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Aber komisch ist nur das Entgegengesetzte von Nichtkomisch, das ist alles.
Gilbert Keith Chesterton, Heretiker

Aber Lehr und Rede,
Selbst ein Beispiel, wenig will es frommen.
Goethe, Pandora
Prometheus Vs 1070

Aber Leib und Gebein ist nicht zum besten verwahret,
Wenn die geistliche Hand der weltlichen Zügel sich anmaßt.
Goethe, Hermann und Dorothea 6. Gesang Vs 300f.

Aber leider ist selbst das kaum Vergangene für den Menschen selten belehrend...
Goethe, Schriften zur Kunst - Winckelmam und sein Jahrhundert - Vorrede

Aber leiten
Zu dem ewig Guten, ewig Schönen,
Ist der Götter Werk, die laßt gewähren.
Goethe, Pandora
Eos Vs 1085

Aber man fährt wie eine abgeschossene Kanonenkugel über die Erde dahin, und wenn man heimkommt, soll man rings ihre Höhen und Tiefen erkundet haben.
Chamisso, Reise um die Welt

Aber man gelingt gar bald auf dem Wege der Berühmtheit zur Geringachtung derselben.
Goethe, A. G. v. Stroganoff, 1825-1830

Aber man kann studieren, und sich tief in den Irrtum hineinstudieren.
Lessing, Hamburgische Dramaturgie

Aber man kann unmöglich die Wut des hungrigen Magens
Bändigen, welcher den Menschen so vielen Kummer verursacht!
Ihn zu besänftigen, gehn selbst schön gezimmerte Schiffe
Über das wilde Meer,mit Schrecken des Krieges gerüstet.
Homer, Odysse

Aber man kann zweifeln, ob es wohlgetan ist, alle Handlungen der Menschen durch eine Kette von Gesetzen fest zu umgrenzen, so dass sie eine Übertretung nicht mehr wagen.
Comenius, Das einzig Notwendige

Aber man muss wissen, wo man steht und wohin die anderen wollen.
Goethe, Maximen und Reflexionen 989

Aber man soll Böses mit Gutem vergelten.
en] But we must do good against evil.
Shakespeare, Ende gut, alles gut II, 5

Aber man soll den Gegenteil hören, bevor man ihn richtet.
Goethe, Reineke Fuchs 9. Gesang Vs 79

Aber mein Körper war wie eine Harfe, und ihre Worte und Gebärden waren wie Finger, die über die Saiten strichen.
Joyce, Arabia

Aber mir liegt kein Mädchen nackt genug da.
Martial, Epigramme

Aber mit der Zeit wirst du alt, dann siehst du den Tod. Dann begreifst du, dass nichts - nichts - nichts - nicht Macht noch Ruhm, Reichtum, Genuss oder Schmerzlosigkeit soviel wert sind wie die einfache Fähigkeit zu atmen, wie das einfache Am-Leben-sein - bei aller Qual des Sich-erinnern-müssens und allem Leid durch den unwiederherstellbaren, vernutzten Körper, nur zu wissen, dass man am Leben ist...
Faulkner, Eine Legende

Aber nach Willkür lebend seiner Lust gemäß ist der, welcher dem Sinnengenuss huldigt; und ein heiliges Leben führt der immerdar, welcher an der Überwindung seiner Sinne seine Freude hat.
Mahâbhârata, Buch 14

Aber nicht allein die allgemeinen Tendenzen entscheiden in dem Fortgang der Geschichte: es bedarf immer großer Persönlichkeiten, um sie zur Geltung zu bringen.
L. von Ranke, Weltgeschichte

Aber nicht genug, dass uns die Bühne mit Schicksalen der Menschheit bekannt macht, sie lehrt uns auch gerechter gegen den Unglücklichen sein und nachsichtsvoller über ihn zu richten.
Schiller, Die Schaubühne als eine moralische Anstalt betrachtet

Aber nicht nur der Krieg soll Betten der Ehre aufschlagen, auch der Friede, und dieser umso mehr, da er länger dauert und also mehr Bettfähige finden und machen kann.
Jean Paul, Politische Fastenpredigten

Aber nicht zufrieden, den Arm des Volkes zu entwaffnen, sucht man noch die heiligsten Quellen seiner Kraft durch das Laster zu vergiften. Dies ist der feinste, gefährlichste und abscheulichste Angriff auf die Freiheit.
Büchner, Dantons Tod

Aber nichts ist verloren und verschwunden,
Was die geheimnisvoll waltenden Stunden
In den dunkel schaffenden Schoß aufnahmen.
Die Zeit ist eine blühende Flur,
Ein großes Lebendiges ist die Natur,
Und alles ist Frucht, und alles ist Samen.
Schiller, Die Braut von Messina, 1999/2004 (Chor)

Aber niemals ist das Vaterland liebenswerter als in den Tagen der Not.
Ossietzky, Das boykottierte Vaterland

Aber noch einen schönere Nutzen, der zugleich mit der größten Zufriedenheit verknüpft ist, danken wir dem lebendigen Umgang mit unterrichteten Menschen und der Freimütigkeit dieses Umgangs. Oft ist ein Wink, ein Wort, eine Warnung, ein Beifall, ein Widerspruch zur rechten Zeit fähig, Epoche in uns zu machen...
Goethe, Schriften zur Literatur - Rede bei Eröffnung der Freitagsgesellschaft

Aber noch erhabner ist es, den Menschen zu sehen im Kampf mit seinem Schicksale, wenn er es wagt einzugreifen in den Gang der Weltgeschichte, wenn er an die Erreichung seines Zwecks sein Höchstes, sein Alles. setzt.
Büchner, Kato von Utika

Aber noch gilt es ein grässliches Wagen,
Leben und Blut in die Schanze zu schlagen!
Körner, Bundeslied vor der Schlacht, 12. 5. 1813

Aber noch nicht zufrieden damit, dass sie ihre Kinder nicht mehr stillen, gehen die Frauen in ihren Wünschen sogar so weit, gar keine Kinder mehr zu bekommen: die Folgen davon sind nur zu natürlich. Sind der Mutter ihre Pflichten erst lästig, dann findet man auch bald Mittel, sie gänzlich abzuschütteln... Diese Unsitte, an welche sich noch andere Ursachen der Entvölkerung reihen, deutet uns das Schicksal an, das Europa bevorsteht. Die Wissenschaften, die Künste, die Philosophie und die Sitten, welche es hervorruft und erzeugt, werden es früher oder später in eine Wüste verwandeln.
Rousseau, Emile

Aber nun das Landleben!
Der Mann arbeitet; für wen?, für sein Weib.
Er ruht aus; wo?, bei seinem Weibe.
Er geht in die Einsamkeit; wohin?, zu seinem Weibe.
Er geht in Gesellschaften; wohin?, zu seinem Weibe.
Er trauert; wo?, bei seinem Weibe.
Er vergnügt sich; wo?, bei seinem Weibe.
Das Weib ist ihm alles - und wenn ein Mädchen ein solches Los ziehen kann, wird es säumen?
Heinrich von Kleist, an Wilhelmine von Zenge, 27. Oktober 1801

Aber nur dem Kampf entsprießt dein Glück im höheren Leben.
E. T. A. Hoffmann, Der goldne Topf

Aber nur der ist ein guter Regent, dem Verfassung, Gesetz und Menschlichkeit heilig sind.
Weber, Demokritos, Der Staat und seine Formen

Aber Nutzen auch nicht, sagte der Bauer, als einer seine Stiefeln borgen wollte und versicherte, es werde kein Schaden daran geschehen.
i] Wird häufig als Erwiderung gebraucht, wenn jemand etwas borgen will und bemerkt, er werde keinen Schaden daran tun.

Aber ohne Arbeit gibt es kein Glück. Die Leidenschaften selber zwingen zu Arbeiten und zu recht harten Arbeiten, die alle Tatkraft der Seele erfordern.
Stendhal, Über die Liebe

Aber ohne Zweifel hat Plato richtig vorausgesehen, dass die Könige nur dann die Ratschläge philosophierender Männer gutheißen werden, wenn sie sich selbst mit Philosophie beschäftigen.
Morus, Utopia

Aber potz Urban's Leiden, was hilft's, wenn keine Kraft hernach folgt.
i] Sankt-Urban ist Schutzpatron der Winzer und Trunkenbolde.
la] Aut minus animi, aut plus potentiae.

Aber Rache ist ein süßeres Gut als das Leben selbst.
var] Rache ist süß.
la] At vindicta bonum vita iucundius ipsa.

Aber Rosen winde genug zum häuslichen Kranze,
Bald als Lilie schlingt silberne Locke sich durch.
Goethe, Elegien II - Hermann und Dorothea

Aber Schlaf ist ein scheuer Vogel geworden,
Schwer zu fangen, zu halten, doch leicht zu morden...
Hesse, Angst in der Nacht

Aber schlecht schläft es sich ohne einen guten Namen und einen kleinen Schatz.
Nietzsche, Zarathustra, I, Von den Lehrstühlen der Tugend

Aber schön ist auch die Zeit des Erwachens, wenn man nur zur Unzeit uns nicht weckt.
Friedrich Hölderlin, Hyperion

Aber Schöneres ist nichts in der Welt als Neigung durch Vernunft und Gewissen geleitet.
Goethe, Unterhaltungen deutscher Ausgewanderten

Aber Schweigen bringet Fülle
Reicheren Vertrauens zurück [...].
Niemand soll und wird es schauen,
Was einander wir vertraut:
Denn auf Schweigen und Vertrauen
Ist der Tempel aufgebaut.
Goethe, Loge - Verschwiegenheit

Aber Schwester, wer wird sich denn mit so schwerem Panzer tragen, sagte die Kröte zur Schildkröte.

Aber seine Gefühle kann man nicht immer auf Neunundneunzig halten. Das ist wie mit der Liebe. In der Jugend überschlägt man sich. Dann führt man eine Ehe, und die Liebe wird ruhiger, aber Freundschaft kommt dazu. Und werden die beiden alt, dann kann es wirklich eine Art Ähnlichkeit werden, eine gemeinsame Existenz in zwei Körpern.
Weisenborn, Der Verfolger

Aber selbst auf ideologischem Gebiet beweisen uns die Ereignisse, dass die große russische Einigung sich ganz und gar nicht um die sozialistische Idee herumvollzog und weiter vollziehen kann, sondern nur um eine Restauration der Idee des Vaterlandes. Jawohl: des Vaterlandes, mit allem, was das mit sich bringt und was, zusammen mit der religiösen Idee, angeblich weggefegt wurde; und Stalin hat das ganz genau verstanden.
André Gide, So sei es

Aber selbst ein guter Gedanke hat wenig Wert, wenn er von einem Flachkopf ausgesprochen wird.
Spengler, Untergang des Abendlandes

Aber selbst heroische Tugend bleibt von der Nachrede böser Zungen nicht verschont.
Swift, Ein Tonnenmärchen

Aber Sie finden kein Wort über Musik [in den Reisenotizen], und zwar deswegen nicht, weil das nicht in meinem Kreise lag.
Goethe, Eckermann, 3.11.1823

Aber Sie werden bei weiterm Leben immer mehr finden, wie wenige Menschen fähig sind, sich auf den Fuß dessen zu setzen, was sein muss, und dass vielmehr alle nur immer das loben und das hervorgebracht wissen wollen, was ihnen selber gemäß ist. Und das waren die Ersten und Besten, und Sie mögen nun denken, wie es um die Meinungen der Masse aussah und wie man eigentlich immer allein stand.
Goethe, Eckermann, 23.3.1829

Aber sie wird kommen, diese Zeit, wo trotz aller List und Aufgebot der Gewalt, die Wahrheit durchdringen und die Herzen des Volkes erfüllen wird, diese Zeit des Volkes, der Armen, und die Herrschaft der Reichen wird zu Ende gehen.
Bettina von Arnim (1785-1859), Armenbuch

Aber sind sie [Liebende] zu zwein, stellt auch der dritte sich ein.
Amor, ja! er schmückt sich mit diesen herrlichen Kränzen.
Goethe, Der neue Pausias und sein Blumenmädchen

Aber sittliche Handlungen zu beurteilen, dazu gibt jedem sein eigenes Gewissen den vollständigsten Maßstab, und jeder findet es behaglich, diesen nicht an sich selbst, sondern an einen anderen anzulegen.
Goethe, Rameaus Neffe, Anmerkungen - Rameaus Neffe

Aber so einfach und so leicht der Gedanke ist [in der Schöpfung], so schwer lassen es sich die Menschen werden, alles zu zerstückeln.
Goethe, S. Boisserée, 3.8.1815

Aber so eingeschränkt ist die Menschheit, dass sie für ihres Daseins Anfang und Ende keinen Sinn hat.
Goethe, Werther 2. Fassung
Alpin

Aber so ist nun einmal der Beruf des Schriftstellers: Fortwährend belauschen wir durch eine Ritze fremdes Leben.
Ehrenburg, Memoiren

Aber so rechtfertig ist der Mensch! wenn er glaubt, etwas Übereiltes, Allgemeines, Halbwahres gesagt zu haben, so hört er dir nicht auf, zu limitieren, zu modifizieren und ab- und zuzutun, bis zuletzt gar nichts mehr an der Sache ist.
Goethe, Werther 1. Buch, 12. August

Aber so sind die Mädchen - 'n dünnes Fell und ein Herz wie'n Hase.
Mark Twain, Tom Sawyers Abenteuer

Aber so sollte es mir immer gehen, dass ich durch Anschauen und Betrachten der Dinge erst mühsam zu einem Begriffe gelangen musste, der mir vielleicht nicht so auffallend und fruchtbar gewesen wäre, wenn man mir ihn überliefert hätte.
Goethe, Dichtung und Wahrheit III,11

Aber so viel ist gewiss, dass außer dem Angeborenen der Rasse sowohl Boden und Klima als Nahrung und Beschäftigung einwirkt, um den Charakter eines Volkes zu vollenden. Auch ist zu bedenken, dass die frühesten Stämme meistenteils von einem Boden Besitz nahmen, wo es ihnen gefiel und wo also die Gegend mit dem angeborenen Charakter der Menschen bereits in Harmonie stand.
Goethe, Eckermann, 2.4.1829

Aber so viel ist gewiss, dass ich eine Oper nur dann mit Freuden genießen kann, wenn das Sujet ebenso vollkommen ist wie die Musik, so dass beide miteinander gleichen Schritt gehen. Fragt ihr mich, welche Oper ich gut finde, so nenne ich euch den Wasserträger [von Cherubim], denn hier ist das Sujet so vollkommen, dass man es ohne Musik als ein bloßes Stück geben könnte.
Goethe, Eckermann, 9.10.1828

Aber so wenig als im Leben des Einzelnen ist es für das Leben der Menschheit wünschenswert, die Zukunft zu wissen.
Jacob Burckhardt, Weltgeschichtliche Betrachtungen

Aber so wie es lächerlich wäre, wenn einer das Sehen durch das Hören, das Hören durch das Sehen kompensieren und ersetzen wollte, sich bemühte, die Töne zu sehen statt zu hören: so ist es lächerlich, durch Mathematik die übrigen Erkenntnisarten zu kompensieren und vice versa, so in allen übrigen, oder es wird eine Phantasterei. Daher gibt es jetzt so manche Phantasten, die ohne positive Kenntnisse durch phantastische Kombination dessen, was von jenen öffentlich verlautet, sich das Ansehen tiefer Einsicht in das Wesen eines jeden zu geben wissen.
Goethe, Riemer, 24.7.1807

Aber tief muss uns empören,
Was wir von der Lade lesen -
Welche Gans bist du gewesen,
Dass ein Schwan dich konnt betören.
Heine, Letzte Mythologie

Aber Tugend und Laster, sie unterscheiden die Menschen.
Goethe, Reineke Fuchs 8. Gesang Vs 205

Aber um eine fremde Nation eigentlich zu begreifen, um den Schlüssel zur Erklärung ihrer Eigentümlichkeit in jeder Gattung zu erhalten, ja selbst nur um viele ihrer Schriftsteller vollkommen zu verstehen, ist es schlechterdings notwendig, sie mit eigenen Augen gesehen zu haben.
W. v. Humboldt, an Goethe, 1800

Aber uns alle beherrscht etwas, das untrüglich ist und das keine Eitelkeit und keine Eifersucht zu ihrem Vorteil verdrehen kann: die durch Berechnung und Erfahrung ermittelte Wahrheit!
Sand, Gefährten von der Frankreichwanderschaft

Aber unser Pferd ist ja immer froh, wenn es abgespannt ist, sagte das Mädchen, als die Mutter klagte, sie sei trübe gestimmt, weil sie abgespannt sei.

Aber unsere Gesellschaft nimmt den Charakter des Eigennutzes an und wird dadurch sehr leicht das Gegenteil von dem, was sie sein sollte.
Friedrich Buchholz, Hermes oder Über die Natur der Gesellschaft mit Blicken in die Zukunft

Aber vergangen ja sei das Vergangene!
Homer, Ilias, XVI, 60; XIX, 65

Aber vermag der Maler wohl auszudrücken: Ich liebe?
Goethe, Der neue Pausias und sein Blumenmädchen

Aber vermeidet den Mann, der aus modischem Kult ein Geschäft macht,
der sein lockiges Haar stutzerhaft legt wie ein Geck.
Ovid, Die Liebeskunst

Aber vom [unserm] Jahrhundert kann man dies nicht verlangen [dass dem Reinen alles rein sein soll], ohne Feigenblätter und Tierfelle kommt es nicht aus, und das ist noch viel zu wenig.
Goethe, Wanderjahre III,3

Aber vom Pfaffen kommt der Neid
misstraun, Verdruß und Zwistigkeit
Redt er mir nichts übern Herrn Pater
Er ist im Haus' als wie der Vater
Hat über meine Tochter viel Gewalt
Zeigt ihr wie sie soll werden klug und alt
Und ist ein Mensch von viel Verstand
Hat auch gesehn schon manches Land
Aber bedenkt sie nicht dabei
Wie sehr gefährlich der Pfaff ihr sei?
Goethe, Ein Fastnachtsspiel vom Pater Brey
Würzkrämer, Sibilla, Würzkrämer

Aber von allen politischen Idealen ist der Wunsch, die Menschen glücklich zu machen, vielleicht der gefährlichste.
Popper

Aber von Weihrauch wird man nicht satt. Bloßes Lob allein nützt einem nicht viel; da muss noch etwas Solideres hinzukommen.
Molière, Der Bürger als Edelmann

Aber war im Sumpf von Emmu ertrunken.
Estland

Aber warum sprechen die Männer dieses Wort so oft aus über Wesen, denen sie den ersten Dank des Lebens schuldig sind, und die von der Natur selbst geopfert werden, damit Leben nach Leben erscheine?
Jean Paul, Levana

Aber was braucht man, wenn man jung ist und sich liebhat?
Maxim Gorki, Die Hochzeit

Aber was den Greis entkräftet, das stärkt den Jüngling.
Heinrich Heine, Die romantische Schule

Aber was der Mensch täglich treibt, lässt er sich, wenn er Geschick dazu hat, gefallen, sollte er auch nicht gerade sehen, dass etwas dabei herauskomme. Der Deutsche besonders ist von einer solchen ausharrenden Sinnesart...
Goethe, Dichtung und Wahrheit III, 12

Aber was genoss ich denn endlich, als ich allein war? Mich selbst, die ganze Welt, alles, was ist, alles, was sein kann, alles, was die sinnliche Welt Schönes und die Gedankenwelt Sichtbares in sich fasst. Ich versammelte um mich her alles, was meinem Herzen schmeicheln konnte, meine Wünsche waren das Maß meiner Freuden.
Jean-Jacques Rousseau, an Malesherbes (26. Januar 1762)

Aber was nützt das Predigen, wenn einer nicht wohltun will.
Diderot, Dies hier ist kein Märchen

Aber weder zu erzählen noch zu beschreiben ist die Herrlichkeit einer Vollmondnacht, wie wir sie genossen, durch die Straßen über die Plätze wandelnd, auf der Chiaja, dem unermeßlichen Spaziergang, sodann am Meeresufer hin und wider. Es übernimmt einen wirklich das Gefühl von Unendlichkeit des Raums. So zu träumen, ist denn doch der Mühe wert.
Goethe, Italienische Reise II, 5.3.1787

Aber wehe einem jeden, der nicht sein Schicksal an dasjenige der öffentlichen Gemeinschaft bindet, denn er wird nicht nur keine Ruhe finden, sondern dazu noch allen inneren Halt verlieren und der Missachtung des Volkes preisgegeben sein, wie ein Unkraut, das am Wege steht.
Keller, Aus dem Tagebuch, 2. 5. 1848

Aber welch ein Unglück, ohne Hoden zu sein!
Voltaire, Candide oder Die beste der Welten

Aber welche Hälfte, sagte die Frau, als ihr die Freundin riet, dem Manne nur die Hälfte zu glauben.

Aber wenn bei hohen Jahren
Sich ein Edler uns gesellt,
O, wie herrlich ist die Welt!
Goethe, An Personen - An den Grafen Kaspar Sternberg

Aber wenn der Krieg da ist, richtet man sich in ihm ein, und man melkt seine Euter. Das Blut fließt, das Geld fließt, und man hat keine Eile, den Strom zum Versiegen zu bringen.
Rolland, Die Vorboten

Aber wenn die Anmut einer herrlichen Gegend uns lindernd umgibt, wenn die Milde gefühlvoller Freunde auf uns einwirkt, so kommt etwas Eigenes über Geist und Sinn, das uns Vergangenes, abwesendes traumartig zurückruft und das Gegenwärtige, als wäre es nur Erscheinung, geistermäßig entfernt.
Goethe, Wanderjahre II, 7

Aber wenn die Großen und Reichen dieser Welt Güter und Rangzeichen austeilen, so hat das Schicksal dem Elenden zum Gleichgewichte den Segen gegeben, nach dem der Glückliche zu geizen nicht versteht.
Goethe, An J. J. Krafft, 23.11.1778

Aber wenn du froh verweilest
Wo ich mir die Welt beseitge,
Um die Welt an mich zu ziehen,
Bist du gleich mit mir geborgen...
Goethe, Divan - Buch Suleika - Einladung

Aber wenn man [im Elsaß] im politischen Sinne sich gern als Franzose betrachtet, so sind doch in jeder anderen Richtung deutsche Kultur und deutsche Sitten überwiegend, und keine der französischen Superstitionen wird jemals dort tiefe Wurzeln schlagen.
Goethe, Schriften z. Lit. Der Pfingstmontag - Nachtrag

Aber wenn man die Unredlichkeit der Deutschen in ihrer ganzen Größe kennen lernen will, muss man sich mit der deutschen Literatur bekannt machen.
Goethe, A. Schopenhauer, 1808/1814

Aber wenn man es genau betrachtet, so wird jede auch nur die geringste Fähigkeit uns angeboren, und es gibt keine unbestimmte Fähigkeit.
Goethe, Lehrjahre VIII,3

Aber wenn man Menschen braucht, ist man genötigt, sich ihnen anzupassen; da es keinen andern Weg gibt, sie zu gewinnen, trifft die Schuld nicht den Schmeichler, sondern den, der die Schmeichelei will.
Molière, Der Geizige

Aber wenn man schon vor jemandem den Buckel krumm und die Stimme sanft macht, dann muss es etwas sein, das einem Respekt beibringt und einen nicht das Gruseln lehrt.
Paul Zech, Die Vögel des Herrn Langfoot

Aber wenn man sich ganz fühlt, und still ist und die reinen Freuden der Liebe und Freundschaft genießt, dann ist durch eine besondere Sympathie jede unterbrochene Freundschaft, jede halbverschiedne Zärtlichkeit wieder auf einmal lebendig.
Goethe, An Anna Catharina Fabricius, 14. 10. 1770

Aber wenn man so genau weiß, was man will, ist man in der Ausführung niemals mit sich selbst zufrieden.
Goethe, An Charlotte v. Stein, 11.11.1785

Aber wenn schon nicht die ganze Welt den Kommunismus für ihre Sache hält, so ist doch die Sache des Kommunismus die ganze Welt. Der Kommunismus ist keine Spielart unter Spielarten.
Brecht, Ist der Kommunismus exklusiv?

Aber wer darf sich rühmen, genug Erfahrung zu besitzen? Und ist der nie betrogen worden. welcher sich schmeichelte, am besten damit ausgesteuert zu sein?
Diderot, Jacques le fataliste

Aber wer für das Wissen die Augen zumacht, fällt der Eitelkeit und Bravade (Prahlerei) anheim, weil er nicht weiß, dass er in seinem eigenen Busen die Feinde seines Glückes trägt, Begierden und Gelüste, so hält er den für einen großen Mann und Redner, der diesen Gierden und Lüsten schmeichelt.
Adalbert Stifter an Gustav Heckenast, 6. 3. 1849

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