<<< Deutsche Sprichwörter, Redensarten, Zitate 1384 >>>

Es ist ein kurz' und mühselig' Ding um unser Leben.
Die Weisheit Salomos, 2, 1

Es ist ein Küssenpfennig.
i] In dem Sinne vo, Kümmelspalter
z] Ein küssen und druckenpfennig oder nagen ranft, ein karger Filtz, der nicht gern essen sihet und zehlet einen die bissen in halss.
z] Rupertus, ein Abt von Babenberg, der ward um seines geits willen genannt: der Küssdenpfennig.
la] Cumini sector.
la] Ficum sector.

Es ist ein lalenburger Streich.
i] Geschichten der Lalen zu Lalenburg (der sonst so genannten Schildbürger) in dem 1597 und mehrmals vorgeblich auch zu Lalenburg gedruckten Lalenbuch. Lali = ein Laffe, Maulaffe.

Es ist ein Land, in dem einen die gebratenen Tauben ins Maul fliegen.
fr] C'est un païs de Cocagne.

Es ist ein Land, worin Milch und Honig fleusst.
fr] Une terre coulante de lait et de miel.
ho] Het is een land, overvloeijende van melk en honig.
la] Thasus bonorum est.

Es ist ein Landhai.
i] Mit dem Namen Landhai oder Landhaifisch (Landshark) bezeichnet man in den Seestädten der Vereinigten Staaten Nordamerikas Leute, die es sich zum Gewerbe machen, die Matrosen der in dem Hafen liegenden Schiffe zur Desertion zu verleiten. Die erbeuteten Matrosen werden dann auf ein anderes Schiff durch Vermittelung eines Shipping masters vermietet, der sich vom Kapitän für jeden die zweimonatliche Gage zahlen lässt, die er mit dem Landhai teilt. Von diesem erhält der verleitete Matrose in der Regel ein Messer, eine Prise Tabak, einen Trinknapf und vielleicht ein wollenes Hemd, und muss die beiden ersten Monate umsonst dienen.

Es ist ein Landsprediger.
z] Ich bin ein landtsprediger, ich kann ein predig aus einem ermel schütteln.

Es ist ein Landstürzer.
i] So wurden früher in einigen Gegenden Deutschlands die Vagabunden genannt.

Es ist ein Langenschleitler.
Elsass
z] Wenn sich einer bei der einfachsten Sache in lange Umschweife und Erklärungen verwickelt oder die leichteste Arbeit und Unternehmung in die Länge zieht, so wird er ein Langenschleitler (Bewohner von Langenschleithal bei Weißenburg) genannt.

Es ist ein langer Weg bis auf den Grund des Meeres.
en] 'T is a great way to the bottom of the sea.

Es ist ein langer Weg vom Beginn einer Sache bis zu ihrer Durchführung.

Es ist ein langsamer Tod, sich von Mücken tot stechen zu lassen.
dk] Det er en seen død at lade gjæs træde sig ihiel.

Es ist ein Lappenhauser.
z] Darum kommt noch das Sprichwort anher, das man heißt einen Lappenhauser, wer aus eim tollen tummen Mut viel vngerathner arbeit tut, on nutz und not viel vbersicht stets viel verwarlost und zerbricht.
i] Lappenhausen, nach H. Sachs ein Dorf in der Schweiz. Die hier erzählten Geschichten sind die bekannten schildbürger Heldentaten, wie sie den Tag in ihr Rathaus trugen, den Mühlstein den Berg hinabbrachten u.s.w.

Es ist ein Lärm wie auf dem polnischen Reichstage.
fr] Le diable est aux vaches.

Es ist ein Lärm wie in der Judenschule.

Es ist ein Lärm, man kann unsern Hergott nicht donnern hören.
fr] Le bruit est si fort qu'on n'entend pas Dieu tonner.
ho] Al waren ook alle duivels, welke Milton in zijn verloren Paradijs zoo mild laat optreden, bijeen, nog zouden ze zulk een geraas niet kunnen maken.

Es ist ein lateinischer Bauer.
Schwaben
i] Ein solcher, der auf einer landwirtschaftlichen Lehranstalt gebildet worden ist

Es ist ein lateinischer Reiter.
i] So nennt der Kavalier den Professor, der schlecht zu Pferde sitzt.
z] Das mag mir in der Warheit wohl ein Lateinischer Reuter gewesen seyn.
i] Die Dänen nennen einen Reiter, der nicht fest im Sattel sitzt, einen Grasritter: En græs-rytter som ei kand sidde fast i sadelen.
fr] Pique en latin.

Es ist ein lateinischer Ritter von der Feder.
i] Spott auf Gelehrte.

Es ist ein Lateinschmatzer.
i] Eine Bezeichnung für katholische Geistliche. Daneben finden sich a.a.O. noch folgende sinnverwandte: Brevierbischmer, Brevierlismer, Brevierschmatzer, Breviersurra, Hostiebigger, Hudler, Jägermess, Mässbuechstabierer, Waxschmelzer.

Es ist ein laurer wie der ander.

Es ist ein Lauser.
z] Ein Lauser ist ein Filtz, ein Küsse- und Drückenpfennig, und hat den Namen bekommen von dem Spiel, so man Läusen heisset, da man vber einen Heller drey Stunden spielet.

Es ist ein Leben voll Pein, kann das Auge nicht sehen ohne Brillen, der Arsch nichts tun ohne Pillen und kann man nicht schlafen ohne Arznei'n.
nl] Die zien door brillen, purgeren met pillen, en leven van medecijn, het leven wordt hun pijn.

Es ist ein Leben wie im Himmel, man isst und trinkt nicht.

Es ist ein Leben wie im Schlaraffenlande.

Es ist ein Leben wie vor der Revolution in Frankreich.

Es ist ein Leben, dass einem Hören und Sehen vergeht.
nl] Het is een leven, alsof hooren en zien vergaat.
ho] Men maakt daar een spaansch leven.
ho] Zij maken een leven, alsof er een schip met vlooijen verging.

Es ist ein Leben, ob man weint oder lacht.

Es ist ein lebendiger, belebter, fröhlicher mensch.

Es ist ein Leder, sagte der Kerl, und küsste die Magd auf den Arsch statt auf den Mund.

Es ist ein leeres Fass.
nl] Het is een leêg vat.

Es ist ein Lehren für die Katzen, wenn's nichts ist als Schwatzen.
i] Bene docet, qui bene distinguit.

Es ist ein Leib ohne Seele.

Es ist ein leicht Ding, aus einer groben Haut Riemen schneiden.

Es ist ein leichter Sinn, der des Pöbels Beifall will.
la] Levitatis est, inanem aucupari rumorem.

Es ist ein leichter Vogel.
i] Ein Windbeutel, galantes Frauenzimmer.

Es ist ein leichtes Ding, sich des Großen und Schönen in der Welt zu erfreuen, aber man frage nicht nach den Seufzern und Tränen, mit denen es geschaffen wurde!
Weerth, Die Englischen Arbeiter

Es ist ein leichtfertig mann, der glaubt iedermann.

Es ist ein Leisetreter.
i] Hopfenfreund, Laurer, Fuchsschwänzer.
ndt] En Lisekentreder. (Pommern).

Es ist ein lerchenfelder Spaß.
i] Bezeichnung für einen kecken, unsittlichen Scherz. So nennt man auch einen schlechten Wein lerchenfelder Ausbruch.

Es ist ein lichtenauer Streich.
i] Wie solche die freien kölmischen Bauern von Lichtenau im großen marienburger Werder aufzuführen pflegten. Als sie im Jahre 1380 ihren Landesherrn, den Hochmeister des deutschen Ordens, Winrich von Kniprode, bei sich zu Gaste sahen, hatten sie statt der zwölf Stühle ebenso viel mit Gold gefüllte Tonnen um die reich besetzte Tafel gestellt. Dafür ärgerten sie aber auch den Landesherrn durch allerhand tolle Streiche, denn Überfluss macht Übermut. So hatten sie einmal einen Mönch in einem Sack gefangen, denselben zugebunden und in den Rauch gehangen, wobei man ihm, als Bedingung der Befreiung, die Aufgabe gestellt hatte, Eier zu legen und selbst aufzuessen. Ein andermal nähten sie einen Kesselflicker auf drei Tage in den Kadaver eines gefallenen Pferdes ein, sodass nur der Kopf heraussah. Nachdem sie ein mit Bier trunken gemachtes Schwein in das Bett gelegt hatten, ließen sie den Pfarrer zu einem vorgeblich Kranken rufen. Dafür wollte ihnen der Landesherr wenigstens einen Verweis geben lassen. Mit der Erteilung desselben beauftragte er seinen Hauscomthur, Andreas von Weiteln, der mit vier Leuten nach Lichtenau ritt, wo er aber sehr übel ankam. Die Lichtenauer bohrten ein Loch durch die Stubentür, zogen seinen langen Bart hindurch, den sie darin annagelten und ließen den greisen Comthur einige Stunden vor der Tür stehen. Die Haupträdelsführer wurden nach Marienburg abgeführt, wo sie den Buttermilchturm bauen mussten, angeblich deshalb so genannt, weil er von Leuten aufgerichtet ist, die sich mit der Bereitung von Butter und Buttermilch befassten.

Es ist ein Lied, das kein Ende hat.
i] Indem man das, was schon gesungen, immer wiederholt.
en] To harp still upon the same string.
en] To sing the same song.
fr] C'est l'ordinaire, c'est la pièce de boeuf.
fr] C'est toujours la même chanson (refrain).
fr] La chanson du ricochet, toujours à recommencer.

Es ist ein Linsenspalter.
i] Die Römer und Griechen sagten dafür auch: eine Feige teilen (ficos dividere), hier nicht wegen der Kleinheit, sondern weil die Feigen bei ihnen für die wohlfeilsten Früchte galten. Diese Redensart wurde nicht bloß auf den Geiz, sondern auch auf Streitsucht und Rechthaberei angewandt. Wir haben für diese letztere Art von Leuten auch die Bezeichnung Wortklauber.

Es ist ein listiger Vogel.
nl] Het is een listige vogel.

Es ist ein Lob für einen Mann, wenn man seine Fehler sagen darf, ohne dass er groß zu sein aufhört.
Joh. von Müller (Nach Gelzer, Worte der Wahrheit, 1832)

Es ist ein Loch in der Wand.
Afrika
i] Nichts bleibt geheim

Es ist ein Löffler.
i] Sätze von der Leffeley sampt derselbigen eigenschafften und vnterschiedtlichen gattung, davon vnter Leffelhart Stutzer von Narrensleben als dem fürnemsten Präsidenten u.s.w. zu disputiren gesinnt ist, Süßemunde Schönfleisch von Henneshausen. Andere sind der Meinung, dass der Name Löffelei von einem besondern Aufzuge herkommen sei, als dass bei unserer lieben Vorfahren Zeiten einen solchen bultseuchtigen Esellen etwa eine Magd oder Jungfrau ein Löffel heimlicher Weise an den Mantel gehangen oder auf den Hut gesteckt, gleichweis, wie einer Jungfrauen ein Schnepper, wie ihn die Alten nennen, oder Hosenlatz ist angehängt worden. Von welcher Fabel alle Löffler den Namen bekommen und noch heut behalten haben.

Es ist ein Los aus der Lotterie.
nl] Dat is een lot uit de loterij.

Es ist ein loser Streich.
nl] Dat is een looze trek.

Es ist ein loser Vogel.

Es ist ein Lump.
jüdisch-deutsch] Das is e Chattes.
i] Ein armseliger Mensch, sowohl was Vermögen als Gesinnung betrifft.

Es ist ein Lumpenprediger.
z] Christus predigte so, dass alle Priester und Lehrer für faule, kalte Lumpenprediger gehalten wurden. Luther

Es ist ein Machthans.
z] Sie dachten, will Gott Änderung anrichten, so wird er's uns großen Fürsten und Machthansen zuvor durch einen Propheten anzeigen lassen, und nicht so einen armen Bettler, wie Johannes ist, dazu gebrauchen. Luther

Es ist ein Mädchen comme il faut.

Es ist ein Mädchen für alles.
i] Wohl aus einer Anzeige in berliner Blättern entstanden, in denen oft Mädchen gesucht werden, welche sämtliche Geschäfte in Haus und Küche zu besorgen haben. Der Volkswitz hat in die allgemeine Fassung die Bedeutung gebracht, welche in der Redensart liegt: Es ist ein Mädchen, das 'seine Scham getrunken hat', oder das 'sich ins Handwerk mischt', oder in Frankreich: Es ist eine Jungfer von Marolles, die bereits über die Brücke von Gournay, d.i. die Brücke von Grenet (in Abbeville) gezogen ist, wo sich ein Spital zur Aufnahme übelberüchtigter Frauen befindet.
ho] Zoo wat entre deux als Jaar, die was maagd, vrouw noch moeder.

Es ist ein Mädchenjäger.
i] In Frankreich waren schon im 13. Jahrhundert die Männer von Rouen als li gursillier de Rouen oder les quersilleurs de Roen verrufen.

Es ist ein Mägdetröster.
i] Zur Verdeutschung der französischen Redensart: C'est un âne debaté

Es ist ein magerer Braten, da nichts davon (o. davon nichts) tropfet.
dk] Det er en mager steg, hvoraf intet drypper.
ndt] Dat öss e schlechter Brade, von dem nuscht afdröppt. Ostpreußen
ndt] In schlechter Broaden, wüe nischt afdrift. Neumark
fr] Il n'y a si petit métier, qui ne nourrit son maître.
ho] Tis een magher harst, daer niet af en druupt.
la] Non stillans massa, non est pinguis neque crassa.
la] Tam probus haud quisquam toto reperitur in orbe, officium qui expers utilitatis habet.

Es ist ein magerer Braten, davon nichts tropft.

Es ist ein magerer Sperling.
nl] Het is een magere spiering.

Es ist ein Mahl, man trinkt Gänsewein dabei.

Es ist ein Mahlkalb.
z] Die Juden heißen uns (Christen) Wechselbelg oder Mahlkelber. Luther

Es ist ein Maler, der drunter schreiben muss, was es ist.
bm] Dobrý malíř nápisu neklade, spatný musí.
pl] Malarz dobry napisu niekładzie, zły musi.

Es ist ein Maler, der einem was Blaues für die Augen macht.

Es ist ein Mann der Schreibstube.

Es ist ein Mann von altem Schrot und Korn.
la] Homo antiqua virtute et fide. Terenz

Es ist ein Mann von Nase.
Talmud
i] Ein hervorragender, 'dicktuender' Mann.

Es ist ein Mann wie David, wenn er nur eine Harfe hätte.

Es ist ein Mann wie ein alt Weib.

Es ist ein Mann wie ein Baum.
i] Von einem kräftigen männlichen Wuchse.

Es ist ein Mann wie ein Hirsch.
i] Furchtsam und stets auf die Flucht bedacht. Der Hirsch verlässt sich überall mehr auf seine Beine, als auf seinen Mut.

Es ist ein Mann wie ein Lachs, aber nicht so fett.

Es ist ein Mann wie eine Pfeife, der Hintere wie ein Knopf.
Litauen

Es ist ein Mann, er hat keine Stimme im Kapitol.
i] Er steht unter dem Pantoffel seiner Frau.

Es ist ein Männlein auf dem Torf.
i] Von der wichtigen Einbildung der Stolzen, die Eitelkeit mit ihrem nichtigen schwankenden Grunde. Wie der Zwerg auf einem Stück Torf deswegen nicht größer wird, so wird der Mensch nicht mehr, wenn er auch etwas höher steht als andere.

Es ist ein Marodeur.
i] Trotz seines fremden Gesichts schreibt man diesem Ausdruck deutschen Ursprung und deutsches Bürgerrecht zu. Was Marodeur ist, weiß in Gegenden, wo Krieg geführt wird, jedermann, namentlich wissen es die Landbewohner, unter denen sich zurückgebliebene Soldaten des feindlichen Heeres plündernd und raubend umhertreiben. Nach der Angabe des Geschichtschreibers W. Menzel hatte ein Graf von Merode, im Dreißigjährigen Kriege kaiserlicher General, zur Rettung des alleinseligmachenden Glaubens eine Schwefelbande ins Feld gestellt, die durch Zuchtlosigkeit aller Art sich bald so verrufen machte, dass alle Nachzügler und Plünderer 'Merodebrüder' genannt wurden. Menzel bezieht sich bei Erklärung des Namens auf den berühmten Roman Simplicissimus, dessen Verfasser die Verkommenheit jener Glaubensstreiter aus eigener Anschauung schildert. In dem Roman heißt es: 'Als der Graf von Merode einmal ein neugeworbenes Regiment zur Armee brachte, waren die Kerle so schwacher Natur, dass sie das Marschiren nicht erleiden konnten; wo man einen Kranken oder Lahmen auf dem Markte, in Häusern, hinter den Zäunen u.s.w. fragte, wes Regiments er sei, so war die Antwort: >Von Merode.<' Die spätern Merodebrüder aber, die von jenen nur den Namen entlehnten, schildert der Verfasser als die Pest der Heere, indem sie die Dörfer ausleerten, und was sie nicht brauchten, muthwillig zerstörten.

Es ist ein Martinsmann.
i] Da sich der Mensch in seinen Göttern spiegelt, kam Sankt-Martin bei den Deutschen gar bald in den Ruf eines Zechers. Wer sein Gut verprasste und vertrank, wurde ein Martinsmann gescholten.

Es ist ein maschinener Kerl.
ndt] Et äs e maschines Kärl. Siebenbürgisch-sächsisch
i] Ist sehr (maschinenmäßig) groß.

Es ist ein Mastbauch.
z] Was solten die elenden Hurenknecht und Mastbäuche anders tun. Luther

Es ist ein Matthes unnütz.
z] Manche Menschen sind so unnütz, dass ihnen die Natur eigentlich eine Gebrauchsanweisung hätte mitgeben sollen.

Es ist ein Maulaufsperren.

Es ist ein Mausfallen.
la] Mellitus gladius
i] Weitere: ein verdecktes Essen. Ein süßes Übel. Ein Fischköder. Fallen richten. Ein Brot bieten und Stein geben. Mit Honig geschmierte Judaszung. Ein Angel legen.

Es ist ein Meer auszutrinken, wenn man sich in eine historische und kritische Untersuchung dieserhalb [der Evangelisten einläßt. Man tut immer besser, sich ohne weiteres an das zu halten, was wirklich da ist, und sich davon anzueignen, was man für seine sittliche Kultur und Stärkung gebrauchen kann.
Goethe, Eckermann, 13.2.1831

Es ist ein Meer auszutrinken, wenn man sich in eine historische und kritische Untersuchung dieserhalb [der Evangelisten] einläßt. Man tut immer besser, sich ohne weiteres an das zu halten, was wirklich da ist, und sich davon anzueignen, was man für seine sittliche Kultur und Stärkung gebrauchen kann.
Goethe, Eckermann, 13.2.1831

Es ist ein meininger Gebot.
Henneberg
i] Ein Gesetz in scharfen Ausdrücken, das außerdem nicht gehalten wird. Besonders von Polizeiverordnungen

Es ist ein meisterstücke.
i] Von gelungenen Arbeiten, wie sie der geschickte Künstler vollendet, wenn er aus Neigung, mit Lust und Liebe zur Sache, nicht bloß, um zu erwerben, arbeitet.

Es ist ein Mensch dem anderen nicht gleich.
fr] Il y a grande différence d'homme à homme.

Es ist ein Mensch mit zwei Gesichtern, eins für Gott, das andere für den Teufel.

Es ist ein Mensch ohne Galle.
fr] C'est un homme qui n'a point de venin.

Es ist ein Mensch 's anderen Gott und 's anderen Tüfel.
Schweiz
bm] Človĕk človeku bůh i d'ábel.
la] Homo homini Deus.
la] Homo sacra res homini.
sd] Menneskian är menniskienne en Gud; menniskiän är menniskienne en diefwul.

Es ist ein Mensch um des anderen willen.

Es ist ein Mensch wie die gute Stunde.
fr] On prend les hommes par les paroles, et les bêtes par les cornes.

Es ist ein Mensch, mit allen Hunden gehetzt.
dk] Saa fiin en mand som kand gaae i skoe.

Es ist ein Merkmal eines Mangels vornehmer Gesinnung, wenn jemand auf der Straße einen Gruß eher erwidert, als er die Person, welche grüßte, erkannt hat: Gruß und Art des Grußes sollen ja Auszeichnungen sein.
Nietzsche, Nachlaß (Unschuld des Werdens)

Es ist ein Merlinger.
i] Merlingen, im schweizer Kanton Bern; dessen Einwohner gelten für eine Art Schildbürger.

Es ist ein Merodebruder.
z] Ein gewisser Cavalier de Merode erwarb ein neues Regiment. Als er es zur Armee brachte, waren die meisten krank. Wo man nun einen kranken Soldaten fragte: Was Regiment? Hieß es: von Merode. Daher nannte man alle kranken Soldaten Merodebrüder. Jetzt versteht man darunter, wie auch Kritzinger (unter: Picoreur) erklärt, Soldaten, die sich heimlich aufs Plündern legen. Simplicissimus

Es ist ein Messer, das nicht schneidet.

Es ist ein Metzgerspaß, wie Judith ihn mit Holofernes trieb.

Es ist ein Milchsuppengesicht.
Ulm

Es ist ein Mönch im Spiel, es mag geschehen, was da will.
z] Geschehe in der Welt noch so viel, ein mönch will doch sein im spiel.

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