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LYRIK Friedrich Rückert - Poetische Werke 862

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Rückert, Friedrich

Friedrich Rückert (1788-1866)

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Poetische Werke 862

Den Menschen wenn der Mensch im Menschen stets erkennte,
So manche Schranke nicht von Menschen Menschen trennte;

Es würde weniger Mensch gegen Menschen stehn,
Es würde sich kein Mensch am Menschlichen vergehn.

Was wüthet hoch vom Thron herab ein Wütherich?
Er sieht die Menschen tief gleich Thieren unter sich.

Was gilt dem Muselman für einen Hund der Christ?
Er sieht es ihm nicht an, daß er sein Bruder ist.

Was macht den Weißen hart dem Schwarzen gegenüber?
Der Menschheit Züge sind auf dessen Antlitz trüber.

Der Arme, Niedre, haßt den Höheren, den Reichen,
Weil er so wenig selbst sich fühlt als dessen gleichen.

Und wer sich jedes Rechts von andern sieht beraubt,
Hält jedes Unrecht auch sich gegen sie erlaubt.

Ihr Menschenwächter, drum, wenn ihr wollt ruhig schlafen,
Abhelfen müßt ihr dem, was ihr nur wollt bestrafen.

Macht, daß ein Mensch sich könn' und müß' als Menschen fühlen,
So wird er nicht den Grund der Menschheit unterwühlen.

Die Weisheit des Brahmanen. Bd. 3. VIII. 89

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