L Y R I K
Friedrich Rückert (1788-1866) - Gedichtanfänge

Aßmann von Abschatz, Hans

Adler, Friedrich

Ahlefeld, Charlotte von

Albrecht von Haigerloch

Albrecht von Johansdorf

Angelus Silesius

Arent, Wilhelm

Arndt, Ernst Moritz

Arnim, Achim von

Arnold, Gottfried

Aston, Louise

Ball, Hugo

Bierbaum, Otto Julius

Birken, Sigmund von

Bleibtreu, Karl

Blumauer, Aloys

Bodenstedt, Friedrich von

Boie, Heinrich Christian

Bohne, Johannes

Brentano, Clemens


Conradi, Hermann

Hart, Heinrich

Hart, Julius

Hartleben, Otto Erich

Holz, Arno

Lenau, Nikolaus


Rückert, Friedrich


Friedrich Rückert (1788-1866)

[Inhalt] [Anfänge] [Titel] [Zeilen]

Gedichtanfänge

  1. (Ein Denkmal meines Lebens zu vernichten,
  2. Abdallah Leißi war ein Mann,
  3. Abdelmalik war im Schloß von Kufa,
  4. Abends wo im Zimmer
  5. Abhängig von der Welt mußt du dich nicht betrachten,
  6. Abraha, der Habessine,
  7. Abschließen mußt du für dich selbst einmal die Welt,
  8. Abu Jussuf Meigun lag gestorben,
  9. Abu Rihan, dessen Scharfsinn
  10. Ach es ist keine Kunst, wenn Wald und Heiden,
  11. Ach wie ist der Mensch so eitel,
  12. Ach, daß ewig hier die Liebe
  13. Ach, daß ich so bescheiden bin,
  14. Ach, ein Nam', ein neuer,
  15. Ach, ein verzaubert Reich ist die Natur,
  16. Ach, hinunter in die Tiefen
  17. Ach, nach einem Blumenbeet,
  18. Ach, o weh ich, arme Frau,
  19. Adler, der du hast genistet,
  20. Aergert dich den ganzen Tag
  21. Aergert' ich mich lang' im Winter
  22. Ahnaf Krummbein also heißt
  23. Ahnaf Nachts der Sitte pflegte,
  24. Alfarabi aus Farab,
  25. Ali Ben Hussein hat einen
  26. Ali geht zum Frühgebete,
  27. All ein Tanz und all ein Flug
  28. Alle Liebeslieber, die
  29. Alle tausend Gesundheitschriften,
  30. Alle Vögel singen ihre
  31. Alle Vogelstimmen habe,
  32. Allein ist besser als mit Schlechten im Verein,
  33. Allen harten Proben
  34. Alles ist im Keim enthalten,
  35. Alles ist so mailich im Mai,
  36. Alles stimmt der Mai zur Milde,
  37. Almansur sprach zum Sohn, als er am Sterben lag:
  38. Als Abdelmalik, Merwan's Sohn,
  39. Als am achtzehnten Oktober,
  40. Als auf der Wallfahrt, die mit niegesehner Pracht
  41. Als Blücher auf dem Feld der Schlacht
  42. Als Blütenalter ist die Jugend wol bekannt,
  43. Als das Geschlecht der grünen Waldeskinder
  44. Als das Kamel von Gott sich Hörner wollt' erbitten,
  45. Als den Herrn an's Kreuz geschlagen
  46. Als der gepflanzte Sproß nun trug die erste Frucht,
  47. Als die deutschen Kriegesschaaren,
  48. Als die Erscheinungen dir allererst erschienen,
  49. Als die Thiere noch sprachen,
  50. Als Du auf Erden lebend einst gegangen,
  51. Als Du Dein Aug' einst von der Erde Auen
  52. Als du mich kamst zu sehn, war ich zu Hause nicht,
  53. Als ein neues Stiefelpaar
  54. Als ein Verliebter bin ich auf der Flur bekannt,
  55. Als Emir Ali vor Schah Nassir stand,
  56. Als gegen Dara sich Iskander rüstete,
  57. Als Gestalten hab' ich euch besessen,
  58. Als Gott beschloß,
  59. Als Gott der Herr, deß Blick die Sphären rollte,
  60. Als Harun's Leibarzt, Bachtischu,
  61. Als ich der Karawane
  62. Als ich die Augen schloss,
  63. Als ich einst das Heimweh hatte
  64. Als ich heut, der Krankheitsmatte,
  65. Als ich hörte, daß die Sonne
  66. Als ich in's Schwabenalter
  67. Als ich mit der Wüste Söhnen
  68. Als ich singen wollte zu der Liebe Preise,
  69. Als ich über den Berg Lokam
  70. Als ich von dir, Geliebte! mußte wanken,
  71. Als ich war ein Kind, ein kleines,
  72. Als ich zuerst dein Auge sah, erwachte
  73. Als ich zur dunklen Erde niederschaute,
  74. Als im fünfhundert und einundfünfzigsten Jahr
  75. Als im Kerker Joseph hat
  76. Als im Lande Hungersnoth war,
  77. Als Jahja, der Prophete, ward
  78. Als Joseph in Aegypten war,
  79. Als jüngst mein Lieb sich nach dem Veilchen bückte,
  80. Als jüngster Bruder muß Moisseddule
  81. Als Knabe hab' ich einst die Frucht am Baum gesehn,
  82. Als Koranspötter und Verächter
  83. Als Mahdi, der Chalife, sich verirrte
  84. Als Malikschah nach Bagdad kam
  85. Als Maria heut' entwich,
  86. Als mein Liebster zu mir kam,
  87. Als meine Schön' um ihre zarte Hand
  88. Als mich im blühenden Schooß Hesperien hielt, o wie träumt' ich
  89. Als mit ungezählten Schaaren
  90. Als Mohammed mit den Seinen
  91. Als Moses nach Aegypten floh, wo er den Mann erschlagen,
  92. Als nach Aegypten Abraham
  93. Als noch bei seinem Meister Alkesa'i
  94. Als Omar Ben Abdelafis,
  95. Als Pharao mit seinem Heer
  96. Als Polyphem, der Ries', in Acis Arm
  97. Als Ros' ist nie so schön geworden, wie zu werden
  98. Als sie die guten Trauben mir fraßen
  99. Als Sultan Fachreddula der Bujide starb,
  100. Als Sultan Kabus, Sohn des Waschmegir,
  101. Als Toghan Schah, Alp Arslan's Sohn,
  102. Als Torismund um seine Rosalinde,
  103. Als unser Herr nun war an's Kreuz geschlagen,
  104. Als von des Todes wohlerkannter Hider
  105. Als wie ein Kind im Schlaf empor sein Auge schlägt,
  106. Als wir lang auf Regen harrten,
  107. Als wir vor Georgitage
  108. Als, mich zu belohnen
  109. Alswie der Frühling, seit er erst der Welt entflohn,
  110. Alswie der Mensch, so ist sein Gott, so ist sein Glaube,
  111. Alswie der Schwan, der rein auf reinen Fluten schwimmt,
  112. Alswie ein Thor, der wohnt im Haus mit einem Weisen,
  113. Alswie ein Vater gibt die Freiheit seinem Sohne,
  114. Alswie ein Wassertropf in's Wasser eingegangen,
  115. Am achtzehnten des Julius, dem Tage,
  116. Am besten geht es oft, wenn du es lässest gehn,
  117. Am besten machst du gleich dein Ding im Anfang recht;
  118. Am besten thust du, still Lehrmeinungen zu hören,
  119. Am besten würdest du in einen Koffer packen
  120. Am Bienenhause liegt der Strahl
  121. Am Dinge zweifeln kannst du, was und ob es sei;
  122. Am Ende deiner Bahn ist gut Zufriedenheit;
  123. Am Ende siehts ein Thor, ein klügrer in der Mitte,
  124. Am Ende wird die Welt das Christenthum besiegen,
  125. Am Ende, wann du nun dich an der Welt genung
  126. Am Fenster täglich siehst du an dein Blumenstöckchen,
  127. Am Flusse Krischna, nah dem Meer, wo mit Gewalt
  128. Am frühen Morgen aufgewacht,
  129. Am Fuß des Berges siehst du dessen Gipfel nicht,
  130. Am größten ist alsdann des Fleißigen Behagen,
  131. Am Himmel immer gern
  132. Am Himmel ist ein Flammenroth,
  133. Am Himmel ist kein Stern,
  134. Am Hügel saß ich Nachts, und war dem Thal entronnen,
  135. Am Inhalt liegt mir viel, und wenig am Gefäße;
  136. Am letzten Tag des Jahrs blick' ich zurück aufs ganze,
  137. Am Neujahrsmorgen merkt man wol auf Schicksalszeichen;
  138. Am Ort, wo du einmal entgiengst des Tigers Krallen,
  139. Am Rand des Stromes sitzt ein Angler um zu angeln,
  140. Am Rhein und am Main und am Neckar ist's schön,
  141. Am Schönen fehlt es nicht, fürs Schöne nicht am Sinn
  142. Am schönen Tage nimmst du dir die Reise vor;
  143. Am starren dunklen Tannenreis
  144. Am Strom Irawati im Lande der Birmanen,
  145. Am Stromesufer steht erschwungen eine Palme
  146. Am Tag der Göttin, die der Namen viele führt,
  147. Am Tag des Glückes wird ein kühner Sprung dir glücken,
  148. Am Tage kann ich zügeln meine Schritte,
  149. Am Walde hätte nicht die Axt so leichtes Spiel,
  150. Am Weihnachtabend sind die Kinder zu beneiden,
  151. Amara, bittre, was du thust ist bitter,
  152. Amru war ein starker Schildzerbrecher,
  153. Amur mit glühnder Fackel in der Hand
  154. Amur nahm einen Schimmer ihrer Blicke,
  155. An allen Dingen lern' verstehn ihr Gleichgewicht;
  156. An alter Poesie verblühten Blumenbeeten
  157. An Blandusia's dürft'ger Quelle,
  158. An dem Hohlwege droben,
  159. An dem Tag der Sonnenwende,
  160. An den im Garten bunt gewordenen Aurickeln
  161. An der Birke Stamm gelehnt,
  162. An der Felsenstirn, der schroffen,
  163. An der Wange meiner Liebsten
  164. An des Abendsternes Brennen
  165. An des Palastes Fenster stand
  166. An des Rosses Stirnhaar hanget Ehre,
  167. An einem Bache steht ein junger Rosenstrauch,
  168. An einem Grabe sah ich Amorn sitzen,
  169. An einem Pfuhle sah ich sprudeln eine Quelle,
  170. An heil'ger Berge Fuß zu wohnen mag erheben,
  171. An jedem Morgen hält der sel'gen Götter Chor
  172. An Kindern hab' ich oft bewundert, wie in Bildern
  173. An meinem Grabe sollt ihr Rosen pflanzen,
  174. An meiner Liebsten goldenen Nadel
  175. An Schönes, Wahres hat uns oft ein Traum gemahnt,
  176. An Sittensprüchen hat der Arge sein Vergnügen,
  177. An Winterabenden (mir ward der Schwank erzählt
  178. Anfang und Ende sind wol unter sich verwandt,
  179. Anschauung, wo sie fehlt, mag etwa Geist ersetzen;
  180. Antara, des Scheddad Sohn,
  181. Anzubeten in der Kaaba kam aus Jemen Assaf einst,
  182. Anzusehn von gleichen Farben,
  183. Arabisch heißet Dien Religion von Dienen,
  184. Arbeit säst du in die spröden Furchen,
  185. Arbeite, wenn dichs treibt; und geht es nicht, so ruh;
  186. Arbeiter dingt der Herr für seinen Arbeitstag,
  187. Arbeitsam willst du seyn, doch nicht Erholung missen,
  188. Ardeschir, der Perserkönig,
  189. Arif Billah, da er lange
  190. Arm nach Schirwan kam ein Fremdling,
  191. Armer Strauch,
  192. Auch darin gleicht
  193. Auch den ärmsten Vogeltriller
  194. Auch die immergrünen Tannen,
  195. Auch die Pferde, neubelebt,
  196. Auch dieses biet' ich dir, o Herr, zum Opfer an,
  197. Auch dis muß seyn erlebt, auch dis muß seyn ergangen,
  198. Auch ich war in Arkadien geboren,
  199. Auch in der bösen Zeit ist Gutes nicht verschwunden,
  200. Auch Kämpfer ihr für's Volkes Recht,
  201. Auch mir will oft das Haupt der Greisenwahn umdüstern,
  202. Auf Dauer eines Augenblickes
  203. Auf dem Berg ein Baum steht astlos,
  204. Auf dem Boden ist der Ratze,
  205. Auf dem gastlichen Tische
  206. Auf den Promenaden sang
  207. Auf der Bank, wo Sie sonst sitzet,
  208. Auf der einen Seite meines Mundes
  209. Auf der Kindheit frühsten Scenen
  210. Auf der Kühruh' schläft der Kuhhirt
  211. Auf der Magdalenenbrücke,
  212. Auf des Freundes edle Kunst
  213. Auf des Taschenbuches Blättern
  214. Auf die nass' und koth'ge Straß'
  215. Auf dieser Flur, wo reich an Blumenzier
  216. Auf einem Berg in Dschesika,
  217. Auf einen müden Tag wie labt die stille Nacht,
  218. Auf entlaubten Fluren,
  219. Auf Erden gehest du, und bist der Erde Geist;
  220. Auf hoher Alpe steht die Pflanze fest im Boden,
  221. Auf jenem Hügel, wo die sieben Palmen stehn,
  222. Auf jener Flucht, von welcher nun
  223. Auf jener Wiese, wo statt Blumen Sterne stehn,
  224. Auf Künft'ges rechne nicht, und zähl nicht auf Versprochnes;
  225. Auf luft'gem Vorgebirg saß die Sirene,
  226. Auf Palmen sitzt der Aff', er hat sie leicht erklommen,
  227. Auf Reisen willst du gehn? was willst du sehn auf Reisen?
  228. Auf Tibet's Hochland, wo in Buddha's heil'gem Namen
  229. Auf Wegen, die ich täglich gehe,
  230. Auf! hinter'm Berge hast du lang genug gehalten,
  231. Auf, ihr »verachtungswürd'gen« Reutereien,
  232. Auf, Südwind, komm heran zu mir und schaue,
  233. Aufmerksamkeit, mein Sohn, ist was ich dir empfehle:
  234. Aufs Unglück sei gefaßt, denn morgen kann es kommen,
  235. Aus Äußerm fühlst du dich und Innerem zusammen
  236. Aus bittern Meeren zieht die Sonne süßes Wasser,
  237. Aus Brahma's Quellen ist der Weisheit Strom geleitet,
  238. Aus dem geborgten Nest geflogen,
  239. Aus dem Gleis ist Zeit und Jahr,
  240. Aus demselben Fenster schauend,
  241. Aus der Fern' ist schön die Welt,
  242. Aus der Jugendzeit, aus der Jugendzeit
  243. Aus der Kinderstub' ein Mährchen.
  244. Aus der Kindheit in die Kindheit
  245. Aus der Vollkommenheit der Welt willst du beweisen
  246. Aus Eigennutz entspringt die Dankbarkeit der Meisten,
  247. Aus einem Feinde wird niemals ein Freund ein treuer;
  248. Aus einem Kreise kanst du nie ein Viereck machen,
  249. Aus Einer Wurzel sprießt, aus Einer Quelle fließt,
  250. Aus Erde ward der Mann geschaffen, doch das Weib
  251. Aus Felsen springt der Quell, und Freiheit will ihm ahnen,
  252. Aus Finsternis zum Licht steigt eine Stufenleiter,
  253. Aus Freundschaft hat der Freund den Freundschaftsdienst erwiesen;
  254. Aus Gelb und Blau entspringt nach unten Grün durch Mischen;
  255. Aus jungen Augen sieh die Welt stets neu entfaltet;
  256. Aus Mantua von dem Walle
  257. Aus Mitleid hab' ich heut' ein schlechtes Buch gelesen,
  258. Aus nicht kann ich hier dich lieben
  259. Aus vier Grundstoffen ist gemischt die Körperwelt,
  260. Aus zwei Verneinungen wird eine Wortbejahung,
  261. Auseinander gekommen sein,
  262. Auswendig lernen sei, mein Sohn, dir eine Pflicht;
  263. Bald, wenn dein Blick mir Muth in's Herz gegossen,
  264. Barometer! sprach der Thermometer,
  265. Bau' dir eine kleine Welt,
  266. Baum meines Vaterlandes, Eiche, mächtige,
  267. Baumeisterin Natur kannst du an ihrer Schwelle
  268. Baumeisterin Natur scheint für sich selbst zumeist
  269. Bedachtet ihr einmal, was die Unsterblichkeit,
  270. Bedeckt von Moos und Schorfe,
  271. Bedenke daß ein Gott in deinem Leibe wohnt,
  272. Bedenke, wenn der Stolz des Denkens dich bethört,
  273. Bedenke, wenn du gehst, daß nichts von dir hier bleibt,
  274. Bedenklich hat es hier und dort gebraust,
  275. Befreie deinen Geist! Dies ist dein höchster Hort,
  276. Befreit vom Förmlichen, das euch hielt eingebannt,
  277. Befriedigung alswie im kleinsten Sinngedichte
  278. Beglückt bist du, der du mit stetem Fleiße
  279. Beglückt der Weise, der ein kluges Weib gefunden,
  280. Beglückt die Pflanze, die im Spiel der Lüfte
  281. Beglückt ist wer den Weg der Sünde gar nicht kennt,
  282. Beglückt, von wem nicht eh'r die Welt, daß er gelebt,
  283. Beglückt, wer alles nicht muß durch sich selber werden,
  284. Beglückt, wer wenn des Winters Stürme schnauben,
  285. Beglückte Blumen, nie genug gepriesen
  286. Beglückte Wellen, eingeweiht zum Bade,
  287. Beglückte Zeiten, wo ein einzig Angesicht
  288. Beglücktes Hündchen, nebenbuhl'risch Thier,
  289. Begnügsamkeit ist doch des Menschen gröstes Glück;
  290. Begreif, o Sohn, der Mensch ist eine kleine Welt,
  291. Begreifen willst du Gott? laß deinen blöden Eifer!
  292. Begriffen hast du, doch damit ists nicht gethan;
  293. Behalte, was ich hier dir nicht will vorenthalten,
  294. Bei Bamberg in Franken da ackert ein Bauer,
  295. Bei des erglühten Osten Strahlenbrand!
  296. Bei einem Lehrer ist von Schülern eine Gilde,
  297. Bei Gott! Kein Nichts ist's, des ihr euch verwegnet,
  298. Bei Gott! Wenn euch nicht ganz die Sinne blenden,
  299. Bei Keschem eine Cypresse stand,
  300. Bei Miltenberg am Maine,
  301. Bei seinem Vater hat das Kind nicht lernen wollen,
  302. Bei Straßburg eine Tanne,
  303. Bei Unverträglichkeit gedeiht kein Feur im Haus,
  304. Beim Hauch des Morgens und der Mitternächte Schauer
  305. Beim höchsten Streben ist nothwendig höchste Wage;
  306. Beim Hochzeitfest im Haus, auch in dem ärmsten, soll
  307. Beim Hochzeitschmause hat, den Gästen ungesehn,
  308. Beim Lichtanzünden sprich: Willkommen sei die Nacht,
  309. Beim Schlafengehn, als ich das Licht löscht' in der Nacht,
  310. Beklage dich nur nicht, daß dir so viel mislang;
  311. Beklagen sollt' ich dich? ich kann dich nur beneiden,
  312. Ben Beschir, dem Kabhi, klaget
  313. Beneide nicht den Mann um Ruhm, den er nicht hat
  314. Bequeme dich der Welt, so wirst du angenehm
  315. Bescheiden ist, wer sich bescheidet, wer bescheiden
  316. Bescheiden wollt' ich seyn, säh' ich mich vollgeehrt;
  317. Beseligt sein und selig tief empfinden,
  318. Besser ein altes Kleid mit eignem Drate flicken,
  319. Beständig ist kein Glück im Unbestand des Lebens,
  320. Betrachtest du die Welt als einzig da für dich,
  321. Betrübt dichs wol, wie sich an Thorheit Thoren laben?
  322. Betrübters hab' ich nicht gesehn,
  323. Bewahren soll die Braut mit Wohlbedacht im Haus
  324. Bewiesen hat ein Freund von Geisterseherei,
  325. Bezähme deinen Zorn, und lasse dem die Rache,
  326. Bild' auf den eignen Werth dir nur zuviel nicht ein!
  327. Bin ich derselbe noch, den alle nun wettloben,
  328. Bisher war hinter dieser Stirne
  329. Bist du ein Quell, o Sonn', ein Quell beständig voll
  330. Bist du gedankenlos, so geht mit offnen Ohren,
  331. Bist du gestürzt und hat der Sturz dir nicht geschadet,
  332. Bist du im fremden Land, so mußt du dich bequemen
  333. Bist du's, o schmetternd lautes Erzgeräthe,
  334. Bist eine Göttin,
  335. Bitt' um Verzeihung nur den der sich glaubt gekränkt;
  336. Blasser Druck und grau Papier
  337. Blätter nicht, sondern Blättchen, von zitternder Silberpappel
  338. Blaue Blüthen, die zur Gabe
  339. Blauer Hals und bunter Schweif,
  340. Bleib in der Mittelhöh mit deinen Wünschen stehn,
  341. Bleibet im Lande und nähret euch redlich,
  342. Bleibt mit den Hölen, die ich sehn soll, mir vom Leibe!
  343. Blick einmal mit deiner Augen Strahl
  344. Blick empor
  345. Blick her, o Welt, was soll von dir die Nachwelt denken,
  346. Blick' auf und sage dir: wo ist der Regenbogen?
  347. Blick' in die Welt hinaus, und sieh, viel andre Räder
  348. Blick' um dich, und am Weh der Welt dich weide,
  349. Blicke mir nicht in die Lieder!
  350. Blühende Frauen,
  351. Blühten alle Herrlichkeiten
  352. Blume blühte, Vogel sang,
  353. Blüthenreis!
  354. Borussia! gelegt in schwere Stricke
  355. Botaniker zugleich wer ist und Astronom,
  356. Bringt her die Fackeln und das Grabgeräthe,
  357. Brünstige Nachtigall,
  358. Buchhändlerseele, rühmst du dich
  359. Bukefalos, das ungezähmte Roß,
  360. Bürger Braunschweigs, die ihr heute
  361. Chidher, der ewig junge, sprach:
  362. Cicade, die, wo Thau von Blättern trieft,
  363. Da du selber Vater bist,
  364. Da ich der Ostwind bin,
  365. Da ich des Lebens Lust und Leid erfuhr,
  366. Da ich dich einmal gefunden,
  367. Da ich volle vierzehn Tage
  368. Da mir einst die Zukunft fehlte,
  369. Da noch der Ur
  370. Da rüstete die Kerze sich mit wackern
  371. Da steht sie nun, o daß ihr stehn sie sähet,
  372. Da wo das Hochgebirg Tibet und Kaschmir theilt,
  373. Da zur Ruhe Himmel, Erd' und Fluthen gingen,
  374. Daheim im stillen Haus die Seele war befangen,
  375. Daheim in Gessas Zelte sitzt
  376. Daheim, o Wandrer, magst du allen Liebe tragen,
  377. Dann ist, o Dichter, dir wahrhaft die Form gelungen,
  378. Darf ich meinen Blicken traun?
  379. Darf ich vom Fest der Stadt mir nur erzählen lassen,
  380. Darf verliebt der eigne Vater
  381. Das Abendroth ist schöner als das Morgenroth;
  382. Das Allgemeine schwebt dem Geist beständig vor,
  383. Das Allgemeine zum Besondern zu gestalten,
  384. Das alte Sprichwort sagt: Nichts unterm Sonnenstral
  385. Das Alter ist der Jugend vorzuziehn,
  386. Das Alterthum beschrieb mit lebensvollen Bildern
  387. Das Angenehme thut, wenns keine Frucht auch trug,
  388. Das Ärgste drohet nicht der Welt von Geld und Gut,
  389. Das Aug' ist überm Ohr in allen Stücken, traun,
  390. Das Auge sah der Locken holde Wirrung
  391. Das Auseinander hier im Raum, dort in der Zeit
  392. Das Bächlein läuft den Blumen nach,
  393. Das Bächlein zieht von dannen,
  394. Das Band ich riß, die Kett ich brach,
  395. Das Bäumlein stand im Wald,
  396. Das beste Lebensgut ist leichter froher Sinn,
  397. Das Bestehende ist die Natur,
  398. Das Bethaus ist in Schutt gefallen, aber hoch
  399. Das Bethaus steht noch nicht gebaut mit seinen Pfosten,
  400. Das Bild der Ewigkeit, die Schlange die im Reif
  401. Das Bischen Dichterruhm, die späte Spätherbstaster,
  402. Das Böse hat nicht Macht, die Welt zu Grund zu richten,
  403. Das Böse ist nicht aus der Welt hinauszulügen,
  404. Das Denken, das sich treibt in ungemessnem Gleise,
  405. Daß die Leute mein vergessen könnten,
  406. Daß die Lichter düster brennen,
  407. Das Ding ist außer dir, weil du von dir es trennst,
  408. Das du mich geboren hast,
  409. Daß du ruhig wärest, wie mein Vater!
  410. Das Echo, das du weckst, reizt dich, o Nachtigall,
  411. Das Eine, das du liebst, wird dir vom Tod entzogen,
  412. Das Eisen, wenn sich ihm des Feuers Kraft vereint,
  413. Das Entzücken, der Freude Schauer,
  414. Daß er dich rührt, gedeiht ─ es ist nur eine Probe
  415. Daß etwas gründlich du verstehst, ist nicht genug;
  416. Das Ewige, das ganz genoßen Göttersöhne,
  417. Das Feuer heißt ein blindes Element,
  418. Das Feuer kam, um all' das Böse abzubüßen,
  419. Das Feuer preisen wir, das unsern Herd bewacht,
  420. Das Feuer war in Furcht, daß es das Wasser hasche,
  421. Das Fleckchen an der Wang' ist eine Zier, das schwarze;
  422. Das Gähnen, das, mein Sohn, beim Lernen dich beschleicht,
  423. Das Gähnen, lieber Sohn, es ist zwar unwillkürlich,
  424. Daß gar kein Wissbares, daß nichts unwissbar sei,
  425. Das Glück des Mannes kann nicht Etwas seyn, o Sohn,
  426. Das Glück und das Verdienst sind von ungleicher Macht:
  427. Das Gold der Menschheit wird beständig umgeprägt,
  428. Das Gold der Sonne ward in Fluß gebracht,
  429. Das Gold, sobald es hat erkannt den Edelstein,
  430. Das Göttliche (das ist, was alle Menschen spüren)
  431. Das Gröste gehet ein ins Kleinste, und das Ganze
  432. Das gröste Hinderniß ist oft dem Muthe keines,
  433. Das Grün des Frühlings mühte
  434. Das Gute kommt von dir, das Böse von der Welt
  435. Das Gute liebt die Still', es liebt nicht das Getöse;
  436. Das Gute mußt du hin, wo's angewandt ist, wenden;
  437. Das Gute thun ist leicht, selbst Schwachen eine Lust,
  438. Das Gute thust du nicht, um zu empfinden Lust;
  439. Das Gute wissen, weit ist noch das thun davon;
  440. Das Haus ist weit genug, die Wohnenden zu fassen,
  441. Das Hehlen ist so schlimm und schlimmer als das Stehlen;
  442. Das heil'ge Feuer schür', ein ewiges Symbol
  443. Daß heilige der Zweck die Mittel, wird bestritten,
  444. Das heilige Sanskrit, das vorlängst sich verloren
  445. Das höchste ist die Gunst, womit der Himmel schaltet,
  446. Das höchste Liebeswerk, das Menschen ist verliehn
  447. Das Höchste, was der Mensch erstreben soll und kann,
  448. Daß ich nicht an Gesellschaft Mangel litte
  449. Daß ich nur verzweifeln könnte,
  450. Daß ich solch ein Häuschen hätte,
  451. Daß ihr klettert, liebe Buben,
  452. Daß in denselben Fluß du kannst nicht zweimal steigen,
  453. Daß in der Einsamkeit dir nicht der Reiz gebräche
  454. Daß in der Mitte sei die Wahrheit, ist wol wahr,
  455. Daß in diesem jungfräulichen
  456. Das irdische an dir, Geschöpf, sind deine Glieder,
  457. Das ist das Wetter nicht, das, als sie mich gebar,
  458. Das ist der deutsche Stein,
  459. Das ist des Habichts Amt, und der Beruf der Eule,
  460. Das ist die zauberhaft geheimnißreiche Kraft
  461. Das ist ein Unfall zwar, doch der mir muß gefallen:
  462. Das ist gewis! die Magd, wo sie wird Frau im Haus,
  463. Das ist kein ägyptischer
  464. Das ist kein Glück, was ich mit Herzblut muß erkaufen;
  465. Das ist mein Wunsch, daß gut und glücklich mögen werden,
  466. Das ist nicht Weisheit, die nur sich für Weisheit hält,
  467. Das Jenseits kannst du in beliebigen Farben malen,
  468. Das junge Grün unschuldig
  469. Das Kätzchen buckelt sich, und will Kamelchen seyn;
  470. Das Kind weiß nicht, warum man etwas ihm verbeut.
  471. Das kleine Pfefferkorn sieh für gering nicht an,
  472. Das kränkt dich nicht sosehr, was Leides dir geschehn,
  473. Daß künftig kein Schlüssel verloren ginge,
  474. Das Land der Kindheit ließ ich hinterm Rücken liegen,
  475. Das Leben ist ein Feur, die Luft muß es erquicken;
  476. Das Leben ist ein Raub, das Leben eine Beute;
  477. Das Leben ist ein solch unschätzbar Gut, mein Kind,
  478. Das Leben ist zu kurz, um alles zu erlernen,
  479. Das Leben magst du wohl vergleichen einem Feste,
  480. Das Licht ist leicht, es ist die umgekehrte Schwere;
  481. Daß man nie zurück soll nehmen,
  482. Das Männlein ging spazieren einmal
  483. Das Märchen von dem Schatz, den dort der Mann verhieß
  484. Das Mehl zu sichten, braucht man Siebe, groß und kleiner;
  485. Daß Menschen trauern, klagen, statt zu singen!
  486. Das Menschlichste an uns, das Sprechen und das Denken,
  487. Das menschlichste Geschäft ist Menschen zu erziehn;
  488. Das Messer, wenn es auch ist oben noch so scharf,
  489. Daß mit Unthätigkeit ist Überdruß verbunden,
  490. Daß nicht ein Mensch die Sprach' erfunden, glaubt ihr lang,
  491. Das Opferfeuer brennt, das nie erlöschen darf,
  492. Das Recht steht hüben und das Unrecht stehet drüben,
  493. Das Rechte hast du wol, das fühlest du, gethan,
  494. Das rechte Maß, wie man den Lehrling vorwerts treibt,
  495. Das reine Element des Wassers sei erhoben,
  496. Das Rephun ißt ein Korn, dazu ein Körnlein Sand,
  497. Das Restchen Leben ist wie das Zigarrenendchen,
  498. Das Rohr im Winde seufzt aus Sehnsucht nach dem Schönen,
  499. Das rufet in die Weite,
  500. Das sagt dir dein Gefühl, daß du kannst sündigen;
  501. Das Schlechte läßt sich nie dem Guten ähnlich drechseln,
  502. Das Schlimme läßt nicht gut sich machen, aber immer
  503. Das Schöne stammet her vom Schonen, es ist zart,
  504. Das Schöpfrad hört' ich ächzen über'n Fluß,
  505. Das Schöpfrad schöpft sich matt, und Athem schöpft es kaum;
  506. Das Seelchen kam so früh vom Himmel schon hinaus,
  507. Das Sehn hat man umsonst, wenn nicht das Sprichwort lügt;
  508. Daß sich die Liebste keifen muß und necken
  509. Das Sperlingsweibchen trägt zu Nest, das arme Schelmchen!
  510. Das Sprichwort auch ist wahr: wer sitzet in dem Röhricht
  511. Das Sprichwort sagt, daß Art von Art nicht lass'; ich glaube,
  512. Das Sprichwort sagt: Wenn sich der Fuchs in seinem Bau
  513. Das Sprichwort will nichts gutes sagen,
  514. Das Sprichwort, lieber Sohn, daß Kleider Leute machen,
  515. Das stille Volk, das sonst im Früh- und Abendstral
  516. Das Tonspiel kennen muß, wer's brauchen will zum Spiele;
  517. Das Übel ist bestrebt sich selbst zu überwinden,
  518. Daß unerreichbar hoch das Vorbild alles Guten
  519. Das Unglück in der Welt such', als du kanst, zu lindern,
  520. Das Unkraut, ausgerauft, wächst eben immer wieder,
  521. Das Veilchen füllt die Luft mit Wohlgeruch von Amber;
  522. Das Verlangen saß in seiner
  523. Das Vöglein zwitschert: Als ich wandern ging,
  524. Das Volk ist glücklich, des Mannsalter ist durchdrungen
  525. Das Wahre mische mit dem Falschen, wer den Schwachen
  526. Das war der Samorin, der Fürst von Kalikut,
  527. Das war die Schlacht von Waterloo,
  528. Das Wasser strebt hinab, das Feuer strebt hinauf,
  529. Das Wasser trägt den Mann, wenn er zu schwimmen weiß;
  530. Das weiße Grabtuch, das der Schnee auf's Grün gedeckt,
  531. Das weiße Licht ist leicht, das dunkle Schwarz ist schwer;
  532. Das Wetter wechselt, und es wechseln Menschenkaunen,
  533. Das widerspenstige Kamel wird doch beladen,
  534. Daß wilde Völker Pfeil im Krieg vergiften,
  535. Das Wissen ist ein Quell, der unversieglich quillt,
  536. Das Wissen, wenn es nun will auch den Glauben wissen,
  537. Das Wort des Mannes ist von seiner Seel' ein Theil;
  538. Das Wortspiel schelten sie, doch scheint es angemessen
  539. Das Wortspiel will ich auch wol deiner Sprach' erlauben,
  540. Das wunderreichste Bild, das ich von Buddha sah,
  541. Das Wünschen thut es nicht, Anstrengung muß es machen;
  542. Das zu entwickeln, was Gott in den Keim gelegt,
  543. Daß, der im Weg uns stand, zur Seite sei geschoben
  544. Dein Amt, Gebildeter, und deine Aufgab' ist,
  545. Dein Auge kann die Welt trüb' oder hell dir machen;
  546. Dein Bild, Geliebter, möcht' ich haben,
  547. Dein Blick ist matt, wie wenn mit blöden Augen
  548. Dein Donner rollt, und spricht, wenn ichs vergessen habe,
  549. Dein eignes Leben selbst ist länger nicht dein eigen,
  550. Dein Feind ist zweierlei, ein Feind der Böses tat
  551. Dein Feur ─ ist jemand schon geworden warm davon?
  552. Dein freier Will', o Mensch, soll dein nicht seyn und eigen;
  553. Dein Gegner hat gemach ein schönes Ziel erreicht,
  554. Dein Geist kann nicht umhin, aus allem was gelungen
  555. Dein höchstes Leben sei zu leben gottbewußt;
  556. Dein ist nicht, was du hast; das was du thuest, ist
  557. Dein Leben war mir schmucklos vorgekommen,
  558. Dein Liebesevangelium
  559. Dein Streben sei, o Sohn, ein innres Gutes frei
  560. Dein wahrer Freund ist nicht, wer dir den Spiegel hält
  561. Dein Wirken wirst du nach verschiednen Stund- und Tagen
  562. Deine Kinder hier verloren,
  563. Deine Liebe hat mich beschlichen
  564. Deine Tag' und Stunden flossen,
  565. Deinen Namen hab' ich, wie in meine Brust,
  566. Deiner Bedürfnisse Befriedigung gereicht
  567. Deiner Liebe reichsten Lohn,
  568. Dem Almamun ward gesagt:
  569. Dem armen Herzen bringt das kleinste Glück Beklemmung,
  570. Dem beschwingten Brüdertruppe
  571. Dem Chalifen Mamun (man erzählt's) erschien
  572. Dem der für Unglück hält, was ihn als solches grüßt,
  573. Dem Dichter ist das Weib die liebste Richterin,
  574. Dem du Glauben nicht geschenkt,
  575. Dem edleren Metall ist vom unedlern immer
  576. Dem einen geht es hin, den andern gibt man frei;
  577. Dem Ganzen offenbar gereicht es nicht zum Heil,
  578. Dem Hungerleider gib ein Feld, daß er sich nähre;
  579. Dem jungen Wolfe will der Hirt die Wolfsart nehmen,
  580. Dem Käfer gönn' ich gern ein Blatt,
  581. Dem Kinde magst du schwer den Mond am Himmel zeigen,
  582. Dem Lichte, daß es brenn', ist nöthig Fett und Docht;
  583. Dem Löwen wollte Gott nicht den Geruch verleihn;
  584. Dem Manne steht es an, zu thun soviel er kann;
  585. Dem Manne steht, o Sohn, Mannhaftigkeit wohl an,
  586. Dem Mathematiker ist darum nur gelungen
  587. Dem Menschen ist ein Recht gegeben auf die Sachen,
  588. Dem Menschen kann nicht leicht ein größrer Spott geschehn,
  589. Dem Menschenwitze wars vonje die schwerste Plage,
  590. Dem müden Wandersmann ist doch die Nacht willkommen,
  591. Dem Müßiggänger fehlt es stets an Zeit zum Thun,
  592. Dem Ostermann, der, Böhmens Thor
  593. Dem Schwane, der, sein eigner Leichenfänger,
  594. Dem sind am wenigsten die Mängel zu verzeihn,
  595. Dem Sperling beut des Strohdachs morsche Schaube
  596. Dem stärkern Feind entgeht der schwache mit der Hilfe
  597. Dem Storch ward lang das Bein, um durch den Sumpf zu waten;
  598. Dem Süß entgegen sind gestellt Herb, Bitter, Sauer,
  599. Dem unbeschriebnen Blatt des Geistes in dem Kinde
  600. Dem Wandersmann gehört die Welt
  601. Dem Weisheitdurstenden hat nie so recht von Grund
  602. Dem Winter hab' ich oft gegrollt,
  603. Dem Zeitenwechsel' hab' ich stets gedacht,
  604. Dem, was ich fürchte, wag' ich Namen nicht zu geben,
  605. Demütigung ist auch von Demut eine Art;
  606. Den Aberglauben auch, den ich durchaus nicht preise,
  607. Den alten Malerspruch erkoren hab' auch ich
  608. Den Armen plündert man, nur um die Lust zu stillen,
  609. Den Ausspruch hat zuerst ein starr Gesetz gethan:
  610. Den Büßer sah ich stehn, nach rechter Büßersitte,
  611. Den Christenbüchern ist ein großer Vorzug eigen,
  612. Den Degen soll ein Mann nicht ohne Ursach ziehn,
  613. Den durst'gen Gaumen labt ein Trunk, und nicht den satten;
  614. Den einen ehr' ich, der nach Idealem ringt;
  615. Den einen siehst du nie, doch steht er dir zur Seiten,
  616. Den Einzelheiten mußt du nie soviel erlauben,
  617. Den Esel hungern ließ der Treiber, wo's war eben;
  618. Den ew'gen Faden zieht die Spinn' aus ihrem Leibe;
  619. Den Fluß nach Regenguß trüb gehn sehn, ist natürlich;
  620. Den Forscher freuts daß er den Vorrath nie verliert,
  621. Den frommen Büßer sah ich sitzen an der Erden
  622. Den Frühling lass' ich gern geschehn,
  623. Den Fürsten, die sich gern den Unterthanen weisen
  624. Den Gegner setze nicht herab, dem vorgezogen
  625. Den Geist an seinen Leib knüpft ein natürlich Band,
  626. Den Glauben mag das Geld dir geben oder rauben;
  627. Den Grund, auf welchem ruht dein Daseyn, umzuwühlen,
  628. Den Hauptmann sah ich jüngst ein buntes Kriegsheer mustern,
  629. Den Hausrock trug ich, den langen,
  630. Den heil'gen Weda wenn du liesest in der Nacht
  631. Den heil'gen Weda willst du lesen mit Ersprießen?
  632. Den höchsten Menschensinn, das Augenlicht zu missen,
  633. Den Inbegriff der Schönheit hab' ich
  634. Den innern Widerspruch im Menschen zu erklären,
  635. Den Kapuzinern war ich zugesprochen
  636. Den Kopf voll Poesie aus fremden Landen,
  637. Den Körper mit dem Stein, das Leben mit der Pflanze,
  638. Den körperlosen Geist mit schönem Körperschein
  639. Den Krüppel schilt man nicht, daß er nicht wandeln kann;
  640. Den Leib, hätt' ich den Leib geliebt, mich macht' es grauen,
  641. Den Maulwurf nennst du blind, weil er, wenn du ans Licht
  642. Den Meister sah ich Nachts, von einer Kerze Schimmer
  643. Den Menschen gnüget nie, was Menschen wissen können,
  644. Den Menschen sollst du dich insoweit anbequemen,
  645. Den Menschen wenn der Mensch im Menschen stets erkennte,
  646. Den Nachbar halte werth, den Nachbar halt in Ehren!
  647. Den Räuber schilt der Dieb, weil weg am Tage nahm
  648. Den Rosenzweig benagt ein Lämmchen auf der Weide,
  649. Den Schmelz der Wiesen tränkt das Wasserrad nicht nur,
  650. Den Spruch: Erkenne dich! sollst du nicht übertreiben;
  651. Den Stein zum Anstoß leg' auf keines Bruders Wegen,
  652. Den Sterbekittel sah ich eines Muselmanen,
  653. Den Tadler ehr' ich, der die Richtigkeit des Zieles
  654. Den Toren ists umsonst von einem Schaden heilen,
  655. Den Wald erfüllte laut der Löwe mit Gebrülle,
  656. Den Weg am Berg empor beschließt ein Gitterthor,
  657. Den Weisen kannst du an der Wahl der Zweck' entdecken,
  658. Den Winter hör' ich schelten,
  659. Denk an! das Büblein ist einmal
  660. Denk nicht, daß Gott die Welt ließ eine Zeitlang laufen,
  661. Der Aberglaube sagt, o Sohn, wo Indra's Pfeil
  662. Der Aberglaube sagt: Wirst du beim Wandern spüren,
  663. Der Abu Dolaf war ein Mann
  664. Der Ackersmann streut auch die goldnen Saamen
  665. Der Adler fliegt allein, der Rabe schaarenweise;
  666. Der Affe hat gehört, daß süß der Nußkern schmecke,
  667. Der Ähnlichkeiten Spur zu folgen hast du Freiheit,
  668. Der alte Barbarossa,
  669. Der alte Fritz saß drunten in den Nächten,
  670. Der alte Hauswirth, in der Wirthschaft wohl erfahren,
  671. Der alte König ruht in seinem Schlafgemache,
  672. Der alte Meister sprach: (bedankt sei der Erzähler!)
  673. Der alte Meister sprach: Laß kürzlich dir entfalten,
  674. Der alte Meister spricht: Die Schwäch' ist zu bedauern
  675. Der alte Wolf vermag den Regen schon zu leiden,
  676. Der Anblick einer Seele, die in Frieden
  677. Der Andacht Thräne soll man nicht vom Auge wischen,
  678. Der Angler sitzt am Strom und angelt ohne Zahl
  679. Der Anker hält den Kahn, und läßt ihn nicht versinken,
  680. Der Apfel fällt, gereift, in seines Gärtners Hand;
  681. Der April geht her vor'm Maien,
  682. Der April zum Maien sprach:
  683. Der Arbeit Bürd' ist leicht, und schwer des Dankes Last;
  684. Der arme Ritter saß im Walde unter'm Baum,
  685. Der Armen Anblick ist ein stummer Vorwurf dir,
  686. Der Astrolog, mein Sohn, in seinem müß'gen Hirne
  687. Der Bach zum Strome sprach: Du schlingst mich ein so jach;
  688. Der Bär mit der Hyäne
  689. Der Bauer hat die Noth, der Ochse hat die Plage;
  690. Der Bauer hat ein Hun und eine Kuh dazu;
  691. Der Bauern Sprichwort sagt, mein Sohn: wenn auf dem Sand
  692. Der Baum legt niemals selbst die Axt an seinen Fuß;
  693. Der Baum merkt nicht die Last, hält drauf ein Vogel Rast;
  694. Der Baum, der Früchte trägt, trägt eine schöne Last;
  695. Der Beeren hangen viel an einem Traubenstiele;
  696. Der Berg, der sich im Licht ewig zu sonnen glaubt,
  697. Der Berg, von vorne steil, wird hinten leicht erklommen;
  698. Der Bergesgürtel, der sich über Dekan zieht,
  699. Der beste Edelstein ist der selbst alle schneidet
  700. Der Bettler hat zu Nacht im Haus kein beßres Licht
  701. Der Blücher hat die Macht,
  702. Der blutdurchwirkte Vorhang ist gehoben,
  703. Der Bücher sind zu viel, um noch so viel zu gelten;
  704. Der Buchfink auf der Buche
  705. Der Büßer, ohne auf Gebirg Gebirg zu thürmen,
  706. Der Chosro Parwis sprach zu Schirin, seiner Liebe:
  707. Der Davoust sprach: Das mich verdrießt,
  708. Der Dichter Dschami kam auf seinen weiten Reisen
  709. Der Dichter sprach: In Alles tausendfach,
  710. Der Dichter wär' ein Gott, und zu beglückt sein Loß,
  711. Der Dichter, der nur ist ein Dichter, ist ein Kind
  712. Der Dorfkrautschneider Graumann
  713. Der Drossel Schlag
  714. Der du erschufst die Welt, ohn' ihrer zu bedürfen,
  715. Der du im Lichte bist, und bist in mir das Licht,
  716. Der du noch jüngst durch deines Ruhms Posaunen
  717. Der du rastlosen Fußes der Erde Weiten durchzogen,
  718. Der edle König kam an seinem Siegestag
  719. Der Edle saß geehrt vor Königs Angesicht,
  720. Der Ehre kannst du wol von andern leicht entbehren,
  721. Der Ehrgeiz gibt nicht Ruh noch Rast dem, der ihn hegt;
  722. Der Ehrgeiz ist gekränkt vom kleinsten, das mislingt,
  723. Der Ehrgeiz, lieber Sohn, wiegt selbst den Geiz darnieder;
  724. Der Eichbaum hält seine Blätter fest
  725. Der Einsicht schadet nur Gelehrsamkeit zu große,
  726. Der Einzelne, mein Sohn, ist sichrer als ein Heer
  727. Der Erde dankt man nicht den Schatz, den man gegraben,
  728. Der Erde kann der Mensch, an der er hangt, entbehren
  729. Der erste König ist es durch Gewalt geworden,
  730. Der erste Urwohnsitz der Menschen mit vier Flüssen,
  731. Der Esel isset wie der Distelfinke Distel,
  732. Der Esel ist bekannt, der hungernd stehen bliebe,
  733. Der Esel stolpert gleich, wenn er geht unbeladen;
  734. Der Esel, den mit Salz sie überladen hatten,
  735. Der ew'ge Dreiklang, der das irdische Getöse
  736. Der Farbenbogen der Empfindungen erscheint,
  737. Der Feige, der gezeigt den Rücken in der Schlacht,
  738. Der ferne, der mich grüßt, ist nah im Herzen mir;
  739. Der Finke, der am Weg ein trocknes Körnlein hascht,
  740. Der Fischer hat am Meer gefangen einen Fisch,
  741. Der Fluß bleibt trüb, der nicht durch einen See gegangen,
  742. Der Freund hat einen Strick gelegt um mein Genick,
  743. Der Freund ist immerfort vor meiner Seele Augen,
  744. Der Freund ist Katholik geboren,
  745. Der Freund ist näher dir als du dir selber bist;
  746. Der Freund, der lang' uns ließ auf seine Ankunft hoffen,
  747. Der Freund, der mir die Liebste malen sollte,
  748. Der Freundin Bild ist in mein Herz geflossen;
  749. Der Fried' ist sprachverwandt wol mit der Freiheit auch;
  750. Der Friede sprach: Warum willst du mich höhnen?
  751. Der Frosch im Laub versteht vom Wetter mehr als du,
  752. Der Frühling fährt hernieder
  753. Der Frühling grüßt die Erd' und macht die Hoffnung grün,
  754. Der Frühling in einer warmen Nacht
  755. Der Frühling ist gekommen,
  756. Der Frühling kocht sich aus des Winters Reifen
  757. Der Frühling lacht von grünen Höhn,
  758. Der Frühling sprach zu mir:
  759. Der Frühling sprach: Ich habe
  760. Der Frühling und die Liebste wollten ringen,
  761. Der Frühling war im Hauch der Lüfte,
  762. Der Frühling, eh' er sonst ist eingetroffen,
  763. Der Frühlingshimmel soll in Wolkendünsten brüten,
  764. Der Fürst ritt auf die Jagd, und ward durch ein Gewitter
  765. Der Fürst von Schirwan liebt so sehr
  766. Der Fürsten Unglück ist, daß jeder thun und sagen
  767. Der ganze Vogel ist oft keinen Heller werth,
  768. Der Gärtner liefert mir zum Schmuck in meinem Zimmer
  769. Der Gärtner muß die Pflanze begießen,
  770. Der Gärtnerbursche will zu seines Herrn Ergetzen
  771. Der Gattin sei ihr Gott der Gatte nicht allein,
  772. Der Gaukler, wie geschickt er seine Glieder braucht,
  773. Der Geist des Menschen denkt nur durch den Gegensatz;
  774. Der Geist des Menschen fühlt sich völlig zweierlei,
  775. Der Geist ist als gesund und krank auch zu betrachten
  776. Der Geist, der weiß daß er aus eigner Kraft bestreiten
  777. Der Geist, wenn er im Mai vom Winterfroste
  778. Der gelbe Wein ist Gold, der rothe Wein ist Blut;
  779. Der Gipfel von dem Helikon ist hoch
  780. Der Glaubenseifer ruft: Gib die Vernunft gefangen!
  781. Der Goldberg Meru steht in Jambudwipa's Mitte,
  782. Der Goldlack blüht immer höher hinan,
  783. Der Groll, den alle Leute hassen,
  784. Der große Astronom sprach: Alle Himmelsflur
  785. Der größre Bruder soll die kleinern überwachen,
  786. Der gröste Kummer ist im kummervollen Leben,
  787. Der grüne Baum und der Vogel drauf,
  788. Der Hahn führt seine Hennen
  789. Der Hauswirth hat dem Gast Gastberge zugesagt,
  790. Der Heidenkönig sprach zur Königin:
  791. Der heil'ge Weda wird verglichen mit dem Euter
  792. Der heilige Kebir sah eine Mühle drehn,
  793. Der Herzog Wilhelm von Braunschweig,
  794. Der Himmel hat eine Thräne geweint,
  795. Der Himmel ist so helle
  796. Der Himmel ist so voll von Sternen nah und fern,
  797. Der Himmel kann ersetzen,
  798. Der Himmel schlägt die Feinde selbst mit Blindheit,
  799. Der Himmel sprach: »der Armuth wegen
  800. Der Himmel, wenn er lang nicht hat geregnet mehr,
  801. Der höchsten Liebe Bild, die Henne sieh, die brütet,
  802. Der hohe Dom zu Köln!
  803. Der hohe Thurm erscheint am Fuß der Berge klein;
  804. Der Hunger guckt dem Fleiß zuweilen wol ins Haus,
  805. Der Hunger schläft im Zahn, bis ihn die Speise weckt;
  806. Der Imam Dschafer Ben Mohammed
  807. Der Irrthum ist nicht das, Einbildungen zu haben
  808. Der ist der schlechteste des menschlichen Geschlechtes,
  809. Der ist ein schlechter Herr, wie glänzend auch er thront,
  810. Der Jogi ist zu Haus ein armer Bettler nur,
  811. Der junge Vogel wo lernt er den frohen Sinn,
  812. Der Juwelier, wenn er den Edelstein will fassen,
  813. Der Kaiser Sina's ließ von seinem Berge kommen
  814. Der Kaiser, der in Pracht auf seinem Throne sitzt,
  815. Der Kämpe wappne sich, eh er zum Kampfe geht;
  816. Der kann wol leiden, daß man seine Fehler rügt,
  817. Der Kapuziner Haspinger
  818. Der Kieß der Reue wird ein Edelstein genannt,
  819. Der kluge Jäger sprach zu seinem treuen Hunde:
  820. Der Knabe sitzt am See, und taucht die Ruthe drein;
  821. Der Knabe steht am Berg und lauscht in stiller Wonne,
  822. Der Knabe trieb sein Spiel mit dem Vergrößrungsglas,
  823. Der König Aar fliegt hoch, Zaunkönig höher noch,
  824. Der König Adler hat das weitste Königreich,
  825. Der König auf der Pirsch' hat einen Hirsch erjagt;
  826. Der König in dem Lande Babylon,
  827. Der König läßt zu sich zwei Zauberkund'ge laden,
  828. Der König Löwe hält im Walde Mittagsruh,
  829. Der König Persiens, Nuschirwan, der Gerechte
  830. Der König Roman, Wundhir's Sohn,
  831. Der König von Lahor', in seines Reiches Mitte,
  832. Der König zählt sein Heer, ihm geht ein Mann vorbei,
  833. Der Kräfte Triebrad muß, das blinde, sich bequemen,
  834. Der Krämer, der nichts hat zu thun im Kramgemach,
  835. Der Kranke, wenn er klagt um bittern Schmack im Munde,
  836. Der Krüger selber trinkt aus einem alten Krug;
  837. Der Künstler, wenn ein Werk er hat gemacht für alle,
  838. Der leere Eimer fällt von selbst im Bronnen nieder,
  839. Der Leibarzt, der da will des hohen Leibes Leiden
  840. Der Lenz ist meiner Liebsten blum'ges Kleid;
  841. Der Lenz ist ohne Blumen, wo du flohst,
  842. Der Lenz verblüht, der Sommer glüht,
  843. Der letzte Strahl von Gold um Berges Haupt zerrann,
  844. Der Lieb' ohn' Eigennutz freu dich, die du gewannst,
  845. Der Liebe Blick ist gut, bös ist der Blick des Neides,
  846. Der liebe Freund willkommen sei,
  847. Der Liebe Leben ist schnell vollbracht.
  848. Der Liebe Rausch verstehn nur trunkne Sinne;
  849. Der Liebste hat mir Leben einqehaucht,
  850. Der Liebsten Herz ist aufgewacht
  851. Der Liebsten Vater gab mir seinen Segen,
  852. Der Löwe zieht für sich allein nicht aus zum Mahle,
  853. Der Maler in der Nacht sehnt sich dem Tage zu,
  854. Der Mangel mag dem Fleiß einmal ins Fenster schaun,
  855. Der Mann ist wacker, der, sein Pfund benutzend,
  856. Der Mann, der erst ein Schelm geworden, wird nie bieder;
  857. Der Markt ist voll, die Welt will mit sich selbst verkehren;
  858. Der Markwart Persiens, als er zum Omar kam,
  859. Der Maulwurf ist nicht blind, gegeben hat ihm nur
  860. Der Meilenzeiger kann dir zeigen wol die Meilen;
  861. Der Meister hat gesagt: Es ständen unsre Sachen
  862. Der Meister, als er war gestorben, ist erschienen
  863. Der Mensch dem Leibe nach wohnt in verschiednen Zonen,
  864. Der Mensch im Weltverkehr lebt nur für sich allein,
  865. Der Mensch ist nicht gemacht, zum Himmel aufzufliegen;
  866. Der Mensch ist nicht so schlimm als seine Thaten zeigen,
  867. Der Mensch ist, wie er sagt, ein Bürger zweier Welten,
  868. Der Mensch kann nie so ganz ins Sinnliche versinken,
  869. Der Mensch kann was er will, wenn er will was er kann;
  870. Der Mensch macht alles sich dienstbar auf seine Weise;
  871. Der Mensch soll alles, nur sich selber nicht, aufgeben;
  872. Der Mensch weiß mehr, als er von selber wissen könnte;
  873. Der Mensch, dem Engel halb und halb dem Thier zu eigen,
  874. Der Mensch, der sinkt zum Thier, wird unters Thier versinken;
  875. Der Mensch, wenn er hat Gott in Lieb' und Demuth nur,
  876. Der Menschenrede werth ist nicht was Menschen thaten;
  877. Der Menschheit Geister sind zum Höchsten gleich berufen,
  878. Der Menschheit Größtes möcht' ich euch im Spiegel zeigen,
  879. Der milde Mann, wie Gott, zu spenden seine Gaben
  880. Der Millionen, die nun auf der Erde wohnen,
  881. Der Mohrenkönig saß und zechte,
  882. Der Molla von Eiub sprach: Um vergnügt zu leben,
  883. Der Mond am Himmel ist der Sonne beigegeben,
  884. Der Mond am Himmel ist nicht schön im leeren Raum,
  885. Der Mond kehrt unverwandt ein gleiches Angesicht
  886. Der Mond rollt um die Erd', und um die Sonne sie,
  887. Der Mond, der keusche Mond, hat achtundzwanzig Frauen,
  888. Der Morgenthau verstreut im Thale
  889. Der Nashornkäfer steht dem Nashorn nach an Größe,
  890. Der Neid verzehrt sich selbst, sollt' er nichts andres können;
  891. Der neugeborne Gott schlief an der Erde Grund;
  892. Der Nordwind rauscht, und herbstlich schrei'n die Dohlen,
  893. Der Ochs vorm Pflug einher, und hinterm Pflug der Bauer,
  894. Der Pfarrherr auf dem Polsterstuhle,
  895. Der Pfeil ist gutgeschnitzt, allein nicht zugespitzt;
  896. Der Pflanzenkund'ge, der die Pflanzen will erklären,
  897. Der Pflüger kehrt vom Grund das Unterste nach oben,
  898. Der Postbot' in ein Haus mit zweien Briefen rennt,
  899. Der preise sein Geschick, wer irgend hat zu klagen;
  900. Der Punkt ist eins für sich, zwei Punkte sind der Strich,
  901. Der Rabe hat den Gang des Rephuns nachgeahmt,
  902. Der Rasen, gestern dürr, versengt von Sonnenglut,
  903. Der Räuber im Gebirg ist auch ein freier Fürst,
  904. Der Raum wird in der Welt nach Eisenbahnanlegung
  905. Der Regen geht herab in Strömen, landerquickend;
  906. Der Reiche mit überfülltem Magen
  907. Der Ritterbote Steigemeier
  908. Der Ruhm des Mannes ist des Weibes höchster Reiz,
  909. Der Ruhm hat einen Grund; wenn dieser Grund erst liegt,
  910. Der Salamander sprach zu einem Schmetterlinge,
  911. Der Schäfer ließ sein Schaf die besten Kräuter essen,
  912. Der Schäfer sprach zum Blüthenblatt am Strauche:
  913. Der schlechte läßt sich nicht von seiner Schlechtheit treiben;
  914. Der schlechte, wenn er fühlt sein Unrecht, wird dich hassen,
  915. Der schlimmste Neider ist, der das sich läßt verdrießen,
  916. Der Schlummer sinkt aus nachtgeschwärzten Lüften
  917. Der Schönheit Göttin ist dem Meere wohl entstiegen,
  918. Der Schönheit Mangel wird von Anmuth leicht vergütet,
  919. Der schöpferische Geist fühlt sich nicht in der Welt
  920. Der Schöpfung ew'ger Mittelpunkt
  921. Der Schöpfung Mittelpunkt wenn diese Erde wäre,
  922. Der Schrank hat Sommerkleider
  923. Der Schriftgelehrte Chatem,
  924. Der Schustermeister Zerr
  925. Der Schwanz der Nachbarmaus ist lang, die kannst du fangen,
  926. Der schwarze Stein der Kaaba,
  927. Der Seele Saiten, wann sie dir am feinsten sind
  928. Der Sehnsucht Ostwind hob den Schleier
  929. Der Siegelring wird nicht in harten Stein sich drücken;
  930. Der Sieger ehrt sich selbst, der den Besiegten ehrt;
  931. Der Sohn des Vaters geht mit schlimmen Kameraden,
  932. Der Sonne kannst du nicht ins Feuerauge schaun,
  933. Der Spekbacher, der Spekbacher!
  934. Der Sperling auf die Tenne flog,
  935. Der Spielmann stimmt seine Geigen,
  936. Der stärkste Kappzaum, den mit Lust ein Stolzer trägt,
  937. Der stiehlt dir, was er leicht von dir geschenkt bekäme;
  938. Der stolze König hat sein treustes Weib verstoßen,
  939. Der Streit von Göttlichkeit und Menschheit ist geschlichtet,
  940. Der strenge Dschaina lehrt, ein sündliches Verbrechen
  941. Der Strom, einmal getrübt, muß fließen eine Weile,
  942. Der Stumme sprach zum Blinden:
  943. Der Sturm der Menschenwelt bewegt dich wenig nur,
  944. Der Sturm, der hier die Fahnen trillt
  945. Der Südwind weht vom Paradiese,
  946. Der Sultan auf der Jagd fand einen Hirtenknaben,
  947. Der Sultan der circassischen Mamluken,
  948. Der Sultan läßt den Mewlana
  949. Der Sultan Mahmud war nicht schön von Angesicht,
  950. Der Sultan Massud, Mahmud's Sohn,
  951. Der Tag geht nicht der Nacht, Nacht geht dem Tag voran,
  952. Der Tag verlischt, es senket grausend
  953. Der Tapfre braucht sein Schwert, der Feige seine Zunge,
  954. Der tapfre Griechenkaiser
  955. Der Taube schreit alsob taub jeder Hörer sei;
  956. Der Tempel ist ein leer' Gebäu von todtem Stein,
  957. Der Teufel hat die Welt verlassen, weil er weiß,
  958. Der Teufel hol'
  959. Der Teufel und ein Reitersmann,
  960. Der Thaler ist nichts werth, solang er bleibt zu Haus;
  961. Der Tod ein Schauder und Entsetzen der Natur,
  962. Der Tod hat eine Rose,
  963. Der Tod ist jedenfalls ein wicht'ger Augenblick;
  964. Der Tod, der die Geburt ist in ein höhres Leben,
  965. Der Todesgott, der zwei Gesichter hat,
  966. Der Traube Süßigkeit gib denen, die nicht lieben,
  967. Der Traum, darein man leicht bei träger Ruh versinkt,
  968. Der Tropfe zischt und stirbt, auf glühndes Eisen fallend,
  969. Der über Ungemach du so dich darfst beklagen,
  970. Der Übersetzung Kunst, die höchste, dahin geht,
  971. Der Untreu ärgste Straf' ist, daß sie nicht kann glauben
  972. Der Vater mit dem Sohn ist über Feld gegangen;
  973. Der Vesuv, an dem wir hausen,
  974. Der Vogel fühlt sich frei, im Käfich aufgehangen,
  975. Der Vogel Leben ist durchs Fenster mir entschlüpft,
  976. Der Vogel, der wie sonst sein Abendlied mir bringt,
  977. Der Vogelfänger fing bei seinem Vogelfang
  978. Der Vorzeit Sprache sei dir heil'ge Hieroglyphe,
  979. Der Wagen auf dem Schiff, das Schiff dann auf dem Wagen,
  980. Der Wahrheit Feierkleid, bekam es Lügenstreifen,
  981. Der Wahrheit treu zu seyn, die du in dir empfindest,
  982. Der Wanderbursche wollte gehn
  983. Der Wandrer im Gebirg verlor die rechten Steige,
  984. Der Weber sprach, als ich das Tuch nicht wollte loben:
  985. Der Weg nach Großenbarrdorf
  986. Der Weihrauch duftet nur, wo ihn die Glut verzehrt;
  987. Der weiß die Schwanen macht und grün die Papagein,
  988. Der Weise sollte seyn ein König, und zum Lohne
  989. Der Weise ward befragt: Was wünschest du für Gaben?
  990. Der Weise ward gefragt vom Reichen, wie's geschehe,
  991. Der Weisheit Anfang ist immer Bewunderung,
  992. Der Weisheit Lehren kann nur der Verständ'ge deuten,
  993. Der Welt Anschauungen, der Dinge Sinnabdrücke,
  994. Der Welt soll man vertraun, auf sie nicht sich verlassen;
  995. Der Wetzstein schneidet nicht, doch macht er scharf das Messer;
  996. Der Wille sündigt, und der Will' entsündigt wieder;
  997. Der wird der Frau zu Haus ins Haar am ersten fahren,
  998. Der wird nicht wirken viel mit allen seinen Werken,
  999. Der wunderbare Vogel,
  1000. Der Wurzelschößling wächst nach seinem Vaterstamm;
  1001. Der Zahlen Grenz' ist zehn, die Grenze für die Todten
  1002. Der Zweifel treibt dich an, der Zweifel macht dich stocken,
  1003. Der Zweifel, ob der Mensch das Höchste denken kann,
  1004. Der Zwergenspuk war um mich her zerstoben;
  1005. Der, solang wir Blüthe brachten,
  1006. Des armen Menschen Glück ist meistens ein Vermeiden
  1007. Des Baumes Blüt' erfreut, des Baumes Schatten beut
  1008. Des Bechers schönster Platz ist in des Trinkers Hand,
  1009. Des Berges Haupt ist kahl, doch fruchtbar ist sein Fuß;
  1010. Des Dienstes Unterordnung ist
  1011. Des dunkeln Hauses Lamp' ein wohlgerathner Sohn,
  1012. Des einen freu' ich mich, wenn rückwerts geht der Blick
  1013. Des Feuers Leben ist, daß es sich selbst verzehrt;
  1014. Des Freundes denkend, wenn ich Glückliches erstrebt,
  1015. Des Freunds entbehren kann das Herz nicht, um zu leben;
  1016. Des ganzen Menschen und des einzelnen Geschichte,
  1017. Des Ganzen Theile sind als Theile nicht vorhanden,
  1018. Des Geistes Flitterstaat, mein Sohn, ist Neubegierde,
  1019. Des Herzens Pförtner ist des Mannes Angesicht,
  1020. Des Himmels Hoffnungsauge blaut, du kommst zurück!
  1021. Des Kindes erster Trieb ist sinnliches Bedürfen,
  1022. Des Kindes Unart scheint dir artig im Beginn;
  1023. Des Kunstwerks Kunst ist nur fürs Künstlerauge da,
  1024. Des Landes Grenz' ist nicht geschickt ein Fluß zu bilden,
  1025. Des Lebens Sorge läßt dir wenig Zeit zu denken
  1026. Des Mannes Zunge, dem Verstand und Witz gebrechen,
  1027. Des Manns Erfahrung sieht soviel in einer Ziegel,
  1028. Des Meeres Ebb' und Fluth erklären die Gelehrten,
  1029. Des Menschen Bös und Guts liegt nicht an Stand und Lage,
  1030. Des Menschen ganzes Glück besteht in zweierlei,
  1031. Des Menschen Glaube prägt in seinem Thun sich aus,
  1032. Des Menschen Schuldbuch ist sein eigenes Gewissen,
  1033. Des Menschen Sprache kann auch zu vollkommen sein,
  1034. Des Menschen Sprecher sind sein Beutel und sein Becher;
  1035. Des Mondes Geisterlicht macht fremd auch das Bekannte,
  1036. Des Regens Tropfen sprühn, doch wird davon nicht grün
  1037. Des reichen Mannes Herz, das keine Großmuth fasset,
  1038. Des Ruhmes Garten wird nie blumenleer gepflückt,
  1039. Des Schicksals Griffel wollt' einmal ein Glück mir schreiben,
  1040. Des Schneiders Nadel, bald auf Seide, bald auf Zwillig
  1041. Des Schneiders Nadel, weiß sie nicht wo'naus vor Witz,
  1042. Des Schrifterklärers Fluch ist Alles zu erklären,
  1043. Des Seins Unsicherheit, des Lebens schwanken Grund
  1044. Des Silbers reiner Glanz läßt Flecken am Gewand,
  1045. Des Sommers, als ich unter bunten Scherzen
  1046. Des Sultan's Mahmud Sittenmeister
  1047. Des Sultans Günstling warf im Aerger einen Stein
  1048. Des Tages, da zum ersten Male nah
  1049. Des Tages, wo du deines Schlachtviehs Herde
  1050. Des Thoren Herz und Geld sind nie recht einverständig,
  1051. Des tröst' ich mich, daß zwar, wenn zu den Thoren
  1052. Des verstorbnen Töchterchens
  1053. Des Weisen stille Thrän' ist mehr wol als des Thoren
  1054. Des Wolfs Heißhunger macht die Rechnung ohne Wirt,
  1055. Des Zahnwehs Heilung ist, den Zahn dir auszureißen,
  1056. Deutschland in Europas Mitte,
  1057. Diana saß im Bad, das plätschernd rauschte!
  1058. Dich bedaur' ich, edler Markgraf,
  1059. Dich ehr' ich, wenn du nie verwechselt Zweck und Mittel;
  1060. Dich freut ein Name, den dem Nachbar Spötter gaben,
  1061. Dich hat der Herr gesandt zu ird'schen Auen,
  1062. Dich irret in der Welt die Vielgestaltigkeit,
  1063. Dich irrt der ew'ge Krieg in Wasser, Luft und Erden,
  1064. Dich lehrt ein Sprichwort: Nie trink aus zersprungnem Glase!
  1065. Dich möcht' ich sehn, der du in dumpfem Zorne
  1066. Dich nehm' ich heute nicht zum Tischgenossen an,
  1067. Dich rührt auch gar nichts an von all' den Herrlichkeiten,
  1068. Dich trägt Erinnerung zu deiner Kindheit Schwelle,
  1069. Dich wundert, daß gesinnt ein jeder anders ist?
  1070. Dichterlieb' hat eignes Unglück stets betroffen,
  1071. Die Abendröthe kam, und sah zum Tod ermattet
  1072. Die alte Fabel fiel mir heute wieder bei,
  1073. Die alten Folianten,
  1074. Die alten Helden kamen zu mir,
  1075. Die Ameis' unterm Fuß der Leute wird zertreten,
  1076. Die Araber hatten ihr Feld bestellt,
  1077. Die Augen halte zu, und deinen Beutel offen;
  1078. Die Bäumchen goß ich,
  1079. Die Bäume, die der Hagelschlag
  1080. Die beiden Palmen, die dort alternd stehn beisammen,
  1081. Die Berge werden stets vom Regen abgespült,
  1082. Die bessre Seel' ist nicht, die nur hat bessre Kräfte,
  1083. Die beste Heilart ist, vor Krankheit zu bewahren
  1084. Die besten Fechter sind im Kampf gefallen immer,
  1085. Die Bien' im Blumenkruge
  1086. Die Bienen wollen auch wie gute Nachbarsleute
  1087. Die Birnen fallen hart vom hohen Zweig zur Erde;
  1088. Die Blätter, die so fest jüngst saßen an den Stielen,
  1089. Die Blum' im Felde klagt: Weh dieser rauhen Wiese!
  1090. Die Blume hat gewis empfahn den Blumenstaub
  1091. Die Blumen blühn so schön noch wie vor tausend Jahren,
  1092. Die Blumen des Herbstes auch
  1093. Die Blumen in dem Korn, sie können dich nicht nähren;
  1094. Die Blumen standen frisch erquickt auf dürrer Au,
  1095. Die Blumen unten und die Zweige droben,
  1096. Die Blüte trägt sich leicht, viel leichter als die Frucht;
  1097. Die Blüthen und die Käfer stritten;
  1098. Die Buhlin, wenn sie nun hat von den Buhlen Muße,
  1099. Die Dankbarkeit ergeht nicht in des Handelns Schranken,
  1100. Die Demuth ist wol gut daß sie ein Herz erringe;
  1101. Die der Griechen Kunst erschaffen,
  1102. Die Deutschen ziehn auf allen Wegen
  1103. Die Dichtung geht der Zeit voran und hinterdrein,
  1104. Die Dinge, spielen sie mit dir, spielst du mit ihnen?
  1105. Die drei Göttinnen kamen zu mir,
  1106. Die Dschinnen lieben Menschennähe
  1107. Die du mir, Glocke, zuträgst deine Klänge,
  1108. Die dumme Fabel sagt, des Pfauen stolz Gefieder,
  1109. Die Eigenheit, die dir am fremden oft gereicht
  1110. Die Eigensucht ist nicht, nicht Theil an Andern nehmen;
  1111. Die Eigenthümlichkeit, des Menschen schönste Blüte,
  1112. Die eine Hoffnung hast du kaum zu Grab getragen,
  1113. Die Eisenbahnenzeit, die Prosazeit von Eisen
  1114. Die Eitelkeit der Welt erkennen, ist nicht schwer,
  1115. Die Elfen sitzen im Felsenschacht,
  1116. Die Engelein, liebes Maidelein,
  1117. Die Erd' im Schwesterchor kann wohl mit ihrem Loße
  1118. Die Erd' in ihrem Bau ist gar nicht eingerichtet
  1119. Die Erd' ist ein gehölter Becher,
  1120. Die Erdbeer' will versteckt sein,
  1121. Die Erde hat ein Recht, sich selber anzusehn
  1122. Die Erde steht nie still auf ihrer Sonnenreise,
  1123. Die Erde war ein bunter
  1124. Die erste Gattin, die mit ihres Gatten Leiche
  1125. Die ersten Sonnenstrahlen schienen
  1126. Die Ewigkeit umfaßt die Ewigkeit allein;
  1127. Die Fahnen flattern
  1128. Die Fehler, die an dir du selbst nicht sehen kannst,
  1129. Die Fehler, die zu tief dir waren angeprägt,
  1130. Die Feige herb und hart, weich kanst du allenfals
  1131. Die Fesseln, die du mir um's Herz geflochten,
  1132. Die Flamme wächst vom Zug der Luft, und mehrt den Zug;
  1133. Die Flügel wachsen nur der Ameis' um zu sterben,
  1134. Die Flur, auf deren Grün geliebte Blicke weilten,
  1135. Die freie Herde springt vorm Hirten läutend her;
  1136. Die Freiheit ist im Kampf mit der Nothwendigkeit;
  1137. Die fremde Weisheit wird in deinem Kopf zum Thoren;
  1138. Die Freunde bitte fein, zusehr nicht dich zu ehren!
  1139. Die Freunde haben mir den Becher übersendet,
  1140. Die Freunde schweigen still; kein Laut hat mir entdeckt,
  1141. Die Furcht vor Sonn- und Mondverfinstrung ist geschwunden,
  1142. Die Gaben des Jahres zu genießen,
  1143. Die ganze Welt ist viel zu groß,
  1144. Die Gattin, die nur sucht dem Gatten zu gefallen,
  1145. Die Gegend könnte mir ganz anspruchlos gefallen,
  1146. Die Geister der gefall'nen Freiheitshelden,
  1147. Die Gelegenheit ist ein Schwert;
  1148. Die Glaubenseiferer, gesendet aus dem Westen,
  1149. Die Götter lieb' ich nicht, die uns die Sagen gaben,
  1150. Die Götter nahen gern dem Menschenaufenthalt,
  1151. Die Göttin Iris stand in lichter Zier
  1152. Die Göttin, die, verhüllt, ums Antlitz Schleier trägt,
  1153. Die Grasmück' im Gebüsch vergaß den Schreckensgeier,
  1154. Die große Brauchbarkeit an Faser, Saft und Kerne
  1155. Die Größenlehre wol und Verskunst hat gleichläufig
  1156. Die grösten Fürsten all, die auf des Ruhmes Bahnen
  1157. Die gute Absicht macht das Böse niemals gut,
  1158. Die gute Nacht, die ich dir sage,
  1159. Die gute That befreit, die böse That bestrickt;
  1160. Die guten Lehren, Sohn, die Reden und die Räthe,
  1161. Die Güter unter'm Werth verächtlich anzuschlagen,
  1162. Die Haltung fehlt; was hilfts ob ein Gehalt sich findet,
  1163. Die Hand des HErren müsse dich verstocken,
  1164. Die Hand des Milden juckt, beständig auszuspenden,
  1165. Die Hand, die dich begabt, sieh an, nicht nur die Gaben;
  1166. Die Heerde weidet und der Hirte weidet sie;
  1167. Die heil'ge Brahmastadt, gleich einer Lotosblüte,
  1168. Die heil'ge Lampe brennt in deines Busens Räumen,
  1169. Die heiße Kohle brennt, die kalte schwärzt die Hand;
  1170. Die helle Gotteswelt, wie steht sie voll Gebilde
  1171. Die herbe Traube thut, als sei sie schon Rosine;
  1172. Die hier am lautesten erschollen und erklungen,
  1173. Die Hoffnung halte fest: Gott wird dich nicht verlassen;
  1174. Die Hoffnung spricht: wie glauben sollt' ich's nicht!
  1175. Die Höflichkeit, o Sohn, ist so vom Hof benannt,
  1176. Die hohen Götter halten Rath,
  1177. Die Hölle Dante's hat mich weiland sehr empört,
  1178. Die ihr die Erd' entehrt, zu geben Gott die Ehre!
  1179. Die ihr mit dem Odem linde
  1180. Die ihr um den edlen Todten,
  1181. Die ihr vom Morgen bis zur Abendröthe
  1182. Die ihr von falscher Sonnenstrahle Brüten
  1183. Die ihr, und zwar mit Recht, eur altes Recht umwacht,
  1184. Die immergrünen Kinder der Natur,
  1185. Die Jahre, seit ich meine Gänge
  1186. Die Jugend ist die Zeit, wo man nach Zweck und Ziel
  1187. Die Jugend und die Macht berauschen schon allein;
  1188. Die Jugend war mir trüb umwölkt durch meine Schuld,
  1189. Die Jungen staun' ich an, die sich so jung geberden,
  1190. Die Jungfrau, die verzaubert dort
  1191. Die Kaaba zu umwandeln
  1192. Die Karawane klagt, daß man ihr Alles nahm,
  1193. Die Katze, wenn sie sich der Schonung will befleißen,
  1194. Die Kian sind ein Volk, bei dem die Farbenätzung
  1195. Die Kinder die sich jüngst gefreut
  1196. Die Kinder laufen statt zu gehn,
  1197. Die Kinder schmücken sich mit Kränzen,
  1198. Die Kinder spielen Nachts am Tisch,
  1199. Die Kinder, lieber Sohn, der Gaukelschwertverschlucker
  1200. Die Kirch' hat an den Weg ihr Gottesbild gestellt,
  1201. Die Klarheit, die man lobt am Wasser, am Kristall,
  1202. Die Klausner wohnen still im Hain weltabgeschieden,
  1203. Die kleinen Vier, die, ungeahnet alten Weisen,
  1204. Die Klugheit dieser Welt ist schlecht von Menschen denken;
  1205. Die Kokospalm', o Sohn, trägt heute viele Namen,
  1206. Die Kokospalme, Sohn, ist wie der Mensch gesellig,
  1207. Die Körperwelt bedarf des Lichtes, um Gestalten
  1208. Die Krankheit ist dein Heil, wenn sie dich leiblich mahnt,
  1209. Die Krankheit, die von deinem Reiz erfuhr,
  1210. Die Kränze, die du siehst, sind lauter Trauerzeichen
  1211. Die Kropfgans schlingt den Fisch hinein auf Einen Schluck;
  1212. Die Kunst ist um den Stamm des Lebens nur die Ranke,
  1213. Die Kunst veredelt, was sie mit der Hand berührt,
  1214. Die Kunst ─ das können wir in Kunstgeschichten lesen ─
  1215. Die Kürze lieb' ich sehr, der Rede Bündigkeit,
  1216. Die lachet, wenn sie ihn sieht lachen, weint, wenn weinen,
  1217. Die Lamp' an einer Seit', die Kerz' ist ringsum licht;
  1218. Die Lampe ist, o Sohn, vom Leben ungetrennt;
  1219. Die Lehre, wenn sie dir von Herzen widerstrebt,
  1220. Die Lehrer sind im Streit, womit hier auf der Erde
  1221. Die leichtste Kunst für dich ist, Fürst, geliebt zu werden;
  1222. Die Leier immer hängt gestimmt in meiner Klause,
  1223. Die Leiter unterm Baum liegt umgestürzt im Graben,
  1224. Die letzten Rosen, die im goldnen Horne
  1225. Die Lieb' ist höher als was du liebst;
  1226. Die Lieb' ist Lieb', und wenn sie mich entzückt
  1227. Die Lieb' ist vielerlei: es liebt das Allgemeine
  1228. Die Liebe Gottes kann so werden übertrieben,
  1229. Die Liebe herrscht, kein Widerstreben frommt;
  1230. Die Liebe kam und stieß mit mir vom Land,
  1231. Die Liebe muß wohl nicht ertrinken können
  1232. Die Liebe saß im Mittelpunkt
  1233. Die Liebe sprach: In der Geliebten Blicke
  1234. Die Liebe, die für dich mein Herz muß tragen,
  1235. Die Liebe, wie ein Kind, liebt art'ge Plauderei,
  1236. Die Liebste fragt, warum ich liebe?
  1237. Die Liebste hat mir Leid und Weh gegeben,
  1238. Die Liebste hat mit Schweigen
  1239. Die Liebste ließ herab die Augenlieder,
  1240. Die Liebste nahm mit Lächeln
  1241. Die Liebste sah ich heut' ein Aeuglein machen,
  1242. Die Liebste sprach: Du gefällst mir heut.
  1243. Die Liebste sprach: Wie dankbar einen Arzt man liebt,
  1244. Die Liebste steht mir vor den Gedanken, wie schön, o wie schön!
  1245. Die Locken triefen und die Adern kochen,
  1246. Die Locken, die du jung dir von der Stirn mußt streichen,
  1247. Die Löwin ging auf Raub, und ließ daheim zwei Jungen,
  1248. Die Lust der Welt ist durch das Christenthum verdorben;
  1249. Die mächtigen Morabitun,
  1250. Die Mädchen sind zu Rocken,
  1251. Die Mägdelein
  1252. Die Maia kennest du, die unsre Dichter preisen
  1253. Die Maske, die ein Thor zu eitlem Putz erkor,
  1254. Die meisten Vögel bau'n für sich allein kein Nest,
  1255. Die Menschen haben sich vielfache Peinigungen
  1256. Die Menschen müssen dir von Zeit zu Zeit es sagen,
  1257. Die Menschen sind zu klug, um irgendwen zu loben,
  1258. Die Menschen wollen doch von Werken der Natur,
  1259. Die Menschenknaben sind erpicht auf's Spielen;
  1260. Die Menschheit könntest du als einen Kreis wol denken,
  1261. Die mich hat am Fädchen,
  1262. Die Minnesingerharf', an der von allen Saiten
  1263. Die Mistel, wenn sie kocht für dich den Vogelleim,
  1264. Die Mücke, wenn sie dächt' und spräch', o Mensch, wie du;
  1265. Die Mühle wogt wohl Tag und Nacht,
  1266. Die Musen, die am Helikone
  1267. Die Mutter gibt zum Fest den lieben Kindern Gaben,
  1268. Die Mutter hast du mir, den Vater noch vorab,
  1269. Die Mutter, die dem Kind nicht selber Nahrung schenkt,
  1270. Die Nachtigall im Busch der Wiese
  1271. Die Nachtigall ist nicht zum Sehn, ist nur zum Hören;
  1272. Die Nachtigall ruft mit Gekose: Rose!
  1273. Die Nachtnymphäe dient dem Mond, die Lotosblume
  1274. Die Nichtigkeit der Lust hab' ich erfahren,
  1275. Die Nixe kämmt ihr langes Haar
  1276. Die Nixen han im Fluß viel Fisch,
  1277. Die noch vor drei Wochen waren
  1278. Die Nüsse gibt dir Gott, dazu die Zähn' im Backen;
  1279. Die Nymphä' ist im Wasser,
  1280. Die Peitsche hab' ich schon, die Sporen auch, und werde,
  1281. Die Perle selber wird durchs Alter doch geringer,
  1282. Die Perlen nicht allein, in deines Mundes Pforte
  1283. Die Perlenmuschel selbst, ganz in die eigne Reinheit
  1284. Die Pfefferrebe rankt den Mangobaum hinan,
  1285. Die Pfeile des Geschicks fliegen nach allen Seiten,
  1286. Die Pflanze hat das Jahr zum Leben das sie lebt,
  1287. Die Pflanze, die den Biß der gift'gen Schlange heilt,
  1288. Die Pflanzen lieb' ich, die im Blühn und Welken gleichen
  1289. Die Poesie ist Gold; ein weniges vom holden
  1290. Die Politik ein Herz zu rühren,
  1291. Die pretiöse Nachtigall,
  1292. Die Qual ist bei der Wahl; viel Wege breit und schmal,
  1293. Die Rach' ist süß, mein Sohn, wenn sie unschuldig ist,
  1294. Die rechte Freundschaft ist von hinten wie von vorne,
  1295. Die Regenwolke zieht den dürren Gau entlang,
  1296. Die reichste möcht' ich sein,
  1297. Die Reis' in fremdes Land ist dazu gut vor allen,
  1298. Die Ritter ziehn auf allen Wegen
  1299. Die Ros' und Lilie, die im Gedichte blüht,
  1300. Die Rose kam zum Garten;
  1301. Die Rose lacht im Thau, und denkt nicht an die Zähren
  1302. Die Rose sprach zur Lilie: Dich verneigen
  1303. Die Rose taucht den Fuß in Wasser doch und Roth;
  1304. Die Rose war geschnürt in's knappe Mieder,
  1305. Die Sage sagt, o Sohn, doch andre sagen anders,
  1306. Die Saite, wenn man sie zu hoch will spannen, reißt;
  1307. Die Schenk' ist solch ein Ort, wo dir nichts wird geschenkt,
  1308. Die Schlange fühlte lang ein innerliches Quälen,
  1309. Die Schlange wendet sich und windet sich mit Drehn;
  1310. Die Schlange, wann der Tod für sie geschrieben steht,
  1311. Die Schmeichelei weiß alles umzukehren;
  1312. Die schöne Sonmmerzeit ist hin,
  1313. Die Schönheit nur zu sehn im Schönen, ist nicht schwer;
  1314. Die schönste Gegend ist nicht schön von allen Seiten,
  1315. Die schönste Morgenröthe stand
  1316. Die schönsten Lieder, die aus vollstem Herzen dringen,
  1317. Die Schüler könntest du, und sie den Lehrer missen,
  1318. Die Schwalb' ist eingethan in Dörfern nicht allein,
  1319. Die Schwalbe die ins Haus, und die am Hause baut,
  1320. Die Schwalbe kam geflogen;
  1321. Die Schwalben fliegen mächtig
  1322. Die schwarze Wolke trübt des Himmels reines Blau,
  1323. Die Seele hätte nicht des Leibs bedurft, sie hätte
  1324. Die Seele trägt ein Maß des Schönen selbst in sich,
  1325. Die Seele vom Genuß, o Freund, ist dessen Kürze;
  1326. Die Seele, die herab ist in den Leib gestiegen,
  1327. Die Seelen alle sind umher gestellt im Kreise,
  1328. Die Seelen waren in der Weltseel' einst beisammen,
  1329. Die Seherinnen, die statt Augen andre Glieder
  1330. Die Sekten alle sind im Glauben einverstanden,
  1331. Die Selbsthochachtung wird zur Selbstverachtung treiben,
  1332. Die Seligkeit ist nicht, nur selig selbst zu seyn,
  1333. Die Sinne lügen nicht, darauf mußt du vertraun;
  1334. Die Sinne lügen nicht, schwach aber sind die Sinne;
  1335. Die Sinne, welchen Gott die obre Stelle gab,
  1336. Die Sittlichkeit allein ersetzt den Glauben nicht;
  1337. Die soll nicht meine Freundin sein,
  1338. Die Sonn erhelle dir den Pfad des Wohlergehns!
  1339. Die Sonn' im Winter ist uns näher als im Sommer,
  1340. Die Sonne deckt mit Gold die Hügel,
  1341. Die Sonne des Herbstes eilt nicht sehr,
  1342. Die Sonne nahm sie in ihr Aug' gefangen,
  1343. Die Sonne selber siehst du nur durch Sonnenlicht,
  1344. Die Sonne sprach: O Mond, ich wende
  1345. Die Sonne steigt, mit Gott! und golden ist der Osten;
  1346. Die Sonne stralet Glanz, der sie als Wolk' umschwebt,
  1347. Die Sonne würde nicht den goldnen Karren
  1348. Die Sonne, die soviel ist größer als die Erde,
  1349. Die Sprache wirst du bald unter- bald überschätzen,
  1350. Die Sterne leuchten auch am Tag, nur siehst du's nicht,
  1351. Die Sterne mögen dir aus Winternächten blinken,
  1352. Die Stimmenmehrheit nur entscheidet jeden Streit,
  1353. Die Strenge sagt, der Grund des Irrthums sei die Sünde;
  1354. Die Ströme liefen all gerades Wegs ins Meer,
  1355. Die Stunde sei gesegnet,
  1356. Die Sünd' ist innerlich; und innerlich für sich
  1357. Die Tage nach dem Tag, wo du gepflanzt den Baum,
  1358. Die Tage sehen wir, die theuren, gerne schwinden,
  1359. Die Tannen splittern und die Föhren krachen,
  1360. Die tausend Grüße,
  1361. Die tausend Schritte, die ich täglich schreite,
  1362. Die Tempelratte hat nicht Scheue vor dem Gott;
  1363. Die Treu' ist nur in menschlichem Gemüthe,
  1364. Die Trommel ist ein schöner Schall,
  1365. Die Übels thun, womit sie wollen Gutes stiften,
  1366. Die Überlegung zeigt das Bessere von zwein;
  1367. Die Überliefrung ist ein umgekehrter Fluß,
  1368. Die Unschuld liebt im Thier Menschähnliches zu sehn,
  1369. Die Untern bilden sich nach ihrer Obern Bilde,
  1370. Die Unvollkommenheit der Sprach' hab' ich verachtet,
  1371. Die Unvollkommenheit der Welt hat zu beklagen,
  1372. Die Unzufriedenheit mit deinem Thun, die Reue,
  1373. Die Vogelscheuche, die den scheuen scheucht, wird reizen
  1374. Die Völker alle, Sohn, sie wissen zu berichten
  1375. Die volle Rose glüht so rein in sich beschlossen;
  1376. Die Vorsicht geht zu sacht, die Zuversicht zu keck;
  1377. Die wahre Tugend ist nicht alle Tugend üben,
  1378. Die Wahrheit ist durchaus ein mittleres Gebiet,
  1379. Die Wahrheit siehst du oft von einem Schein umronnen,
  1380. Die Wasser rauschen hin wie Weltbegebenheiten,
  1381. Die Weisen lehren dich, so schwierig als Entsagung
  1382. Die Weisheit lehr' ich dich, die mich das Leben lehrte;
  1383. Die Weisheitslehren, die dir Weisheitslehrer spenden,
  1384. Die Welt hat solche Schätz' im Innern aufgethan,
  1385. Die Welt ist eben Welt, Welt überall; sie kennen
  1386. Die Welt ist Gottes unausdenklicher Gedanke,
  1387. Die Welt ist immer ganz, die du in Theile brachtest;
  1388. Die Welt ist nur, weil du bist Körper, körperlich;
  1389. Die Welt ist öd' und leer, und grenzenlos der Raum,
  1390. Die Welt ist schön, die Welt ist gut, gesehn als Ganzes,
  1391. Die Welt ist ungetreu, die Menschen, die Natur,
  1392. Die Welt ist wirklich; nur ein Wirkliches allein
  1393. Die Welt mit ihrer Frühlingspracht
  1394. Die Welt ohn' Arbeit wär' ein Freudenaufenthalt,
  1395. Die Welt versprach dir nichts, mach' ihrs nicht zum Verbrechen,
  1396. Die Welt wird weit und immer weiter,
  1397. Die Weltbetrachtungsart und Überzeugungsweise,
  1398. Die Wert ist kalt und rauh,
  1399. Die Wesen unter sich sind stets im Widerstreit,
  1400. Die Winde wechseln wol nach jedem Himmelstrich,
  1401. Die Wissenschaft verlangt ein heiteres Gemüte,
  1402. Die Wohlgestalt ist schön in jeglichem Gewande,
  1403. Die Wolken kalt und grau, die dich am Tag gehärmt,
  1404. Die zarten Lieder sind's, die dich umfloren;
  1405. Die Zeit ist kurz, wenn voll; die Zeit, wenn leer, ist lang.
  1406. Die Zeit läßt fallen eins, um andres zu entfalten;
  1407. Die Zeiten sind vorbei, wo ein geflügelt Wort
  1408. Die Zeitungskriege sind mir ganz zuwider.
  1409. Die Ziege, lieber Sohn, die statt des Haars trägt Seide,
  1410. Die Zukunft habet ihr, ihr habt das Vaterland,
  1411. Die Zukunft steht verhüllt schon in der Gegenwart,
  1412. Die Zunge geht dahin, wo weh der Zahn dir thut,
  1413. Die, ohne die wir waren,
  1414. Dies Augenglas, das trüb und blind, erlischend
  1415. Dies Jahr ist, wie ich in der Schul' einst las
  1416. Dies Schneegeflock vom heitern Himmel sprühend,
  1417. Dies Verleugnen kann nicht taugen!
  1418. Diese Mittagsstille,
  1419. Diese Tage, die nicht tagen,
  1420. Diese vierzehn trübverhüllten
  1421. Diesen Mai, ich muß dir sagen
  1422. Diesen Mondschein zu versäumen,
  1423. Diesen Spiegel deiner Lieder
  1424. Dieser Kukuk der mich neckt,
  1425. Dieser Liebe Freudenschauer,
  1426. Dieser Tag und dann der zweite,
  1427. Dieser Unteroffizier,
  1428. Dieser Winter ist so lau,
  1429. Dieses ist nun auch vorbei,
  1430. Dieses Saitenspiel der Brust,
  1431. Diesesmahl, ihr Schönen, habt
  1432. Dieweil sie heut den Vogel schießen,
  1433. Dir ist aus dem Gedächtniß wohl geschwunden,
  1434. Dir liegt mein Herz und all mein Wesen
  1435. Dir schenk' ich, was du mir geschenkt;
  1436. Dir selbst und Gott getreu, und allen Menschen gut,
  1437. Dir wünsch' ich, Wanderer des Weges und des Lebens,
  1438. Dir zeigt dis Sinnbild an den falschen Trost der Welt:
  1439. Dis hat nicht von sich selbst der Mann am Gangastrand,
  1440. Dis Wort hat der Profet gesagt den Muselmanen;
  1441. Doch beim hellsten Sonnenschein
  1442. Doch keine Aufgab' hat die Baumfrucht, als zu reifen;
  1443. Doch keine Fratze gibts, die nicht als Schönheit preist
  1444. Doch mehr als Eifersucht entstand;
  1445. Doch mit meinen Brücken
  1446. Doch um von meinem Ursprung dir zu sagen:
  1447. Dort eines Hauses luftiger Altan
  1448. Dort in der Sonne steht, dir ungesehn, ein Geist,
  1449. Dort in des Südlands Mitt' ist des Gebirges Spitze
  1450. Dort ist der Schenke Thor,
  1451. Dort ist ein Eiland, wo die Schiffe Wasser nehmen,
  1452. Dort rinnet der Bronnen,
  1453. Dort von der Wüste, wo die Karawane geht,
  1454. Dort wo das Wissen mit dem Seyn zusammenfällt,
  1455. Dort wo der Morgenstern hergeht,
  1456. Dort wo ich bei ihr saß,
  1457. Dort wo man von Lahor hinauf nach Kaschmir steigt,
  1458. Drei Eigenschaften gibts, die sich verschieden gatten
  1459. Drei fanden einen Schatz, und einer sollte laufen,
  1460. Drei Jahre sind es schon, seitdem ich dich mit Schmerzen
  1461. Drei Kiele kenn' ich, die gewaltig sind!
  1462. Drei Kindlein, die der Tod von ihr bestattet,
  1463. Drei Reiche weiß ich der Natur,
  1464. Drei Schritte bist du nur vom Wege,
  1465. Drei Sterne fielen von Himmelshöhn:
  1466. Drei Stufen sind es die der Mensch empor muß streben,
  1467. Drei Wandersleute sieht man hin
  1468. Dreimal mit dem weißen Kleide
  1469. Dreimal zu sagen hub ich an,
  1470. Dreißig Jahr ist mittler's Leben,
  1471. Drück manchmal zu ein Aug'! es ist nicht schwer, der Flor
  1472. Drum wenn du nun, wie du mit jedem Blicke,
  1473. Dschelaleddin, der Schah von Chowaresme,
  1474. Dschelaleddin, von welchem eine neue
  1475. Du Ackermanns-Geschlechte,
  1476. Du bist beglückt, wenn dir gegeben ist, zusammen
  1477. Du bist beglückt, wenn dir, was da ist, ganz gefällt,
  1478. Du bist der Nächte Licht und bist des Tages Schatten,
  1479. Du bist der Widerspruch, den Widersprüche loben,
  1480. Du bist die Rose meiner Liebe,
  1481. Du bist ein edles Ringelein,
  1482. Du bist ein Muttersohn, und von der Mutterbrust
  1483. Du bist ein sichtbar werdender Gedanke
  1484. Du bist gegangen und wir gehn dir alle nach;
  1485. Du bist gemacht zu wandern,
  1486. Du bist in Gottes Rathsversammlung nicht gesessen,
  1487. Du bist kein Tropfe der im Ozean verschwimmt,
  1488. Du bist nicht schön, kann ich dir redlich sagen,
  1489. Du bist nur halb, o Mensch, wie dich hervorgebracht
  1490. Du bist schon, weil ich bin; denn also fühl' ich mich,
  1491. Du bist vergangen, eh' ich's gedacht,
  1492. Du bist von mir als wie der Lenz geschieden,
  1493. Du bist zu schwach, der Welt Ungleichheit auszugleichen,
  1494. Du bist zu sehr geneigt, andre nach dir zu richten,
  1495. Du bist, mein Filosof, vollkommen überzeugt,
  1496. Du bist, mein Jüngling, nun in den Erobrungsjahren,
  1497. Du bist, und bist auch nicht. Du bist, weil durch dich ist
  1498. Du bleibst in deiner Klaus' und gehst nicht aus dem Haus,
  1499. Du blühetest die schönste aller Eichen,
  1500. Du Bollwerk der Natur, Gebirg von Gott gegründet,
  1501. Du brauchst dein eignes Volk deswegen nicht zu schelten,
  1502. Du brauchst, was andre thun, nicht immer zu verstehn,
  1503. Du denkest fort und fort, dein Denken ist ein Schaffen,
  1504. Du denkest, was du denkst, das müße drum so seyn;
  1505. Du denkst nur, das sind noch die alten Schaaren
  1506. Du denkst vielleicht, ich habe dich vergessen,
  1507. Du ewig Denkender, von dem in meiner Schranke
  1508. Du fassest selbst nur halb, was du im Herzen sagst;
  1509. Du findest im Besitz Genüge nimmermehr;
  1510. Du fragest, was du sollst, was nicht, in Verse bringen?
  1511. Du fragest, wo und wie im Land du wohnen sollest,
  1512. Du fragst, ob du zum Heil der Welt und Wissenschaft,
  1513. Du fragst, ob jeder Mensch denn nicht zur höchsten Stufe
  1514. Du fragst, warum die Welt uns so gar ungleich hält,
  1515. Du fragst, warum so früh gescheite Kinder sterben,
  1516. Du fragst, was ist die Zeit? und was die Ewigkeit?
  1517. Du fragst, was von der Reis' ich dir mit heim gebracht?
  1518. Du fragst, wie auf den Baum der Apfel sei gekommen?
  1519. Du fragst, wie Ewigkeit du dir auf Erden dichtest?
  1520. Du fragst, wie weit es sei zum Monde? Nicht sehr weit,
  1521. Du freue dich, daß um die Stirn' der Erde
  1522. Du freuest dich, mein Sohn, daß du in diesem Orden,
  1523. Du freust dich, wenn du lernst, und freust dich, wenn du spielest,
  1524. Du fühlest, daß du hast auf Erden keine Rast,
  1525. Du fühlst dich heim bei dir stiefmütterlich bedacht,
  1526. Du fühlst dich überall im Mittelpunkt der Welt,
  1527. Du fühlst, du bist aus Gott, doch hast du nicht vernommen,
  1528. Du fühlst, durch Irrthum nur kannst du zum Ziele kommen;
  1529. Du fütterst ihn umsonst mit Pomeranzenkernen,
  1530. Du gehest ein in mich, und ich geh in dich ein;
  1531. Du gibst dir viele Müh, Unarten abzuthun,
  1532. Du glaubst, was ich nicht glaub', und glaubst nicht, was ich glaube;
  1533. Du Häher,
  1534. Du hängst an Wurzeln, die du von Natur gewannst,
  1535. Du hast am hellen Tag die Wachskerz' angefacht,
  1536. Du hast auf stein'ger Höh mit Müh gepflanzt den Garten,
  1537. Du hast bereits gesprochen von den Juden,
  1538. Du hast den Geistern der Geschicht' ihr Recht gethan,
  1539. Du hast der Freunde viel, und geizest nicht um einen;
  1540. Du hast die Spreu umsonst durchwühlt, wenn du nicht achtest
  1541. Du hast ein gleich Gefühl nicht immer deiner Kräfte,
  1542. Du hast ein Maß in dir von Kräften, die du spenden
  1543. Du hast ein Saitenspiel, ganz rein in allen Saiten
  1544. Du hast es einmal brav gemacht, und meinest nun,
  1545. Du hast es oft erprobt; laß dieses Volk nicht ein!
  1546. Du hast gewis dein Theil von Lust, was du genossen,
  1547. Du hast mir hell in's Herz geblickt,
  1548. Du hast wohl, süße Herrin, keine Stunde
  1549. Du hast, o schwacher Mensch, alswie an jedem Tage,
  1550. Du hast, vom Glück belehnt, ein schönes Fleckchen Erde;
  1551. Du hattest nicht die Kraft, dein gutes Glück zu tragen;
  1552. Du hörst ein Buch als gut von guten Freunden preisen,
  1553. Du in Gemächlichkeit gesättigt und bekleidet,
  1554. Du kalte Jungfrau mit der Brust von Schnee,
  1555. Du kannst aufs Feld nicht gehn, ohn' irgend eine Blume
  1556. Du kannst denselben Sinn in viele Bilder senken,
  1557. Du kannst die Lampe nur im Licht der Lampe sehn,
  1558. Du kannst dir deinen Leib, dein Schicksal auch, nicht machen,
  1559. Du kannst in deinem Haus, dem nächsten Tempel, beten,
  1560. Du kannst in der Natur nicht ein Gebilde streichen,
  1561. Du kannst mit einem Schlag ins Wasser zwar es theilen,
  1562. Du kannst nicht äußerlich die ganze Welt umfassen,
  1563. Du kannst nicht, sagt die Schrift, zugleich zwei Herren dienen,
  1564. Du kanst, wenn etwa dir ein Großes ist gelungen,
  1565. Du klagest auch, o Freund, nicht recht mit dem zufrieden,
  1566. Du klagest, daß die Welt so unvollkommen ist,
  1567. Du klagest, junger Freund, unfreundlich sei dein Haus,
  1568. Du klagest: Was ich dort dem Mann hab' angetragen,
  1569. Du klagst, daß mancher dir gelohnt mit Undank hab';
  1570. Du klagst, du könnest dich nicht mit der Welt vertragen,
  1571. Du klagst, unmöglich sei fürs Volk zu dichten heut.
  1572. Du lässest billig dir dein eignes Gut gefallen,
  1573. Du ließest sonst von mir in Arm dich fassen,
  1574. Du machest manches mit, weil man dir's vorgemacht,
  1575. Du magst doch sonst gern was besonders haben,
  1576. Du magst, soviel dir nur beliebt von Blumen, pflücken,
  1577. Du meine Mutter nicht, doch, Erde, meine Amme,
  1578. Du meine Seele, du mein Herz,
  1579. Du meinst, o liebe Mutter,
  1580. Du möchtest dich allein auf Rosen wiegen,
  1581. Du möchtest seyn wie der und jener, doch dabei
  1582. Du mußt auf Freundes Lieb' alswie auf Gottes trauen,
  1583. Du mußt das Gute thun, du mußt das Wahre sprechen.
  1584. Du mußt dein dunkles Selbst zum hellen Selbst erweitern;
  1585. Du mußt den ersten Platz dem letzten nie einräumen,
  1586. Du mußt dich der Natur mit einem Schwung entschwingen,
  1587. Du mußt die Grübelei'n der Forschung nicht verachten;
  1588. Du mußt nach oben schaun, zu sehn, wie viel noch Stufen
  1589. Du mußt nicht auf den Leib zu nah den Bergen gehn,
  1590. Du mußt nur Alles nicht verlangen gleich von allen,
  1591. Du mußt zuviel nur von den Freunden nicht verlangen,
  1592. Du nimmst die Gründe nach einander einzeln vor,
  1593. Du Reiter, du toller,
  1594. Du Rose, wenn du neidenswerth willst sterben,
  1595. Du ruhest weichgepfühlt am Ufer strombespült,
  1596. Du ruhst nicht, bis den Strom, der breit durch Länder schwillt,
  1597. Du ruhst, mit deiner Lust am Stande der Natur,
  1598. Du rüstest dich umsonst mit allgemeinen Sätzen,
  1599. Du sagest: Falsch war dein Orakel, wie es pflegt.
  1600. Du sagst am Himmel daß nichts zu bewundern bliebe
  1601. Du sagst, dem Fürsten sei's, den Freund zu finden, schwer;
  1602. Du sagst, dir sei zu weit die dreißigstünd'ge Reise,
  1603. Du sagst, es ist die Welt geartet zum Entarten,
  1604. Du sagst, nothwendig hat das Beste Gott gemacht,
  1605. Du sagst, und weißt nicht was du sagst: Vielgötterei!
  1606. Du sagst: Begier ist bös', es sei nun daß sie rühre
  1607. Du sagst: die ganze Stadt bewohnt ein Thorensinn.
  1608. Du sagst: Die Rose blüht, es singt die Nachtigall;
  1609. Du sagst: »die Tugend darbt, indem das Laster prasset.«
  1610. Du sagst: »Nicht übel ist der Garten deiner Wahl,
  1611. Du sahst die Schlang' einmal, und dein besorgter Blick
  1612. Du schäme dich vor Gott und dir in deinen Zellen,
  1613. Du scheuchtest den hinweg, der dir war unbequem;
  1614. Du schiltst dich selbst, wenn du dein Kind schiltst ungezogen;
  1615. Du schläfst mit Speer und Schild gerüstet, und im Schrecken
  1616. Du schöpf' aus deinem Brunn und laß auch andre schöpfen!
  1617. Du selbst heiratest nicht, Heiraten willst du stiften,
  1618. Du siehst die andern rings in einer Form von Glauben,
  1619. Du siehst ein Andres als du hörest, und du schmeckest
  1620. Du siehst mit Augen nur und hörest nur mit Ohren;
  1621. Du siehst, daß leicht wie Nichts dem einen von der Hand
  1622. Du siehst, es wankt dein Kind, und, statt ihm beizuspringen,
  1623. Du siehst, Unsichtbarer, du hörest, Unvernommner!
  1624. Du sollst den Stand, auf dem du stehest, nicht verkennen,
  1625. Du sollst mir auch dein Ohr vor böser Rede sparen
  1626. Du sondre stolz und kalt dich nicht von der Gemeine
  1627. Du speisest um die Stunde,
  1628. Du Sprachbegabter, o Erzeugter Maias,
  1629. Du sprichst: »Gar mancherlei Verdruß that man mir an;
  1630. Du stand'st in dich verhüllt gleich einem jungen
  1631. Du stehest überall an der Gedanken Gränze,
  1632. Du stehst am Strand, und siehst noch ringen mit den Wogen
  1633. Du steuerst, Steuermann, dein Schiff nach einem Sterne,
  1634. Du stilles Thal, in deinem Schooß allein
  1635. Du thust, beglückter Freund, ein Büchlein leichter ab,
  1636. Du thust, da du dir sollst die Unart abgewöhnen,
  1637. Du träumtest jüngst, mit silberweißer Seide,
  1638. Du träumtest: da du, morgens aufgestanden,
  1639. Du trinkst und issest
  1640. Du triumfirest, daß der Wolf ist hingestreckt,
  1641. Du trugest, daß der Freund verreist war, ohne Klagen;
  1642. Du Überschrift am Weg sagst: »Hemme deinen Gang,
  1643. Du unbeschriebnes Blatt, nun komm' und sei beschrieben
  1644. Du unterscheidest hier Vernunft und dort Verstand,
  1645. Du Volk des Zorns, das du hast unterm Beile
  1646. Du wähnst, o Weiser, dich vom alten Wahn entkettet,
  1647. Du wärest gerne reich, umhäuft von Überfluß,
  1648. Du weiße, schöngewaschne Hemdenkrause,
  1649. Du weißt es tausendmal, so Schlechtes auf der Welt
  1650. Du willst mit deinen Blicken Tod mir geben,
  1651. Du wünschest einen Zauberschild,
  1652. Du wünschtest wol ein Stück der Erde dein zu nennen;
  1653. Du würdest zwar, schön wie du bist, es bleiben,
  1654. Du ziehst, nicht sag' ich's, zum wievielten Male,
  1655. Du zitterst vor der Nacht und bebest vor dem Tage,
  1656. Du zürnst, in deinem Spiegel zu entdecken,
  1657. Du zwischen Feinden, wie die Zunge zwischen Zähnen,
  1658. Du, die wir nie mit unsern Klagen wecken,
  1659. Du, dieses Jahres Abend, Herbst
  1660. Du, ein gemeiner Kiesel,
  1661. Du, mit Strahlen mich begleitend,
  1662. Du, o Lippe, von dem Kusse
  1663. Du, reizender als Ceres Tochter, Kora,
  1664. Du, unserm Bündniß ausgedrückt
  1665. Dunkel ist die Nacht,
  1666. Durch das Laub, o tritt es nicht,
  1667. Durch den allein ich mit der Welt zusammenhänge,
  1668. Durch des Waldes Frühlingsstille
  1669. Durch neugrünes Laub am Baum
  1670. Durch Schaden wird man klug. Du gehst auf Heiles Pfaden,
  1671. Durch Wechselbeistand kann auch Noth die Noth vertreiben,
  1672. Durch Weihgeschenk' erwirbt der Reiche Himmelsgnaden;
  1673. Durch Widerspruch wirst du den Dünkel nie bekehren;
  1674. Durchblättern wollt' ich auch für dich die Kinderschriften,
  1675. Durchhärmte Nacht,
  1676. Durchmessen habt ihr längst Gebirg und Wogen
  1677. Eh du ein Werk beginnst, sieh zu, ob auch die Krone,
  1678. Eh es dich fand, geahnet
  1679. Eh ihr Sie in's Grab müßt senken,
  1680. Eh' ich diesmal von dir schiede,
  1681. Ehr' hat ihr Ungemach; oft ziehn muß seinen Hut
  1682. Ei ei!
  1683. Ei Ostwind! kommst du heut' zu meinem Knaben,
  1684. Ei schäme dich, daß dir noch immer ganz der Zügel
  1685. Ei wie! an einem Tag verschlingst du alle Speise,
  1686. Ei, ei.
  1687. Eifersüchtig, Liebchen, ich?
  1688. Ein allegorischer Jäger,
  1689. Ein alt baufällig Haus kann man durch Pfeiler stützen,
  1690. Ein alter Weiser lehrt, daß Tugend vielerlei,
  1691. Ein alter Weiser sprach: Den Mann mag's auch erbauen,
  1692. Ein altes Heft, Aprilreis' überschrieben,
  1693. Ein altes Schloß aus Rittertagen,
  1694. Ein altes Sprichwort sagt: Es hängt sich an den Frevel
  1695. Ein altes Sprichwort sagt: Im Trüben ist gut fischen.
  1696. Ein anderer zum Propheten tritt:
  1697. Ein andrer singe zu des Sommers Preise,
  1698. Ein anspruchvolles Buch will im Zusammenhang
  1699. Ein Bach an meinem Garten fließt,
  1700. Ein Beispiel zeig' ich dir, Sohn, von des Wortes Macht,
  1701. Ein Beter hat erzählt: Lang betet' ich, und nickte
  1702. Ein Bettler geht nie irr, er geht an jedem Ort
  1703. Ein Bettler in Schiras hatt' einst ein Spiegelglas,
  1704. Ein Bild von Großmuth ist der Löw' und Tapferkeit,
  1705. Ein Bild, ein Gleichniß macht der Sache Dunkles klar,
  1706. Ein Bilderbüchelchen hat heut mich unterhalten
  1707. Ein Blumenglöckchen,
  1708. Ein Blumenmund-entsognes Seelengift,
  1709. Ein böses Buch ist, das durchaus dir nicht gefällt,
  1710. Ein Brahme, dessen Stolz gebeugt der Armuth Joch,
  1711. Ein Bruchstück immer ist des einzlen Mannes Wissen,
  1712. Ein Bruchstück, welches auf sein Ganzes sich besinnt,
  1713. Ein Buch, aus dem du viel Gedanken nehmen kannst,
  1714. Ein Buch, gelesenes, bringt dir die Welt ins Haus,
  1715. Ein Bücherkatalog fiel heut in meine Hand,
  1716. Ein Büchlein immer
  1717. Ein Büßer, der im Wald bei strenger Buße büßte,
  1718. Ein Dichter ist ein Thor, der das der Welt zu zeigen
  1719. Ein Dichter war, der alsofort,
  1720. Ein Doppelbündelein hat jeder Mann empfangen,
  1721. Ein Drittel bist du selbst, ein Drittel ist die Welt,
  1722. Ein Edler auf Besuch kam zu dem Thor des Andern,
  1723. Ein edler König sprach: des Fürsten Schätze ruhen
  1724. Ein Edler, der sich noch, wenn er des Feindes Streichen
  1725. Ein edles Flügelpferd
  1726. Ein eigner Anblick ists, im sommerlichen Thal
  1727. Ein eigner Zauber liegt im langgewohnten Alten,
  1728. Ein Einsiedler hieß ich,
  1729. Ein einzig Bienchen war im Bienenstock erwacht,
  1730. Ein eisernes Gesetz hat gleiche Strafe, Tod,
  1731. Ein Feind schläft selber nicht, und läßt uns auch nicht schlafen;
  1732. Ein Feld ist das Gemüth, und du bist sein Besteller;
  1733. Ein fester Standpunkt sei in deinem Kreis dir eigen,
  1734. Ein Fisch, vom Angel einmal schon betrogen,
  1735. Ein Forscher der Natur, der Gras und Steine
  1736. Ein Freund, um irdischen Gewinnstes Opferung
  1737. Ein frommer Bettler stand an Krämerladenwand,
  1738. Ein frommer Mann erzählt aus seinen Wanderjahren,
  1739. Ein Fuchs besondrer Art lebt hoch im Norderland,
  1740. Ein Führer kräftigt sich am Anblick seiner Treuen,
  1741. Ein Fürst aus seinem Land irrt in der Nacht vertrieben,
  1742. Ein Fürst ließ seinem Sohn verfertigen ein Schild,
  1743. Ein ganzer Frühling wächst mit einmal aus der Erden;
  1744. Ein gar einfaches Wirthshausschild,
  1745. Ein Garten war umzäunt mit einem Dornenhage,
  1746. Ein Gärtner ladete die Nachbarn groß und klein
  1747. Ein Geist, der schöpferisch den meinen angehaucht,
  1748. Ein Geiziger, der mit Begier sein Gold beschaut,
  1749. Ein Geliebtes leiden lassen,
  1750. Ein Glück, das du gehabt, es wird dir nicht entrissen,
  1751. Ein Glück, das plötzlich kam, wird plötzlich wieder gehn;
  1752. Ein Gottesbild am Weg; andächtig hin wird treten
  1753. Ein Gotteskasten ist des Armen leerer Bauch,
  1754. Ein Grashalm wächst nicht leicht dem Palmbaum übern Kopf;
  1755. Ein grauer Bart am Hals, und noch die Kinderflecken!
  1756. Ein Grund der Bildung ist dir an- und eingeboren,
  1757. Ein grüngoldnes Frühlingswürmchen
  1758. Ein gut Wort, gut gesagt, und auch gut aufgenommen,
  1759. Ein guter Freund hat lassen schildern
  1760. Ein gutes Jahr geht früh mit gutem Frühjahr an;
  1761. Ein gutes Werkzeug braucht zur Arbeit ein Arbeiter,
  1762. Ein halbes Körnchen und ein ganzes hat der Tropf,
  1763. Ein halbgehöhlter Zahn
  1764. Ein handgeschriebnes Buch mit feiner reiner Schrift,
  1765. Ein Heimchen schwirrt, und macht den Wanderer gedenken
  1766. Ein heiteres Gemüt ist gleich in jeder Lage,
  1767. Ein heller Morgen bringt dir einen guten Tag;
  1768. Ein herrliches Gefühl ist es, in sich empfinden,
  1769. Ein Herz das Unruh fühlt, ist noch in sich nicht heil;
  1770. Ein Herzog ward befragt, ob er auch Jagdhund' halte,
  1771. Ein hohes Räthsel ists, wie alle sind berufen
  1772. Ein indischer Brahman, geboren auf der Flur,
  1773. Ein Irrthum abgethan ficht dich nicht weiter an,
  1774. Ein Irrthum weggeräumt gibt einen wahren Satz;
  1775. Ein Jahr ist nun geschwunden,
  1776. Ein jeder Glaube hält sich für den einzig wahren,
  1777. Ein jeder hat sein Recht, um sich in sich zu ründen;
  1778. Ein jeder ist sich selbst der nächste. Zeugen sind
  1779. Ein jedes Ding hat zur Selbstoffenbarung
  1780. Ein jedes Thier der Trift hat seine Nahrungsweise;
  1781. Ein junger Dichter, eines alten Dichters Sohn,
  1782. Ein junger Kritiker und Dichter tritt ins Feld,
  1783. Ein Kind, das läuft vorm Jahr, geschiht ihm sonst kein Schade,
  1784. Ein Kind, fällt's auf den Kopf, steht wieder auf sogleich,
  1785. Ein Kindchen, das zuerst auf seinen Füßchen steht,
  1786. Ein kleines Wölkchen lähmt dir ganze Kraft der Sonne,
  1787. Ein Knabe lernt nur von geliebten Lehrern gerne;
  1788. Ein Knecht hat mir erzählt, vernimm es, lieber Sohn,
  1789. Ein König möcht' ich seyn, ein Herr der Morgenlande,
  1790. Ein König ward gefragt, was ihm das Liebste sei
  1791. Ein König, als er sich bereitete zum Sterben,
  1792. Ein König, dem das Reich ein andrer abgewonnen,
  1793. Ein König, den der Mund der Zeit den Großen nannte,
  1794. Ein König, kurze Zeit erhoben auf den Thron,
  1795. Ein königlicher Spruch von Sonnenschein und Gnade
  1796. Ein Krämer liebt im Kram, was abgeht und gefällt;
  1797. Ein Kranker, dessen größte Krankheit
  1798. Ein Lämmlein, das gegangen
  1799. Ein langentfernter Freund, ein weitgetrennter, kam
  1800. Ein leeres Haus, worin die Menschen nicht mehr wohnen,
  1801. Ein Lehrer lehrt dich, daß es keine Wahrheit gebe,
  1802. Ein Licht im Traum
  1803. Ein Liebchen hatt' ich, das auf einem Aug' schielte;
  1804. Ein mächt'ger König sprach: Mehr als im Überwinden
  1805. Ein Mädchenpaar kam hüpfend,
  1806. Ein Mann verreist vom Haus, und giebt aufzubewahren
  1807. Ein Mann von Kais, den harten Leuten, sprach
  1808. Ein Mann zu werden, ist des Kindes Stolz; ein Mann
  1809. Ein Mann, dem schon der Bart ein wenig graute,
  1810. Ein Mensch seyn ohne Gott, was ist das für ein Seyn!
  1811. Ein Mohnkorn war an meines Hauses Wand
  1812. Ein nachgesprochenes Gebet kann etwa nützen,
  1813. Ein neugekauftes Buch, ein selbstgebautes Haus,
  1814. Ein niedrer Sinn ist stolz im Glück, im Leid bescheiden;
  1815. Ein nochso schöner Fluß, darauf nicht Schiffe gehn,
  1816. Ein Obdach gegen Sturm und Regen
  1817. Ein Odem warm und kalt ist in des Windes Nasen;
  1818. Ein Paradies, ein verlorenes,
  1819. Ein Professor hochgelahrt,
  1820. Ein Quell des Lebens fließt in deinem Auge;
  1821. Ein Räubertrupp, berauscht von Blut,
  1822. Ein Recht um Sie zu klagen, die gefallen,
  1823. Ein rechter Lehrer ist, wer pilgernd alle Stäten
  1824. Ein rechter Mann hat zwei Gesichter, die er hält
  1825. Ein Regen fiel die Nacht, doch war er nicht einweichend,
  1826. Ein Regentag ist, heißt's in einem Volkswitze,
  1827. Ein Reich des Friedens ist, der Unschuld einst gewesen,
  1828. Ein Reicher in der Fremd' ist überall zu Haus,
  1829. Ein reicher Landwirth war, der hatte eine Heerde,
  1830. Ein Reicher sah den Dieb, der an der Hand verholen
  1831. Ein Reisender erzählt: Im Jahr sechshundert
  1832. Ein reizendes Gesicht ist kranker Augen Balsam,
  1833. Ein Riese hatt' ein gutes Schwert,
  1834. Ein Rosenstöckchen, früh erblüht,
  1835. Ein Ruf ist erklungen
  1836. Ein Schatten im Gemüt von einem deiner Gäste
  1837. Ein Schein der ew'gen Jugend glänzt
  1838. Ein Scheitlein, auf die Kohlen
  1839. Ein Schiff vor Anker, doch die Segel aufgespannt;
  1840. Ein schlechter Jagdhund ist, der vorlaut bellend scheucht
  1841. Ein schlechter Kreuzer wird vielleicht einmal zum guten,
  1842. Ein Schlechtes ist, wenn kommt das Gute, leicht verdrungen;
  1843. Ein schlimmer Bissen ist, o Sohn, die Bisamratte
  1844. Ein schlimmer Tischfreund ist Begierde, die nicht satt
  1845. Ein schlimmes Treiben ists, bei dem es nicht kann bleiben,
  1846. Ein Schmetterling umtanzte meine Kerze,
  1847. Ein Schmetterling, vom Frost betäubt,
  1848. Ein schön französisch Mägdlein schaut
  1849. Ein schöner Garten lag am Weg, ich stand davor;
  1850. Ein schönes Streben ist's, den Guten ähnlich werden,
  1851. Ein Schreibtäfelchen im Busen
  1852. Ein Schwesterlein ist angekommen
  1853. Ein See ist im Gebirg, kristallenklar und rein,
  1854. Ein See ist im Gebirg, worin kein Kahn, hingegen
  1855. Ein Sinnbild des Vereins der Schale mit dem Kerne
  1856. Ein Sprichwort sagt, darauf magst du dein Glücke bauen:
  1857. Ein Stadtthor kanst du wol verschließen mit dem Riegel,
  1858. Ein Stöckchen heg' ich
  1859. Ein Streben mag mit Lust den Strebenden betrügen,
  1860. Ein Strohseil zieht sogut wie eins aus Hanf gesponnen,
  1861. Ein Strom der Liebe ging
  1862. Ein Tempel Gottes hat sich die Natur gebaut,
  1863. Ein Thor klagt andre an, und ein Halbweiser sich;
  1864. Ein treuer Kampfgenoß dem Menschen ist das Roß,
  1865. Ein treuer Spiegel ist nicht jedem angenehm,
  1866. Ein Tröpfchen, das zurück blieb in der Opferschale;
  1867. Ein tugendhafter Mann denkt nie, weil es vergebens
  1868. Ein Uebertreter wird dem Sultan vorgeführt,
  1869. Ein Unglück ist es wohl, daß sich auf lange nicht
  1870. Ein Vernünftiger
  1871. Ein vielerfahrner Fuchs, der alle Weg' und Stege
  1872. Ein Vogel fliegt vorbei,
  1873. Ein Vogel, der im Käfig schlägt,
  1874. Ein Vöglein hatte sich in meinen Schutz begeben,
  1875. Ein wahrer Herbsttag ist, ein herber Herbsttag heut,
  1876. Ein Wammes, dessen Schnitt nicht deiner Wamme paßt,
  1877. Ein Wandersmann, der aus der weiten Wüste kam,
  1878. Ein Wandrer, wenn er geht gesellt mit einem andern,
  1879. Ein Weiser in der Nacht sah einen Knaben tragen
  1880. Ein weiser Magier, der holden Maia kund,
  1881. Ein weiser Mann, der sich den Bart lang wachsen lassen,
  1882. Ein Weiser sprach: Ich hab' auf meines Lebens Bahn
  1883. Ein Weiser überhebt sich nicht, wenn Thoren fallen,
  1884. Ein Weiser, einst gefragt, wozu sei nutz das Leben
  1885. Ein Weiser, um mit Kraft den Vorzug zu beweisen
  1886. Ein weißes Blüthenglöckchen,
  1887. Ein weiter Thorweg ist, ein Pförtchen eng zur Seiten,
  1888. Ein weites Zimmer macht weit die Gedankenwelt,
  1889. Ein wenig länger noch Geduld und froher Muth,
  1890. Ein wilder Schrei,
  1891. Ein Wind heißt Fruchtlos,
  1892. Ein Wind ist unter der Erde
  1893. Ein Wunder ist die Welt, das nie wird ausgewundert,
  1894. Ein Wunder läßt sich durch ein andres nur erklären;
  1895. Ein Wunder wird der Mensch empfangen und gezeugt,
  1896. Ein Wunsch in deiner Brust, in deinem Haus ein Gast,
  1897. Ein Würfelspieler, dem schlimm jeder Würfel fiel,
  1898. Ein Zentner Silber, wenn darein von Gold ein Gran
  1899. Ein zierliches Besteck, das drei Glimmstengel faßt,
  1900. Eine deutsche Stadt möcht' ich erbauen,
  1901. Eine duftende wohlgerucherfüllte ─
  1902. Eine Fliege, die ich mir hatte
  1903. Eine hab' ich singen hören,
  1904. Eine kleine Tränke
  1905. Eine Rose hat man
  1906. Eine Schönheit hab' ich mir
  1907. Eine Sitt' ist hier im Lande: Kommt dir auf den Wegen
  1908. Eine Zeit war in Arabien,
  1909. Einem Kinde und dem Winde,
  1910. Einen aufgetragnen Gruß
  1911. Einen Haushalt klein und fein
  1912. Einen klassischen Dichter in den Händen,
  1913. Einen Knoten an der Genist'
  1914. Einen Kreuzer gäb' ich hin,
  1915. Einen Teppich hab' ich erblickt,
  1916. Eines hat mich oft erstaunet,
  1917. Eines Weges so oft bin ich zur Liebsten gegangen,
  1918. Einfacher Haushalt ist im Staate zu empfehlen;
  1919. Eingeschlafen im Abendhauch
  1920. Einmal gethanes soll man nicht noch einmal machen;
  1921. Einmal noch durch diese Au'n
  1922. Einmal um's andre, vom Lenzhauch geschwellt,
  1923. Eins hat Unrecht von uns beiden;
  1924. Eins nur Eines möcht' ich wissen,
  1925. Eins, Geliebte, muß ich rügen,
  1926. Einst hab' ich Märchen zum Einschläfern dir gesungen,
  1927. Einst meine Leserinn bist du als Braut gewesen;
  1928. Einst schrieb ich schwarz auf weiß,
  1929. Einst sprach ein frommer Mann, der stets im Geiste lebte,
  1930. Einst war nach Brahma's Leib, von Kopf zu Füßen nieder,
  1931. Einst warest du mein Augenlicht,
  1932. Einst wird die Poesie zur Kinderkrankheit werden,
  1933. Eintrat auf Augenblick' ein tiefes Schweigen,
  1934. Einzeln und dem Staat mag's frommen,
  1935. Empfindung ist vom Ding ein Zeichen, von Empfindung
  1936. Empor vom Berge strebt, und zwischen Wolken duftig
  1937. Emsigkeit der Biene sucht
  1938. Endlich hab' ich das errungen,
  1939. Entbehren magst du ehr den Segen vom Geschicke,
  1940. Entgegen geh' ich nun den trüben Tagen,
  1941. Entraffe dich dem Schlaf, er wirket nichts als Träume,
  1942. Entschuldigt ist, wer dir nicht mittheilt, was er braucht;
  1943. Entspringen muß der Freude Quell
  1944. Entsteig, o Morgenroth, der Nacht, bring' östliche tröstliche Rosen!
  1945. Entweder ist mein Blick nur gegen euern stumpf,
  1946. Entweder Oder ist der Waffen, der zweischneidigen,
  1947. Entweder überstreng an andern magst du schelten
  1948. Entweder wird das Schwert in meiner Hand mir weich,
  1949. Er hat in seinem Land das Glückspiel untersagt,
  1950. Er ist gegangen wie wir alle gehn,
  1951. Er ist gekommen
  1952. Er, der vordem geherrscht in Paphos Hainen,
  1953. Erbauen läßt sich nicht, so daß sie steht und hält,
  1954. Ereignisse sind nicht das Wichtigste am Leben,
  1955. Erfahren muß man stets, Erfahrung wird nie enden,
  1956. Erhabnes, findet es erhabne Stimmung nicht,
  1957. Erhebe dich, mein Herz, mit Wogenschlag, und gleiche
  1958. Erkenn' an einem Bild, daß nicht an Gottes Huld
  1959. Erkennest du, wohin auf oder niederstrebt
  1960. Erliegen kann ein Mann, nicht sich unmännlich halten,
  1961. Erquickt nun bin ich aufgewacht,
  1962. Erschöpft von langen winterlichen Wegen,
  1963. Erst baut Natur den Leib, ein Haus mit Sinnenthoren,
  1964. Erst freust du dich hinaus, dann freust du dich zurück;
  1965. Erst muß ich sagen von der Welt Umgarnungen,
  1966. Erst vom Bedürfnis gehn die Künste aus zumeist,
  1967. Erst zu erwerben dir ein Wissen, sei beflissen,
  1968. Erwäg' an jeder Frucht, was dient zu deinem Male?
  1969. Erwirb ein Gut, daß du es einem Erben lassest,
  1970. Es ärgerte mich wol, daß von den braunen Haaren
  1971. Es begegneten heut' in meinem Traum sich
  1972. Es braus't der Wald,
  1973. Es floh ein Mann vor einem Ungeheuer,
  1974. Es geht ein krummes Schwert in eine krumme Scheide;
  1975. Es geht ein schmaler Weg hin zwischen Strom und Klippe,
  1976. Es gibt der Dinge viel, von denen, statt zu wissen,
  1977. Es gibt ein Jenseit, das herein ins Disseit reicht;
  1978. Es gibt nichts einfaches, ein kleinstes gibt es nicht;
  1979. Es gibt noch Glückliche, wenn du auch keiner bist;
  1980. Es ging die Riesentochter zu haben einen Spaß,
  1981. Es ging ein Mann im Syrerland,
  1982. Es ging ein Mann in seinen Gedanken;
  1983. Es gleichet der Granate mein Gemüthe,
  1984. Es hat aus der Naturgeschichte
  1985. Es hat Natur dem Mann dazu das Weib beschieden,
  1986. Es ist der Kopf ein Luftgezelt,
  1987. Es ist der Mensch mit der Natur im Hader;
  1988. Es ist ein alter Spruch: das beste Leichentuch
  1989. Es ist ein alter Spruch: Reiß ein dein altes Haus,
  1990. Es ist ein alter Spruch: Was mehr als zwei bewahren,
  1991. Es ist ein altes Wort, die Seele sei ein Licht,
  1992. Es ist ein altes Wort, ich will es dir entfalten:
  1993. Es ist ein Bäumlein gestanden im Wald,
  1994. Es ist ein Doppelweg im Glauben und im Hoffen,
  1995. Es ist ein Ewiges, das wandelt und das bleibt,
  1996. Es ist ein Geist, der so sich seinen Leib vollkommen
  1997. Es ist ein Glück ganz unverhofft dir zugefallen;
  1998. Es ist ein heil'ger Brauch, im reinen Gartenraum
  1999. Es ist ein heil'ger Spruch der Ueberlieferung:
  2000. Es ist ein kleiner Fürst im Land, den groß ich preise,
  2001. Es ist ein Kraut das Allmannsharnisch wird genannt;
  2002. Es ist ein schöner Traum, im Anfang der Natur
  2003. Es ist ein wahres Wort: der Künstler wird geboren;
  2004. Es ist ein wahres Wort: Wer glaubt, der wird betrogen;
  2005. Es ist eine Stadt, eine große,
  2006. Es ist eine Wüstung gelegen,
  2007. Es ist kein Stand auf Erden,
  2008. Es ist nicht immer noth, (der Meister hats gesprochen)
  2009. Es ist nicht wahr, daß man ein Glück, das man nicht kennt,
  2010. Es ist nur Eitelkeit, wenn du dir vorgenommen,
  2011. Es ist vor uns in einer ungeheuern
  2012. Es kam das zarte Fräulein Luft
  2013. Es kam ein Wanderer durch einen öden Raum
  2014. Es kamen grüne Vögelein
  2015. Es kann dir freilich nicht auf dieser Welt gefallen,
  2016. Es liegt ein Klümpchen Schnee, da alles rings gethaut,
  2017. Es locket ein Spätzchen
  2018. Es nutzt nicht daß du rein und klar wie Wasser seist,
  2019. Es ragt ein Inselberg, der bis zu seiner Spitze
  2020. Es ritt ein Herr, das war sein Recht,
  2021. Es rührt mich an der Frühlingslüfte Schauern,
  2022. Es saß das Volk der Maden
  2023. Es scheint alsob Natur bei jedes Thieres Bilden
  2024. Es schläft der große Pan;
  2025. Es schleppten mich die widerwärt'gen Juden,
  2026. Es soll, wer eine Burg als Burgwart übernahm,
  2027. Es stand ein schöner glatter Fels am Meer,
  2028. Es steht aus einem Feld
  2029. Es steht ein Fels am Weg, gehst du an ihm vorbei,
  2030. Es steigt ein Geist, umhüllt von blankem Stahle,
  2031. Es stieg ein trüber Nebelwind vom Rheine,
  2032. Es streiten um die Welt das Wasser und das Feuer,
  2033. Es strömt ein Quell aus Gott, und strömt in Gott zurück,
  2034. Es thut mir leid, daß du mich misverstanden hast;
  2035. Es träumte mir, ich steh' als eine Rebe
  2036. Es wacht der stille Mond am Himmel,
  2037. Es walten mancherlei Gebrechen,
  2038. Es war das Kloster Grabow im Lande Usedom,
  2039. Es war ein alter Eichenwald
  2040. Es war ein deutscher Krieger,
  2041. Es war ein Häuflein Krieger,
  2042. Es war ein Königsschloß, darauf war eine Uhr,
  2043. Es war ein Mann in Ispahan,
  2044. Es war ein Mann — vielleicht ist mancher noch im Raume —
  2045. Es war ein Volk, das einst nach seiner Weisen Lehre
  2046. Es war nunmehr der Pfarrersohn
  2047. Es waren drei Gesellen,
  2048. Es wäscht die eine Hand die andre, wie man spricht,
  2049. Es will zu seinem Haufen
  2050. Es wird gesagt, es sei des bösen Herzens Zeichen,
  2051. Es wird mit Recht gesagt Markt der Literatur;
  2052. Es wirkt Gerechtigkeit, es wirkt die Lieb' ein Band;
  2053. Es wohnen fromme Schwalben
  2054. Es wohnt' ein armer Mann in einer niedern Hütte,
  2055. Es zog das Schlachtgewitter
  2056. Eschenbaum!
  2057. Etwas erwart' ich, was? der Nam' ist ungenannt;
  2058. Etwas liegt an der Art, die Gott dem Keim verliehn,
  2059. Euch schöne Augen fleh' ich nicht um Gnade.
  2060. Euch zu gefallen geb' ich Hoffnung auf und Lust;
  2061. Europas Völker werden wie vor Zeiten
  2062. Ew'gen Frühling zu ertragen
  2063. Ewig jung zu bleiben
  2064. Fahr wohl,
  2065. Fahr wohl, o goldne Sonne,
  2066. Falsch, lieblos ist die Welt; doch welches Herz vom Glauben
  2067. Fänd' ich doch auf ird'scher Flur,
  2068. Feindsel'ge Fee, die du mit Zaubertraum
  2069. Fern abwärts vom Klang und vom Glanze der Nacht,
  2070. Flieh hier Leichtgläubigkeit, und dort die Zweifelsucht!
  2071. Flügel! Flügel! um zu fliegen
  2072. Franzosen muß man fassen
  2073. Frau Barbe saß an ihrem Rädchen,
  2074. Frau Schneck, ich bitt'
  2075. Frau Selbzufrieden in ihrem Haus
  2076. Frau'n Preußens, nehmt für eure Opfergaben
  2077. Frauen sind genannt vom Freuen,
  2078. Freigebig bist du nicht, wenn du, was du nicht brauchest,
  2079. Freilich, wenn mein Herz ich frage,
  2080. Freuen soll dich's, wenn du siehst,
  2081. Freund! o wie mir's dringt zu Herzen,
  2082. Freund, lange maßest du die Welt mit Winkelmaßen,
  2083. Freundin! die du mehr als andre
  2084. Freundlich tränk' ich die Büsche mit meiner quellenden Fülle,
  2085. Freust du auf Künft'ges dich, so sieh doch zu, weswegen?
  2086. Friedfert'ger ist, o Sohn, des Wasservogels Leben,
  2087. Friedlich lebten ohne Fehden
  2088. Frisch auf, Kameraden, auf's Pferd, auf's Pferd!
  2089. Froh aus dem Hause zu Geschäft und Arbeit geht
  2090. Froh bin ich, durch zu seyn durch das Gedräng' im Leben,
  2091. Fruchtbäume wird man nicht im wilden Wald erwarten,
  2092. Früh am Tag ist's schön,
  2093. Früher Jugend Frühlingsscenen
  2094. Frühling, vollen! vollen
  2095. Frühlingsblumen verblühn, und mit Gleichmuth kannst du es ansehn
  2096. Frühzeitig wardst da in die Schule dieses Lebens
  2097. Frühzeitig wardst du in die Schule dieses Lebens
  2098. Fühl' einen Augenblick nur wahrhaft, daß du bist;
  2099. Fuhren wir herab den Main,
  2100. Füll' mich mit edlen Blättern an,
  2101. Fünf Engel hat ein Mensch nach Muselmanen-Glauben;
  2102. Fünf Engel nicht allein, du hast der Engel sieben;
  2103. Für beide Theile ist der Handel wohl gerathen;
  2104. Für einen Mückenstich weißt du kein Mittel noch,
  2105. Für jeden ist das Ganz', und jeder ist für's Ganze;
  2106. Für mein verschossnes Angesicht
  2107. Für sich zu stehn, ist nur dem stärkern Mann beschieden;
  2108. Fürst Amer mit dem Heer, zahlreicher als die Wogen
  2109. Fürst Luzifer spielt' eines Tages Schach
  2110. Ganz in Vollkommenheit siehst du kein Ding erglänzen;
  2111. Gar manche glauben, sprach ein Weiser wohlbeflissen,
  2112. Gar manche Schale muß von deinem Ich sich lösen,
  2113. Gar mancher hätte Recht, wenn man ihn recht verstände;
  2114. Gar manches sagt nicht rein brahman'sches der Brahman;
  2115. Gar manches, was gewis du nennst, ist ungewis;
  2116. Gar oft mit Bitten riefen wir zum Lenze:
  2117. Gar viel belohnt die Müh nicht, es gelernt zu haben,
  2118. Gar viel Personen sind beisammen im Poeten,
  2119. Gar viele Geister gehn beim Menschen aus und ein,
  2120. Gar viele Wege gehn zu Gott, auch deiner geht
  2121. Gar vieles lernt man, um es wieder zu vergessen;
  2122. Gebalet Ben Eihem, letzter
  2123. Gebaut ist ein Nest im Baum,
  2124. Gebet führt halben Wegs zum Paradies, die Stärke
  2125. Gebet um Arzenei, Gesundheit, Heil und Wohl
  2126. Gebrauche deine Kraft nur Güter zu erwerben,
  2127. Gebunden an den Leib sind unsres Geistes Gaben;
  2128. Geehret sei das Wort! es ist des Geistes Spiegel,
  2129. Gefallen läßt man sich des Sultans Plackereien,
  2130. Gefesselt hielt mich staunendes Verstummen,
  2131. Geflüchtet ist die Kunst zur irdischen Geschichte,
  2132. Gefragt ein Weiser: denkst du nie ans Vaterland?
  2133. Gegen den Jünger nimmt vertrauliche Geberden
  2134. Geh auf die Reise, Freund! Der dir das Reisen preist,
  2135. Geh du in die Moskee, ich geh' in die Pagode;
  2136. Geh in die Welt hinaus mit allen deinen Sinnen,
  2137. Geh mit dem Knecht nicht um, wähl' ihn zum Freunde nicht,
  2138. Geh nur zum Brunnen hin, daß er den Durst dir nehme!
  2139. Geh und sauge Liebesäther,
  2140. Geh weg, o Sonne, denn der Mond will auch nun scheinen;
  2141. Geh' hin Sonett, mein Kind, und sprich zu einem,
  2142. Geh' im Fürstenparke nicht spazieren,
  2143. Geh' in die Schule, Sohn, bei Frauen ohne Zaudern,
  2144. Geh' nur hinaus und besieh Dir die Welt, und wenn Du von einem
  2145. Geh' unempfindlich nicht und ungerührt vorbei
  2146. Geh', mein Herz, zum Liebchen heute!
  2147. Geh, suche Menschen auf, um dich als Mensch zu fühlen
  2148. Geh, wann du hast am Tag im Hause still zu thun,
  2149. Gehe zum Raine,
  2150. Gehilfen such' ich, die sich auch zu helfen wissen;
  2151. Gehöret hab' ich, daß hinauf am Pol
  2152. Gehöret hab' ich, und ich kann es schauen
  2153. Gekommen in die Nacht der Welt ist Gottes Licht;
  2154. Gekommen ist die Zeit,
  2155. Geladen waren drei, und dreizehn sind gekommen;
  2156. Geld für Beleidigung ist niederer Gewinn,
  2157. Geldhunger nicht allein hat nie gestopft den Mund,
  2158. Gelegenheitsgedicht ist zu verachten nicht,
  2159. Gelehrsamkeit steckt an. In unsres Kadhi Haus
  2160. Geliebt zu seyn, mein Sohn, ohn' auch zugleich geachtet,
  2161. Geliebte! Groß ist die Natur,
  2162. Geliebte, wenn du fremde Klänge
  2163. Gelobt sei jede Form, weich sei sie oder schroff;
  2164. Gemeinverständlich sei ein Buch, das zur Erbauung
  2165. Gemüt ist mehr als Geist, denn das Gemüt besteht
  2166. Gen'ral Wrede!
  2167. General Vandamme,
  2168. Geprägtes Silber zwar dient auf dem Markt zu Preisen,
  2169. Gepriesen sei der HErr in seinem Zorne,
  2170. Gerissen aus meinem Gleichgewicht,
  2171. Gern mit dornelosen
  2172. Gern wird der Nachbar heut frischbacknes Brot dir borgen,
  2173. Gerne lass' ich Sonne scheinen,
  2174. Geschichte und Natur, zwei Räume sind sie nur,
  2175. Geschichten hab ich viel gelesen und gehört,
  2176. Geschmückt von Anmuth und gekrönt von Treue!
  2177. Geselligkeit erhöht den Menschen nicht allein,
  2178. Gesetze der Natur willst du, o Mensch, entdecken;
  2179. Gesittung strebt, das Thier dem Menschen auszuziehn,
  2180. Gessas wollte nicht einen Tag
  2181. Gestern Abend, als ich mich belauschte,
  2182. Gestern hab' ich vom Nachtbesuch beim Liebchen,
  2183. Gestern sah ich Liebchen sitzen,
  2184. Gestern sah ich noch gefangen
  2185. Gestern sprach der Mond zu mir,
  2186. Gestern vor dem aufgethanen
  2187. Gestern war der Freund mir huldig,
  2188. Gesundes Auge sieht, es hört gesundes Ohr
  2189. Gesundheit tröstet leicht sich selber,
  2190. Gewinnen kan man nichts, ohn etwas zu verlieren;
  2191. Gewinnen muß, wer nicht verloren gibt das Spiel;
  2192. Gewis ist was der Mund der heil'gen Lieder spricht,
  2193. Gewöhne Schönes dich zu sinnen und zu denken,
  2194. Gewöhnen will dich, was du siehest hier vom Schönen,
  2195. Gewohnheit ist so stark, daß selber die Natur
  2196. Gewohntes wünsch' ich mir, doch mach' ich zum Bedinge,
  2197. Geziemend ist der Schmuck an Weibes Leib allein,
  2198. Gezogen ist ein Kreis, lang eh du tritst darein,
  2199. Gezogen von der ungesehnen Hand
  2200. Gib Acht, was suchst du denn mit deiner Arbeit Streben?
  2201. Gib den Kuß mir nur heute;
  2202. Gib nicht zu schnell dein Wort, so brauchst du's nicht zu brechen;
  2203. Gib, was du geben willst, eh man darum dich bat;
  2204. Gieb schnell, so kannst du wen'ger geben,
  2205. Giebst du doch, wenn jemand fragt,
  2206. Glaub' es, holdes Angesicht,
  2207. Glaub' immer! nur beweis mirs nicht! sonst werd' ich sträubig.
  2208. Glaub' nur, weil ich von dir gehe,
  2209. Gleich einer Fackel ist des Menschen Leben,
  2210. Gleich einer Herberg' ist die Welt, in der am Abend
  2211. Gleich gut in guter Zeit gehts Dummen wie Gescheiten,
  2212. Gleichals ein Grabmal ist erbaut das Herze,
  2213. Gleichgültig findet mich der Lenz zum erstenmal,
  2214. Gleichwie das Höchste nicht ist in der Kunst zu nennen
  2215. Gleichwie der Gei'r aus seines Dorfs Verhauen
  2216. Gleichwie der Kibitz, der unbänd'ge Schreier,
  2217. Gleichwie die Fürstin, die emporgehoben
  2218. Gleichwie die Juden, die in's Joch gebeugten,
  2219. Gleichwie ein stolzer Strom mit lautem Schäumen
  2220. Glück ist dein Schatten, der entfliehet, wo du ihn
  2221. Glück, Heil und Segen dir und jeder Quelle
  2222. Glücklich ist ein Vater, dessen
  2223. Glücklich, wer den Reichspalast,
  2224. Glücklich, wer von Jugendlenz umroset,
  2225. Glückselig bist du, wenn auf Folgrungen und Schlüssen
  2226. Goldengrüne Flamme,
  2227. Goldner Frieden
  2228. Gönne jedem seinen Ruhm,
  2229. Gott gebe dir an dir ein stilles Wohlgefallen,
  2230. Gott gibt zu rechter Zeit stets, was du brauchst zum Leben,
  2231. Gott hilft uns, liebes Kind, nur nicht den Muth verloren!
  2232. Gott ist das höchste Gut. Das sagt der Sprache Wort,
  2233. Gott ist ein Denkender, sonst wär ich über ihn,
  2234. Gott ist ein Geist, und kann des Leibes nicht entbehren;
  2235. Gott ist von keinem Raum, von keiner Zeit umzirkt,
  2236. Gott ist, drum denkt er; denkt, drum spricht er, und ein Wort,
  2237. Gott leitet, wen er will, und lässet irre gehn,
  2238. Gott selber muß nicht wissen all die Qualen,
  2239. Gott sprach zu Mose: Liebet wohl
  2240. Gott theilet, wie er will, die Güter aus hienieden;
  2241. Gott! wie aus schwachen Weibes Brust
  2242. Gott, also hat gesagt ein hoher Glaubenslehrer,
  2243. Gott, der den Frieden gibt Friedfert'gen zum Geleit,
  2244. Gott, der dir manches Leid im langen Leben gab,
  2245. Gott, der Luftwassererdundfeuergeister schuf,
  2246. Götter! keine frostige
  2247. Göttliche Gedanken,
  2248. Göttliche Pomone,
  2249. Grad in diesen Tagen,
  2250. Grasemückchen,
  2251. Groß ist die Ähnlichkeit von Seel' und Schmetterling.
  2252. Grün ist der Jasminenstrauch
  2253. Grün wird vor Lust ein Blatt vom andern Blatt am Baume,
  2254. Gudheima hat am frühen Tag
  2255. Gudheima, Hira's stolzer König,
  2256. Gunst eignet der Person, und erbt nicht fort geschwind,
  2257. Gut ist die Mäßigkeit, doch schlimm ihr Uebermaß;
  2258. Gut ist's, daß im Hintergrunde
  2259. Guter Nam' und Moschusduft
  2260. Habt ihr gehört von jenem Pfahl der Schande,
  2261. Habt ihr mit Vorbedacht von eurem Rheine,
  2262. Hafidh Ledinillah,
  2263. Haladsch, der in Bagdad
  2264. Halb nackt aus seiner Grotte
  2265. Halt ein Paar Freund' im Haus, das Wissen und den Glauben,
  2266. Halt' aufrecht, lieber Sohn, den Wuchs und deinen Geist,
  2267. Hannoveraner, ihr habt es getroffen:
  2268. Hareth Ben Auf vom höchsten Stamme
  2269. Harim Ben Senan, der Edle,
  2270. Hart wird zuletzt die Haut, die viele Streich' empfangen,
  2271. Harun Alraschid, mit seinem Glücke
  2272. Hast du den Wunsch erreicht, daß er nicht mehr entweicht,
  2273. Hast du die irdischen Geschäfte schon gethan,
  2274. Hast du einmal bedacht, daß du in einer Stunde
  2275. Hast du gedacht im alten Reich der Czaren,
  2276. Hast du gehört auch von der seltnen Botschaft schon,
  2277. Hast du gestern Abend dich,
  2278. Hast du je in deinem Leben
  2279. Hast du schon angethan dein Schlafgewändchen?
  2280. Hast du's noch nicht vernommen,
  2281. Hast nicht diese armen Augen
  2282. Hat die Unendlichkeit nicht Räume ungeheuer?
  2283. Hat dir nicht dein Ohr geklungen
  2284. Hat doch des Kindes Fuß das Gehn gelernt durch Fallen,
  2285. Hat doch jede Geburt des Lebens ihre Wehn!
  2286. Hat er nicht den Gruß empfangen?
  2287. Hatem lebt' und starb als Heide,
  2288. Hatem sollte, noch ein Knabe,
  2289. Hätt' ich heut' vor fünf und zwanzig Jahren
  2290. Hatt' ich ihr soviel gegeben,
  2291. Hättest du nicht zartre Bäckchen
  2292. Hauch Gottes, Poesie, o komm mich anzuhauchen,
  2293. Hausgeister, wenn sie Nachts im unverschloßnen Schrank
  2294. Hausthiere sind der Sklaverei verfallen
  2295. Hebat Allah, Gottes Gabe,
  2296. Hedschadsch, auf der Jagd von allen
  2297. Heerdeglocken läuten
  2298. Heil deinen Locken, deren tausend Spitzen
  2299. Heil, wenn das Gute du aus freiem Triebe thust,
  2300. Heiland Frühling ist in's Land gekommen;
  2301. Hell Angesicht vom dunklen Haar umflogen;
  2302. Heranzualtern ist der Jugend Loos,
  2303. Herbstes Tage sind mit labend,
  2304. Herbstwind, der Allausgleicher,
  2305. Herein von draußen in verworrnem Schwalle
  2306. Herr Gott! einen Engel
  2307. Herr Gott, großmächtiger Herr und Kaiser,
  2308. Herr Hunger legt das Fett auf einen magern Bissen,
  2309. Herr Mai,
  2310. Herr Pfarrer hat zwei Fräulchen,
  2311. Herr! der du alles wohl gemacht!
  2312. Herr! die Schönheit dieser Erde,
  2313. Herr, da du jedem Ding hast aufgedrückt dein Zeichen,
  2314. Herr, deine Welt ist schön, Herr, deine Welt ist gut;
  2315. Herrlich war des Schöpfers Plage
  2316. Hervor aus unterird'schen Domen,
  2317. Herz! nimm dir vor nur, treu zu sein,
  2318. Herz, nun so alt und noch immer nicht klug,
  2319. Herz, was willst du weiter?
  2320. Herz, wundre dich nur nicht, wenn dir dein Haus ein Stein
  2321. Herzoge sollten herziehn vor dem Heere,
  2322. Heut als die Morgenröthe brach
  2323. Heut an deinem Namenstage,
  2324. Heut auf die Nacht
  2325. Heut hast du, lieber Sohn, getrunken heil'gen Wein;
  2326. Heut hat der Kukuk mich betrogen,
  2327. Heut las ich in dem Reiseschreiber
  2328. Heut' kommen deine Vier,
  2329. Heut' muß ich mich verklagen, daß in Reimen
  2330. Heute belauscht' ich am Bach wetteifernde Hirtengesänge,
  2331. Heute da die Sterbeglocken schallten,
  2332. Heute nur noch und morgen
  2333. Hier am Mantel diese Flecken sind mir lieb,
  2334. Hier an deutscher Zitterpappel,
  2335. Hier auf der Tafel, Sohn, liegt manche Pomeranze,
  2336. Hier bring' ich dir ein Blümchen,
  2337. Hier geb' ich dir, mein Sohn, Glück möge sie dir schlagen,
  2338. Hier im Haus am Teich, in dessen
  2339. Hier in diesen erdbeklommnen
  2340. Hier in stiller Klause,
  2341. Hier ist's an dieser Statt, wo jedes Jahr
  2342. Hier mit dem nüchternen Minervenlaube,
  2343. Hier schwanken siehest du im Bach der Sonne Bild,
  2344. Hier sei dem Jauchzen, Seufzen, Weinen, Lachen,
  2345. Hier send' ich, weil mich selbst die Götter hießen
  2346. Hier steht das Schlößlein noch, von dessen Hochaltan
  2347. Hier vor nicht langer Zeit schied wunderbar, o Sohn,
  2348. Hier war's, in eurer Schattennacht ihr Linden,
  2349. Hier wo vom kühlen Schleier
  2350. Hier wohn' ich an des Ohrs gewölbter Pforte
  2351. Hier, Geliebte, nimm es wieder,
  2352. Hier, wo nicht Nachtigallenmelodien
  2353. Himmel! eh ich nun dies Auge schließe,
  2354. Himmelschlüsselchen ist genannt ein goldnes
  2355. Himmlische Kriegerin,
  2356. Hin mich bückend
  2357. Hin und her hat der Krieg gewüthet,
  2358. Hinaus aus dieser Schluft, aus dieser Kluft hinaus!
  2359. Hinten am Ofen ist es warm,
  2360. Hinter all' den Wolken droben
  2361. Hoch auf des Nordens schneebedeckten Wachten,
  2362. Hoch im Gebirg, ob Wald und Wolken hoch,
  2363. Hoch im Gebirge lag ein stiller See, und gab
  2364. Hoch im Gebirge quillt aus einem Felsenspalt
  2365. Hoch lauscht' ich auf, zu schau'n das neue Wunder,
  2366. Hoch stand die Sonn', als Flor noch lag und schlief;
  2367. Hoch vor allen Perserdichtern
  2368. Hoch zwischen Klippen hat ein Trüpplein Bäum' ihr Heil
  2369. Hochedles Fräulein von der Muschelschale!
  2370. Hoffnung ist die Monatsrose
  2371. Hoffnung wohnt bei Sterblichen hienieden,
  2372. Hold ist nur die Natur, wo sie die Huld bezwang,
  2373. Holz Aloe, mein Sohn, hat einen feinen Duft,
  2374. Honigdiebchen
  2375. Hör' an, und lern' in deinem Geist erkennen,
  2376. Hör' zu, mein lieber Enkel,
  2377. Hör', o Brahmanenkind, ein Hauptstück von der Lieb',
  2378. Hör', was der Reiher sprach zum Falken, der ihn beizte:
  2379. Horch auf, Berlin, horch auf mit deinen Ohren,
  2380. Horch nur, Mutter, horch, wie schön
  2381. Horch, das Gewitter braust, des Donners Scheltwort rollt
  2382. Höre, junge Vogelbrut
  2383. Höre, mein Arzt, womit mir zu helfen ist, hilf mir nur diesmal!
  2384. Höret, was der Freudenbote
  2385. Hormus auf dem Perserthron,
  2386. Hörst du? o hör'! es schlägt die zehnte Stunde,
  2387. Hui, wie ist dein Odem kalt,
  2388. Hungrig steht der Vogel auf,
  2389. Hüttelein,
  2390. Ich armes Herz! der mich im Busen trug,
  2391. Ich athmet' einen linden Duft.
  2392. Ich bin am Don geboren,
  2393. Ich bin auf Leben und Tod gefaßt,
  2394. Ich bin dein Baum: o Gärtner, dessen Treue
  2395. Ich bin der Geist, der Allen Leben haucht,
  2396. Ich bin der Geistersonn' ein ausgesandter Stral,
  2397. Ich bin der Leib nicht, der euch vor den Augen steht,
  2398. Ich bin der Welt abhanden gekommen,
  2399. Ich bin durch Felder und Wälder gerannt,
  2400. Ich bin ein fränkisches Mädchen,
  2401. Ich bin ein Reicher, der's soweit gebracht,
  2402. Ich bin geboren schöner als es euch deuchtet;
  2403. Ich bin ihr treu, die meines Lebens waltet,
  2404. Ich bin in andrer Zeit, ich bin in anderm Raum,
  2405. Ich bin in einem früheren Sein
  2406. Ich bin mit meiner Liebe
  2407. Ich bin's, die ihr lobpreiset um die Wette,
  2408. Ich bitte dich, o Mutter, bei den Brüsten,
  2409. Ich bitte, wollet mir nur Seel' und Leib nicht scheiden;
  2410. Ich bracht' ihr Blumen; als ich die nun immer
  2411. Ich brauche gute Waar', es ist mir einerlei,
  2412. Ich dachte daß gnug der Bäume wären,
  2413. Ich dachte nicht dich selb zu haben,
  2414. Ich dachte nun erst warm im Alter dich zu pflegen,
  2415. Ich dachte, daß ich wäre,
  2416. Ich dachte, daß man schon aus diesen Gauen
  2417. Ich denk' an euch, die ihr vom Schooß mir aufgeflogen,
  2418. Ich denke, daß auch dich zu Zeiten noch verwirret,
  2419. Ich denke, wie ich ging durch Einsamkeiten
  2420. Ich der Herr bin groß zu schonen,
  2421. Ich dürres Holz, vom scharfen Beil gelichtet,
  2422. Ich edele Jungfraue,
  2423. Ich esse noch, doch ist mir's keine Lust,
  2424. Ich fange an von meiner ersten Kindheit,
  2425. Ich finde dich, wo ich, o Höchster, hin mich wende;
  2426. Ich frage meine Herzgeliebte,
  2427. Ich frage, wer zuerst geliebt,
  2428. Ich freue jeden Tag dem Abend mich entgegen,
  2429. Ich fühl' es leider nun, im Leben glaubt' ichs nie:
  2430. Ich fuhr auf schwankem Kahne,
  2431. Ich fuhr den See hinab und wollt' ihn recht beschaun,
  2432. Ich fuhr von Neapel am frühen Morgen
  2433. Ich gebe dir mein Sohn, das mögest du mir danken,
  2434. Ich geh am Weizenfeld vorbei,
  2435. Ich gieng den Strom hinauf und forschte nach der Quelle,
  2436. Ich gieng, die Gegenden zu sehn, die auch mich freuten;
  2437. Ich ging mein Leid der Liebsten vorzutragen,
  2438. Ich ging von Schnee und Regensturm umwittert,
  2439. Ich glaube nicht daß ich im Mittelpunkte stehe,
  2440. Ich glaube nicht, daß du mich könnest hassen;
  2441. Ich glaube nicht, daß ich viel eignes neues lehre,
  2442. Ich glaubte mich gelobt, dir danken wollt' ich schon;
  2443. Ich hab geklopft an des Reichthums Haus;
  2444. Ich hab' auch die Vogelsprache studirt;
  2445. Ich hab' ein schlichtes Buch gelesen, unverziert,
  2446. Ich hab' ein wonniges Gefild im Traum gesehn,
  2447. Ich hab' es selbst gesät, ich muß es selbst auch ernten,
  2448. Ich hab' es wohl gefühlt, daß eine Binde
  2449. Ich hab' im Wald ein stilles Geheg,
  2450. Ich hab' in deinem Auge den Strahl
  2451. Ich hab' in mich gesogen
  2452. Ich hab' in tiefer Nacht im tiefen Thal gewacht,
  2453. Ich habe dir in heißer Ernte Tagen
  2454. Ich habe doch genug des Schönen aller Art
  2455. Ich habe durch der ird'schen Dorne Land
  2456. Ich habe ganz die Zügel meines Lebens
  2457. Ich habe kaum, und nun muß ich mich drum verklagen,
  2458. Ich habe lang genug gelernt, um ausgelernt
  2459. Ich habe manchen Feiertag
  2460. Ich habe meinen Sinn, das Glück hat seinen Kopf,
  2461. Ich habe mir nun einmal vorgenommen,
  2462. Ich habe nichts erdacht, nur manches ausgedeutet,
  2463. Ich habe nie an Eures Herzen Wand
  2464. Ich habe nun genug die Fluren mir beschaut,
  2465. Ich habe sie als Kind im Arm gewieget,
  2466. Ich habe, seit, o Freund, die Götter uns verbanden,
  2467. Ich hang' an einem Haar noch mit der Welt zusammen,
  2468. Ich hass' euch wahrlich nicht,
  2469. Ich hätte deine Schwester
  2470. Ich hatte dich in Sammet und in Seide
  2471. Ich hätte herzzerreißendes zu singen,
  2472. Ich hätte Lust dem Bächlein nachzulaufen:
  2473. Ich hatte mich entschlossen,
  2474. Ich hatte von der Zeit mich nebenaus gerettet,
  2475. Ich hatte Zähne sonst, da hatt' ich Brocken nicht;
  2476. Ich hoff', ihr habt euch Muth getrunken,
  2477. Ich hör' ein Frühlingslüftchen sag' ich;
  2478. Ich hört' ein Sichlein klingen, wohl klingen durch das Korn;
  2479. Ich hört' oft genug,
  2480. Ich hörte hier vor Tagen
  2481. Ich hörte Nachtigallen
  2482. Ich hörte sagen, Frühling sei erschienen,
  2483. Ich kam auf meiner Reis' im Karawanenpfade
  2484. Ich kam, ich weiß nicht wie, zu dieser Siedelei,
  2485. Ich kann aus meinem Haus nicht auf- noch abwerts schreiten,
  2486. Ich kann nicht essen, wenn ich andre hungern sehe;
  2487. Ich klag': Ist einer, der mir kann antworten?
  2488. Ich klage, daß mit Regenschirm und Shawl,
  2489. Ich kleide dich mit einem schönen Kleide,
  2490. Ich lade dich, Geliebter
  2491. Ich lag in stummer Lust
  2492. Ich lag von sanftem Traum umflossen,
  2493. Ich lehre dich, daß du auf keinen Lehrer bauest,
  2494. Ich lehre dich, mein Sohn! Nie übe das, was über
  2495. Ich lese wohl auch die Zeitungen,
  2496. Ich lieb', und viele lebten, die, wie ich,
  2497. Ich liebe dich aus Eigennutz,
  2498. Ich liebe dich, weil ich dich lieben muß;
  2499. Ich liebe einen edlen Herrn,
  2500. Ich liebe mir ein Lied mehr als ein Trauerspiel;
  2501. Ich liebe nicht, daß ihr des Himmels goldne Thronen
  2502. Ich lobe mir den Mann, der das, was er nicht kann,
  2503. Ich mach', alt wie ich bin, zu lernen manchen Plan,
  2504. Ich mag nicht in den Garten gehn,
  2505. Ich möchte mir die Gunst der Lilie gern erwerben,
  2506. Ich möchte nur wissen, wohin ich sollt' sehn,
  2507. Ich möchte wissen, wo der Freund zur Stunde weilt,
  2508. Ich muß dem Lügenden in seinem Hause glauben,
  2509. Ich muß nur auch, um nicht zu kurz zu kommen,
  2510. Ich muß, um eure Mattigkeit zu stählen,
  2511. Ich müßte mich schämen, ein Mann zu heißen,
  2512. Ich Nachtigall fuhr über Meer einmal,
  2513. Ich nahm ein frostig Buch und legt' es auf die Flammen:
  2514. Ich nahm ein Zeitungsblatt, das brachte
  2515. Ich preise laut die Stadt, die nicht zwar mich geboren,
  2516. Ich rathe dir, wenn eng ist deines Gartens Raum,
  2517. Ich sage dir, mein Sohn, von welchen Lehrern lernen
  2518. Ich sah am Abende des Mondes wachsend Horn,
  2519. Ich sah an einem Raine
  2520. Ich sah auf einer Trift zusammen Roß und Rind,
  2521. Ich sah das Paradies mir offen,
  2522. Ich sah dem Glanz
  2523. Ich sah den Himmel seltsam getheilt
  2524. Ich sah den Mond auf des Altanes Zinnen,
  2525. Ich sah den Mond, er stand beim Abendsterne,
  2526. Ich sah den Schöpfungsbrunn, der Schöpfer saß daran,
  2527. Ich sah ein Haus im Winter bau'n
  2528. Ich sah ein schönes Haus, reich von der Kunst geschmückt,
  2529. Ich sah im Traum das Lichtbild ihrer Wangen,
  2530. Ich sah mit dem Blick der Liebe sie an,
  2531. Ich sah Sie! Mitternacht war Ihre Braue,
  2532. Ich sah vom Mond herab, da kamen alle Bäume
  2533. Ich sah! Sie lag auf Pfühl der Abendröthe
  2534. Ich sah! Sie stand im Ost; zur Seite standen
  2535. Ich sahe, die ich liebt', als Nonn' einkleiden,
  2536. Ich sang aus Zorn und Liebesdrang,
  2537. Ich saß am Bach, und sah
  2538. Ich saß am Baum und schrieb, und weil ich stille war,
  2539. Ich saß am Busch und sah hervor ein Häslein schlupfen,
  2540. Ich saß am Meer; und das Gewühl der Farben,
  2541. Ich saß am Regentage
  2542. Ich saß an meinem Rädchen,
  2543. Ich schäme mich der schwachen Augenblicke,
  2544. Ich schaudr', in meiner jungen Brust,
  2545. Ich schaukelte durch's Meer auf schwankem Kahne,
  2546. Ich schaut' am Neujahrsabend
  2547. Ich schmacht', und währt es länger, ich verschmachte
  2548. Ich schmelz' in Dankbarkeit und Rührung, wenn ich denke,
  2549. Ich schwör' es bei des Himmels Angesichte,
  2550. Ich segne diese Tropfen,
  2551. Ich seh' auf dieser Stuf', auf der ich bin gestellt,
  2552. Ich seh' dein Bild vor mir entfalten,
  2553. Ich seh' es wohl, was hilft mir, daß ich's sehe?
  2554. Ich seh's an allen Zeichen,
  2555. Ich sehe dich ernst, ich sehe dich froh,
  2556. Ich sehe Dich! Du fährest auf dem Wagen
  2557. Ich sehe klar genug, was ich zu sehen brauche:
  2558. Ich sehe, wie in einem Spiegel,
  2559. Ich sollte lernen malen auch
  2560. Ich spielte mit Kieseln,
  2561. Ich sprach am Abend, als ich meinen Stock begoß:
  2562. Ich sprach, da sie den Kuß sich nicht ließ rauben:
  2563. Ich sprach: Du bist nun meine Welt.
  2564. Ich sprach: Es ist nun Herbst für mich.
  2565. Ich sprach: Ich liebe voller Unbestand,
  2566. Ich sprach: »Der Liebe Rausch verstehn nur trunkne Sinne;«
  2567. Ich sprach: »Warum mit Blicken wieder spielst du?«
  2568. Ich spreche Feuer, und es brennt mich nicht im Mund;
  2569. Ich stand auf Bergen hoch
  2570. Ich stand auf Berges Halde,
  2571. Ich stand auf einem Berg und sah die Sonn' aufgehn,
  2572. Ich stand auf hohen Zinnen
  2573. Ich stand auf weiter schneebeglänzter Fläche;
  2574. Ich stand im hohen Garten
  2575. Ich steig' in meiner Liebsten Gunst,
  2576. Ich stieg in den Vesuvius hinab,
  2577. Ich streue Perlen aus, und Niemand achtet drauf;
  2578. Ich träumt', ich wär' ein Vögelein, und flöge
  2579. Ich über Berg und Hügel,
  2580. Ich und meine Liebste sind im Streite,
  2581. Ich unterhalte mich so oft in meinen Liedern
  2582. Ich war (erzählte Thabit Elbunani)
  2583. Ich war als Faun geboren;
  2584. Ich war am indischen Ocean
  2585. Ich war auf meinen Baum gestiegen
  2586. Ich war ein Bettler und bin ein Reicher geworden,
  2587. Ich war ein böses Kind,
  2588. Ich war im fremden Land in Sklaverei gekommen,
  2589. Ich war in einem Freundeshause
  2590. Ich war mir selb ein Traum
  2591. Ich wäre, wenn ich kein Mensch sollt sein,
  2592. Ich weiß auf Erden einen Spiegel klein,
  2593. Ich weiß der Lieder viele,
  2594. Ich weiß ein schönes Märchen.
  2595. Ich weiß es nicht, ob so sich allgemein verhält
  2596. Ich weiß nicht, süße Blumen, was ihr euern
  2597. Ich weiß nicht, was es mich anficht,
  2598. Ich weiß nicht, was geschehn ist in der Welt derweile?
  2599. Ich weiß nicht, was im Hain die Taube girret?
  2600. Ich weiß vier Wissende, ein fünfter geht mit drein;
  2601. Ich weiß wol einiges und weiß es ganz gewis,
  2602. Ich weiß, daß mich der Himmel liebt,
  2603. Ich will auch meinen Leib zurück vom Staube fodern;
  2604. Ich will auf's Grab dir duft'ge Blüthen streuen,
  2605. Ich will den Sonnstrahl mit der Hand zerbrechen,
  2606. Ich will den Winter durch die Kränze lassen hangen,
  2607. Ich will der Liebe ganz mein Herz erschließen,
  2608. Ich will dich nicht beschränken
  2609. Ich will die Fluren meiden
  2610. Ich will durchaus nicht thun, was wollen die und lieben,
  2611. Ich will im Laub nicht rauschen,
  2612. Ich will nicht eifersüchtig sein,
  2613. Ich will nicht mehr nach Blumenkelchen schielen,
  2614. Ich will nicht wohnen an der Wasserfälle Brausen,
  2615. Ich wohn' in meiner Liebsten Brust,
  2616. Ich wohn', umbaut von ew'gen Felsenwänden;
  2617. Ich wollt' auf hohen Bergen
  2618. Ich wollt', daß Berge starr von Wäldern grausend,
  2619. Ich wollte mich entziehen
  2620. Ich wollte mit dir schmollen,
  2621. Ich wollte, daß der Frieden,
  2622. Ich wollte, daß du so häßlich würd'st,
  2623. Ich wollte, daß ich wär' ─; o süßes Neiden! ─;
  2624. Ich wollte, wär' ich reich, viel lieber als den Streit
  2625. Ich wünsch, daß der Frühling komme
  2626. Ich wünsche dir, o Friederich,
  2627. Ich wünsche, daß dein Glück sich jeden Tag erneue,
  2628. Ich wünschte, daß du reichlicher gemessen
  2629. Ich wußte nicht, sollt' ich mich grämen,
  2630. Ich wüßte nicht, wem ich noch Blumen sollte bringen,
  2631. Ich wüßte nicht, wenn ich's vergliche,
  2632. Ich wußte nichts, da glaubt' ich etwas doch zu wissen;
  2633. Ich zog durch Berg und Thal,
  2634. Ich zog eine Wind' am Zaune;
  2635. Ich zog, um obendrauf zu thun den letzten Stein,
  2636. Ich zubenannt mit sanftem Namen Linde,
  2637. Ich, der Gefangne, der mit seinen Ketten spielt,
  2638. Ich, der schönste Besenbinder,
  2639. Ich, des mütterlichen Stammes Ranke,
  2640. Ich, die bin frei nach aller Welt Berichten,
  2641. Ich, Zephyr, soll dich zur Siesta laden;
  2642. Iffendiar, ein Königssohn
  2643. Ihr aber saget: richtig
  2644. Ihr Bäume, die ihr lasset Blätter fallen,
  2645. Ihr Berg' und o ihr Thäler, hoch und tief,
  2646. Ihr Blumen müsset nie mehr Thau
  2647. Ihr Dämchen und ihr Herrchen, die gern haschen
  2648. Ihr dauert mich, ihr Bienen,
  2649. Ihr deutschen Grenadier',
  2650. Ihr Deutschen von dem Fluthenbett des Rheines,
  2651. Ihr deutschen Wälder rauscht in euren Frischen;
  2652. Ihr dürft unanerkannt mich lassen und vergessen;
  2653. Ihr Engel, die ihr ohne Flammenreinigung
  2654. Ihr Engel, die ihr tretet,
  2655. Ihr Flüchtlinge mit bleicher Hungerbläue
  2656. Ihr freut am falschen Glanz so gut euch, als am ächten;
  2657. Ihr Fürsten, die ihr euch der Erde Götter nennt,
  2658. Ihr geht, und glaubet euch vollkommen Herr im Haus,
  2659. Ihr Götter, die ihr meine Liebe kennt,
  2660. Ihr habt euch nun einmal verliebt ins Häßliche,
  2661. Ihr Hügel, unter die ich legte meine Lieben,
  2662. Ihr Kindlein aber, die zurückgeblieben,
  2663. Ihr Knaben, die ihr könnt auf Bäume klettern,
  2664. Ihr kommt heran und wünscht mir Glück,
  2665. Ihr kühnen Lützow'schen Jäger,
  2666. Ihr Lichter, die der Herr am Himmel hat gestellt,
  2667. Ihr lieben Gaste, speiset,
  2668. Ihr Lippen mit dem Kuß- und Rede-Bronnen,
  2669. Ihr meine Nachbarn einst, nicht meine Nachbarn mehr,
  2670. Ihr meine Theueren, wo seid ihr hin gekommen?
  2671. Ihr meinet wol, ich schwimm' in lauter Überflusse,
  2672. Ihr mögt mich umganglos und ungesellig schelten!
  2673. Ihr närr'schen Dichter, die ihr scheltet die Natur,
  2674. Ihr Nest beschicken
  2675. Ihr pflanzet euern Baum, und bauet euer Haus,
  2676. Ihr Ritter, die ihr haus't in euren Forsten,
  2677. Ihr sagt, den Glanz des Lichts zu höhen dient der Schatten;
  2678. Ihr seid ganz Schnee, und ich, ich bin ganz Feuer;
  2679. Ihr seid gewiß nicht ächtes deutsches Gold,
  2680. Ihr sollt mir, sprach der Herr, ein Volk von Priestern seyn,
  2681. Ihr späten Triebe, die ihr jetzt
  2682. Ihr sprecht: Misgünstiger! du hauest lieber ab
  2683. Ihr Vögel, wenn ihr warten wollt mit Singen,
  2684. Ihr wollt doch überall etwas Apartes haben,
  2685. Ihr zarten Seelen,
  2686. Ihr zauberischen Augen, im Besitze
  2687. Ihr Zwitterdeutsche, trächtig
  2688. Ihr, die der Himmel hat bestellt, als Lichter
  2689. Ihr, die einst grüßend hat Ihr Blick durchflogen,
  2690. Ihr, die ihr klebt an eurem Werkgerüste,
  2691. Ihr, die ihr schauend in die Luft
  2692. Ihr, ernsthaft tummelnd eure Steckenpferde,
  2693. Ilak, ein Stammvater der Türken,
  2694. Im Allgemeinen wird der Geist mir schwindeldumpf,
  2695. Im Anfang hofft ein Mensch mit glücklichem Erdreisten
  2696. Im Anfang war das Licht, ein goldner Ätherduft,
  2697. Im Blick des Bettlers ist die Bitte vorgetragen;
  2698. Im Dorf Leinach an der Leinach
  2699. Im dunklen Wald begegnet' ich dem Grame,
  2700. Im eignen Hause kann man leichter ohne Licht
  2701. Im Elsaß wohnt' ein Grafe, von Hohenburg genannt,
  2702. Im Evangelium dort, als die nicht kamen,
  2703. Im Feld der König Salomon
  2704. Im Flüstern kühler Bäume,
  2705. Im Frühling fühl' ich mich verbunden mit der Welt,
  2706. Im Frühlingsland Kaschmir, wo jedes Hauses Dach
  2707. Im fürstlichen Palast des Festes Schaugepränge,
  2708. Im Garten sah ich Bäum' auf eigne Art benutzt,
  2709. Im goldnen Alter, da ein Paradies hienieden,
  2710. Im großen Rechnungsbuch der Welt ist eingeschrieben,
  2711. Im Guten nicht allein, im Wahren auch und Schönen
  2712. Im Haus der Großmuth gehn soviele aus und ein,
  2713. Im heil'gen Weda hat sein Wort Gott offenbart;
  2714. Im heiligen Norden, an den Schneegebirgen droben,
  2715. Im Herzen denkst du auch, nicht blos in deinem Haupt;
  2716. Im Jahr tausend acht hundert
  2717. Im Kampf ist Welt und Ich, und nur in Gott ist Frieden,
  2718. Im Kloster zu Bildhausen
  2719. Im Kreis der heiligen Gefährten
  2720. Im Kriege, wie die Araber
  2721. Im Lande der Hadschuten,
  2722. Im letzten Haus, dem Sarg, hast du nicht mehr Haussorgen;
  2723. Im Mai ist süß zu leben,
  2724. Im Meer der Schöpfung schwamm zuerst die Lotosblume,
  2725. Im Meer gen Süden wohnt auf Inseln ein Geschlecht,
  2726. Im Morgenlande galt vordem von einem Laffen
  2727. Im Osten liegt ein Land, wo Standesunterscheide
  2728. Im Osten steht ein Baum, ob allen hochbekront,
  2729. Im Reisfeld steht der Reis bis an den Hals im Wasser,
  2730. Im schönsten Herbst, wo klar so Mond als Sonne war,
  2731. Im Schooß der Mitternacht geboren,
  2732. Im Schwerterklirren,
  2733. Im Sommer draußen, als durch Busch und Hecken
  2734. Im Sommer war es mir ein Trost, mit Büthen
  2735. Im Sonnenschein des Glücks ist Schwachen Stolz erlaubt;
  2736. Im Sonnenschein mußt du mit dir den Mantel tragen,
  2737. Im Steigen ist die Zeit, auch wo sie scheint im Sinken;
  2738. Im Stillen Großes hat ein Weiser oft vollbracht,
  2739. Im Tempel Madhura's ist ein vergoldter Schuh,
  2740. Im trocknen Sommer bringt der Westwind keinen Regen,
  2741. Im Voraus freuen mag sich schon der guten That,
  2742. Im Wald ist voll bemooster
  2743. Im Walde schweifend
  2744. Im Walde sind Wege
  2745. Im Walde steht ein Haus,
  2746. Im Wasser liegt der Stein, und wird davon nicht weich;
  2747. Im Weg begegnen sich die Bien' und die Ameise,
  2748. Im Winter ist der Wald zu licht,
  2749. Im Winter spürt' ich einen Frühlingshauch,
  2750. Im Winter war ich nach Armenien verschlagen,
  2751. Immer dacht' ich, Liebste, daß
  2752. Immer drängt es mich, zu sagen, wie ich liebe!
  2753. Immer miteinander ließen
  2754. Immer ruf' ich, wenn mich weckt des Morgens Schimmer:
  2755. Immer scheint die Sonn' am hellsten,
  2756. Immer stand die Sonn' hoch ober
  2757. Immer unerfreulich
  2758. In Afrika, das Goldland,
  2759. In Allahs Paradies, wie sein Profet verhieß,
  2760. In allen Zonen hat geblüht und blüht noch jetzt
  2761. In allen Zonen liegt die Menschheit auf den Knien
  2762. In Altona, das allzunah
  2763. In Amanadabar die Hindufürstin Kande,
  2764. In Andacht stehn wir fest, o Erd', auf dir, und preisen
  2765. In Bagdad war ein Mann, der hatte ein Gewissen,
  2766. In bessern Zeiten war die Poesie im Frieden
  2767. In Chorassan erschien ein Mann,
  2768. In deinem Auge seh' ich einen Jüngling stehn,
  2769. In deinem Namen freu' ich mich,
  2770. In deines Herzen Haus- und Festkalender mag
  2771. In Delhi auf dem Throne
  2772. In dem Dörflein wo ich wohne,
  2773. In dem Kriege des Grabens
  2774. In dem Tannich droben,
  2775. In dem Walde, wo ich walle,
  2776. In den hellen Pfingstentagen
  2777. In den Lüneburger Thoren
  2778. In den Stuben voll Gelärmes
  2779. In den Tagen Nuschirwan's,
  2780. In der Gondel gestern Abend
  2781. In der Kette menschlichen Vereines
  2782. In der Literatur unendlichem Gedränge
  2783. In der natürlichen Religion geboren
  2784. In der Neujahrsnacht fuhr ich durch verschneite Flur,
  2785. In der Welt der Körper wird gezogen
  2786. In der Wiege lag der Knabe,
  2787. In des Brautbekröners Reigen
  2788. In des Donnrers Vorgemache
  2789. In des Frühlings Tagen
  2790. In des Herbstes weicher Luft
  2791. In diesem Arme, wo ein Sterbendes mir lag,
  2792. In diesem Dorf an jedem Haus
  2793. In diesem Garten hatt' ich auch einmal mein Nest;
  2794. In diesem Garten ist's bestellt
  2795. In diesem Spiel des Glücks, in welchem keiner kann
  2796. In diesem Walde möcht' ich wohnen,
  2797. In diesen himmlisch schönen Tagen
  2798. In diesen Tagen, da mir manch Gedicht gelungen,
  2799. In diesen Zeiten darfst du Achtung keiner Arten
  2800. In dieser tiefen Furt will durchzuwaten hoffen
  2801. In dieser zahmen Zeit, von Pflichten und von Rechten
  2802. In dieses Seins unsicherem Geschicke
  2803. In Dschagannatha, wo, auf heiligem Gebiet,
  2804. In einem Augenblick, wann still der Geist versunken
  2805. In einem bist du mit dir uneins fort und fort,
  2806. In einem Garten sind drei ungebetne Gäste;
  2807. In einem Hause wohnt' ein armes Hausgesind,
  2808. In einem Irrthum bist du immer noch befangen,
  2809. In einem Irrthum seh' ich euch befangen alle,
  2810. In einem Lande möcht' ich wohnen,
  2811. In einem Stücke sind mit euch wir einverstanden:
  2812. In einem weit von hier entfernten Königreich
  2813. In einer guten Eh' ist wol das Haupt der Mann,
  2814. In einer Höle hochgewölbt und tiefgegraben
  2815. In einer Stunde streckt man einen Baum zur Erden,
  2816. In einer Wüste fließt ein Quell durch Gottes Kraft,
  2817. In Hellas wuchs die Kunst, vom Sinn des Volks gefordert,
  2818. In ihrer Höhle saß die Eidechs', angestammt
  2819. In Ispahan, ein Zoll, ein neuer,
  2820. In jedem Athemzug gibt Leben auf sein Leben,
  2821. In jedem Augenblick, wo ich von meiner Seite
  2822. In jedem Irrthum liegt von Wahrheit auch ein Kern,
  2823. In jedem Zustand ist ein Haben und ein Missen,
  2824. In jeder neuen Lag' ist freilich etwas schlimmer
  2825. In Jugendfrühlingstagen,
  2826. In kalten Tagen liegt, o Sohn, die Schlang' erstarrt,
  2827. In Königshallen tritt man unbeschuhter ein,
  2828. In langem Umgang kann vermeiden ganz kein Mann,
  2829. In Lüften hängt ein Lerchenton,
  2830. In Lüften schwebt die Lerch' und über ihr der Aar,
  2831. In Mainz ist eine Straße
  2832. In Meeres Mitten stehet ein Altar,
  2833. In meinem Baumfeld reute mich
  2834. In meinem Feld geht die Magd mit Aehren,
  2835. In meinem Glauben bin ich eins mit eurem, weil
  2836. In meinem Innern ganz ist dis Gedicht vorhanden,
  2837. In meiner Einsamkeit da kann ich ohne Schaden,
  2838. In meiner Wohnung bin ich wohnlich eingewohnt,
  2839. In Mekka, floh er nicht, sie hätten ihn gesteinigt;
  2840. In Neuseeland mögt ihr schauen,
  2841. In Ostindien lebt ein Vogel,
  2842. In Ostindien manche Blume
  2843. In Persisch und Sanskrit, in Griechisch und Latein,
  2844. In Schiras wächst, o Sohn, das weiß dort jeder Bauer,
  2845. In schöne Leiblichkeit Gedanken eingebären,
  2846. In Schulen plagte man uns mit der Steigerung
  2847. In seinem eignen Kreis wer läßt sich gerne stören?
  2848. In seiner Klause saß der Klausner und vergaß
  2849. In seiner Siedelei saß eines Tags Sudaman,
  2850. In seines Dorfes Kirchenbuch
  2851. In Siam herrscht, o Sohn, ein König über allen
  2852. In Sturm und Wogen ging ein Schiff zu Scheiter;
  2853. In Unentschiedenheit und Zweifelmuth beklommner!
  2854. In unsers Herren Haus viel Knechte sind geschaart,
  2855. In unsrer Stadt ist dieser Brauch,
  2856. In Wahrheit lebenswerth war einmal nur das Leben,
  2857. In Wald und Feld
  2858. In Waldeseinsamkeit, von Wurzeln und von Wasser
  2859. In was du bildend dich wirst ganzer Seele tauchen,
  2860. In Wechselwirkung steht hier alles, lieber Sohn,
  2861. In wie vielen bangen Stunden
  2862. In's Haus, wo eine Schlange wohnt,
  2863. Irrlichter, die Knaben,
  2864. Irrthümer derer, die die Welt mit ihrem Wissen
  2865. Iskander, als ihn einst sein Welteroberungsflug
  2866. Issest du dein Brot allein,
  2867. Ist betrogen, wer es weiß,
  2868. Ist da die Welt für mich? bin ich da für die Welt?
  2869. Ist das Jahr ein Bild des Lebens
  2870. Ist die Lieb' gestorben? Nein!
  2871. Ist die Liebe so verstrickt,
  2872. Ist dir bekannt, warum in der Gefangenschaft
  2873. Ist dir ein Freund verstimmt, so sieh aus welchem Grunde;
  2874. Ist dir es nicht verliehn, lebendig anzuschaun
  2875. Ist es Demuth oder Stolz,
  2876. Ist euch Kunde zugekommen
  2877. Ist Geben seliger als Nehmen, wie man spricht;
  2878. Ist in dir etwas noch, das du dich schämst zu zeigen,
  2879. Ist kein Arbeiter doch um seinen Lohn betrogen;
  2880. Ist nur bei trübem Himmel
  2881. Ist unsrer Handlungen Beweggrund, wie sie sagen,
  2882. Ist's doch gar zu schön
  2883. Ixions Qual, die um sich selber kreiset,
  2884. Ja freilich nicht allein vom Menschenwitze
  2885. Ja such' in deines Volks Ruhmtempel nur zu prangen,
  2886. Ja, die Liebe kann die Welt vereinen;
  2887. Ja, ja, du ließest gern dir jede Noth abnehmen
  2888. Ja, ja, gelingen muß, ja ist gelungen,
  2889. Ja, mit Worten scharf wie Erz,
  2890. Jahr achtzehnhundert dreizehn
  2891. Jahrpflanze, die du lebst und stirbst im Jahreskreise,
  2892. Je größer einen Kreis du hast zu übersehn,
  2893. Je Höheres du aus vom Höchsten sagen magst,
  2894. Je länger du's gehabt, je länger willst du's haben,
  2895. Je näher jenem Kreis, wo graden Blicks die Sonne
  2896. Je stand in einem Buch dis Gleichnis, lieber Sohn:
  2897. Jeden kleinen, großen,
  2898. Jeder kann sich die Welt betrachten
  2899. Jeder singt auf seine Weise,
  2900. Jeder Tag, der nichts dir nimmt,
  2901. Jedes Kräutchen, jedes Pflänzchen,
  2902. Jemehr die Liebe gibt, jemehr empfängt sie wieder;
  2903. Jemehr du aus ihm nimmst, je größer wird der Graben;
  2904. Jene Stunden,
  2905. Jesid Ben Abdelmalik
  2906. Jetzo blickt sie nach dem Abendrothe,
  2907. Jetzt wird ihr Blick sich auf die Tasse senken,
  2908. Jetzt, Baiernkönig, jetzt ist oder nie
  2909. Jungfräulein Annika saß an dem Brückenrande,
  2910. Jungfräulein mit den immergrünen Locken,
  2911. Jüngst als ich zu der Liebe schleichen wollte,
  2912. Jüngst an Mittags heißem Strahl
  2913. Jüngst in der Liebsten Vaterhause,
  2914. Jüngst rührte zwischen Schlaf und Wachen mich ein Schimmer,
  2915. Jüngst war im Zwielicht ein Getümmel
  2916. Jüngst ward ich unzufrieden
  2917. Kadir Billah, hohen Stammes,
  2918. Kaiser Napoleon
  2919. Kam ein alter, rost'ger,
  2920. Kann denn kein Lied
  2921. Kann heut nicht lange Lieder schreiben,
  2922. Kann jeder doch die Welt nur seinem Sinn anpassen;
  2923. Kann man irgendwen den Schmidt
  2924. Kannst du mir sagen, Sohn, von wem die Weisheit lerne
  2925. Kaum hast du dich gefreut fehlloser Jugendblüthe
  2926. Kein Held, wer durch die Flucht Versuchungen entgeht;
  2927. Kein Irrthum hinter dem nicht eine Wahrheit steht,
  2928. Kein Kampf und keine Noth, kein Leiden, keine Fahr,
  2929. Kein Kranker läßt vom Arzt das Leben sich absprechen,
  2930. Kein Reuter hat ein Schild vor des Geschickes Pfeilen;
  2931. Kein Schaden kann dich je betreffen in der Nacht,
  2932. Kein Unkraut aus fremdem Himmelstrich,
  2933. Kein Vorbereiten hilft, das Rechte recht zu thun,
  2934. Kein Wörtchen geht verloren,
  2935. Kennst du den Boten nicht, der dir allein Bericht
  2936. Kind! eine Tüchtigkeit, zu einem Zweck gewandt,
  2937. Kind! Mutter-Zärtlichkeit ist eigenes Gewächse;
  2938. Kind, lerne was du kannst, und frage nicht, wozu
  2939. Kind, lerne zweierlei, so wirst du nicht verderben;
  2940. Kind, sieh, die Kuh, der man ihr Kalb genommen, giebt
  2941. Kind, wer dich lobt, will nur dein Löbliches verderben,
  2942. Kinder, die die Mutter plagen,
  2943. Kischtasp, der Sohn von Lohrasp,
  2944. Klag nicht, wenn das Geschick dir etwas schwer gemacht!
  2945. Klage nicht, daß ich von dir
  2946. Klein und groß,
  2947. Kleinstes wird an dem getadelt,
  2948. Knabe mit der Flasche
  2949. Komm aus der Stadt, komm aus der Stadt Palerm!
  2950. Komm her und laß uns in den heil'gen Fluten baden,
  2951. Komm laß uns gehn und hören
  2952. Komm nur, du bist ein Knecht, und sei ein fleißig treuer!
  2953. Komm nur, ich lehre dich, was irgend dir gebricht;
  2954. Komm setz dich, laß dir 'mal in's Antlitz schauen,
  2955. Komm zu Semelen,
  2956. Komm' im Glanze,
  2957. Komm' komm! Die Pinie will den Schirm dir halten,
  2958. Komm, laß uns gehn aufs Feld, das lang wir nicht besuchten;
  2959. Komm, mein Lamm,
  2960. Komm, meine jüngste Sonne,
  2961. Komm, nun will ich ganz dich lieben,
  2962. Komm, o lieber Matheis,
  2963. Komm, schöne glatte kalte goldne Schlange,
  2964. Komm, sprach das Mädchen, setze dich,
  2965. Komm, süße Ros', und laß uns brechen Rosen,
  2966. Komm, und in die Welt tritt ohne Zagen,
  2967. Komm, verhüllte Schöne!
  2968. Kommen sie dahinter nie,
  2969. Kommst du in fremde Welt, so siehst du fremden Baum,
  2970. Kommt zu meinen Musikanten,
  2971. Könnt' ich der Zukunft ihren Schleier lüpfen,
  2972. Könnt' ich meiner Sonne nur
  2973. Könnt't ich denken, daß du meiner
  2974. Kopfhänger, geh mir weg! wie kann den Weg mir sagen
  2975. Kräh' in finstrer Nacht, o Hahn,
  2976. Krieg Aller gegen All' ist Sinn der Wissenschaft.
  2977. Kukuk! Kukuk! Kukuk!
  2978. Kunstreiche Dichter, welteinweihend, geistentbrannt,
  2979. Kurz ist die Woch', und lang ist der Tag; um beiden zu helfen,
  2980. Lade die Welt zum Feste der Lust, o Flötengetön!
  2981. Lang nun schon ist auf der Flur
  2982. Lange her ist's, daß Suleicha,
  2983. Laß deine Zunge gleich der Zunge seyn der Wage;
  2984. Laß deinen Arm nicht schlapp am Leibe niederhangen,
  2985. Laß dich auf das nicht ein, wo dir die Sinne schwinden;
  2986. Laß dich auf diesem Markt von falschem Schein nicht reizen;
  2987. Laß dich nicht das Gewirr der Volksmundarten wirren,
  2988. Laß dich nicht gutes Geld noch gutes Wort verdrießen,
  2989. Laß dich nur blenden nicht von denen die ersannen
  2990. Laß dich von glänzenden Beweisen nur nicht blenden,
  2991. Laß dich, Unwürdigen zu geben, nicht verdrießen!
  2992. Laß dichs nicht ärgern, daß dir ein Stück Wild entgangen;
  2993. Laß die Erde unter dir,
  2994. Laß dir in der Natur am Was, Wozu und Wie
  2995. Laß du der Klerisei den geistlich scharfen Geifer!
  2996. Laß einen Augenblick, es ziemt dem Menschenwitze,
  2997. Laß einen Heilversuch dir meines Auges sagen,
  2998. Laß gelten, lieber Sohn, was irgend gelten mag,
  2999. Laß gute Nachbarschaft uns mit der Hexe halten,
  3000. Laß keinen, was er nicht kann halten, dir versprechen!
  3001. Laß kommen, was da mag, ohn' es zuvor zu klagen!
  3002. Laß mich ihm am Busen hangen,
  3003. Laß nicht herrschen die Begier, die nimmersatte!
  3004. Laß nur den tollen Spuk der Zeit vorüberflirren!
  3005. Laß nur ein Stäubchen Mehl beim Fegen im Mehlkasten,
  3006. Laß trinken, frommer Mann, die Durst'gen, eh sie flehten;
  3007. Laß trösten dich, mein Sohn, für eines Augs Verlust!
  3008. Laß über dich ergehn, was du nicht kanst abhalten,
  3009. Laß uns besonnen seyn! Wir waren unbesonnen,
  3010. Laß uns im Augenblick ein Gottesbild aufrichten,
  3011. Laß uns um Dinge, die wir nicht verstehn, nicht streiten,
  3012. Laß, geliebtes Angesicht,
  3013. Lasset uns zählen,
  3014. Lasset, o Götter der Lieb', o laßt zur Blume mich werden,
  3015. Laßt auf der Stelle, wo er steht, doch stehn den Mann,
  3016. Läßt den Schmetterling der Knabe,
  3017. Laßt Lautenspiel und Becherklang nicht rasten,
  3018. Laßt uns mit Rosen ein Gespräch anfangen,
  3019. Laßt uns nur hin und her, her- und hinüber meinen;
  3020. Laßt, Himmel, tönen eure Morgensterne,
  3021. Lastträger hab' ich doch gesehn
  3022. Leb' in der Gegenwart! Zu leer ist und zu weit
  3023. Leben, einst in andern Tagen,
  3024. Lebendig steigt die Zahl nicht über drei hinan,
  3025. Lebid der Dichter, als er hundertvierzig Jahr
  3026. Lebt oder starb der Mann, der den Verrath begieng,
  3027. Lebt und sterbt, und hadert nicht!
  3028. Lebt wohl ihr Geschwister,
  3029. Leicht ist's, mit der Natur im Einklang dich empfinden,
  3030. Leicht kommt hinein der Dieb ins unbewachte Thor
  3031. Leicht schenkst du hin, was schwer dir nicht ward zu gewinnen;
  3032. Leicht wäre christliche Religion zu gründen
  3033. Leichtgläubigkeit ist nicht nur Mangel an Verstand,
  3034. Leid'ger Zwang, der knappe Schneider,
  3035. Leise Töne der Brust, geweckt vom Odem der Liebe,
  3036. Lenz, Verschwender, sage,
  3037. Lerchen-Abendsang
  3038. Lern Gutes ums zu thun, und Böses ums zu meiden;
  3039. Lern zweierlei, mein Sohn, zu thun nach Ort und Zeiten:
  3040. Lern' auf die Augen thun, wenn nichts dir soll misglücken;
  3041. Lern' ohne Klagen, Herz, ein brennend Weh ertragen;
  3042. Lernt von Malik-Schah, dem Sohn Alp Arslan's,
  3043. Leugn' es nicht, du liebtest mich!
  3044. Leute giebt es, welche klagen,
  3045. Leute, die auf meinen Wegen,
  3046. Licht ist auch ohne Wärm', und Wärm' auch ohne Licht,
  3047. Liebchen hat zum Eigenthum
  3048. Liebchen! meine Freunde rathen,
  3049. Liebchen, sieh dies Rabenei,
  3050. Liebe Vögel, bleibet nur
  3051. Liebe ward von Gott der Welt verliehen,
  3052. Liebe! Jenes Briefchen, das du schriebest
  3053. Liebe, Unschuld, Inbrunst, Sitte, Ehre,
  3054. Lieben wollt' ich wie vordessen,
  3055. Liebes Kind, nimm deinen Zahn,
  3056. Liebes Weib, von deinen Knaben,
  3057. Lieblich ist der Widerhall,
  3058. Lieblich war des Weinstocks Blüthe,
  3059. Liebst du um Schönheit,
  3060. Liebste! können diese Augen,
  3061. Liebste! Liebster! wie ich bange!
  3062. Liebste! mußt mich lassen ziehen,
  3063. Liebste! Nein, nicht lustberauscht,
  3064. Liebste! Neulich, als die Vorbereitung
  3065. Liebste! welche süße Last
  3066. Liebste! wer mit einem Blick
  3067. Liebste! Wer vom Anfang ist Vertrauter
  3068. Liebste, süß ist die Verschwendung,
  3069. Liebste, was kann denn uns scheiden?
  3070. Liebster Herr, bei vielen Schulden,
  3071. Liebster! Als du neulich uns verlassen,
  3072. Liebster! Auf dem reichten Pfühl
  3073. Liebster! Da so viele Lieder
  3074. Liebster! einst geliebt hat mich ein Mann,
  3075. Liebster! ich begreife nicht,
  3076. Liebster! nun ich dich gefunden,
  3077. Liebster! nur dich sehn, dich hören
  3078. Liebster! o wie fürchte ich,
  3079. Liebster! o wie träumt' ich einst
  3080. Liebster! wenn an deinen Küssen
  3081. Liebster! Wie ich's werd' ertragen,
  3082. Liebster! zürne nicht den Fragen:
  3083. Liebster, deine Worte stehlen
  3084. Liebster, wie bist du beglückt,
  3085. Lob Ihm, mit dessen Hülf' auch das ist abgethan!
  3086. Lob oder Schmähung tritt nur durch das Wort ins Leben,
  3087. Lobt ihr das Schwert, wenn ihrs nennt schärfer als den Stecken?
  3088. Locken, fliegende, trug ich, die wie Ranken
  3089. Löset den Eiswall
  3090. Lüfte, die ihr scherzet
  3091. Lüg' einfach, und ich glaubs; doch wenn hinzu du fügst
  3092. Lust an Vergänglichem kann nur vergänglich seyn,
  3093. Maan, der Feldherr, darf sich etwas
  3094. Mach dich der Wünsche leer, und andre wunschesvoll,
  3095. Mach' immer nur Entwürf'! ob du sie nicht ausführest,
  3096. Mach' in den Napf kein Loch, aus dem du hast gegessen;
  3097. Mag doch aus Neubegier und Lust am Wechsel reisen
  3098. Mag meine Seele, die im Wachen aufwerts steigt
  3099. Mahmud auf dem Zug nach Indien
  3100. Maiblumen hab ich in der Schlucht
  3101. Maler Traum hat diese Nacht
  3102. Man führt die junge Frau in ihres Gatten Haus
  3103. Man glaubt die Wahrheit nicht, wenn sie ein Armer spricht,
  3104. Man kann nicht immer was man will; der ist mein Mann,
  3105. Man kann, was man gestand, nicht leugnen hinterher;
  3106. Man kann, wenn wir es überlegen,
  3107. Man lebt nicht zweimal, und wie groß ist deren Zahl,
  3108. Man muß den Todten doch, wie lieb er sei, begraben;
  3109. Man pflanzet einen Baum, damit er Früchte trage,
  3110. Man reist, damit es uns zuhaus erst recht gefalle;
  3111. Man sagt wol, ein Ersatz, ein zeit'ger Lückenbüßer,
  3112. Man sagt, daß eines Tags von Kurdistan ein Kurde
  3113. Man sagt, das Nashorn, Kind, kämpft mit dem Elephanten;
  3114. Man sagt, die Trägheit ward vom Unverstand gefreit,
  3115. Man sagt, geboren hat die Viper nicht die Jungen,
  3116. Man sagt: der beste Freund des Diebes, der zum Schaf
  3117. Man sagt: der Donner rollt, wann auf unreine Geister
  3118. Man sagt: ein säugend Kind, wonach zuerst es streckt
  3119. Man sagt: Im Großen sei, gewollt zu haben, gnug.
  3120. Man sah die gleichen Eigenschaften
  3121. Man schickte mich in's Bad als einen Kranken,
  3122. Man schlägt die Kinder nicht mit schon gebrauchten Besen,
  3123. Man schreibt mir, und vermeint, was wicht'ges man mir sagt:
  3124. Man sieht das Geld nicht an, das Leben nur zu sparen,
  3125. Manch falsches Wissen auch sollt ihr bei mir nicht missen;
  3126. Manche Pflanze zu veredeln,
  3127. Mancherlei Bequemlichkeiten
  3128. Männer, wenn ihr sicher wollt
  3129. Mannhafte Poesie ist was ich hier, o Sohn,
  3130. Marschall Vorwärts!
  3131. Maulesel ward gefragt: Wer ist dein Vater, sprich!
  3132. Mehr als ein Paradies ein nie verlorenes
  3133. Mein Auge hat in seiner Ecken jeder
  3134. Mein Bestes bot ich auf, und schlecht ist es gerathen,
  3135. Mein Bruder zieht ins Feld,
  3136. Mein Europäer, wenn du einen Weg dir bahnen
  3137. Mein Freund im fernen Gau! wie oft noch denk' ich nach
  3138. Mein Freund! ich liebe nicht ein größeres Gedicht,
  3139. Mein Freund! Wenn wir uns finden unter Leuten,
  3140. Mein Freund, laß uns nur nicht so schnell bei Seite schieben
  3141. Mein Fürst, in deinem Land ist offen eine Kluft,
  3142. Mein Geischen! Winterlang ist es uns schlecht ergangen;
  3143. Mein Goldschmidt, in Geduld mußt du die Zeit erwarten;
  3144. Mein Häuschen kam mir so kleinlich vor,
  3145. Mein Herz ist lauter Dank, indem ich rückwerts blicke,
  3146. Mein Herz, sieh an den Baum in seiner Blütenpracht;
  3147. Mein hochgebornes Schätzelein,
  3148. Mein Hündchen, das auf Tritt und Schritt
  3149. Mein junger Freund, du hast so gut als wir begonnen,
  3150. Mein Kind, die heil'ge Stadt, die in die Ganga schaut,
  3151. Mein Kind, du bist schon lang der Mutter aus der Wiegen,
  3152. Mein Kind, ein seltsam Spiel hast du begonnen,
  3153. Mein Kind, o könnt' ich dich, da du nun auf die Schwellen
  3154. Mein Köhler, der du deinen Meiler
  3155. Mein Leben war ein einziger Tag.
  3156. Mein Licht! du bist nicht warm, die Sonne steht zu schief;
  3157. Mein Liebchen hat das Herz sich abgeschlossen,
  3158. Mein Liebchen ist zum Himmel aufgestiegen,
  3159. Mein Liebchen kann nicht lesen und nicht schreiben.
  3160. Mein Lieben blicket an das Lied,
  3161. Mein Lieblingsaufenthalt, noch einmal recht zum Schluß
  3162. Mein Liebster geht mit fliegenden Haaren,
  3163. Mein Liebster geht, die Welt sich zu beschauen.
  3164. Mein Liebster ist ein sprudelnder Quell,
  3165. Mein Meerfräulein, mit dem ich mich darf messen!
  3166. Mein Meister (in der Brust genannt mit Andacht sei er)
  3167. Mein Prinz! die Schmeichler sind gefährlicher als Raben,
  3168. Mein Reisethier ist müd' und weiter kann ich nicht.
  3169. Mein schöner Stern!
  3170. Mein Sehnen strebet vor, und strebet nicht zurück;
  3171. Mein Sehnen!
  3172. Mein Sohn! die Wahrheit ist in Wahrheit ganz nur Eine,
  3173. Mein Sohn, das Ehrgefühl ist eine Umgestaltung
  3174. Mein Sohn, der innre Werth macht nicht die Dinge gelten;
  3175. Mein Sohn, der Leopard thut einen einz'gen Sprung
  3176. Mein Sohn, du sollst dich nur auf Straßen und auf Gassen,
  3177. Mein Sohn, du wirst das Gut von deinem Vater erben;
  3178. Mein Sohn, erwarte nicht, daß dich die Leute warnen
  3179. Mein Sohn, es haben dich die Meister abgewiesen,
  3180. Mein Sohn, gesteh ichs dir, daß ich vergessen habe
  3181. Mein Sohn, ich lehre dich, ob andre anders lehren:
  3182. Mein Sohn, noch einen Ton borg' ich von jener Leier
  3183. Mein Sohn, sieh an den Hirsch! wie edel, schön und groß,
  3184. Mein Sohn, wenn du dich hast vergangen, büß' es gleich;
  3185. Mein Sohn, wenn du gelangst zum Umgang schöner Frauen,
  3186. Mein Sohn, wenn du in dir hast aufgebaut ein Wissen,
  3187. Mein Sohn, zum Christenthum, das ringsum aufgethan
  3188. Mein süßes Mädchen will das Meer befahren,
  3189. Mein Töchterlein, von dir gemalt,
  3190. Mein wandelbares Ich, das ist und wird und war,
  3191. Meine Augen, hier an deine Wangen
  3192. Meine Freunde zu besuchen
  3193. Meine Guten,
  3194. Meine Kinder, die zu ziehn
  3195. Meine Liebste hat ein einziges Geschmeide,
  3196. Meine Liebste will mit steter
  3197. Meine Liebste wollt’ im Zimmer
  3198. Meine Liebste, mit den frommen treuen
  3199. Meine Liebste, Sonne,
  3200. Meine Töne, still und heiter,
  3201. Meinem Vater hat seiner gesagt:
  3202. Meinem Vater muß ich's danken,
  3203. Meinen Geist vermäh'l ich deiner Seele,
  3204. Meinen Mittagschlaf im Garten,
  3205. Meiner träumenden, meiner lieben Freundin,
  3206. Meines Liedes Stimmen riefen,
  3207. Mensch! es ist der Schöpfung Pracht
  3208. Mensch, rühme dich nicht stolz, daß du ein Gut gewannst,
  3209. Messerchen und Gäbelchen,
  3210. Mich dauert doch ihr lieben Blätter,
  3211. Mich freuts am Abend nicht, daß mir manch Lied entsprungen;
  3212. Mich fühl' ich nicht, wenn ich nicht dich empfinde;
  3213. Mich hat der Herbst betrogen,
  3214. Mich riß die Lieb' einmal zum Haß des Hasses hin,
  3215. Mich verdroß der stumme Ofen,
  3216. Mir gefällt des Herbst, der klare,
  3217. Mir hat geträumt, ein Traumgesicht,
  3218. Mir im Herzen vorgenommen,
  3219. Mir ist bewußt, o mein geliebtes Leben,
  3220. Mir ist ein Fest verdorben,
  3221. Mir ist im Müßiggang ein Monat hingegangen,
  3222. Mir ist, nun ich dich habe,
  3223. Mir kam ein Freund, den ich nicht sah in langen Jahren,
  3224. Mir träumt', ich säße droben an der Eiche,
  3225. Mir träumt', ich starb, und deine Thränen flossen,
  3226. Mir träumt', ich stünd' auf einem Felseilande
  3227. Mir träumt', o Herrin, daß mit trüben Kerzen
  3228. Mit absonderlichem Brausen
  3229. Mit Andacht hab' ich in den Regen aufgeblickt,
  3230. Mit Andacht lis, und dich wird jedes Buch erbauen;
  3231. Mit Andacht sprach ich: Gott, ich danke dir, daß du
  3232. Mit Blicken wend' ich mich nach Ost- und Westen,
  3233. Mit deinem Lernen ists im Augenblick vorbei,
  3234. Mit dem ersten Strahl der Sonne
  3235. Mit dem goldnen Schlüssel des Vertrauens
  3236. Mit dem Kaiman liegt der Jaguar im Kriege,
  3237. Mit dem Saum des Kleides streif' ich
  3238. Mit den Zeiten
  3239. Mit der Freundin meiner Lieben
  3240. Mit der Guten wollt' ich schmollen,
  3241. Mit einem Neidischen ist Freundesumgang peinlich,
  3242. Mit Einzelliebe wer beginnet zu verschwenden
  3243. Mit Freuden greifest du nach allen neuen Bildern
  3244. Mit Herz und Munde danken heut
  3245. Mit jeder Sprache mehr, die du erlernst, befreist
  3246. Mit Kindern brauchst du nicht dich kindisch zu geberden;
  3247. Mit meinem Meister gieng ich pilgern über Land,
  3248. Mit meinem Meister, Ibrahim Ben Edhem,
  3249. Mit meinem Vater auf der Reise
  3250. Mit meinen Söhnen ging ich wandernd über Land,
  3251. Mit Recht gerühmt wird, was der alte Weise
  3252. Mit Sammlerblicken scharf und schlau
  3253. Mit Schaudern (der Brahman erzählt) sah ich in Goa
  3254. Mit seinem Meister ging ein Jünger über Land,
  3255. Mit Smaragden und Saphyren
  3256. Mit Staunen seh' ich, daß ihr zwei Gesichter macht,
  3257. Mit steifen Beinen ging ein abgelebter Reiher
  3258. Mit Stolz genießen wir, was wir mit Kampf erwarben;
  3259. Mit tausend Angst hatt' ich die Blüthen
  3260. Mit Unrecht rühmst du dich, in freiem Haus zu walten,
  3261. Mit unverdientem Lob kannst du vielleicht beschämen,
  3262. Mit Unvollkommenheit zu ringen, ist das Looß
  3263. Mit vierzig Jahren ist der Berg erstiegen,
  3264. Mit wie herrlich weitem Kleide
  3265. Mit Worten malt man auch; mal' immer aus den Schalen
  3266. Mo'is, der fatimidische Chalife,
  3267. Moawia Ben Abi Sofjan saß
  3268. Moawia der zweite,
  3269. Möcht' ich doch leben,
  3270. Möcht' ich leicht wie Sylphen schweben,
  3271. Möchtest du mich auch betrügen,
  3272. Möchtest du mit ew'gem Lenze
  3273. Mögt ihr auf die Berge steigen,
  3274. Mohallek war ein armer Mann,
  3275. Mohammed Chowaresme-Schah,
  3276. Mohammed's Jünger hat der Rebe Blut verschworen,
  3277. Mohammed, als er ward gefragt,
  3278. Mond und Sonne scheint so schön,
  3279. Mondfinsterniß bei uns ist Sonnenfinsterniß
  3280. Morgens weckte mich ein Hauch:
  3281. Muß denn endlich die blühendste Blume
  3282. Muß jeder Lust der Trauerbote nachhinken?
  3283. Muse, Hexe, müß'ge Dirne,
  3284. Mußt du verpflichtet seyn, so sei's dem Ehrenmann;
  3285. Mutalammes und Tarafa,
  3286. Mutammem, als des Bruders Tod,
  3287. Muth ist die beste Kraft, zu allem Guten nöthig,
  3288. Mutter, Mutter! glaube nicht,
  3289. Nach dem Hühnchen schreit das Hähnchen:
  3290. Nach den Umständen sich zu richten, nach der Zeit,
  3291. Nach der Schlacht von Kadesia,
  3292. Nach der Schlacht von Kadesia,
  3293. Nach Gottes Wesenheit ist gar nicht dein Beruf
  3294. Nach ihres Gatten Tode
  3295. Nach lang ersehntem Regen
  3296. Nach Sonne, Mond und Stern in ihrem Strahlenblitze
  3297. Nach wohlverbrachtem Tag
  3298. Nach zwanzig Jahren ziehet wieder
  3299. Nachahmung ist was sich zuerst im Kinde regt,
  3300. Nacht, Allmutter des Lebens, ich preise dich, herrliche Göttin,
  3301. Nächtens wollte der Uhu
  3302. Napoleon, von Kaiserthronen
  3303. Nehmt euch in Acht vor den Bächen,
  3304. Nein, nein! weil alles schlimm dir ist bisher ergangen,
  3305. Nennt es so lang's euch gut dünkt, nennt's Verschwörung,
  3306. Neu die Kaaba zu erbauen
  3307. Neulich beim Verlobungsfeste,
  3308. Neulich in der Maienschwüle
  3309. Neulich kam ich auch gefahren
  3310. Neulich kamen unsre Muhmen
  3311. Neulich mit 'nem hölzern Beine
  3312. Neulich traf ich auf der Straße
  3313. Neulich träumte mir – so hellen
  3314. Neulich träumte mir, so hellen
  3315. Neulich, als ich war ein Wandrer,
  3316. Neun Tage dauert Neu's, und ist nicht neu mehr schon,
  3317. Neuste Weltbegebenheiten
  3318. Nicht Achtung kanst du dem, der dich nicht achtet, schenken,
  3319. Nicht allein von Namen einzler Todten
  3320. Nicht allen alles, wenn nur einem eins gefällt,
  3321. Nicht alles in der Welt kanst du gesehen haben;
  3322. Nicht Alles kann der Mensch mit offnen Augen sehn,
  3323. Nicht Alles was du weißt, darfst Allen du vertraun,
  3324. Nicht am Meere will ich wohnen,
  3325. Nicht ärgern sollst du dich an Fratzen, die der Glaube
  3326. Nicht auf die eigne, nur auf seines Schiffes Noth
  3327. Nicht auf die Schwalbe, die des Frühlings Botschaft bringt,
  3328. Nicht darum soll es sich bei deinem Willen handeln,
  3329. Nicht darum sollst du dich verbunden halten, Kind,
  3330. Nicht der ist glücklich, den ein Unglück nie geschlagen;
  3331. Nicht die Kröten nur allein und Schlangen
  3332. Nicht doch! Sie steht in ihrer stillen schönen
  3333. Nicht durch Beweise kannst du stützen deinen Glauben,
  3334. Nicht durch's Aug' allein
  3335. Nicht eine Stimme nur in dir warnt dich vorm Bösen,
  3336. Nicht erst vom Werkzeug wird Naturtrieb angehaucht,
  3337. Nicht für die Menschheit nur und für den Geist der Welten,
  3338. Nicht gnug ists, selber nicht zu hassen noch zu neiden;
  3339. Nicht Großes nur ist groß, nicht Kleines nur ist klein;
  3340. Nicht hemme du im Gang die sinnlichen Genüsse,
  3341. Nicht im Gedanken laß die Wirklichkeit verschweben!
  3342. Nicht im Land Hesperien
  3343. Nicht im trüben Wasser spiegelt
  3344. Nicht immer nach dem unbekannten Neuen!
  3345. Nicht in der Einsamkeit bist du allein; es spricht
  3346. Nicht ist das Seyn zuerst und wird nachher gedacht,
  3347. Nicht jeden bösen Geist treibt guter Ruch vondannen,
  3348. Nicht lauter Leben ist dis Durcheinanderlaufen,
  3349. Nicht leicht ein Schönes wird, ein Gutes seyn, wovon
  3350. Nicht leicht vergeht ein Tag, an dem nicht was geschah,
  3351. Nicht mehr das Gold und Silber will ich preisen:
  3352. Nicht minder als verstehn, will man verstanden seyn;
  3353. Nicht minder haben dich die Ding' als du sie hast;
  3354. Nicht mit Wahrheit könnt' ich sagen,
  3355. Nicht Neugier rath' ich dir, die giert nur nach dem Neuen,
  3356. Nicht nur erkennen, wie gering du seist, mußt du;
  3357. Nicht Pyramiden, die Jahrtausenden getrotzt,
  3358. Nicht Ruh im Leben hat, wer Schätz' hat in der Truhe;
  3359. Nicht schelt' ich sie, die mit dem fremden Degen
  3360. Nicht schöner ist es jetzt, als einst es war, auf Erden,
  3361. Nicht Schritte soll man thun, die nur zum Ziele führen,
  3362. Nicht sein Anliegen kann man stets dem Freunde sagen,
  3363. Nicht seit Tag und Jahren
  3364. Nicht selber essen, und den andern essen sehn,
  3365. Nicht täglich darf ich es wohl wagen,
  3366. Nicht träge mußt du seyn dich zu vertheidigen,
  3367. Nicht triftig schienen mir von Gottes Güt' und Macht
  3368. Nicht um Trost bei dir zu holen
  3369. Nicht unter Gleichen ist die Freundschaft, noch Ungleichen,
  3370. Nicht verschweigen kann dir's meine Seele,
  3371. Nicht viel sind tausend Freund', ein einz'ger Feind ist viel;
  3372. Nicht viel zu leben, und nur leben in Benares!
  3373. Nicht von der Sprache will ich sprechen, noch vom Licht
  3374. Nicht von Unwissenheit genügt es frei zu sein;
  3375. Nicht wachsen siehest du, wie aufmerksam du bist,
  3376. Nicht zähle, was im Brand des Hauses dir verbronnen;
  3377. Nicht, mit Armen dich umschlingen,
  3378. Nichts bessers kann der Mensch hienieden thun, als treten
  3379. Nichts elender, als halb geschlafen, halb gewacht;
  3380. Nichts Greuelvollres ist berichtet im Berichte
  3381. Nichts hast du schlecht gemacht, auch was du machtest schlecht,
  3382. Nichts sagen kann ein Mund, worin nicht Wahrheit wäre,
  3383. Nichts sonderliches wird er lernen, der verstehn
  3384. Nichts wie die Schmeichelei ist so gefährlich dir;
  3385. Nie auf den Gegenstand wird ganz ein Urtheil passen,
  3386. Nie der Erscheinung siehst du völlig auf den Grund,
  3387. Nie in schönem Stübchen
  3388. Nie setze schwere Straf' auf leichteres Vergehn,
  3389. Nie sicher ist, wer um mit falschen Listen springt,
  3390. Nie stille steht die Zeit, der Augenblick entschwebt,
  3391. Nie such' ich in der Nacht den Schlummer auf den Pfühlen,
  3392. Nie Unrecht hab' am Freund, doch eine deiner Gaben
  3393. Nie ward noch einem Munde
  3394. Nikephoros, der Kaiser
  3395. Nimm die Gelegenheit vorn bei dem kurzen Haar,
  3396. Nimm es dem Freunde nur nicht übel, der ergrimmt
  3397. Nimm was die Jahrzeit bietet
  3398. Nimm, Brahma's Jünger, was ich vom Araber nahm;
  3399. Noch eh' ich war geboren, war ich euer,
  3400. Noch immer fand ich, wann ich gieng auf neuen Wegen,
  3401. Noch jede Zeit hat umgeformt nach ihrem Brauch
  3402. Noch kein Verdienst ist ohne Lohn geblieben,
  3403. Noch Keinem ward ein Reich entrissen
  3404. Noch lange nicht genug geschrieben und gedichtet,
  3405. Noch reden wird die Kuh in ihres Räubers Bauch;
  3406. Noch sorgen andere, mein Kind, für dich und wachen;
  3407. Noch zerstört von Dschengischan
  3408. Nordischer Gäste
  3409. Nordöstlich im Gebirg liegt eine feste Stadt,
  3410. Noth ist die Wage, die des Freundes Werth erklärt,
  3411. Nun aber will ich sehn, ob man mit Armen
  3412. Nun dieses fehlte dir allein, um froh zu werden;
  3413. Nun fliegt die Schwalbe weg, und nach ihr fliegt der Sommer;
  3414. Nun hab' ich erst gelernt, daß ich bin Staub und Erden,
  3415. Nun hab' ich weit die Welt durchmessen,
  3416. Nun helfet geschwinde dem Sommer bereiten
  3417. Nun ich zweimal so in's Schöne
  3418. Nun komme, was liebet, nun komm' es zu zweier
  3419. Nun läßt der Lenz wie Träume
  3420. Nun nachgerade bin ich dieses Daseyns satt,
  3421. Nun steht sie drinnen in der Hexenküche,
  3422. Nun tritt der Bettler ungestraft mit nacktem Fuß
  3423. Nun ward es dir, wonach du Jahrlang dich gegrämt;
  3424. Nun will ich fahren in die Grube
  3425. Nun wünsch' ich, daß die ganze Welt
  3426. Nun ziehn wir in die Stadt;
  3427. Nun zum Abschied wünsch' ich dir
  3428. Nun, Deutschland, horch mit hunderttausend Ohren,
  3429. Nur auf die Lebensfahrt nicht viel Gepäck-Geschleppe!
  3430. Nur das, wie klein es sei, was du in dir erlebest
  3431. Nur dem ist Reichthum gut, der ihn mit gutem Fleiß
  3432. Nur die Beschränktheit wird an dem, den sie will ehren,
  3433. Nur die Rose noch erwarten
  3434. Nur die Zeit müßt ihr erwarten,
  3435. Nur ein einz'ger Schleier noch
  3436. Nur ein Gedanken ists, an welchen du gewöhnen
  3437. Nur eine Liebe giebts auf Erden ohne Leid,
  3438. Nur eine schöne Kunst ist nützlich in der That,
  3439. Nur eine Waffe gab jedwedem Thier Natur,
  3440. Nur einen Blick aus Wolken thut
  3441. Nur immer vorwärts in die neuen Weiten,
  3442. Nur März erst war's, doch lockend bot er Strahlen
  3443. Nur meinen ruhigen Garten,
  3444. Nur öfter solltet ihr, statt euch so fremd zu bleiben,
  3445. Nur selten oder nie begegnen auf der Fahrt
  3446. Nur was den Ton angibt, in dem du bist gestimmt,
  3447. Nur wer Ansprüche macht, fühlt sich zurückgesetzt;
  3448. Nur wer daheim ist, mag wol einen Gast empfangen,
  3449. Nur wer ein König war, kann den Verlust empfinden,
  3450. Nur wo du bist, da will ich sein; wo bist du?
  3451. Nuschirwan gab ein Beispiel,
  3452. O ärgre dich nur nicht, wenn deinen Werth vergißt,
  3453. O Blumen, die ihr, weil der Winter schauert,
  3454. O brich den Faden nicht der Freundschaft rasch entzwei!
  3455. O daß doch eine Fee den bunten Flitter
  3456. O daß du doch nur wüßtest jene Sagen
  3457. O daß ich sähe, wie du dort mir in bekannter
  3458. O daß ich stünd' auf einem hohen Thurme,
  3459. O daß mit meiner Hand ich könnt' erheben,
  3460. O daß zwei Herzen dürften lieben ewig!
  3461. O des stillen Flusses Najade,
  3462. O die du lebest mir mit deinem Grolle,
  3463. O die du mich in deine Fesseln zwangest,
  3464. O die du mir mit einem Blick die Seele
  3465. O du mein garzu fleiß'ges Spinnermädchen,
  3466. O du schmählich halb vergess'ner,
  3467. O du, aus deren Auge jene Schimmer
  3468. O eine Circe du in neuer Weise!
  3469. O ew'ger Lebenshauch, durch den der Baum der Zeiten
  3470. O ew'ger Mittelpunkt des Seyns und der Gedanken,
  3471. O Feuerlilie, wie zuvor
  3472. O Freund, mein Schirm, mein Schutz!
  3473. O Frühling, ew'ge Liebesmelodie,
  3474. O fühle dich, du fühlst, du bist von allen Seiten
  3475. O fühle dich, mein Geist, von Geistern stets umgeben,
  3476. O fühle: was du hast, das hast du nur empfangen;
  3477. O für wieviel der Welt bist du zu Dank verpflichtet,
  3478. O Gärtner, der du hier den Baum im Garten ziehst,
  3479. O Gärtner, Frühling, komm, und rüste deinen Flor!
  3480. O gebet, eh' ich muß von dannen scheiden,
  3481. O geh nicht stolz einher auf Erden! denn nicht birst
  3482. O glaube nicht, daß du nicht seiest mitgezählt;
  3483. O Gnade nun, Frau Katz', und fresset mich nicht ganz!
  3484. O Gott, daß Amor mich zum Flöhchen machte,
  3485. O Gott, wie dank' ich dir,
  3486. O haltet, liebe Kinder,
  3487. O Hanseaten, habt ihr ganz vergessen
  3488. O hätt' ich Bäume doch vor fünfundzwanzig Jahren
  3489. O Held, du bist im Kampf fürs Vaterland gefallen,
  3490. O Herrin unbegrenzter Schönheitsreiche!
  3491. O Herz in ew'gem Kampf, wann gibst du dich zu Frieden?
  3492. O Herz, in Lust und Schmerz so trotzig als verzagt,
  3493. O ihr Herren, o ihr werthen
  3494. O ihr herzbewegenden Augen,
  3495. O ihr Nachtgestirn' am blauen Himmelszelt,
  3496. O ihr Söhne von Hellas,
  3497. O ihr undankbaren Blumen,
  3498. O Kind, ein Kleinod ist Tschintamani genannt,
  3499. O klage nicht, mein Geist, im finstern Hause bänglich,
  3500. O klage nicht, mein Herz, daß dir zu spät nun kommen
  3501. O könnt' ich doch mit einem Schlag zerbrechen
  3502. O könntest du auf diese Blätter sehen,
  3503. O Laub', in der ich manchen Tag
  3504. O Liebster! nie hab' ich geahnt in Träumen,
  3505. O Lindenbaum, ich höre,
  3506. O Magdeburg, du starke,
  3507. O Märtyrer, der Herr des Himmels schreibe
  3508. O Mawi (sprach zu seinem Weibe Hatem),
  3509. O mein Stern!
  3510. O meine Blume, die dereinst mein Grab soll zieren,
  3511. O Mensch, sieh hier das Nichts, aus welchem du entsprungen,
  3512. O Menschengeist, du bist zu Gottes Thron gerufen;
  3513. O mög' im allerhellsten Farbenscheine,
  3514. O mögen mir den Tag die Götter schenken,
  3515. O Mücke, die du lebst und stirbst im Sonnenstral,
  3516. O Natur, aus deinem Hause
  3517. O nehmt es mir nicht übel,
  3518. O Nelke, die noch gestern
  3519. O Pilgerseelchen, mit des Leibes Kleide
  3520. O Quelle, wenn du hier bewässert hast den Garten,
  3521. O sage wo du bist, wo du nicht bist o sage!
  3522. O sauget, meine Lieder, durstige Bienen,
  3523. O schäme dich, zurück von einem Wandelgang
  3524. O schöne Zeit, wo schön noch war interessant,
  3525. O schöner wandelnder Cypressenbaum!
  3526. O Schönheit aus des Himmels höchstem Kreise!
  3527. O Schwalbe, die aus ihrem Neste
  3528. O schwöre nicht, weil izt du hassest, stets zu hassen;
  3529. O Seele, glaub es nicht, was jene Denker sagen,
  3530. O Seele, sündigst du, und denkst, Gott sieht dich nicht;
  3531. O seht das seltne Liebesabenteuer!
  3532. O seht die Taube, wenn ihr ihre Jungen schlachtet,
  3533. O seliges Gefühl, zu fühlen daß du lebest,
  3534. O sieh doch die Gesichter an,
  3535. O Sohn, ein Schmeichler sprach zu einem Fürstensohn:
  3536. O Sohn, es wird gesagt: Ein Weib das auf dem Dach
  3537. O Sonn' o Meer, o Rose!
  3538. O sorg' um Nahrung nicht! Gott weist dir an dein Looß;
  3539. O ständest Du nur in lebendigem Leibe,
  3540. O süße Göttin von der heil'gen Myrthe,
  3541. O Taub' in's Herz mir himmelher geflattert!
  3542. O überheb dich nicht wie jener Pharisäer,
  3543. O ungestorb'ner Kaiser Barbarosse,
  3544. O Väter, Mütter, o Erzieher, habet Acht
  3545. O Wanderer am Bach, geh nur dem Wasser nach,
  3546. O Wandrer im Gebirg, hier beides findest du,
  3547. O weg von deiner Stirn die Gramumdüsterung,
  3548. O weh dem Durste, der nach jedem Tröpfchen geizt,
  3549. O weh des Scheidens, das er that,
  3550. O welche Männer steigen im Vereine,
  3551. O wende dich an das, mein liebendes Gedicht,
  3552. O wenn ich doch nur rede könnt
  3553. O wie kurzsichtig ist die Weisheit der Geschichte,
  3554. O wie macht's dem Lehrer Freude,
  3555. O wie ruft die Trommel so laut!
  3556. O wie schön ist das Dasein eines Blattes!
  3557. O wie schön ist, daß du nicht
  3558. O wie tröstlich ist, zu wissen
  3559. O wie vieles liebt ein Mann,
  3560. O wiege dich nicht ein in träumenden Gefühlen,
  3561. O Witz, wie kannst du dessen dich vermessen,
  3562. O Wonneschau, Lustanblick, Augenweide!
  3563. O Wunder, oft schon stand hart an des Abgrunds Rand
  3564. O Zögling Brahma's, sieh, wie stimmen wunderbar
  3565. Ob die Erklärungen der Sache falsch auch wären,
  3566. Ob die Melone fiel aufs Messer, ob das Messer
  3567. Ob du nach Mekka magst, ob nach Benares wallen,
  3568. Ob du von mir dis hast, ob ich von dir, wer weiß?
  3569. Ob eine Wahrheit ist in dieser falschen Welt,
  3570. Ob einmal siegen wird das Gute auf der Welt
  3571. Ob es stets anders nur, nie besser werd' auf Erden,
  3572. Ob Gold und Silber gleich nicht ist in jedem Schacht,
  3573. Ob Gott verborgen dir erscheint in der Natur,
  3574. Ob gut ob böse sei ein Geist, von dem du dich
  3575. Ob Himmlische das Leid zu deinem Besten senden?
  3576. Ob ich gesund werden oder soll
  3577. Ob ich oder ob die Welt
  3578. Ob Tugend Reinigung, ob Reinheit selber sei?
  3579. Ob wirklich ein Gefühl der Krankheit heimlich nagt,
  3580. Ob wirklich selber du ergreifst die Gegenstände,
  3581. Obdach sucht der Vogelschwarm
  3582. Oberon der Elfenkönig
  3583. Obstbäume sind genug, o Kinder, hier im Garten;
  3584. Oft bringt nur in Gefahr vor der Gefahr die Warnung,
  3585. Oft dient ein Irrthum nur den andern wegzuräumen;
  3586. Oft durch ein Unglück wird ein großes Glück zu Theil,
  3587. Oft durch Nachsetzung wird ein Vorzug selbst erbeutet,
  3588. Oft faßt mich, wenn ich seh ein zartes Kinderleben,
  3589. Oft geh' ich durch die Flur, mein Auge still zu weiden,
  3590. Oft hab' ich umgestimmt die Saiten meines Psalters
  3591. Oft hängt das Höchste mit dem Niedrigsten zusammen,
  3592. Oft hat das beste Herz zum ärgsten sich verirrt,
  3593. Oft ist, worüber man in heft'gen Streit gerieth,
  3594. Oft macht es mich erschrecken,
  3595. Oft mahnt ein jäher Stoß den sorgenlosen Gleiter
  3596. Oft mit den Tugenden verwachsen ist ein Fehler,
  3597. Oft war ich so gebeugt, wenn alles mir geglückt,
  3598. Oft weiß nicht, wer von fern sich weidet am Gefunkel,
  3599. Oft zu verspotten scheint das Schicksal unsern Plan,
  3600. Oftmals wohl ein kleines
  3601. Og der Riese, Sohn des Enak,
  3602. Ohn' einen höchsten Gott und ohn' ein künft'ges Leben,
  3603. Ohne Licht um Mitternacht,
  3604. Ohr oder Auge, mit der Tön' und Farben Flimmer,
  3605. Orgeltöne brausen
  3606. Peros hat dem jüngern Bruder Hormus,
  3607. Pflanz' einen Mangobaum, pflanz' eine Tamarinde,
  3608. Pfui dem Geschlechte, dem der Zorn ins Angesicht
  3609. Pfui Oesterreich! pfui Preußen! protestiren?
  3610. Phantasie, das ungeheu're Riesenweib,
  3611. Philosophie, wenn sie an der Religion
  3612. Poeten, lasset uns treulich zusammen halten!
  3613. Posthorn, Dich hör' ich gerne,
  3614. Prinz Karl, du theurer Held,
  3615. Prinz Koburg, Friederich,
  3616. Profeten meinen oft, sie machen, was sie sagen.
  3617. Prüfe noch sich wohl mein Dichter!
  3618. Räum' einen Anstoß weg, der einen Schritt könnt' irren,
  3619. Rechne nicht auf die Welt und ihren Freudenzoll;
  3620. Recht eine eigne Lust an Unterthanenklagen
  3621. Recht gleich einer falschen Schönen
  3622. Regenpfeifer pfeife nur!
  3623. Reich ist wol der Gehalt, allein die Form ist steif;
  3624. Reichthums Vermehrung kann die Armuth nicht vermindern,
  3625. Rein kann ich nur mich freun der stillen Pflanzenwelt,
  3626. Reine Schönheit, Wintertag,
  3627. Ring an, den Himmel mit der Erde auszugleichen!
  3628. Rings um mich her im Haus ein stillgeschäftig Regen
  3629. Riskallah, den zu hohem Ruhm erhob
  3630. Römische Sonnen, italische Lüfte,
  3631. Rosa Maria! komm, mein süßes Kind!
  3632. Rose, Meer und Sonne
  3633. Rosen zieh' ich soviel, zum Verkauf ist keine zu bringen:
  3634. Rosen, Rosen, rothe Rosen,
  3635. Roth färbet mit der Schmink' ein Weib sich das Gesicht,
  3636. Saat von Gott gesäet, zu reifen
  3637. Sag': Ich bin Ich! Und wie du sagest, fühl' es auch:
  3638. Sage mir nur nicht Willkommen,
  3639. Saget nicht von Landesvätern!
  3640. Sagt mir doch, ihr lieben Schwalben,
  3641. Sagt mir nichts vom Paradiese,
  3642. Sagt mir nichts von Landschaftsbildern,
  3643. Sagt mir, wo man finden kann
  3644. Sagt nicht bei eurem Feste,
  3645. Samuel, der Jud' aus Jethreb,
  3646. Sankt Fabian Sebastian,
  3647. Sanskrit, das einen Satz gern in Ein Wort verbindet,
  3648. Schäferin, o wie haben
  3649. Schämst du dich nicht, so breit dich auf der Welt zu machen,
  3650. Scharnhorst, der edle Horst der Schaaren,
  3651. Schau, Sohn, und horch! es zieht mit lautem Sang und Klang,
  3652. Schau, wie am Himmel Wasser zieht die Sonne!
  3653. Schauspielerin Natur tritt auf in allen Rollen
  3654. Scheinen will es zwar ein Traum;
  3655. Scheint es dir nicht seltsam, Liebchen,
  3656. Schenk' in dein Glas nicht mehr, als auf einmal zu trinken!
  3657. Scherzend schöne lange Wochen,
  3658. Scheu du nicht ein Geschäft, das dir kann Ruh erringen,
  3659. Scheuche doch mit deinem Pfeile,
  3660. Schir Schah und Selim Schah ─ der Streit ist lang genug,
  3661. Schlaf ein, mein Herz, in Frieden!
  3662. Schlägt dir die Hoffnung fehl, nie fehle dir das Hoffen!
  3663. Schlecht ist alles halbe, doch nichts schlechter als
  3664. Schlecht ist das Schlechte nicht, denn das verkennt man selten;
  3665. Schleswig-Holstein meerumschlungen
  3666. Schleswig-Holstein, eine Milchkuh und ein Schaf,
  3667. Schlief ich neulich in der Liebsten Hause,
  3668. Schließ aus der ewigen Vollkommenheit der Welt
  3669. Schlimm, einem nicht vertraun, den man nicht kann entbehren;
  3670. Schlimme Loose,
  3671. Schmachtend vor Liebe
  3672. Schmid, Schmied, Schmidt und Schmitt,
  3673. Schmücke doch, du Hand des Lenzen,
  3674. Schmücket euch nicht mit Violen,
  3675. Schnaube, Winterwind, entlaube
  3676. Schnee, du bist mir unwilllommen,
  3677. Schön bist du,
  3678. Schön bist du,
  3679. Schön bist du, allein
  3680. Schön bist du, doch der Schönen Braut,
  3681. Schön bist du, o Mädchen,
  3682. Schon hatte lange Zeit geruht die Klageschelle,
  3683. Schön im blühenden Kranze des Frühlings prangst du, o Wiese.
  3684. Schön im goldnen Aehrenkranz
  3685. Schön ist das Fest des Lenzes,
  3686. Schön ist der Tropfen Thau am Halm, und nicht zu klein
  3687. Schön ist es überall, ein Stellvertreter seyn,
  3688. Schön ist Geringstes, das die rechte Form gefunden,
  3689. Schön ist's wenn der Baum die jungen Triebe trägt,
  3690. Schön nicht wie Hylas und jung, Nachstellungen hab' ich, o Nymphen,
  3691. Schon öfter hab' ich dir in Räthseln vorgetragen
  3692. Schon seit meinen frühsten Tagen
  3693. Schon wieder hast du nicht, was ich gewollt, gethan,
  3694. Schon wieder hat der Baum der Hoffnung fehlgetragen,
  3695. Schon zu beneiden ist, wen Täuschung nur beglückt,
  3696. Schöne Frau, an euern holden Augen,
  3697. Schöne gibt es gar so viel,
  3698. Schöne Maiennacht,
  3699. Schreib' nur leserlich die Glossen,
  3700. Schreibt in euer Büchlein
  3701. Schür' in der Brust, o Sohn, der Andacht reine Gluth,
  3702. Schüre du, Sommer, die feurige Gluth!
  3703. Schwalbe baut ihr Nest aus feuchtem Lehmen,
  3704. Schwalbe war hinweg geflogen,
  3705. Schwalbe, du bist ein lieber Gast;
  3706. Schwalbe, mit der weißen Kehl',
  3707. Schwalben hatten an meinem Sims gesiedelt,
  3708. Schwer genug gerungen
  3709. Schwer ist im Wechselnden zu sehn ein Bleibendes,
  3710. Schwer zu vertragen ist für eines Mannes Magen
  3711. Schwing' dich, Adler! ich erlaube deine Lust;
  3712. Scyll' und Charybdis, wo, vom Sturm getrieben,
  3713. Sebba mit den langen Haaren
  3714. Sechs Blätter giebt die Lilie her,
  3715. Sechs Monat ist's, seit ich die Fluth
  3716. Sechs Wörtchen nehmen mich in Anspruch jeden Tag:
  3717. Sechzehnmal fuhr der Lenz von Himmelszinnen,
  3718. Seejungfrau, spielende mit Aeols Schlauche,
  3719. Seh' ich in seiner Hülfsbedürftigkeit ein Kind,
  3720. Seh' ich solch einen ehrnen Mann
  3721. Sehen kann ich's ohne Klage,
  3722. Seht das Himmelskind!
  3723. Seht her, ihr ew'ger Knechtschaft Unterlieger,
  3724. Seht, wann die Sonn' aufsteht, bis wann sie untergeht,
  3725. Sei auch bescheiden gnug, ein aufmerksames Ohr
  3726. Sei bescheiden, nimm fürliebe,
  3727. Sei dankbar für das Glück, das dir der Herr bestimmt
  3728. Sei dem gefällig, der an dir Gefallen trägt,
  3729. Sei du der Kerze gleich, die sich in Demut putzt,
  3730. Sei du die Traube nicht, o Herz, die unterm Laube
  3731. Sei fleißig Tag und Nacht, und sammle Gut ins Haus!
  3732. Sei mäßig im Genuß, nicht bloß gewürzter Speisen,
  3733. Sei mir nur ein einz'ger Tag beschieden,
  3734. Sei nur, wo's irgendwas zu lernen gibt, gelehrig;
  3735. Sei selbst ein Mann, wo nicht, such' eines Mannes Schutz!
  3736. Sei wahr zu jeder Zeit, wahr in der Gegenwart,
  3737. Sei wessen Sohn du magst, und Tugend sei dein eigen,
  3738. Sei wie die Biene nur zu keiner Stunde müßig!
  3739. Sei's in drei Monaten, drei Jahren oder Tagen,
  3740. Sein eigen nennt der Mensch ein Gut uneigentlich;
  3741. Seinen Traum
  3742. Seit das Paradies verloren,
  3743. Seit der König Salomo
  3744. Seit in den Oktobertagen
  3745. Selber Parwis wär' in Behram Tschubin's Hand,
  3746. Selbliebe liebte gern sich selber ungestört,
  3747. Selbst deine Uhr geräth in Unordnung auf Reisen;
  3748. Selbst der Schafe schwacher Haufen
  3749. Selbst die fünf Finger sind nicht gleich an einer Hand,
  3750. Selbst um ein Wort hervor zu bringen, muß die Zunge
  3751. Seltsam! aber wahr empfunden
  3752. Sensen hört' ich dengeln,
  3753. Seufzend sprach ich zu der Liebe,
  3754. Sich legen an der Mutter Brust,
  3755. Sich selber anzuschaun, der Schöpferkraft bewußt,
  3756. Sich selbst genügen und von andern nichts verlangen,
  3757. Sich stärker fühlt der Mensch in Ungemachabwehrung
  3758. Sicilische Dryad- und Oreaden,
  3759. Sie gab mir Feder und Papier,
  3760. Sie haben dich, Buche, geschält am Stamme,
  3761. Sie haben ihr Vertraun auf dich gesetzt, und baun
  3762. Sie haben mich gelobt, und mich dadurch beschämt;
  3763. Sie haben mir den Liebsten ganz
  3764. Sie haben wohl indeß daheim vergessen,
  3765. Sie hat nicht Lust mich freizulassen,
  3766. Sie ist die Schönste ohne Prachtgeschmeide,
  3767. Sie ist schön wie der Frühlingstag
  3768. Sie lächle oder erbose,
  3769. Sie nahm den schlechten Mann, das war nicht recht bedacht,
  3770. Sie narren dich herum, um dir in Räthselworten
  3771. Sie pflückt' und gab mit freundlichem Gekose
  3772. Sie sagen dir, nichts sei wie Eigenlob zu hassen:
  3773. Sie sagen mir, ich glaubs, allein ich fühl' es nicht,
  3774. Sie sagen wohl, ein Kuß sei Scherz,
  3775. Sie sagen, werther Freund, du seist ein großer Heuchler;
  3776. Sie sah den Liebsten schweigend an,
  3777. Sie schlang als Gürtel um den Leib die Haare,
  3778. Sie schwiegen; und ich war's, der nicht geschlafen.
  3779. Sie sprach, du gehst zu mir auf einem Gange,
  3780. Sie sprach: Erschrick nicht! sie ist dein,
  3781. Sie sprach: Ich bin dir nicht mehr gut!
  3782. Sie sprach: Ich will nicht sitzen im stillen Kämmerlein,
  3783. Sie sprach: Man sieht so selten dich,
  3784. Sie sprach: Mich freuen deine Lieder,
  3785. Sie sprach: Nur aus dem Vaterland nicht reisen!
  3786. Sie sprach: O du bist gut.
  3787. Sie sprach: O weh! und nimmt dein Lieben ab?
  3788. Sie sprach: Versagt ist mir ein glänzend Glück;
  3789. Sie sprach: Wann du von hier
  3790. Sie sprachen: Ergieb dich nur,
  3791. Sie will nicht, daß ich blaß mit Gram mich schminke;
  3792. Sie, in des Wintereises Kern geboren,
  3793. Sie. Mein Schatz, wir wollen spazieren gehn,
  3794. Sie. Eia, wie flattert der Kranz,
  3795. Sieben und zwanzig Franzosen
  3796. Siebzig lange Jahre
  3797. Sieh an den Edelstein, wie fest in sich geschlossen,
  3798. Sieh an den Wasserfall, wo du ihm nahe stehst,
  3799. Sieh an die Pflanze, die empor aus dunklem Grunde
  3800. Sieh die Verfassungen der Völkerstaaten hie,
  3801. Sieh diese Muschel, Kind, gewunden, glänzendroth,
  3802. Sieh diesen Mann! wie steht ihm felsenfest sein Glauben!
  3803. Sieh dieses Sinnbild, Sohn! die Fackel kehrt, wenn du
  3804. Sieh dort das ländliche Gehöft, o Sohn! der Bauer,
  3805. Sieh dort den Baum, der nie im Sonnenbrand ermattet,
  3806. Sieh jenen Büßer, Sohn, er ist die höchste Spitze
  3807. Sieh jenen Pilger, Sohn! er hat die heil'gen Quellen
  3808. Sieh nur, wer sind sie denn, die nach dem Ziel hier laufen
  3809. Sieh um dich, meine schöne scheue Taube,
  3810. Sieh unsre Palmen an, mein Kind, und laß die Gräser,
  3811. Sieh wie das Ährenfeld vom goldnen Abendduft
  3812. Sieh wie den Zweck erreicht, und der Gefahr entweicht
  3813. Sieh wie die Blättchen sich um ihren Stengel stellen,
  3814. Sieh! wie, besorgt um dein neu werdend Leben,
  3815. Sieh' den Achat! er zeigt ein ganzes Landschaftsbild,
  3816. Sieh', Herz! wie sich die Menge
  3817. Sieh, alles was dich sonst geärgert hat zu Haus,
  3818. Sieh, auf dem Pfuhl wie schwimmt das zarte Lotosblatt!
  3819. Sieh, mit den Füßen steht der Reis im Wasserbade,
  3820. Sieh, o Liebster ob ich mich
  3821. Sieh, unter weißlicher Wolken zerstreutem Völkchen
  3822. Sieh, was die Weisen thun, sieh, wie's die Thoren treiben;
  3823. Sieh, wenn du willst ein Bild von deiner Freiheit haben,
  3824. Sieh, wie aus tiefstem Leid oft reinste Freude quilt!
  3825. Sieh, wie das Räuplein auf dem schwanken Blatte geht,
  3826. Sieh, wie der Dotter so im Weiß des Eies schwimmt,
  3827. Sieh, wie der Indus dort in Windungen sich krümmt,
  3828. Sieh, wie der Schieferstift auf Schiefertafeln geht,
  3829. Sieh, wie die Fantasie des Frühlings einen Raum
  3830. Sieh, wie in einem Wort die Zukunft du vereinst
  3831. Sieh, wie unmächtig sind, die nun im Lande walten,
  3832. Sieh, wie zum Feste, das vier Tage dauern soll,
  3833. Siehst du am Horizont der blauen Berge Rand?
  3834. Siehst du das Taucherlein, wie flink es untertaucht?
  3835. Siehst du den Zudrang dort zu jenem Tempel, Sohn?
  3836. Siehst du dort gehn, mein Sohn, den betenden Barfüßer?
  3837. Siehst du hörst du im Frühlingswind
  3838. Siehst du im Südmeer, dort mein Sohn, das Schifflein schweben?
  3839. Siehst du wie die Vögelein
  3840. Siehst du, wie der Planet sich um sich selber dreht,
  3841. Sind denn der Körner durch die weggefegte Spreue
  3842. Sind die Boten, die ich abgesendet habe,
  3843. Sind dir Flügel nicht verliehn,
  3844. Sind ein Paar kalter
  3845. Sind wir zum Lebensmahl berufen, um zu fasten?
  3846. Singvögel sind es nicht, die lernen Wörter sprechen,
  3847. So breit geworden ist nun Kunst und Wissenschaft,
  3848. So freudelos, so wonnebloß
  3849. So gehst du denn um ein Paar Lebensjahre
  3850. So gehts in unserm Haus. Der Zucker ist gestohlen,
  3851. So gleich hat Gott vertheilt das Loos der Erdenkinder:
  3852. So glücklich war ich, und so sorglich es zu bleiben,
  3853. So hab' ich heuer mich noch nicht gebückt
  3854. So hat ein altes Bettelweib,
  3855. So hell von Zwietracht ward die Fackel nie geschürt,
  3856. So hilflos zu der Welt wird nie ein Thier geboren
  3857. So klagt' ein Paria im öden Waldversteck,
  3858. So lange du noch kanst erröthen und erblassen,
  3859. So laut im Winterzimmer schmettert
  3860. So manchen Lufthauch hast du schon gespüret
  3861. So mancher klagt, und sagt, daß ihn die Welt verkennt;
  3862. So möcht' ich leben, daß ich hätte, wenn ich scheide,
  3863. So nebneinander gehn durchs Leben Menschen hin
  3864. So oft der Herbst die Rosen stahl,
  3865. So oft du wieder treibst, was du einmal getrieben,
  3866. So oft schon hin ich über deine Schwellen
  3867. So sang ein armer Mann, des einz'ger Reichthum lag
  3868. So sang ein Wandersmann im baumlosen Gefild,
  3869. So sang ein Wandersmann, als er die Welt durchlief:
  3870. So schön und unbeständig,
  3871. So schöne Füll' an wunderbaren Träumen
  3872. So sprach der Esel zum mitwandernden Kameele:
  3873. So sprach der kluge Narr zu einer schönen Frau,
  3874. So sprach der Philosoph: Gebt Stoff mir und Bewegung;
  3875. So sprach des Löwen Muth zu seinem eignen Rachen,
  3876. So sprach ein Wandersmann zu seinem Weggesellen,
  3877. So sprach Emir Sebekteghin,
  3878. So sprach ich, als ich jüngst gieng durch die Flur am Abend ─
  3879. So sprach Saraswati, des Brahma hohes Weib,
  3880. So sprach zum Adlichen, der mit den Ahnen prahlte,
  3881. So sprach zum Könige, der mit den Leuten grollte,
  3882. So thöricht ist der Mensch nur auf sein Weh beflissen,
  3883. So vom Ungläub'gen ward der Gläubige befragt:
  3884. So wahr die Sonne scheinet,
  3885. So wandl' ich in Gedanken,
  3886. So wenig achtest du der Welt und ihres Guts,
  3887. So wie dein Auge schaut mit Lust das grüne Laub,
  3888. So zum Vertrauten sprach ein weiser König einst
  3889. So zürnt' ich, aber ungerecht;
  3890. So zwischen Mond und Sonne
  3891. Sobald dem Menschen wir die Freiheit zugestehn,
  3892. Sohn, als ein Kind du warst und mit der Welt noch spieltest
  3893. Sohn, auch Astronomie hat mit Gastronomie
  3894. Sohn, aufrecht sei dein Gang, und all dein Thun aufrichtig!
  3895. Sohn, danke Gott, daß du auf luftigen Altanen
  3896. Sohn, daß die Gattin folg' im Flammentod dem Gatten;
  3897. Sohn, der Tabakrauch auch, wozu ich dich anleiten
  3898. Sohn, dort im Norden sieh, wie sich der Schneeberg hebt,
  3899. Sohn, ehrenhalber sollst du nie thun, was du thust;
  3900. Sohn, fürchte Gott, damit dein Innres furchtlos sei,
  3901. Sohn, jede Tugend macht zum Laster Uebertreibung;
  3902. Sohn, sieh die Rebe, die uns soll die Traube tragen,
  3903. Sohn, sieh' den Strom! er steigt und fällt, wie seine Fläche
  3904. Solang der Feldherr Osmar's, Amru Ben Alas,
  3905. Solang des Schönen Hauch nicht so dich auch durchwittert,
  3906. Solang die Sonn' am Himmel steht,
  3907. Solang die Thoren nicht aus dieser Welt verschwinden,
  3908. Solang du jung bist, mag es dir villeicht behagen,
  3909. Solang du lebend bist, komm halte dich ans Leben,
  3910. Solang du mich entbehren kannst,
  3911. Solang es in dir stürmt, so tröste dich: Du bist
  3912. Solang hast du gesäumt an manchem guten Tage
  3913. Solang ich werde: »Liebst du mich,
  3914. Solang' ist nicht die Zeit auf ihre Höh gebracht,
  3915. Solange du nur denkst, ohn' es in dir zu fühlen,
  3916. Solch ein Hüttchen und ein Gärtchen,
  3917. Solch einen Mantel wünscht' ich euch,
  3918. Solch' einen möcht' ich finden,
  3919. Soll der bedrohte Baum nicht drein mit Freude schauen,
  3920. Soll der König stets sich kränken,
  3921. Soll die Gans von jedermann
  3922. Soll ich bringen Veilchen
  3923. Soll ich den nahen Tod dem Todesnahen zeigen?
  3924. Soll ich euch sagen, daß als Morgenglocke
  3925. Soll tragen mit Geduld dein Lehrling Lernbeschwerden,
  3926. Soll unsre Jugend nicht durchaus den Teufel missen,
  3927. Sonn- und Mondfinsterniß, fragst du, woher sie kommen?
  3928. Sonne, laß mich Licht
  3929. Sonst da mich jeder schalt, und keiner fast mich lobte,
  3930. Sonst galt es: Ein Ring am Finger
  3931. Sonst hat ein hoher Wahn, ein Glaube mich gehoben:
  3932. Sonst hatt' ich zu beklagen
  3933. Sonst mocht' ein Einzelmann in seinem Volk verschwinden,
  3934. Sonst war der Brauch im Land, ein neugeboren Kind
  3935. Sonst ward dem Zauberer in abergläubischen Tagen
  3936. Soviel du von der Gnad' Unedler wirst gespeist,
  3937. Soviel hab' ich gelernt: ich darf auf gar nichts zählen;
  3938. Soviel in eurer Art ist einfach, uranfänglich;
  3939. Soviel ist auf der Welt, was Herzen trennt und einet,
  3940. Sowahr als aus dem Eins die Zahlenreihe fließt,
  3941. Sowahr du hier die Welt nur kannst im Zwielicht sehn,
  3942. Sowahr in dir er ist, der diese Welt erhält,
  3943. Soweit hab' ichs gebracht mit dieser Welt Vergnügung,
  3944. Sowie es manche giebt von Völkern und Geschlechten,
  3945. Spät noch in duftender Nacht kam schleichenden Trittes die Liebe,
  3946. Spielendes Liebchen,
  3947. Sprachkunde, lieber Sohn, ist Grundlag' allem Wissen;
  3948. Sprengt eure Pforten auf, ihr Kaukasusse,
  3949. Sprich es nicht aus, noch mit Gedanken denk' es aus,
  3950. Sprich, wie der Muselman im Unglück und im Glück
  3951. Spricht der Vater zu der großen Tochter:
  3952. Spricht Unvernunft, was hilfts daß da Vernunft sich zeige?
  3953. Sproßte doch für jeden Kuß,
  3954. Stadtgeborne Herrn und Frauen,
  3955. Stand ich auf der Lauer,
  3956. Standunterschied erscheint vor Fürstenthron geringer;
  3957. Statt Blatt und Blüthen, die vom nackten Leibe
  3958. Statt dich zu zanken mit den eigenen Gedanken,
  3959. Statt vieler gebe Gott dir Einen Freund, getreuen,
  3960. Steh früh auf! früh auf steht die Sonn' am Sommertag,
  3961. Steht denn so gar nichts fest in dir, daß du geschwinde
  3962. Steig' hernieder, Frühlingsregen,
  3963. Stell dich in Reih und Glied, das Ganze zu verstärken,
  3964. Stets besserst du an dir, und immer findest du
  3965. Stets hast du Recht, wenn du beim Richter bist allein;
  3966. Stets klarer wird es mir, und endlich wird es klar,
  3967. Stets lebt ein Dichter im Vertheilen von Geschenken;
  3968. Stets löblich ist es, sich mit andern zu vergleichen,
  3969. Stets sah ich einen Mann, nicht wußt' ich wie er hieß;
  3970. Stets und immer, dort und da,
  3971. Stets unterhaltend ist die Reise für den Mann;
  3972. Stolz war Natur, als ihrer Schöpferhand
  3973. Streuet heut mit vollen Händen Ros' und Lilien!
  3974. Sturm der Vernichtung, sprich, wohin denn mich verschlagen,
  3975. Such immer was du machst, zu machen besser immer,
  3976. Such' alles, was du machst, aufs beste nur zu machen;
  3977. Such' etwas Schönes dir nur immer aus vom Gang
  3978. Suleiman Elwarrak erzählte:
  3979. Sultan Atsis wird von Sultan Sandschar
  3980. Sultan Massud, der vom Jagen
  3981. Sultan Mohammed, als er sollte sterben,
  3982. Sultan Mohammed, Mahmud's Sohn,
  3983. Süß ist der Sonne Blick nur, weil zu strahlen
  3984. Süß ist es, im Schwertertanze,
  3985. Süß muß es Schwachen seyn, des starken Feinds zu spotten,
  3986. Süß muß sein, sich lieben lassen,
  3987. Süßer denn alles ist Liebe, und über Lieb' ist auf Erden
  3988. Süßer ist, als Thun, viel süßer, Leiden;
  3989. Tausend Nachtigallen
  3990. Tausend Wellen im Bach und tausend Blumen am Ufer,
  3991. Tausendmal für dich zu sterben,
  3992. Thaustrahler, strahlst du Thau,
  3993. Thessalierin, obgleich mit keinem Laute
  3994. Thöricht, wer im Paradies kann wohnen,
  3995. Thu deine Schuldigkeit, und laß dir nur nicht bangen,
  3996. Thu Gutes, wenn es auch vielleicht nicht rettet dich,
  3997. Thu nur als wissest du, um dir die Scham zu sparen,
  3998. Thu recht und schreibe dir nicht als Verdienst es an,
  3999. Thu was du kannst, und laß das andre dem, der's kann
  4000. Thu' Gutes, Kind, soviel du kannst,
  4001. Thu's, willst du Gutes thun, und frage kein Orakel;
  4002. Thu, was der gröste that in seinem grösten Kreise,
  4003. Thun was schon ist gethan, dergleichen thun die Thoren;
  4004. Thust du dir was zu gut, so ist dir wohl zu Muth,
  4005. Tief im Gebirg, wo ungestört zu grasen
  4006. Tief im Walde saß ich,
  4007. Trage nicht zuviel Gestein!
  4008. Trägt jeder doch genug! soll er nun helfen tragen
  4009. Treibt nur euern Saus und Braus,
  4010. Trifft dich des Schicksals Schlag, so mach' es wie der Ball:
  4011. Trinke Himmelsluft,
  4012. Tritt auf, Gigant, mein Lied, und schlage Saiten,
  4013. Tritt der Verstand zur Polizei,
  4014. Tritt sanfter auf mit deinem Flügelschlage,
  4015. Triumf! das Leben siegt; Triumf! der Tod erliegt,
  4016. Trübe war das Wetter,
  4017. Tyrannen, die sosehr nichts hassen,
  4018. Über das Ziel ein Schritt, zuviel ist stets vom Übel,
  4019. Ueber Bekr und Taghlebs beiden Bruderstämmen
  4020. Ueber'm Berge, wo die Sonne
  4021. Ueberrascht im Feld vom Regen,
  4022. Um Akrama, den Vogt von Rakka, saßen
  4023. Um Andacht streitet sich das Auge mit dem Munde,
  4024. Um ein höchst unbeständ'ges Reich zu erben,
  4025. Um eine Blum' im Korn, von Knabenaug' erblickt,
  4026. Um Eines ist das Thier vom Menschen zu beneiden,
  4027. Um Frühlingsanfang müssen Stürme toben,
  4028. Um loszugehn der Fesseln, die mich binden,
  4029. Um Misverständnisse, ihr Freunde, zu vermeiden,
  4030. Um mit Vertraun ein Wort zu wagen, mußt du dessen,
  4031. Um Mittag, wenn mit Duft der Himmel sich umsäumt,
  4032. Um Mitternacht
  4033. Um Neujahr hattest du, wie mir dein Büchlein sagt,
  4034. Um sein Chalifenschloß in Bagdad zu erbau'n,
  4035. Um zu sehn den Regenbogen
  4036. Umringt von bunten Schmetterlingen,
  4037. Umsonst ereiferst du dich gegen etwas heftig,
  4038. Umsonst ist jedes Werk, das du hervorgebracht,
  4039. Unbegreiflich wunderbar
  4040. Unbillig klagest du, zu wenig sei dir kund
  4041. Und als er mich nach Haus getragen brachte,
  4042. Und hast du nicht, was du mir schworst vergessen in der Nacht?
  4043. Und ladet jemand dich zu Gast,
  4044. Und locket wieder dich das Gaukelspiel der Welt,
  4045. Und meinest du daß dich die meisten hören werden,
  4046. Und nun nehm' ich diese Lieder
  4047. Und nur durch Eines hast du dich als Kind verrathen,
  4048. Und sähest du auch Tod und Weh im Leben nie,
  4049. Und wär' es nichts gewesen als ein Traum,
  4050. Und ward ihr Herzgespiel.
  4051. Und weil du dich so stolzen Sinn's erhoben,
  4052. Und wenn Gott jeden Wunsch den Menschen läßt erwerben,
  4053. Und wenn ich wär' ein abgestorbner Baum,
  4054. Und wenn ihr fragt, warum wir euch kein Ganzes geben?
  4055. Und wenn in ihrem Liebesglanz
  4056. Und wenn sie wie das Korn dich in den Boden traten,
  4057. Und wie du an den Flecken mochtest reiben,
  4058. Und will's so ganz und gar denn nicht vom Platze,
  4059. Und, Preußen, willst du selbst nicht gehn,
  4060. Unendlich fühlest du dich in dir selbst, doch endlich
  4061. Unendlich ist zugleich und endlich jedes Ding;
  4062. Ungleich gestellt sind Glück und Unglück in dem einen,
  4063. Unglücklich bist du nicht, wie unbeglückt du seist;
  4064. Unglücklich ist nicht, wer der Erde Glück verlor,
  4065. Unglücklich kan ein Mensch vor lauter Glück sich fühlen;
  4066. Unköniglicher doch ist keine Eigenschaft
  4067. Unleidlich ist die Stadt, ich will im Felde baun
  4068. Unleidlicher ist nichts, geeigneter zu Krämpfen,
  4069. Unruhig ist die Welt, unruhig ist das Herz,
  4070. Uns beiden ist hier die Luft zu schwer
  4071. Unseliger ist nichts, als wenn dirs immer ist,
  4072. Unser Gedächtniß ist wie eines Wirthes Zimmer,
  4073. Unser Hauswesen
  4074. Unser Herr Gevatter Schneider
  4075. Unserem verlechzten Lande
  4076. Unsterblichkeit ist nicht der Zukunft aufgespart,
  4077. Unter Bäumen saß der Hirte,
  4078. Unter der Heerde seiner Kameele
  4079. Unter des Himmels Blau,
  4080. Unter'm Baume stand der Knabe
  4081. Unvergleichlich blüht um mich der Frühling,
  4082. Verachte Kleine nicht, die dir mit Liebe nahn,
  4083. Verachte nicht den Staub, der dir den Weg verdeckt;
  4084. Verbannung immer ist die allerkleinste Reise,
  4085. Verbrannt ist dir dein Haus. »Verbrannt ist nur das Holz.«
  4086. Verderblich ist es, mit unrechtem Gut zu prunken;
  4087. Verdiene dein Geschick, sei dankbar und bescheiden,
  4088. Verdrießen laß dich's nicht, die flüchtgen Augenblicke
  4089. Verein' mit Selbstvertraun Mistraun in deine Kraft;
  4090. Verfallen war der Schacht und unbefahren,
  4091. Vergeblich alles, was du für die Welt gebildet,
  4092. Vergeistigen die Welt ist geistiges Ergetzen,
  4093. Vergessen wird, wie was man sieht, auch was man denkt;
  4094. Vergiß nicht, gehst du aus, dein Sommerhütchen,
  4095. Vergißmeinnicht, dich sendet
  4096. Vergißmeinnicht, du blühst an fremden Baches Bord,
  4097. Vergleiche dich nur oft nach unten und nach oben,
  4098. Vergnügen will man sich in der Gesellschaft nicht,
  4099. Verklungen ist der Kampfestos,
  4100. Verlier, o Jüngling, nur Geduld und Hoffnung nicht;
  4101. Verlodert ist die Jugendgluth,
  4102. Verlorne Seelen, denen das Gewicht
  4103. Vermeiden sollen sich, die nicht zusammenpassen;
  4104. Vernimm die Fabeln, die ich nicht gefabelt habe;
  4105. Vernimm ein altes Wort, das fremd und seltsam klingt,
  4106. Vernimm vom Katerstolz, wie er auf Fuchses Rath
  4107. Vernimm, der ewigen Natur vier Elemente,
  4108. Vernimm, durch welch Geschick am heil'gen Strom der Ganga
  4109. Vernimm, wie einer Maus es ging, und lerne draus,
  4110. Verrede nicht, zu thun, was du dir vorgenommen
  4111. Versammelt sah ich jüngst in sommerlicher Stille
  4112. Versäume kein Gebet, doch das der Morgenröthe
  4113. Verschieb nicht, was du heut besorgen sollst, auf morgen,
  4114. Verschieden ist im Grund, und wie es ist so bleib' es,
  4115. Verschweig ein Glück, verbirg ein Unglück, das du hast!
  4116. Verse wachsen zu machen
  4117. Verstand ist vom Verstehn, Vernunft ist vom Vernehmen;
  4118. Verstand ist zweierlei: der ein' ist angeboren,
  4119. Verstand zu seinem Bau braucht manche Stütz' und Krücke,
  4120. Verständ' ich nicht dein Schweigen auch,
  4121. Versteh mich, liebes Kind! sowenig als mir nun
  4122. Verstummen will die Nachtigall,
  4123. Vertrau auf Gottes Schutz! Wer könnte sonst dich schützen?
  4124. Verwöhnen werden dich geschenkte Leckerbissen,
  4125. Verwünschter Ast, des Baumes Schande,
  4126. Verzage nicht, mein Herz! das Ei kann Federn kriegen,
  4127. Verzage nicht, o Herz! die Lust entspringt aus Trauer;
  4128. Verzeiht, ihr Herrn, ich ließ euch warten;
  4129. Verzeiht, was ich gefehlt, ich hab' es gut gemeint,
  4130. Verzweifelst du, der Welt zu schaun ins innre Wesen,
  4131. Vetter! nun die beiden Väter
  4132. Viel Angedenken stellst du um dich her zusammen
  4133. Viel besser, daß ein Volk nur einen Irrthum habe,
  4134. Viel Böck' im Leben hab' ich schon geschossen,
  4135. Viel Freude hatt' ich tagelang,
  4136. Viel Freunde hab' ich, die mehr meiner Poesie
  4137. Viel Freunde haben, doch zuviel nicht allen traun,
  4138. Viel Gutes wird bewirkt auf dieser Welt vom Bösen;
  4139. Viel lieber ist das Dach der Hütte, das bemoste,
  4140. Viel lieber ist mir doch ein Thuer als ein Sager,
  4141. Viel schlimmer, als wenn dich die andern hintergehn,
  4142. Viel schneller als der Schall ist, wie man weiß, das Licht;
  4143. Viel sind der Tugenden, doch jede ist die ganze,
  4144. Viel wichtiger als was du hast gelernt, mein Sohn,
  4145. Viel Winde wehn durch's Wiesenthal,
  4146. Viel Worte hast du, Sohn, das Kind nur einen Schrei,
  4147. Viele Schmetterlinge wiegen
  4148. Vielseitigkeit gefällt an zierlichen Kristallen,
  4149. Vier Dinge sind zugleich unendlich weit und schmal,
  4150. Vier Elemente liegen
  4151. Vier Elemente sind um dich, o Menschenkind,
  4152. Vier Königstöchter sind auf einem rings von Wogen
  4153. Vier Kräfte nenn' ich dir am Menschen, mangelhaft
  4154. Vier Namen flecht' ich in den Sang,
  4155. Vier und zwanzig Mädchenbeine
  4156. Vier Zeichen lehr' ich dich, sie sind wol lernenswerth,
  4157. Viktoria, Schiedsrichterin der Kriege,
  4158. Villeicht, doch nur villeicht vollkommener vollendet
  4159. Vitae summa brevis spem nos vetat inchoare longam.
  4160. Vögel, wenn ihr bauen wollt,
  4161. Vöglein hat sich heiser gesungen,
  4162. Voll Götter ist die Welt, die alle sind zusammen
  4163. Vollendet wird hier nichts, nichts aber kann gelangen
  4164. Vollkommen lieb' ich nicht die Menschen, streng und heilig;
  4165. Vom Abhang rollt ein Stein in jedem Nu hernieder,
  4166. Vom Gärtner kauft' ich mir ein schönes Blumenstöckchen,
  4167. Vom Geschick, das mitternächtig
  4168. Vom Glauben gehst du aus, und kehrst zurück zum Glauben;
  4169. Vom Heiligen bewegt, sei dein Gemüt im Takt!
  4170. Vom Himmel laut ruft Nemesis Urania:
  4171. Vom hohen Fenster schaut der Fürstensohn,
  4172. Vom nagenden Jahrhundert unvernichtet,
  4173. Vom niedern Hügel sah ich auf mein Heimatsthal,
  4174. Vom Onyx wird gesagt, daß er, im Ring gefaßt,
  4175. Vom Thurme wird erzählt, den einst die Menschen bauten,
  4176. Vom tiefsten Süden ist zum höchsten Nord ein Sprung
  4177. Vom Todten saget man: er ist zu Gott gegangen;
  4178. Vom Übermaß der Lust wird Leid hervorgebracht;
  4179. Vom Wege seitab steht ein Baum, und eine Quelle
  4180. Vom Werth des Schattens wird uns Kunde,
  4181. Vom zaubrischen Palast hat Narada vernommen,
  4182. Von Aberglauben ist Unglauben stets begleitet,
  4183. Von Adam, liebes Kind, berichten Muselmanen,
  4184. Von allem was ein Mann an Gut der Welt gewann,
  4185. Von allen Dingen der Natur der Mensch ist eines,
  4186. Von allen Jagden galt die edelste den Alten
  4187. Von allen meinen Knaben
  4188. Von allen Thieren hat den Menschen Gott zuletzt
  4189. Von allen Thieren ist ein Nutzen anzugeben,
  4190. Von allen Tugenden ist Scham genannt mit Recht
  4191. Von Bagdad wollt' ich (Abu Haschim spricht)
  4192. Von beiden Welten wenn ich sollt' entbehren eine,
  4193. Von Cyanen laß den linden
  4194. Von deinen ew'gen Formen,
  4195. Von deiner Eitelkeit was kann dich, Dichter, heilen?
  4196. Von dem ich keinen Schutz verlang' und keinen Lohn,
  4197. Von den Planeten ist kein andrer, Sohn, so trüglich
  4198. Von den Söhnen Israels
  4199. Von der Rose meines Herzens
  4200. Von des Amru Schwert, Samsame,
  4201. Von des indischen Meers Gestaden
  4202. Von des Morgenrothes Pfaden
  4203. Von einem Freunde kanst du Freundesdienst' annehmen,
  4204. Von einem Höfling wird erzählt auf diesem Blatte,
  4205. Von einem König wird erzählt, daß im Pallast
  4206. Von einem Sagenmeer vernehmt den Inbegriff,
  4207. Von einem Wandersmann wird nur das Land beschaut,
  4208. Von einer Milchkuh nimmt man einen Stoß nicht übel,
  4209. Von einer Seele träumt' ich, einer fernen lieben,
  4210. Von Fabian Sebastian,
  4211. Von ferne hält die Hand ein kluger Mann ans Feuer,
  4212. Von ferne kannst du nicht die Trommel hören schlagen,
  4213. Von Freunden sagt man dir, die mit dem Glücke kämen,
  4214. Von Freunden, dachten wir, sei Freundschaft zu erwarten;
  4215. Von Gott läßt man sich viel, läßt alles sich gefallen;
  4216. Von hundert Schlägen, die der Goldschmidt thut, trifft keiner
  4217. Von keinem fühlst du mehr als einem dich beschwert,
  4218. Von keinem Helden, der noch lebet, sollst du singen,
  4219. Von keinem Trost wird ein Betrübter mehr erquickt,
  4220. Von Kufa kamen Abgesandte, die
  4221. Von Lebern aller Art möcht' ich Jahraus Jahrein
  4222. Von Lob und Tadel hängt mitnichten ab dein Adel,
  4223. Von meinen Zähnen hab' ich einige zum Kauen,
  4224. Von Menschenundank und der Thiere Dankbarkeit
  4225. Von menschlichem Geschlecht verlassen stand ein Haus,
  4226. Von Moskow' nach Paris ist manche Meile,
  4227. Von Napel ging ich nach Puteoli.
  4228. Von Ostern sieben Wochen
  4229. Von Ruhm und Ehre wird das Herz durchaus nicht satt;
  4230. Von seinem Dorf der Edelmann
  4231. Von sichrer Meisterschaft ist Scherz ein sichres Zeichen;
  4232. Von sieben Erzen, die das Gold als König preisen,
  4233. Von so viel Lehrern scheint mir jeder Recht zu haben;
  4234. Von Strömen täglich trägt und stündlich welch ein Heer
  4235. Von Überzeugungen ein fester Grund gelegt
  4236. Von unten scharfer Zahn, und scharfer Zahn von oben;
  4237. Von was die Erde lebt, von der wir alle leben?
  4238. Von weitem kennt ein Mann am Dach sein eignes Haus,
  4239. Von weitem sieht ein Fuchs den Fuchs auf seinem Gange,
  4240. Von Zeit und Raum ist viel zu hören und zu lesen,
  4241. Von Zeit zu Zeit ein Schlag dem übermüt'gen Knaben,
  4242. Von zwei schönen Schwesterrosen
  4243. Von zweien Welten will die wahre jede seyn,
  4244. Vor allem hüte dich, auf deinem Weg mit großen
  4245. Vor allem lerne nur, dich selber zu belehren;
  4246. Vor allen Thieren, die dem Menschen ähnlich scheinen,
  4247. Vor deinen hellen Augen
  4248. Vor dem Angesicht der Braut
  4249. Vor dem Mühlenthore,
  4250. Vor Mohammed trat ein Moslem
  4251. Vor neunundvierzig Jahren lag ich heute neugeboren,
  4252. Vor Salomonis Throne klagt
  4253. Vor zwanzig Jahren
  4254. Vor'm April gesteckte Bohnen
  4255. Vorgestern Hoffnungen, in Knospen eingeschlossen;
  4256. Vorm klaren Spiegel stand der unerfahrne Knabe,
  4257. Vorm Menschen, welchen kein Gesetz der Lieb' und Treue
  4258. Vorm Spiegel auf dem Tisch im Körbchen standen Früchte,
  4259. Wag' es wenn du's vermagst, von beiden Lebenssfären
  4260. Wahrlich nicht durch Zärtlichkeit
  4261. Wann alte Herrscher sonst danieder fuhren
  4262. Wann aufzurichten ihren Wuchs Cypressen
  4263. Wann den Wälderkranz
  4264. Wann der Regen goß,
  4265. Wann die Rosen aufgeblüht,
  4266. Wann die Sonn' am tiefsten war,
  4267. Wann du hörest auf zu lieben,
  4268. Wann fern unschädlich geht im Wald des Leun Gebrülle,
  4269. Wann ich dich nicht zu küssen habe,
  4270. Wann ist ein Gleichniß gut? Wenn man soweit es führt,
  4271. Wann mein Herz mit Freudenschauer
  4272. Wann mein Liebchen mit dem schlanken
  4273. Wann sich der Himmel schwätzt mit Ungewittern,
  4274. Wann still die Nacht aus dunkeln Pfaden schreitet,
  4275. Wann wacher Sinne Krieg geschlichtet Gottesfriede,
  4276. Wann wirst du dich enthüllen
  4277. Wanns an zu dämmern fängt, so ist der Tag nicht ferne;
  4278. Wär ich nur der hochverehrte,
  4279. Wär' es mit einem dir mislungen oder zweien,
  4280. Wär' ich wie ihr, ihr sommerlichen Schwalben,
  4281. War's die Schwalbe, die am Giebel bauet?
  4282. Warme Feuchte
  4283. Wärst du krank, daß ich dich könnte pflegen,
  4284. Wärst du minder mir ergeben,
  4285. Wärst du wie die Felsenklippe,
  4286. Warum beneidest du, was andern ist beschieden,
  4287. Warum das große Ich der Menschheit sich gespalten
  4288. Warum der Vogel steht im Schlaf auf Einem Bein?
  4289. Warum der Vogel Strauß so garviel Eier legt?
  4290. Warum die Allmacht nicht ohn' Übel schuf die Welt?
  4291. Warum die Wahrheit wird so schwer an Mann gebracht?
  4292. Warum gehst in der Welt du aus dir selbst hinaus?
  4293. Warum ich euch soviel Sinnbildliches berichte?
  4294. Warum ich gangen bin aufs Land und sitzen blieben
  4295. Warum ich Weib und Kinder nenne
  4296. Warum ich, Liebste, mich von dir geschieden?
  4297. Warum in der Ecke stehn,
  4298. Warum ist Pfaffengeist so eng und dumpf und klein?
  4299. Warum ist Redlichkeit von Rede so benannt?
  4300. Warum läßt Volksmundart von Frauenlippen sich
  4301. Warum mit Reimen euch, und schweren Reimen, quälen?
  4302. Warum nicht auch, wenn mit unzählbar'n Augen
  4303. Warum oft glücklich statt des Guten sei der Böse?
  4304. Warum sich zwei erwählen,
  4305. Warum sind deine Augen so naß?
  4306. Warum thun Buße nicht, die Buße predigen?
  4307. Warum verehrst du den? Weil ihn soviel verehren.
  4308. Warum verhüllst du, wann ich blick' empor,
  4309. Warum vertragen sich verschiedne Menschen selten?
  4310. Warum von Hima, Schnee, sei Hema, Gold, genannt
  4311. Warum vor Ungeduld dein Büchlein ich zuschlug?
  4312. Warum willst du And're fragen,
  4313. Was allerbestes je von Weisen ward gesprochen,
  4314. Was bedarf es viel Geschnatter,
  4315. Was deine Seele denkt, was dein Gemüt empfindet,
  4316. Was deinem innern Trieb ist angemessen, treibe,
  4317. Was die Sterne dir bescheeren,
  4318. Was diese Welt dir giebt, was diese Welt dir nahm;
  4319. Was dir am Mann gefällt, der stillschweigt, wird im Nu,
  4320. Was dir die Welt geborgt, einst fordert sie dir's ab;
  4321. Was dir mislang, wirf weg, wenn du ein Meister bist;
  4322. Was dir mit Einem Mund bewundernd alle preisen,
  4323. Was du erlangen kanst, das stillt nicht dein Verlangen;
  4324. Was du ernstlich suchst wirst du erlangen,
  4325. Was du im täglichen Hinleben leicht vergissest,
  4326. Was du mein liebend Herz hast leiden lassen,
  4327. Was du nicht lieben kannst, mußt du darum nicht hassen;
  4328. Was du nie müde wirst zu fühlen, wirst du nie
  4329. Was du noch nicht erschwangst, das kannst du noch erschwingen;
  4330. Was du solang erhofft, wann es nun endlich kam,
  4331. Was du verstehest, reizt dich wenig; was du nicht
  4332. Was du zur Grotte rufst, das ruft dir aus der Grotte,
  4333. Was einen Dichter macht? das hohe Selbstgefühl
  4334. Was einer tragen kann an Leid und auch an Lust,
  4335. Was einmal ist geschehn, das laß auf sich beruhn,
  4336. Was er geworden ist, genüget nie dem Mann;
  4337. Was euch entgegen ist, ist mir zuwider;
  4338. Was feindlich ist der Welt, das magst du feindlich hassen;
  4339. Was gestern war, o laß es mich vergessen!
  4340. Was gibt Behäglichkeit dir in des Lebens Kreisen?
  4341. Was giebt es hier, um was des Volks Gedräng sich häuft?
  4342. Was giebt es Neues? schreien
  4343. Was glänzt, daß du es siehst, ist gleichsam im Verbrennen;
  4344. Was Gott gebeut, das ist er alles selber schon:
  4345. Was Gott in der Natur und dir im Herzen spricht,
  4346. Was gut ist und was schlecht, ist schwer nicht zu entscheiden;
  4347. Was hab' ich nun erkämpft, daß stumpf sind meine Waffen?
  4348. Was hält den Vogel, der in Lüften schwebt, am Band,
  4349. Was hält, daß sie nicht fällt hinaus in's weite Leere,
  4350. Was hat dich, Geist, vermocht aus Gott hervorzuwallen?
  4351. Was hat Herr Kongreß in Wien gethan?
  4352. Was hätt' uns können Gott für Rechnungen ersparen
  4353. Was Heil uns bringet, ist ein Unheil nicht zu nennen,
  4354. Was heißt dich, wie dich selbst, jedweden Menschen achten?
  4355. Was hilft die Kundschaft, die du ein von andern ziehst?
  4356. Was hilft es, daß du dir die fremden Weg' einprägtest?
  4357. Was hilft mir, daß die Blick' ich lasse schweifen
  4358. Was hilft vom Prediger der reinen Lehre Spendung?
  4359. Was hilft's dem Hochmuth, daß er sich verstocke?
  4360. Was hilft's, daß Eckart-Arndt
  4361. Was hilfts den Zweig, an dem kein Apfel ist, zu schütteln?
  4362. Was hülf' es, ob den Maler in die Wände
  4363. Was ich bös sei? fragst du mich;
  4364. Was ich geworden bin, bin ich durch dich geworden;
  4365. Was ich je als Putz besaß
  4366. Was ich unmöglich achtet', ist geschehn,
  4367. Was ich zum Seelenschmaus, o Sohn, dir aufgetischt,
  4368. Was im lustigen Frühlingssaal
  4369. Was in der Schule du gelernt, ists wol vergebens,
  4370. Was innig dich ergreift, das laß fein langsam reifen;
  4371. Was ist alle Phantasie
  4372. Was ist an Fluren schön? was schön ist auch am Leben:
  4373. Was ist bei diesem Spiel des Lebens zu gewinnen?
  4374. Was ist das Licht, das hold des Daseyns Nacht erheitert?
  4375. Was ist der kleine Mensch in der Unendlichkeit!
  4376. Was ist der Raum? die dir vom Sinn gesetzten Schranken.
  4377. Was ist der Vorzug wol der menschlichen Vernunft
  4378. Was ist der Weg, mein Sohn, an dem du noch nicht bist,
  4379. Was ist des Geistes Leib? Der Körper ist es nicht,
  4380. Was ist die Schönheit, Herz? das Spiegelbild der Liebe.
  4381. Was ist die Tugend? Schrank' und Maß der Menschenkraft;
  4382. Was ist die Weite denn des Lebens und die Enge?
  4383. Was ist ein Sinnbild? Was der schöne Name meint:
  4384. Was ist ein Sinngedicht? Wie Mann und Weib verbunden,
  4385. Was ist es denn, das du begreifst von Gott und Welt?
  4386. Was ist es, daß du sagst: es hat mich dieses heut,
  4387. Was ist es, das mir Bürgschaft gibt,
  4388. Was ist und was ist nicht poetisch? Alles, wie
  4389. Was ist Unsterblichkeit im frostigen Berichte
  4390. Was ist unwandelbar als Wahrheit ausgemacht?
  4391. Was ist unwandelbar in der Verwandlung Reich?
  4392. Was ist Verneinung wol im Denken und im Wort?
  4393. Was ist wahr oder falsch an innrer Offenbarung?
  4394. Was ist zu wissen werth, was ist nicht werth zu wissen?
  4395. Was ist Zusammenhang der Rede, den du lobst,
  4396. Was jegliches Gemüt als klaren Kern enthält,
  4397. Was kann Dir nutzen
  4398. Was knistert neben mir und stört mein einsam Denken,
  4399. Was konnte denn das arme Bild verbrechen
  4400. Was Leben, wo gestorben du, o Liebe!
  4401. Was machet groß und breit ein Buch? Unwissenheit,
  4402. Was man nicht ändern kann, soll man nicht ändern wollen;
  4403. Was man zum Guten wie zum Bösen deuten kan,
  4404. Was Menschen Vorsicht heißt, ist schlecht von Menschen denken;
  4405. Was Menschenkunst gemacht, darf man zu nah nicht sehn,
  4406. Was mit Blick und halbem Wort
  4407. Was nennst du groß und klein? du nennest größer, was
  4408. Was nicht von Gott hebt an, und sich zu Gott hin wendet,
  4409. Was nur vom Himmel kommt in gut und schlechten Tagen,
  4410. Was nützt die Schöne dir des Urwalds, den durchbrechen
  4411. Was ragen himmelan die kalten dort und stolzen
  4412. Was richtet das Gesetz am menschlichen Beginnen?
  4413. Was rühmst du dich, daß du nach Geld und Gut nicht trachtest,
  4414. Was sagst du mir? du willst mir sagen wol von dort,
  4415. Was sagt Bewußtseyn aus? es sagt Bewußt und Seyn;
  4416. Was scheidet menschliches und göttliches Geschick?
  4417. Was schlichtet, Herz, den Streit, der dich mit dir entzweit?
  4418. Was schmiedst du, Schmied? »Wir schmieden Ketten, Ketten!«
  4419. Was sie nur haben gemocht, das haben die Blätter getrunken,
  4420. Was singt ihr und sagt ihr mir, Vögelein,
  4421. Was soll ein Vater thun, wenn ihm ein Sohn misrathen?
  4422. Was soll ich dir für Namen geben?
  4423. Was steht auf diesem Ring? der Gastfreund sandt' ihn mir.
  4424. Was streifen in der Luft so stumm
  4425. Was sucht der Geist? das was als Widerspruch betiteln
  4426. Was sucht ihr, Reisende, in des Gebirges Schanzen?
  4427. Was thut ihr denn alsob ihr neu die Welt gemacht,
  4428. Was thut's wenn dich die Welt um weltlich Gut betrog,
  4429. Was ungelesen ich zu lassen mir erlaube?
  4430. Was unterscheidet dich, o Mensch, von der Natur?
  4431. Was unterscheidet dich, o Mensch, von Thier und Pflanze?
  4432. Was unterscheidet Kunst von Wissenschaft? Das Können;
  4433. Was uranfänglich ist, das ist auch unanfänglich,
  4434. Was vorzuziehn von beiden,
  4435. Was Wärme schnell annimmt, läßt schnell sie wieder fahren;
  4436. Was weiß der Vogel von dem Ton,
  4437. Was wie Katz' und Hund gelebt,
  4438. Was willst du mit der Welt? Du kannst sie nicht durchmessen,
  4439. Was wird nun dieser Tag, der heutige, dir bringen?
  4440. Was wirklich satt dich macht, das wirst du niemals satt,
  4441. Was wirkte groß und wirkt, kann in sich seyn nicht nichtig:
  4442. Was zu beweisen ist, ist auch zu widerlegen,
  4443. Was, Dichter, suchst du? Ruhm? »Wen reizt die Seifenblase?«
  4444. Wechseln mag, wer unbequem
  4445. Weder Liebesblick' aus schönen Augen,
  4446. Weh dieser Welt! sie gibt für heut uns Nahrungsorgen,
  4447. Weh dir, o Poesie in dieser Zeit Gedränge!
  4448. Weh thuts, wenn man dich schilt, am wehsten, armer Knecht,
  4449. Weh, Leipzig, dir! So weit die Blicke reichen,
  4450. Wehe, Windchen!
  4451. Weich ihm doch lieber aus,
  4452. Weil das Vergnügen, das man bannen will, entweicht,
  4453. Weil der Prophet gesprochen hat:
  4454. Weil du der ganzen Welt nicht kannst als Herrscher walten,
  4455. Weil du dich allerdings zu höhern fühlst berufen,
  4456. Weil du irrgiengest, weil du dich irrführen ließest,
  4457. Weil eben wir die Fahrt zu thun sind im Begriffe,
  4458. Weil ganz wie milder Mai an Laub und Blüthe,
  4459. Weil ich dich nicht legen kann
  4460. Weil ich kein Weltkind bin, nicht habe Weltverstand,
  4461. Weil ich nichts anders kann als nur dich lieben,
  4462. Weil mein Töchterchen neulich zum Geburtstag
  4463. Weil nicht ein großer Fürst im weiten Länderbann
  4464. Weil Niemand mir eins machen will,
  4465. Weil nun den Kranz, den er dir aufgesetzt,
  4466. Weil' an den Gräbern nur, und pflanze Rosenhecken!
  4467. Weil, mich wohlfeil wegzugeben
  4468. Weise war der Sohn des Kotba,
  4469. Weißt du die Mähr, wie hier einst der Titan
  4470. Weißt du noch, mein süßes Täubchen,
  4471. Weißt du, warum man sagt, heraus das Rauhe kehren?
  4472. Weißt du, was der Bruder zu Hudheifa sprach,
  4473. Weißt du, was jedem frommt? Laß, was ihn mag ergötzen,
  4474. Weißt du, was Liebe sei? Daß eine dir gefallen,
  4475. Weißt du, wo gelind
  4476. Weißt, wie der alte Pfau lehrt fliegen seine Jungen?
  4477. Weit g'nug hat der Kosack' und der Baschkire,
  4478. Weit spazieren
  4479. Welch ein dichterisches Leben,
  4480. Welch ein Gärtner auf Erden kann sich rühmen
  4481. Welch ein gesegnet Jahr! wie schön der Frühling war!
  4482. Welch eine Glaubensform will weltersprießlich sein,
  4483. Welch eine Kunst du lernst, solang du lernend bist,
  4484. Welch eine Pflanze trägt im Frühling ihren Samen,
  4485. Welch eine Sprach' ist schön? Welch eine Sprach' ist reich?
  4486. Welch rasches Tönen wundersanfter Glocken,
  4487. Welch Unglück, weder recht zu wachen noch zu träumen,
  4488. Welch wunderbare Art den Läugner zu bekehren,
  4489. Welch wundersam verschlungenes Gewebe
  4490. Welche buntbelebte Gegend,
  4491. Welche chaotische
  4492. Welchem dienstbar'n seiner Geister
  4493. Welt auszusprechen, welch ein Stück der Welt es sei,
  4494. Welt ist Bewegung. Was bleibt unbeweglich wol?
  4495. Weltherrscher Raghu kehrt vom Welterobrungszug
  4496. Weltklugheit räth dir an: verachte keinen Mann!
  4497. Weltweisheit ist die Kunst, die schlecht sich auf Weltweise
  4498. Weltweisheit ist ein Wort, hat weder Sinn noch Kraft;
  4499. Weltweisheit lehr' ich dich, nicht Weisheit dieser Welt,
  4500. Wem ein Geliebtes stirbt, dem ist es wie ein Traum,
  4501. Wem schenk' ich dieses Buch? Dir? Deinem Schwesterlein?
  4502. Wen das Verhängnis will in Schmach und Schande stürzen,
  4503. Wen du arbeiten siehst, dem beut du selbst den Gruß;
  4504. Wen man gern anerkennt, der wird gern anerkennen;
  4505. Wen preisen wir in diesem Lied?
  4506. Wen unerwartet Glück mit Unmaß überschüttet,
  4507. Wen wundert's, daß es Freiheit nicht
  4508. Wenn all die Schaar von Monden, Wochen, Tagen,
  4509. Wenn alles Menschenthuns ist Wurzel Eigennutz,
  4510. Wenn Alten schlecht ansteht, was schön an Jungen gilt,
  4511. Wenn an einander wir, o Freund, nicht öfter dächten
  4512. Wenn auch mich ein Gott,
  4513. Wenn auch von Rache nicht das Recht ist so benannt,
  4514. Wenn außen Wärme treibt und Sauerteig von innen,
  4515. Wenn Braut und Bräutigam vor dem Altare stehn,
  4516. Wenn das Erhabne staunt die junge Menschheit an,
  4517. Wenn das nicht Unglück ist, was soll denn Unglück heißen?
  4518. Wenn dein Gemüt ist frisch vom Thau der Nacht befeuchtet,
  4519. Wenn deinesgleichen nicht mehr da wären,
  4520. Wenn den Gealterten es freut, sich selber jung
  4521. Wenn der Frühling seine
  4522. Wenn der Rose Liebesroth
  4523. Wenn der Titan, dem auf die Brust gelegt
  4524. Wenn dich am frühen Tag ein frommer Vorsatz hebet,
  4525. Wenn dich am Morgen
  4526. Wenn dich der Pöbel ehrt, befürchte, was dir droht!
  4527. Wenn dich der Unmuth plagt in deiner Einsamkeit,
  4528. Wenn dich ein Übel trifft, so denk: es ist ein kleines,
  4529. Wenn dich Gethanes freut, so magst du fröhlich ruhn
  4530. Wenn dich Glückwechsel trifft, denk', um dich nicht zu grämen:
  4531. Wenn die erste Knospe nur
  4532. Wenn die Gewährung du nicht siehst im Angesicht
  4533. Wenn die lieben zarten Blätter
  4534. Wenn die Natur dir lacht, vergissest du dein Haus,
  4535. Wenn die Schöpfung ärmer
  4536. Wenn die unreife Frucht du schütteln willst vom Ast,
  4537. Wenn die Vöglein sich gepaart,
  4538. Wenn dir aus einem Buch, das heilig du benennst,
  4539. Wenn dir das Himmelslicht durchs Fenster ist zuwider,
  4540. Wenn dir des Schicksals Hand will fallen in die Zügel,
  4541. Wenn dir die Lust noch nicht vergangen ist, den Herden
  4542. Wenn dir ein Glück will nahn, o nenne nicht das Glück
  4543. Wenn dir ein Schritt entschlüpft ist ein unebener,
  4544. Wenn dir ein weises Wort zu denken und zu schreiben
  4545. Wenn dir's an jedem Ort, o Wandersmann, gefiele,
  4546. Wenn du am rechten Ort das rechte Wort zu sagen
  4547. Wenn du ans Göttliche stets halten willst dein Streben,
  4548. Wenn du auch nicht mehr mich liebtest,
  4549. Wenn du das dicke Buch durchblätterst der Geschichte,
  4550. Wenn du das Höhere vom Niedern völlig trennst,
  4551. Wenn du das Ziel nur kennst, und bist auf rechten Wegen,
  4552. Wenn du dein eignes Ich nur spiegelst, soll das mich
  4553. Wenn du dein Leben selbst in That verwandeln kannst,
  4554. Wenn du dem Gegner ab Vernunft sprichst und Verstand,
  4555. Wenn du den armen Mann beschenkt hast mild und gütig,
  4556. Wenn du den Augen hältst das Buch so nahe vor,
  4557. Wenn du den Bettelsack einmal hast umgehangen,
  4558. Wenn du den Blinden siehst, den armen Mann, den kranken,
  4559. Wenn du den Formeln siehst ins Herz, nicht aufs Gewand,
  4560. Wenn du den lauten Streit vom Pöbel stillen willst,
  4561. Wenn du den Mund aufthuest, so stammelst du, aber den Mund zu
  4562. Wenn du den Muth nicht hast, die Guten selbst zu tadeln,
  4563. Wenn du den Muth verlierst, verlierest du die Kraft
  4564. Wenn du der Außenwelt verschließest deine Sinne,
  4565. Wenn du der Sonne wagst ins Angesicht zu grinzen,
  4566. Wenn du dich anders willst als all die andern kleiden,
  4567. Wenn du dich lebenslang beschäftigest mit Wörtern,
  4568. Wenn Du die Deinen führst, bist du ihr Fürst zu nennen;
  4569. Wenn du die Menschen siehst, mein Sohn, an einem Platze
  4570. Wenn du die Nacht durchschläfst, bedarfst du keines Lichts,
  4571. Wenn du die Pflanze wirst mit kühler Flut besprengen;
  4572. Wenn du ein bergiges Gelände steigst empor;
  4573. Wenn du ein Unglück ob dem Nächsten siehst verhangen
  4574. Wenn du ergreifen kannst des Augenblickes Stimmung,
  4575. Wenn du erkennen willst den Ruhm in seiner Blöße,
  4576. Wenn du fragst nach jenen Liedern,
  4577. Wenn du für dein Verdienst erwartest reichen Lohn;
  4578. Wenn du für dich allein und deinen Frieden sorgtest;
  4579. Wenn du für kleinre Gab' undankbar bist erschienen,
  4580. Wenn du gefällst der Welt, wird dir die Welt gefallen;
  4581. Wenn du Gerechtigkeit nicht in des Menschen Brust
  4582. Wenn du grad' nach Hause
  4583. Wenn du hast eine große Verwandtschaft,
  4584. Wenn du hast was Liebes,
  4585. Wenn du hättest Kindersinn
  4586. Wenn du im Glücke schwimmst, das Unglück nur vernimmst
  4587. Wenn du im Schmerz, den du empfindest, schon die Ruh
  4588. Wenn du immer Blüthen
  4589. Wenn du mich fragst: auf wen darf ich in Treuen baun?
  4590. Wenn du mir nahe bist, und ich nichts seh von dir,
  4591. Wenn du mit deinem Schatz willst einen Bretterkasten,
  4592. Wenn du nach Ehre strebst, die dir die Welt soll geben,
  4593. Wenn du nicht ausziehn kannst den Fehler der Natur,
  4594. Wenn du nur die Natur, wenn du nur die Geschichte
  4595. Wenn du sähst andern nach, was du dir selbst nachsiehest,
  4596. Wenn du um die Abendstunden
  4597. Wenn du verachten willst, was andre vor dir dachten;
  4598. Wenn du verschweigen selbst nicht kannst, was dir ist eigen,
  4599. Wenn du Vertrauen hast, gereicht es dir zum Heile,
  4600. Wenn du vom Freunde seinen Stand nicht abzuziehn
  4601. Wenn du von Seel' und Leib dich fühlst im Gleichgewicht,
  4602. Wenn du willst deinen Feind demüth'gen, sei beflissen
  4603. Wenn du willst nach dem Rath von jedem Thoren fragen,
  4604. Wenn du zu Frühstücksappetit
  4605. Wenn du zum Spiel ablegst dein Horn, der Kälber halb,
  4606. Wenn du zum Ziele mich den rechten Weg willst leiten,
  4607. Wenn du's nicht brauchen kannst, wozu hast du's gewonnen?
  4608. Wenn du, Vater, voraus wüßtest,
  4609. Wenn durch die Lüfte wirbelnd treibt der Schnee,
  4610. Wenn eben auf der Wies' Eine Blume nur ständ;
  4611. Wenn ein dumpfer Tag verflossen,
  4612. Wenn ein Entferntes du im Geiste dem Gesicht
  4613. Wenn ein Wort die Liebste spricht,
  4614. Wenn eine Jagd anstellt der Löw', ists eine Freude
  4615. Wenn eine Uhr du hast, mußt du doch jedes Nu
  4616. Wenn einen Henkel zum Anfassen hat der Krug,
  4617. Wenn einen Teller mehr hat auf den Tisch gesetzt
  4618. Wenn einer hat genug, soll er nach mehr nicht streben;
  4619. Wenn eines wirken soll, so laß das andre ruhn;
  4620. Wenn eingetroffen ist ein unverhofftes Hoffen;
  4621. Wenn er beim alten hat Einsprecher und Abnehmer,
  4622. Wenn es das Glück nicht ist, so ist es doch sein Schein;
  4623. Wenn es dir nicht bequem, behaglich ist und gut,
  4624. Wenn es dir übel geht, nimm es für gut nur immer;
  4625. Wenn es draußen heitert,
  4626. Wenn es ewig Frühling bliebe,
  4627. Wenn es nicht weiter geht, gelobt sei Gottes Macht!
  4628. Wenn es noch gibt in Himmeln Sonnenstrahlen,
  4629. Wenn etwas scheinet mehr als einen Grund zu haben,
  4630. Wenn etwas Schönes für mich selbst und für die Welt
  4631. Wenn Freiheit du begehrst, des Menschen höchste Zierde,
  4632. Wenn Freund zu Freunde kommt, stirbt des Verläumders Macht,
  4633. Wenn Geld und Gut ein Glück gewährte,
  4634. Wenn gelten zwischen zwein die Freundschaft soll und taugen,
  4635. Wenn Gott dich schlagen will, so braucht er nicht die Hand;
  4636. Wenn Gott in dir nur ist, so wird in Höhn und Gründen
  4637. Wenn Gutes dir entweicht, so such' es zu erreichen;
  4638. Wenn Gutes dir gelang, warum willst du dich scheun,
  4639. Wenn hell aus dem Gemüth
  4640. Wenn ich allhier, im Schooß der ländlichen Stille mich wiegend,
  4641. Wenn ich auch dich drin nicht finde,
  4642. Wenn ich aufwach'
  4643. Wenn ich dem Schlaf des Morgens mich entrissen,
  4644. Wenn ich dies Thal durchzieh' am Wanderstabe,
  4645. Wenn ich dir könnte, wie ich möchte, geben
  4646. Wenn ich durch die Fluren schweife,
  4647. Wenn ich euer denke,
  4648. Wenn ich früh in den Garten geh'
  4649. Wenn ich gegen Tages Mitte
  4650. Wenn ich hätt' einen eignen Garten,
  4651. Wenn ich mit meiner Liebsten zanke,
  4652. Wenn ich schon einmal war, so hab' ichs nun vergessen;
  4653. Wenn ich sterbe, werd' ich wohl
  4654. Wenn ich vermöchte von den Schlacken zu befrein
  4655. Wenn ich wär' eine Nachtigall,
  4656. Wenn ich wart' auf einen Brief,
  4657. Wenn ich zu Walde geh' mit meiner Schönen,
  4658. Wenn ich's noch einmal erlebe,
  4659. Wenn ich's von dieser schönen Wang' erwerbe,
  4660. Wenn ich, früh vom Lager ausgestanden,
  4661. Wenn ich, o du mein Liebling
  4662. Wenn ich, was in jungen Jahren
  4663. Wenn ihr aus der ersten Hand
  4664. Wenn ihr euch helfen wollt, müßt ihr einander helfen;
  4665. Wenn ihr fragt, wer hier nun spricht,
  4666. Wenn ihr Orakel wollt, sollt ihr Orakel hören;
  4667. Wenn ihr vielleicht vermißt in diesem Buch die Einheit,
  4668. Wenn ihr wollt zum Maienfeste
  4669. Wenn immer Aussicht wär' auf malerische Höhn,
  4670. Wenn immer Sonne schiene,
  4671. Wenn in Geschichten wir von Noth und Jammer lesen,
  4672. Wenn in irdner Pfeife
  4673. Wenn irgend sich in dieser Einsamkeit
  4674. Wenn jeder Stund' und jedem Augenblicke,
  4675. Wenn jene haben Recht, die in des Lebens Mitte
  4676. Wenn jener Funke Licht in dir vom höchsten Licht
  4677. Wenn Lieb' ein Faden ist aus Weh und Wonnen,
  4678. Wenn man das Böse thut, sieht man für klein es an;
  4679. Wenn man um Rath dich fragt, gieb guten Rath, und sage
  4680. Wenn mein Geist, dich zu umschweben,
  4681. Wenn mich der Schlaf am Morgen hält,
  4682. Wenn mir heiter ist zu Muth,
  4683. Wenn mit Gefälligkeit du einen willst verbinden,
  4684. Wenn morgen kommt, will ich das Werk von morgen thun,
  4685. Wenn nicht das Kindlein schreit, die Mutter es nicht stillt;
  4686. Wenn nicht ein Zaubrer mit Medeas Künsten
  4687. Wenn nichts vom Erdenstaub mehr abzuschütteln bleibt,
  4688. Wenn nur auf Eine Art sich Gott hätt' offenbart,
  4689. Wenn nur für fremde Lust dein Wirken ist bestrebt,
  4690. Wenn Rosen pflücken geht die süße Rose,
  4691. Wenn sein Gottähnliches du willst dem Menschen zeigen,
  4692. Wenn Seuche herrscht und selbst die Luft ist Krankheitszunder,
  4693. Wenn sich das Thor versagt hat deiner Bitte,
  4694. Wenn sich das Wetter schlecht läßt an,
  4695. Wenn sich der Jüngere zum bösen Wege neigt,
  4696. Wenn sich ein Lehrer müht, um etwas dir begreiflich
  4697. Wenn sonst ein Aug' eraltet,
  4698. Wenn Thiere von dem Tod wüßten soviel wie ihr,
  4699. Wenn überm Raube sich entzwein der Diebe Schaaren,
  4700. Wenn übers Haupt einmal mir sollen gehn die Wellen,
  4701. Wenn Weisheit thöricht wird, sucht sie den Stein der Weisen,
  4702. Wenn wir dich grüßen, fühlst du dich vom Dank beschwert,
  4703. Wenn wir einmal wünschen sollen,
  4704. Wenn wir erwägen Zeit und Ort, wo jeder steht,
  4705. Wenn wir spielen haschen,
  4706. Wenn zwei zu gleicher Zeit, der hier aus flachem Thal,
  4707. Wer alles Gute liebt, wo er's nur aufgetrieben,
  4708. Wer Alles mag in Gott, in Allem Gott betrachten,
  4709. Wer als einen Schatz das Leben hütet,
  4710. Wer alt geworden, mag sich an der Jugend Sprüngen
  4711. Wer Altgewöhnliches zum Ungewöhnlich-neuen
  4712. Wer an Unwürdige verschwendet Ehrenzeichen,
  4713. Wer Anmuth, Freundlichkeit, Gefälligkeit und Milde
  4714. Wer aus dem Hause geht bei früher Morgenhelle
  4715. Wer beide Hände voll hat und noch mehr will fassen,
  4716. Wer bist du Knäbchen, klingend mit dem Sporne,
  4717. Wer bist du, der du anklopfst gar nicht leise
  4718. Wer den kennt, der allein gewirkt hat und gedacht,
  4719. Wer dich betrog, der wird dich obendrein auslachen;
  4720. Wer die Entstellung nur des Alten sieht im Neuen;
  4721. Wer Dörner auf den Weg legt, wo er gehen muß,
  4722. Wer dort drüben wäre,
  4723. Wer durch's Land
  4724. Wer edel lebt und stirbt, der ist mir auserkoren
  4725. Wer ehrenwerth sich fühlt, will auch geehrt sich sehn;
  4726. Wer eine Schlinge legt und keine Beere drein,
  4727. Wer einem Freunde klagt, erleichtert sich das Herz,
  4728. Wer einen Fehler flieht, der hüte sich vor allen,
  4729. Wer einen Fehltritt tat, verzeih ihm, lieber Mann!
  4730. Wer einmal hier hat in geliebtem Angesicht
  4731. Wer erschlug den Hahn Gockel?
  4732. Wer etwas Gutes schafft, der halt' es nur fürs Beste,
  4733. Wer etwas lernen will, der muß dazu drei Gaben,
  4734. Wer etwas scheinen will, der such' es auch zu seyn;
  4735. Wer etwas weiß, der ist darum kein Weiser noch,
  4736. Wer fährt durch ein Gefild, sieht hinter sich versinken
  4737. Wer fällt, steht wieder auf; deswegen nimmt im Wallen
  4738. Wer fremde Fehler rügt, glaubt sich der eignen quitt;
  4739. Wer frische Brunnen will an jedem Tage graben,
  4740. Wer Furcht vor keinem hegt, Furcht keinem auch erregt,
  4741. Wer gar nicht scherzen kann, der ist ein armer Mann,
  4742. Wer gegen seine Zeit ankämpfet, hat verloren
  4743. Wer gerne thätig ist, hat immer was zu thun;
  4744. Wer Glück im Hause hat, hat außerm Hause Lust;
  4745. Wer Gott nicht fühlt in sich und allen Lebenskreisen,
  4746. Wer Gutes thut soviel er kann, und keinen Lohn
  4747. Wer Gutthat sendet aus, wielang sie auf den Wegen
  4748. Wer hat dir, Menschengeist, die Wunder offenbart
  4749. Wer hat es nicht erlebt, daß etwas tief ihn kränkt,
  4750. Wer hat nicht Eitelkeit! die Klugen wie die Gecken;
  4751. Wer hat Unterschleif getrieben,
  4752. Wer hier die Nachbarn hat, die stets mit ihm zufrieden
  4753. Wer hier ein Übel thut, der thut es sich allein,
  4754. Wer hin die Hälfte gab, verliert das Ganze nicht;
  4755. Wer hinten schneidet ab, um vorn es anzustoßen,
  4756. Wer immer Anspruch macht auf das was nicht beschieden
  4757. Wer immer auf der Hut, sich zu vertheidigen,
  4758. Wer immer kommt zur Welt, verbraucht von ihr ein Stück,
  4759. Wer immer reicher nur will werden, ist nie reich;
  4760. Wer immer Schönes sieht, muß selber schön auch werden,
  4761. Wer in dem Winter stirbt, warum sollt' er nicht sterben,
  4762. Wer in den Spiegel sieht, und sieht sich schön darin,
  4763. Wer in der Liebsten Auge blickt,
  4764. Wer in die Wüste flieht, den Bösen zu entwallen,
  4765. Wer in seiner Heimath
  4766. Wer in sich trägt bewußt des Wissens höchste Sfären
  4767. Wer ist beglückt? wers wähnt. Wer unbeglückt? wers glaubt.
  4768. Wer ist der Lerche gleich
  4769. Wer ist der Weiseste? Bald wer bescheiden sagt,
  4770. Wer ist freigebig? Wer, dis sagt das Wort, gibt frei,
  4771. Wer ist ganz ein Tyrann? Nicht, wer hat unterjocht
  4772. Wer ist, der schneller Post vernahm
  4773. Wer kann die Linien in seiner Hand verwischen?
  4774. Wer keine Rettung weiß, wählt einen Zauberspruch;
  4775. Wer keinen Willen hat, kann überhaupt nichts wollen,
  4776. Wer Krieg hat mit der Welt, sollt' er sich nicht erlauben
  4777. Wer leer im Innern ist, sei außen doch gefällig;
  4778. Wer lehrt der jungen Schwalb' im Nest die Fliege kennen,
  4779. Wer lügt das ganze Jahr, ist schlimmer nicht fürwahr,
  4780. Wer mich in den trüben Tagen
  4781. Wer mit Besonnenheit vereint Begeisterung,
  4782. Wer mit Erholung recht weiß Arbeit auszugleichen,
  4783. Wer mit Gefährlichem gewohnt ist zu verkehren,
  4784. Wer mit geschickter Hand die heilge Schrift abschreibt,
  4785. Wer nennet eine Last das was ihm dient zur Wehr?
  4786. Wer nicht sein eigner Freund, dein Freund kann der nicht seyn;
  4787. Wer nicht, was im Verstand sich ewig widerspricht,
  4788. Wer nichts Ehrwürd'ges kennt, mit Ehrfurcht keinen nennt,
  4789. Wer noch im Schlafe liegt, sei daraus aufgeweckt,
  4790. Wer noch nichts rechtes ist, kann noch was rechtes werden;
  4791. Wer nur beschäftigt ist, daß er sich selber bilde,
  4792. Wer nur das Kleinste thut, was recht ihm dünkt und gut,
  4793. Wer sagt: Ich bin Gott nah! der ist ihm fern geblieben;
  4794. Wer sagt: ich suchte doch ich fand nicht; glaub, er lügt.
  4795. Wer Schranken denkend setzt, die wirklich nicht vorhanden,
  4796. Wer Seele mehr nicht hat, als braucht zum eignen Leben
  4797. Wer seine Schwächen kennt, wird fremde nicht beschreien,
  4798. Wer seinem Freunde nicht ins Auge sehen kann,
  4799. Wer seinen Sohn versäumt zum Freunde zu erziehn,
  4800. Wer seiner eigenen Vernunft gehorcht allein,
  4801. Wer selber sich beherrscht, beherrschet auch die Welt,
  4802. Wer selbst nicht schweigen kann von seinen künft'gen Thaten
  4803. Wer sich als Menschen fühlt, und tief in sich empfindet,
  4804. Wer sich an heißer Milch einmal verbrannt die Nasen,
  4805. Wer sich begnügt zu thun das Gute niedrer Stufen,
  4806. Wer sich einmal gezeigt unfreundlich, trau' ihm nicht,
  4807. Wer sich im Spiegel, im Betragen, in der Welt,
  4808. Wer sich in sich vertieft, kann nicht die Welt regieren;
  4809. Wer sich mit seinem Bruder schlägt,
  4810. Wer sich vorm Andern schämt, fühlt sich vor ihm gelähmt;
  4811. Wer sind die Jünglinge, die mit unwill'gen
  4812. Wer still steht, bleibt zurück, wenn Andre vorwärts gehn;
  4813. Wer stolz auf Vorzüg' ist, fühlt irgend ein Gebrechen,
  4814. Wer strebte nach dem Ziel, wenn er so fern es sähe,
  4815. Wer täglich sammeln muß mit Sorgen seine Nahrung,
  4816. Wer über Gräber geht, und denket nicht an sich,
  4817. Wer um Verzeihung fleht, o König, dem verzeih',
  4818. Wer unbedingt dich lobt, der lobt dich wirklich nicht,
  4819. Wer unberedet wünscht zu bleiben, der muß schweigen,
  4820. Wer Unglück haben soll, der hat's wie König Nal,
  4821. Wer unsern Sultan sieht von seiner Pracht umrungen,
  4822. Wer unter Weisen ist nicht von den Überweisen,
  4823. Wer viele Bücher hat, und keines recht gelesen,
  4824. Wer viele Diener hat, hat viele zu bedienen;
  4825. Wer vom gebahnten Weg im Unverstand abirrt,
  4826. Wer von des Schicksals Hand noch keinen Streich empfand,
  4827. Wer von eurem Ruhekissen
  4828. Wer warst du? Ein Schneider,
  4829. Wer weiß, ob eh'r das Glas zerbricht, ob eh'r der Krug?
  4830. Wer wird von Sorgen frei? kein Mensch in keiner Lage;
  4831. Wer zweien Herren muß zugleich seyn unterthan,
  4832. Wer zwingen will die Zeit, den wird sie selber zwingen;
  4833. Wessen Mund die Blüth' abstreifet
  4834. Wie abnimmt leichtes Licht, nimmt schwarze Schwere zu;
  4835. Wie alt ist Gottes Welt? Die Rechnung magst du sparen;
  4836. Wie anfangs man geirrt, das findet man am Ende;
  4837. Wie auch der Wind mag rauschen,
  4838. Wie auch sei der Himmel düster,
  4839. Wie augentröstlich auch und lieblich lenzverjünglich
  4840. Wie aus Frühlingshimmeln reiner
  4841. Wie außer Athem, wem der Kopf brennt, kommt gelaufen
  4842. Wie beherzt im Kampfgewitter
  4843. Wie beklag' ich meine Knaben,
  4844. Wie Blasen in dem Strom auftauchen und zergehn,
  4845. Wie Blüten aus dem Baum, wir Stralen aus der Sonne,
  4846. Wie der Abend stiller wird,
  4847. Wie der Genesene ganz der Gesundheit Glück
  4848. Wie der Vollmond
  4849. Wie des Dorfes Hahnen schrei'n,
  4850. Wie die Blum' in sich hinein, senke dich und schweige still!
  4851. Wie die Engel möcht' ich sein
  4852. Wie die Jugend beim Trinkgelag
  4853. Wie die Katz' um den heißen Brei
  4854. Wie die Knospen an den Zweigen
  4855. Wie die Sonne ihr Haupt mit duftigen Wolken umfloret
  4856. Wie die Welt aus diesem Zwange,
  4857. Wie dir auf nächt'ger Fahrt die nächste Reih der Bäume
  4858. Wie du die Erde siehst von Schöpferkraft durchwaltet,
  4859. Wie du im Käfich auch ihn hegst und pflegest fleißig,
  4860. Wie du verschieden hast den Gott in dir empfunden,
  4861. Wie durch Gewöhnung lernt das Aug' im Dunkeln sehn,
  4862. Wie ein Botaniker nur von Profession
  4863. Wie ein herbstdurchschütterter Strauch
  4864. Wie ein Kind, im Mutterstübchen spielend,
  4865. Wie ein Säugling an der Mutter Brust,
  4866. Wie ein Seufzer ihr entschlüpft,
  4867. Wie eine lange Nacht die Feldwacht auf dem Posten
  4868. Wie einem Thiere mag zu Muth seyn, kann ich doch
  4869. Wie einst Apoll in seines Himmels Saale
  4870. Wie einst des Geiz'gen Aug' erschlossen Zaubersalben,
  4871. Wie erstaunt sich möchte weisen,
  4872. Wie erworben ohne gleichen
  4873. Wie fern der Wirklichkeit, wie fern der Ahnung liegt
  4874. Wie gegen Morgen, wann die Nacht die Macht verlor,
  4875. Wie gleichest du, o Mensch, und dein Geschick den Saaten,
  4876. Wie glücklich bist du, Sohn, vom Morgen bis zum Abend
  4877. Wie herzerquickend ist erfüllter Pflicht Gefühl!
  4878. Wie hoch, wie tief du seist, will das dir nicht sich zeigen,
  4879. Wie ich dich kehren mag, du kehrst dich selber zu
  4880. Wie ich eröffne mit geheimem Schauer
  4881. Wie ich erst den Bart verloren,
  4882. Wie ihr mir die Zimmerwand,
  4883. Wie ihr zu dem Wahn gekommen,
  4884. Wie ist die Autorschaft ein dorniger Beruf
  4885. Wie kann im Gegensatz der Werke der Natur
  4886. Wie kannst du ungethan ein Fehlgethanes machen?
  4887. Wie kennen sich zwei Vögel nur
  4888. Wie kommt es, da du doch gern hörst das Wasser rauschen,
  4889. Wie könnte Denken denn und Seyn verschieden seyn?
  4890. Wie lange werden um den Unterschied der Zeiten
  4891. Wie legst du so vergnügt zur Ruh dich Abends nieder,
  4892. Wie leicht mag Flur und Land dem Jünglingsblick gefallen,
  4893. Wie manche Kunst, man sagt's nicht aus,
  4894. Wie manchen priesest du, was er nicht war, beglückt,
  4895. Wie mangelhaft und falsch kann eines Menschen Wissen
  4896. Wie mich noch die Blumen freuen,
  4897. Wie mir's steht im Herzensgrunde
  4898. Wie mit dem Eignen sich der Eigner muß begnügen,
  4899. Wie mittheilt ein Magnet die eigne Eigenschaft
  4900. Wie nicht die Bäume nur, zur Dauer auferzogen,
  4901. Wie nur die Schleuder kann in rechter Ferne wirken,
  4902. Wie oft geschieht's, daß ich ein Dunkles mir erkläre
  4903. Wie oft nicht hab' ich schon, von dunklem Drang getrieben,
  4904. Wie oft verirrtest du, wie oft verirrst du noch,
  4905. Wie Pflanzen aus der Erd', ohn' ihr was abzubrechen,
  4906. Wie schmückt mein scheidender Freund sich schön
  4907. Wie schnell sich Haß und Groll erledigt,
  4908. Wie schwer entschlägst du dich, ein gleiches andern an
  4909. Wie schwer ist der Begriff von etwas zu erlangen;
  4910. Wie selten ahnt ein Freund, was dein Gemüth bekriegt;
  4911. Wie seltne Sprachgewandtheit nicht
  4912. Wie sich ein Greis besinnt auf seine Jugend wieder,
  4913. Wie sich ein Hausherr freut zu sehn ein Kinderpaar
  4914. Wie sich Schatten dehnen
  4915. Wie sie alle Lieder lobt,
  4916. Wie sie jetzt im Garten wallt,
  4917. Wie Silber traten mir in's Aug' die Thränen
  4918. Wie sind deine Töne,
  4919. Wie sollt' ich widerstreben?
  4920. Wie sollte das Reich der Thiere bestehn?
  4921. Wie Sonne die Augen zugethan,
  4922. Wie trefflich ist gesagt das Wort des alten Weisen:
  4923. Wie übel ihr vergleicht! des Einen Wirklichkeit,
  4924. Wie um die Sonne rund Planeten gehn im Kreise;
  4925. Wie unerträglich dir die leeren Tage waren,
  4926. Wie unvollkommene Vorstellungen von Sfären
  4927. Wie vielfarbiges Edelgestein
  4928. Wie von der Kröte Gift die Rose wird bespritzt,
  4929. Wie von der Sonne gehn viel Stralen erdenwerts,
  4930. Wie war sonst der Wald mir so lieb,
  4931. Wie Wasser von der Erd' ein Sonnenstral aufzieht,
  4932. Wie wenig ist was die einander hier doch geben,
  4933. Wie wenig oder viel des Schönen mir gelang,
  4934. Wie wenig wissen doch die Menschen sich zu sagen
  4935. Wie Wind im Käfige, wie Wasser in dem Siebe,
  4936. Wie wirst du beide los, die dich zudringlich plagen?
  4937. Wie wunderbar! die zierlich feine Schrift,
  4938. Wie wunderbarer Trieb Ameisenmillionen
  4939. Wie wüßt' ein Mensch für sich das was du bist für dich?
  4940. Wie zu vereinigen ist all der Sekten Heer?
  4941. Wie, wer aus Finsternis auf einmal tritt ins Licht,
  4942. Wie? woher, Geliebten diese
  4943. Wieder ein Strebender, der hohes wol und vieles
  4944. Wiegen - Wiegen - Wiegenlieder!
  4945. Wiesehr auch er fürs Weib Lieb' und Verehrung hegt,
  4946. Wieviel Abwechslung ist im kleinsten Raum zu haben!
  4947. Wieviel gibt dir ein Freund! genug, um ihm zu danken,
  4948. Wieviel Lüftlein auf den Höhn,
  4949. Wieviel Zeit ich damals hatte,
  4950. Wievieles Wasser fließt in einem Strom zusammen,
  4951. Wieweit die Kräfte, die dir Gott gab, sich erstrecken,
  4952. Wikramaditia, Hindustans Oberkönig,
  4953. Will deine Heiterkeit trüben ein Tag ein trüber,
  4954. Will denn kein Stern von Himmelszinnen fallen,
  4955. Willkommne, wann du immer kommen magst, aber
  4956. Willst du als Engel schweben auf zur blauen
  4957. Willst du an Feindes Thor heut mit dem Finger pochen,
  4958. Willst du dem Irrenden klar seinen Irrthum machen,
  4959. Willst du erquickenden traumlosen Schlaf genießen,
  4960. Willst du geheiliget, vergöttert seyn in Schriften,
  4961. Willst du scheinen, schein', o Mond,
  4962. Windet zum Kranze die goldenen Aehren,
  4963. Windstill ist es auf der Fluth,
  4964. Wir alle sind getäuscht von einer Zauberbinde,
  4965. Wir armen lebenden, von Nacht umschlossen,
  4966. Wir bringen unsern Preis der Morgensonne dar,
  4967. Wir Flattergespinste,
  4968. Wir fuhren hin am lenzgeschmückten Strand,
  4969. Wir geflügelten Götter, o Grazie, deine Geschwister
  4970. Wir graben selber uns die Grube,
  4971. Wir haben eine gnäd'ge Frau,
  4972. Wir haben einen gnäd'gen Herrn,
  4973. Wir haben lang mit stummem Schmacherröthen
  4974. Wir haben uns geirrt, und werden mehr noch irren,
  4975. Wir haben, spricht der Herr, der Erde Schmuck bereitet,
  4976. Wir hatten keinen Storch
  4977. Wir hofften schon jahrein, nun laßt jahraus uns hoffen;
  4978. Wir kleine freiwillige Schützenschaar,
  4979. Wir leben nur zum Schein in Einer Welt zusammen,
  4980. Wir preisen im Gesang die Göttin Phantasie,
  4981. Wir scheiden uns nur nicht zu Ärgernis-Vermeidung,
  4982. Wir schlingen unsre Händ' in einen Knoten,
  4983. Wir sind in einem Streit, der nicht zu schlichten ist,
  4984. Wir stilles Volk in des Gebirges Kluft,
  4985. Wir stritten jüngst in einer müß'gen Stunde,
  4986. Wir thun alsob wir hundert Jahre
  4987. Wir weihen betend ein dies Haus mit seinem Herde.
  4988. Wir wollen's uns nicht nehmen lassen,
  4989. Wir ziehen aus in kleiner Zahl,
  4990. Wir zwei, mein Brüderchen und ich,
  4991. Wird doch nicht übers Kind der Vater ungeduldig,
  4992. Wirf es mitten in den Brand,
  4993. Wirfst du nach einem Hund, der hungrig ist, den Stein,
  4994. Wissen möcht' ich nur, wie lange
  4995. Wisset ihr, wie Idris-Enoch
  4996. Wo der Gedanke fehlt, die unverwandte Richtung
  4997. Wo der Schicksalswege
  4998. Wo du mit der Natur dich fühlst im Gleichgewicht,
  4999. Wo du nicht der Gefahr kannst aus den Wegen gehn,
  5000. Wo ein Härchen deines Hauptes
  5001. Wo ein Volkshaufen ist, da ist von Staub die Wolke;
  5002. Wo es drei Heller thun, da wende vier nicht an,
  5003. Wo Gutes das zu thun, als Gutes dar sich stellt,
  5004. Wo habt ihr her die Feldmusik,
  5005. Wo hört die Heimat auf, und fängt die Fremde an?
  5006. Wo ich mit dir weilen soll, ich bin bereit!
  5007. Wo in Behaglichkeit sich darf die Seele wiegen,
  5008. Wo irgend Herr und Hund einander kamen fern;
  5009. Wo ist das Lieben, wie es war,
  5010. Wo ist der Frühling? wer hat ihn gesehn?
  5011. Wo ist der Raum? im Aug', und wo die Zeit? im Ohr.
  5012. Wo ist sie denn, die ich mit Blicken suche,
  5013. Wo ist, wo ist dein Häuslein?
  5014. Wo jeder misversteht den andern unwillkürlich,
  5015. Wo mit der Dumpfheit sich die Wissenschaft verbündet,
  5016. Wo Mittagsgluthen brüten auf den Thalen,
  5017. Wo naht der süße Strom dem bittern Flutenschooße,
  5018. Wo nicht als Ackersmann, als Fischer oder Jäger
  5019. Wo nicht, wie Mosis Stab die andern Stäbe fraß,
  5020. Wo schließet sich der Raum, und stehet still die Zeit?
  5021. Wo schroff ein Vorgebirg ins Meer die Stirne schiebt,
  5022. Wo schwelgtest du im Osten
  5023. Wo seid ihr Sonnen, deren Strahl mich schwülte!
  5024. Wo soviel Blumen blühn, wie jetzt auf unsrer Flur,
  5025. Wo Überlieferung ununterbrochen waltet,
  5026. Wo unsre Kinder spielen, hast
  5027. Wo unter einem Dach beisammen zwei entgegen
  5028. Wo üppig Unkraut wächst, von Niemand angebaut,
  5029. Wo von keines Menschen Tritte
  5030. Wo warest du? Ich schlief. So wird an dir sich strafen,
  5031. Wo willst du hin, o ed'les Weib,
  5032. Wo willst Du, armes Vögelein,
  5033. Wo wir dich am meisten brauchten, Schatten,
  5034. Wo wohnen denn die Telle?
  5035. Wo zwei in Liebe weiden,
  5036. Wo's theuren Gütern gilt, wehr dich, und sei kein Hase!
  5037. Wofür belohnt ihr mich? Was hab' ich öffentlich,
  5038. Wogenbeschwichtigerinnen, o halkyonische Vögel.
  5039. Woher die Winde kommen,
  5040. Woher du kamest nicht, und nicht wohin du gehst,
  5041. Woher ich kam, wohin ich gehe, weiß ich nicht;
  5042. Woher nimmst du den Muth, von neuem vorzutragen,
  5043. Wohin den Schritt einst hat dein Fuß gelenkt,
  5044. Wohin im Götterschwall, der überhand genommen,
  5045. Wohin, ach! sollen aus des Markts Gewühle
  5046. Wohl ist's ein süß Gefühl, etwas gethan zu haben,
  5047. Wohl mag es dir Verdruß erwecken oder Bangen,
  5048. Wohl würde sich ein Mann in seine Lage finden,
  5049. Wol ärgern dumpfen Sinn des Geistes Widersprüche,
  5050. Wol der Gedanke bringt die ganze Welt hervor,
  5051. Wol dient ein freier Mann in mehr als einem Feld,
  5052. Wol gibt es zwischen Recht und Unrecht scharfe Gränzen,
  5053. Wol gönnen darf ich's dir, daß du vor mir gegangen,
  5054. Wol hat ein eigenes Bewußtseyn jede Zeit
  5055. Wol Hirten seid ihr all, und wisset, jeder werde
  5056. Wol ist das Gegentheil von der Gelegenheit
  5057. Wol ist die Poesie stets vor der Welt voraus;
  5058. Wol ist im Saamenkorn die Pflanze schon enthalten,
  5059. Wol kennt, vom Mutterarm zu fallen, die Gefahr
  5060. Wol lebt des Mannes Geist im großen Allgemeinen,
  5061. Wol manger Mann, wie groß geworden ist sein Heil,
  5062. Wol sein Erkenntniskreis ist jedem Geist bestimmt,
  5063. Wol vor dem Schöpfer ist, was er geschaffen, klein;
  5064. Wol wird aus Ja und Ja sich nie ein Nein ergeben,
  5065. Wolfeiler kanst du nicht den Fordernden abspeisen,
  5066. Wolle nur dein offnes Herz mir zeigen,
  5067. Worin besteht die Lust, die eigne Lust, auf Fluren
  5068. Wozu begehrst du Gut, mehr als du hast, und Ehre?
  5069. Wozu ein großes Haus? es nützt nicht voll noch leer.
  5070. Wozu sind all die Stern' am Himmel nur gemacht?
  5071. Wozu so lang der Schweif dem Pferde wuchs, dem edeln?
  5072. Wozu, daß vom Himmel nieder
  5073. Wunderbar ist mir geschehn,
  5074. Zäh war ich, weich hat mich der Liebe Hauch gemacht,
  5075. Zeigen wenig Geist die Knaben,
  5076. Zerbrochen oder nicht, das Töpfchen hört' ich krachen;
  5077. Zerstreute Sonnenstrahlen kann
  5078. Zieh deine Selbheit aus, und an die Göttlichkeit!
  5079. Zittr', o Erde, dunkle Macht,
  5080. Zu Abulaina, dem Gelehrten,
  5081. Zu Ahnaf, als er saß allein,
  5082. Zu Alexander kam ein Mann im schlechten Kleide,
  5083. Zu Alexander sprach der Weise, den er nicht
  5084. Zu den Makrobiern ein Abgesandter kam,
  5085. Zu denken ist wol schön, noch schöner ist zu dichten,
  5086. Zu des Musenbergs Erklimmung
  5087. Zu dir mit deinen finstern Mienen,
  5088. Zu Ebern hält man Hochgericht
  5089. Zu einem starken Pfeil gehört ein starker Bogen,
  5090. Zu euch, ihr Blätter meiner Lieben,
  5091. Zu eurem patriotischen Feste
  5092. Zu eurer Finstrelei bekehret ihr mich nicht;
  5093. Zu fassen den Entschluß, muß Gottes Geist dich rühren;
  5094. Zu geben Gröstes gern mag Großmuth sich bequemen,
  5095. Zu Gott gelangst du nicht im Wachen noch im Traum;
  5096. Zu Gottes Angesicht wie steigt sichs schwer empor!
  5097. Zu guter Nachbarschaft gehört nicht das allein,
  5098. Zu Hause bin ich nicht, wo meine Heimat ist;
  5099. Zu hören wünschest du von drei berühmten Frauen
  5100. Zu ihren beiden Töchtern sprach
  5101. Zu jeder Stund' ist dir, was du bedarfst gereicht;
  5102. Zu jenen Hügeln, wo noch wilde Stämme hausen,
  5103. Zu kommen zwingst du dich? Komm, oder nicht! du bist
  5104. Zu lehren glaubt' ich oft, was ich an mir erfuhr,
  5105. Zu lernen halte nur dich nie zu alt, und lerne
  5106. Zu lesen lieb' ich nicht, was aneinander hängt
  5107. Zu Malik Ben Nuweira's Lob,
  5108. Zu meinem Geburtstag,
  5109. Zu meiner Liebsten war ich jüngst gegangen,
  5110. Zu Naciketas einst, dem Weisen, kam der Tod,
  5111. Zu nah am Feuer brennt, zu fern vom Feuer friert;
  5112. Zu Ottensen auf der Wiese
  5113. Zu schreiben leserlich ist durchaus zu empfehlen;
  5114. Zu seinem Ebenbild seit Gott den Menschen schuf,
  5115. Zu seinem Sohne sprach ein Wesir:
  5116. Zu seinem Vater sprach der Sohn:
  5117. Zu seinen Söhnen sprach ein König: Seid beflissen
  5118. Zu trösten brauch' ich dich in deinem Leiden nicht,
  5119. Zu Trümmern ist noch nicht das Schloß geworden,
  5120. Zu Trümmern sankt ihr unter Schicksalsstreichen,
  5121. Zu welch' hohem Heldenleibe
  5122. Zu welchem willst du dich von beiden Chören wenden?
  5123. Zu werden das was du nicht bist, das was du werden
  5124. Zuerst erschaffen sind die Zwerg' im öden Grauen
  5125. Zuerst ist aufgetreten
  5126. Zufrieden mit mir selbst, mit Gott und mit der Welt,
  5127. Zufrieden mußt du seyn, zufrieden mit der Welt,
  5128. Zuletzt blieb ungefreit die freierreiche Schöne,
  5129. Zum Barmekiden Dschafer, seinem Günstling,
  5130. Zum Besuche beim Chalifen Mansur war Omara,
  5131. Zum bösen Geist sprach Pharao:
  5132. Zum Festtisch soll man Aufgewärmtes nicht auftischen,
  5133. Zum Flaschenkürbisse sprach stolz ein Küchentopf:
  5134. Zum Hause Gottes kommt man nicht uneingeladen,
  5135. Zum Herrscher der Natur war einst der Mensch geboren,
  5136. Zum Himmel blick' empor, er ist voll heller Kerzen;
  5137. Zum König sendet ein Erobrer die Gesandten,
  5138. Zum milden Manne, der in einer Hungersnoth
  5139. Zum Milden sprach ein Freund: Du mußt die Mild' ablegen,
  5140. Zum Nagel sprach die Wand: Was hab' ich dir gethan?
  5141. Zum Propheten kam ein junger Mann und sprach:
  5142. Zum reinen Schönen nicht vermagst du zu gelangen,
  5143. Zum Schutze gegen Gift reicht nicht gesunde Nahrung,
  5144. Zum Spielplatz läuft das Kind, man brauchts nicht hinzutreiben;
  5145. Zum Sternedeuter trägt sein neugebornes Kind
  5146. Zum Tod bereite sich, wer nicht mehr kann genesen;
  5147. Zum Unbedingten, das nicht hier ist bei den Dingen,
  5148. Zum Weinen muß das Herz sich auch mit Lust aufschließen;
  5149. Zum weisesten der Könige und mächtigsten, Suleiman,
  5150. Zünde nur die Opferflamme
  5151. Zunft und Vernunft, mein Sohn, sind leider zweierlei,
  5152. Zur Abendrast
  5153. Zur Angelegenheit des Herzens müßt ihr machen
  5154. Zur Arbeit ist der Mensch so von Natur bestimmt,
  5155. Zur ew'gen Seligkeit kannst du dich vorbereiten
  5156. Zur Freundschaft ists genug, des Freundes Freund zu seyn;
  5157. Zur Gotterkentnis sind die Thiere nicht erschaffen,
  5158. Zur Hülle diene dir das Kleid, wol auch zum Schmucke,
  5159. Zur Mauer, hinter der ich wohne,
  5160. Zur rechten Zeit den Mund aufthun ist, lern' es nun,
  5161. Zur Tränke dränget sich am Dorfteich Rind und Lamm;
  5162. Zur Unvergänglichkeit fühlt sich der Mensch berufen,
  5163. Zur Unzeit rede nicht; denn jenem Hahne drehte
  5164. Zur Weggenossenschaft gehören beide Gaben,
  5165. Zur Zeit der Noth nennt man wol seinen Esel Bruder,
  5166. Zusammen ist das Glas mit einem Stein getroffen,
  5167. Zusammen saßen Quellen, drei Geschwister,
  5168. Zusammen traten einst Gewalt und Macht und Stärke,
  5169. Zwar fromme Stiftung mag dir frommen; doch ein Licht,
  5170. Zwar geben kann nur, wer empfangen hat die Gaben,
  5171. Zwar ist Vollkommenheit ein Ziel das stets entweicht,
  5172. Zween Brüder waren einst, der groß und jener klein,
  5173. Zwei Arten gibt es wie man Sprachen lernen kann;
  5174. Zwei Augen, die getrennt im eignen Kreise stehn,
  5175. Zwei Bäume sah ich heut, Sinnbilder von Verjüngung,
  5176. Zwei Bettler liefen rechts und links am Reisewagen,
  5177. Zwei Brüder waren Feuerdiener,
  5178. Zwei Brüder, Malik und Okeil
  5179. Zwei Brüderchen, von Wuchse gleich,
  5180. Zwei Dichter weiß ich, die zur höchsten Höhe flogen,
  5181. Zwei Einverstandene haben sich nichts zu sagen;
  5182. Zwei Engel ruhn in deiner Brauen Laube,
  5183. Zwei Fehle schenk' ich dir, den dritten Übertritt
  5184. Zwei Gleiche können nicht im gleichen Felde gelten;
  5185. Zwei große Ströme sind in Sina, sanfter fließt
  5186. Zwei Hügel sind bei Mekka,
  5187. Zwei Kampfparteien stehn im Feld der Gegenwart,
  5188. Zwei Knaben, ihrer Väter einz'ge Söhne,
  5189. Zwei Löcher wie der Fuchs hat mancher fein und klug,
  5190. Zwei Löwen einen Hirsch ─ die Theilung wird mißrathen;
  5191. Zwei Musterbilder stehn vor euerer Beschauung;
  5192. Zwei Paar schwarze Augen haben
  5193. Zwei Paradiese sind, die sich genüber liegen
  5194. Zwei Pfähle sah ich stehn, der eine weiß und blau,
  5195. Zwei Röcke hab' ich, daß Gott erbarm,
  5196. Zwei scheinen sich so nah, und kommen nie zusammen;
  5197. Zwei Schlechte geben oft ein Gutes im Verein,
  5198. Zwei Sonnenstrale, von der Sonne ausgegangen,
  5199. Zwei Spiegel sind, worin sich selber schaut mit Wonne
  5200. Zwei Städtlein Awa und Sawa
  5201. Zwei Stutzer, alt' und neue Zeit,
  5202. Zwei wunderliche Gevattern,
  5203. Zwei, die sich lieben, sind einander so unähnlich,
  5204. Zweideutig ist, o Mensch, vernimm auch diese Lehre,
  5205. Zweie gegen Einen
  5206. Zweifl' und verzweifle nicht an deines Gottes Huld;
  5207. Zweifle nicht, geliebtes Leben,
  5208. Zwischen Lied und Liebe war mein Leben;
  5209. Zwischen Norden und Süden
  5210. Zwölf Freier möcht' ich haben, dann hätt' ich genug,
  5211. Zwölf Jahre war ich alt, da hatt' ich ohne Fleiß
  5212. »Alle wir grünenden Blätter
  5213. »Blühende Schwestern,
  5214. »Brechet auf den Felsenschacht,
  5215. »Daß dich der Skorpion von Kaschan möge stechen!«
  5216. »Das Schwert, das Schwert, das ich in meinen Tagen
  5217. »Der ich gebot von Jericho den Mauern:
  5218. »Der Lorberkranz ist, wo er dir erscheint, ein Zeichen
  5219. »Der Welt Grundübel« nennt den leeren Raum ein Weiser;
  5220. »Die Schwalbe wirst du nicht mehr sehn,
  5221. »Dies, so Gott will, wird bestehn,
  5222. »Dir scheinet heute dis, und jenes scheint dir morgen;
  5223. »Dir schenk' ich für dies Jahr den Blüthenbaum, o Sohn,
  5224. »Du sahst die Leute nur, gestehs, von einer Seite,
  5225. »Du, der du einst geklagt, dich fühlend unbefriedigt,
  5226. »Du, der du sonst mit liebenden Behagen
  5227. »Ein Vater nur« hast du's gehört? »beneidet nicht
  5228. »Gib Achtung! eh' du dich's versiehst
  5229. »Halt an! das war ein Sprung; wie reimt sich das zusammen?
  5230. »Herr Finke, warum
  5231. »Herr Strauß, wenn ein Kamel du bist, so trage mir!«
  5232. »Ich bin des Alten treuer Knecht,
  5233. »Ich weiß nicht« hab' ich unbedenklich oft gesagt
  5234. »Ich will sonst keinen als den schönsten haben,
  5235. »Ihr, die auf meiner süßen Erd' ich lasse,
  5236. »Kann dich nicht die Laube locken,
  5237. »Laß über dieses Buch uns nun zum Urtheil schreiten!«
  5238. »Liebes Schwesterchen Sophie!
  5239. »Maililien, ihr schüttelt eure Glocken,
  5240. »Mein Vater ist ein reicher Mann im Lande,
  5241. »Mein Vater, der in Gott nun ruh'nde Steiger,
  5242. »Meine Leila! dort vom schönen
  5243. »Nehmen darf man was nicht ruht
  5244. »Nicht ändern kannst du es, ergib dich in Geduld!«
  5245. »O ihr drei Herrscher in dem Reich der Lüfte,
  5246. »O Mutter, wie stürmen die Flocken vom Himmel,
  5247. »O süße Mutter,
  5248. »Schöner Daphnis, deine Schwüre
  5249. »Was hast du nun im Brief für Neuigkeit erhalten?«
  5250. »Was liegt am ird'schen Gut?« wirst du voll Großmut sagen,
  5251. »Was machst du an der Welt? sie ist bereits gemacht.«
  5252. »Was, leichter West, sinnst du für schwere Sachen,
  5253. »Wenn das Holz im Ofen singt,
  5254. »Wenn ich dir versage,
  5255. »Wer ist sie denn, von der du singest,
  5256. »Wie konntest du, da du mir bist gegeben
  5257. »Wirst du nie die Lust verlieren?
  5258. »Wo auf Weltverbesserung
  5259. »Wo willst hinaus mein Wandersmann?«


Gedichte:

Anfänge

Titel

Zeilen

Autor - Anfänge

Autor - Titel

Wortschatz

OPERONE