Heinrich von Morungen († nach dem 17. August 1218)


Si ist zallen êren ein wîp wol erkant,
schœner gebærde, mit zühten gemeit,
sô daz ir lop in dem rîche umbe gêt.
alse diu mæninne verre über lant
liuhtet des nahtes wol lieht unde breit
sô daz ir schîn al die welt umbevêt,
als ist mit güete umbevangen diu schône;
des man ir jêt,
si ist aller wîbe ein krône.
Diz lop beginnet vil frouwen versmân,
daz ich die mîne für alle andriu wîp
hân zeiner krône gesetzet sô hô,
unde ich der dehein ûz gnomen hân.
doch ist vil lûter vor valsche ir der lîp,
smal wol ze mâze, vil fier unde frô.
des müez ich in ir genâden belîben,
gebiutet si sô,
mîn liebeste vor allen wîben.
Got lâze si mir vil lange gesunt,
die ich an wîplîcher tât noch ie vant,
sît si mîn lîp zeiner frouwen erkôs.
wol ir vil süezer! vil rôt ist ir munt,
ir zene wîz eben vil verre bekant,
durch die ich gar alle unstæte verkôs,
dô man si lopte alsô reine unde wîse,
senfte unde lôs;
dar umbe ich si noch prîse.
Ir tugent reine ist der sunnen gelîch,
diu trüebiu wolken tuot liehte gevar,
swenne in dem meien ir schîn ist sô klâr.
des wirde ich stæter fröide vil rîch,
daz überliuhtet ir lop alsô gar
wîp unde frouwen die besten für wâr,
die man benennet in tiuscheme lande,
verre und nâr
sô ist si ez diu baz erkande.


Min êrste und ouch mîn leste
fröide was ein wîp,
der ich mînen lîp
bôt ze dienest iemer mê.
diu hœhste und ouch diu beste
in dem herzen mîn,
seht, daz muoz si sîn,
der ich selten frô bestê.
ir tuot leider wê
al mîn sprechen und mîn singen:
des muoz ich an fröiden mich nu twingen
unde trûren swar ich gê.
Wær ir mit mîme sange
wol, sô sunge ich ir:
sus verbôt siz mir,
wan ir tuot mîn swîgen baz.
nu swîge ab ich ze lange:
solde ich singen mê,
daz tet ich als ê.
wie stêt mîner frouwen daz,
daz si sich vergaz
und verseite mir ir hulde?
owê des, wie rehte unsanfte ich dulde
beide ir spot und ouch ir haz!
Nu râtent, liebe frouwen,
waz ich singen müge
sô daz ez ir tüge.
sanc ist âne fröide kranc.
mir wart niht wan ein schouwen
von ir, und der gruoz,
den si teilen muoz
al der werlte sunder danc.
diu zît ist ze lanc
âne fröide und âne wünne:
nu wol dar, swer mich gelêren künne
daz ich singe ir niuwen sanc.
Vil wîplîch wîp, nu wende
mîne sende klage,
die ich tougen trage,
du weist wol wie lange zît.
ein sælden rîchez ende,
wirt mir daz von dir,
sô siht man an mir
fröide ân allen widerstrît.
sît daz an dir lît
mînes herzen hôhgemüete,
maht du trœsten mich dur wîbes güete?
sît dîn trôst mir fröide gît.
Ich sihe wol daz mîn frouwe
mir ist vil gehaz:
doch versuoche ichz baz,
ich verdiene ir werden gruoz.
des ich ir wol getrouwe,
daz hât si versworn.
ir ist leider zorn
daz ichz der werlte künden muoz,
daz ich niemer fuoz
von ir dienste mich gescheide,
ez kom mir ze liebe ald ir ze leide,
lîhte wirt mir swære buoz.


Het ich tugende niht sô vil von ir vernomen
unde ir schœne niht sô vil gesehen,
wie wære si mir danne also ze herzen komen?
ich muoz iemer dem gelîche spehen,
als der mâne sînen schîn
von des sunnen schîn enpfât:
alsô kument mir dicke
ir wol liehten ougen blicke
in mîn herze, dâ si vor mir gât.
Kument ir liehten ougen in daz herze mîn,
sô kumt mir diu nôt daz ich muoz klagen.
solde ab ieman an im selben schuldic sîn,
sô het ich mich selben selbe erslagen,
dô ichs in mîn herze nam
unde ich si vil gerne sach,
noch gerner danne ich solde,
und ich des niht mîden wolde,
in hôhte ir lop, swâ manz vor mir gesprach.
Mîme kinde wil ich erben dise nôt
und diu klagenden leit diuch hân von ir.
wænet si dan ledic sîn, ob ich bin tôt,
ich lâz einen trôst doch hinder mir,
daz noch schœne wirt mîn sun,
daz er wunder ane gê
alsô daz er mich reche
und ir herze gar zerbreche,
sô sîn alsô rehte schœnen sê.


In sô hôher swebender wünne
sô gestuont mîn herze an fröiden nie.
ich var alse ich fliegen künne
mit gedanken iemer umbe sie,
sît daz mich ir trôst enpfie,
der mir durch die sêle mîn
mitten in daz herze gie.
Swaz ich wünneclîches schouwe,
daz spil gegen der wünne die ich hân.
luft und erde, walt und ouwe,
suln die zît der fröide mîn enpfân.
mir ist komen ein hügender wân
und ein wünneclîcher trôst,
des mîn muot sol hôhe stân.
Wol dem wünneclîchen mære,
daz sô süeze durch mîn ôre erklanc,
und der sanfte tuonder swære,
diu mit fröiden in mîn herze sanc,
dâ von mir ein wünne entspranc,
diu vor liebe alsam ein tou
mir ûz von den ougen dranc.
Sælic si diu süeze stunde,
sælic sî diu zît, der werde tac,
dô daz wort gie von ir munde,
daz dem herzen mîn sô nâhen lac,
daz mîn lîp von fröide erschrac,
und enweiz von liebe joch
waz ich vor ir sprechen mac.


Von der elbe wirt entsên vil manic man:
sô bin ich von grôzer liebe entsên
von der besten die ie kein man liep gewan.
wil si aber mich dar umbe vên,
mir ze unstaten stên,
mac si dan rechen sich,
tuo des ich si bite: sô frewet si sô mich,
daz ich dan vor liebe muoz zergên.
Sie gebiutet und ist in dem herzen mîn
frouwe und hêrer danne ich selbe sî:
hei wan solt ich ir noch sô gevangen sîn
daz si mir mit triuwen wære bî
ganzer tage drî
und eteslîche naht!
son verlür ich niht den lîp und al die maht.
nu ist si leider vor mir alze frî.
Mich enzündet ir vil liehter ougen schîn
same daz fiur den dürren zunder tuot,
und ir fremeden krenket mir daz herze mîn
same daz wazzer die vil heize gluot:
und ir hôher muot,
ir schœne, ir edelkeit,
und daz wunder daz man von ir tugenden seit,
deist mir übel und ouch lîhte guot.
Swenne ir liehten ougen sô verkêrent sich
das si mich aldurch mîn herze sên,
swer da enzwischen danne stêt und irret mich,
dem müez al sîn wünne gar zergên.
ich muoz vor ir stên
und waren der freuden mîn
rehte alsô des tages diu kleinen vogellîn.
wenne sol mir iemer liep geschên?


Wist ich obe ez möhte wol verswigen sîn,
ich lieze iuch sehen
mîne lieben frouwen.
der enzwei gebræche mir daz herze mîn,
der möhte sie
schône drinne schouwen.
si kam her
dur diu ganzen ougen
sunder tür gegangen:
ôwê, solt ich von ir reinen minnen sîn
alsô werdeclîche enpfangen!
Der sô lange rüeft in einen touben walt,
ez antwurt ime
dar ûz eteswenne.
nu ist diu klage dicke vor ir manicvalt
von mîner nôt,
swie sis niht erkenne.
doch klaget ir
maneger mînen kumber
vil dicke mit gesange:
ôwê jâ hât si geslâfen allez her
oder geswigen alze lange.
Wær ein sitich oder ein star, die mehten sît
gelernet hân
daz si spræchen Minnen.
ich hân ir gedienet her vil lange zît:
mac si sich doch
mîner rede versinnen?
nein si, niht,
got enwelle ein wunder
vil verre an ir erzeigen.
jâ möhte ich baz einen boum mit mîner bete
sunder wâfen nider geneigen.


Ez ist site der nahtegal,
swan si ir liet volendet, sô geswîget sie.
dur daz volge ab ich der swal,
diu liez durch liebe noch dur leide ir singen nie.
sît daz ich nu singen sol,
sô mac ich von schulden sprechen wol
»ôwê
daz ich ie sô vil gebat
und geflêhte an eine stat
dâ ich gnâden nienen sê.«
Swîge ich unde singe niet,
sô sprechent si daz mir mîn singen zæme baz.
spriche ab ich und singe ein liet,
sô muoz ich dulden beide ir spot und ouch ir haz.
wie sol man dien nu geleben
die dem man mit schœner rede vergeben?
ôwê
daz in ie sô wol gelanc
und ich lie dur si mîn sanc!
ich wil singen aber als ê.
Ôwê mîner besten zît
und ôwê mîner liehten wûnneclîchen tage!
waz der an ir dienste lît!
nu jâmert mich vil maneger senelîcher klage,
die si hât von mir vernomen
und ir nie ze herzen kunde komen.
ôwê
mîniu gar verlornen jâr!
diu geriuwent mich für wâr:
in verklage si niemer mê.
Lachen unde schœnez sehen
und guot gelæze hât ertœret lange mich.
mir ist anders niht geschehen:
swer mich rüemens zîhen wil, der sündet sich.
ich hân sorgen vil gepflegen
unde frouwen selten bî gelegen.
ôwê,
wan daz ich si gerne sach
und in ie daz beste sprach,
mir enwart ir nie niht mê.
Ez ist niht daz tiure sî,
man habe ez ie diu werder, wan getriuwen man:
der ist leider swære bî.
er ist verlorn, swer nu niht wan mit triuwen kan.
des wart ich vil wol gewar,
wand ich ie mit triuwen diente dar.
ôwê
daz ich triuwen nie genôz!
des stên ich an fröiden blôz.
doch gediene ich, swiez ergê.


Ob ich si dûhte hulden wert,
son möhte mir zer werlte lieber niht geschên.
het ich an got sît gnâden gert,
sîn könden nâch dem tode niemer mich vergên.
her umbe ich niemer doch verzage,
ir lop ir êre unz an mîn ende ich sage.
waz oh si sich bedenket baz?
und tæte si vil liebe daz,
sô verbære ich alle klage.


Sâch ieman die frouwen
die man mac schóuwen
ín dem venster stân?
dîu vil wolgetâne
díu tuot mich âne
sórgen die ich hân.
si líuhtet sam der sunne tuot
gégen dem liehten morgen.
ê wás si verbórgen:
dô múoten mich sórgen:
díe wil ich nu lân.
Ist ab ieman hinne,
der sîne sinne
her behalten habe?
der gê nâch der schônen,
diu mit ir krônen
gie von hinnen abe;
daz si mir ze trôste kome,
ê daz ich verscheide:
diu liebe und diu leide
die wellen mich beide
fürdern hin ze grabe.
Man sol schrîben kleine
reht ûf dem steine
der mîn grap bevât,
wíe liep si mir wære,
und ích ir unmære;
swer dan über mich gât,
daz der lese dise nôt
und gewinne künde
der víl grôzen sünde
die sí an ir fründe
her begangen hât.


Sin hiez mir nie widersagen,
unde warb iedoch
unde wirbet hiute ûf den schaden mîn.
desn mac ich langer niht verdagen:
wan si wil ie noch
elliu lant beheren als ein roubærîn.
daz machent alle ir tugende und ir schœne,
die vil mangem man tuont wê.
der si an siht,
der muoz ir gevangen sîn
und in sorgen leben iemer mê.
In dien dingen ich ir man
und ir dienst was dô,
dô ich si dur triuwe und dur guot an sach.
dô kam si mich mit minnen an
und vienc mich alsô,
dô si mich wol gruozte und wider mich sô sprach.
des bin ich an fröiden siech . . . . . .
und an herzen sêre wunt.
ir ougen klâr
die hânt mich beroubet . . .
und ir rôsevarwer rôter munt.


Ich hân si für alliu wîp
mir ze frouwen und ze liebe erkorn.
minneclîch ist ir der lîp.
seht, durch daz sô hab ich des gesworn,
daz mir in der welte niht
âne si sol lieber sîn:
swenn aber si mîn ouge an siht,
seht, sô tagt ez in dem herzen mîn.


»Owê des scheidens des er tete
von mir, dô er mich vil senende lie:
wol aber mich der lieben bete
und des weinens des er dô begie,
dô er mich trûren lâzen hat
und hiez mich in fröiden sîn.
von sînen trehenen wart ein bat,
und erkuolte iedoch daz herze mîn.«
Der durch sîne unsælikeit
iemer arges iht von ir gesage,
dem müez allez wesen leit,
swaz er minne und daz im wol behage.
ich fluoche in unde schadet in niht,
dur die ich ir muoz frömede sîn:
als aber si mîn ouge an siht,
sô taget ez mir in dem herzen mîn.
»Owê waz wîzents einem man
der nie frouwen leit noch arc gesprach
und in aller êren gan?
durch daz müejet mich sîn ungemach,
daz si in grüezent ûber al
unde zuo im redende gânt
und in doch als einen bal
mit ir bœsen Worten umbe slânt.«


Ich bin iemer ander und niht eine
der grôzen liebe der ich nie wart frî.
wæren nu die hüetære algemeine
toup unde blint, swenn ich ir wære bî,
sô möht ich mîn leit
etesvvan mit sange ir wol künden.
möhte ich mich mit rede zuo ir gefründen,
sô wurde ir wunders vil von mir geseit.
Siene sol niht allen liuten lachen
alsô von herzen same si lachet mir,
und ir an sehen sô minneclîch niht machen.
waz habet ieman ze schouwen daz an ir,
der ich leben sol
und an der ist al mîn wünne behalten?
jâne wil ich niemer des eralten,
swenn ich si sihe, mirn sî von herzen wol.
Mîner ougen tougenlîche sêje,
die ich ze boten an si senden muoz,
die neme durch got von mir für eine flêje:
und ob si lache, daz sî mir ein gruoz.
ichn weiz wer dâ sanc
»ein sitich und ein star ân alle sinne
wol gelernten daz si spræchen Minne«:
wol, sprich daz und habe des iemer danc.
Wolte si mîn denken fûr daz sprechen
und mîn trûren für die klage verstân,
sô mües in der niuwen rede gebrechen.
owê daz iemen sol für fuoge hân
daz er sêre klaget
daz er doch von herzen niht enmeinet,
alse jener trûret unde weinet
und ers niemer niemen niht gesaget.
Sît si herzeliebe heizent minne,
sône weiz ich wie diu leide heizen sol.
herzeliebe wont in mînem sinne:
liep hæt ich gerne, leide enbære ich wol.
liebe diu gît mir
hôhen muot, dar zuo freud unde wünne:
sône weiz ich waz diu leide künne,
wan daz ich iemer trûren muoz von ir.


Ist ir leit mîn liep und mîn gemach,
wie solt ich dan iemer mêre rehte werden frô?
sine getrûrte nie, swaz mir geschach:
klaget ich ir mîn jâmer, sô stuont ir daz herze hô.
sist noch hiute vor den ougen mîn als si was dô
dô si minneclîche mir zuo sprach
und ich si an sach.
owê, solte ich iemer stên alsô.
Si hât liep ein kleine vogellîn,
daz ir singet und ein lützel nâch ir sprechen kan:
müest ich dem gelîche ir heinlîch sîn,
sô swüere ich des wol daz nie frouwe selchen vogel gewan.
für die nahtegale wolte ich hôhe singen dan.
owê liebe schœne frouwe mîn,
nu bin ich doch din:
mahtu trœsten mich vil senenden man?
Sist mit tugenden und mit werdekeit
sô behuot vor aller slahte unfröuwelîcher tât,
wan des einen daz si mir verseit
ir genâde und mînen dienest sô verderben lât.
wol mich des daz si mîn herze sô besezzen hât
daz diu stat dâ nieman wirt bereit
als ein hâr sô breit,
swenne ir rehtiu liebe mich bestât.


Leitlîche blicke und grœzlîche riuwe
hânt mir daz herze und den lîp nâch verlorn.
mîn alte nôt die klagte ich fûr niuwe,
wan daz ich fürhte der schimpfære zorn.
singe ab ich dur die
diu mich frewete hie bevorn,
sô velsche dur got nieman mîne triuwe,
wan ich dur sanc bin zer welte geborn.
Manger der sprichet »nu seht wie der singet!
wær im iht leit, er tæt anders dan sô.«
der mac niht wizzen waz mich leides twinget:
nu tuon ab ich rehte als ich tet aldô.
do ich in leide stuont,
dô huop ich si gar unhô.
diz ist ein nôt diu mich sanges verdringet:
sorge ist unwert dâ die liute sint frô.
Diu mînes herzen ein wünne und ein krôn ist
vor allen frouwen diech noch hân gesên,
schœne unde schœne unde schœne, aller schônist,
ist si, mîn frouwe: des muoz ich ir jên.
al diu welt sol sie
durch ir schœne gerne flên.
noch wære zît daz du, frouwe, mir lônist:
ich hân mit lobe anders tôrheit verjên.
Sten ich vor ir unde schouwe daz wunder
daz got mit schœne an ir lîp hât getân,
sô ist des sô vil daz ich sihe dâ besunder,
daz ich vil gerne wolt iemer dâ stân.
ôwê sô muoz ich
trûreclîche dannen gân:
sô kumt ein wolken sô trüebez dar under
daz ich des schînen von ir niht enhân.


Min herze ir schœne und diu Minne habent gesworn
zuo ein ander, des ich wæne, ûf mîner fröuden tôt.
zwiu habent diu driu mich einen dar zuo ûz erkorn?
ôwê Minne, gib ein teil der lieben mîner nôt.
teil ir si sô mite daz si gedanke ouch machen rôt.
wünsch ich ir senens nu? daz wære bezzer gar verborn.
lîhte ist ez ir zorn,
sît ir wort mir keinen kumber nie gebôt.


Ez tuot vil wê, swer herzeclîche minnet
an sô hôhe stat
dâ sîn dienest gar versmât.
sîn tumber wân vil lûützel drane gewinnet,
swer sô vil geklaget
da'z ze herzen niht engât.
er ist vil wîs, swer sich sô wol versinnet
daz er dienet dar
dâ man dienest wol enpfât,
und sich dar lât
dâ man sîn genâde hât.
Ich darf vil wol daz ich genâde vinde:
wan ich habe ein wîp
ob der sunnen mir erkorn.
dêst ein nôt diech niemer überwinde,
sine gesehe mich ane
als si tete hie bivorn.
si ist mir liep gewest dâ her von kinde:
wan ich wart durch sie
und durch anders niht geborn.
ist ir daz zorn,
daz weiz got, sô bin ich vlorn.
Wâ ist nu hin mîn liehter morgensterne?
wê waz hilfet mich
daz mîn sunne ist ûf gegân?
sist mir ze hôh und ouch ein teil ze verne
gegen mitten tage
unde wil dâ lange slân.
ich lebte noch den lieben âbent gerne,
daz si sich her nider
mir ze trôste wolte lân,
wand ich mich hân
gar verkapfet ûf ir wân.


Wê wie lange sol ich ringen
umbe ein wîp der ich
nóch nie wórt zuo gesprách?
wie sol mir an ir gelingen
seht, des wundert mich,
wán es ê niht geschách
daz ein man alsô
tóbt als ich túon zaller zît,
daz ich si sô herzeclîche minne
und es ê nie gewuoc und dient ir iemer sît.
Ich weiz vil wol daz si lachet,
swenne ich vor ir stân
und enweiz wer ich bin.
sâ zehant bin ich geswachet,
swenne ir schœne mir
nimt sô gar mînen sin.
got weiz wol daz sie
noch mîniu wort nie vernam,
wan daz ich ir diende mit gesange
sô ich beste kûnde und als ir wol gezam.
Owê des, waz rede ich tumbe,
daz ich niht enrede
als ein sæliger man?
sô swîge ich rehte als ein stumbe,
der von sîner nôt
niht gesprechen enkan,
wan daz er mit der hant
sîniu wort tiuten muoz.
als erzeige ich ir mîn wundez herze
und valle für si unde nîge ûf iren fuoz.


Owê war umbe volg ich tumbem wâne,
der mich sô sêre leitet in die nôt?
ich schiet von ir gar aller fröiden âne,
daz si mir trôst noch helfe nie gebôt.
doch wart ir varwe liljen wîz und rôsen rôt,
und saz vor mir diu liebe wolgetâne
geblecket rehte alsam ein voller mâne.
daz was der ougen wünne, des herzen tôt.
Min stæter muot gelîchet niht dem winde:
ich bin noch alse si mich hât verlân,
vil stæte her von einem kleinen kinde,
swie wê si mir nu lange hât getân,
alswîgende ie genôte ûf den verholnen wân,
swie dicke ich mich der tôrheit underwinde,
swa ich vor ir stê, und sprüche ein wunder vinde,
und muoz doch von ir ungesprochen gân.
Ich hân sô vil gesprochen und gesungen
daz ich bin müede und heiz von mîner klage.
ich bin umb niht wan umb den wint betwungen,
sît si mir niht geloubet daz ich sage,
wie ich si minne und wiech ir holdez herze trage.
dêswâr mirn ist nâch werde niht gelungen.
hete ich nâch gote ie halp sô vil gerungen,
er næme mich hin zim ê mîner tage.


Diu vil guote,
daz si sælic müeze sîn!
wê der huote,
die man tuot der welte schîn,
diu mir hât benomen daz man si niht wan selten sêt,
sô die sunnen diu des âbents under gêt.
Ich muoz sorgen
wan diu lange naht zergê
gegen dem morgen,
daz ichs einest an gesê,
die vil lieben sunnen, diu sô wünneclichen taget
daz mîn ouge ein trüebez wolken wol verklaget.
Swer der frouwen
hüetet, dem künd ich den ban:
wan durch schouwen
sô geschuof si got dem man,
daz si wære ein spiegel, al der werlde ein wünne gar.
waz sol golt begraben, des nieman wirt gewar?
Wê den ræten
die man reinen wîben tuot!
huote stæten
frowen machet wankeln muot.
man sol frouwen schouwen unde lâzen âne twanc.
ich sach daz ein sieche verboten wazzer tranc.


Frouwe, wilt du mich genern,
sô sich mich ein vil lützel an.
ichn mac mich langer niht erwern,
den lîp muoz ich verloren hân.
ich bin siech, mîn herze ist wunt.
frouwe, daz hânt mir getân
mîn ougen und din rôter munt.
Frouwe, mîne swære sich,
ê ich verliese mînen lîp.
ein wort du spræche wider mich:
verkêre daz, du sælic wîp.
du sprichest iemer neinâ nein,
neinâ neinâ neinâ nein:
daz brichet mir mîn herze enzwein.
maht du doch etswan sprechen jâ,
jâ jâ jâ jâ jâ jâ jâ?
daz lît mir an dem herzen nâ.


Ob ich dir vor allen wîben guotes gan,
sol ich des engelten, frouwe, wider dich,
stê daz dîner güete sæleclîchen an,
sô lâz iemer in den ungenâden mich.
hab ich dar an missetân, die schulde rich,
daz ich lieber liep zer werlte nie gewan.
nâch der liebe sent mîn herze sich.
Ob ich iemer âne hôhgemüete bin,
wes ist ieman in der werlte deste baz?
gênt mir mîne tage mit ungemüete hin,
die nâch fröiden ringent, dien gewirret daz.
indes wirt mîn ungewin der valschen haz.
die verkêrent underwîlent mir den sin.
nieman solde nîden, erne wiste waz.
Frouwe, ob du mir niht die werlt erleiden wil,
sô rât unde hilf: mir ist ze lange wê;
sît si jehent ez sî niht ein kinde spil,
dem ein wîp sô nâhen an sîn herze gê.
ich erkande mâze vil der sorgen ê:
disiu sorge gêt mir für der mâze zil,
hiute baz und aber dan über morgen mê.
Ich hab ir vil grôzer dinge her verjehen,
herzeclîcher minne und ganzer stætekeit.
des half mir diu rehte herzeliebe spehen.
wol mich, hab ich al der werlte wâr geseit.
habe ich dar an missesehen, daz ist mir leit.
mir mac elliu sælde noch von ir geschehen:
in weiz niht waz schœner lîp in herzen treit.


Ich wæne nieman lebe der mînen kumber weine,
den ich eine trage,
ez entuo diu guote, diech mit triuwen meine,
vernimt si mîne klage.
wê wie tuon ich sô, daz ich sô herzeclîche
bin an si verdâht, daz ich ein künicrîche
für ir minne niht ennemen wolde,
ob ich teilen unde welen solde?
Swer mir des verban, ob ich si minne tougen,
seht der sündet sich.
swenn ich eine bin, si schînt mir vor den ougen.
sô bedunket mich
wie si gê dort her ze mir aldur die mûren.
ir rede und ir trôst enlâzent mich niht trûren.
swenn si wil, sô füeret si mich hinnen
mit ir wîzen hant hôh über die zinnen.
Ich wæne, si ist ein Vênus hêre, diech dâ minne:
wan si kan sô vil.
si benimt mir beide fröide und al die sinne.
swenne sô si wil,
sô gêt si dort her zuo einem vensterlîne,
unde siht mich an reht als der sunnen schîne:
swan ich si dan gerne wolde schouwen,
ach sô gêt si dort zuo andern frouwen.
Dô si mir alrêrst ein hôhgemüete sande
in daz herze mîn,
des was bote ir güete, die ich wol erkande,
und ir liehter schîn
sach mich güetlîch ane mit ir spilnden ougen:
lachen si began ûz rôtem munde tougen.
sâ zehant enzunte sich mîn wunne,
daz mîn muot stuont hôhe sam diu sunne.
We waz rede ich? jâ ist mîn geloube bœse
und ist wider got.
wan bite ich in des daz er mich hinnen lœse?
ez was ê mîn spot.
ich tuon sam der swan, der singet swenne er stirbet.
waz ob mir mîn sanc daz lîhte noch erwirbet,
swâ man mînen kumber sagt ze mære,
daz man mir erbünne mîner swære?


Ich horte ûf der heide
lûte stimme und süezen sanc.
dâ von wart ich beide
fröiden rîch und trûrens kranc.
nâch der mîn gedanc
sêre ranc
unde swanc,
die vant ich ze tanze dâ si sanc.
âne leide
ich dô spranc.
Ich vant si verborgen
eine und ir wengel naz,
dô si an dem morgen
mînes tôdes sich vermaz.
der vil lieben haz
tuot mir baz
danne daz
dô ich vor ir kniete dâ si saz
und ir sorgen
gar vergaz.
Ich vant si an der zinnen,
eine, und ich was zir gesant.
dâ meht ichs ir minnen
wol mit fuoge hân gepfant.
dô wând ich diu lant
hân verbrant
sâ zehant,
wan daz mich ir süezen minne bant
an dien sinnen
hât enblant.


Solde ich iemer frouwen leit
alder arc gesprechen, daz hât si verschuldet wol,
diu daz hât von mir geseit
daz ich singe owê von der ich iemer dienen sol.
si ist des liehten meien schîn
und mîn ôsterlîcher tac.
swenn ichs an sihe, sô lachet ir daz herze mîn.
Min frowe ist sô genædic wol
daz si mich noch tuot von allen mînen sorgen frî.
des bin ich frô reht als ich sol.
ich wæne nieman lebe der in sô ganzen fröiden sî.
wol ir hiute und iemermê!
alsô sprich ich und wünsche ir des,
diu mir mit fröiden hât benomen mîn alt owê.
Swaz ich singe ald swaz ich sage,
sône wil si doch niht trœsten mich vil senden man.
des muoz ich ringen mit der klage
unde mit der nôt diech selbe mir geschaffet hân.
sô ist siz doch diu frouwe mîn:
ich binz der ir dienen sol
und wünsche ir des dazs iemer sælic müeze sîn.


Uns ist zergangen der lieplîche summer.
dâ man brach bluomen dâ lît nu der snê.
mich muoz belangen wenne si mînen kummer
welle volenden der mir tuot sô wê.
jâ klage ich niht den klê,
swenne ich gedenke an ir wîplîchen wangen
diu man ze fröide sô gerne ane sê.
Seht an ir ougen und merket ir kinne,
seht an ir kel wîz und prüevet ir munt.
si ist âne lougen gestalt sam diu Minne.
mir wart von frouwen sô liebes nie kunt.
jâ hât si mich verwunt
sêre in den tôt. ich verliuse die sinne.
gnâd, ein küniginne, du tuo mich gesunt.
Die ich mit gesange hie prîse unde krœne,
an die hât got sînen wunsch wol geleit.
in sach nu lange nie bilde alsô schœne
als ist mîn frowe; des bin ich gemeit.
mich fröit ir werdekeit
baz dan der meie und al sîne dœne
die die vogele singent; daz sî iu geseit.


Mich wundert harte
daz ír alse zarte
kan lachen der munt.
ír liehten ougen
diu hânt âne lougen
mich senden verwunt.
si brach alse tougen
al in mîns herzen grunt.
dâ wont diu guote
vil sanfte gemuote.
des bin ích ungesunt.
Swenne ich vil tumber
ir tuon mînen kumber
mit sange bekant,
sô ist ez ein wunder
daz sí mich tuot under
mit rede zehant.
swenn ich sí hœre sprechen,
sô ist mír alse wol
daz ich gesitze
vil gár âne witze
nochn weiz war ich sol.


Si hât mich verwunt
rehte aldurch mîne sele
in den vil tœtlîchen grunt,
dô ích ir tet kunt
dâz ich tobte unde quêle
úmb ir vil güetlîchen munt.
den bat ich zeiner stunt
daz ér mich ze dienste ir bevêle
und dâz er mir stêle
von ir ein senftez küssen, sô wære ich iemer gesunt.
Wie wirde ich gehaz
ir víl rôsevarwen munde,
dés ich noch niender vergaz!
doch sô müet mich daz
dáz si mír zeiner stunde
sô mit gewalt vor gesaz.
des bin ich worden laz,
alsô dáz ich vil schiere gesunde
in dér helle grunde
verbrünne ê ich ir iemer diende, ine wisse umbe waz.


Ich bin keiser âne krône,
sunder lant. daz meinet mir der muot:
dern gestuont mir nie sô schône.
wol ir lîbe, diu mir sanfte tuot.
daz schaffet mir ein frowe fruot.
dur die sô wil ich stæte sîn,
wan in gesach nie wîp sô rehte guot.


»Gerne sol ein rîter ziehen
sich ze guoten wîben: dêst mîn rât.
bœsiu wîp diu sol man fliehen:
er ist tump swer sich an si verlât;
wan sine gebent niht hôhen muot.
iedoch sô weiz ich einen man,
den ouch die selben frowen dünkent guot.
Mirst daz herze worden swære.
seht, daz schaffet mir ein sendiu nôt.
ich bin worden dem unmære
der mir dicke sînen dienest bôt.
owê war umbe tuot er daz?
und wil er sichs erlouben niht,
sô muoz ich im von schulden sîn gehaz.«


Wie sol fröidelôser tage
mir und sender jâre iemer werden rât?
so ist daz aber mîn hœhste klage
daz uns beide an sange an fröide missegât.
sît daz diu werlt mit sorgen alsô gar betwungen stât,
nu swîget maneger der doch dicke wol gesungen hât.
Ich was eteswenne frô
dô mîn herze wânde neben der sunnen stân.
dur diu wolken sach ich hô:
nu muoz ich mîn ouge nider zer erde lân.
mich triuget alze sêre ein vil minneclîcher wân,
sît daz ich von ir niht wan leit und herzeswære hân.
Wil si frömden mir dur daz
dazs ein lützel ist mit valscher diet behuot?
dêst ein swacher friundes haz
daz si mit den andern mir sô leide tuot.
ez hœret niht ze liebe ein sô kranker friundes muot.
wils aber die huote alsô triegen, dast uns beiden guot.


Owê, sol aber mir iemer mê
geliuhten dur die naht
noch wîzer danne ein snê
ir lîp vil wol geslaht?
der trouc diu ougen mîn.
ich wânde, ez solde sîn
des liehten mânen schîn.
do tagete ez.
»Owê, sol aber er iemer mê
den morgen hie betagen,
als uns diu naht engê,
daz wir niht dürfen klagen?
owê, nu ist ez tac,
als er mit klage pflac
do er jungest bî mir lac.
dô tagete ez.«
Owê, si kuste âne zal
in deme slâfe mich,
dô vielen hin ze tal
ir trehene nider sich.
iedoch getrôste ich sie,
daz si ir weinen lie
und mich alumbevie.
dô tagete ez.
»Owê, daz er sô dicke sich
bî mir ersehen hât!
als er endahte mich,
sô wolte er sunder wât
mîn arme schowen blôz.
ez was ein wunder grôz
daz in des nie verdrôz.
dô tagete ez.«


Hat man mich gesehen in sorgen,
des ensol niht mêr ergân.
wol fröuw ich mich alle morgen
daz ich die vil lieben hân
gesehen in ganzen fröiden gar.
nu fliuch von mir hin, langez trûren:
ich hin aber gesunt ein jâr.
Si kan durch diu herzen brechen
sam diu sunne dur daz glas.
ich mac wol von schulden sprechen,
ganzer tugende ein adamas;
so ist diu liebe frowe mîn
ein wunnebernder süezer meije,
ein wolkenlôser sunnen schîn.
Ob si mîner nôt, diu guote,
wolde ein liebez ende geben,
mit den frôn in hôhem muote
sæhe man mich danne leben.
die wîle soz niht ist geschehen
sô muoz man bî der ungemuoten
schar mich in dien sorgen sehen.


Mirst geschehen als eime kindelîne,
daz sîn schœnez bilde in eime glase gesach
unde greif dar nâch sîn selbes schîne
sô vil biz daz ez den spiegel gar zerbrach.
dô wart al sîn wünne ein leitlîch ungemach.
alsô dâhte ich iemer frô ze sîne,
do ich gesach die lieben frouwen mîne,
von der mir bî liebe leides vil geschach.
Minne, diu der werlde ir freude mêret,
seht, diu brâhte in troumes wîs die frouwen mîn,
do mîn lîp an slâfen was gekêret,
und er sach sît an die besten wünne sîn.
dô sach ich ir liehten tugende, ir werden schîn,
schœne und für elliu wîp gehêret;
niuwan daz ein lützel was gesêret
ir vil . . . . freuden rîchez mündelîn.
Grôze angest hân ich des gewunnen,
daz verblîchen süle ir mündelîn sô rôt.
des hân ich nu niuwer klage begunnen,
sît mîn herze sich ze sülcher swære bôt,
daz ich durch mîn ouge schouwe sülche nôt,
sam ein kint daz wîsheit unversunnen
sînen schaten ersach in einem brunnen
und den minnen muose unz an sînen tôt.
Hôher wîp von tugenden und von sinne,
die enkan der himel niender umbevân,
sô die guoten diech vor ungewinne
fremden muoz und immer doch an ir bestân.
ôwê leider, jô wând ichs ein ende hân,
ir vil wünneclîchen werden minne:
nu bin ich vil kûme an dem beginne.
des ist hin mîn wünne und ouch mîn gerender wân.


Ich wil eine reise.
wünschet daz ich wol gevar.
dâ wirt manic weise.
diu lant diu wil ich brennen gar.
mîner frouwen rîche,
swaz ich des bestrîche,
daz muoz allez werden vlorn,
si enwende mînen zorn.
Helfet singen alle,
mîne friunt, und zieht ir zuo
mit . . . . schalle,
daz si mir genâde tuo.
schrîet daz mîn smerze
mîner frouwen herze
breche nnd in ir ôren gê.
si tuot mir ze lange wê.


Ich wil immer singen
dîne hôhen wirdekeit
unde an allen dingen
dînen hulden sîn gereit.
frowe, ich kan niht wenken
. . . . . . . .
hâstu tugende und êren vil,
daz wolt ich und immer wil.
Si sint unverborgen,
frowe, swaz du tugende hâst.
âbent und den morgen
sagent si al daz du begâst.
dîne redegesellen
die sint swie wir wellen,
guoter Worte und guoter site.
dâ bist du getiuret mite.
Frouwe, ich wil mit hulden
reden ein wênic wider dich.
daz solt du verdulden.
zürnest du, sô swîge ab ich.
wiltu dîner jugende
kumen gar ze tugende,
. . . . . .
. . . . . . . .

Nieman sol daz rechen
ob ich hôhe sprüche hân.
wâ von sol der sprechen
der nie hôhen muot gewan?
ich hân hôchgemüete.
frowe, dîne güete,
sît ich die alrêrste sach,
sô west ich wol waz ich sprach.


Vil süeziu senftiu tœtærinne,
war umbe welt ir tœten mir den lîp,
und i'uch sô herzeclîchen minne,
zewâre, frouwe, gar für elliu wîp?
wænet ir . . . . ob ir mich tœtet,
daz ich iuch danne niemer mêr heschouwe?
nein, iuwer minne hât mich des ernœtet
daz iuwer sêle ist mîner sêle frouwe.
sol mir hie niht guot geschehen
von iuwerm werden lîbe,
sô muoz mîn sêle iu des verjehen
dazs iuwerr sêle dienet dort
als einem reinen wîbe.


Lanc bin ich geweset verdâht
unde unfrô von rehten minnen.
nu hât men mir mære brâht,
der ist frô mîn herze inbinnen.
ich sol trôst gewinnen
von der frowen mîn.
wie möhte ich danne trûric sîn?
ob ir rôter munt
tuot mir fröide kunt,
sô getrûre ich niemer mê:
êst quît, was mir wê.


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