Spruchlexikon

<<< Anm-Anz >>>

AnmachenDear tät eim anmache, schwarz sei weis.
Ulm
AnmachenEr lässt sich anmachen wie Salat.
AnmalenDa möcht i nöt ang'malt sei.
Rott.-Tal
In Beziehung auf einen widerwärtigen oder misgeachteten Ort.
AnmaßenMancher masst sich an, er könne jeden die Uhr im Kopff richten.
AnmaßungAnmaßung ist eine Herrschaft ohne Krone.
AnmaßungAnmaßung und Dünkel blähen sich im kleinsten Winkel.
AnmessenEinem ein paar anmessen.
Zu ergänzen: Streiche, Hiebe, Schläge, Ohrfeigen.
AnmessenEr misst der Laus den Schuh an.
Der Überkluge.
AnmutAnmut geht über Schönheit.
la] Gratior est pulchro veniens in corpore virtus.
AnmutAnmut macht keine Suppe (fett).
AnmutAnmut muss angeboren sein.
en] Grace must be natural.
AnmutDie Anmut Joseph's.
Jüdisch-deutsch: Der Cheen von Jossef.
AnmutEr hat Chapens (Bräutigams) Anmut (Choim).
Jüdisch-deutsch Brody
AnnaAnna ( August) warm und trocken, macht den Bauer frohlocken.
Warmdorf
AnnaDar löpt von Sünt-Annen (Sankt-Anna) wat mit unner.
Die Sache ist so rein nicht. Es wird erzählt: Im Münsterlande war es auf einem Dorfe üblich, dass ein Violinspieler das Paar, welches sich zur Ehe begeben wollte, nach der Kirche begleitete, wo die Trauung vollzogen werden sollte. Man musste dabei über eine Brücke gehen und war des Glaubens, dass die Brücke, falls die Braut bereits schwanger sei, brechen werde, es sei denn, dass der Violinist ein Lied zur Ehre der Sankt-Anna spiele, wofür er besonders bezahlt wurde. Nun geschah es wohl, dass eine Braut, deren Zustand nicht mehr zweifelhaft war, beim Weggange aus dem Hause von dem Violinisten an die Brücke erinnert wurde, denselben aber nicht sehr glimpflich abfertigte. Bei der Brücke angekommen, sah derselbe die Braut ernst fragend an: »Was nun?« So leise, dass nur er und der Bräutigam es hören konnte, sagt sie: »Lass nur was von Sankt-Anna mit unterlaufen.« Eine ähnliche Erklärung bezieht sich auf das Läuten der Glocken zu Sankt-Barbara und Sankt-Anna. Die Redensart wird häufig gebraucht, wenn jemand in sein Gespräch, in seine Rede u.s.w. etwas Fremdartiges, zur Sache nicht Gehörendes, Unpassendes einmischt. Bei Heinrich Stephanus (»Apologie des Herodot«) finden sich eine Menge Fälle mit Geldbußen von 10-20 Stüber für Sankt-Anna aufgeführt, z. B. wenn man sprach, ohne an der Reihe zu sein, wenn jemand den Advokaten unterbrach, eine unwahre Anklage vorbrachte u.s.w. Dass die heilige Anna gerade in dieser Angelegenheit angerufen wird, scheint mit der sogenannten unbefleckten Empfängnis zusammenzuhängen.
nl] Daar lopt wat van Sint Anna onder.
AnnaEine Anna und zwei Greten können den Teufel aus der Hölle nöthen (vertreiben).
AnnaGeht die Anna fort, so kommt die Barbara wieder.
Es gibt mehr Mädchen.
cz] Nebude-li Ancicka, bude jinó devcicka.
AnnaO du liebe Ann' Krestin', Schâpklête send kein Rosin'.
Jerrentowitz
Anna RegineHopp, Ann-Schienke.
Ostpreußen
Hüpfe, Anna Regine. Gewöhnlicher Zuruf, z. B. beim Aufhelfen einer Last, um die Gleichzeitigkeit des Hebens zu bewirken.
AnnabergAnnaberg die liebste, Freiberg die größte, Chemnitz die höchste, Leipzig die beste.
AnneIch hoa eî ar Änne wât g'erbt.
Ich habe nicht das Geringste geerbt.
AnnehmenDer sich nit viel annimpt, des nimpt sich iedermann an.
AnnehmenEr nimmt's an wie Gottes Wort.
la] Divinum excipio sermonem.
AnnehmenEr nimmt's an, wie der Belli die Knechte.
Gutes und Schlechtes, ohne Auswahl und Unterschied. Dieser sprichwörtlich gewordene Belli war der Baillif von Dijon, Anton von Bessey, einer der geschicktesten Unterhändler der Franzosen in der Schweiz, der in kurzer Zeit durch seine Bestechungen große Heere von Reisläufern zusammenbrachte. Obgleich er die Leute in der Regel genau musterte, so nahm er in der Not doch alles, was ihm zulief.
AnnehmenLeicht angenommen, leicht hingeworfen.
AnnehmenMan muss annehmen, was geboten wird, sagte der Bauer zum Executor, und gab ihm eine Ohrfeige.
AnnehmenMan muss annehmen, was geboten wird.
it] Quando puoi aver del bene, pigliane.
la] Arripienda quae offeruntur. (Homer)
AnnehmenMan muss es annehmen, wie es kommt.
la] Quo nos fata trahunt retrahunt que sequamur. (Virgil, Än., I, 5)
AnnehmenNimm Lehre und Unterricht an, selbst wenn er kommt aus dem Maule der Kuh.
AnnehmenSich seiner annehmen, wie der Rab seiner Jungen vnd der Kuckuk seiner Mutter.
AnnehmenWer annimmt, ist gefangen.
AnnehmenWer annimmt, verkauft seine Freiheit.
fr] Qui prend s'engage, ou qui prend se vend.
it] Chi prende, si vende.
AnnehmenWer nicht annehmen will, braucht auch nicht zu geben.
AnnehmenWer sich (um) viel annimmt, hat viel auszumachen.
AnnehmenWer viel annimmt, der muss viel verrechnen.
AnnekesmoderMin Annekesmoder un sin Annekesmoder hebt ut ene Willge Klumpen drägen.
hdt] Meine Urgroßmutter und seine Urgroßmutter haben von einer Weide Holzschuhe getragen, d. h. die Verwandtschaft ist sehr weitläufig.
AnnlieseEs ist eine desperate Annliese.
Marburg
Von einer frechen Frauensperson.
AnnoAnne ähs, bi di Wärr' hoatt gebrahnt.
Henneberg
hdt] Anno eins, als die Werra gebrannt.
Namentlich um eine verflossene gute Zeit zu bezeichnen.
D. i. vor sehr langer Zeit. Die Franzosen sagen, wenn sie ausdrücken wollen, dass etwas vor uralter Zeit gewesen sei: Zur Zeit, als man sich die Nase an die Ärmel wischte. (Du temps qu'on se mouchait sur la manche.)
AnnoAnno ên aß de Düfel jung was.
AnnoAnno ent (eins) als de grote Wind wär.
  • in Königsberg, wenn man außer Stande ist, eine geforderte Zeitangabe genau zu machen. Man meint damit den am 3. November 1801 in Königsberg wütenden Orkan, der große Verwüstungen anrichtete und an den noch heute eine Denkmünze erinnert. Man sagt auch abgekürzt: Anno Wind Anno dazumal, Anno Kruck, Anno Schnee, Anno Schniefke. Von Anno Schneife her, von Anno Toback.
  • AnnoVon Anno eins her.
    AnnoVon Anno Tobak her.
    An die Zeit des Bekanntwerdens des Tabaks und seines Gebrauchs erinnernd. Die Franzosen sagen, um Altväterisches und eine alte Zeit, besonders in der Mode zu bezeichnen: Es ist noch aus der Zeit der stehenden Halskragen, die man aus Eisendraht oder Pappe trug. (Cela est du temps des collets montés.)
    la] Antiquior quam Chaos et Saturnia tempora.
    AnordnerEin guter Anordner ist besser als zwei Schaffer.
    Saulgau
    AnpackenMan muss einen anpacken, wo's ihm wehe tut.
    AnpackenWei 't sulwst anpäcket, dei heat 't in 'n Hännen.
    Westfalen
    AnpfutzenEr pfutzte mich an, wie die Sau den Betteljungen.
    AnpissenEs pisst ihn kein Hund mehr an.
    So verachtet ist er.
    AnposaunenEr kommt anposaunt.
    AnpreisenWer das Anpreisen versteht, verkauft ein Mässel für eine Metze.
    Russland: eine halbe Arschine für eine ganze.
    AnpumpenAngepumpt, wir haben keinen Keller.
    AnpumpenAnpumpft, Herr Vetter (oder Herr Pfarrer).
    AnpumpenJa, anpumpt.
    Wien
    In dem Sinne: fehlgeschossen.
    AnrakenDat râkt kên Wall of Kant an.
    Oldenburg
    AnranzenEinen anranzen, wie die Sau den Bettelsack.
    Pennsylvanien
    AnrauchenEr hat sich gut angeraucht.
    Zittau
    D. h. Er hat es zu etwas, besonders zu Vermögen, zu Ansehen, wie eine gut angerauchte Meerschaumpfeife, gebracht.
    AnredeAuf gute Anrede folgt guter Bescheid.
    ru] Na dobryj priwjet dobryj i otwjet.
    AnredeEine gute Anrede ans Heer ist eine halbgewonnene Schlacht.
    AnreizungVier anraitzung zum wollust: weiber, musicanten, gastfrey, sauffen.
    AnrennenBald (o. gut) angerennt, ist halb gefochten.
    Anrennenmhd] Men spricht ein dinck dos sijt gewis, wale angerant halff aichten is.
    Kurz angerendt, ist halb geendt.
    AnrichtenEr richtet gern an aus anderer Leute Häfen.
    en] All men are free of other men's goods.
    AnrichtenEs wird manches anders angerichtet als gekocht.
    AnrichtenMan mag anrichten, was man will, so hat gleich ein Mönch die Hand in der Brühe.
    AnrichtenRichte nicht mehr an, als du schmalzen kannst.
    AnrichtenUngleiches Anrichten macht schielende Brüder.
    AnrichterViel Anrichter, wenig Arbeiter.
    AnriechenDa rük an, sä' Hans, da slaug hei Jürgen up Näse.
    Hildesheim
    AnriechenDar rûk an, as Kasper an de Sûrkôl (Sauerkraut).
    Oldenburg
    AnrührenAm Anrühren des Klaviers erkennt man den Spieler.
    it] Al toccar de tasti si conosce il buon organista.
    AnrührenAngerührt - heimgeführt.
    In Bezug auf Buhlschaft zu Gunsten der Dirnen.
    AnrührenWas dich nicht anrührt (o. angeht), das rühre du auch nicht an.
    it] Non toccar ciò che non ti tocca.
    AnrührenWer viel anrührt, bekommt viel Beulen.
    AnrüstenWohl agröst, ist halb gewerchet.
    Anordnen, eine Arbeit bereit machen.
    la] Ani bene coepit, dimidium facti habet.
    AnsangelnEr (sie) ist angesangelt.
    Von sengen. Angesangelte Grütze. Von Personen in dem Sinne: liebergriffen, von Verlobten und Verheirateten.
    AnschaffenSchaffe dir ein gutes Gedächtnis an, wenn du ein Lügner wirst.
    AnschaffenWer vieles anschafft, hat vieles zu verwahren.
    AnschauenAnschauen macht Gedanken.
    AnschauenAnschauen macht Liebe und Gelegenheit Diebe.
    AnschauenEinen anschaun, wie die Kuh ein neues Tor.
    ndt] Uoma aunschaun wia di Kuia noigs Toa.
    Steiermark
    AnschauenEtwas anschawen, wie der Esel einen Ölgötzen oder der Auerhahn einen Felsen.
    AnschauenSchau dich selber an.
    AnschauenTreck, schau an, segt Meier.
    Hildesheim
    AnschauenVom Anschauen wächst die Liebe.
    se] Af skåda wäaer kärlek.
    AnschauenWas hilft das Anschauen, wenn ich's nicht brauchen darf!
    la] Quid juvat adspectus, si non conceditur usus.
    AnscherenMan muss nicht mehr anscheren, als man weben kann.
    fr] Il ne faut pas plus ordir qu'on ne peut tisser.
    AnschickenMan muss sich nicht anschicken zu sterben, bevor man die See gesehen.
    en] Do not prepare thyself before thou see the sea.
    AnschießenEr ist angeschossen wie ein wilder Eber.
    Sehr erregt.
    AnschlagAlle (gutte) Anlege geraten nit (al zit).
    AnschlagAn Anschlägen geht oft viel ein wie an rohem Tuche.
    dk] Paa anslag gaaer meget ind, ligesom klæde og gammelt kiød.
    AnschlagAn Anschlägen verliert man am meisten (am wenigsten).
    AnschlagAnschläg haben offt ein gestalt der Riesen vnd seynd doch nur ein Rauch.
    AnschlagAnschläg kluger Leut ohne Gott stehen vffen Sand vnd gehen für sich als hetten sie's von Krebsen gelernt.
    AnschlagAnschläg sind für augen groß, in Worten ein rauch vnd ganz krafftlos.
    AnschlagAnschlag, der nicht Fortgang hat, ist ein Wagen ohne Rad.
    AnschlagAnschläge gehen mit der Sonne auf und nieder.
    nl] Alle aanslagen gelukken niet even wel.
    AnschlagAnschläge in hohen Sachen lassen sich in keinen Sack packen.
    AnschlagAnschläge macht er, es könnt's kein Hund verrennen.
    Rottenburg
    AnschlagAnschläge ohne Gott stehen auf Sand und gehen, als hätten sie es von den Krebsen gelernt.
    dk] Mange anslag tillige gaaer krebsgang.
    fr] Plusieurs projets à la fois avancent à reculons.
    AnschlagAnschläge sind (oft) in den Augen groß, im Werk aber ein Rauch und kraftlos.
    AnschlagAnschläge und Blaubeeren geraten nicht alle Jahre.
    AnschlagAnschläge verschmelzen offt wie Schnee.
    la] Ut sunt rerum eventus, sic sunt hominum mentes.
    AnschlagAnschläge, die listig und frech, sind im Anfange lieblich, in die Länge beschwerlich, im Ausgange verderblich.
    dk] Listige (oder dristige) anslag ere i begyndelsen yndelige, i længden besværlige, i enden fordærvelige.
    it] Disegni non riuscone sempre.
    AnschlagAnschläge, so nicht fortgesetzt werden, sind so nütz wie ein Wagen ohne Räder.
    AnschlagAnschlege bestehn, wann man sy mit rath füret, vnnd Krieg solle man mit vernunfft füren.
    AnschlagDat sünt bokweten Ansläge.
    Bowerstedt
    hdt] Es sind buchweizene Anschläge.
    AnschlagDer Anschlag geht fort, wie Kaiser Neros, der wollte ein Weib werden.
    AnschlagDer Anschlag geht nicht von statt, der nicht Gott zum Beistand hat.
    AnschlagDer Anschlag steht in unserer Hand, der Fortgang in Gottes Regiment.
    AnschlagDie Anschläge der Narren gehn für sich wie Hühner scharren.
    AnschlagDie Anschläge der Zimmerleute halten am längsten.
    AnschlagDie Anschläge weiser Leute sind nicht stets von Eichenholz.
    AnschlagDie Anschlege werden zu nichte, wa nicht Rat ist; wa aber vil Ratgeber seind, bestehen sy.
    AnschlagDie hölzernen Anschläge sind die besten.
    AnschlagEichene Anschläge faulen (rotten) nicht.
    Eichene (Wortspiel) für eigene.
    AnschlagEigene Anschläge geraten selten wohl.
    AnschlagEigene Anschlege wehren lang vnd gewinnen selten fortgang.
    AnschlagEn Anslag is kein Däudslag.
    Westfalen
    AnschlagEr hält seine Anschläge für Eisen, aber sie sind nur faul Holz.
    AnschlagEs gehen mehr gemachte Anschläg zurück, denn vor sich.
    AnschlagEs gehen viel Anschläge in einen Sack.
    fr] De bonnes intentions l'enfer est plein.
    AnschlagEs gehen viele Anschläge zurück in einem Jahr.
    So mancher Beschluss wird in kurzer Zeit abgeändert, so mancher Plan bleibt unausgeführt.
    »Es ist ein allgemein Sprichwort: All menschlich anschleg gehn nit fort.«
    AnschlagGib gute Anschläge, so kriegst du guten Zulauf, spricht man zu den Krämern.
    AnschlagGroße Anschläge haben kleinen Nachdruck.
    AnschlagGroße Anschläge machen arme Kaufleute.
    AnschlagGroße anschlege haben keinen nachtruck.
    AnschlagGude anschlege sin alle tidt gut, wohl dem, de se bi tiden doth.
    AnschlagGute Anschläge seind allzeit gut.
    AnschlagHültgen Anschläg seynd die besten.
    Die der Zimmerleute.
    AnschlagIm Anschlag eine Schneck', im Angriff schnell und keck.
    la] Cochlea consiliis, in factis esto volucris.
    AnschlagIn Anschlägen legt mancher seinen Rechenpfennig viel zu hoch oder gar falsch.
    dk] I anslag legga mangen een sin regen penge for högt, eller slet fey.
    dk] Mangen holder sine anslag for Jern, naar de dog ere af randet Træ.
    fr] Plusieurs donnent leurs projets pour être de fer, quoiqu'ils ne soient que de bois pourri.
    AnschlagKein Anschlag, der von statten geht, der nicht Glück zum Beistand hat.
    AnschlagLeichtfertige, kühne Anschläg, wenn sie geraten, seynd sie besser, als die größte Witz.
    AnschlagListige vnd freche Anschläg seynd im anfang lieblich, in die läng beschwerlich vnd im aussgang verderblich.
    AnschlagMancher helt seine Anschläg vor Eysen, da sie doch nur faul Holtz sein.
    AnschlagMit Anschlägen geht man oft viel Jahre schwanger, bis man davon genesen kann.
    dk] Man gaaer ofte mange aar sygelig med et anslag indtil man kand føde det.
    AnschlagNicht jeder Anschlag ist ein Lockvogel.
    fläm] Alle anslagen lokken niet even wel.
    AnschlagOb du ein anschlag hettst gemacht, der nicht recht war, aus unbedacht, so schem dich nicht, und noch betracht, wie jm zu tun, solch's nicht veracht.
    la] Cum erraveris muta consilium.
    AnschlagSchnell einen Anschlag erdenken.
    la] Sub manu nasci.
    AnschlagSein Anschlag ist gut, er will aus Käsen Kälber brüten und aus Igelshäuten Brusttücher machen.
    AnschlagSein Anschlag ist zu Wasser geworden.
    fr] Il s'en revient les oreilles baissées.
    AnschlagSeine Anschläge gehen auf Krebsen.
    AnschlagSeine Anschläge sehen aus wie Riesen und sind doch nur Rauch.
    AnschlagSpitzfindige Anschläge gehen selten glücklich ab.
    dk] Viise folkes anslag er ei altid af egetræ.
    AnschlagViel Anschläg machen irr.
    AnschlagWenn alle Anschläge Fortgang hätten, so würd' es nie an Brot und Wein fehlen.
    dk] Kunde anslag gaae fort, da havde man hverken mangel paa korn eller viin.
    AnschlagWer nicht sein Anschläg bergen kann, der ist kein weiser Mann.
    AnschlagWie die Anschläge, so die Ausgänge.
    AnschlagZu große Anschläge gehen gemeiniglich den Krebsgang.
    AnschlagenEr hat anschlagen, aber nicht läuten hören.
    AnschlagenEr schlägt es nichts an.
    AnschlagenEs schlägt ihm gut an.
    Es bekommt ihm wohl.
    AnschlagenEs schlägt keiner ein ding so fürsichtig an, dass er nicht auch einmal betrogen werden kann.
    AnschlagenJerich uschlôn un zönge vergôn.
    D. i. Erdreich durch Maueranschlag zum Verkauf anbieten.
    AnschlagenNärrisch angeschlagen, närrisch gegangen (o. ausgeführt).
    AnschmierenA wiss sich recht azuschmeren.
    Stellt sich freundlich, schmeichelt sich ein.
    AnschmierenEinem etwas anschmieren.
    Durch Anloben eine vielleicht wertlose Ware verkaufen. Auch niederdeutsch: »He hett mi de Waar ansmêrt.«
    AnschmunzelnNicht jeder, der uns anschmunzelt, ist unser Freund.
    AnschnakenLat di nix ansnakk'n.
    AnschnallenSich einen anschnallen.
    Von Mädchen, die auf Tanzböden u. dgl. einen Tänzer, Begleiter u.s.w. zu erobern wissen oder streben. Davon die Schnalle.
    AnschnarchenEinen anschnarchen als wenn er sein Hundsbube wäre.
    AnschnaubenHe schnawwe mî an, osse wenn he mî vör sînen Geldkasten funnen hedde.
    Lippe
    AnschnauzenEinen anschnauzen, dass ihm die Butter vom Brote fällt.
    Bunzlau
    AnschnauzenEr schnauzt einen an, wie die Sau den (Bettel-)Sack.
    Schles. Provinzialblatt, August 1786
    AnschreckenHe schröggt em an, wî de Sû den Sack.
    AnschreibenEr ist (nicht) gut angeschrieben.
    Man hat sich beifällig oder missfällig über ihn ausgesprochen. Die Römer hatten für den Ausdruck beifälliger Äußerungen die Redensarten : Pollicum premere, Pollicum convertere und Utroque pollice laudar. (Plinius) Den Daumen drücken, den Daumen umkehren und mit beiden Daumen loben. Bei den Kämpfen der Gladiatoren gab das Volk seinen Wunsch, dass ein besiegter Gladiator am Leben bleiben solle, durch Drücken des Daumens, dass er vollends getötet werden solle, durch Umkehren des Daumens zu erkennen. Die Redensart erlangte so den Sinn von: etwas billigen oder missbilligen, und etwas über alles loben. Für Pollicum premere findet sich bei Seneca die gleich bedeutende Redensart: Album calculum rei addare - eine Sache mit weißen Steinchen bezeichnen - calculo candido notare diem und creta notare. Um eine Missbilligung auszudrücken, hatte man die Redensart: Nigro calculo carbone notare. Horaz sagt: Sani an creta aut carbone notandi.
    AnschreibenWenn man lange anschreibt, so rechnet man zuletzt ab.
    AnschreienDêi schreit an ô', wêi die Sau im Judenhaus.
    Nürnberg
    AnschuhenBis er sich anschuht, geht die Sonne auf, und bis er fertig wird, vollendet sie den Lauf.
    AnschürenEr schürt die Flamme an un schreit Feuer.
    AnschwärzenWer andere anschwärzt, ist darum nicht weiß.
    Ansehen (das)Ansehen macht gedenken.
    Ansehen (das)Ansehen tut alles, und Gold macht das Ansehen.
    Ansehen (das)Ansehen tut freien.
    la] Ex aspectu nascitur amor.
    Ansehen (das)Ansehen tut mehr denn Macht.
    Ansehen (das)Bei mir ist kein Ansehn der Person, sagte der Bader, ich mache Armen und Reichen gleich heiß.
    Ansehen (das)Bei mir ist kein Ansehn der Person, sagte der Hundsvogt, und schlug einen großen Köter, der ihn gebissen hatte.
    nl] Ik ben geen aaziender der personen, zei de hondensfager, toen sloeg hij een' grooten dog, die hun gebeten heed.
    Ansehen (das)Das ansehen der person im gerichte ist nicht gut.
    Ansehen (das)Das Ansehen hat man umsonst.
    dk] Man maa see paa krammen for ingen penge.
    Ansehen (das)Das Ansehen ist alles.
    Ansehen (das)Das Ansehen ist der größte Vorteil bei Geschäften.
    Ansehen (das)Das Ansehen ist ein Heiltum, das man fasten und feiern muss.
    Ansehen (das)Das Ansehen ist in den Federn (Kleidern).
    Ansehen (das)Das Ansehen schlägt die Leute.
    Ansehen (das)Das ansehen vnnd autoritet tut mehr dann die macht.
    Ansehen (das)Er gibt sich ein Ansehen, wie eine Kuhflade auf einer Mönchsplatte.
    »Wie die neuen Grammatollen, deren ein jeder ein sonderlich Grammatik schreiben und sich dadurch ein Ansehen, als ein Kuhfladen auf einer Mönchsplatten machen will.«
    Ansehen (das)Es gilt kein Ansehen der Person.
    nl] Ik ben geen aanziender der personen, zei de honden slager; toen sloeg hij een' grooten dog, die hem gebeten had.
    Ansehen (das)Es ist nicht allzeit am Ansehen gelegen, denn in einer unansehnlichen Herberge findet man offt einen guten Wirt.
    Ansehen (das)Es liegt nicht alles am Ansehen.
    la] Mopsus saepe quis est vultu, qui pectore Nestor.
    Ansehen (das)Es ligt alles am ansehen.
    »Das ansehen ist's alles, vnnd die autoritet tut's alles. Es ligt vil daran, wers sag. Verleurstu alles, so gedenck dein autorität zu behalten, verleurstus, so gilstu nicht mehr.«
    Ansehen (das)Groß Ansehen ist besser, als viel Pfund Gold.
    Ansehen (das)Groß Ansehen macht groß Versehen.
    dk] Stor anseelse giör ofte stor forseelse.)
    Ansehen (das)In gutem Ansehen stehen.
    fr] Être sur un grand pied dans le monde.
    Ansehen (das)Man soll das Ansehen nicht nach dem Alter, sondern nach dem Verstande ermessen.
    Ansehen (das)Schönes Ansehen hat große Falschheit.
    Ansehen (das)Vieles Ansehen dinget schön.
    la] Te ipsum inspice.
    Ansehen (das)Vom (bloßen) Ansehen fällt kein Baum.
    la] Testa non fit, lutum nisi tundatur.
    Ansehen (das)Wächst das Ansehen spannenlang, so wächst die Ehre (die Hoffart, Torheit) ellenlang.
    Ansehen (das)Wo kein Ansehen, da ist keine Furcht.
    Schlesien
    Ansehen (Verbum)A sît an wêsse Hund vor an Bôk an.
    Ansehen (Verbum)A sît's an wî dî Kû a noi Tôr.
    Ansehen (Verbum)Ansehen deit gedenken; schrivt de Becker in Hadersleven.
    Dies holsteinische Sprichwort rührt daher, dass ein Bäcker in Hadersleben, dessen Haus sehr vor dem Anlauf der Reisenden lag, über verschiedene an die Vorderseite seines Hauses gemalte Brotwaaren das: Ansehen tut gedenken, als Inschrift und Lockspeise hatte malen lassen.
    fläm] Anzien doet gedenken.
    nl] Aanzien doet gedenken, sprak de man, en hij zette een' geschilderden oven op het venster.
    nl] Aanzien doet gedenken, zei de vos tegen de hoenderen; toen noodde hij haar op een ont bijt.
    Ansehen (Verbum)Ansehen der Person macht scheele Augen.
    Ansehen (Verbum)Ansehen ist leichter als machen (o. ausführen, tun).
    Um auszudrücken, dass etwas beim ersten Anblick nicht schwer erscheine, bis man dazukomme, sagt der Franzose: Il semble qu'il n'y ait qu'à se baisser et prendre.
    Ansehen (Verbum)Ansehen macht freien.
    it] Dov' è l'amore, la è l'occhio.
    la] Ex aspectu nascitur amor.
    Ansehen (Verbum)Ansehen tut frewen.
    Ansehen (Verbum)Ansehen tut nicht unrecht.
    Ansehen (Verbum)Bai mi nit ansaihen wel, dai kîke derniäwen, sach de fluderige (zerlumpte) Kärl.
    Kirchspiel Hemer, Grafschaft Mark
    Ansehen (Verbum)Darnach es mich ansihet, darnach tu ich.
    Ansehen (Verbum)Das ansehen ist der gröst Vortel bey G'schäfften.
    Ansehen (Verbum)Das ansehen tut nicht vnrecht.
    Ansehen (Verbum)Dem sê öck nich emôl möt em Arsch an.
    Königsberg
    Ansehen (Verbum)Einen ansehen wie das achte Weltwunder.
    Ansehen (Verbum)Einen ansehen wie die Krähe ein krankes Ferkel.
    Ansehen (Verbum)Einen ansehen wie die Kuh das grüne (neue) Tor.
    Königsberg
    Auch das rote Tor, das bunte Stadttor. Das grüne Tor in Königsberg ist 1864 abgebrochen worden. Die Engländer - wie die Kuh ein Bastardkalb: She looked on me as a cow on a bastard calf.
    Ansehen (Verbum)Einen ansehen wie eine Galeere (o. wie ein Kriegsschiff).
    In den Kriegsschiffen der Alten waren eine Anzahl augenähnlicher Öffnungen, durch die man die Ruder steckte. Man gebrauchte die Redensart von denen, die jemanden mit weiten und großen, mit schielenden und drohenden Augen ansahen.
    la] Nauphracton tueris.
    Ansehen (Verbum)Einen ansehen, als wenn man ihn fressen wollte.
    Ansehen (Verbum)Einen ansehen, wie Störche ein neues Dach.
    Gotthelf, Uli der Knecht
    Ansehen (Verbum)Einen kaum krumm ansehen.
    la] Digito attingere.
    Ansehen (Verbum)Einer sieht den anderen an als Kobold und als Katermann.
    Ansehen (Verbum)Er darf mich nit recht ansehen.
    la] Ne dignus qui me intueatur.
    Ansehen (Verbum)Er ist (o. wird) angesehen, wie fauler Kohl.
    Bei einer Grünzeughändlerin.
    nl] Hij is er gezien als ane rotte kool (koolstronk) bij eene groenvruen.
    Ansehen (Verbum)Er sieht den Himmel für eine Bassgeige an.
    Ansehen (Verbum)Er sieht ein Fuder Heu für 'ne Pelzmütze an.
    Der Betrunkene.
    Ansehen (Verbum)Er sieht ein Kreuz (Zeelen) für ein Aleph an.
    Jüdisch-deutsch
    Von einem Unwissenden.
    Ansehen (Verbum)Er sieht ein pommersches Storchnest für Salat an.
    Ansehen (Verbum)Er sieht ein Zero für ein O an.
    Ansehen (Verbum)Er sieht eine Sau für eine Turteltaube an.
    Ist betrunken. Die deutsche Sprache ist sehr reich an Bezeichnungen für das Betrunkensein. Durch mehrere derselben werden die außerordentlichsten Wunder namhaft gemacht, die es hervorbringt; denn der hohlste Kopf wird voll, das leerste Haus bekommt ein Oberstübchen, der habsüchtigste Mensch bekommt zuviel, der Ärmste genug, der Nackte wird zugedeckt, der Kahlkopf bezopft, der Tugendfesteste wankt und fällt, der Hagere wird baumel-, dudel-, himmelhagel-, kanonen-, knüppel-, schnepfen-, sterndick, der Trockenste nass, der, welcher sonst nie ans Ende kommt, fertig, der Gottloseste selig, der Einsamste selbander (er und der ihn führen muss), der Geradeste schief, ja sogar schief gewickelt (verkehrter Ansicht), der Gelenkigste steif, der blendend Weiße schwarz, der Schlanke dick, der Krumme strack (gerade), der Magerste fett (ein Schwein), der Blinde sieht sogar alles doppelt, dem Stummen werden die Worte leicht, dem Beredsamsten wird die Zunge schwer, der Greis lallt wie ein Kind, der Philosoph findet (in vino veritas) die Wahrheit, denn trunkner Mund - wahrer Mund, der Astronom wird sternhagelvoll, dem Schmalsten wird die breiteste Straße zu eng, der beste Schauspieler wird ein Kulissenreißer, der fertigste Schreiber macht viele m-Striche, der tapferste Krieger übergibt sich, Müller und Friseur werden schwarz, der ärgste Sünder wird selig. Hier ist einer, weit vom Feuer, angebrannt (man riecht ihn von fern, wie übergesottene Milch), dort, obgleich bei keiner Jagd, angeschossen (aufgeregt, wie ein angeschossen Wild), ein anderer, bei hellem Himmel, benebelt oder im Dampf, im Gänsehimmel (ohnmächtig), der Faule in Schweiß, der Hungrige satt. Auch sagt man von einem Trunkenen: Er ist bedueseld (betäubt), berûsked (berauscht), besuàpen (besoffen), drüäwer (drüber), duene (eng), half elwen (halb elf), halwer siewen (halb sieben), halwer drüawer (halb drüber), recht knubbelig (steif wie ein Knittel, Knorren), knül (gefüllt), nit mär nöchtern (nüchtern), spicker (trunken), stüärtedicke (dick zum Stürzen), torechte (zurecht), feddig, ferdig (fertig), zärtlik, en Bêst, 'ne Suege (Sau), en rechten Swêd (Schwede), en Swîn, en Swînegel, en Féärken (Ferkel), in den Bônen (s.d., seiner Geisteskräfte nicht mächtig), im Dampe (Dampf), im Duesel, im Hurra, im Iwer (Eifer), im Ried (Riet?), im Ruske (Rausch), im Sturm (heftiger Aufregung), im Swâme (Schwaden), im Swîmel (Schwindel), im Sûse (Saus). - Man sagt ferner: Hai heâd sik ânen ânewisked (angewischt), ênen em Aar (Ohr), den Balg ful, tefiel unger de Balken kîken (beim Trinken zu sehr an die Zimmerdecke gesehen), den Bast (die Haut) ful, sik behameld (beschmutzt), sik bekleäderd (beschmutzt), sik beknüppeld, sik benöchterd, beslabbert (verunreinigt), sik besmeärd, besmûdeld (besudelt), büärsseld (gebürstet, nämlich mit Rachenputzer), den Butten (Leib) ful, te daipe int Glas kieken, dat dîrken (Tierchen) saihen (bezieht sich auf das Tierchensehen fertiger Säufer), den Düwel ful (den Saufteufel befriedigt), sîn Genaige (Genüge), gewiss al (schon) en Glas tebruaken, glâserne Ogen, sik de Guargel (Gurgel) wasken, sik ênen gunt (gegönnt), en Hâken, en Hârbül (einen Haarbeutel), te hôpe opbûard (zu hoch gehoben), en îtem, sik ênen knîepen (gekniffen), Koppîne (Kopfschmerz), sik ênen koft, wuat in der Krone, wuat im Krül (Scheitelhaar), te fiel fam kuarten (kurzer = Branntwein), sine Ladunge, sik de Náse beguaten (begossen), nâte Bêne, ênen am Nüsel (an der Nase), sik ênen pakked (gefasst), den Pansen ful, de fiel picheld, op ên Rad (also schief) geladen, schêf lad (schief geladen), schêf oppakked (schief aufgepackt), de Schienpîpen (Schienbeine) duene (voll), 'ne Snîe (Schnitte) nuamen, üöwer de Snuar hauen, en klainen Spits koft, wuat im Stöpsel, den klainen Finger besaihen (der beim Hochheben des Trinkglases ins Auge fällt), ênen (nämlich Rausch) weäg. Hai bumeld (baumelt), wât (weiß) nit mär of hä Männeken oder Wibeken es, gâd selftwedde (selbzweite), kan nit oppen Schrame (Schramme, Dielenritze) gan, hai wackeld. Hö es gesteiwäg (gesteinwegt), d. h. Er kann viel trinken, er hat einen mit Steinen gepflasterten Magen. - Hans Immerdössig. - He het wat im Krüsel (im Tümpen). - Cunradi, hat na di. - He drinket mit Maten. - He is bemüselt. - He hett sick todeket. - He hett to vê pichelt. - He kikket ut fünf Ogen. - He is half sieben. - He hett to veel knipset. - Hei heat to viel (pulleket). - Hä hiät' ne dröge Liäwer (trinkt gern). (, 50.) - Hai héäd sik ênen packed. (V, 73, 100.) - Er hed Öl em Huet. Luzern - He môk lûter Emnenstreke upr Straten. (Eichwald.) - He harren lütken dör de Flunken (s.d.). - Hei föüert (s. fahren) met der Hessenspoer. (Bueren.) - He is sprüttendûn = so voll wie eine Spritze. - He hett den Ars bekielt. - He hett sin Dêl. (Schütze, IV, 103.) - He hett en bitjen mêr as sin Dêl. (Schütze, IV, 103.) - He hett en Snurr. (Schütze, IV, 149.) - De Sprît is em in Kopp stêgen. (Schütze, IV, 177.) - He hett den Stêrt bekîlt. (Schütze, IV, 195.) - He wêt vun sinen Gott nig. - He kennt sinen Gott nig. (Schütze, IV, 352.) - 'T is half süöb'n bi ümen. (Danneil, 73.) - Up 'n scheinen Hacken gahn. Hannover - Er geht über die großen Zehen. - Er haut über die Schnelle.
    nl] Het is een mannatjer puller.
    nl] Hij heeft een savel aan.
    nl] Hij heeft een zavel in.
    nl] Hij heeft zijne zuster verkocht.
    nl] Hij is een ou de puller.
    nl] Hij is half seven.
    nl] Hij is zaat.
    nl] Hij is zoo dartel en brood dronken, dat hij kerkmaar en straatmaar is.
    nl] Hij is zoo stijf als Veraanoog.
    nl] Hij slaat eene dubbele schaats.
    nl] Hij zet zijne muts op half alf.
    Ansehen (Verbum)Er sieht einen Ameisenhaufen für eine Stadt an.
    Ansehen (Verbum)Er sieht einen amerikanischen Nussbaum für einen deutschen Handwerksburschen an.
    Ansehen (Verbum)Er sieht einen Eichbaum für einen Kometen an.
    Ansehen (Verbum)Er sieht einen weißen Hund für einen Bäckergesellen an.
    Der Betrunkene.
    Ansehen (Verbum)Er sieht es einem an der Nase an.
    Ansehen (Verbum)Er sieht es schief an, wie die Gänse den Hafer.
    Ansehen (Verbum)Er sieht ihn an, wie der Hut die Kappe.
    Ansehen (Verbum)Er sieht's an, wie die Kuh das neue Stadeltor.
    Ansehen (Verbum)Er sieht's an, wie ein Gaul, der den Karren umgeworfen hat.
    Ansehen (Verbum)Es ist bloß zum Ansehen da.
    fr] Cela n'est que pour la montre.
    Ansehen (Verbum)Es ist langweilig anzusehen, wie eine alte Badereiberin.
    Die jungen mögen sich kurzweiliger ansehen.
    Ansehen (Verbum)Es ist wohl angesehen, drei Kellner und ein Koch.
    Ansehen (Verbum)Es ligt alles am ansehen.
    Ansehen (Verbum)Hai sühd de hilgen dre Küeninge füär Spitsbauwen ân.
    Iserlohn
    Ansehen (Verbum)Hai sühd de Katte füärn Lülink (Sperling) ân.
    Ansehen (Verbum)Hai sühd den Hiemel füärn Dûdelsak ân.
    Iserlohn
    Ansehen (Verbum)Hai sühd den Hiemel fürn Twêgroskenstücke ân.
    Ansehen (Verbum)Hai sühd et ân as de Gous 'et Weärlüchten (Wetterleuchten).
    Iserlohn
    Ansehen (Verbum)Hai süt de Mügge vôr'n Elefanten an.
    Paderborn
    Ansehen (Verbum)He seeg mi an, as de Koh den Knakenhauer.
    Ansehen (Verbum)He süt et an, ässe de Kau de nigge Schürendör.
    Westfalen
    Ansehen (Verbum)He sütt dat an as de Ko dat nê Dôr.
    Holstein
    Ansehen (Verbum)Hei süt uesen Heargoed balle vöer siynes Gliyken an.
    Westfalen
    Ansehen (Verbum)Ich sah'n nich durch en löchrigen Zaun oan.
    Ansehen (Verbum)Jemanden ansehen, als ob man vom Kröhn- (Meerrettich-)reiben käme.
    Schlesien
    Ansehen (Verbum)Jemanden ansehen, wie die Kuh das Grüne Tor in Königsberg.
    Ansehen (Verbum)Jemanden ansehen, wie eine Krähe ein krankes Ferkel.
    Königsberg
    Ansehen (Verbum)Man kann ihn nicht ansehen, ohne Sodbrennen zu kriegen.
    Ansehen (Verbum)Man kann's einem ansehen und wenn er nur zwei Tage die Schule gesehen.
    Ansehen (Verbum)Man sieht einem an, was er hat getan.
    Ansehen (Verbum)Man sieht einem an, was er kann.
    Ansehen (Verbum)Man sieht es keinem an, wo ihn der Schuh drückt.
    Ansehen (Verbum)Man sieht ihn an, wie den Hund in den Fleischbänken.
    Ansehen (Verbum)Man sieht ihn an, wie den Schinken auf einer Judenhochzeit.
    Wo noch an den mosaischen Speisegesetzen festgehalten wird.
    Ansehen (Verbum)Man sieht ihn an, wie die Katze den Hund.
    Ansehen (Verbum)Man sieht nicht jedem an, was aus ihm werden kann.
    Ansehen (Verbum)Man sieht's den Scherben an, was für ein Topf es gewesen.
    Ansehen (Verbum)Man sieht's einem (ihm) an den Augen (an der Nase) an, was er im Sinne hat.
    en] In the fore-head and the eye the index of the mind does lie.
    la] In fronte cogitationes inscriptae sunt.
    Ansehen (Verbum)Man sieht's ihm an, dass er nicht aus dem kleinsten Glase getrunken hat.
    Ansehen (Verbum)Man sihets einem an.
    Ansehen (Verbum)Mancher will angesehen sein, er hab kein Wasser geglümet vnd ist doch wohl mit dem gantzen Hinderen darin gesessen.
    Ansehen (Verbum)Mer dörf 'n nît krumm ousag'n.
    Franken
    Man darf ihn nicht krumm ansehen, er ist sehr empfindlich.
    Ansehen (Verbum)Sath mich ock nich für su enfaltig on.
    Ansehen (Verbum)Sieh dich hübsch bei Tage an!
    Täusche dich nicht selbst!
    la] Ad lucernae lumen ne te spekulo contempleris.
    Ansehen (Verbum)Sieh mich an und friss mich nicht.
    Ansehen (Verbum)Siehe dich an, vndt nicht mich; tue Ich vnrecht, so huette dich.
    Aus einer Handschrift der königlichen Bibliothek zu Königsberg aus dem 17. Jahrhundert.
    Ansehen (Verbum)Siehe dich selbst an und urteil' dich, bist du ohne Schuld, so strafe mich.
    Ansehen (Verbum)Siehe dich selbst an!
    la] Nosce te ipsum.
    Ansehen (Verbum)Sieht doch die Katze den Kaiser an.
    Wer wird es übel nehmen, von einem Geringeren betrachtet zu werden.
    fr] Un chat regarde bien l'empereur.
    Ansehen (Verbum)tiefster Verachtung.
    Ansehen (Verbum)Vom Ansehen wird der zerschlagene Topf nicht ganz.
    Ansehen (Verbum)Von Ansehen kenn' ick 'n wohl, aber ick wêss man nich, wie er hêssen tut, sagte Hans, als ihn der Lehrer fragte, wie der Buchstabe heiße.
    Ansehen (Verbum)Wat süst du mi an? Ik hewwe all (schon, bereits) en Mann; wärst e-er ekuemen (gekommen), dann hädd' ik di nuemen.
    Westfalen
    Ansehen (Verbum)Wenn er mich nur ansieht, so hab' ich wieder eins, sagte die Nonne von Dänikon, als sie das zweite Kind vom Beichtiger bekam.
    Ansehen (Verbum)Wer mi nig ansein will, de kîke ümbi.
    Schaumburg
    Ansehen (Verbum)Wie es mich ansieht, danach tu' ich.
    Besonnenheit.
    AnseichenDer ist's Aseiche net wert.
    Ulm
    AnsenftenEinen ansenften.
    Viel Senf vormachen.
    AnsetzenGut ansetzen tut's nicht, man muss auch mit Ehren hinausführen.
    AnsetzenSetz an, sagte Hans, mit der wächsernen Nase.
    AnsetzenWas wohl ansetzt, lässt (gern) gute Letzt.
    Die Letze, etwas das erfreut, ein beim Abschied zur Ergötzlichkeit gemachtes Geschenk.
    AnsetzenWohl ansetzen ist das halbe Teil der Arbeit.
    AnsetzenZwischen Ansetzen und Trinken kann man (oder: kann ein Schiff) versinken.
    AnsichtDe Ansicht was gôd', säd Adam un kêk Eva'n unner 't Hemd.
    AnsichtDie Ansicht eines Weisen und den Rat eines Greisen soll man nicht von sich weisen.
    AnsorgeHans Ansorge lässt keine Sorge übers Knie gehen.
    Brennt das Haus, so wärmt er sich bei den Kohlen oder bläst sein Anliegen in die Luft.
    AnspannMan muss sehen wie der anspann ist, ehe man vorspannt, darnach spannt man zusammen.
    AnspannenDü spannet frö an u fiet spät.
    Bedburg
    AnspannenEs gilt nicht bloß anspannen, man muss auch zufahren.
    AnspannenIst einmal angespannt, dann muss gefahren werden.
    dk] Hvo der en forspendt man fort.
    AnspannenJan, spann an, dre Katten vöran.
    Ostfriesland
    AnspannenSpann an, lad auff, treib fort den Gaul, es fliegt kein 'bratne Taub' ins Maul.
    AnspannenWer (selbst) nicht anspannt, den kann (soll) man nicht vorspannen.
    AnspannenWer angespannt ist, muss ziehen.
    dk] Den som er forespendt faaer at drage.
    AnspannenWer sich lässt anspannen, der muss ziehen.
    AnspannenWer sich lässt anspannen, muss sich auch treiben lassen.
    cz] Kdo táhne, toho pohúnejí.
    AnspannenWie einer angespannt hat, so wird er ackern (o. fahren).
    cz] Jak zapráhl, tak potáhne.
    sk] Kdo jako robí, tak sa mu vodí.
    wend] Tak ak jaden goni, ga teke ze.
    AnspartelnDar tege ansparteln.
    AnspeienEr ist's Anspeien nicht wert.
    AnspinnenDie spinnen doch ollen okrôt an.
    AnspracheAnsprake hebbe.
    AnspracheAuf Ansprache und Antwort will der Schöffe Recht weisen.
    Erst nachdem beide Teile vollständig gehört sind, kann das Urteil geschöpft werden.
    mhd] Nach ansprach und antwort walde der scheffen recht weisen.
    AnspracheJede Ansprache hat ein Ende.
    angels] Älc spraek haebbe ende.
    AnsprecherDer Ansprecher darf den Antworter nicht totschlagen mit seinem Schwert.
    Der Verklagte braucht keinen Umstand einzuräumen, den der Kläger (Ansprecher) gegen ihn ausbeuten könnte, namentlich darf er in seltenen Ausnahmsfällen Urkunden herausgeben, weil niemand schuldig ist, sich mit seinem eigenen Schwert totschlagen zu lassen.
    altfries] Dij oensprekir schel dyn sitter naet daedslaen mey syn agne swerd.
    AnspuckenEr ist fürs Anspucken zu schlecht.
    Um einen höchst verworfenen und schmutzigen Menschen zu bezeichnen. So spuckte z. B. Diogenes einem Schwelger ins Angesicht, um zu sagen, dass dies der schmutzigste Ort im Hause sei. Als Zeichen der größten Verachtung spuckten die Kriegsknechte Jesum ins Angesicht.
    fr] Un bougre de cracher.
    AnstandAlles mit Anstand, sagte der Teufel, und nahm den Pfaffen im Ornat.
    AnstandAnstand ist die Hauptsache.
    la] Caput artis est, decere, quod facias.
    AnstandAnstand tut's, sagte Säuberlich, da putzt er an der Tafel seine Nägel aus.
    AnstandAnstand und Lüge sind Geschwisterkinder.
    AnstandAnstand ziert und kostet nichts.
    AnstandAuf dem Anstande sein, oder: Auf den Anstand gehen.
    Die Gelegenheit zur Erreichung eines bestimmten Zwecks abwarten.
    AnstandSich einen Anstand geben.
    AnstandWer nicht mit Anstand ein Schelm sein kann, dem legt jeder Knabe das Handwerk.
    AnständigEr ist anständig gewesen, sagt Maß, schreiben Sie, ergebenster Herr Geheimrat.
    Stargard
    Nach buchstäblichem Vorgange. Maß, ein jüdischer Pferdehändler, stand im steten Verkehr mit dem verstorbenen Freiherrn von Schöning, bei dem er halb eine Art Hofnarr war. Bald sagten sie einander die schönsten Grobheiten, bald verkehrten sie sehr höflich mit einander. Maß, des Schreibens unkundig, musste sich seine Korrespondenz führen lassen. Die Anrede lautete sehr verschieden, je nachdem das Verhältnis eben war. Obiges ist sprichwörtlich geworden, es wird von demjenigen angewandt, der mit dem Gewinn, Lohn u.s.w. zufrieden ist, den er von einem anderen erhalten hat.
    AnständigÖmmer anständig, Finger ut em Arsch.
    AnstaunenEr staunet's a, wie ne Chua es neues Tennstor.
    Luzern
    AnstechenEr ist angestochen.
    Angetrunken
    AnsteckenDas steckt ihn an.
    Nürtingen
    Es ärgert ihn.
    AnsteckenErst ansteken (upstiken, die Pfeife anzünden), se (de) Jan, as he nâ de Galgen schull.
    AnsteckenEs wird mancher angesteckt, der nicht beim Kirchhof wohnt.
    Anstehen'S schtî nu long oder kurz on, su wîl îch 'n wîder bezâlen.
    Schlesien
    AnstehenDas stehet ihm an, wie dem Zaunstecken ein menschlich Kleid.
    AnstehenDas steht dir an, wie dem Esel 's Tabakrauchen.
    AnstehenDat steiht em an, as de Hoor dat Spinn'n.
    AnstehenDat steiht em an, as den Hund dat Pottschrappen.
    Oldenburg
    AnstehenDat steit dî an, as wenn de Hunn 'n Lêm hacken un de Katten klêmen.
    Mecklenburg
    AnstehenDat steit em an, as 'n Hund dat Grasfräten.
    AnstehenDat steit em an, as wenn 'n Kaulhâse (Kohlhase) sick tigen 'n Wârwulf steggert.
    AnstehenDat steit em so hotten an.
    AnstehenDeam stot's an wie der alte Kuh 's Bisa.
    D. h. das lustige übermütige Umherspringen.
    AnstehenEs stehet übel an, wenn man straft, was man selber getan.
    la] Turpe est doctori cum culpa redarguit ipsum.
    AnstehenEs steht ihm an wie dem Esel das Lauteschlagen.
    AnstehenEs steht ihm an wie dem Schweine die Perlenschnur.
    AnstehenEs steht ihm an wie dem Stoffel der Degen.
    AnstehenEs steht ihm an wie der Hure das Spinnen.
    Er weiß nicht damit umzugehen. Von den liederlichen Dirnen entlehnt, die im Spinnhause (einer Arbeitsanstalt) für ihr Gewerbe büßen, aber weder große Geschicklichkeit noch großen Fleiß zeigen.
    AnstehenEs steht ihm an, als einer Sau das Balgtreten.
    »Das ihm dann gleichwohl ansteht als einem Esel die Orgel schlagen, einer Sau die Balg treten.«
    AnstehenEs steht ihm an, wie dem Esel das Tanzen.
    AnstehenEs steht ihm an, wie einer Sau Manschetten (o. ein Halsband).
    AnstehenEs steht jm an, als dem bern das tantzen.
    AnstehenSich zu etwas anstellen wie eine Kuh, die auf den Kirschbaum klettern will.
    AnstehenWem's nicht ansteht, dem steht's ab.
    AnstellenHai stellt sik an, är wenn'e van der dullen Suege friätten härre.
    Arnsberg
    Er stellt sich an, als wenn er von der tollen Sau gefressen hätte.
    AnstellenHe stelt sik an, as wenn he kên fîf tellen kun, un was doch en Schelm in seiner Hût.
    AnstellungEr bekommt eine Anstellung zum - Mistfahren.
    Troppau
    AnstellungEr bekommt eine Anstellung, ja, mit dem Hintern am Ofen (o. an die Wand).
    Troppau
    AnstellungHei heft e Anstellung - möt dem Arsch an e Wand.
    Königsberg
    AnstierenEinen anstieren wie die Kuh ein neues Tor.
    AnstifterEr ist der erste Anstifter.
    la] Fons et radix es.
    AnstinkenStink' einmal einer gegen ein Fuder Mist an.
    Wer vermag etwas gegen solche Frechheit, Gemeinheit, Niederträchtigkeit!
    AnstoßOhn allen Anstoß und nicht wie eine Kuh ins Mausloch.
    Grimmelshausen, Vogelnest
    AnstoßenStoß nicht an, die Badstube ist niedrig.
    AnstoßenWer nirgend anstoßen will, muss aus der Welt gehen.
    nl] Sie ongeschonden wil zyn, moet ongeboren weren.
    AnstoßenWer nirgends will stoßen an, muss Schickelmann zu Händen han.
    AnstreichenEr will nirgend anstreichen.
    Verletzen.
    AnstreichenIch werde ihm das anstreichen.
    Ich werde es mir für den Zweck der Wiedervergeltung merken - durch einen Strich.
    AnstreichenWelche sich anstreicht, die sorgt vor jhr gesess mehr als vor jhr Seel.
    AnstrengungKleine Anstrengungen bringen großen Gewinn.
    mhd] Klein underwin holt grôt gewin. (Ingens observant tranquilla negotia lucrum.)
    AnstrichEr weiß der Sache einen Anstrich (eine Farbe, ein Färbchen) zu geben.
    Sie von der günstigsten Seite darzustellen.
    AnstrichEr weiß sich einen Anstrich zu geben.
    AnstrichEs hat Anstrich.
    AnstrichEs hat meinen Anstrich nicht.
    AnstrichEs ist ein roter Anstrich, den er vom Fidelbogen hat.
    AnteigenWenn angeteigt ist, muss auch gebacken werden.
    AnthauptEr isch am Anthaupt.
    Soloturn
    Am Ende seiner Tage.
    AntichristusAntichristus kann Christum nicht predigen.
    AntikeIck bin en Antike, sagte der Invalid, ik bin alt un nackend un fehlt mir a Been.
    AntlitzDas Antlitz bringt das Mädchen an den Mann.
    Serbien
    AntlitzDas Antlitz einer Geliebten bedarf keiner Kammerfrau.
    Persien
    AntlitzGolden Antlitz, Herz von Eisen.
    AntlitzSchön Antlitz verkauft ein räudig Gesäß.
    AntlitzStände sein Antlitz am Himmel, die Bauern würden zum Wetter läuten.
    AntoAnto (nahebei) is noch nich half.
    Oldenburg
    AntonAnton, das verstehst du nicht.
    Kamnitz
    AntonAnton, steck den Degen ein!
    Der Titel einer Posse von Kalisch, die 1859 in Berlin auf Aschers Narrenfest aufgeführt und als Anspielung auf die Kriegsgelüste des französischen Kaisers Napoleon III. betrachtet wurde. Durch häufige Wiederholung ging das Wort bald in ein Sprichwort über und wird angewandt, um im Ernst oder auch scherzhaft die Angriffs- und Streitlust zu dämpfen. - Die Redensart ist nicht aus der Posse entstanden, sondern vom Dichter nur benutzt worden; sie ist nach mehrfachen Mitteilungen viel älter. »Als ich vor etwa 50 Jahren in Halle studierte, fand ein Studentenkrawall statt, der solche Ausdehnung gewann, dass Militär requiriert werden musste. Die Studenten marschierten in ganz fideler Stimmung dem Militär entgegen, umzingelten den kommandierenden Offizier, schlossen ihn immer enger und enger ein und sangen: ?Anton, steck den Degen ein; Anton? u.s.w. Da der Offizier ein humaner Mann war und er die Studenten in der heitersten Stimmung, also ohne alle Böswilligkeit fand, so verlief die ganze Geschichte gutartig. Ob nun an jenem Tage das Wort: Anton steck den Degen ein, erst aufgekommen oder schon früher in Gebrauch gewesen ist, kann ich nicht sagen; nur so viel weiß ich, dass ich von jenem Tage ab die Straßenjungen sehr häufig habe jodeln hören: Anton, steck den Degen ein.«.
    AntonHeiliger Anton von Paddua, schick mir 'nen Mand von Mantova, der niets anfrisst, und niets versaufft und zu koan ander Menscher lauft.
    Illustrierte Zeitung, Leipzig 1868
    Die italienischen Mädchen wenden sich an denselben Heiligen, sie wollen aber nicht bloß einen Mann, der ihnen gefällt, sondern auch noch ein Grundstück, einen Weinberg und etwas anderes, worüber sie sich nicht näher auslassen. San Antonio, mio benigno, sol tre grazie vi domando: un potere, un marito a mio piacere, una vigna, qualia casa altra; San Antonio, non voglio altro. In Irland glaubten früher die Mädchen diesen Zweck dadurch zu erreichen, dass sie am Katharinentage (25. November) aufs strengste fasteten. Auch in der Bretagne opferten ehemals die Mädchen der heiligen Katharina kleine Stühle von Wachs, um schöne und reiche Männer zu bekommen; und in den Ardennen gilt noch immer die sogenannte neuvaine de la Chandeleur für ein sicheres Mittel heiratslustiger Mädchen, die heilige Jungfrau für ihre Wünsche zu gewinnen.
    AntonRuhig, Anton, kaltes Blut!
    Deutz
    AntonSankt Anton nehmen die Tage zu um eine Mönchsruh.
    Königsberg
    fr] A le saint Antoine les jours croissent le repas d'un moine.
    AntonZent Tönnes (Sankt-Anton) brengt Is of brecht Is.
    AntoniusAntoni, vergiss den Lein nie.
    Der dem Anton von Padua gewidmete 13. Juni wird als ein zum Leinsäen günstiger Tag bezeichnet.
    AntoniusBei Sankt-Antonii Kapelle anziehen.
    Die Sauglocke läuten.
    AntoniusDass dich Sankt-Antoni ankomme!
    Im 11. und 12. Jahrhundert wütete eine Krankheit, welche das Feuer des heiligen Antonius, auch Wildfeuer (ignis infernalis, gehennalis) genannt wurde. Was für ein Übel es gewesen, ist nicht genau bekannt. Die Glieder der Kranken wurden schwarz wie verbrannt und faulten zuletzt gänzlich ab. Noch im Jahre 1533 wallfahrteten über 10.000 Italiener und ganze Scharen von Deutschen und Ungarn zum Grabe des heiligen Antonius in der Dauphiné. Bekannt ist auch, dass die Antonitermönche die Kranken christlich pflegten, die an dieser Krankheit litten. Auf diese Krankheit bezieht sich das obige, in alten Sprichwörtersammlungen vorkommende Fluchsprichwort.
    AntoniusEr ist im Sankt Antonius' Orden.
    nl] Hij is in Sint Anthonies gild. (a.)
    AntoniusSankt Antoni bricht Eis: find't er keins, macht er eins.
    Euskirchen
    AntoniusSankt Antonius mit dem weißen Bart, wenn er nicht regnet, er doch den Schnee nicht spart.
    it] Sant' Antonio dalla barba bianca, se non piove, la neve non manca.
    AntoniusSankt-Antonius soll unser Heiliger sein, wenn er uns hütet (mästet) unsere Schwein'.
    Wir dienen und verehren den, der uns nützt.
    AntoniusWenn Antoni (17. Januar) die Luft ist klar, so gibt es ein trocknes Jahr.
    Arnsberg
    AntoniustagAm Antoniustage verlängert sich der Tag um einen Teufelsschritt.
    D. i. Eine Stunde.
    it] Sant' Antonio (17. Januar) il dì s'allunga d'un passo di demonio.
    AntoniustagGroß Kälte am Antoniustag (17. Januar) - groß Hitze am Laurenzitag (10. August), doch keine lange dauern mag.
    it] Sant' Antonio gran freddura, - San Lorenzo gran caldura - l' uno e l' altro poco dura.
    AntreibenAngetrieben in der Jugend macht hurtig im Alter.
    AntreiberEen flitige Andriwer is bäter, as dre fule Arbeiters.
    Süderdithmarschen
    AntreiberEin guter antreiber ist aller ehren wert.
    Luther
    AntreiberEin guter Antreiber macht einen guten Arbeiter.
    AntröckenDat tröck em so an.
    Es ergriff, erfasste ihn.
    AntunEs ist ihm angetan.
    Dem Vieh, dem Kinde u.s.w. Von heimlichen Wesen, z. B. von Elben ist das Vieh berührt, angehaucht und deshalb erkrankt oder gelähmt (Volksaberglaube).
    AntwortAin linde antwort stillet den zorn, aber ain hart wort richtet grimm an.
    AntwortAntwort, die nicht zur Frage passt, ist eine Last.
    la] Responsio debet fieri secundum interrogationem.
    AntwortBesser eine kluge Antwort langsam, als eine dumme schnell.
    AntwortDas ist eine schöne Antwort, die auf alle Fragen passt.
    AntwortDie Antwort aus der Scheiden nemmen. - I, 316.
    AntwortDie Antwort passt, weiter, sagt Goethe.
    »Die Schauspieler in Weimar hatten stets die erforderliche Zeit zum Einstudieren ihrer Rolle. Bei der ersten Theaterprobe zur Zenobia musste Unzelmann, einer der fleißigsten Künstler und sogar Liebling Goethes, seine Rolle lesen. Da rief Goethe aus seiner Loge: ?Ich bin nicht gewohnt, dass man seine Aufgabe ablieset; der Tag hat vierundzwanzig Stunden, die Nacht mit eingerechnet.? Unzelmann trat bis an das Proszenium vor und sagte: ?Euer Excellenz haben recht, der Tag hat vierundzwanzig Stunden; aber meine Frau liegt seit mehreren Tagen krank darnieder, deshalb hab' ich nicht zum Lernen kommen können, und so gut wie der Staatsmann und Dichter bedarf auch der arme Schauspieler der Nachtruhe!? Goethe rief mit kräftiger Stimme: ?Die Antwort passt, weiter!?« (Anekdotenjäger, 74. Heft)
    AntwortDu findest jn nit on antwort.
    AntwortEine Antwort auf eine Frage und noch fünfe dazu.
    Türkei
    AntwortEine Antwort sanft und lind, stillet den Zorn geschwind.
    AntwortEine gelinde Antwort stillet den Zorn.
    Spr. Sal., 15, 1 und 25, 15
    es] La blanda respuesta la ira quiebra, la dura la despierta.
    la] Lingua mollis confringet duritiam.
    la] Responsio mollis frangit iram.
    AntwortEine richtige Antwort ist wie ein lieblicher Kuss.
    AntwortEine schnelle Antwort ist oft des Glückes Geburtsort.
    AntwortEr bleibt keine Antwort schuldig.
    AntwortEr hat immer eine Antwort bei der Hand.
    AntwortEr ist um Antwort nicht verlegen.
    AntwortEs ist eine Antwort, die Hörner und Zähne hat.
    AntwortEs ist eine lakonische Antwort.
    AntwortEs sind Antworten wie bei Hofe, weder ja noch nein.
    AntwortGute Antwort auf böse Worte kostet wenig und gilt (o. wirkt) viel.
    Spanien
    AntwortGute Antwort bricht den Zorn.
    la] Frangitur ira gravis, cum sit responsio suavis.
    AntwortKeine Antwort ist auch eine Antwort.
    In Waldeck: Kenne Antfert îs auch enne Antfert.
    dk] Intet svar er ogsaa svar.
    en] One answer to one question and five more.
    fr] Le silence vaut une réponse.
    hu] Néha az okos nemfelelet is felelet.
    jüdisch-deutsch] Kaan Tschuwe is aach e Tschuwe.
    la] Etiam silentium responsi vicem obtinet.
    la] Interpres est orationis abditus, silentium.
    la] Qui tacet, consentire videtur.
    AntwortSanfte Antwort ist ein Rezept vor Zorn.
    mhd] Süße antwart pringt süße wort und pricht den zorn an allem ort.
    AntwortenAntworte nicht, man frage dich denn.
    AntwortenAntworten wie ein Normann.
    Normännisch, d. i. unbestimmt, zweideutig.
    fr] Répondre en Normand.
    AntwortenAntwortet man nicht, so ist man überwunden.
    Wer sein Recht nicht verteidigt oder bei gerichtlichen Verhandlungen gar nicht oder nicht rechtzeitig erscheint, geht seines Rechts verlustig. - In Schleswig: Antwortet he nicht, so is he verwunnen.
    AntwortenEr antwortet ihm den Arsch auf den Kopf.
    Holstein
    Wer spitz, frech oder verkehrt antwortet.
    AntwortenEr antwortet wie die Turmbauer zu Babylon.
    Unpassend, verworren.
    dk] Handsvarer tidt som de der bygde babels-taarn.
    AntwortenEr antwortet wie ein Hund, wenn er gefragt wird.
    Vom Schweigenden.
    AntwortenEr kann auf alles antworten, nur auf die vorgelegte Frage nicht.
    fr] Avoir réponse à tout, hormis à qui va là.
    AntwortenWer antwort, eh man fraget jn, der zeigt sich selbst im Narren Sinn.
    AntwortenWer antworten will, den darf man nicht verfesten.
    mhd] We antwarden wel, dem darf man nicht vorvesten.
    AntwortenWer antwortet auf unnützes Gespei (o. übel Geschrei), der macht aus einem Unglück (o. Unheil) zwei.
    fr] A folle demande il n'y faut point de réponse.
    se] En dum fråga kräfwer intet swar.
    AntwortenWer antwortet ungefragt, dessen Verstand wird mit Recht beklagt.
    la] Qui prius respondit quam audiat, stultum se esse demonstrat et confusione dignum.
    AntwortenWer antwortet vngefragt, der ist nicht gescheid.
    AntwortenWer antwortet, eh' er höret, dem ist Narrheit und Schande.
    Spr. Sal., 18, 13
    AntwortenWer antwortet, eh' er hört, der hat einen Wurm im Kopf.
    Lehmann setzt hinzu: »Wo Obrigkeiten Bescheid und Urteil geben, ehe sie beide Parteien genug gehört haben, da ist der Witz verwundet.«
    AntwortenWer antwortet, eh' man ausgefragt, der bellt wie der Hund, wenn die Tür aufgeht.
    dk] Hvo som svarer för udtalt er, er som hunden der göer för dörenoplades, og veed ey enten det er ven eller uven.
    AntwortenWer antwortet, ehe er höret, der zaiget an sein Thorhait vnd wirdt ze schanden.
    AntwortenWer da antwort ee er gehöre, der glichet sich eym doren.
    AntwortenWer ungefragt antwortet, ist nicht klug.
    AntworterLieber des Antworters Wort sprechen als des Klägers.
    Da der Beklagte dem Kläger gegenüber sich in der Regel in einer Art Nothwehr befindet, so ist er durch die gesetzlichen Einrichtungen in vieler Hinsicht begünstigt.
    mhd] Spreke limer des antwoerders woert dann des clegers.
    AnvertrauenEs wär' ihm gut anzuvertrauen, was alle Welt wissen soll.
    AnwaltDer Anwalt (Morsche) mag sich zerreißen, wenn der Richter (Dajjen) nicht will.
    Jüdisch-deutsch
    Der Untergeordnete kann wenig gegen die Willkür des Übergeordneten durchsetzen.
    AnwaltJunger Anwalt macht den Prozess alt und die Tasche kalt.
    fr] De jeune advocat, procès perdu.
    fr] De jeune procureur cas mal entendu.
    AnwandEr ist noch nicht an der Anwand.
    Es lässt sich noch nicht über den Ausgang urteilen.
    AnwartschaftEine fette Anwartschaft ist besser als ein magerer Besitz.
    es] Vale mas buena esperanza que ruin posesconi. (Don Quixote)
    AnweisungAnweisung (Assignation) ist keine Zahlung.
    In dem Falle aber, wenn A. Eine Forderung an B. hat, dieser aber A. an C. weist, welcher dem B. schuldig ist, um sich die Summe auszahlen zu lassen, C. aber entweder an A. nicht zahlen will oder überhaupt nicht zahlen kann, ist die Anweisung keine Zahlung. A. hat die Schuld des C. von B. nicht übernommen und hält sich mit seiner Forderung nur an B.
    Anweisung is noch geen Betahlung. Ostfriesland
    nl] Assignatie is geene betaling.
    nl] Onderwijzing is geene betaling.
    AnweisungAnweisung (Delegation) ist gute Bezahlung.
    Dies Sprichwort gilt, wenn A. für seine Forderung an B., dessen Forderung an C. an Zahlungsstatt förmlich übernimmt und sich somit aller Ansprüche an B. begibt.
    AnweisungDas ist eine Anweisung auf eine Silbergrube im Monde.
    AnweisungEs ist wie eine Anweisung auf arme Leute.
    AnwendeAn der Anewand siyn.
    Westfalen
    Einen Wendepunkt erreicht haben. Wenn der Pflüger durch ein anstoßendes Feld oder einen Weg u.s.w. genötigt ist, auf dem Acker selbst, den er pflügt, umzuwenden, so bleiben die Enden desselben vorläufig ungepflügt. Dieser Streifen, der später der Breite nach umgebrochen und mit Querfurchen versehen wird, heißt: Anewand, Anewenne, Anwende.
    AnwendeWär sek up 'ner Ânewendge nêren kan, dei blîwe von 'n Twei-Morgen-Acker.
    Enthält die Mahnung, insofern man in kleinen Verhältnissen sein bescheiden Auskommen finden kann, zufrieden zu sein und nicht nach größeren zu streben.
    AnwendenEr wendet Grünes und Dürres an.
    AnwendenFrisch angewendt ist halb geendt.
    AnwendenUm einen Feddan wendet man gern ein Kassaba an.
    Eine Kleinigkeit wird gern für etwas Wertvolleres aufgeopfert. Der Feddan ist ein ägyptisches Landmaß und enthält gegenwärtig gewöhnlich 300 Kassabas oder Ruthen zu 3,64 Meter. - Man opfert einen Pfennig, um einen Taler zu gewinnen.
    AnwerbenWer sich anwerben lässt und verlobt, ist nicht mehr frei.
    es] Ir a la guerra, y cusar, no se ha de a consejar.
    AnwerbungAnwerbung macht keine Verbindung.
    Dem Ehestande gehen Anwerbung, Jawort, Verlobung und Trauung voraus. Dies Sprichwort bezieht sich aufs erste und will anzeigen, dass, solange auf die Anwerbung das Jawort nicht erfolgt, der Anwerber seine volle Freiheit habe, seinen Antrag zurückzunehmen und eine andere Verbindung einzugehen.
    AnwerfenWirf's dick an, so klebt was dran - sagt der Maurer, wenn er schlechtes Mauerwerk durch schlechten Anwurf zudeckt.
    AnwischenIk heff ämm ên anwischt.
    Unvermerkt einen Schlag versetzt.
    AnzapfenEinen anzapfen.
    la] Dicteriis lacessere.
    AnzeichenAuff ein vngewiss anzeigen gehört ein vngewiss antwort.
    AnzeichenEs ist kein guts anzeichen, wenn der Bart einem zu frü wächst.
    la] Non boni sunt puberes.
    AnzeichenVier anzaig eines falschen herzen: kain treu vnd glaub in handlung, hönig im mund, gall im herzen, betrug in taten.
    AnziehenAnziehen wie Magnet.
    Von Sachen und Personen, die einen starken Einfluss auf unser Begehrungsvermögen ausüben.
    la] Omnes attrahens ut magnes lapis.
    nl] Hij trekt het al gelijke de zeilsijzer trekt een.
    AnziehenEr ist angezogen wie ein Hanswurst.
    AnziehenEr zieht keinen Strang an.
    AnziehenEs zieht an wie Hechtsuppe und schneidet wie ein Schermesser.
    Schlesien
    Von sehr scharfer Luft, auch anderen scharfen Einwirkungen. Im Kreise Lötzen heißt es auch: Es zieht an wie Fischsuppe, z. B. der Stock, mit dem man züchtigt; der Nagel, den man einschlägt. Gute Hechtsuppe ist scharf gesalzen und gepfeffert. Man will mit der Redensart die Schärfe der Hiebe andeuten.
    AnziehenIch musste mich anziehen, sagte Klaus Narr, als man ihn fragte, warum er so zeitig aufgestanden sei.
    AnziehenTüh an, Jan, 't is ên Bullkalf.
    AnziehenWenn ich mich rein angezogen habe, treff' ich meines Mannes Mutter nicht zu Hause.
    Surinam
    Um zu sagen: Wenn ich jemanden besuchen will, treff' ich ihn nicht, o. ich bin umsonst gegangen. Auch: Wenn man einmal etwas vorzusetzen hat, kommen keine Gäste.
    AnziehenZieh den Ring an, so laufen dir alle Gassen nach.
    So sagt man in Breslau zu jemandem, der verlegen ist, was er anziehen solle. Wie witzig und poetisch erscheint der Ausspruch, wenn man sich den Ring, den großen Marktplatz, als Kleid und die in denselben mündenden Straßen als schmückende Bänder denkt, die hinter dem Ring-Bekleideten herflattern.
    AnziehenZieh dich an, Behle (Bella), es koscht nix.
    Jüdisch-deutsch
    Behla zieh an dich, nämlich den Duft der Blumen, der - nichts kostet. Von einem reichen Geizhalse, der seine Frau an einem schönen Frühlingstage zu einem Spaziergange aufforderte, weil - der Genuss nichts koste.
    AnzugEin reiner Anzug und eine keusche Frau sind gern beieinander.
    AnzugEs ist ein Anzug von demselben Zeuge.
    Um Wiederholung derselben Sache zu bezeichnen.
    AnzüglichKummer, ward nich anzüglich.
    Werde nicht persönlich, beleidigend.
    AnzündenEr will anzünden ohne Feuer.
    Für gewöhnlich wird allerdings Feuer nur durch Feuer erzeugt; wer etwas entzünden will, muss es mit einem schon brennenden Körper in Berührung bringen. Es ist jedoch chemisch möglich auch ohne Feuer anzuzünden. Wenn kaltes Platin und kaltes Wasserstoffgas unter günstigen Umständen zusammentreffen, so erhitzen sie sich in dem Grade, dass das Platin glühend und das Wasserstoffgas brennend wird. Eine Art chemischer Feuerzeuge beruhen hierauf.
    AnzündenEr zündet Feuer an und bittet um Schutz vor der Flamme.
    AnzündenMan zündet auch wohl dem Teufel ein Lichtlein an.
    AnzündenZünde ein Licht an, suche eine ganze Woche und du wirst etwas finden, was eine Muschel (Schale) wert ist.
    Von fruchtlosen und kindischen Bemühungen.
    AnzündenZünde ihm alle zehn Finger als Lichter an, er wird sie doch nur ansehen als wären sie dunkel.
    Von jemandem, welcher die sprechendsten Beweise der Dienstfertigkeit anderer gegen ihn vergisst oder nicht anerkennen mag.

    <<< operone >>>