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Nikolaus Lenau (1802-1850) - Gedichtzeilen

Nikolaus Lenau (1802-1850)

[Inhalt] [Anfänge] [Titel] [Zeilen]

Gedichtzeilen

  1. 'nen Becher Wein, doch bleibt der Woiwod sitzen.
  2. 's geht wieder ans Begraben,
  3. 's ist alles eins am Ende:
  4. 's ist doch besser im Küraß raufen,
  5. 's ist einerlei nun beides.
  6. 's ist eitel nichts, wohin mein Aug ich hefte!
  7. 's ist schöner doch, glaub meinem Wort
  8. 's wird freilich knapp genug sein.
  9. (Hoffnungsloser Kummer ist ein Phantast,)
  10. (Schöne Ansicht der Dinge, sie knüpfet mit liebendem Bande
  11. (─; Wenn auch von Ärzten, Philosophen,
  12. daß sie dich rührten.
  13. dem Schmerz, daß ich dich nie besitzen werde.
  14. Hippolyt
  15. Ab das Herz von Annas Not;
  16. Abend ists, die Wipfel wallen
  17. Abendwolken ihre Tänze,
  18. Aber alle andern sollen schweigen,
  19. Aber alle seid ihr leider
  20. Aber als die Nacht gekommen:
  21. Aber Anna treibt den Zelter,
  22. Aber bis zur Totenbleiche
  23. Aber Blumen seh ich hier, die frühen!
  24. Aber der Brummbaß hält sie zusammen.
  25. Aber die Wechselgestalten des Lebens, sie teilen nicht alle
  26. Aber du neigtest sinnend nach den Wellen,
  27. Aber du wandle hinan getrost, und wäre dein Leben
  28. Aber du wirst von Stunde zu Stunde noch frecher,
  29. Aber einst, wie alles flieht,
  30. Aber es dringen
  31. Aber führt der Weg den Wandrer
  32. Aber gleich entflüchten Lust und Schmerzen,
  33. Aber in der Stille der Nacht, des Schlummers,
  34. Aber ist das Herz ein zages,
  35. Aber keinen guten Namen.
  36. Aber langsam, ernst und trübe
  37. Aber mancher kehret nie mehr wieder,
  38. Aber mit einmal war die Freude geschwunden,
  39. Aber nicht des Polenfürsten
  40. Aber nicht gehöhnt, gezischt:
  41. Aber nicht im alten Laut,
  42. Aber nicht vom stillen Meere,
  43. Aber nicht wollt ihr erschrecken,
  44. Aber ohne Gram und Groll
  45. Aber sie boten trotzig frei
  46. Aber süßre Wonne gibt es,
  47. Aber wenn dir von dem Völklein
  48. Aber wie die Melodie
  49. Aber will ein Unfall sie erfassen,
  50. Aber wo im schimmerlosen
  51. Aber, gilt es auch nicht gleich den Namen,
  52. Aber, Mädchen, glaube nicht,
  53. Abgeblüht mich auf die Bahre,
  54. Abgelauschte Lieder sind es,
  55. Abgemähter Blumenmatten,
  56. Abgeschmeichelt jeder Stelle
  57. Abgewaschen ihrem Antlitz
  58. Abgewendet nun mit Schweigen,
  59. Abgründe, ihre Riesengräber, lauern
  60. Abstich möge drüber wallen.
  61. Ach wärst du mein, es war ein schönes Leben!
  62. Ach wie schliefen sie so fest!
  63. Ach! als die Totenglocke klang,
  64. Ach! nur allzuschnell!
  65. Ach! oder ists die erste Spur
  66. Ach, an den Hügel sinkt er deines Grabes
  67. Ach, Coriolan! vorüber
  68. Ach, dem Fischer ziehn die Tage
  69. Ach, ein Bettler ist es, schmerzlich darbend,
  70. Ach, Freundin, ich habe dich gestört
  71. Ach, mehr und mehr im Abendhauch
  72. Ach, schon dreimal sank dir die Blut, o Linde,
  73. Ach, sie liebt ihn, der Entglühte
  74. Ach, um welchen es stets stiller und einsamer wird.
  75. Ach, und seine Seligkeit!
  76. Ach, verzeiht ihr, was ich tat?
  77. Ach, von der geflohen dahin das stille
  78. Ach, wär es mir beschieden,
  79. Ach, wer bist du? sage, wer? ─;
  80. Ach, wie bleich sind deine Wangen!
  81. Ach, wie mag dir sein zumute!
  82. Ach, wie schläfrig ist die Gegend!
  83. Ach, wie stille! wie verlassen!
  84. Ach, wie war der Wald so froh!
  85. Ach, wie war die Nacht so mild!
  86. Ach, würde uns zu bange,
  87. Ade! Ade! du grüner Hain!
  88. Ahimaaz, der Sohn des Zadok, sprach,
  89. Ahmt die Wange seiner Rosen Glut,
  90. Ahndung, Sehnsucht und Vertrauen!
  91. Ahnen sie des Jünglings Ehre?
  92. Ahnen sie sein frühes Grab?
  93. Ahnung faßte mir das Herz,
  94. Ahnungsvollen Dichter?
  95. All das frohe Lenzgeschick
  96. All dein Dichtertreiben find ich nichtig.«
  97. All dein Wort ist Windesfächeln;
  98. All deine Lust, nur laß nicht liegen mir die Leiden!
  99. All den Braus mit deinen Tönen
  100. All der Frühlingskinder.
  101. All die Pfaffen, Fürstenknechte
  102. All die sächsischen Geschwader
  103. All die Wälder, Ström und Buchten,
  104. All ihr frisches Geplauder, helles Schimmern.
  105. All ihr frohen Bundsgenossen,
  106. All ihr Herz ist Sehnen und Verlangen.
  107. All ihr Leben, und es falle
  108. All ihre Pulse beben,
  109. All seine Götterkräfte laß erglühn,
  110. Alle Bäche heraus, und plump zertreten
  111. Alle die Töne, sie klettern, sie tanzen,
  112. Alle grünen Hoffnungsfarben.
  113. Alle hat er sie erschlagen.
  114. Alle ungeweihten Tatzen.
  115. Alle Welt herein zu Gast. ─;
  116. Alle Winde fliehn!
  117. Alle Wipfel sind so stille,
  118. Alle, die schon längst im Grabe,
  119. Alle, die sein Arm getötet,
  120. Allein beim Glase Wein.
  121. Allein mit ihrem Harme
  122. Allein mit meinem Kruge;
  123. Allein mit seinem Leid,
  124. Aller Himmel ist umzogen,
  125. Aller meiner Lieben,
  126. Aller Sensen auch gedacht,
  127. Aller Welt den Schmerz zu melden,
  128. Alles Edle hier auf Erden,
  129. Alles Erdenleids genesen
  130. Alles grün, die Vögel sangen,
  131. Alles hängt voll Spinneweben.
  132. Alles hat um Mischka sich geschart,
  133. Alles in die Arme schließen,
  134. Alles Leben! ─; doch von wannen? ─;
  135. Alles muß am Ende sinken!
  136. Alles rauscht im vollen Reigen,
  137. Alles schaut er klar im Strahle
  138. Alles schlafen gangen,
  139. Alles schläft, und übers Gefild der Ruhe
  140. Alles schlummert, alles schweigt,
  141. Alles schweigt im Walde, nur eine Biene
  142. Alles still, einschläfernd, des dichten Mooses
  143. Alles wie ein Frühlingshauch!
  144. Allgewärtig, ungesehen,
  145. Allmählich der Seele zu entwenden,
  146. Allwärts rufend: »Nichts zu handeln?«!
  147. Allzubald vorüber sind!«
  148. Allzutrübe, allzuschwer,
  149. Alpen! Alpen! unvergeßlich seid
  150. Alpen! Alpen! unvergeßlich seid
  151. Alpen, o wie stärkte mich die Rast,
  152. Als all die Tausend niederfahren.
  153. Als an das Grafenschloß die Wandrer schlugen
  154. Als blinkte dein Lichtlein so ferne
  155. Als das englische Talergelispel schwieg.
  156. Als das Gefolge deiner Reise
  157. Als daß ichs im berauschten Sturmesflug
  158. Als das Laub, vom Windeshauch
  159. Als das Wetter durch die Wolkenritze,
  160. Als den Herzen von Metalle.
  161. Als der Abend wiederkehret.
  162. Als der Cherub aus dem Paradies
  163. Als der Lüfte sanftes Rauschen.
  164. Als der Mensch gebrochen mit seinem Gotte,
  165. Als der zerfließt im Morgenrot von Osten
  166. Als des Abends letzte Helle
  167. Als die allerschönste Frau;
  168. Als die beliebte ›Werbung‹ erklungen,
  169. Als die ersten Tränen auf Erden flossen,
  170. Als die Griechen ihn geschildert!
  171. Als die höchste Kunst von allen,
  172. Als die Klagen ihres verwaisten Kinds.
  173. Als die Ungarn ihre Tage
  174. Als die Vöglein in den Zweigen.
  175. Als die Wolken, die den Himmel schwärzen,
  176. Als Dorf und Busch und Baum verschwand
  177. Als drin das Leben brannte,
  178. Als du einst am Königshofe
  179. Als du gingst auf eine Reise,
  180. Als du warst davongezogen,
  181. Als du warst, ein holdes Kind,
  182. Als durch die Felsen drang das Morgenlicht,
  183. Als Egoiste würd ich sprechen:
  184. Als ein Genius, der die Reise
  185. Als ein Mann ihm naht behutsam,
  186. Als ein Pfeil ihm auch das zweite
  187. Als ein rauher Wettersäugling
  188. Als ein strenger Richter und Hinrichter,
  189. Als ein unergründlich Wonnemeer
  190. Als ein vielerfahrner Lenker und Rater,
  191. Als ein weicher Mutterarm.
  192. Als ein Wildbach froher Töne;
  193. Als ein Wort dir der Ästhetik,
  194. Als eine leere Tafel blieb das Land,
  195. Als eine weinende Aja,
  196. Als einst der Baum, der nun in Staub verwittert,
  197. Als einst der laute Ruf zur Schlacht erschollen,
  198. Als er die alte Welt in Trümmer schlug. ─;
  199. Als er die Stirne Gutenbergs berührt.
  200. Als er diesen Jüngling fallen ließ?
  201. Als euer wirres Antlitz, wutverzogen.
  202. Als eurer Zweifel Richter
  203. Als frischer Jung in diesen Bergen knallte;
  204. Als frostbedeckt die Berg' und Tale ruhten,
  205. Als fühlt' er sich gar nah verwandt
  206. Als fürs Gewürm des Grabes eine Mast;
  207. Als Gedanke ist der Geist das Licht,
  208. Als hätt ich einer Schuld mich anzuklagen.
  209. Als hätt ich es, in süßen Nächten träumte,
  210. Als hätt ihn hell der Windstoß angefacht.
  211. Als hätte die Blum ihn leise genannt
  212. Als hätte die Natur Verzweiflung überkommen,
  213. Als hätte dieses kalte Herbsteswetter,
  214. Als hätte dürres Laub der Sturm verfegt;
  215. Als hätte seine Seele sich
  216. Als hättest du gespeist das Fleisch von seinen Wangen.
  217. Als hielte geistiges Gefieder
  218. Als hinter dem ersten Menschenpaare
  219. Als hinterher die grimmen Wölfe drohten.
  220. Als hört ich was von dir.
  221. Als ich am fremden Grenzefluß
  222. Als ich dich sah zum letzten Mal!
  223. Als ich einst am Sterbebette
  224. Als ich einst vor Wettergüssen
  225. Als ich eintrat in die geheizte Stube,
  226. Als ich erwacht, hielt meine Hand noch immer
  227. Als ich ihn sah mit leichtem Gruße nahn:
  228. Als ich ins bleiche Antlitz ihr geschaut.
  229. Als ich mußt auf immer von dir scheiden.
  230. Als ich scheidend stieg zu Rosse,
  231. Als ich von meinem Lager sprang.
  232. Als ich zum trüben Scheidegruß
  233. Als ihr Betrug ins Herz mir schnitt,
  234. Als ihr leuchtender Genosse
  235. Als im Herzen tödlich bittres Hassen:
  236. Als im schleißigen Tuch, nicht wahr?«
  237. Als in Martigues er gelandet
  238. Als in verlaßne Herzen sich gebohrt;
  239. Als Knabe schon konnt ich nicht schauen
  240. Als Mastbaum in das Meer getragen,
  241. Als mein Fuhrwerk mit müder Qual
  242. Als mein Gedanke, der sich ewig wähnt?
  243. Als meine Sehnsucht, die nach Gott sich sehnt? ─;
  244. Als mich die Blicke seiner Tochter trafen
  245. Als mir im Auge quoll der Tränenguß
  246. Als mit Marien er die alten Mauern
  247. Als möcht er heimlich mir entdecken,
  248. Als möcht er mir was anvertrauen,
  249. Als möcht er sagen gerne:
  250. Als Mundschenk mir den reinen Rand beschmierest.
  251. Als nach dem Himmel jedes Blatt gezittert,
  252. Als Nachen ist der Ruhm bereit,
  253. Als nähm sie's hin mit ruhigem Behagen.
  254. Als naht' ein Genius aus Himmelshöhn
  255. Als noch das Glück geruht in Hüttleins Schoß
  256. Als noch der Raucher drein gehaucht,
  257. Als noch im Rohr den Schuß.
  258. Als nun der Abend Kühlung bringt,
  259. Als ob die Sängerin aus Eden
  260. Als ob doch alles sei
  261. Als ob er aus Lorenzos Busen noch
  262. Als ob er plötzlich, tiefgemahnt, erschrecke,
  263. Als ob mit seinem Fuhrwerk er die Erde
  264. Als ob sein Geist mit mir von hinnen schwebe,
  265. Als Pan ihn hielt am Munde.
  266. Als Rhea gebar den Kroniden
  267. Als riefe sie: Gib, frommer Mann,
  268. Als sähs auf dieser Erde nichts mehr gern.
  269. Als sänne still sie einer Freude nach,
  270. Als Schatten sich im Hades.
  271. Als schöne Braut im Schleier,
  272. Als sein totes Weib dem Ritter
  273. Als sich blühend in der Hand
  274. Als sie am lauten Erlenbach
  275. Als sie aufblickt von der Erde,
  276. Als sie geführt den vollen Freudenchor,
  277. Als sie im trauten Hüttlein noch
  278. Als sie kommen auf die Heide,
  279. Als sie mich sah und ich die Hand ihr bot;
  280. Als sie selbst von Ischl eingetroffen!
  281. Als sie sich den Kranz erstritten,
  282. Als sie so fromm zur Kirche ging
  283. Als sie speisten ihre Nächte,
  284. Als sie treten in das düstre
  285. Als sie vom Paradiese ward gezwungen,
  286. Als sie weiter traben beide,
  287. Als sie wird dem Helden kund,
  288. Als sollt ihn einmal noch der Lenz begrüßen,
  289. Als sucht' er dort sich Trost.
  290. Als träumte wieder einmal die Natur
  291. Als trennten uns weite Welten,
  292. Als treue Magd ins Haus des Menschen kam,
  293. Als treulos ich das teure Land verließ,
  294. Als wär er gastlich nach mir ausgezogen,
  295. Als wär es ein prophetisch trüber Klang,
  296. Als wär ihr letzter Laut im finstern See ertrunken.
  297. Als wäre die Erde ein weites Grab
  298. Als wäre die Natur gejagt von einem Fluche,
  299. Als wäre dran aus heller Nacht
  300. Als wäre hier sein Opfer ihm gewiß.
  301. Als wäre jeder Punkt ein Himmelreich.
  302. Als wären gestorben wir beide,
  303. Als wärs gerührt von seinem Weh,
  304. Als weine stumm aus ihm die Welt,
  305. Als weinte der Himmel mit aufs Grab,
  306. Als wenn es auf die stille Heide regnet,
  307. Als wie ein Scheidegruß erscheint mir diese Stille,
  308. Als wie ein schwarzer Aar, des Flügel Feuer fingen,
  309. Als wie zu meinen Zeiten.
  310. Als winzgen Zettel
  311. Als wir dort vorbeigewallt?
  312. Als wir einst am Kirchhof gingen;
  313. Als wir entronnen endlich jenen Schluchten,
  314. Als wo kein Leben ist beim letzten Hauch zu sehen,
  315. Als wohnt' in ihm das Glück, das uns entschwand,
  316. Als wollt am Felsgestein
  317. Als wollt er diebisch unsrer Hütte nahn
  318. Als wollt er sich umzirken
  319. Als wollt er trösten, ihr gelind
  320. Als wollt es trösten ihn.
  321. Als wollten kühn den Himmel sie verjagen,
  322. Als wollten sie dem Wind ein Wild entraffen,
  323. Als wollten sie sein Lied zurückbeschwören,
  324. Als wollten sie sich rennen heiß:
  325. Als wollten sie sich sagen:
  326. Als wollten zu Grabe sie tragen
  327. Als ›caput mortuum‹ die Ehre sitzen.
  328. Also behagt' es dem Tyrannen nicht,
  329. Also denkt in stillem Sinnen
  330. Also der Jüngling fleht und flucht,
  331. Also flüsternd sprach der Bote,
  332. Also führt ich mit mir ein wirres Plaudern;
  333. Also glühen die Gedanken
  334. Also hat in scheuer Demut
  335. Also in den Winterharm,
  336. Also mein Pfeifchen duftend glüht
  337. Also sanft die Wellen gleiten,
  338. Also sehnt ich in der Ferne
  339. Also sprach der Alte, und sie schneiden
  340. Also sprach er, wieder sinkt er
  341. Also spricht der Mischka heiter
  342. Also spricht der Rationaliste,
  343. Also steht er unentschlossen,
  344. Also tanzen sie Stund auf Stunde
  345. Also trägt das deutsche Wort,
  346. Also träumt er, also kämpft er,
  347. Also urgewaltig, schnell ergreifend
  348. Also von der Ungarn Wange
  349. Also waltet in dem Gasthof
  350. Also wandeln sie noch lange
  351. Also wandelt die Seele dereinst von Blume zu Blume,
  352. Also wandelt sie einst von Welten weiter zu Welten,
  353. Also zuckt nach starkem Weinen
  354. Altäre festlich aufgebaut,
  355. Alte kommen nachgeschlichen;
  356. Alte spricht, und weint verstohlen:
  357. Alte wirft das dritte, vierte,
  358. Alter Tage zu gedenken.
  359. Altvertraut sind, dünkt ihm alt
  360. Am Abendhimmel zogen
  361. Am andern Ufer des Rheins,
  362. Am Aste traut gesellt.
  363. Am Baum und späht.
  364. Am blauen Himmelsbogen,
  365. Am Boden auf dem Rohrgeflecht,
  366. Am Boden blieb nach schnellverdampften Worten
  367. Am erntevollen Wagen.
  368. Am Fels hier oben stehn,
  369. Am fernen Kloster zähl ich alle Scheiben,
  370. Am frischen Neckarfluß?
  371. Am furchtbar steilen Hange!
  372. Am Fußgesträuch des Baumes blieb er hangen,
  373. Am Gestade der Durance
  374. Am Giebel tanzte wie berauscht
  375. Am Grabe der Mutter weint das Kind,
  376. Am Grabe eines milden Königs jammern.
  377. Am hellen Mond und jetzt unsichtbar schon entweichen;
  378. Am Himmel eilt mit dumpfem Klange
  379. Am Himmel nur war Leben;
  380. Am Himmel zieht der bleiche Mond verdrossen
  381. Am Himmelsantlitz wandelt ein Gedanke,
  382. Am Hügel strahlt der Mond, die grauen Wolken jagen
  383. Am Jubeln seines Munds vorbei
  384. Am Kamin, die scharfe Zigarr im Munde,
  385. Am Kirchhof dort bin ich gestanden,
  386. Am Klippenrand der karge Strauch
  387. Am raschen Wanderstabe
  388. Am Schlitten, trüb, wie schnellvergeßne Träume,
  389. Am schweigenden Altare
  390. Am segenüberhäuften Donaustrande.
  391. Am sichern Fels, im Sonnenschein,
  392. Am Strand den Jäger lauernd schreiten,
  393. Am Strand des Lebens irr ich, starre düster
  394. Am Strande stehn die andern harrend,
  395. Am Strauche, den die Sonne ewig flieht,
  396. Am Strauße, den die Jugend dir gewunden,
  397. Am Tschako jetzt trag ich
  398. Am Ufer? ─; nein! es ist von deinem Bronnen
  399. Am Verdeck frisch auf und nieder geht
  400. Am warmen Herzen gehen.
  401. Am Wege dort ein Kruzifix,
  402. Amselruf und Finkenschlag
  403. An Baches Rand,
  404. An das Grün von Myrtenkränzen.
  405. An das öde Schilfgestade,
  406. An dein entsetztes Ohr,
  407. An deine Ferse, deinen Wink geflochten,
  408. An deinem Sarge steht mein Geist.
  409. An deinen holdgerührten Zügen
  410. An deinen Hügel, moosig und vergessen.
  411. An deines Lieblings ödes Haus
  412. An dem die Gluten zehren! ─;
  413. An dem furchtbar gediegnen Unglück messen.
  414. An dem Geisterzug erschrocken?
  415. An dem samtnen Oberkleide
  416. An dem Strand mit leisem Weinen;
  417. An dem, Hebräer, wirst du nichts gewinnen!
  418. An den Bahren könnten wir
  419. An den Bäumen, welk und matt,
  420. An den beraubten Brettern
  421. An den bewegten, ihr allein geweihten
  422. An den Felsen scheint der Tod hier
  423. An den Kleidern trugen die drei
  424. An den König der Franzosen,
  425. An den Kreuzen, an den Steinen
  426. An den mondbeglänzten Riffen,
  427. An den Ort, den ich besinge,
  428. An den Quell der Liebe sinken,
  429. An den schönen Hals geweinet? ─;
  430. An den Schultern narbenvolle Viere
  431. An den sie Herz und all ihr Glück verloren. ─;
  432. An den Strand hinaus mit Macht,
  433. An den Traum umschwebt sie leise.
  434. An den Türmen, steil und plötzlich,
  435. An den vergeßnen Gräbern fliegt
  436. An den vollen Blütenzweigen
  437. An den Wappen sich den Schnabel wetzend.
  438. An denen gerne wir vorüberdenken,
  439. An der Blüte Augenblicken
  440. An der Brust den Wundenriß.
  441. An der duftverlornen Grenze
  442. An der Erhörung Paradiesesküste? ─;
  443. An der Fäden leichtem Flug,
  444. An der morschen Diele nur
  445. An der seligen Kindheit Pforte meines
  446. An der Sünderin vorbei.
  447. An der Tür, erstaunt, ein leises Hämmern.
  448. An der Wand allein.
  449. An deren blütenreichem Strand
  450. An des Dörfchens stillem Saume
  451. An des Mädchens Einsamkeit.
  452. An des Trostes reinste Quelle,
  453. An des Urwalds grünem Saum;
  454. An des Walds geheimste Quelle,
  455. An dich, Geliebte, von des Freundes Wangen.
  456. An die Bahn des Heils.
  457. An die du vergeudest
  458. An die heimatlichste Stelle,
  459. An die jungen Ungarreiter;
  460. An die klopfende Brust.
  461. An die rauhen Felsenwände.
  462. An die Sternenlichter?
  463. An die Stirne, morgen pflückend,
  464. An die treue Brust dir legen,
  465. An dieser stillen Heide,
  466. An dir vorbei, darf nie verweilen,
  467. An dir vorüber immer,
  468. An dir vorüberglitt,
  469. An dir, du Herrliche, vorbei.
  470. An drei verschlafnen Hunden.
  471. An ein banges Herzensklopfen
  472. An ein vielleicht noch schöneres Kind,
  473. An eine Fahrt auf mondbestrahlten Bahnen;
  474. An einem unverdienten Erdenglück;
  475. An einen Abgrund kommen,
  476. An einen lieben alten Mann;
  477. An ihm vorüber rauscht der grause Alte,
  478. An ihm vorübergleiten,
  479. An ihrem Augenlid!
  480. An ihren Altar rief mit frommem Sinn!
  481. An ihren bunten Liedern klettert
  482. An ihrer Jugendblüte;
  483. An jeder Stelle möcht ich liegen;
  484. An jenem Baume hörst du singen
  485. An Leuchtern von Smaragd im Dom;
  486. An lieblos fremdem Orte,
  487. An meinem Reiserbund,
  488. An meinem Stabe gebogen
  489. An meinem tiefen Leide,
  490. An meiner Brust.
  491. An meiner Brust.
  492. An meiner Freuden maiengrünem Saume,
  493. An mir vorüber drehte sich
  494. An schönen Munds Korallenrand;
  495. An Schönheit wunderbar, an tiefer Güte,
  496. An seinem Fluch zu messen seine Wunde,
  497. An seinem Helden und das Schicksal sühne:
  498. An seinen Ästen, windgefächelt, bebt
  499. An seinen Stab gelehnt;
  500. An seiner Totenbahre.
  501. An seines Kindes kalter Leich erfroren;
  502. An welche sie die schöne Gunst verschwenden,
  503. An welchen selbst die Gemsen zagen
  504. Anders rauschen hier die Wasser,
  505. Anders wehen ihm die Lüfte,
  506. Andre lagernd im Gebüsche
  507. Andre, auf dem Stammbaum, breit sich setzend,
  508. Andres Blut einst fließen,
  509. Andres Welk bedauern müssen,
  510. Angelt er im Meer der Luft;
  511. Angesicht, so früh verblüht,
  512. Anna bleich und todeshager,
  513. Anna darf um Trost nicht lauschen
  514. Anna einst, der schönen Braut.
  515. Anna freut sich all des Glanzes,
  516. Anna glänzt im Brautgeschmeide,
  517. Anna hört ihr Herz allein,
  518. Anna ist so schön geblieben,
  519. Anna liegt im Wald verlassen,
  520. Anna neigt vom grünen Strande
  521. Anna nimmts, die Hecken rauschen,
  522. Anna sich mit zitternd leisen
  523. Anna sinkt zu Boden nieder,
  524. Anna spricht mit dunklen Schauern.
  525. Anna steht in sich versunken,
  526. Anna trägt nur eine Schuld.
  527. Anna wird im Land besungen
  528. Anna zögernd und verzagend
  529. Anna, hab ich dich erreicht?
  530. Ans Herz so fest und warm!
  531. Ans kalte Herz, metallverbaut.
  532. Ans Wunderloch nun tut das Auge legen,
  533. Ansprengende Husaren.
  534. Antlitz des Manns aus einem Stück gehauen.
  535. Antlitz des Mondes am bewegten Himmel,
  536. Antlitz eingedrückt dem grünen Schilfe.
  537. Antwort nicht des Waldes Schweigen.
  538. Antworten will zugleich in dumpfen Widerhallen.
  539. Anzeigten, wie's im ganzen
  540. Arabiens freie Söhne,
  541. Arabischer Nomaden
  542. Arm vorüber und eintönig!«
  543. Arme Mutter! arme Braut!
  544. Armer Jude, der du wandeln
  545. Armer Kauz, du scheinst zu brennen
  546. Armes Wild im Waldesgrunde,
  547. Armverschlungen Vater, Sohn und Bruder
  548. Atmet nicht behaglich bei den Unken.
  549. Atmete zum letztenmal.
  550. Auch dann ein Strahl der Liebe, die nicht endet,
  551. Auch das eignen Herzens Milde.
  552. Auch dein Wangenrosenschein,
  553. Auch deine Saiten sind zerrissen,
  554. Auch deinem Antlitz war der Strahl genommen,
  555. Auch dem Menschen wie ein Kobold,
  556. Auch der alte treue Marko
  557. Auch der Zeitenstrom, der trübe,
  558. Auch des Tieres Größe kund
  559. Auch die Alten sind aufgesprungen,
  560. Auch die Eiche wird gefällt,
  561. Auch die Natur, die nächtlich stille, gab
  562. Auch die Vergangenheit!
  563. Auch die Vöglein im Gezweig,
  564. Auch du im Blumenglanz.
  565. Auch einen Hund entraten.
  566. Auch Freuden gibt es, die nur Freuden scheinen,
  567. Auch heute kniet sie dort am Marmorstamme
  568. Auch mein Reiterschwert gewetzt,
  569. Auch meine Ewigkeit ertragen.
  570. Auch mir ist Herbst, und leiser
  571. Auch mit keinem Fingerdrucke zu lügen;
  572. Auch nimmer gehn verloren,
  573. Auch noch ein Ufer sei.
  574. Auch nur Feier des Tods schöner verblichener Zeit.
  575. Auch nur im Bild Lorenzo zu vernichten.
  576. Auch schleicht kein Hörer sich still davon.
  577. Auch schon den Finken schlagen:
  578. Auch sein Mütterlein, die gute,
  579. Auch strahlen sie zum letztenmal auf einen,
  580. Auch trieb er oft mit ihnen lange Nächte
  581. Auch versifikante Pfuscher.
  582. Auch vom eingescharrten Fluch.
  583. Auch wo Lust ihr Reiselager
  584. Auf Alpenhöhe mit dir, Seelenschwester,
  585. Auf bequemer Felsenfläche,
  586. Auf blasser Stirn und Wange;
  587. Auf daß auch dich dein Vater sterben sehe!‹
  588. Auf das die Freiheit im Vorüberflug
  589. Auf das du deiner Wangen Rosen
  590. Auf daß es einmal endlich fertig werde
  591. Auf das Glück der treuen Liebe
  592. Auf das stille Bett herab und schauen,
  593. Auf das unschönste der Menschenkinder;
  594. Auf das Werk des Beils,
  595. Auf dein Antlitz eine Blüte,
  596. Auf deine Lieder, deinen Sonnenschein;
  597. Auf deinem Hügel ehrend sich erheben.
  598. Auf dem Baume krächzt der Rabe,
  599. Auf dem Berge ragt Gemäuer,
  600. Auf dem Feld sich wiegten hin und wider.
  601. Auf dem Haupt die samtne Mütze;
  602. Auf dem Haupt, voll Kraft und Trutz,
  603. Auf dem krit'schen Schusterbänklein
  604. Auf dem Meer der Lust in hellen Flammen.
  605. Auf dem steilen Stufenpfade,
  606. Auf dem Teich, dem regungslosen,
  607. Auf dem Tschako, freudetrunken,
  608. Auf dem weiten Erdenringe,
  609. Auf den Blumen, die sich dir verneigt,
  610. Auf den blumenreichen Matten;
  611. Auf den Busen niederquoll.
  612. Auf den die Freundeszähre tropft.
  613. Auf den Frohen, der genießet
  614. Auf den Gräbern edler Polen,
  615. Auf den Gräbern ─; schlafestrunken.
  616. Auf den Grund, der Ihn getragen.
  617. Auf den kummerbleichen Wangen,
  618. Auf den nachtverhüllten Pfaden,
  619. Auf den sturmbewegten Bahnen.
  620. Auf den toten Frühling niederhallen!
  621. Auf den Trüben, der in Harm
  622. Auf den weiten Scheideflug.
  623. Auf den Wiesenhängen.‹
  624. Auf den Zug hervorzublicken.
  625. Auf der Bank ein Stücklein Krume,
  626. Auf der Erde Schmerzgefild.
  627. Auf der Flut, der sanften, klaren,
  628. Auf der glatten Muscheldiele
  629. Auf der Heid im Mondenstrahl,
  630. Auf der kunstgeschmückten Treppe
  631. Auf der Meeresruhe schwebten
  632. Auf der stillen Herzenswunde,
  633. Auf der Taten kühnen Fechter ─;
  634. Auf der Treppe Marmorsteinen.
  635. Auf der Wang im Freudenglast,
  636. Auf deren Kuß die Blumenfreude blüht;
  637. Auf des Abgrunds bleichen Lippen.
  638. Auf des entflohnen Glückes dunklen Fährten;
  639. Auf des Hirnes glatte Schale;
  640. Auf des Hügels grüner Welle
  641. Auf des Walds gewundnen Steigen
  642. Auf die Blätter dieser Eichen.
  643. Auf die der Mond der Wüste scheint:
  644. Auf die drei feindlichen Reiter zu.
  645. Auf die Elch und Hagerose,
  646. Auf die freudenhelle Wange.
  647. Auf die Knechte eingedrungen!
  648. Auf die Lilienwangen dein
  649. Auf die Opfer Speere schwingend;
  650. Auf die Reise will ich fest
  651. Auf die Stirne dich zu küssen.
  652. Auf Diebessohlen leis und lind,
  653. Auf dieses Urwalds grauenvolle Stätte,
  654. Auf dorniger Bahn ein Freudenbündel,
  655. Auf ein kurzes Stündlein mich warm zu halten,
  656. Auf einem bleichen Angesicht.
  657. Auf einer steilen Alpenwand;
  658. Auf einer stillen Heide.
  659. Auf ewig in der Wehmut tiefern Schatten.
  660. Auf freiem grünem Erdengrunde
  661. Auf geheimem Waldespfade
  662. Auf Geig und Zither spielen
  663. Auf glattgestreckte, sanfte Wogen
  664. Auf grüner Trift, erquickt vom Sommertage,
  665. Auf ihrem lieben, freundlichen Genossen,
  666. Auf ihren Busen kamen, sich zu wiegen,
  667. Auf ihren Reizen ruht sein Blick
  668. Auf ihren Wellen bebten die Gestalten
  669. Auf ihrer grünen Alpe
  670. Auf immer deine Lichtgestalt
  671. Auf immer nicht dahin.
  672. Auf immer war die Ruh von ihr geschieden,
  673. Auf immerdar den Rücken weist.
  674. Auf Irrfahrt großer Wünsche ─; herb verschmachtet.
  675. Auf Jakobs Büchse winkt;
  676. Auf jenen Felsen, die am höchsten streben,
  677. Auf jenen Höhn, die nun in Nebelhülle,
  678. Auf krumm gewundener Reiterbahn
  679. Auf Lisbons Zinnen setz ich meine Aare;
  680. Auf mein Glück der Himmel sann.
  681. Auf morgen will ich sparen
  682. Auf morgenfrohen Schwingen,
  683. Auf neuen Feldern stets sein Lager abzustecken.
  684. Auf Rosen, goldengrün.
  685. Auf schwingt der Aar sich über dem Schlachtgefild,
  686. Auf seinem Antlitz ruht ein schön Erwarten,
  687. Auf seinem grünen Hute
  688. Auf seinem Hut der Reiter trägt
  689. Auf seinem liebsten Stand,
  690. Auf seinen Fahrten lernt er hassen
  691. Auf seinen Zügen lag ein tiefes Leid,
  692. Auf seiner Bahn vor Schreck nicht sterben dürfe;
  693. Auf seiner breiten Brust ihr Bild getragen,
  694. Auf seiner dunklen Stirne glüht
  695. Auf seiner Irrfahrt durch die Welt. ─;
  696. Auf seiner rastlos eiligen Flucht;
  697. Auf seines Ernstes dornenvolle Bahnen;
  698. Auf sie die Flügel hin, die wonnemüden;
  699. Auf solchem Gang durch einen grünen Garten,
  700. Auf solchem Gang durch einen reichen Keller,
  701. Auf steilen Bergespfaden;
  702. Auf Tod habt ihr das Glas geleert,
  703. Auf Tote zur Rechten und Linken.
  704. Auf trümmervollen blutgetränkten Straßen
  705. Auf uns herabgestreut aus milder Hand,
  706. Auf verächtlich kalte Weise.
  707. Auf weiter Wasserheide
  708. Auf wenig Schritte noch, als wie zum Hohne.
  709. Auf windverwehten Pfaden
  710. Auf zu dem in Freudezähren,
  711. Auf, schwinge, mein Kumpan,
  712. Aufblickend zu der Sterne hellem Scheine,
  713. Aufblüht die Heideblume wieder,
  714. Aufflammende Gedanken.
  715. Aufgeblühten Blumen ihre Düfte;
  716. Aufgefacht den Kriegesmut,
  717. Aufgeküßt vom Sonnenstrahle:
  718. Aufgelauscht das Wild den Tigrisquellen.
  719. Aufgewirbelt mir zu Füßen:
  720. Aufgrünt im Lenz, daß je hier seine Lieder
  721. Aufrecht überragend seine Jahre,
  722. Aufs Roß werd uns der Himmel heben.
  723. Aufs Wohl des Vaterlandes lächelnd trinkst;
  724. Aufschäumen, schwellen zum Vulkane,
  725. Aufschreit: gib mir den Bräutigam zurück!
  726. Aufsehnend mich mit zitterndem Verlangen,
  727. Aufspielen wirst auf einer Heide;
  728. Aufspielend wirbelt, pfeift
  729. Aufstöhnt in seiner Zelle,
  730. Auftürmen und zerschellen,
  731. Aufwerfen siegreich seine Heldenfahne,
  732. Aufzuküssen seinen letzten Hauch.
  733. Aufzuspielen Serenaden
  734. Äug und Ohr sie rückwärts neigen.
  735. Auge trifft, er ist geblendet.
  736. Auge weilt auf ihr, und es weht sein Odem
  737. Augen in das weiche Moos.
  738. Augen mein, ihr hohlen, matten?
  739. Aus Bergesadern kühl die klaren Fluten fließen,
  740. Aus blauem Meeresschoß.
  741. Aus Büschen ruft die Nachtigall
  742. Aus Büschen, wo die Götter gerne
  743. Aus deiner frischen Waldzisterne!
  744. Aus dem Blütenstrauche, der um das Plätzchen
  745. Aus dem die Barkarole
  746. Aus dem die Unschuld dir im Kampfe
  747. Aus dem Dunkel still zu holen,
  748. Aus dem Felsengrunde sprießen
  749. Aus dem Fenster blickt nun schweigend
  750. Aus dem Gesprüh der Wogen,
  751. Aus dem Kreise rauschen Klänge:
  752. Aus dem milden Götterboten
  753. Aus dem Saal ist jede Lust gewichen,
  754. Aus dem Sack die Alte greift,
  755. Aus dem Schnitt der Fährtenränder
  756. Aus dem schwanken Blütengitter
  757. Aus dem Silberschein
  758. Aus dem Tale, dem riesigen Badebecken.
  759. Aus dem unbeschriebnen Buch.
  760. Aus dem Verfall des Laubes tauchen
  761. Aus dem Zigarrenstumpf Erfindung zu saugen;
  762. Aus den Augen ihr gebrochen.
  763. Aus den Gräbern wird empor
  764. Aus den schwarzen Locken vor
  765. Aus den Weiden, freundlich nickend,
  766. Aus der Brust den Tränenguß,
  767. Aus der bunten Menge ragen
  768. Aus der eignen bösen Seele.
  769. Aus der ein Meer von Strahlen bricht,
  770. Aus der Nacht der Lockenwelle!
  771. Aus der Schattenwelt mir herüber deine
  772. Aus der Tiefe springen,
  773. Aus der weiten, fremden Meereswüste
  774. Aus der Welt die Poesie zu merzen.«
  775. Aus des Basses Sturmgewittern,
  776. Aus des Frühlings warmen, weichen Armen
  777. Aus des Himmels tiefster Brust,
  778. Aus des holden Lenzes Armen
  779. Aus diesen schlechten Scherben;
  780. Aus dieses Klosters frohen Paradiesen
  781. Aus dunklem Bergesschacht.
  782. Aus dunkler Höhle glüht des Auges Stern,
  783. Aus dunkler Todesflut empor.
  784. Aus einer andern Zeit, der guten alten,
  785. Aus einer Nacht ihn senket in die andre.
  786. Aus eines Tales stillen Finsternissen,
  787. Aus euren Zauberkrügen!
  788. Aus eurer Mutter grünem Schoß!
  789. Aus fernem, fernem Lande
  790. Aus frühen Tagen mir bekannt.
  791. Aus gebrochnen Wolken stürzen
  792. Aus ihrem Busen;
  793. Aus ihrem stillen Zimmer;
  794. Aus ihrem Traum erwacht.
  795. Aus ihren Gliedern allgemach verdrängen.
  796. Aus ihren stillen Gräbern auf.
  797. Aus ihrer stillen Nachtversenkung.«
  798. Aus jenem gottbeseelten Paradies,
  799. Aus lenzgewecktem Herzen.
  800. Aus meinem Herzen nimmermehr verliere.
  801. Aus meuchlerischer Hand,
  802. Aus Schmerz und Schmach, worin es lag gekettet.
  803. Aus seinem festen Auge
  804. Aus seinem finstern Auge Tränen fließen:
  805. Aus seiner Seele seinen Gott gerissen!
  806. Aus seiner Seele seinen Gott gerissen?
  807. Aus süßer Mädchen Mund,
  808. Aus tiefem Bronnen.
  809. Aus tiefen Wunden quillt das Blut,
  810. Aus tiefster Schlucht empört!
  811. Aus unserm Angesicht verstoßen;
  812. Außer denen, die da rauschen
  813. Auserwählte Männer nahmen
  814. Ausgeloschen ist das Mondlicht
  815. Ausparieren hin und her,
  816. Auszuruhn auf ihrer Straße.
  817. Baden können sie gnug, doch den Hals nie strecken
  818. Bald aber hätt ich ihm die Treu zerrissen,
  819. Bald beginnt ein festlich Schmausen,
  820. Bald den Leichenüberzug.
  821. Bald den Rosen deiner Wangen
  822. Bald doch, bald die Worte unter Küssen
  823. Bald ein Schütten in Strömen, bald Geträufel;
  824. Bald entschwunden sind die Lieder
  825. Bald ferne dort, bald nah ergrimmen.
  826. Bald glüht dein letztes Abendrot,
  827. Bald hat die Brandung es hinabgezogen.
  828. Bald hing mein Auge freudetrunken
  829. Bald hinsäuselnd durch die Saiten,
  830. Bald horcht es, wie die künftgen schreiten.
  831. Bald hört ich auch der Freiheit Stimme tönen:
  832. Bald im ungestümen Werben
  833. Bald ist er mir begraben von der Nacht,
  834. Bald kehrt ich ein und setzte mich
  835. Bald kommts, ein wirres Plaudern, meinem Lauschen
  836. Bald kühn und kräftig auf den Hörer drangen,
  837. Bald siehst du sie, dein ungewahr, erblassen,
  838. Bald sollst du als beglückte Frau
  839. Bald süß und weich die weltgeschliffnen Worte,
  840. Bald verschlingt ihn dort sein Grab. ─;
  841. Bald versinkt die Sonne; des Waldes Riesen
  842. Bald war den Bergen ihre Glut entschwunden
  843. Bald war die Seele still versunken
  844. Bald ward des Traumes kalte Braut
  845. Bald wendet sie das holde Angesicht
  846. Bald wie Sturm hereingebrochen,
  847. Bald wieder glüht er auf im Wetterschein,
  848. Bald wieder nach dem leeren Bauer
  849. Bald wird der Abschied mir die Brust zerschneiden,
  850. Bald wird ja doch, wie dieser Rauch,
  851. Bald wird sein Auge flammen für und für!
  852. Bald zu anmutvollen Kränzen
  853. Bald, bald Lebwohl;
  854. Balsamisch rieselt ihre frische Kühle
  855. Bang mit lautem Herzenspochen;
  856. Bang nach dem Ausgang niederstarrend.
  857. Bang ruft eins dem andern: rette!
  858. Bänger als des Sterbens Schauer,
  859. Banger Wehmut dahin!
  860. Bärtiger Magyaren froh;
  861. Baß und Flöte, Zimbal und Geigen
  862. Bauen deine Stammgenossen,
  863. Baum, das ist dein süßer Hauch!
  864. Baum, wie du morsch und abgedorrt,
  865. Baum, wo sind die Nachtigallen,
  866. Bäume fallen links und rechts,
  867. Bäume, die dem Wald entsprungen,
  868. Baut ein neues Haus geschwind,
  869. Baut ich ein Hüttlein traut
  870. Bebend sieht er seinen Schatten
  871. Becherklirren, Spiel und Sang.
  872. Bedenk, wenn Undank herb dich kränket,
  873. Befehl den Völkern winkt in die Fernen er,
  874. Befeuchtet sich kein Auge mehr.
  875. Beflügle dich, mein Lied, denn immer trüber
  876. Befrachtet auch mit zwei verhüllten Männern,
  877. Befreien wollt ihr das gejochte Leben
  878. Befriedigt, angezogen drauf verweilt
  879. Begann der Grund zu zittern,
  880. Begannen ihren Tanz die Marionetten;
  881. Begannst zu hadern und zu rechten,
  882. Begeistert taucht' er in des Busens Tiefen
  883. Beginnet die Nomadenflucht aufs neue,
  884. Beginnt der Narr zu preisen
  885. Beglückende, vernichtende Gebärde.
  886. Beglückten Tod gefunden.
  887. Begraben einst in finstere Nacht, dein Strahl,
  888. Begraben will ich in des Sees Gruft
  889. Begrub das Eis nicht längst die schönen Gärten?
  890. Begrüßt das letztemal.
  891. Begrüßt ihn tückisch wieder nun das Leben,
  892. Behaglich nahm es an der faule Schuft,
  893. Behaglich streckte dort das Land sich
  894. Bei dem Klang der Lerchenlieder
  895. Bei deren Anblick sich das Herz entsetzt,
  896. Bei des Prinzen Kerkerwachen.
  897. Bei dir, die ich nicht kann vergessen,
  898. Bei einer Dämmerlampe trübem Leuchten
  899. Bei ihrer Bürde noch von Seligkeiten;
  900. Bei lieben Eltern wohnte
  901. Bei mancher Rechnung, von ihr geschrieben;
  902. Bei Nacht an unsern Blumen ab.
  903. Bei sanftem Frühlingswehen
  904. Bei seinem vollen Klange,
  905. Bei solchem frechen Rauben
  906. Bei Sterbetages Wiederkehr
  907. Bei Tag mehr durch die Straßen.
  908. Bei Toten oder Kranken;
  909. Beiden, ach, so weit Verschiednen
  910. Beim Abendmahl sichs behagen läßt,
  911. Beim Abendmahl; da hob er seinen Wein,
  912. Beim Hüttchen auf der Abendbank,
  913. Beim stillen Sternentanz,
  914. Beim Sturme sich zurück in seine Schlachten träumte. ─;
  915. Beim Tode deiner Liebe.
  916. Beim Tode, jetzt durchdringe die Wolke, die
  917. Beim Wellenmurmeln schlummert ein.
  918. Belohnt mit wackerm Imbiß
  919. Beneiden die kalten
  920. Benetzend sie mit mancher heißen Zähre;
  921. Berauschet ihn, ihr Phantasein,
  922. Berauschte Korybanten
  923. Bereden sie zu früher Flucht.
  924. Bereut schon, daß sie übers Meer
  925. Berg, Wiese, Laub und Blüte! ─;
  926. Bergab, bergauf
  927. Berge hab ich, reich an Erz,
  928. Berge, hab ich, reich an Erz,
  929. Bergend vor der Welt ein herbes Leid,
  930. Bergjäger, der kein Raubschütz, meidet
  931. Beruhigend sich an das Tal zu schmiegen.
  932. Beschäftigt nur mit ihrem eignen Sterben.
  933. Bescheid in jedem Winklein,
  934. Beschlage dich,
  935. Beschlagen dich,
  936. Beschleunigend Waffen und Wehren,
  937. Beschritten schon von seinem Reiter,
  938. Beschwor die Wut zu schneller Wiederkehr.
  939. Beseelend strömte weithin in die Luft ─;
  940. Beseelte das Leben,
  941. Besorgt, das Häuschen möcht, ein Traum,
  942. Besser noch mir mag gelingen,
  943. Bestahl mit frecher Lügenstirne
  944. Bester, den die Welt getragen,
  945. Bestreuend ihre Bahn mit Flüchen, Tränen.
  946. Besucht nur von den Wolken,
  947. Betäubendes Erzgerassel,
  948. Bete ich von Gott, du Wunderbare,
  949. Betrachtend dich verschließen;
  950. Betraten sie ein dämmerndes Gemach.
  951. Betrinke dich, koste
  952. Bette Moos für seine Mannen,
  953. Bevor das Grab ihn deckt mit Schollen,
  954. Bevor durchrungen die Schlacht,
  955. Bevor ich einschritt in die offne Pforte,
  956. Bevor ich noch das Schlimmste sang.
  957. Bevor mein Blick den Zauber noch getrunken,
  958. Bevor mit ihr zum Tanz er fliegt. ─;
  959. Bevor sie abends schlafen ein,
  960. Bewaffnet bunt, umflirrt von eitlem Glast.
  961. Bewahrt das Brautbett, rat ich euch.
  962. Bewegter Nachtigallen.
  963. Bewundernd singen es die Schranzen,
  964. Bezaubernd ihren Schatten fallen läßt,
  965. Bezog in diesem einsamen Gefild.« ─;
  966. Bilder haften an den Wänden,
  967. Bin einsam, schwach und alt,
  968. Bin gerne dort in heitern Abendstunden,
  969. Bin ich du? und bist du ich?
  970. Bin ich nachgegangen
  971. Bin ich schöner noch vielleicht?
  972. Bin ich selber nur ein verbrennend Scheit?
  973. Bin ich selber schuldig.
  974. Bin mit dir am Fluß gefahren;
  975. Bin mit dir im Wald gegangen;
  976. Bin treulos, Wilhelm, und entehrt!
  977. Bin vom Frühling ausgeschlossen!
  978. Birg doch klüglich
  979. Bis alles aus; er knickt es noch.
  980. Bis an der Gruft gebieterisch Erkalten.
  981. Bis an die Grenze, wo die Wolken gehn,
  982. Bis aus dem Schlummer fährt empor
  983. Bis aus der Heimat mir ein Bote kam,
  984. Bis das Glück ihm poch an die Türe.
  985. Bis deine Tränen fallen,
  986. Bis die Abendglocken klingen,
  987. Bis die letzte Kraft geschwunden,
  988. Bis die Zigeuner, müd zum Grunde,
  989. Bis diese dumpfe Trommel ausgeschlagen
  990. Bis ich die dürren Blätter rauschen hörte
  991. Bis ich hinweg mich sehnte bang.
  992. Bis ich sterbe ─; hör es, Böhmen!
  993. Bis ich zu schauen meine
  994. Bis ihm der letzte Laut im Wind verhallte.
  995. Bis ihm der Sporen scharfer Stoß
  996. Bis in den Herbst vertagen,
  997. Bis in eure Nähen!
  998. Bis jetzt vergeblich nachgestellt.
  999. Bis jubilierend dann hinab
  1000. Bis mir der Sabbat fächelt seine Kühle,

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OPERONE