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LYRIK Friedrich Rückert - Poetische Werke 742

Aßmann von Abschatz, Hans

Adler, Friedrich

Ahlefeld, Charlotte von

Albrecht von Haigerloch

Albrecht von Johansdorf

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Arent, Wilhelm

Arndt, Ernst Moritz

Arnim, Achim von

Arnold, Gottfried

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Bierbaum, Otto Julius

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Blumauer, Aloys

Bodenstedt, Friedrich von

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Rückert, Friedrich

Friedrich Rückert (1788-1866)

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Poetische Werke 742

Löwe und Eichhorn

Der König Löwe hält im Walde Mittagsruh,
Verdrießlich gehen ihm die Augen auf und zu.

Die Sorge kann er sich nicht aus dem Sinne schlagen;
Den Unmuth minder noch verträumen als verjagen.

Da sieht er über sich im Baum ein Eichhorn hüpfen,
Behaglich durchs Gezweig und unermüdlich schlüpfen.

Er ruft hinauf: Warum trag' ich des Thierreichs Krone
Du sitzest, kleines Thier, dort auf der Freiheit Throne.

Wie kommt es, daß du hast ein Glück, das mir nicht ward?
Es rief herab: Das kommt von unsrer Lebensart.

Ihr esset Fleisch und Blut, und habet schweren Muth;
Ich esse Knosp' und Frucht, und habe leichtes Blut.

Entbehrung ist Genuß, Genuß ist eine Bürde;
Herr König, unvereint ist leichter Sinn und Würde.

Die Weisheit des Brahmanen. Bd. 3. VII. 83

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