Burggraf von Regensburg (Mitte des 12. Jahrhunderts)


»Ich bin mit rehter stætekeit
eim guoten rîter undertân.
wie sanfte ez mînem herzen tuot,
swenn ich in umbevangen hân!
der sich mit manegen tugenden guot
gemachet al der werlte liep,
der mac wol hôhe tragen den muot.«


»Sin mugen alle mir benemen
den ich mir lange hân erwelt
ze rehter stæte in mînen muot,
der mich vil meneges liebes went.
und lægen si vor leide tôt,
ich wil im iemer wesen holt.
si sint betwungen âne nôt.«


Ich lac den winter eine:
wol getrôste mich ein wîp
für daz mir fröide kunten
die bluomen und diu sumerzît.
daz nident merkære:
des ist mîn herze wunt.
ezn heile mir ein frowe mit ir minne,
ez enwirdet niemer mê gesunt.


»Nu heizent si mich mîden
einen rilter. ine mac,
swenn ich dar an gedenke
daz ich sô güetlîchen lac
verholne an sînem arme.
des tuot mir senede wê.
von im ist ein alse unsenftez scheiden:
des mac sich mîn herze wol entstên.«


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