Heinrich von Rugge (Heinrich von Ruck; Heinricus miles de Rugge)


Ein tumber man iu hât
gegeben disen wîsen rât,
dur daz man in ze guote schol verstân.
ir wîsen merkent in:
daz wirt iu ein vil grôz gewin.
swer in verstât,
so ist mîn rât
noch wîser denne ich selbe bin.
Mîn tumbes mannes munt
der tuot iu allen gerne kunt
wiez umbe gotes wunder ist getân:
derst mêre danne vil:
swer ime nieht gerne dienen wil,
der ist verlorn:
wan sîn zorn
vil harte ergân muoz über in.
Nu hœrent wîses mannes wort
von tumbes mannes munde:
ez wurde ein langer wernder hort,
swer gote nu dienen kunde.
Daz wære guot und ouch mîn rât,
daz wizzent algelîche.
vil maneger drumbe enphangen hât
daz frône himelrîche.
Als müezen wir.
jâ teil ich mir
die selben sælekeit:
ob ich gedienen kan dar nâch,
diu gnâde ist mir gereit.
Ob ich verbir
die blœden gir
die noch mîn herze treit,
sô wirt mir hin ze den fröweden gâch,
dâ von man wunder seit.
Nu sint uns starkiu mære komen:
diu habent ir alle wol vernomen.
nu wünschent algelîche
heiles umbe den rîchen got:
wand er revulte sîn gebot
an keiser Friderîche:
Daz wir geniezen müezen sîn,
des er gedienet hât
und ander manec bilgerîn,
der dinc vil schône stât.
der sêle diust vor gote schîn,
der niemer si verlât:
der selbe sedel ist uns allen veile.
Swer in nu koufet an der zît,
daz ist ein sælekeit,
sît got sô süezen market gît.
jâ vinden wir gereit
lediclîchen âne strît
grôz liep ân allez leit.
nu werbent nâch dem wünneclîchem heile.
Nu hœret man der liute vil
ir friunde sêre klagen.
zewâre ich iu dar umbe wil
ein ander mære sagen.
Minen rât ich nieman hil:
jâ sun wir nieht verzagen.
unser leit daz ist ir spil:
wir mugen wol stille dagen.
Swer si weinet, derst ein kint.
daz wir niet sîn dâ si dâ sint,
daz ist ein schade
den wir michels gerner möhten weinen.
Diz kurze leben daz ist ein wint:
wir sîn mit sehenden ougen blint,
daz wir nu got
von herzen niet mit rehten triwen meinen.
Ir dinc nâch grôzen êren stât,
ir sælec sêle enphangen hât
sunder strît
und âne nît
die liehten himelkrône.
Wie sæleclîchenz deme ergât
den er den stuol besitzen lât
und ime dâ gît
nu zaller zît
nâch wünneclîchem lône.
Der tiufel huob den selben spot:
enslâfen was der rîche got,
dur daz wir brâchen sîn gebot:
in hât sîn gnâde erwecket.
Wir wâren lâzen under wegen:
nu wil er unser selbe flegen.
er hât vil manegen stolzen degen:
die bœsen sint erschrecket.
Swer nu daz kriuze nimet,
wie wol daz helden zimet!
daz kumt von mannes muote.
got der guote
in sîner huote
si zallen zîten hât,
der niemer si verlât.
Sô sprichet lîhte ein bœser man,
der mannes herze nie gewan,
»wir siin hie heime vil sanfte belîben,
die zît wol vertrîben
vil schône mit wîben.«
So sprichet diu der er dâ gert
»gespile, er ist nieht bastes wert:
waz schol er dan ze friunde mir?
vil gerne ich in verbir.«
»trût gespil, daz rât ich dir.«
fiu daz er ie wart geborn!
nu hât er beidinthalb ferlorn,
wande er vorhte daz got im gebôt,
durch in ze lîden die nôt und den tôt.
Gehabent iuch, stolze helde, wol.
erst sælec, der dâ sterben sol
dâ got erstarp,
dô er warp
daz heil der kristenheite.
Diu helle diust ein bitter hol,
daz himelrîch genâden vol.
nu volgent mir:
sô werbent ir
daz man iuch dar verleite.
Vil maneger nâch der werlte strebet,
dem si mit bœsem ende gebet,
und nieman weiz wie lange er lebet:
daz ist ein michel nôt.
Ich râte iu dar ich selbe bin.
nu nement daz kriuze und varent dâ hin,
(daz wirt iu ein vil grôz gewin)
und fûrhtent nieht den tôt.
Der tumbe man von Rugge hât
gegeben disen wîsen rât.
ist ieman der in nu verstât
ieht anders wan in guot,
Den riwet, sô der schade ergât,
daz ime der grôzen missetât
nieman necheinen wandel hât:
ze spâte ist ers behuot.


Ich sach vil liehte varwe hân
die heide und al den grüenen walt.
diu sint nu beide worden val,
und müezen gar betwungen stân
die bluomen von dem winter kalt,
ouch hât diu liebe nahtegal
vergezzen daz si schône sanc.
ie noch stêt aller mîn gedanc
mit triuwen an ein schœne wîp.
in weiz ob ichs geniezen müge:
si ist mir liep alsam der lîp.
Wurd ich ein alsô sælic man
daz ich si lônes dûhte wert
in der gewalt mîn fröide stât,
so erwurbe ich daz ich nie gewan,
und habe es doch an si gegert
ân alle valsche missetât.
nu geschiht mir leide, in weiz dur waz.
ze guote ich ir noch nie vergaz.
wil si mich des geniezen lân,
si ist und muoz ouch iemer sîn
an der ich stæte wil bestân.


So sælic man enwart ich nie
daz îr mîn komen tæte wol
und ouch dar nâch daz scheiden wê,
sît ich began daz sich verlie
mîn herze als ez belîben sol
an ir mit triuwen iemermê.
diu wunneclîche sündet sich.
doch denke ich si versuoche mich
ob ich iht stæte künne sîn.
solt ich ez bî dem eide sagen,
sô was ez ie der wille mîn.
»Friundes komen wær allez guot,
daz sunder angest möhte sîn
diu sorge diu dâ bî gestât.
ich hân vernomen daz stæter muot
des trûric wirt: daz ist wol schîn.
swenne ez an ein scheiden gât,
sô müezen solhiu dinc geschehen
daz wîse liute müezen jehen
daz grôziu liebe wunder tuot:
dâ vallet fröide in sendiu leit:
des sint si beidiu unbehuot.«


Minne minnet stæten man.
ob er ûf minne minnen wil,
sô sol im minnen lôn geschehen.
ich minne minne als ichs began.
die minne ich gerne minne vil.
der minne minne ich hân verjehen.
die minne erzeige ich mit der minne,
daz ich ûf minne minne minne.
die minne meine ich an ein wîp.
ich minne, wan ich minnen sol
dur minne ir minneclîchen lîp.


Mir ist noch lieber daz si müeze leben
nâch êren, als ich ir des gan,
dan mîn diu werelt wære sunder streben:
sô wære ich doch ein rîcher man.
in kunde an ir erkennen nie
enkein daz dinc dazs ie begie
daz wandelbære möhte sîn.
ir güete gêt mir an daz herze mîn.


Got hât mir armen ze leide getân
daz er ein wîp ie geschuof alsô guote.
solt ichn erbarmen, het erz gelân.
sist mir vor liebe ze verre in dem muote.
daz tuot diu minne: diu nimt mir die sinne,
wand ich mich kêre an ir lêre ze vil,
diu mich der nôt niht erlâzen enwil,
sît ich niht mâze begunde nochn kunde.
Kunde ich die mâze, sô lieze ich den strît
der mich dâ müeget und lützel vervâhet,
der mich verleitet ze vaste in den nît.
swer sich vor liebe ze verre vergâhet,
der wirt gebunden von stunden ze stunden.
ach ich vil arme, nu erbarme ich si niet,
diu mich nu lange alsô trûrigen siet,
sît ich ir dienen begunde als ich kunde.
Mir hât verrâten daz herze den lîp.
des was ie flîzic der muot und die sinne,
daz si mich bâten ze verre umb ein wîp,
diu mir nu zeiget daz leit für ir minne.
daz ist besunder an mir gar ein wunder,
deich mich verlân hân ze verre ûf den wân
der mich ie trouc und mir freislîchen louc,
sît ich ir dienen begunde als ich kunde.


Ich was vil ungewon
des ich nu wonen muoz,
daz mich der minne bant
von sorgen lieze iht frî.
nu scheidet mich dâ von
ein ungemacher gruoz.
der was mir unbekant:
nu ist er mir alsô bî,
vil gerne wære ichs frî.
mirn wart diu sêle noch der lîp
dêswâr nie lieber danne mir ie was ein wîp;
diu eteswenne sprach, daz selbe wære ich ir:
nu hât siz gar verkêret her ze mir.


Des lîbes habe ich mich
dur got vil gar bewegen.
ich wær ein tumber man,
dûht ich mich des unfruot.
jâ liez er wunden sich,
do er unser wolde pflegen:
der im des lônen kan,
wie sæliclîch er tuot!
wir toben umbe guot.
nu lânt mich tûsent lande hân:
ê ich si danne wisse, sô müest ich si lân,
und wirt mir dar nâch niht wan siben füeze lanc.
ûf bezzer lôn stêt aller mîn gedanc.


Mich grüezet menger mit dem munde,
den ich doch wol gemelden kunde,
daz er mir ze keiner stunde
rehter fröide nie niht gunde.
den gelîche ich einem hunde
der dur valschen muot
sich des flîzet daz er bîzet der im niht entuot.
Ich erkenne friunt sô stæte
daz er niemer missetæte,
wan dur bœser liute ræte.
der die ungetriuwen bæte
daz si niht in schœner wæte
trüegen valschen muot,
daz stüende im wol. ir lachen sol mich selten dunken guot.


Hân ich iht vriunt, die wûnschen ir
dazs iemer sælic müeze sîn,
dur die ich alliu wîp verbir.
si mêret vil der vröide mîn
und kan mit güete sich erwern
daz man ir valsches niht engiht.
ichn trûwe den lîp vor leide ernern
sô si mîn ouge niht ensiht.
Mir gap ein sinnic herze rât,
dô ichs ûz al der werlte erkôs,
ein wîp diu manege tugent begât
und lop mit valsche nie verlôs.
daz was ein sæliclîchiu zît.
von der ich grôze vröide hân,
der schœnen der sol man den strît
vil gar an guoten dingen lân.
Mîn lîp vor liebe muoz ertoben,
swenn ich daz aller beste wîp
sô gar ze guote hœre loben,
diu nâhe an mînem herzen lît
verholne nu vil manegen tac.
si tiuret vil der sinne mîn.
ich bin noch stæte als ich ie pflac
und wil daz iemer gerne sîn.
»Vil wunneclîchen hôhe stât
mîn herze ûf manege fröide guot.
mir tuot ein ritter sorgen rât
an den ich allen mînen muot
ze guote gar gewendet hân.
daz ist uns beiden guot gewin,
daz er mir wol gedienen kan
und ich sîn friunt dar umbe bin.«


Ein wîser man vil dicke tuot
des ein tumber niht enkan.
als ime daz hœhet sînen muot,
sô muoz ich leider trûric stân.
ich mac wol sîn gouches art
und jage ein üppeclîche vart:
tôren sinne hân ich vil,
daz ich des wîpes minne ger
diu mich ze friunde niene wil.


Sol ich leben tûsent jâr
sô daz ich in ir gnâden sî,
in gwinne niemer grâwez hâr.
sist aller wandelunge vrî.
lop si wol gedienen kan,
und weiz doch wol daz alle man
ir niht gar gemæze sint.
swer ir dekeines valsches giht
an dem hât haz bî nîde ein kint.


Ez ist ein spæher wîpes sîn,
diu sich vor valsche hât behuot,
swie unschuldic ich des bin.
swâ ich si weiz dar spriche ich guot.
doch ist ein site der niemen zimet,
swer dienest ungelônet nimet,
doch es leider vil geschehe.
hât mir dekeiniu sô getân,
der rât ich daz si zuo ir sehe.


Der bœsen hulde nieman hât
wan der sich gerne rüemen wil.
swes muot ze valschen dingen stât,
den krœnent si und lobent in vil.
der site ist guoter liute klage.
waz hulfe ob ich in allen sage
sô mir iht liebes widervert?
schaden hab ich dâ von vernomen:
ez muoz mir iemer sîn erwert.


Gedinge hât daz herze mîn
gemachet wunneclîchen frô.
daz muoz ûf ir genâde sîn
mit stæte zallen zîten sô,
der ich dâ guoles hœre jehen.
waz kunde liebes mir geschehen
von allen wîben, wær ir niht?
mîn lîp in grôzer senfte lebt
des tages sô si mîn ouge siht.


Diu alsô garwe wære guot,
diu sol des mich geniezen lân
daz si sô vil der tugende tuot.
ich bin ir worden undertân.
genâde, frowe, sælic wîp,
und trœste sêre mînen lîp,
der sich nâch dir gesenet hât.
du enwellest des ein ende lân,
der sorgen wirdet niemer rât.


Wan daz ich friunden volgen sol,
ich bin mir schedelîchen hie.
si zürnet sêre, wæne ich wol,
diu guote diech dâ senende lie,
und hât von mînen schulden leit.
daz ich durch ieman si vermeit,
des wirde ich selten wol gemuot.
ichn weiz ob ieman schœner sî:
ezn lebt niht wîpes alse guot.


Man sol ein herze erkennen hie
daz zallen zîten hôhe stât.
rehte vröide lobte ich ie
und nîde niemen der si hât.
der sô gewendet sînen muot
daz er daz beste gerne tuot,
ich wil iu mînen willen sagen,
ê der unsanfte müese gân,
ûf mîner hant wolt ich in tragen.


Ich hân der werlte ir reht getân
ie nâch der mâze als ez mir stuont.
der volge ich noch ûf guoten wân,
alsam die tôren alle tuont.
mac mir dar an niht wol geschehen,
sô lâze ich doch die liute sehen
den willen und die stæte mîn.
ist daz mir danne missegât,
dar an wil ich unschuldic sîn.


In hân niht vil der fröide mêr
von ir wan eine, diust sô grôz;
diu machet mich sô rehte hêr,
an fröiden al der werlte genôz.
wie möhte ich baz ze heile komen?
ez ist mir iemer unvernomen.
des fröit sich herze und al der lîp
ûf alsô minneclîchen trôst.
jô meine ich nieman wan ein wîp.


»Ein rehte unsanfte lebende wîp
nâch grôzer liebe daz bin ich.
ich weiz getriuwen mînen lîp
noch nieman stæter danne mich.
sît ich sîn künde alrêrst gewan
son sach ich nie deheinen man
der mir ze rehte geviele ie baz.
nu lône als ich gedienet habe.
ich bin diu sîn noch nie vergaz.«


Nu lange stât diu heide val:
si hât der snê gemachet bluomen eine.
die vogele trûrent über al.
daz tuot ir wê der ich ez gerne scheine,
mîn lîp ie vor den bœsen hal
daz ich si mê mit rehten triuwen meine
dann iemen kunde wizzen zal.
het ich von heile wunsches wal
übr elliu wîp,
mich verleite unstæte ab ir dekeine.
Si vindet mich in meneger zît
an einem sinne, der ist iemer stæte.
nâch rehte liez ich mînen strît,
daz mir ir minne lônes gnâde tæte.
nu machet valscher liute nît
daz guot gedinge wirt ein teil ze spæte.
dâ von mîn herze in swære lît.
betwungen was ez iemer sît:
noch wurde ez vrô,
leiste noch diu schœne des ich bæte.

Mir wære starkes herzen nôt:
ich trage sô vil der kumberlîchen swære.
noch sanfter tæte mir der tôt
dann ich ez hil deich sus gevangen wære.
ich leiste ie swaz si mir gebôt,
und iemer wil. wie ungerne ichs enbære!
diu zît hât sich verwandelôt;
der sumer bringet bluomen rôt:
mîn wurde rât,
wolte si mir künden liebiu mære.
»Soll ich an vröiden nu verzagen,
daz wære ein sîn der nieman wol gezæme.
er müese ein stætez herze tragen,
als ich nu bin, der mich dâ von benæme.
er müese zouberliste haben:
wan mîn gewin sich hüebe, als er mir kæme.
sîn langez fremeden muoz ich klagen.
du soll im, lieber bote, sagen
den willen mîn,
wie gerne i'n sæhe und sîne vröide vernæme.«


Nach frowen schœne nieman sol
ze vil gevrâgen. sint si guot,
er lâzes ime gevallen wol
und wizze daz er rehte tuot.
waz obe ein varwe wandel hât,
der doch der muot vil hôhe stât?
er ist ein ungevüege man,
der des an wîpe nihz erkennen kan.


Ich tuon ein scheiden, daz mir nie
von keinen dingen wart sô wê.
vil guote vriunde lâze ich hie.
nu wil ich trûren iemermê
die wîle ich si vermêden muoz
von der mir sanfter tæte ein gruoz
an deme stæten herzen mîn
dann ich ze Rôme keiser solte sîn.


Ich gerte ie wunneclîcher tage.
uns wil ein schœner sumer komen.
al deste senfter ist mîn klage.
der vogele hân ich vil vernomen;
der grüene walt mit loube stât.
ein wîp mich des getrœstet hât
daz ich der zît geniezen sol.
nu bin ich hôhes muotes: daz ist wol.


Ich hôrte gerne ein vogellîn
daz hüebe wunneclîchen sanc.
der Winter kan niht anders sîn
wan swære und âne mâze lanc.
mir wære liep, wolt er zergân.
waz vröide ich ûf den sumer hân!
dar stuont nie hôher mir der muot:
daz ist ein zît diu mir vil sanfte tuot.


Diu werlt wil mit grimme zergân nu vil schiere.
ez ist an den liuten grôz wunder geschehen:
fröwent sich zwêne, sô spottent ir viere.
wæren si wîse, si möhten wol sehen
daz ich dur jâmer die vreude verbir.
nu sprechent genuoge
war umbe ich truobe,
den fröide geswîchet noch ê danne mir.
Diu werlt hât sich sô von vreuden gescheiden
daz ir der vierde niht rehte nu tuot.
juden und cristen, in weiz umb die heiden,
die denkent alze verre an daz guot,
wie sis vil gewinnen, doch wil ich in sagen,
ez muoz hie belîben.
daz niemen den wîben
nu dienet ze rehte, daz hœre ich si klagen.
Swer nu den wîben ir reht wil verswachen,
den wil ich verteilen ir minne und ir gruoz:
ich wil ir leides von herzen gelachen.
swer sô nu welle, der lâze oder tuoz.
wan ist ir einiu niht rehte gemuot,
dâ bî vind ich schiere
wol drî oder viere
die zallen zîten sint höfsch unde guot.


In mîner besten fröide ich saz
und dâhte wiech den sumer wolte leben.
dô rieten mîne sinne daz
des ich enkeinen trôst mir kan gegeben,
daz ich die sorge gar verbære
und iemer hôhes muotes wære.
daz hete ich gerne sît getân,
wan deich verleitet bin ûf einen lieben wân,
den ich noch leider unverendet hân.
Het ich ze dirre sumerzît
doch zwêne tage und eine guote naht
mit ir ze redenne âne strît
nâch mînem willen alse ich hân gedâht,
daz mich des nieman wenden solte,
wie lützel ich getrûren wolte.
ouch lâze ichs unversuochet niht.
ich wil ir iemer dienen (lobez, als ez geschiht),
daz si mich niemer mêr unfrô gesiht.
Missebieten tuot mir niht
von wîben noch von bœsen mannen wê,
ob si mich eine gerne siht:
waz darf ich guoter handelunge mê?
lîd ich von ieman swachez grüezen,
daz mac si eine mir wol büezen.
und wirde ich noch sô sælic man
daz sich mîn leit verendet deich von ir gewan,
sô vröuwet mich daz ich sîn ie began.


Ich hân nâch wâne dicke wol
gesungen des mich anders niht bestuont,
und lobe doch, wan ich nu sol,
swâ guotiu wîp bescheidenlîche tuont.
daz biute ich mînen f'riunden zêren
und wil in iemer fröide mêren.
mîn eines würde lîhte rât:
swes muot iedoch zer werlte als der mîne stât,
ich wæne er menege sorge umb êre hât.


»Dem ich alsolher êren sol
getrûwen als ich her behalten hân,
den muoz ich ê bekennen wol:
sîn wille mac sô lîhte niht ergân.
wil er ze friunde mich gewinnen,
sô tuo mit allen sînen sinnen
daz beste und hüete sich dâ bî
daz mir iht mære kome wie rehte unstæte er sî:
wær er mîn eigen denne, ich lieze in vrî.«
Mich fröit ân alle swære wol
daz ich sô liebiu mære hân vernomen,
der ich mich gerne trœsten sol.
mir ist der muot von grôzen sorgen komen.
sît man der stæte mac geniezen,
sô ensol ir niemer mich verdriezen.
mîn herze ist ir mit triuwen bî:
freisch aber ez diu schœne deiz mit valsche sî,
sô lâze si mich iemer mêre frî.


Ich suoche wîser liute rât,
daz si mich lêren wie ich si behalde
diu wandelbæres niht begât
und ie nâch êren vrowen prîs bezalde.
mîn heil in ir genâden stât.
si kan verkêren sorge der ich walde.
ir güete mich gehœhet hât:
daz sol si mêren nâch ir êre manicvalde.
Ich hôrte wîse liute jehen
von einem wîbe wunneclîcher mære.
mîn ougen sâ begunden spehen
ob an ir lîbe diu gevuoge wære.
nu hân ichz wol an ir gesehen,
si kan vertrîben senelîche swære;
und ist mir sô von ir geschehen
daz ich belîbe vrô des ich unsanfte enbære.
»Mîn lîp in ein gemüete swert,
sît er sô ringet daz ich in behüete,
daz er ist fröiden unbehert;
des er betwinget mich mit sîner güete.
an mir er niemer missevert.
wan dem gelinget . . . . .
. . . . . . . . . .
. . . . .
ob uns niemer boum geblüete.«


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