dem Leben selbst: es findet sich in dem Komplex des Ganzen Notwendiges und Zufälliges, Vorgesetztes und Angeschlossenes, bald gelungen, bald vereitelt, wodurch es eine Art von Unendlichkeit erhält, die sich in verständige und vernünftige Worte nicht durchaus fassen noch einschließen läßt. Wohin ich aber die Aufmerksamkeit meiner Freunde gerne lenke und auch die Ihrige gern gerichtet sähe, sind die verschiedenen, sich voneinander absondernden Einzelnheiten, die doch, besonders im gegenwärtigen Falle, den Wert des Buches entscheiden.
Goethe, An J.F.Rochlitz, 23.11.1829

Goethes Werke, Wilhelm Meister] Mit Wilhelm Meister ging es mir noch schlimmer. Die Puppen waren den Gebildeten zu gering, die Komödianten den Gentlemen zu schlechte Gesellschaft, die Mädchen zu lose; hauptsächlich aber hieß es, es sei kein Werther.
Goethe, An Ch.L.F.Schultz, 10.1.1829

Goethes Werke, Wilhelm Meister] Schiller tadelte die Einflechtung des Tragischen, als welches nicht in den Roman gehöre. Er hatte jedoch unrecht, wie wir alle wissen. In seinen Briefen an mich sind über den Wilhelm Meister die bedeutendsten Ansichten und Äußerungen.
Goethe, Eckermann, 18. 1. 1825

Goethes Werke, Wilhelm Meister] Was endlich die Pädagogische Provinz [in Wilhelm Meisters Wanderjahren] betrifft, so ist sie - was sich eigentlich von selbst versteht - nach Goethes eigener Aussage ein Utopien. Unter dem Bilde der Wirklichkeit ist eine Reihe von Ideen, Gedanken, Vorschlägen und Vorsätzen gemeint, die freilich zusammenhängen, aber in dem gewöhnlichen Laufe der Dinge wohl schwerlich zusammentreffen möchten.
Riemer, zeitlich unbestimmt

Goethes Werke, Wilhelm Meister] Wir lesen jetzt, eine neue Ausgabe vorbereitend, Wilhelm Meister zusammen. Da ich dieses Werklein, so wie meine übrigen Sachen, als Nachtwandler geschrieben, so sind mir seine [Riemers] Bemerkungen über meinen Stil höchst lehrreich und anmutig.
Goethe, An Knebel, 16.3.1814

Goethes Werke, Xenien] Auch zahme Xenien bracht ich zusammen; denn ob man gleich seine Dichtungen überhaupt nicht durch Verdruß und Widerwärtiges entstellen soll, so wird man sich doch im einzelnen manchmal Luft machen .
Goethe, Tag- und Jahreshefte 1821

Goethes Werke, Xenien] Bei Erwähnung der Xenien rühmte Goethe besonders die von Schiller, die er scharf und schlagend nannte, dagegen seine eigenen unschuldig und geringe. Den Tierkreis, sagte er, welcher von Schiller ist, lese ich stets mit Bewunderung. Die guten Wirkungen, die sie zu ihrer Zeit auf die deutsche Literatur ausübten, sind gar nicht zu berechnen.
Eckermann, 18.1.1825

Goethes Werke, Xenien] Die Xenien, sie wandeln zahm,
Der Dichter hält sich nicht für lahm;
Belieben euch aber geschärftere Sachen,
So wartet, bis die wilden erwachen.
Goethe, Zahme Xenien IV

Goethes Werke, Xenien] Ich gebe gern von Zeit zu Zeit eine Partie solcher Reimsprüche aus; jeder kann, nach eigener Lust eine Erfahrung, einen Lebenszustand hineinlegen oder daran knüpfen.
Goethe, F. v. Müller, 14.2.1824

Goethes Werke, Xenien] Wollen Sie aber wissen, was ich gelitten habe, so lesen Sie meine Xenien, und es wird Ihnen aus meinen Gegenwirkungen klar werden, womit man mir abwechselnd das Leben zu verbittern gesucht hat.
Goethe, Eckermann, 14.3.1830

Goethes Werke, Xenien] Xenien nennet ihr euch?
Ihr gebt euch für Küchenpräsente?
Ißt man denn, mit Vergunst, spanischen Pfeffer bei euch?
Goethe, Xenien 364 - Martial

Goethes Werke, Xenien] Xenien? ruft ihr. O greifet doch zu, und fraget nicht lange,
Gastliche Gaben sinds, wenn's ja ein Name muß sein.
Goethe, Xenien aus dem Nachlaß 3 - Übersetzung

Göff dem Bedênte (Bedienten) e Grosche on do es sölwst.

Göff emm e Name onn lat emm lôpe.
Ostpreußen

Göff mi en Posske (Küsschen), öck will mi breke.
Insterburg

Gog ist Gog, sagte der Kommissar, und griff den Pädagog für den Demagog.

Goh hen un piss dîn Moder up'n Kês, dat he frisch blîwt.
Pommern
i] Abweisung eines Zudringlings, der sich um Sachen bekümmert, die ihn nichts angehen

Goh na'n Mand un pluck Steerne.

Goh op de Zählau Gansdreck spole, da kröggst keine Blase.

Gohts (Gottes) Wôrt und Fuhrwerk gilt iébig, sagte der Bauer, ferr âle Bibeln und âle Pfäre aber mag kê Teifel vîl gân.
Oberlausitz

Goj chammer.
Königsberg, Jüdisch-deutsch
i] Der Goj (Christ) ist beschränkt

Gold auf den Hosen und keins im Beutel ist Hof-Art (Hoffart).

Gold auf der Tasche ist nicht in der Tasche.

Gold behalten ist nicht ein kleiner kunst als Gold gewinnen.

Gold bekommt keine Flecken.
it] L'oro non prende macchia.

Gold bekommt keine Rostflecke.

Gold bleibt Gold am Halse der Hure, der Leib der Hure ist gleicherweise Kreatur Gottes wie der Leib der ehrbaren Ehefrau: So ist die Eitelkeit zu beseitigen, nicht die Wesenheit.
Martin Luther, Tischreden

Gold bleibt Gold immerdar, trag' es Schelm oder Narr.
z] Gold bleibt Gold, auch in der Erzstufe, nur von wenigen erkannt, und die Fassung der Edelsteine erhöht ihren Preis, nicht ihren Wert. Börne, Gesammelte Schriften, 1840
dk] Guld bliver vel guld om end det ligger i skalkepung.
dk] Guld bliver vel guld, om end en hore eller tyv bærer det.

Gold bleibt Gold, wenn du es auch zum alten Eisen wirfst.

Gold bleibt Gold, wenn's auch im Staube (Kote) liegt.

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