L Y R I K
LYRIK Friedrich Rückert - Poetische Werke 108

Aßmann von Abschatz, Hans

Adler, Friedrich

Ahlefeld, Charlotte von

Albrecht von Haigerloch

Albrecht von Johansdorf

Angelus Silesius

Arent, Wilhelm

Arndt, Ernst Moritz

Arnim, Achim von

Arnold, Gottfried

Aston, Louise

Ball, Hugo

Bierbaum, Otto Julius

Birken, Sigmund von

Bleibtreu, Karl

Blumauer, Aloys

Bodenstedt, Friedrich von

Boie, Heinrich Christian

Bohne, Johannes (

Conradi, Hermann

Hart, Heinrich

Hart, Julius

Hartleben, Otto Erich

Holz, Arno

Lenau, Nikolaus

Rückert, Friedrich

Friedrich Rückert (1788-1866)

[Inhalt] [Anfänge] [Titel] [Zeilen]

Poetische Werke 108

Die Wolfsart

Dem jungen Wolfe will der Hirt die Wolfsart nehmen,
Das Mutterschaf muß ihn zu säugen sich bequemen.

Die gute Mutter säugt an einer Brust ein Lamm,
Zur andern einen Wolf, als seien beid' Ein Stamm.

Als flockig ward das Lamm, ward sein Milchbruder zottig;
Der Pflegemutter Milch sie dünkt' ihm dünn und schottig.

Doch als er einst die Brust gesogen bis aufs Blut,
Da dünkte so gewürzt nun erst die Milch ihm gut.

»Wo süß ist Milch und Blut, ist feist das Fleisch und zart:«
So ward sich unbewußt bewußt die Wolfesart.

Die Mutter mit dem Biß, den Bruder mit der Tatze
Erwürgt' er und entsprang dem Pferch mit einem Satze.

Froh überrascht der Sohn im Walde Vater Wolfen,
Und hat in dem Beruf bald treulich ihm geholfen.

Die Lust an Schaffleisch wollt' er lehren seinem Sohn;
Der aber sprach: Die lernt' ich an der Mutter schon.

Die Weisheit des Brahmanen. Bd. 1. II. 24

◀◀◀ ▶▶▶

Suche in Gedichtzeilen:


Gedichte:

Anfänge

Titel

Zeilen

Autor - Anfänge

Autor - Titel

Wortschatz

OPERONE