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Es gibt eine solche Überlegenheit, einen solchen Anspruch, bei denen es genügt, sie nicht anzuerkennen, und sie sind erledigt, und solche, die man nur nicht zu gewahren braucht, um sie wirkungslos zu machen.
Chamfort, Maximes et pensées

Es gibt eine Sünd der anderen die Schnallen in die Hand.
nl] De eene zonde treekt de andere.
la] Ex peccato peccatum nascitur.

Es gibt eine Tiefe im menschlichen Gemüte, welche tiefer ist, als der Eimer reicht, mit welchem die Philosophie ihre Weisheit schöpft.
Gotthelf, Anne Bäbi Jowäger

Es gibt eine Treue, die, während sie nicht gehorcht, erst ganz sie selber ist.
Th. Fontane, Vor dem Sturm

Es gibt eine Tyrannei ganzer Massen, die höchst gewaltsam und unwiderstehlich ist.
Goethe, Geschichte der Farbenlehre 3. Abt. - Lücke

Es gibt eine Unbeständigkeit, welche von der Leichtigkeit des Geistes oder seiner Schwäche herkommt, welche ihn alle Meinungen anderer annehmen lässt, und eine andere, mehr entschuldbare, welche aus dem Ekel an den Dingen stammt.
La Rochefoucauld, Réflexions morales

Es gibt eine unermüdliche Geschäftigkeit, die den Menschen aus der Welt des Geistes ausschließt und auf eine Stufe mit den Tieren stellt, die instinktiv immer in Bewegung sein müssen.
Søren Kierkegaard, Entweder - Oder

Es gibt eine Unschuld der Bewunderung: der hat sie, dem es noch nicht in den Sinn gekommen ist, auch er könne einmal bewundert werden.
Nietzsche, Jenseits von Gut und Böse, 4, Sprüche und Zwischenspiele

Es gibt eine unsichtbare Welt, die die sichtbare durchdringt.
Gustav Meyrinck, Das grüne Gesicht

Es gibt eine Unzahl politischer Irrtümer, die, einmal angenommen, zu Prinzipien werden.
Sprüche der Weisen

Es gibt eine Verzweiflung des Verpflichtetseins, wie es eine Verzweiflung des Untergangs gibt; beide verleihen unberechenbare Kräfte.
Honoré de Balzac (1799-1850), Die Lilie im Tal

Es gibt eine zarte Empirie, die sich mit dem Gegenstande innigst identisch macht und dadurch zur eigentlichen Theorie wird. Diese Steigerung des geistigen Vermögens aber gehört einer hochgebildeten Zeit an.
Goethe, Maximen und Reflexionen 365

Es gibt eine Zeit zum Fischen und eine zum Netze-Trocknen.

Es gibt eine Zeit, Steine aufzulesen, und eine, sie zu werfen.
Jiddisch

Es gibt eine zerstörende Kritik und eine produktive. Jene ist sehr leicht, denn man darf sich nur irgendeinen Maßstab, irgendein Musterbild, so borniert sie auch seien, in Gedanken aufstellen, sodann aber kühnlich versichern: vorliegendes Kunstwerk passe nicht dazu, tauge deswegen nichts, die Sache sei abgetan, und man dürfe ohne weiteres seine Forderung als unbefriedigt erklären; und so befreit man sich von aller Dankbarkeit gegen den Künstler. - Die produktive Kritik ist um ein gutes Teil schwerer, sie frage: Was hat sich der Autor vorgesetzt? Ist dieser Vorsatz vernünftig und verständig? Und inwiefern ist es gelungen, ihn auszuführen? Werden diese Fragen einsichtig und liebevoll beantwortet, so helfen wir dem Verfasser nach, welcher bei seinen ersten Arbeiten gewiß schon Vorschritte getan und sich unserer Kritik entgegen gehoben hat.
Goethe, Schriften zur Literatur - Teilnahme Goethes an Manzoni Il conte di Carmagnola noch einmal

Es gibt einen älteren Sohn, aber der jüngere ist der Dieb.
Afrika
i] Er wird zuerst beschuldigt

Es gibt einen Ehrgeiz, welcher lieber der Erste unter den Letzten sein will als der Zweite unter den Ersten. Das ist der alte. Es gibt einen anderen Ehrgeiz, der lieber wie Tassos Gabriel der Zweite unter den Ersten als der Erste unter den Zweiten sein will. Das ist der moderne.
Friedrich Schlegel, Kritische Fragmente

Es gibt einen Eigensinn schlimmster Art, den der Phantasie oder vielmehr der Einbildungskraft.
Goethe, F. v. Müller, 18.11.1824

Es gibt einen Ernst für alle; aber nur einen Humor für wenige.
Jean Paul, Vorschule der Ästhetik

Es gibt einen Fluch, der nicht die Folge der Sünde ist.
Ceylon (Sri Lanka)

Es gibt einen Gott für die Betrunkenen (o. Trunkenbolde).
i] Er schützt sie
fr] Il y a un Dieu pour les ivrognes.

Es gibt einen Grad von eingefleischter Verlogenheit, den nennt man 'das gute Gewissen'.
Nietzsche, Nachlaß (Unschuld des Werdens)

Es gibt einen heißen und einen kalten Eifer; die größten Dinge in der Welt sind durch den letzteren vollendet worden.
Lloyd George, Rede zu London, 14.12.1917

Es gibt einen nationalen Geist, der sich in dem bewußten Ausschließen des Fremden als solchen und dem Misskennen seines Wertes bewegt. Ein solcher ist dem deutschen Wesen fremd und würde es sogar verfälschen.
v. Ranke, Rede, 2. 10. 1867

Es gibt einen Realismus, der mit der fotografischen Abbildung der Wirklichkeit eine Freude am Abbilden vereint; einen Naturalismus der Tuchfühlung, des leichten Puffs mit dem Ellenbogen.
Tucholsky, Der Streit um den Sergeanten Grischa

Es gibt einen Reim auf alle Dinge.

Es gibt einen Stil, der den Geist zerstört, soviel Gedanken verbraucht er, soviel Kräfte setzt er in Gang, soviel Ausgaben verursacht er uns, soviele Verluste muss man erleiden, um ihn zu unterhalten.
Joubert, Gedanken und Maximen

Es gibt einen Stolz, der zu kriechen versteht.
Sully Prudhomme, Gedanken

Es gibt einen Tadel, der lobt, und es gibt Lobe, die verleumden.
Frankreich

Es gibt einen Teufel, der einen anderen verteufelt ähnlich ist.
es] Hay un duablo que parece a otro.

Es gibt einen verschiedenen Geschmack für das Gemüt sowohl wie für den Gaumen, und der Versuch, alle Menschen durch Reichtum und Ruhm (worin doch manche ihr Glück sehen) zu erfreuen, würde ebenso vergeblich sein wie der, den Hunger aller Menschen mit Käse oder Hummern zu stillen, die zwar für manche eine sehr angenehme und köstliche Speise abgeben, für andere dagegen äußerst ekelhaft und widerlich sind.
Locke, Über den menschlichen Verstand

Es gibt einen Zustand in der Welt, dessen Anblick uns verstellt ist, den aber die Dinge manches Mal da oder dort frei geben, wenn wir uns selbst in einem auf besondere Art erregten Zustand befinden. Und nur in ihm erfassen wir auch, was es bedeutet. Und nur er ist dann wirklich und wir wären dann wahr.
Robert Musil

Es gibt einen, der weiß es besser als alle, und das ist jeder.
Frankreich

Es gibt einer gern ein Kreutzer, das er einen Gülden gewinne.

Es gibt einer oft ein rat um zehen Dukaten, darumb er selbst nicht ein Kreutzer gäb.
i] Zur Verspottung oder Zurückweisung eigennützigen Rathes haben die Franzosen die aus Molières L'Amour médecin entlehnte Redensart: 'Sie sind Goldschmied, Herr Josse (Vous êtes orfèvre, Monsieur Josse).'

Es gibt empirische Enthusiasten, die, obgleich mit Recht, an neuen guten Produkten, aber mit einer Ekstase sich erweisen, als wenn sonst in der Welt nichts Vorzügliches zu sehen gewesen wäre.
Goethe, Maximen und Reflexionen 1021

Es gibt Epochen der Weltgeschichte, in denen einige sturmdurchtobte Jahre den Charakter und das Geschick eines ganzen Volkes für lange Zeiten hinaus bestimmen.
Lloyd George, Rede zu Carnarvon, 3. 2. 1917

Es gibt Epochen, in denen ein romantischer Vitalismus blüht, der den Triumph des Lebens über den Geist herbeiwünscht: Die magische Fruchtbarkeit der Erde und der Frau gilt als etwas Wunderbareres als die ausgeklügelten Unternehmungen des männlichen Geschlechts.
Sprüche der Weisen

Es gibt Erkenntnisse, die der menschliche Geist vermöge seiner Fähigkeit und seiner Natur zu erreichen vermag; es gibt aber im Seienden auch Dinge und Zustände, die er seinerAnlage zufolge auf keine Weise und durch keine Ursache zu erkennen im Stande ist, zu deren Erkenntnis ihm vielmehr die Pforten verschlossen sind. Es gibt aber auch im Seienden Dinge, von denen er manche Umstände erkennt, während er über andere in Unkenntnis bleibt.
Malmonides, Führer der Unschlüssigen

Es gibt Erkrankungen, die am gefährlichsten werden, wenn der Kranke sich schon auf dem Wege der Genesung befindet. Der Unvorsichtige wird nie gesund.
Asturias, Die Maismänner

Es gibt es oft mancher gut heraus, aber er maint es nit gut.

Es gibt etwas Höheres als Moral und selbst als die Logik... das ist das Leben, das wachsen will.
Lunatscharski, Faust und die Stadt

Es gibt etwas noch Schimpflicheres, wenn man nämlich den besten Teil des Lebens auf dem Gericht verbringt, bald als Angeklagter, bald als Ankläger; ja, wenn man aller Schönheit so bar ist, dass man schön tut mit der Geschicklichkeit im Verbrechen, in der Verdrehung des Rechts, mit der Kunst sich zu winden und pfiffig durch jedes Loch zu entschlüpfen, um die Bestrafung zu vermeiden; und dies alles um nichtigen Tandes willen, ohne eine Ahnung davon zu haben, wieviel schöner und würdiger man sich das Leben macht, wenn man keinen verschlafenen Richter braucht.
Platon, Staat

Es gibt etwas Traurigeres als Altwerden, und das ist: Kind bleiben.
Cesare Pavese

Es gibt etwas, was die Kinder ebenso nötig haben wie Kleidung und Essen. Das ist Erziehung. Ein Kind kann wohlgesittet sein und braucht trotzdem hie und da mal Strafe und Ermahnung.
Hjalmar Bergmann, Großmutter, und der liebe Gott

Es gibt etwas, was man an einem einzigen Ort in der Welt, finden kann. Es ist ein großer Schatz, man kann ihn die Erfüllung ds Daseins nennen. Und der Ort, an dem dieser Schatz zu finden ist, ist der Ort, wo man steht.
Martin Buber

Es gibt Fälle, in denen vernünftig feig sein heißt.
Marie von Ebner-Eschenbach, Alphorismen

Es gibt Fälle, ja, es gibt deren! wo jeder Trost niederträchtig und Verzweiflung Pflicht ist.
Goethe, Wahlverwandtschaften I,18

Es gibt Fälle,
Wo unvermeidlich sind die Duelle.
Heine, Letzte Gedichte, Duelle

Es gibt fast keine Eigenschaft, welche nicht durch den Mangel an Lebensart in ein nachteiliges Licht gestellt oder verunstaltet werden sollte. Sogar Tugend und Talente sind, obgleich man ihnen das verdiente Lob nicht versagen kann, noch nicht hinreichend, einem Manne eine gute Aufnahme zu verschaffen und ihn allenthalben willkommen zu machen.
Locke, Gedanken über Erziehung

Es gibt fast nichts Gerechtes und Ungerechtes, dessen Eigenschaft nicht mit dem Wechsel des Klimas wechselt. Drei Breitengrade weiter vom Pol stürzt die ganze Jurisprudenz um. Ein Meridian enscheidet über die Wahrheit, ein paar Jahre über den Besitz. Die Grundgesetze wechseln: das Recht hat seine Zeitalter. Komische Gerechtigkeit, der ein Fluss oder ein Gebirge Grenzen setzt! Wahrheit diesseits der Pyrenäen, Irrtum jenseits!
Pascal

Es gibt faule Teufel, sagte jener Kriegsmann.
z] Wer will mich straffen? Es bleibt wohl heimlich; hab' ich noch so lange Frist zum jüngsten Tag, so gib den Mantel auch her, sagte jener Kriegsmann.

Es gibt Finsternis im Lande, wo zwei Benediktiner zusammenkommen.

Es gibt flache Egoisten und tiefe Egoisten. Die letzteren nennt man Altruisten.
Sprüche der Weisen

Es gibt Flecken, die lassen sich wohl wegbeizen, aber nicht wegwaschen.

Es gibt Fleisch für jede Schneide und für jedes Messer.
i] Die Hässlichen werden geheiratet wie die Schönen

Es gibt Folterungen der Intelligenz, so wie es solche des Leibes und der Begierde gibt. Und mit diesen wie mit den übrigen Folterungen ist ein Gefühl der Wollust verbunden.
Fernando Pessoa, Das Buch der Unruhe des Hilfsbuchhalters Bernardo Soares

Es gibt Frauen, die aus ihren Männern Rosen machen.

Es gibt Frauen, die Darwin falsch verstanden haben: Sie machen aus jedem Mann einen Affen.
Sprüche der Weisen

Es gibt Frauen, die etwas Elementareres sind als die Erde.
Arthur Schnitzler, Aphorismen und Betrachtungen aus dem Nachlass

Es gibt Frauen, die ihr Geld mehr lieben als ihre Freunde, und ihre Liebhaber mehr als ihr Geld.
Jean de La Bruyère, Die Charaktere

Es gibt Frauen, die kein anderes Ziel kennen, als sich kurz nach ihrer Heirat körperlich und seelisch so zu verändern, dass man ihre Männer nicht begreifen kann. Wie konnten sie als gescheite Leute so etwas heiraten.
Gabor von Vaszary, Monpti

Es gibt Frauen, die von Jahr zu Jahr unschuldiger werden.
Sprüche der Weisen

Es gibt Frauenspersonen, die uns im Zimmer besonders wohlgefallen, andere, die sich besser im Freien ausnehmen.
Goethe, Dichtung und Wahrheit III,11

Es gibt fremde Aphorismen, die ich sehr gerne adoptieren möchte.
Sprüche der Weisen

Es gibt Früchte an den Bäumen, süßes Wasser im reinen Fluss und weiche Betten auf Blättern, und doch leiden Elende Pein an den Türen der Reichen.
Indien (Vgl. Lukas 6,26ff.: Sehet die Vögel unter dem Himmel an...)

Es gibt fünf Seuchen in einer Familie: Schwärmerei, Bausucht, Gerichtshändel, unnütze Seltenheiten und Faulheit.

Es gibt für alle Wunden Pflaster.

Es gibt für alles Verschnürungen, nur für die Zunge nicht.

Es gibt für den bewußt lebenden Menschen aber nichts Schmerzhafteres, als wach zu sein. Die meisten Menschen werden es nie. Weckt ein Ereignis sie auf, so greinen sie wie Kinder, deren Schlaf man unterbricht.
Holitscher, Vor einem Bild des Bauern-Brueghel

Es gibt für den Leib keine bessere Arznei, als wenn die Seele rein und frei.
la] Medicina corporis, animae esto puritas.

Es gibt für den Menschen nur drei Ereignisse: Geburt, Leben und Tod. Der Geburt ist er sich nicht bewusst, der Tod ist ihm ein Schmerz, und er vergisst zu leben.
Jean de La Bruyère, Die Charaktere

Es gibt für den Menschen nur ein wahres Unglück: sich schuldig fühlen und sich etwas vorzuwerfen haben.
La Bruyère, Vom Menschen

Es gibt für den Menschen nur ein wirkliches Unglück, das ist, sich im Fehler zu befinden und sich etwas vorzuwerfen haben.
La Bruyère, Charaktere

Es gibt für den Pfau nichts Rundes als seinen Schweif.
Russland

Es gibt für denjenigen keine abscheulichen Gegenstände mehr, der solche alle Tage sieht.
Jean-Jacques Rousseau, Emile

Es gibt für die Menschen nichts Göttliches und Beseeligendes als das, was allein der Mühe wert ist, nämlich das, was an Denkkraft und Vernunft in uns ist.
Aristoteles, Protreptikos

Es gibt für einen Bolschewiken kein Ausruhen, er kennt kein genügsames Zufriedensein mit bisher Erreichtem, er kann nur ein Weitertreiben des schon Erreichten zu immer größerer Vollkommenheit kennen.
Bredel, Einen Schritt weiter

Es gibt für uns noch einen anderen Ursprung des Irrtums, nämlich die Krankheiten. Sie verderben uns Urteil und Sinn.
Pascal, Pensees

Es gibt für Unzählige nur ein Heilmittel - die Katastrophe.
Christian Morgenstern, Lebensweisheit-Ethisches

Es gibt Gänse, die einen Fuchs zur Strecke bringen.

Es gibt gar keine bürgerliche Familie. Es gibt Familien, die nach bürgerlichen Maßstäben zu leben scheinen. Aber sobald man genauer hinsieht, gibt es keine bürgerliche Familie. Es gibt nur Einzelpersonen.
Sprüche der Weisen

Es gibt gar keine Wunder; alles, was geschieht, geschieht ganz natürlich, einfach, wenn auch nicht alltäglich, nach notwendigen Gesetzen, wenn auch unsern dummen oder verwöhnten Sinnen nicht immer begreiflich.
Tieck, Der Hexensabbat

Es gibt gar viele Arten von Reinigung und Bereicherung, die eigentlich alle zusammengreifen müssen, wenn die Sprache lebendig wachsen soll. Poesie und leidenschaftliche Rede sind die einzigen Quellen, aus denen dieses Leben hervordringt, und sollten sie in ihrer Heftigkeit auch etwas Bergschutt mitführen - er setzt sich zu Boden und die reine Welle fließt darüber her.
Goethe, Schriften zur Literatur - Deutsche Sprache

Es gibt Gedanken, die an und für sich selbst und allein nicht wert waren, hingeschrieben zu werden, die aber der Zusammenhang nötig machte; aus solchem Zement besteht wenigstens die Hälfte fast jedes Buches.
Schopenhauer, Nachlaß Neue Paralipomena

Es gibt Gedanken, die durch sich selbst leuchten, andere, die nur glänzen durch die Stelle, an der sie stehen, man könnte sie nicht umstellen, ohne sie auszulöschen.
Joseph Joubert, Gedanken, Versuche und Maximen

Es gibt Gedanken, die klüger sind als die Leute, die sie haben.
Sprüche der Weisen

Es gibt Gedankengänge von einer Aussichtslosigkeit, die bewusstseinsraubend ist. Das ist so, da ist nichts zu machen.
Sprüche der Weisen

Es gibt Gefahren, denen zu entfliehen nicht Feigheit ist, sondern höchster Mut, die Kraft, sich selbst zu besiegen.
Auerbach, Lorles Reinhard

Es gibt Gefühle der Menschenbrust, welche unaussprechlich bleiben, bis man die ganze körperliche Nachbarschaft der Natur, worin sie wie Düfte entstanden, als Wörter zu ihrer Beschreibung gebraucht.
Jean Paul, Vorschule der Ästhetik

Es gibt Gefühle, die man niemandem anvertrauen sollte. Es mögen schöne, erhabene Gefühle sein, man verliert in den Augen dessen, dem man sie anvertraut oder auch nur die Möglichkeit gibt, sie zu erraten.
Leo N. Tolstoi, Tagebücher (1851)

Es gibt gegen eine Stunde des Muts und des Vertrauens immer zehn, wo ich kleinmütig bin.
Schiller, Briefwechsel mit Goethe

Es gibt Gehirne, die nicht mehr als ein Abschäumen vertragen; ihre Besitzer tun gut daran, das bisschen, was sie haben, hübsch zusammenzuhalten und sparsam damit umzugehen.
Jonathan Swift (1667-1745), Ausführlicher... Bericht über die Schlacht zwischen alten und modernen Büchern

Es gibt Gemälde in Gedichten und Gedichte in Gemälden.
China

Es gibt genug Beispiele in der Geschichte, wo ein Gedicht, wo eine Satire, wo ein Buch dem Gegner einen empfindlichen Schlag versetzt hat. Lernen wir solche Schläge zu führen, genau und treffsicher.
Becher, Genossen! Kameraden!

Es gibt genug charakterfeste Männer, die eine Frau nicht sitzen lassen - vor allem im Bus und in der Straßenbahn.
Sprüche der Weisen

Es gibt genug für die Bedürfnisse aller, aber zu wenig für die Gier einzelner.
Mahatma Gandhi (1869 - 1948)

Es gibt genug, weil einer lebt.
i] Ein unehrliches Gewerbe, der Dieb hat, bis er gehängt wird, das gestohlene Gut wird weggenommen. Wer etwas ehrlich erworben, hinterlässt es den Seinen

Es gibt Gesetze, die nicht in Erz und Marmor, sondern in die Herzen der Staatsbürger eingegraben werden; die den eigentlichen Kern der Staatsverfassung ausmachen; die von Tag zu Tag neue Kraft gewinnen; die, wenn die anderen Gesetze veralten oder erlöschen, sie neu beleben oder ersetzen, das Volk in dem Geiste seiner Verfassung erhalten und an die Stelle der Macht der öffentichen Gewalt unmerklich die Macht der Gewohnheit setzen. Ich spreche von den Sitten, den Gebräuchen und vor allem von der öffentlichen Meinung, einem Teile der Staatskunst, der den Staatsmännern unbekannt zu sein pflegt, obgleich von ihm der Erfolg aller anderen abhängt.
Rousseau, Contrat social

Es gibt Gesichter in der Welt, wider die man schlechterdings nicht du sagen kann.
Lichtenberg, Aphorismen

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