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Es gibt wirklich, allen Turnlehrern zum Trotz, eine beachtliche Zahl von Geistesprodukten, die von kränklichen oder zumindest körperlich stark verwahrlosten Leuten hervorgebracht wurden, von betrüblich aussehenden menschlichen Wracks, die gerade aus dem Kampf mit einem widerstrebenden Körper einen Haufen Gesundheit in Form von Musik, Philosophie und Literatur gewonnen haben.
Bert Brecht

Es gibt wohl etwas Mühe, aber auch Pferd und Kühe.
Westfalen
i] Mit Bezug auf Heiraten in ländliche Besitzungen.

Es gibt wohl gute Ehen, aber dann sind sie nicht vergnüglich.
François de La Rochefoucauld, Reflexionen

Es gibt wohl Lumpenräumer (= Erben), gäbe es so viele Totenbestatter.

Es gibt wohl manches, das man annehmen muss, ohne zu Dank verpflichtet zu sein.
Seneca, Von den Wohltaten

Es gibt wohl Redende, Ausweidende, aber nicht Ernährende, Kleidende.
Estland

Es gibt wohl viele, die ganz stolz den Selbstmord eine Feigheit nennen, sie sollen's erst probieren, nachher sollen's reden! - 's Moralisieren ist leicht, wenn man die Welt vom grünen Talgrund aus betrachtet.
Nestroy, Der Schützling

Es gibt wohl zu diesem oder jenem Geschäft von Natur unzulängliche Menschen, Übereilung und Dünkel jedoch sind gefährliche Dämonen, die den Fähigsten unzulänglich machen, alle Wirkung zum Stocken bringen, freie Fortschritte lähmen. Dies gilt von weltlichen Dingen, besonders auch von Wissenschaften.
Goethe, Maximen und Reflexionen 422

Es gibt Worte, die zum Erfolg führen, es gibt Worte, die den Kopf kosten.
tü] Söz vardır iş bitirir, söz vardır baş yitirir.

Es gibt Zank und Streit.
la] Insana laurus adest.

Es gibt zartbesaitete Gemüter, die kein volles Glück auf Erden finden, die bereit sind, selbstlos alles hinzugeben, aber den traurigen Ton, der auf dem Grund ihres Herzens liegt, können sie nicht aus sich herausreißen, diesen Ton, der jede Minute lauter werden kann.
Herzen, Mein Leben

Es gibt zarte und feinfühlige Gemüter, die gerade wegen ihrer Zartheit vom Schmerz nicht gebrochen werden.
Herzen, Mein Leben

Es gibt Zärtlichkeiten, die ehrliche Menschen abweisen und Vorsichtige ängstlich machen.
Tommasèo

Es gibt zehn Millionen Künste allein, um Nahrung zu erhalten.
Telugu, Indien

Es gibt Zeiten, in denen nichts, andere, in denen einiges, aber keine, in denen alles gesagt werden darf.
England

Es gibt Zeiten, in welchen die Staatsverfassung eines Volkes weder bestehen kann, wie sie ist, noch auch so umgestaltet werden könnte, dass sie zu bestehen vermag. Das sind die Zeiten, wo das Alte mit dem Neuen, der bisherige Zustand der bürgerlichen Gesellschaft mit einem anderen, noch unentschiedenen und von der Entscheidung weit entfernten im Kampfe liegt.
v. Radowitz, Parlamentsalbum 1849

Es gibt Zeiten, wo man Gott nicht kennt: es kommen Zeiten, wo man sich vor einem Froschbein verbeugt.

Es gibt Zeiten, wo man liberal regieren muss, und Zeiten, wo man diktatorisch regieren muss; es wechselt alles, hier gibt es keine Ewigkeit.
Bismarck, im Reichstage, 24. 2. 1881

Es gibt zu Hof viel Knechts Knecht.

Es gibt zu viele Sorten von Menschen, als dass man für alle fertige Antworten bereithalten könnte.
Erasmus von Rotterdam, Brief an Paul Volz

Es gibt zwar viele Fürsten, die fähig sind, über alles sehr geschickt mitzureden, aber sie haben es nicht im Innern und krabbeln nur an den Oberflächen.
Goethe, Eckermann, 23.10.1828

Es gibt zwei Arten des Genies: eins, welches vor allem zeugt und zeugen will, und ein andres, welches sich gern befruchten lässt und gebiert.
Friedr. Nietzsche, Jenseits von Gut und Böse

Es gibt zwei Arten guter Menschen: die Toten und die Ungeborenen.

Es gibt zwei Arten von Arbeit: erstens, die Lage von Dingen auf oder nahe der Erdoberfläche zu verändern, zweitens, andere Leute anzuweisen, es zu tun. Die erste Arbeit ist unangenehm und schlecht bezahlt, die zweite ist angenehm und hoch bezahlt.
Bertrand Russell

Es gibt zwei Arten von Gemeinplätzen: die altbekannten und ihre hässlichere Abart, die verfremdeten.
Ludwig Marcuse

Es gibt zwei Arten von Glück: Das Glück der Tugendhaften und das Glück der Eitlen. Das erste hat seine Ursache in der Tugend, das zweite im Schicksal.
Leo N. Tolstoi, Tagebücher (1851)

Es gibt zwei Arten von Philosophie: eine künstliche und gelehrte, die nur wenigen vorbehalten ist; und eine natürliche, menschliche, welche alle gebrauchen können.
Victor Cousin, Essai de philosophie populaire

Es gibt zwei Arten von Tränen in den Augen einer Frau, eine aus Kummer, eine zum Betrug.
Italien

Es gibt zwei Arten von zuviel.

Es gibt zwei Dinge, denen man sich anpassen muss, bei Strafe, sonst das Leben unerträglich zu finden: den Unbilden des Wetters und den Ungerechtigkeiten der Menschen.
Chamfort, Maximes et pensées

Es gibt zwei friedliche Gewalten: das Recht und die Schicklichkeit.
Goethe, Maximen und Reflexionen

Es gibt zwei gefährliche Abwege: die Vernunft schlechthin zu leugnen und außer der Vernunft nichts anzuerkennen.
Pascal

Es gibt zwei Gewissen: ein Lebens- und ein Sterbensgewissen.

Es gibt zwei gute Menschen: der eine ist tot, und der andere noch nicht geboren.
Estland

Es gibt zwei Klassen von Menschen - die Löwen und die Lämmer. Stevenson, Der Leichenräuber

Es gibt zwei Mängel der Unterhaltung... die Ungeduld, mit der man andere unterbricht, und den Ärger, wenn man selbst unterbrochen wird.
Jonathan Swift, Anregungen zu einem Essay über Unterhaltung

Es gibt zwei Momente der Weltgeschichte, die bald aufeinander folgen, bald gleichzeitig, teils einzeln und abgesondert, teils höchst verschränkt, sich an Individuen und Völkern zeigen. Der erste ist derjenige, in welchem sich die einzelnen nebeneinander frei ausbilden; dies ist die Epoche des Werdens, des Friedens, des Nährens, der Künste, der Wissenschaften, der Gemütlichkeit, der Vernunft. Hier wirkt alles nach innen und strebt in den besten Zeiten zu einem glücklichen häuslichen Auferbauen; doch löst sich dieser Zustand zuletzt in Parteisucht und Anarchie auf. Die zweite Epoche ist die des Benutzens, des Kriegens, des Verzehrens, der Technik, des Wissens, des Verstandes. Die Wirkungen sind nach außen gerichtet; im schönsten und höchsten Sinne gewährt dieser Zeitpunkt Dauer und Genuss unter gewissen Bedingungen.
Goethe, Geschichte der Farbenlehre 3. Abt. - Lücke

Es gibt zwei Mutterleiber; der eine ist der göttliche, der andere der menschliche. Es gibt zwei Welten: die eine ist die göttliche, die andere die menschliche. Der menschliche Mutterleib nun ist die Menschenwelt, und diese ist das Geburtsorgan des Weibes; aus diesem werden die Geschöpfe geboren. Darum soll man sich auch eine schöne Gemahlin suchen, indem man denkt: 'Mein Ich soll in schöner Gestalt erstehen.' Darum soll man auch seine Gemahlin zu hüten suchen, indem man denkt: 'In meinem Mutterleib, in meiner Welt, soll kein anderer erstehen.'
Rigveda, Kauschitaki-Upanischad, Dschaiminîja-Brâhmana

Es gibt zwei schlechte Zahlmeister: den, der zu früh, und den, der überhaupt nicht zahlt.
England

Es gibt zwei Sorten Ratten:
Die hungrigen und die satten.
Die satten bleiben vergnügt zu Haus,
Die hungrigen aber wandern aus.
Heine, Die Wanderratten

Es gibt zwei Übersetzungsmaximen: die eine verlangt, dass der Autor einer fremden Nation zu uns herüber gebracht werde, dergestalt, dass wir ihn als den unsrigen ansehen können, die andere hingegen macht an uns die Forderung, dass wir uns zu dem Fremden hinüber begeben und uns in seine Zustände, seine Sprachweise, seine Eigenheiten finden sollen.
Goethe, Ansprachen - Zu brüderlichem Andenken Wielands

Es gibt zwei Wahrheiten, die sich in dieser Welt niemals trennen lassen: Die erste Wahrheit ist, dass die Souveränität beim Volke liegt, und die zweite Wahrheit ist, dass das Volk die Souveränität niemals ausübt.
Rivarol

Es gibt zwei Welten: wenn die eine zürnt, so fragt die andere nichts danach.
Goethe, Riemer, zeitlich unbestimmt

Es gibt zwei Wünsche, deren Erfüllung das wahre Glück des Menschen ausmachen kann - nützlich sein und ein ruhiges Gewissen haben.
Leo N. Tolstoi, Tagebücher (1853)

Es gibt zweierlei Anteil: Den einen suchst du, der andere sucht dich, und wenn du nicht zu ihm kommst, dann kommt er zu dir.

Es gibt zweierlei Art von glücklicher Gemütsverfassung: 1. Die Gemütsruhe oder Zufriedenheit (gute Gewissen); 2. Das stets fröhliche Herz. Das erste wird unter der Bedingung, dass man sich keiner Schuld bewußt sei, durch eine klare Vorstellung von der Nichtigkeit der Glücksgüter; das zweite ist ein Geschenk der Natur.
Kant, Reflexionen zur kritischen Philosophie

Es gibt zweierlei Arten, die Geschichte zu schreiben, eine für die Wissenden, die andere für die Nichtwissenden. Bei der ersten setzt man voraus, daß dem Leser das Einzelne bis zum Überdruß bekannt sei. [... ] Die andere Art ist die, wo wir, selbst bei der Absicht eine große Einheit darzustellen, auch das Einzelne unnachläßlich zu überliefern verpflichtet sind.
Goethe, Schriften zur Literatur - Bildnisse jetzt lebender Berliner Gelehrten

Es gibt zweierlei Erfahrungsarten, die Erfahrung des Abwesenden und die des Gegenwärtigen. Die Erfahrung des Abwesenden, wozu das Vergangene gehört, machen wir auf fremde Autorität, die des Gegenwärtigen sollten wir auf eigene Autorität machen.
Goethe, Geschichte der Farbenlehre 3. Abt. - Zwischenzeit

Es gibt zweierlei Kinderspiele, kindische und ernsthafte, - die ernsthaften sind Nachahmungen der Erwachsenen, des Kaufmanns-Soldaten-Handwerks-Spielen-die kindischen sind Nachäffungen der Tiere.
Jean Paul, Leben des vergnügten Schulmeisterleins Maria Wuz in Auenthal

Es gibt zweierlei Menschen: die einen zürnen leicht, die anderen geben nichts darauf.
i] Spott gegen die Hitzköpfe.

Es gibt zweierlei Missgeschick auf der Welt: das der gehinderten Leidenschaft und das des dead blank (tödlicher Leere).
Stendhal, Über die Liebe

Es gibt zweierlei Ohren, kurze für Weise und lange für Toren.

Es gibt zweiundsiebzig Religionen in der Welt und eine halbe, die der Zigeuner.
i] Die Gleichgültigkeit gegen die Religion ist ein eigentümlicher, auch durch dies Sprichwort ausgedrückter Charakterzug der Zigeuner, der auch noch in einer Sage seinen Ausdruck findet. Nach derselben besaßen die Zigeuner einen aus Steinen gebauten, die Walachen einen aus Schinken und Speckseiten bestehenden Tempel. Sie schlugen den letzteren einen Tausch vor, der angenommen wurde, und verzehrten dann die eingetauschte Schinkenkirche.
fr] Une religion peu à peu emporte une autre.

Es gibt, die Religion sei, welche sie wolle, nur einen Gott, nur eine Tugend, nur eine Wahrheit, nur ein Glück. Du findest alles, wenn du der Stimme deines Herzens folgst.
Abr. Mendelssohn an seine Tochter Fanny, 5.4.1819

Es gibt, man kann es nicht leugnen, einige große Charakter in der modernen Geschichte; und man kann nicht begreifen, wie sie sich gebildet haben: sie scheinen doch wie deplaziert, wie Karyatiden in einem Zwischenstock.
Chamfort, Maximes et pensées

Es gibt, mein Geliebter, einige gute Eigenschaften, welche den Menschen, der sie sich angewöhnt und dabei beharrt, vor dem Menschen und vor Gott angenehm machen, als Wissenschaft, gute Sitten, Demut, Enthaltsamkeit, Wahrhaftigkeit in Worten und Werken.
Buch des Kabus

Es gibt, sagt man, für den Kammerdiener keinen Helden. Das kommt aber bloß daher, weil der Held nur vom Helden anerkannt werden kann. Der Kammerdiener wird aber wahrscheinlich seinesgleichen zu schätzen wissen.
Goethe, Maximen und Reflexionen 47

Es gibt, sagte sie, den Menschen nichts mehr zu reden, als wenn einmal eine Heirat geschieht, die sie nach ihrer Art eine missheirat nennen können, und doch sind die missheiraten viel gewöhnlicher als die Heiraten, denn es sieht leider nach einer kurzen Zeit mit den meisten Verbindungen gar misslich aus.
Goethe, Lehrjahre VII,6

Es gibt, um eine Bureaukratie zu säubern, nur eines. Jenes eine Wort, das ich nicht hierhersetzen möchte, weil es für die Herrschenden seinen Schauer verloren hat. Dieses Wort bedeutet: Umwälzung. Generalreinigung. Aufräumung. Lüftung.
Tucholsky, Deutsche Richter

Es gibt... eine Unparteilichkeit, die sagt: 'Indem man sich als Zuschauer verhält, wird es sich zeigen, wie sich die Entwicklung verhält. Man muss frei, unvoreingenommen sein.' Diese Unparteilichkeit ist bloß negativ, ist gar nichts. Wenn man kein Interesse an dem Gedanken hat, den Zweck der Geschichte der Philosophie, die Entwicklung des Gedankens nicht anerkennt, so kann man ihn auch nicht darstellen.
Hegel, Vorlesungen 1829/30

Es giebt Menschen, von eigensinniger und wunderlicher Individualität, die nicht zum Ehestande gemacht sind.
Novalis, Aus den Fragmenten und Studien

Es gieng yhm bei dem Kopf hin.
Luther

Es gieng zugleich auf, leib, gut und ehre.
nl] Het ging al tezamen tegelijk op: lijf, goed en eer.

Es gilt (o. ist) keine Arglist, wo sich findet Merklist.

Es gilt als gefährlich, Kinder unter einem Jahre auf den Abort mitzunehmen. Sie bekommen dann leicht böse Augen oder einen übelriechenden Atem.

Es gilt am Ende doch nur vorwärts!
Goethe, An Zelter, 6.11.1830

Es gilt anhaltens und ausshaltens.

Es gilt auch als ein Zeichen von Weisheit, seine Narrheit zu verbergen.

Es gilt darum nicht alsobald Henkens.

Es gilt dem bauren wie dem Landmann.

Es gilt dem Schlafenden wie dem Wachenden.

Es gilt der Katze um den Schwanz.

Es gilt der Koch so viel als der Kellner.

Es gilt des Hasen Balg.
la] Lepus pro carnibus.

Es gilt die Haut.
la] Res in meo foro vertitur. Plautus

Es gilt ein gestohlner pfenning nit weniger dann ein anderer.
nl] Een gestolen penning geldt niet minder dan een andere.
la] Lucri bonus odor ex re qualibet.

Es gilt ein Trunck wassers zu seiner Zeit ein fass mit wein, ein Heller ein Gülden.
i] Mit einer geringen Gabe oder einem kleinen Dienst kann man sich oft viel Dank und Gunst, auch Freunde erwerben.

Es gilt ein verstohlener Pfenning nit weniger denn ein anderer.

Es gilt einer so lange für rechtschaffen, bis das Gegenteil bewiesen ist.
la] Quisque praesumitur bonus donec probetur contrarium.

Es gilt ezunt nit mer dan geld und goit, das gibt ehr, gunst und hohen moit. Es gibt der früntschafft auch gar viel, zum armen schuyst man nach dem zil.

Es gilt gleich, der Vatter (Vetter) oder Herr Patter (Peter), wie jener Frauen bei Nacht.

Es gilt gleich, ob der Arme auf den Reichtum schilt oder der Reiche auf die Armut schmäht.

Es gilt gleich, ob man's erschleicht oder erläuft.

Es gilt gleich, wer in die Stube hofiert und wer's ausfegt.

Es gilt in kriegen nit zweymal Übersehen.
i] Hat man einen dummen Streich gemacht, ist's um den Kopf geschehen, und für einen zweiten Irrtum gibt es dann keine Gelegenheit. Man muss daher erst reiflich überlegen, was zu beschließen ist.
dk] Man maa ei forsee sig to gange i krigen.
la] Non licet in bello bis peccare.
sd] I Krijg får man intet bryta twå gånger onäpst.

Es gilt kein Ansehen der Person.
nl] Ik ben geen aanziender der personen, zei de honden slager, toen sloeg hij een' grooten dog, die hem gebeten had.

Es gilt kein Prophet in seinem Vaterland. Es gilt aber der Pfennig nirgends mehr, als da er gemünzt ist.
Geiler von Kaysersberg

Es gilt keine andere ware, wenn Witzbold seine ausslegt.

Es gilt keine Arglist, wo sich findet Merklist.

Es gilt mir gleich eine Arme oder eine Reiche, wenn sie nur Geld hat.

Es gilt mir gleich, die Tochter oder die Mutter.

Es gilt mir gleich, ob mich eine Hure lobt oder ein Schelm schilt.
i] Dies Sprichwort hat seinen Ursprung noch in jener Zeit, in der man alle Beleidigungen rächen zu müssen glaubte, und den, der eine Beschimpfung, ohne hinlängliche Genugtuung zu fordern, auf sich sitzen ließ, aus jeder Gesellschaft und Zunft verstieß. Man sah indes darauf, ob der Urheber einer ehrenrührigen Rede von unbescholtenem Wandel sei oder nicht. In Beziehung auf den letztern Fall gibt das Sprichwort die Lehre, dass man von ehrlosen Leuten weder gelobt noch geschimpft werden könne und daher auch bei dergleichen Fällen jeder Rache oder Genugtuungsforderung überhoben sei.
la] Non moror, an laudet me turpis, an improbet osor, laus est magna malis displicuisse viris.

Es gilt nicht alsobald hängen.

Es gilt nicht bloß anspannen, man muss auch zufahren.

Es gilt nicht bloß laufen, sondern auch verschnaufen.

Es gilt nicht ein stinkendes Ei.

Es gilt nicht einen faulen Ölkuchen oder ein stinkendes Ei.

Es gilt nicht gleich, wes Mutter die war.

Es gilt nicht gleich, wessen die Mutter war.

Es gilt nicht immer dem Toten, was man dem Sarge tut.

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