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Ein Ross, das sich nicht reiten lässt, wird vor den Pflug (Wagen) gespannt.

Ein Ross, das wohl vom Bereitter abgericht ist und im Stall stehen bleibt, vergisst, was es auf der Reitschul gelernt.

Ein Rosskäfer ritt auf einem Besen in das geheime Gemach. Sieh, sagte jemand, den Träger, den Getragenen und das Wirtshaus.
z] Sage mir, mit wem du umgehst, so sage ich dir, wer du bist, weiß ich, womit du dich beschäftigst, so weiß ich, was aus dir werden kann. Goethe, Maximen und Reflexionen 459
mhd] Wir haben gehôrt vil lange wohl, daz man den man bî sînen gesellen dicke erkennen sol.
mhd] Der man ist nâch dem sinne mîn, darnâch und er gesellet sich.
bm] S kým jsi, takový jsi.
en] A man is known by his company.
en] Tell me who your friends are and I'll tell you who you are.
en] Tell me whom you associate with and I will tell you what you are.
en] Tell me with whom thou goest, and I'll tell thee what thou doest.
fr] Dis-moi qui tu fréquentes (o. hantes) et je te dirai qui tu es.
ho] Zeg mij, met wien gij om gaat, en ik zal uwen staat weten.
ho] Zegt ons met wie dat gij verkeert, en heb ik uwen raad geleerd.
it] Dimmi con chi pratticchi, ti diro che cosa prattichi.
it] Dimmi con chi stai, e ti diro che vita foi.
it] Dimmi con chi vai e ti dirò chi sei.
it] Dimmi con chi vai, e saprò ciò che fai.
it] La mala compagnia è quella che mena uomini a la furca.
kroat] S kim te vide, tim te i pisû.
la] Cum quo aliquis iungitur, talis erit.
la] Nosci ex hoste potest, qui non cognoscitur ex se.
la] Noscitur adverso tempore verus amor.
la] Noscitur ex socio qui non cognoscitur ex se.
la] Talis quisque putatur, cum quibus versatur.
pl] Kto z kim przestaje, sam takim zostaje.
pl] Z jakim kto naklada, takim sie stawa.
pt] Dize-me com quem andas, dir-te hei que manhas has.
sp] Con quien naces, sino con quien paces.
sp] Dime con quien andas, decirte quien eres. Cervantes, Don Quixote
sp] Dime con quién irás (o. andas), y te diré quién eres.
sp] Di me con quien vas y te diré que mañas has.

Ein Rösslein um ein Pfeiflein tauschen.
ndt Er het's Rössli as 's Pfîfli tûschet.

Ein rot Bart und beissig Weib grüss von weiten, vier Stein in der Hand haltend, wenns von nöthen.
la] Rufum et barbatam a longe saluta, quatuor lapidibus in manu servatis, quibus te ipsum tuearis, si opus est.

Ein rot geschminktes, schönes Weib ist die Wurzel allen Übels.
China

Ein roter Apfel ist nicht immer süß.
Estland

Ein roter Bart hat Trinkers Art.

Ein roter bart und erlen bogen, wenn sie gerathen, sind sie zu loben.
Der rote Bart wird mythologisch auf die Verteufelung des rotbärtigen Thor zurückgedeutet

Ein roter Buchstab im Titel verstellt das ganze Buch.
Eine rote Branntweinnase das schönste Gesicht

Ein Roter traut dem anderen minder (nichts).

Ein Roter traut dem anderen nicht.

Ein rotes Ei und ein frischer trunck nach dem Bad ist der kleinsten Frewd gleich im Himmelreich.

Ein rotes Haar macht keinen Fuchs.

Ein Rothaar ist selten gut.

Ein rotköpfiger Mann ist Weibern ein lieber Nachtkumpan.
en] A red-headed man will make a good stallion.
en] A brinded pig will make a good brawn to breed on.

Ein rotköpfiger Mann und eine Frau mit einem Bart sind selten einer guten Art.

Ein rotnasiger Mann mag ein Abstinenzler sein, aber niemand wird es glauben.
China

Ein Rubel bedeutet Verstand, zwei Rubel doppelten Verstand.

Ein Rückzug ist eine schwierige Sache, besonders für Revolutionäre, die anzugreifen gewohnt sind, besonders dann, wenn sie mehrere Jahre lang mit größtem Erfolg anzugreifen gewohnt waren, besonders wenn sie von Revolutionären anderer Länder umringt sind, die nur davon träumen, zum Angriff überzugehen.
Lenin, XI. Parteitag der KPR

Ein Rückzug ist keine Flucht.

Ein Rüeb (Rübe) ist kein Rüeb; zwei Rüeben ist erst ein Rüeb; drei Rüeben sind a Rüebendieb.

Ein Ruffolk (oder Trüsch) ist ein Dieb.
z] Die Teutschen habend in gemeinem sprüchwort: ein Ruffolk oder Trüsch ist ein Dieb, aus vrsach, dass er seer listig anderen fischen anfretzig sein soll.

Ein ruhig und fröhlich Gemüt ist ein Doktor, der zieht.
Günstig wirkt

Ein Ruhiger den Kopf ernährt, ein Sanfter die Familie verpflegt.
Estland

Ein ruhiger Fluss hat blühende (o. fruchtbare) Ufer.

Ein ruhiges Gewissen schläft im Donner.
England

Ein ruhm will einen Beweis haben.

Ein Ruhm, der schnell erfolgt, erlischt auch früh.
Schopenhauer, Parerga und Paralipomena, Über Schriftstellerei

Ein rührig Mann ist früh (zeitig) auf dem Plan.
fr] Homme fin lève matin.

Ein rühriger Geist faßt überall Fuß.
Goethe, Dichtung und Wahrheit IV, 17

Ein Rund wird sich an drei Tage Freundlichkeit drei Jahre erinnern, eine Katze wird drei Jahre Freundlichkeit nach drei Tagen vergessen.
Japan

Ein runzliger Apfel fault nicht leicht.

Ein rupfern Sack näht man mit kein Seidenfaden zu.
Oberösterreich

Ein Russe ist so schlau wie vier Juden.
Ukraine

Ein Russe ohne Knut' tut selten gut.
la] Phryx (nonnisi) plagis emendatur.
la] Phryx plagis melior fit. Cicero

Ein rußiger Schornstein und eine scheltende Frau sind zwei schlechte Gesellschafter.
England

Ein Rutenstreich macht steife Nacken weich.

Ein Rutenstreich wirkt mehr als eine lange Predigt.
bm] Bojí se učedlník halúzek víc nez pohrůzek.

Ein Rütlein kann man mit dem Messer zerschneiden, zu einer harten Eiche muss man eine scharfe Axt haben.
Luther

Ein Rutschender-Scharrender kriegt immer etwas, der bloß so Sitzende kriegt nichts.
Estland

Ein sach lehrt der anderen nachsinnen.

Ein Sachs viel auf Schinken hält, dem Düringer sin hering gefelt.
la] Halec assatum Thuringis est bene gratum, de solo capite faciunt sibi fercula quinque.

Ein Sachs, der nicht Bier mit säufet, ein Hess, der nicht gern Beuten läufet; ein Böhme ohne Gepsphe karva matir, ein Schlesier, der nicht trenk Weizenbier; elsässer Bauern ohne Zwilch, ein Schweizer, der nicht gern isst Milch; Holländer, die keine Butter essen, Fläming, die Eierspeiss vergessen; ein Frieß, der grünen Käs verschmäht, ein Dänemärker ohne Gammelmät; ein Baier, der nie aß ein Mus, Schwaben, die nicht lieben die Nuss; Westphäling, die vom Speck nichts halten, söster Bauern, die ihr Röck nicht falten; ein Thüring, der kein Weiskraut kennt, ohn Wurf und Spitzbanden ein Wend; ein Meisner, der kein Kranz gern trägt, ein Frank, der nicht gern Kanten fegt; ein junges Kind ohne Raud und Grinden, ein Arzt, der kein Ausweg kann finden; schneeweißer Mohr und schwarze Zähn auf Erden man wird nicht bald sehn.
1640

Ein Sachtleben sein.
i] Ein stiller gewöhnlicher Mensch, auch wohl ein Pinsel.

Ein Sack am Hals reicht bis an die Hacken, ein Fladen im Sack reicht bis an die Zehen.
Estland

Ein Sack bleiben müssen.
i] Aus einer niedrigen, lästigen, verächtlichen Stellung nicht herauskommen können, sei es durch eigene Verschuldung oder infolge ungünstiger Verhältnisse.
z] Auf erd muss ich ein sack bleiben, wer ich gespunn aus lauter seiden, zu Teutsch und Welsch, auch zu Latin far ich mit anderen secken hin.

Ein Sack bleiben.
i] Von Frauen zweideutigen Charakters.
z] Ein sack ward nie kein hübscher nammen, des sich ein weib sol billig schammen; ein fraw wird nimmer bas geschendt, denn wann mans für ein sack erkendt.

Ein Sack Gelehrtheit braucht einen Wagen Verstand.

Ein Sack ist ein wichtig Ding, wenn man ihn gebraucht.
i] Ein Ding mag an sich noch so unwichtig erscheinen, es erhält in Bedürfnisfällen seine Bedeutung, ein Gedanke,.
jüdisch-deutsch] Wus werd auf a muhl a mejüches (d.i. angesehen, vom Adel)? A jontefdiger (für die Feiertage, besonders für Ostern bestimmt) Sack, a meschügener (toller) Hünd, der Bal-Tekeije (Posaunenbläser) am Rosch-Haschum (Neujahr).
i] Die drei genannten Gegenstände werden durch gewisse Veranlassung und zu gewissen Zeiten aus der Vergessenheit hervorgezogen. Ein Sack, der sonst unbeachtet im Winkel liegt, wird sorgfältig aufgehoben, sobald es heißt, er sei jontefdig, d.h. bestimmt, die Osterbrote aufzunehmen; ein Hund wird Gegenstand des allgemeinen Gesprächs, wenn man erfährt, er sei toll geworden. Der 'Bal-Tekeije' endlich spielt am Neujahr, wo das Posaunenblasen den wichtigsten Teil des Gottesdienstes bildet, eine wichtige Rolle in der Synagoge und zieht die Aufmerksamkeit aller Anwesenden auf sich.

Ein Sack ohne Boden.
jüdisch-deutsch] A Kischke uhn (ohne) a Dno. Warschau
i] Ein Darm ohne Boden; von einem Vielfraß gebraucht.

Ein Sack voll Flöhe ist leichter zu hüten als ein Weib.

Ein Sack voll Kredit ist besser als ein großer Flegel.

Ein Sack voll Mehl und ein Beutel voll Geld, das sind die besten Vettern in der Welt.
Rumänien

Ein Sack voller Flöhe ist besser zu hüten als junge Weiber.

Ein Sack, der an beiden Enden offen ist, reisst nicht.
dk] Den pose revner ikke, som er aaben i begge ender.

Ein Sack, der nicht mehr zu flicken ist, geht unter die Lumpen.
it] Cattivo è quel sacco che non si può rappezzare.

Ein Säckel wird nie voll, der Staatssäckel.

Ein Sackmacher ist auch ein Schneider.
Persien

Ein Säggemann sägget sich wohl gruis (greis), aber nicht wéis'.
Sauerland

Ein sagt einmal im Leben die Wahrheit, und dann bereut er sie.

Ein Salätchen (Schlätchen), ein Brettchen und zwei Pintchen.
i] Fromme Tageswünsche einer alten Frau.

Ein salomonisches Mahl (jüdisch: Sudes Schlome).
1 Kön. 5, 23
i] Die Römer hatten, um ihre Mahlzeiten zu charakterisieren, verschiedene sprichwörtlich gewordene Bezeichnungen. Ein reichhaltiges, kräftiges Mahl, wie es dem Volke bei öffentlichen Speisungen gereicht zu werden pflegte, hieß, wie es bei Plautus vorkommt: Coena popularis; ein Mahl, bei dem alle Speisen schmackhaft und gut bereitet, delikat waren: Coena dapalis; ein verschwenderisches, bei dem so verschiedene gute und ausgezeichnete Speisen aufgetragen wurden, dass jedermann, der zulangen sollte, die Wahl schwer fiel: Coena dubia; ein kostbares, das sich durch Seltenheiten auszeichnete: Coena adjicialis; ein ärmliches, spärliches Mahl: Sacrum sine fumo.

Ein salziger Brunnen kann kein süß Wasser geben.
nl] Eene onreine bron kan geen rein water opgeven.

Ein Salzwassersee hört nie auf, salzig zu sein.

Ein Samenkorn braucht sieben Dan voll Wasser.

Ein Sammler will einen Verschwender haben.
i] Man hat schon sehr oft die Erfahrung gemacht, dass die Söhne sehr sparsamer Väter große Verschwender gewesen sind, wie denn überhaupt der Apfel sehr oft gar weit vom Stamme fällt, indem die Söhne nicht selten die entgegengesetzten Eigenschaften und Neigungen ihrer Väter an sich haben.
it] Chi per se raguna, per altri sparpaglia.
la] Condus quaerit promum.

Ein sammtner Sattel für den Esel.
un] Nem illik a szamár határa bársony nyereg.

Ein Sandkorn schüttet keinen Menschen zu.

Ein Sandkörnlein verdirbt das Auge.
dk] Lidet grand spilder ofte godt eye.
dk] Ringe grand kand forderve øyet, og ringe feyl herregunst.

Ein sanfter Mut gewinnt seinen Feind.

Ein sanfter Wind biegt die Äste, ein Sturm zerbricht sie.

Ein sanftes Wort macht dein Argument stark. Walisisch

Ein sanftes Wort öffnet ein eisernes Tor.
Bulgarien

Ein sanftes Wort stillet den Zorn.
Sprüche Sal. 15, 1 u. 25, 15
z] Wenn du in einer widerwärtigen, bittern Sache Sanfftmut und Demut gebrauchest, kanstu bissweilen eines Menschen Herz besenfftigen und gleich als mit einem Stil zu dir ziehen; aber mit harten Zornreden sohltu wohl hundert Krüge Zucker Candis zu Coloquinten machen.

Ein sanftes Wort stillt großen Zorn.

Ein sanftes Wort zieht mehr als vier Pferde.
fr] Doux et courtois langage vaui mieux que riche héritage (apanage.)

Ein sanftmütiger Gutsherr macht eine friedfertige Dorfgemeinde.
Russland
bm] Krmí buh vlka, krmí buh i pána.
pl] Bóg daje dla wilka, bóg daje i dla pana.

Ein Sang ohne Freude ist krank.
mhd] Sanc âne fröide ist krank.

Ein Sankt Peter ist in Roma, einen Turm besitzt Cremona, einen Hafen hat Ancona.
la] Unus Petrus est in Roma, una turris in Cremona, unus portus in Ancona.

Ein sardonisches Gelächter (o. Lachen).
i] Das Lachkraut (Apium risus) und so auch die Belladonna wie andere Giftpflanzen ziehen die Lachmuskeln krampfhaft zusammen, sodass man zu lachen scheint, wie im Hundskrampfe oder im hohen Grade der Trunkenheit. Man hat daher dieses bittere und gezwungene Lachen sardonisches Lachen genannt, weil auf Sardinien jene Pflanze wächst. Dieses Lachen schwebte um die Lippen Augusts, wie um die Karls XII., womit er oft allein zu antworten pflegte, und Napoleons I.i] Wer bei einem großen Unglücksfalle oder bei Freveltaten lacht. Von den Sardoniern entlehnt, welche ihre siebzig Jahre alten Eltern dem Saturn opferten und die Feier mit einem Gelächter begleiteten. Oder ein erheucheltes, bitteres, unsinniges Lachen. Von einem Kraute (Sardoa), eine Art giftigen Hahnenfußes, die Mund und Hals des Menschen so zuschnürte, dass er zu lachen schien. (Sardonicus risus)
en] He'll laugh at the wagging of a straw.
fr] Ris qui est de saint Médart, le coeur n'y prend pas grant part.
fr] Ris sardonien.
i] Griechen und Römer hatten eine große Anzahl ähnlicher sprichwörtlicher Redensarten:
- Aeacidinische (achillische) Drohungen. Von Achill, dem Enkel des Aeakos, den Homer als sehr heftig schildert. (Aeacidinae minae)
- Ein abderitischer Verstand. Die Bewohner der thracischen Stadt Abdera sind wegen der Beschränktheit ihres Verstandes sprichwörtlich. (Abderitica mens)
- Achilleïsche Beweisgründe. D.i. unwiderlegliche. (Achilleum argumentum)
- Afrikanischer Vogel. Von einem durch fremde Tracht und Sitte auffallenden Menschen. (Afra avis)
- Agathonischer Gesang. Von einer mehr angenehmen als fruchtbaren Rede. Von Agathon, einem lieblichen Flötenspieler mit ausschweifenden Sitten.
- Äyptische Ziegelsteinträger. Von der untersten Arbeiterklasse und wie von solchen überhaupt, die unter der Last schwerer Arbeit seufzen. (Aegyptus laterifer)
- Ägyptischer Charakter. Betrügerisch, schlau, weil die Ägypter Meister im Ränkeschmieden gewesen sein sollen.
- Akarnische Pferde. Von einer ausgezeichneten Sache oder Belohnung, jene Pferde galten für die grössten und schönsten. (Acarnici equi)
- Ein akarnisches Ferkel. Als Delikatessenbezeichnung. (Procellus Acarnanius)
- Antiopisches Geheul (o. Geschrei). Ein fürchterliches Heulen oder Schreien. Antiope, eine Buhlerin des Thebanerkönigs Lycus, wurde von dessen Gemahlin an den Hals eines Ochsen gebunden, dem man brennende Fackeln auf die Hörner befestigt hatte. Ihr Geschrei ward sprichwörtlich. (Antiopae luctus
- Arabischer Bote (o. Flötenspieler, Trompeter). Von denen, die, wenn sie etwas angefangen haben, nie damit aufhören. Die Freigeborene lernten das Flötenspiel als gemeine Kunst nicht, es wurde von den Sklaven, die man meist aus Arabien erhielt, geübt. (Arabicus tibicen)
- Ein archidamischer Krieg. Von einem wütenden und grausamen Kriege, wie ihn Archidamos, ein Feldherr der Lacedämonier nach einem Einfall in Attika führte, wo er zehn Jahre hauste und plünderte. (Archidamicum bellum)
- Archilochische Edikte. Beißende, giftige Reden. Nach dem Dichter Archilochus benannt, dessen Schärfe bekannt war. (Archilochia edicta)
- Argivischer Dieb. Von öffentlichen Schurken. Die Argivier standen in schlechtem Rufe. (Argivi fures)
- Arkadischer Sprössling. Von Großen, Faulen, Feigen, weil die Arkadier im Rufe der Dummheit standen. (Arcadicum germen)
- Askulanische Schlacht. Von einer Schlacht, in welcher der anfänglich Besiegte dennoch siegt, weil der bei Asculum eben von Pyrrhus besiegte römische Feldherr schliesslich Sieger über Pyrrhus wurde. (Asculana pugna)
- Attische Muse, attischer Witz, attische Beredsamkeit. (Weil unter allen griechischen Völkerschaften die Attiker die höchste Bildung besassen. (Attica musa)
- Attische Pfannkuchen (o. Backwerk, Leckerbissen). Von allem Angenehmen und Wohlschmeckenden
- Attische Treue. Die Attiker hatten der Fides einen Tempel errichtet. (Attica fides)
- Ein attischer Zeuge. Eigentlich ein unbestechlicher, ironisch von falschen Zeugen. (Atticus testis)
- Azanäische Anstrengung (o. Mühe). Von Azanäa, einer sehr unfruchtbaren Gegend in Arkadien, deren Bewohner unter vielem Schweiß nur wenig Früchte erzielten. (Azanaea mala)
- Ein batavisches Ohr. Zur Bezeichnung von Geschmacklosigkeit und Mangel an Bildung. Die Bataver bewohnten damals die gallischen Küsten und galten den Römern als roh. (Auris Batava)
- Böotische Rätsel. - Dunkle, verworrene, schwer verständliche Aussprüche. Von dem Rätsel, das die Sphinx dem Ödipus vorlegte. (Boeotica aenigmata)
- Böotisches Genie (o. Geist). Alles Törichte und Ungereimte hiess böotisch. (Boeoticum ingenium)
- Böotisches Lied (o. Gesang). Wenn jemand anfänglich in Ruhe und Glück lebt, sein Ende aber unruhig und stürmisch ist, wie der Gesang der Böotier, die mit Jubelliedern begannen und mit Klagegesängen endeten. (Boeotica cantilena)
- Böotisches Ohr. Von einem Menschen, der dumm und einfältig urteilt. (Boeotica auris)
- Böotisches Schwein. Von ungelehrten, ungeschliffenen, wie von Menschen bäurischer Sitten. (Boeotica sus)
- Budorischer Brauch. Suidas wendet die Redensart auf die an, welche wert sind, dass man ihnen wie den Ochsen die Haut abziehe. Die Budiner waren ein Volk Scythiens, so genannt, weil sie mit Ochsen fuhren. Budorus ist einer, der den Ochsen die Haut abzieht. (Budoro lege)
- Campanischer Hochmut. Von dem Übermut des Glücks. Campanien war einst eine so wohlhabende Gegend, dass Capua mit Rom um die Oberherrschaft stritt.
- Ein chiisches Gelächter. Von leichtsinnigem und mutwilligem Lachen. Auch die Sitten der Chier standen in der alten Komödie in keinem guten Rufe. (Risus Chius)
- Claudische Donnerwetter. Von Menschen, die unmäßig schreien und einen großen Lärm machen. Claudius pulcher soll sie zuerst bei den Schauspielen zur Nachahmung des Gewitters veranstaltet haben. (Claudiana tonitrua)
- Cyprischer Ochse. Von einem dummen und rohen Menschen. Die cyprischen Ochsen sollen sehr wild und unbändig gewesen sein. (Bos Cyprius)
- Ein cyrnischer Verlust (o. Schaden). Von großen Schäden und Verlusten, Plünderungen. Cyrnus, eine Insel, Apulien gegenüber. (Cyrnia jactura)
- Cythnische Leiden (o. Plagen, Ungemach). Die Cythnier, Bewohner von Cythnus, eine der cykladischen Inseln, sollen von Amphitryon derart geplagt worden sein, dass ihre Leiden sprichwörtlich wurden. (Cythnicae calamitates)
- Dädalische Arbeiten. Von denen, die mit ausserordentlicher Geschicklichkeit und Kunstfertigkeit ausgeführt werden. (Daedali opera)
- Ein dädalisches Fahrzeug. Um die Schnelligkeit zu bezeichnen. (Daedalium remigium)
- Daulische Krähe. Wie die Nachtigall von den Dichtern genannt wird, weil Philomele zu Daulis in einen Vogel verwandelt ward. Von schön Singenden, aber auch von Schwätzern. (Daulia cornix)
- Delischer Schwimmer. Sehr geübter. (Delius natator)
- Delphisches Schwert. Von einer Sache, die man zu verschiedenen Zwecken gebraucht, weil es so eingerichtet war, dass man damit Opfertiere schlachten und Übelthäter hinrichten konnte. (Delphicus gladius)
- Dodonische Schelle (o. Erz, Cimbel). Zur Bezeichnung von ungelegener und unverschämter Geschwätzigkeit. (Dodonaeum aes)
- Dorische Muse. Von Bestechlichen. Dorisch von doron (Geschenk).
- Eherne Mauer. Zur Bezeichnung des Festen, Unwandelbaren. (Murus aheneus)
- Gigantische Anmaßung (o. Vermessenheit). Von denen, die etwas anstreben, das über ihre Kräfte geht. (Gigantum arrogantia)
- Griechische Treue. Für das, was sicher und zuverlässig ist. Plautus findet 'griechische Treue' da, wo nicht mit Versprechungen, mit Worten, sondern mit barem Gelde gehandelt wird. 'Was wir haben wollen, werden wir mit griechischer Treue (mit barem Gelde) kaufen.' (Graeca fide)
- Herculanische Betten. Weiche, kostbare. Beim Athenäus will jemand beweisen, dass Hercules ein weichliches, vergnügungssüchtiges Leben geführt habe und seine Arbeiten - Erfindung, Dichtung seien. (Herculani lecti)
- Eine herculische Krankheit. Einige glauben, dass die Fallsucht darunter zu verstehen sei, an der Hercules gelitten haben soll, sowie unter einem 'herculischen Jucken' eine wohltuende heilbare Krätze. (Herculanum morbus)
- Ein herculischer Knoten. Von treuer Freundschaft und anderen schwer lösbaren Banden. (Herculanus nodus)
- Ein ionisches Gelächter (o. Lachen). -on Schwelgern, Weichlingen und Vergnügungssüchtigen. (Risus Ionicus)
- Ionische Tänze. Wenig anständige, lüsterne. (Choreae Ionicae)
- Ionische Weichlichkeit (Ionisches Gelächter)
- Kadmeischer Sieg. Ein auch für den Sieger unglücklicher. Die Kadmäer hatten zwar die Argiver besiegt, mussten aber später dafür büßen. (Cadmea victoria)
- Nach karischer Manier (o. Sitte, Weise). Um das Anstößige, Schmutzige, auch in sittlicher Beziehung, zu bezeichnen. Auch: Mit karischem Fahrzeuge. (More Carico. Nave Carica)
- Ein karisches Grabmal. Ein teueres, kostbares. Von den bei den Kariern befindlichem Grabmal des Mausolus (Mausoleum). (Caricum sepulchrum)
- Karisches Opfer. Mageres, unschmackhaftes, von unschmackhafter Speise. Die Karier pflegten einen Hund zu opfern. (Carica victima)
- Kassischer Knoten. Ein schwer lösbarer. Die Kassier, Bewohner einer ägyptischen Stadt, sollen die Geschicklichkeit besessen haben, wundervolle Knoten zu schürzen. Die Redensart wird von Verschlagenen gebraucht. (Cassioticus nodus)
- Kaunische Liebe. Gesetzlich verbotene. Biblis liebte ihren Bruder Kaunis. (Caunius amor)
- Kimmerische Finsternis. Von den Kimmeriern, fabelhaften Einwohnern am Avernischen See, die (Homer, Odyssee, 11, 14 fg.) die Sonne nie beschien, vielleicht weil sie in Höhlen gelebt haben. (Cimmeriae tenebrae)
- Köchische Reden. Aristophanes bezeichnet damit süße, schmeichlerische Reden, weil die Köche es verstehen, auch herbe Speisen durch Gewürz wohlschmeckend zu machen. (Verbis coquinariis)
- Kolophonische Schuhe. Für die, welche durch Kot gehen wollen und nicht bloß die Sohle bedecken. Wer in schmutzigen Büchern lesen will, bedarf 'kolophonischer Schuhe'. Das Gegenteil: sikyonische Schuhe. (Colophonium calceamentum)
- Eine kolophonische Stimme. Eine entscheidende, weil die Kolophonier bei Stimmengleichheit durch ihre Stimme entschieden. (Colophonium suffragium)
- Kolophonischer Übermut (o. Anmaßung, Trotz). Von solchen, die ihre Anmaßung, ihr Stolz u.s.w. zu Grunde richtet. (Colophonia ferocia)
- Kolophonisches Gold. Von reinen Sitten, edelm Charakter, hohem Geiste. Das Gold der Kolophonier galt für das beste. (Aurum Colophonium)
- Kretische Einigung (o. Freundschaft, Versöhnung). Wenn sich bisher bittere Feinde aussöhnen, weil beide von demselben Übel oder Ungemach betroffen werden. Wenn die Kreter sich untereinander bekämpften und auswärtige Feinde in ihr Land einfielen, so verbanden sie sich gegen diese, was man Synkretismus nannte.
- Lemnische Hand. Gottlose, grausame, verruchte. (Lemnia manu)
- Lemnisches Unheil. Großes, ungeheueres. Daher, weil die Weiber auf Lemnos einst alle ihre Männer ermordeten. (Lemnium malum)
- Lesbische Art. Unanständig, schmutzig, gemein. (Lesbiari)
- Lesbische Regel. Eine unzeitige oder verkehrt angewandte. (Lesbia regula)
- Ein lokrischer Vertrag. Von Bund- und Vertragbrüchigkeit, weil die Lokrer das mit den Peloponnesern geschlossene Bündniss gebrochen und zu den Herakliden übergegangen waren. (Locrense pactum)
- Lydischer (auch herakleischer) Stein. Von denen, die ein scharfes Urtheil haben, weil der Stein (unser Kieselschiefer) scharfe Kanten hat. (Lydius lapis)
- Lydisches Ragout. Kostbare Leckerbissen. (Lydorum carycae)
- Magnesisches Unglück. Sehr großes, oder solches, das auf den Anstifter zurückfällt. Von den Magnesiern, die durch Beleidigung einer Gottheit in große Bedrängniss gerieten. (Magnetum mala)
- Ein maltesisches Hündchen (o. Kätzchen). - Ein Schoßhündchen oder -Kätzchen zum Vergnügen für müßige Frauen. (Melitaeus catulus. Melitaea catella)
- Marianischer Maulesel. Von einem Menschen, der durch schwere Arbeiten belastet ist. Aus dem Lager des Feldherrn Marius entlehnt, wo gewisse Soldaten sehr schwere Arbeiten zu verrichten hatten. (Muli mariani)
- Mäsonische Reden. Ausgelassene, mutwillige. Von einem Schauspieler Mäson. (Maesonica dicteria)
- Megarische Ränke. Die Megarer standen als Ränkeschmiede in übelm Rufe, desto günstiger lautete das Urteil über die megarischen Töpfe. (Megaricum machinamentum)
- Ein megarisches Gelächter. Von solchen, die durch Scherzreden eher einen Freund als einen Witz opfern. (Risus Megaricus)
- Eine mykonische Glatze. Strabo erzählt, dass man gemeinhin die Mykonier Kahlköpfe genannt habe, weil dieser Fehler dort allgemein gewesen sei. (Myconius calvus)
- Nestorische Beredsamkeit. (Poetischer Honig.) Um die Anmut eines Greises im Reden zu bezeichnen. Von der Wohlredenheit Nestors. (Nestoria eloquentia)
- Ödipischer Fluch. Von großem, tragischem Unglück. (Oedipi imprecatio)
- Ein orphisches Leben. So nennt Plato ein Leben frei von Schuld, Habgier, Schwelgerei u.s.w. Ein solches Leben soll Orpheus geführt haben. (Orphica vita)
- Panagäischa Diana. Von denen, die viel reisten, dann überhaupt von Leuten, die keinen festen Wohnsitz hatten, Unbeständigen, Vagabunden u.s.w. Weil die Diana überall herumschweifte. (Panagaea Diana)
- Ein panischer Schreck. Ein plötzlicher, leerer Lärm, weil die Alten glaubten, der Gott Pan sende dergleichen Bestürzung, wobei man die Besinnung verliere. (Panicus casus)
- Auf parische Manier handeln. Von einem Übereinkommen abgehen, sobald die Umstände sich vorteilhafter gestalten. (Repariazare)
- Papyrische Prügel. Erfolglose Drohungen. Von Papyrius, dem seine Mutter vergeblich mit Prügeln drohte, um zu erfahren, was im Senat verhandelt worden sei. (Vapula papyria)
- Pellenischer Mantel. Von Pellene, einer Stadt Achajas, wo viel Kleider verfertigt wurden. (Pellenaea Tunica)
- Der philotesische Becher. Wenn alle zum Zeichen der Freundschaft aus demselben Becher oder Glase trinken. (Philotesius crater)
- Phocenser Fluch. Die Phocenser hatten einmal infolge eines allgemeinen Volksbeschlusses die vaterländische Erde verlassen und Flüche und Verwünschungen darauf gesetzt, dass niemand wieder daran denken solle, ins Vaterland zurückzukehren. Man gebrauchte die Redensart daher auch von Eiden, die man unter Verwünschungen auf das Haupt derer, welche sie brechen würden, geleistet hatte. (Phocensium exsecratio)
- Ein phokischer (phocensischer) Entschluss. Ein äußerster oder solcher Entschluss, den man aus Verzweiflung fasst, wenn man schon alles aufgegeben hat, wie die Phokier taten, als sie mit den Thessaloniern im Kriege waren. Sie hatten Weiber und Kinder an einem Orte versammelt, eine große Masse Holz herbeigeholt und den Wächtern befohlen, falls sie die Schlacht verlören, sie zu verbrennen. (Phocensium amolitio)
- Phönizische Verträge. Treulose, solche, die man zum eigenen Vorteil in einem anderen Sinne auslegt, als in dem sie geschlossen sind. (Phoenicum pacta)
- Punische Treue. Die Punier standen in dem übeln Rufe der Bundbrüchigkeit und Treulosigkeit. (Punica fides)
- Rhadamantischer Schwur. Eine Beteuerung der Wahrheit, bei der aber kein Gott angerufen wurde. Die Griechen pflegten bei den Köpfen anderer zu schwören, Sokrates auch bei einem Hunde, einer Gans. (Rhadamanthi jusjurandum)
- Rhadamantisches Gericht. Von unbestechlichen Gerichten, nach einem Richter der Unterwelt, Rhadamantos. (Rhadamantum judicium)
- Rhodisches Opfer. Wenn etwas unter Hader und Zank getan wird. (Rhodii sacrificium)
- Salamisisches Schiff. Ein Schnellsegler. Von der Seeschlacht bei Salamis. (Salaminia navis)
- Sardonische Tinctur. Von einer ausgezeichneten Farbe, im Scherz von jemand, der schamrot wird oder blutig geschlagen ist. Auf Sardon wurden verschiedene gute Purpurfarben verfertigt. (Tinctura Sardonica)
- Saturnischer Augenbalsam. Von blinden Hessen und solchen, die infolge ihres Alters albern worden. (Saturniae lemae)
- Sejanisches Pferd. Wer dies Pferd besaß, ging mit seinem ganzen Hause zu Grunde. Also von einem Verunglückten. (Equum habet Sejanum)
- Serefischer Frosch (siehe Frosch)
- Ein sikulischer Soldat. Von Personen, die des Gewinns halber keine Art von Dienstleistung verweigern. Die Sikuler bedienten sich zur Zeit des Hiero ausländischer Soldaten. (Siculus miles)
- Sybaritische Tafel (o. Tisch). Von einem üppigen Mahle. Auch 'syrakusischer Tisch', weil auch die Syrakuser kostbar und prächtig zu leben pflegten. (Sybaritica mensa. Syracusana mensa)
- Sybaritisches Unheil. Von denen, die wegen Sittenverderbniss ihren Untergang finden. (Sybaritica calamitas)
- Tänarisches Unglück. Härte gegen Dienstleute und Untergebene. Weil die Lacedämonier die Gefangenen, die nach Tänarius geflohen waren, zum Tode verdammten. (Taenaricum malum)
- Tenedischer Advocat (o. Patron). Ein Advocat, der eine Sache kurz und gut ausführt, den Knoten des Streits schnell zerhaut. Entlehnt von dem tenedischen Beile. (Tenedius patronus)
- Termerisches Ungemach. Sehr großes, besonders solches, das anderen zugefügt ward, aber in der Folge das Haupt des Täters trifft. (Termeria mala)
- Thessalische Sophismen. Finten, Lügen, Schwindeleien. Von denen, die durch List jemand berücken. (Thessalorum commentum)
- Ein thessalisches Weib. Von Frauen, die Meisterinnen in schlimmen Sachen waren, z.B. Giftmischerinnen. (Thessala mulier)
- Eine thrazische Finte. Die Thrazier, welche mit den Böotiern einige Tage Waffenstillstand geschlossen hatten, aber dennoch Einfälle in das gegnerische Gebiet machten, erwiderten auf den Vorwurf der Vertragsbrüchigkeit, der Waffenstillstand sei nur auf Tage, nicht für die Nacht geschlossen. (Thracicum commentum)
- Ein titanischer Blick (o. Anblick). Ein ernster, furchtbarer. (Titanicus aspectus)
- Toulousisches Gold. Von denen, die schwere Schicksale treffen, die auf eine traurige Weise zu Grunde gehen. Daher, dass der römische Consul sammt seinen Leuten, mit denen er Toulouse geplündert hatte, goldbeladen ein elendes Ende nahm. (Aurum habet Tolosanum)
- Trojanische List. Von dem trojanischen Pferde entlehnt. (Superavit dolum Trojanum)
- Ein trojanisches Schwein. Ein mit anderen Tieren angefülltes, für die Tafel zubereitetes Schwein. Um kostbare Gastmähler, wie mit allerhand Delikatessen vollgestopfte Menschen zu bezeichnen. (Porcus Trojanus)
- Tyrrhenische Fesseln. Verhasste, drückende Geschäfte. Von den Fesseln, mit denen die Tyrrhener ihre Gefangenen banden. (Vincula Tyrrhena)
- Ulysseische Schlauheit. Um List und Verschlagenheit zu bezeichnen, weil Homer den Ulysses schlau und verschlagen darstellt. (Ulysseum commentum)
- Vatinischer Hass. Todhass. Von Vatinius, der vom römischen Volke aufs äußerste gehasst wurde. (Odium Vatinianum)

Ein Satan aus und sieben ein, so soll's der Hölle Weise sein.

Ein Sattel passt auf mehr als einen Rücken.
it] Una sella non s'adatta ad un dosso solo.

Ein Sattel paßt ja nicht auf den Schweinerücken.
Estland

Ein Sattel, der passt in jedes Pferd, ist viel wert.

Ein Sattel, ein Pferd. (Kein zweiter Ehemann) China

Ein Sattel, ein Pferd.
Kein zweiter Ehemann
China

Ein Satter glaubt dem Hungrigen nicht.
en] A full stomach never feels for an empty one.
en] Little knows the fat sow what the lean one means.
fr] Qui a la panse pleine croit que les autres sont rassasiés.
it] Corpo satollo non crede al digiuno.
la] Plenus venter facile de ieiuniis disputat.
sp] Del harto al ayuno no hay duelo ninguno.

Ein satter Hund bellt laut, ein betrunkener Mann spricht laut.
Estland

Ein satter Hund spielt mit dem Brot.
z] Gleichwie der hund spilt mit dem brot, wann er satt ist und hat kain not.

Ein satter Hund und ein hungriger Mensch sind böse.
Estland

Ein satter Vogel kann weit fliegen.
Estland

Ein Satter weiß nicht, wie dem Hungrigen zumute ist.

Ein satter Wolf ist friedlicher als der unersättliche Mensch.

Ein sattes Pferd läuft immer mehr.
Estland

Ein sattes Schwein ist gut zu füttern.
Estland

Ein Sätzchen machen.
i] In der Niederlausitz für Tänzchen.

Ein Sau bleibt ein Sau, wann sie gleich ein güldenen ring an der Nasen trüg.

Ein Sau frisst nicht von ihrem Speck.
i] Von einem Geizhalse, dessen Vermögen andere verzehren.

Ein Sau gibt weder Milch noch Woll.

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