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Otto Erich Hartleben (1864-1905) - Gedichtanfänge

Otto Erich Hartleben (1864-1905)

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Gedichtanfänge

  1. . . . Als ich dann wieder in die Heimat kam –
  2. . . . O wüßtest du, wie hold mit Übermacht
  3. . . . und das üppige Haar
  4. Gegangen bin ich über braune Haide.
  5. Sonneberger Elegie
  6. Aber Gott verschaffte einen großen
  7. Ach! Der größte meiner Herrn Kollegen,
  8. Alle Nächte zaubert der Traum die Wonnen
  9. Alles verzog sich . .
  10. Als Knabe hab ich dich geliebt
  11. Alte Zeiten sah der Erde Antlitz.
  12. Am Ostermontag früh – es war bald Drei –
  13. Am Rosenmontag liegen zwei,
  14. Am Sommerabend, im trocknenden Heu,
  15. Anstimmen wollt ich ehmals ehernen Rufes Ton,
  16. Auf den Feldern war die Frucht geschnitten,
  17. Auf den treulos rollenden Rädern
  18. Auf einem breiten Wege schritt ich hin,
  19. Auf einem weißen Tierfell kugeln sich
  20. Auf seinem Arme schlief ihm das Weib,
  21. Aus des Hochwalds Dunkel, empor zur Sonne,
  22. Aus schwarzem Marmor fügten sie vornacht das Tor
  23. Beuge die Zweige nieder, herbstlicher Wind,
  24. Bist mal für mich das rechte Weib,
  25. Da ergrimmte Jona tief im Herzen
  26. Da ich dich wiedersah,
  27. Da nun du schlummerst, tasten Traumgestalten
  28. Da stehen sie im schmutzigen, zerrißnen Rock.
  29. Daß deine Brüste hocherbaulich sind,
  30. Das grüne Gold der Blätter, das die Sonne malt –
  31. Das war der Duft, der deinem Haar entströmt,
  32. Das war der erste Lenztag dieses Jahrs!
  33. Deine Augen, deine lieben blauen Augen,
  34. Deines Gartens armer Spatz
  35. Denkst du daran, wie du zum erstenmal
  36. Denn was uns trennen sollte,
  37. Der Duft der Gräser zieht zur Stadt hinein,
  38. Der düstre Hauch, der deine Stirn umweht,
  39. Der Liebe Lust in Liedern auszuklagen
  40. Des Meeres Gang ist höher heut und lauter auch!
  41. Des Morgens, wenn am Strande noch der Hauch der Nacht
  42. Dich hat der Sturm begnadet,
  43. Dich sah mein Auge in der Abendröte! –
  44. Dich zu erschlagen, bricht der Föhn die Stämme,
  45. Die Apfelbäume winken blütenschwer,
  46. Die du so fern bist in der großen Stadt,
  47. Die Dummheit spricht aus deinem zarten Antlitz,
  48. Die heilige Magdalena ruht
  49. Die jubelnd nie den überschäumten Becher
  50. Die Liebe hab ich je und je gesucht,
  51. Die Schönheit leuchtet mir,
  52. Die Sonne lag noch auf den Straßen,
  53. Die Sonne wärmt ihr goldbraun rotes Haar:
  54. Die Stätte, wo ein Glück zerfiel,
  55. Die Woge funkelt. Warme, weiche Sommernacht
  56. Die Wolken lasten auf der Wintererde.
  57. Dir, der Wahrheit, gelte des ernsten Sängers
  58. Du hast gehoben
  59. Du lebtest noch, so sagen sie und knien
  60. Du liebe Lore,
  61. Du meines Blutes Unruh, heimliche Liebste du,
  62. Du sitzt auf einem Stein und schweigst und schaust . . .
  63. Durch der Weltstadt schwelenden Atem braust
  64. Ehmals glaubt ich im Rausch mich flammender Liebe ergeben,
  65. Ein spärlich Feuer glimmt noch auf dem Herde,
  66. Ein Ton, der in den Lüften lebt,
  67. Erschlafft im Schlafe kindischen Glaubens, hast
  68. Es dunkelte schon im Tal. – Das Schloß am Berge stand
  69. Es geschah des Herren Wort zu Jona:
  70. Es gleicht das Herz der Taube, die entsendet ward,
  71. Es ist ein Ziel gesteckt, die Flagge weht –
  72. Es lebt ein Gott, der Schöpfer des Weltenrunds,
  73. Es lebt noch eine Flamme,
  74. Es steht die Welt in Blüte,
  75. Feuchtkalte Nebel in den stillen Straßen –
  76. Fort denn! Hinaus! Und all das Spiel –
  77. Franzensfeste, du Tor des Frühlings,
  78. Frischer Windhauch strafft mir der Segel Seile,
  79. Für dich hab ich gelernt mich hinzugeben
  80. Ganz nur im Banne der Kunst und Männer wie Weiber verachtend,
  81. Groß ist das Leben und reich!
  82. Haben wir nicht wie die Kinder zusammen gespielt? Vor den andern,
  83. Hasse den Pöbel! Halt dir das Volk vom Leib!
  84. Hast einen weiten Weg zu mir gemacht,
  85. Heimatloser, fremdgeborner, suche, wo du Ruhe findest –
  86. Hellgrüne Knospen an den schwarzen Zweigen,
  87. Heut ist ein Festtag,
  88. Hier ist das Land. So rudert denn den Kahn zurück
  89. Ich bin rasiert und trage keine Locke,
  90. Ich dachte, wie so weit und schön die Welt,
  91. Ich gehe hin, wo still und einsam
  92. Ich sah dich, Freund, durchs hohe Saatfeld schreiten.
  93. Ich sah dich, wie du deine Hände fest
  94. Ich stehe tief in deiner Schuld
  95. Ihres Leibes Wunderschaft
  96. Im Arm der Liebe schliefen wir selig ein.
  97. Im Frühschein brennt das ewige Licht
  98. Im Lande der Torheit küßt ich die Hände der schönen Fraun,
  99. Im leichten Wirbel meiner Jugendtage
  100. Im Parke, droben am Waldessaum,
  101. Im Tal der Freude weiß ich ein stilles Haus
  102. Im Zaune klagt die Nachtigall,
  103. In das Land der Moabiter zogen
  104. In den wachen Morgentraum
  105. In der nagelneuen Hose
  106. In ihren Locken haftete ein welkes Blatt,
  107. In meines Vaters Garten –
  108. In Nordberlin, im Hinterhaus, vier Treppen,
  109. In Rhythmen lebend und in Reimen schwelgend,
  110. In scheuer Lust, doch nimmermehr verschämt,
  111. In Zuchthausmauern liegt ein fahles Weib
  112. Ins Philisterium werd ich eingeschifft
  113. Ists nicht im Grunde wesenloser Tand,
  114. Ja! Die Ebne ruht in satten Düften,
  115. Ja, es gleicht den Göttern der Mann, der flüsternd
  116. Jahr für Jahr, am Aschermittwoch,
  117. Kämmst du dir in Duft und Dunkel
  118. Kein Tag des Leides noch der Freude flieht,
  119. Kennst du den Zwang, der Sterne um Sterne dreht?
  120. Kleines, herziges Mädel du
  121. Kühl atmet der Berge rauschende Nacht.
  122. Lehrhaft, kühl-überlegen, beschaust du die Welt und die Menschen,
  123. Leidenschaftlichen Sinns und heißbegehrenden Herzens
  124. Leise, ganz leise vor Scham erbebte die wonnige Kleine,
  125. Mein armer Kopf lag still in deinem Schoß
  126. Mich selber hab ich nun bezwungen
  127. Nicht sank in Schwachheit unserer Sprache Kunst,
  128. Nun muß der Schnee vom Haupt der Berge steigen:
  129. Nun reicht den vollen Humpen
  130. Nun sind die Winde lebendig,
  131. Nur eine Monatsrose war die Liebe,
  132. O daß ich dich noch lieben kann,
  133. O jene Tage sind so fern,
  134. O Muse! – Ja: ich liebe meine Muse.
  135. Oftmals, wenn ich gewahrte, wie tief und wie treu du mich liebtest,
  136. Prometheus brach jahrtausendalte Fesseln.
  137. Rings um Bethlehem erklang die Sichel,
  138. Schlaf! Du trauriges Kamel
  139. Sei still, mein Kind, ich schieße mich nicht tot,
  140. Seine hohe, spitze Kappe,
  141. Sicher und harmlos,
  142. Sie wandelten zum Feste gen Jerusalem
  143. Siehst du die Perlen springen im krystallnen Glase,
  144. So tauchte die Fackel empor aus tiefer, tiefer Nacht,
  145. Sprödes, knospenkeusches Mädchen,
  146. Stahlblauer Äther trage meine Schwingen,
  147. Sträuben sollen wir uns wider das Eisenjoch,
  148. Süß duftende Lindenblüte
  149. Und wenn dein Lächeln unter die Leute fällt –
  150. Und wenn ich sinne, denk ich wohl der Mutter.
  151. Und wieder wandl ich unter Blütenbäumen:
  152. Und zum zweitenmal geschah des Herren
  153. Unfruchtbar – doch beherrscht von der Formlust schwelgendem Wahnsinn,
  154. Unter meinen Wunderhänden
  155. Vergessen hab ich im Lebensdrang
  156. Verträumt in seine Wunderwelt der Toren,
  157. Vierzig Schafe und zwölf Malter Weizen
  158. Voll erblüht die schüchterne Rosenknospe
  159. Von dem die Jugend lernen kann,
  160. Von keiner Not besiegt und keiner Liebe,
  161. Vor dem Kamin, in dem die Flamme flackerte,
  162. Wärst du die meine geworden, du, die ich mit drängender Seele
  163. Weißt du, mein Lieb, wann jedesmal am Firmament ein Licht,
  164. Wenn die Hörner abgelaufen
  165. Wenn ich den Wellenschlag des Meeres höre,
  166. Wenn ich entfesselt, dreist, nur noch ein Spiel
  167. Wenn sich das Herz der Erde wieder löst
  168. Wenn unter deinen Händen
  169. Wie eine reife, süße Dolde
  170. Wie heimlich dann im Bett an deiner Brust!
  171. Wie sehnt ich dem Schlafe mich nach!
  172. Wies dem Hunde geht,
  173. Wir hattens einst so gut verstanden,
  174. Wohin du horchst, vernimmst du den Hilferuf
  175. Zu der Zeit, da Israel verwaist war
  176. Zum erstenmale gibst du
  177. »Von meinen Brüsten leise schlich
  178. »Wie kommts, daß wenn der Mund auch schweigt,
  179. ›Du willst nun gehn?‹ Weißt du denn nicht, daß ich schon lang
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