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Friedrich von Bodenstedt (1819-1892) - Gedichtzeilen

Aßmann von Abschatz, Hans

Adler, Friedrich

Ahlefeld, Charlotte von

Albrecht von Haigerloch

Albrecht von Johansdorf

Angelus Silesius

Arent, Wilhelm

Arndt, Ernst Moritz

Arnim, Achim von

Arnold, Gottfried

Aston, Louise

Ball, Hugo

Bierbaum, Otto Julius

Birken, Sigmund von

Bleibtreu, Karl

Blumauer, Aloys

Bodenstedt, Friedrich von

Boie, Heinrich Christian

Bohne, Johannes

Brentano, Clemens


Conradi, Hermann

Hart, Heinrich

Hart, Julius

Hartleben, Otto Erich

Holz, Arno

Lenau, Nikolaus


Rückert, Friedrich


Friedrich von Bodenstedt (1819-1892)

[Inhalt] [Anfänge] [Titel] [Zeilen]

Gedichtzeilen

  1. (Da sie's nach uns nicht tun) nach ihnen richten.
  2. (Das Unkraut des Geistes),
  3. (Haben Männer doch auch ihre Mängel!);
  4. (Wer kann darüber klar sein?)
  5. Andern ward ihr Los zum Fluche,
  6. deine Rosenlippen,
  7. deinem Mund entschwinden?
  8. Gemütlich nennt ihr diesen Dichter?
  9. Mir zum Segen und zum Lieben:
  10. Sonst als einem Freunde bin ich ihm entgegen
  11. Aber nicht zu überzeugen:
  12. Aber Wein, Gesang und Liebe
  13. Abschreckend stets ist zuviel Blödigkeit!
  14. Abschreckend stets ist zuviel Sprödigkeit!
  15. Allabendlich bei Mondenschein
  16. Alle fühlenden Herzen in Liebe umschlungen werden!
  17. alle Himmelssterne?
  18. Alle Regenzeit und Winterqual,
  19. Allen Toren angenehm,
  20. Alles rings mit jungem Grün sich deckt
  21. Alles so herrlich gemacht und bestellt hier!
  22. Allüberall Bewegung,
  23. Allüberall Entzücken,
  24. Als dein Herz sich meinem Herz erschloß?
  25. Als auf die Stimme der Vernunft zu hören.
  26. Als daß ich wank' und weich' aus meinem Amt –
  27. Als die zu eng bezirkt!
  28. Als du dich selbst kannst küssen.
  29. Als Gott der Herr die Welt erschuf,
  30. Als ich der Weisheit nachgestrebt,
  31. Als ich fühle. – Sieh mich gnädig an!
  32. Als ich je Furcht gehabt vor seinem Zorn.
  33. Als ich nach der Weisheit wollte handeln
  34. Als ich noch jung war, glaubt' ich, alles daure,
  35. Als ich sang: Seid fröhlich mit den Frohen,
  36. Als ich Schönheit, Lieb' und Wein besungen,
  37. Als ich Schönheit, Lieb' und Wein genossen,
  38. Als Jussuf nun gestorben war,
  39. Als Krämpfe, Tränen und Küsse.
  40. Als mit dem dich das Dunkel der Nächte umwebt!
  41. Als ohnehin.
  42. Als Schalen ohne Kerne –
  43. Als sich vor ihnen bücken möchte.
  44. Als Sklaven deiner Herrlichkeit,
  45. Als Strahlen ohne Sterne –
  46. Als Taschen ohne Geld –
  47. Als umgekehrt bestellt!
  48. Als unverdient zum Höchsten sich erheben,
  49. Als von dir, du wundersüße Maid,
  50. Als von solcher Buhlin bedroht sein,
  51. Als würde ihr eignes Herzblut vergossen.
  52. Also die Taten des Menschen nur,
  53. Also schufst du dein Lied, o Mirza-Schaffy!
  54. Alt toll von Sinnen sein,
  55. Alt wird er nicht zum Kinde!
  56. Am ersten Tag beginnt der Lauf
  57. Am leicht'sten schartig werden scharfe Messer,
  58. Am Schönen sich vergreifen,
  59. Am Wuchse der Geliebten das All umfassen lerne,
  60. An ihrer Augen Glut zur Andacht mich entzünde.
  61. An einem Königsmantel, hängt –
  62. An holden Blumen duftbegabt:
  63. An manche Türe klopft sie an,
  64. An mir vorüberrennen.
  65. An mir vorüberschwebt!
  66. An mir vorüberschwebt!
  67. An mir vorüberschwebt!
  68. An Ruhm und hohen Ehren reich;
  69. Andres Glück dort oben suche,
  70. Auch deinen Glücksgewinn.
  71. Auch der Muschtahid1, der fromme,
  72. Auch Helden deines Stammes waren
  73. Auch keine frommen Kanzelschauer,
  74. Auch Tiflis ist an Schönheit reich,
  75. Auf dein Antlitz, wie Fürsten aufs Geld.
  76. Auf dem Dache stand sie, als ich schied,
  77. Auf dem Dache stand sie, als ich schied,
  78. Auf den Balkonen finden sich
  79. Auf den Genuß der Ewigkeit.
  80. Auf die dein Fuß getrieben ist!
  81. Auf duftigem Blumenfeld.
  82. Auf Erden mitbeglücken.
  83. Auf Märkten und Basar –
  84. Auf schelmische Launen
  85. Auf seinen kurzen Beinen wackelt er
  86. Aufs weite Meer hernieder,
  87. Aus ihren Augen ab. Es perlt der Wein
  88. Aus Blumen, die ich selbst gepflückt –
  89. Aus dem Feuerquell des Weines,
  90. Aus dem Geiste des Weines ein Rächer erhebt,
  91. Aus dem Zaubergrund des Bechers
  92. Aus den Bäumen weht es wie Grabesduft,
  93. Aus der eignen Brust und der wirklichen Welt,
  94. Aus derselben Ackerkrume
  95. Aus Freude, daß der Frühling nah ist –
  96. Aus Freude, daß er endlich da ist.
  97. Aus Marmor hoch die Fontäne sprang –
  98. Aus marmornem Becken
  99. Aus rauhem Felsgestein.
  100. Aus solchem Fall die Erfahrung zu nehmen:
  101. Aus Torenwahn und Trug.
  102. Bahnt leicht sich seinen Lauf;
  103. Bald liest er den Hafis, bald liest er den Koran,
  104. Bald Oschami und Chakani und bald den Gulistan.
  105. Bedeutet Treue;
  106. Befreien aus seiner Haft,
  107. Befruchtende Wasser
  108. Befruchtende Wasser durchfließen dich;
  109. Behaltet euren klugen Rat!
  110. Bei Armen wie im Prunkpalaste –
  111. Bei dir liegt die Gewähr in
  112. Bei Lieb' und Wein ein paradiesisch Sein!
  113. Bei Wein und Liebe, unter Rosenbäumen
  114. Beim Trinkgelag verliebter Weisen,
  115. Benennt man Ewigkeit.
  116. Bereit' ein Fest, lad' gute Freunde ein,
  117. Bereitet uns die Zeit –
  118. Bergströme, die zu Tale springen,
  119. Berühmt ist Tiflis durch dein Lied
  120. Berühmt mit Ros' und Wein geworden?
  121. Berühmt Mosellas Hain geworden?
  122. Bescheidenheit und Anmut wohnen.
  123. Beseligt und beseligend – so möcht' ich sterben! Amen.
  124. Besonders sich verallgemeinern,
  125. Betrunken hab' ich
  126. Beuget euch nicht knechtisch vor den Hohen,
  127. Beut die Liebe dir Bedrängnis?
  128. Beut dir die Erde für dein Streben nicht!
  129. Bin ich an der Verzweiflung Rand gekommen.
  130. Bin ich ein überflüssiger Gesell.
  131. Bin um Zuléikha und mit der Geliebten
  132. Bis Allahs Herz gerührt wird
  133. Bis deine Glieder zerfließen,
  134. Bis die Freude in uns wie eine Sonne aufgeht,
  135. Bis dir das Herz zusammenbricht:
  136. Bis hoch an der Bäume grünes Laub.
  137. Bis sie bei dir, du süße Maid,
  138. Bis zu des großen Meeres Strand –
  139. Bis zum Tale weit:
  140. Bis zum Tale weit:
  141. Bis zum Tale weit:
  142. Bleib ich – in lust'ger Weise schlagen sie
  143. Bleiben stehn vor Lust und Staunen,
  144. Bleibt den Toren unerreichbar!
  145. Bleibt es in dunkle Nacht entrückt.
  146. Blick' nicht so stolz, o Großwesir!
  147. Blickt rachegesättigt und munter
  148. Blitzt durch die hellen Schleier ...
  149. Blumen blühen uns zu Füßen,
  150. Bosheit mit Dummheit –
  151. Breche schäumend sich der Wein an unsern Lippen,
  152. Bringt und jedermann zunutz wird!
  153. Buntfarbig jedes Band sein,
  154. Da braucht es wohl Entschuldigung
  155. Da fehlen mir zum Lied die Töne,
  156. Da fiel er in den Schmutz und seufzte trunken:
  157. Da hab' ich ihr zum Trost gesagt,
  158. Da hab' ich ihren Klang erlauscht.
  159. Da ist das andre auch nichts wert –
  160. Da ist die Heimat dieser Lieder,
  161. Da lange schon auf Erden mir die Pforten
  162. Da möchte schier das Herz mir springen!
  163. Da naht das Schicksal trüb und schwer
  164. Da nützt dir kein Flennen und Härmen;
  165. Da sich beschloß des alten Jahres Lauf:
  166. Da soll den Sündern alle Gnade nun
  167. Da Toren nie zum Weisen kommen.
  168. Da – ruft aufs neu das Kriegsgeschick ...
  169. Damit ein einz'ger Ruhm erringt.
  170. Damit hab' ich mich ausgesöhnt,
  171. Damit macht er sich breit und nennt das Poesie.
  172. Dankbar zu nehmen, was das Leben beut;
  173. Dann fräßen die Esel auch!
  174. Dann gekommen um ihren Verstand sind –
  175. Dann leb' ich fort durch alle Zeit
  176. Dann rächten sich die Russenscharen
  177. Dann sah ich: Alles wechselt, stirbt und flieht.
  178. Dann sollte ins Meer zu den Fischen
  179. Dann wärst du doch was nütze,
  180. Dann wild für einander entbrannt sind –
  181. Dann wird ein kühner Sprung gemacht,
  182. Daran die blumenreiche Steppe
  183. Darbringt, in Hoffen oder Bangen,
  184. Darfst nicht zum Irrlichte werden im Sumpfe der Lüge,
  185. Darüber wölbt sich klar
  186. Darum: Zeigst du mir einen Mann,
  187. Darunter flammen Hosen
  188. Daß alter Wein im Becher ist
  189. Das andre Volk erhebt sich wieder,
  190. Daß auf Erden wie du, Kind, kein Mädchen so schön!
  191. Das Auge der Gazelle,
  192. Das Auge so groß, so klein der Mund,
  193. Das Bonzentum hast du gestürzt,
  194. Daß der Mensch zum Leiden geboren worden;
  195. Das deucht mir jetzt ein schlechtes Los,
  196. Daß dich klagend gebeugst hast!
  197. Daß dich, Holde, kein anderer Schleier umschwebt,
  198. Daß die kurzen Röcke flattern,
  199. Daß die Menschen meist so dumm sind,
  200. Daß die Welt so voll von Toren,
  201. Daß du am Abend zu mir kommst,
  202. Daß du freundlich andern dich verbindest –
  203. Daß du in allem klar bist
  204. Daß du in allem wahr bist
  205. Daß du nur Diamanten schleifst
  206. Daß du nur nach dem Rechten greifst,
  207. Das eine steht zum andern.
  208. Daß er bestimmt zu leichtem Sinn,
  209. Daß er das Rechte finde:
  210. Daß er den eignen Herd sich gründe,
  211. Daß er der Dummheit dienstbar werde –
  212. Daß er die rohe Kraft erprobt –
  213. Daß er durch meine Lieder wehe
  214. Daß er stets Herz und Fuß die rechten Pfade lenke,
  215. Daß es auch andere bekehrt.
  216. Das ewige Flennen von Hölle und Himmel,
  217. Das führ' ich jetzt an meiner Hand
  218. Daß gar zu schnell der Duft vergehe,
  219. Daß Glück nicht aufzuschieben ist!
  220. Das Gras wird zertreten,
  221. Das Gute für das Gute,
  222. Das hab' ich später recht betrachtet
  223. Das Haupt erstarrt und schneegebleicht,
  224. Das heißt, so fühl' ich in bezug auf mich –
  225. Das Herz der jungen Mädchen,
  226. Das Herz im Leibe bebt,
  227. Das Herz im Leibe bebt,
  228. Das Herz im Leibe bebt,
  229. Das Herz sitzt ihm so tief im dicken Fleische,
  230. Das Himmelreich für die Erde genommen.
  231. Daß ich dem Wahn der Menschen und ihrer Dummheit ferne
  232. Daß ihm kein Mensch so recht die Wahrheit sagte.
  233. Das ist fürwahr kein gutes Streben!
  234. Das ist kein Stoff für meine Lieder.
  235. Das keuchende Zugtier,
  236. Das Kleine muß vom Großen leiden –
  237. Das klingt durch meine Lieder!
  238. Das Leben edlere Geschäfte!
  239. Das Leben ist ein Darlehn, keine Gabe –
  240. Das Lied von deiner Schöne!
  241. Das Lied von deiner Schöne.
  242. Das Lied von deiner Schöne.
  243. Daß Lohn für gutes Streben wird
  244. Daß man erstaunt, wenn mit Verstand
  245. Das Merkmal gramverweinter Augen,
  246. Das Mordschwert in den Händen,
  247. Das nennt man hier die Zeit;
  248. Daß nichts dir behagt, nichts gefällt hier –
  249. Daß nie vom Herzen trat etwas zutage –
  250. Das offenbar liegt, aus dem Wege geht;
  251. Das Paradies der Erde
  252. Das Rätsel meines Daseins im Becher Weins ergründe,
  253. Das saftig die Herde nährt,
  254. Das Schlechte für das Schlechte!
  255. Das Schlimmste stellt von selbst sich ein,
  256. Das Schmerzentuch, in Blut getaucht,
  257. Das Schöne im Leben geglückt sein –
  258. Das Schreien war ihm widrig.
  259. Daß sich dein Blick gewöhne,
  260. Daß sich in toller Regung
  261. Daß sie mein Glück verscheuchte –
  262. Das süßeste Gedicht!
  263. Daß Unglück die Seele läutert,
  264. Das Unglück kann die Weisheit nicht –
  265. Das Unkraut jätend,
  266. Das Unkraut zu tilgen,
  267. Das Volk der Russen untertan,
  268. Daß von der süßen Gewalt ihrer blendenden Glut
  269. Daß vor der Knechtschaft sie sich rette
  270. Daß vor lauter Entzücken und Wonnegefühl
  271. Das Wahre von dem Falschen trennen lernen:
  272. Das weht durch mein Gemüt,
  273. Daß Weisheit nach der Anmut strebt,
  274. Daß wir uns bei Erfüllung unsrer Pflichten
  275. Daß wunderbaren Dranges
  276. Das zeigt auf jedem Schritt sich;
  277. Das ziemt dir nicht als Greis!
  278. Das, Blut und Leben opfernd,
  279. Davon der Blick sich trauernd wendet.
  280. Davon die Sorgen, die Nebel des Geistes, bezwungen werden.
  281. Davor in Zweifel, Angst und Hoffen stehn,
  282. Dazwischen jubeln helle Lieder
  283. Dazwischen kommt viel Mondenschein,
  284. Dein Haß ist deine Strafe!
  285. Dein süßer Feuerwein.
  286. Dein Urteil ohne Hehl!
  287. deinem Mund entklungen?
  288. Deiner duftigen Lieder,
  289. Dem bleiben zu viele irdische Reste,
  290. Dem Blick des Auges schon.
  291. Dem Bösen seinen Arm zu leihn,
  292. Dem fehlt Gemüt und Herz.
  293. Dem fehlt, was er am meisten nennt,
  294. Dem hat die Poesie
  295. Dem ich mein Wehe eingehaucht –
  296. Dem jeder seine Huldigung
  297. Dem lieblichsten der Menschensöhne,
  298. Dem Mann von Kraft und Mute
  299. Dem Manne ziemt die Rache!
  300. Dem Meere sein ewiges Rauschen,
  301. Dem selbst beim Reichtum gute Freunde fehlen!
  302. Dem Springquell ähnlich, der himmelauf in
  303. Dem weinbenetzten Mund entschweben.
  304. Dem ziemt die Weihe des Gesanges
  305. Den Acker bereitend
  306. Den Augenblick der Seligkeit,
  307. Den du selber erzeugt hast!
  308. Den Frommen zur Belohnung offen stehn
  309. Den Fuß von Menschenblut gerötet,
  310. Den Himmel zu verdienen;
  311. Den ihr der Lenz gegeben habe –
  312. Den Kummer zu scheuchen,
  313. Den Lorbeer nicht gewunden!
  314. Den Mangel an Gehalt ersetzt ihm die Verschönung
  315. Den mir Zuléikha schenkte.
  316. Den Quell, der aus der Tiefe dringt,
  317. Den rechten Schlüssel zu der rechten Pforte hat!
  318. Den Stolz des Weisesten selbst beugt sie,
  319. Den trieb sie auch nie weit genug!
  320. Den wird ihr Dorn nicht stechen!
  321. Den Zaubertönen des Gesanges bleiben!
  322. Denen sein hirnloses Lied gefällt.
  323. Denk beim Pokal – daß stets die Zahl
  324. Denkt liebend an die Braut zurück
  325. Denn alle Leute wissen
  326. Denn aller Zubehör ist dir
  327. Denn alles Schöne ist wahr, und des Schönen kannst du nie bar sein!
  328. Denn das ist nicht der schlimmste Kampf,
  329. Denn der Engel Busen ist liebeleer,
  330. Denn der Sänger vermag nicht
  331. Denn dieses war ihr Schicksalswort:
  332. Denn erfüllt muß das Verhängnis
  333. Denn es gleicht der Wein dem Regen,
  334. Denn man muß leben auf der Erde.
  335. Denn mit dem Töten wächst sein Ruhm ...
  336. Denn Perlen sind die Worte gleich,
  337. Denn Raum und Zeit sind nur ein Traum,
  338. Denn so schön wie deine Lieder
  339. Denn so steht's im Schicksalsbuche
  340. Denn so steht's im Schicksalsbuche
  341. Denn so steht's im Schicksalsbuche
  342. Denn so steht's im Schicksalsbuche
  343. Denn so steht's im Schicksalsbuche
  344. Denn so steht's im Schicksalsbuche
  345. Denn sonst ginge ja der Weisen
  346. Denn was das Unglück bieten mag,
  347. Denn was wir im Trunke preisen,
  348. Denn wenn es noch lange so bliebe,
  349. Denn wer auf Erden Böses tut,
  350. Denn wo man eins davon entbehrt,
  351. Der alles sich fügen muß.
  352. Der alte Wirt und ich;
  353. Der an das Tier im Menschen streift
  354. Der andre bang um Gut und Habe,
  355. Der andre singt aus voller Brust –
  356. Der auf der freien Walstatt endet,
  357. Der Bart der Weisheit trieft von Wein,
  358. Der beste Mensch wird manchmal zornig,
  359. Der Biene gleiche, die sich labt
  360. Der Blumen- und der Feenwelt.
  361. Der Blumengärten Farbenpracht,
  362. Der braucht wohl nicht Entschuldigung
  363. Der Diamant dem Kiesel gleichen,
  364. Der dich belohnt für das,
  365. Der dir so schöne Huldigung
  366. Der Dorn ist Zeichen der Verneinung,
  367. Der dunklen Augen Feuer
  368. Der eine mit verhaltnem Groll,
  369. Der eine schafft und müht sich,
  370. Der eine strahlt in lichter Pracht,
  371. Der Erde zur Zierde, zur Schönheit gemacht?
  372. Der Fälle geben,
  373. Der Fromme liebt das Schaurige,
  374. Der Frühling blüht zu seinem Fuß,
  375. Der Frühling heilt die Schäden,
  376. Der Fürsten Tun und Treiben,
  377. Der ganze alte Plunder,
  378. Der Garten liegt vor euch
  379. Der gehört selbst zu den hirnlosen Köpfen,
  380. Der Glanz verborgen schliefe,
  381. Der Glocke Schall
  382. Der Haß färbt ihre Mienen.
  383. Der hatte vom Himmel den Abschied bekommen,
  384. Der Herr sprach: Weil du Wein gebaut,
  385. Der Heuchelei, des Truges dich entledigen
  386. Der Himmel hat seinen himmlischen Segen.
  387. Der Himmel mit der Sonne schmückt –
  388. Der Hoffende das Künftige,
  389. Der hohen Strahlenspenderin,
  390. Der ihm entgegenrieselt klar und hell,
  391. Der ihn wie Wasser trinkt!
  392. Der ihn wie Wasser trinkt!
  393. Der ihrer Schönheit wert!
  394. Der im Schmutze selbst zu Schmutz wird,
  395. Der ist der wahre Dichter, der den Schlüssel,
  396. Der ist nicht wert des Weines,
  397. Der ist nicht wert des Weines,
  398. Der jetzt im Rate Stimm' und Sitz hat
  399. Der jungen Mädchen Tanzesreigen,
  400. Der kann auch im Himmel nicht glücklich werden.
  401. Der Kaukasus zum Himmel steigt,
  402. Der kluge Mann hält sich zurück
  403. Der kluge Mann schweift nicht nach dem Fernen,
  404. Der langen Wimpern seid'nes Haar –
  405. Der lebensmüde Held zur Schlacht –
  406. Der Leib, der Busen fühlen
  407. Der Leidende das Traurige,
  408. Der liebsten Menschen – ist die Not!
  409. Der Menschen euch in meinen Liedern!
  410. Der Menschenbrust.
  411. Der Menschenwürde sich begeben:
  412. Der mir erschließt ein Zauberreich
  413. Der Mufti glaubt, er wisse alles besser,
  414. Der Mufti mag mit Höll' und Teufel drohen,
  415. Der Mundrubin, der süße,
  416. Der oftmals bitter sich bei mir beklagte,
  417. Der Quell, der hoch vom Berge springt,
  418. Der reißende Strom meiner Liebe;
  419. Der Riese soll wie Zwerge klein,
  420. Der Rose süßer Duft genügt,
  421. Der Rost ein scharfes Messer macht,
  422. Der Russenfürst mit eigner Hand
  423. Der Schlamm ein klares Gewässer macht!
  424. Der Schleier ist zerrissen,
  425. Der Schmutz die Reinlichkeit befördert,
  426. Der schöne Lenz bist du!
  427. Der Schönheit, die verlockend strahlt,
  428. Der schwarze Star sein!
  429. Der seine Leichenopfer fodert,
  430. Der sollte untergehn!
  431. Der Sommer treibt kein Eis –
  432. Der Sorgen bitterste erzeugt sie,
  433. Der Spruch aller gläubigen Toren worden.
  434. Der Tag gefällt ihm nicht,
  435. Der Tatarchan gebot den Zaren
  436. Der Tod schlägt dann die Brücke
  437. Der treibt sie nicht als Spiel.
  438. Der uns entgegensprudelt klar und hell,
  439. Der Väter Tat im Lied zu ehren
  440. Der von mir nahm, was mich betrübte,
  441. Der war nie töricht – aber auch nie weise.
  442. Der warme, blaue Himmel.
  443. Der weiß, warum dem andern graut,
  444. Der weiß, wie wahr das Wort: Es heischt
  445. Der Weise das Vernünftige.
  446. Der Weise kann des Mächtigen Gunst entbehren,
  447. Der Weise muß zu den Toren gehn,
  448. Der Weisheit Kraft und Drang.
  449. Der Weisheit leiht, kommt seltner vor.
  450. Der Weisheit und Erfahrung.
  451. Der Weisheit wie Betörung –
  452. Der wie ein Irrlicht vor euch flammt –
  453. Der Winter treibt keine Blüte,
  454. Der Wochentage sieben ist!
  455. Der Wuchs so schlank, der Arm so rund –
  456. Der Zauber deiner Poesie?
  457. Der Zauber dieses Augenblicks
  458. Der Zauber ohne Ende!
  459. Der Zecher, und sie nennen mich den Weisen,
  460. Der Zorn des Bonzen stört ihn nicht,
  461. Der Zorn schwillt ihre Adern,
  462. Der Zwerg so groß wie Riesen sein.
  463. Der, was du je vollbracht
  464. Derweil der Mönch den eignen Leib kasteit
  465. Derweil der Pfaff vom Jenseits prophezeit,
  466. Derweil ich gänzlich festgebannt.
  467. Derweil ich mein Herz auf der Zunge trage.
  468. Derweil ihr selbst die Schwerter wetzt
  469. Derweil in Wehn die Erde kreist,
  470. Derweil uns Not und Stürme dräuen,
  471. Derweilen der Efeu
  472. Derweilen der Springquell
  473. Derweilen die Nachtigall
  474. Derweilen ich im höchsten Glück
  475. Derweilen ich zum Paradies
  476. Des Abends zogen wir uns sorgsam aus –
  477. Des Aberglaubens –
  478. Des andern hat kein Auge acht,
  479. Des Auges Bläue
  480. Des Dichters eigentliche, erhabne Sendung nicht.
  481. Des Dornes, gleichwie eine Schleppe
  482. Des Frühlings Luft und Blütendrang,
  483. Des Glücks, das uns gegeben ist,
  484. Des Großen, das da kommen soll:
  485. Des Krieges Schwert zum Mord entzündet
  486. Des Kummers bar sein!
  487. Des Lieds durch Blumenschmuck und seine Wendung nicht.
  488. Des Mißgefallens und des Zornes,
  489. Des Morgens zogen wir uns sorgsam an,
  490. Des Ostens warme Sternennacht,
  491. Des Paradieses durch dich offen stehn.
  492. Des roten Kachetiner.
  493. Des Saatkorns der Weisheit.
  494. Des Schaffens, der Zerstörung;
  495. Des Schicksals harte Schläge wendet;
  496. Des Schönen überschreitest.
  497. Des Todes, der Zerstörung Schrecken!
  498. Des Unglücks, der Zerstörung sein,
  499. Des Wahren und des Schönen nachzuwandeln.
  500. Des Weines heilige Flammen
  501. Des Weines heilige Glut!
  502. Des Wortes Flitterstaat, die Form und Endung nicht.
  503. Des Zornes Ende
  504. Des Zorns und Hasses Sklave,
  505. Deuten die braunen,
  506. Deutlich geschrieben;
  507. Dich aber, Mädchen, brauch' ich nicht zu sehn,
  508. Dich fing mein Witz und mich dein schönes Auge,
  509. Dich in Liebe, Sang und Wein!
  510. Dich sing' ich, dich grüß' ich beim vollen Pokal!
  511. Dich sing' ich, dich grüß' ich beim vollen Pokal!
  512. Die Nullen, folgen sie der Eins,
  513. Die alle darin zu sehn,
  514. Die allerbeste Offenbarung
  515. Die allerzärtlichsten Verse singt.
  516. Die alten Saklis von Tiflis,
  517. Die andern, voll Empfänglichkeit der Spur
  518. Die Antwort, Freund, ist richtig, – geh und mache sie dir zunutze!
  519. Die ausgeweint und ausgeschwiegen werden.
  520. Die Berge färbt des Himmels Licht,
  521. Die Berge sollen tief wie Täler,
  522. Die bergumragte Kyrosstadt,
  523. Die Blicke, was meiner Zuléikha gleicht –
  524. Die Blumen pflegend,
  525. Die Blumen zu pflegen,
  526. Die Büchse knallt, Trompeten schmettern,
  527. Die Chanin stand in Tränen zerflossen,
  528. Die Dinge nicht zu schätzen nach dem Schein;
  529. Die Distel sprach zur Rose:
  530. Die du den Frieden mir beschieden,
  531. Die du die Liebe selber bist.
  532. Die dunklen Zweifel lösen.
  533. Die einen, schön zu denken und zu handeln,
  534. Die eitlen Glanz und Ruhm verkünden;
  535. Die er dich schaffen heißt.
  536. Die Erde hat Wein, Gesang und Liebe,
  537. Die Erdenlust und Schönheit preisen.
  538. Die euch zu blut'ger Tat entzünden,
  539. Die euch zu stummer Duldung neigen
  540. Die ewige Ordnung,
  541. Die fremden Schmucks entbehrt,
  542. Die Füßchen fein beschuht,
  543. Die ganze Menschheit ward vertilgt,
  544. Die ganze Welt setzt er in seine Lieder um
  545. Die ganze Welt sich stürzen:
  546. Die ganze Welt umkreist uns,
  547. Die ganze Wissenschaft –
  548. Die gelben Berge hinan.
  549. Die glauben, daß dem Hochgenuß
  550. Die Hälfte aller Erdenschöne!
  551. Die harmlos mit bescheidnem Schritt
  552. Die Häuser, Dörfer stehn in Brand;
  553. Die heilenden Kräuter,
  554. Die Heiligen, die Wunder,
  555. Die helle Schlachtmusik erklingt
  556. Die helle Sonne leuchte
  557. Die ich auf ferner Wanderfahrt
  558. Die ihn so schmeichelnd eingesungen.
  559. Die ihr so groß und klug euch deuchtet,
  560. Die jungen Mädchen von Tiflis,
  561. Die Jungfrau mir als Zeichen dar,
  562. Die Jungfrau mir als Zeichen hin,
  563. Die kaltberechnete Maschine
  564. Die kleinen, zarten Füße,
  565. Die Klugheit soll der Dummheit weichen,
  566. Die länger als sie selber leben,
  567. Die Lehre, wie des Wahns, der Torheit Klippen
  568. Die Leute schimpften aufeinander ganz unsäglich
  569. Die lieben Schmuck und Zier:
  570. Die lieblich tun mit allen will,
  571. Die liedersüße Huldigung
  572. Die macht es keinem recht;
  573. Die Majestät des Urarat
  574. Die manche böse Zunge hat,
  575. Die Märe zu verbreiten;
  576. Die Menge harrend mit Verlangen
  577. Die Menschenherzen – doch wird stets der Preis
  578. Die Menschheit zu erlösen.
  579. Die merkten Sinn und Töne
  580. Die Milde ziemt dem Weibe,
  581. Die Mutter mit der eignen Brut
  582. Die nach Wahrheit dürsten,
  583. Die Nachtigall ist Sünderin
  584. Die Nachtigall, die liedesmächtige,
  585. Die noch Perlen beut für Todesstreiche.
  586. Die Ordnung zu stören,
  587. Die Pflicht? – Erklärt euch diese Pflicht,
  588. Die Poesie der Feuerschlünde
  589. Die reine Frau ist wie ein frischer Quell,
  590. Die reine Glut der Jugend
  591. Die Rose auch, die farbenprächtige,
  592. Die schlimmsten Schmerzen sind auf Erden,
  593. Die Schmerzen zu lindern,
  594. Die schöne Chanin den Hof entlang,
  595. Die schönen Mädchen von Tiflis
  596. Die schönen Mädchen von Tiflis,
  597. Die schönsten Rosen selbst sind dornig,
  598. Die Schulen und Moscheen,
  599. Die schwarzen Locken wühlen
  600. Die Seligkeit des Augenblicks!
  601. Die Sinne mir berücken,
  602. Die Sklavin nickt und zittert –
  603. Die Sonne geht unter, schon dunkelt die Nacht,
  604. Die Sonne kann uns nicht mit Glut erfüllen,
  605. Die Sonne selbst, wenn sie uns leuchtet,
  606. Die Sorgen zu bannen
  607. Die Stimme der Nachtigall.
  608. Die Ström' und Meere, schöpfen aus ihm Nahrung.
  609. Die stromdurchrauschte Gartenstadt,
  610. Die Sündenlast der ganzen Menschheit tragen.
  611. Die Täler hoch wie Berge werden.
  612. Die Tausenden gefallen will,
  613. Die Toren, die bis zu dem Jenseits schmachten,
  614. Die Trägere des Talars und der Kapuze;
  615. Die uns der Winter schlug;
  616. Die Waffen trägt zu starker Wehre,
  617. Die Wassertrinker seien jetzt
  618. Die weichen, feinen Hände,
  619. Die Weise guter Zecher ist
  620. Die Weisen beim Pokale stehn
  621. Die Weisen hören das und beben nicht!
  622. Die weithin mit der Goldnen Horde
  623. Die winzige Mücke schmäht den Adler,
  624. Die Wonne, die ein Rausch uns gibt,
  625. Die Worte meiner Lippen;
  626. Die Wunderkraft, die mir geübte.
  627. Die wundertätigen,
  628. Die Wünsche nicht nach Äußerm zu gestalten,
  629. Die, ob sie gleich Verschwenderin
  630. Dies duft'ge Lied als Frageblume.
  631. Dies ist der Grund, daß Adam bald
  632. Dies soll euch jetzt als neuestes Gebot
  633. Diese grüßen aus der Ferne!
  634. Dieses ew'ge Minnespiel!
  635. Dir selbst zum Triumphe, den Menschen zum Glück!
  636. Doch alles Schöne hier und dort
  637. Doch als ich ihm so recht die Wahrheit sagte,
  638. Doch als lebendige Lawine
  639. Doch auf gutem Acker Segen
  640. Doch auf Wiedersehn,
  641. Doch beut den Kelch der Rose offen
  642. Doch darfst du darum nicht verzagen.
  643. Doch daß die Anmut gern ihr Ohr
  644. Doch der Blinde sieht es nicht.
  645. Doch der Chanin Auge blickt wieder hell:
  646. Doch die sich beugen unter stolzen Masten,
  647. Doch eine Hölle wird es sein
  648. Doch eines schwarzen Augs Gefunkel
  649. Doch es raubt nichts von dem Ruhme,
  650. Doch gibt auch zur Befreiung
  651. Doch hienieden laß uns lieben:
  652. Doch immer schön und ganz ist!
  653. Doch in der heil'gen Glut des Kusses,
  654. Doch jeder, der sich selbst nur schädigt,
  655. Doch lieber trübe ich die Quellen allesamt,
  656. Doch man zertritt die Schlange.
  657. Doch mein Herz gleicht dem Sterne der Liebe,
  658. Doch nicht den Sumpf, aus dem es stammt –
  659. Doch nicht der Mächtige des Weisen Lehren.
  660. Doch nicht jeder kann's lesen,
  661. Doch nirgends blieb sie gern zu Gaste.
  662. Doch nur da gib ganz dich hin,
  663. Doch ob mein Herz Verlornes viel betraure,
  664. Doch schlimm sind Dornen ohne Rosen!
  665. Doch schneidet man deshalb mit stumpfen besser?
  666. Doch schöner muß, was sie enthalten, sein!
  667. Doch schwerer dürfte für meine Person
  668. Doch sehe ich kein Mehl!
  669. Doch stimmte mich das Unglück milder,
  670. Doch übersieht er ob der Reime süßer Tönung
  671. Doch unter Ungemach und Not,
  672. Doch vernünftige Menschen zur Pein ist.
  673. Doch wär' es nicht Übereilung,
  674. Doch Weisheit kann das Unglück tragen.
  675. Doch wenigen ward ein so gesunder Magen,
  676. Doch wirft die Knospe einer Rose
  677. Doch zu jeglicher Strafe und Unbill kluger Vermeidung
  678. Doch, ob er diesem Reines
  679. Doch: gibt ihm das ein Recht, die Nachtigall zu schmähen,
  680. Doch: schriebst du ihr den Talisman?
  681. Dort schreibst du mir den Talisman!«
  682. Drängt sich im Traum lebendig auf.
  683. Drin der Geist der Schönheit wandelt.
  684. Drin der Odem Gottes weht,
  685. Drin mein Herz seine Perle gefunden hat:
  686. Drin mein Herz seine Perle gefunden hat:
  687. Drum bin ich wohlgelitten in den Kreisen
  688. Drum ehre sie als deine Erdengötter,
  689. Drum eine Frage stell' ich dir,
  690. Drum erhebe den Blick, schlag die Tschadra zurück!
  691. Drum hält die Welt ihn auch gewöhnlich
  692. Drum Kind, laß alle Skrupel sein
  693. Drum laß den Wahn – verfolg die Bahn,
  694. Drum nütze klug die Zeit: auf jedem Schritt
  695. Drum salbt zum Feste eure Glieder
  696. Drum soll, was Schiras durch Hafis,
  697. Drum üb' ich mich schon in der Zeit
  698. Drum widme deine Kräfte dem Staate,
  699. Drum, wenn du andre willst belehren,
  700. Drum: widerstrebt sie der Verneinung,
  701. Du bejammerst den Schmerz,
  702. Du bist geschnitzt aus schlechtem Holz,
  703. Du bist geschnitzt aus schlechtem Holz,
  704. Du bist nicht glücklich, bist nicht gut:
  705. Du forsche nicht vergebens
  706. Du giebst ihm Glanz, und ohne dich
  707. Du hast dein Herz nun Stück für Stück
  708. Du hast den Wein erkürt, willst nie
  709. Du hast mir das Wort aus dem Munde genommen,
  710. Du machst das Lied zur Rede,
  711. Du machst die Rede zu Gesang!
  712. Du Meer meiner Wonne, du Meer meiner Qual!
  713. Du Meer meiner Wonne, du Meer meiner Qual,
  714. Du Nachtigall mit deinen Liedern:
  715. Du nimmst es zu schwer, und sie nimmt es zu leicht,
  716. Du Rose mit dem duft'gen Kleide,
  717. Du rühmst dich deines stolzen Scheins,
  718. Du sandtest deine Jünger aus,
  719. Du schöne Missionärin!
  720. Du selbst erkennst so wenig dich,
  721. Du sollst bei mir erwarmen
  722. Du sollst des Daseins Wert erkennen lernen.
  723. Du sollst zum echten Glauben dich bekehren,
  724. Du spiegelst dich, wie die Sonne,
  725. Du verzweifelst in Gefahr heut
  726. Du wechselst deine Liebe wie deine Lieder.
  727. Du weißt nicht, wieviel Schritt du gehst zum Grabe,
  728. Du, der in deiner frommen Wut
  729. Duft und Glanz der schönen Blume.
  730. Duftet's aus den Versen her!
  731. Durch blauen Dunst und Dampf!
  732. Durch deiner süßen Lieder Schall!
  733. Durch den Hain erklang
  734. Durch den Wein zum Blumenbeet
  735. Durch dich das Große klein geworden!
  736. Durch dich ist jeder Stein der Stadt
  737. Durch dich, Hafis! allein geworden!
  738. Durch guten Witz verbriefe!
  739. Durch Himmel, Erd' und Flut;
  740. Durch ihre Augen geht
  741. Durch verjährten Sektenhader,
  742. Durchlockert den Boden,
  743. Durchrieseln die Felder
  744. Echte Chenna zu der Finger Zier,
  745. Edlitam, sei es dir geweiht!
  746. Ei, du närrisches Herz,
  747. Ein Abglanz nur der Schönen!
  748. Ein andres ist's, zieht ihr das Schwert
  749. Ein Beispiel an der Nachtigall:
  750. Ein blendend weißer Schauer;
  751. Ein Blick des Augs hat mich erfreut –
  752. Ein Diadem die Stirne
  753. Ein frohes Lied, ein Becher Wein,
  754. Ein Gärtner schreit' ich durchs Land,
  755. Ein graues Auge
  756. Ein Grobian von unten bis nach oben.
  757. Ein guter Witz darf nie
  758. Ein gutes Teil erkoren,
  759. Ein heimatliches Dach gefunden,
  760. Ein jeder bleib in seinem Kreise,
  761. Ein jeder von euch treibe
  762. Ein jegliches hat seine Zeit,
  763. Ein jegliches sein Ziel –
  764. Ein junger Mann stürmt in die Welt,
  765. Ein Kamel, beladen, bring' ich dir,
  766. Ein keuscher Joseph ohne Bart.
  767. Ein klingend Lied in meinem Mund –
  768. Ein Kreislauf, der zum Wahnsinn triebe,
  769. Ein kritischer Gesell ist!
  770. Ein leichter Sinn, ein frohes Lied
  771. Ein leuchtend Wunder des Geschicks.
  772. Ein Leuchtstern ist sein Herz, ein Garten seine Brust,
  773. Ein liebeleeres Menschenleben
  774. Ein Lied von deiner Schöne,
  775. Ein Manifest geschrieben,
  776. Ein Mann, der liebt, darf nicht zu blöde sein,
  777. Ein passender Ersatz sein.
  778. Ein Quell der Offenbarung,
  779. Ein schlaues Auge,
  780. Ein schlimm'res Unglück als der Tod
  781. Ein Schriftgelehrter kam zu mir und sprach
  782. Ein schwerer Traum, den nur vergißt,
  783. Ein Schwert ist unser, schärfer als das schärfste
  784. Ein Sklav' ein Lämmlein schlachtet –
  785. Ein tiefer Fall stets folgen muß.
  786. Ein voller Humpen blinkt:
  787. Ein Wasserungeheuer sein!
  788. Ein wechselvolles Los mir Gott beschied,
  789. Ein Weib, das liebt, darf nicht zu spröde sein,
  790. Ein Weib, das sich nicht kleiden kann,
  791. Ein wenig Werden und Vergehn,
  792. Ein wunderbares Feuer;
  793. Ein wunderbares Leben wird –
  794. Ein Wurf aus feindlichem Geschosse,
  795. Einen Witz im Munde –
  796. Einher auf stolzem Rosse braust.
  797. Einst über alles Russenreich;
  798. Entsündigt werden!
  799. Entzückt von deiner Schöne.
  800. Er endigt oft im Sumpf.
  801. Er findet alles schlecht, sich selbst nur gut und löblich
  802. Er flog auf hohem Ruhmesflügel
  803. Er floh den Wein, drum konnt' es ihm
  804. Er folgt der Schlachten Donnerwettern –
  805. Er gab den Vögeln Gefieder,
  806. Er hält sich durch die Tiefe!
  807. Er hatte sich im Trinken übernommen,
  808. Er hieß die Berge sich türmen
  809. Er hieß die Rose blühen
  810. Er labt und freut uns nur, trägt keine Lasten,
  811. Er liebt die Rose nicht,
  812. Er liebt's, mich im geheimen durchzuhecheln,
  813. Er muß dem Tod ins Auge sehn,
  814. Er neigt sein Ohr, wie um zu lauschen,
  815. Er rühmt sich, wenn er viel getötet,
  816. Er schüttelte den Staub von seinen Füßen,
  817. Er seufzt und flucht – ich lächle und ich spaße.
  818. Er sprach: Laßt eure Klagen beide,
  819. Er sprach: »Denkt man im Farsenland
  820. Er tadelt alles rings,
  821. Er trägt sein Los in Demut,
  822. Er weiß, wie ehrfurchtsdumm das Volk und blind,
  823. Erdacht im fernen Morgenland,
  824. Erfreut euch ihrer Wohlgerüche;
  825. Ergossen sich über mich;
  826. Erhebt ihr guter Mann die Stimme,
  827. Ernst wie ein alter Gänserich einher;
  828. Erquickt euch daran
  829. Ersäuft im Wasser allzumal,
  830. Erst machte sich der Tatarchan
  831. Erstaunt nicht, daß des Sängers Mund
  832. Erweist man offen Ehre dir,
  833. Es beut zur Prüfung unsrer Kräfte
  834. Es blüht die Blume wunderbar
  835. Es drehn die Welten sich im Kreise,
  836. Es drückt dir die Zeit ihr Gepräge,
  837. Es drückt ein Volk das andre nieder
  838. Es drückt ihr Gepräge die Welt
  839. Es flattern die bunten Gewänder,
  840. Es fliegt auf todeskühnem Rosse
  841. Es fliehen die Erinnerungen,
  842. Es füllt mir das Glas meine Liebe –
  843. Es geht die Menscheit ihre Bahn
  844. Es gibt Fälle, wo der Arzt
  845. Es hat der Schach mit eigner Hand
  846. Es hat die Rose sich beklagt,
  847. Es hat dies ganz den Sinn, als ob
  848. Es hat einmal ein Tor gesagt,
  849. Es hat Mirza-Jussuf ein Lied geschrieben
  850. Es herrschten Fürsten der Tataren
  851. Es immer zu erschöpfen
  852. Es ist der Blick des Volkes kurz
  853. Es ist die Art des Ochsen, daß er einen schweren Gang hat –
  854. Es ist durch dich das Kleine groß,
  855. Es ist ein Wahn zu glauben, daß
  856. Es ist leicht, eine kluge Grimasse zu schneiden
  857. Es ist mein Herz der Sonne gleich,
  858. Es klettern die Saklis, die grauen,
  859. Es kommen die Missionäre
  860. Es kommt von ihm und kehrt zurück
  861. Es lag so schwül und schwer in der Luft,
  862. Es liegt im Wein die Kraft
  863. Es nährt vom Tode sich das Leben,
  864. Es ragt der alte Elborus
  865. Es rollten tausend bunte Bilder
  866. Es schaute aus üppigem Frauengemach
  867. Es sind nicht wilde Schlachtgesänge,
  868. Es soll auf Erden nicht mehr ohne Not
  869. Es soll des Lebens frischer Drang
  870. Es soll des Menschen Haupt voll Witz,
  871. Es soll dir unbenommen sein –
  872. Es soll ihr Feuer
  873. Es soll sein Trank voll Feuer sein!
  874. Es sollte zu Wasser werden
  875. Es steht den Mädchen gut!
  876. Es sucht der echte Weise,
  877. Es tritt hier ans Licht –
  878. Es verheißt des Paradieses
  879. Es wächst auf knorrigen Bäumen,
  880. Es wälzen warme Quellen
  881. Es war unter allen Haremsfrauen
  882. Es waren Sänger dorten,
  883. Es weht der Gottesodem
  884. Es wird ein jeder Kuß von dir
  885. Es wurden zu Gesang
  886. Es zucken die kleinen Füße –
  887. Euch im Gesange offenbaren,
  888. Euch meine Lieder tönen,
  889. Euch mißfällt mein Dichten, weil ich
  890. Euch Ohren, ihnen zu lauschen!
  891. Euch ward nie Lust noch Leid genug –
  892. Ewig in falschen Gefühlen entbrennen,
  893. Fahre wohl, mein Glück!
  894. Fass' ich tändelnd deine Locken,
  895. Fehl ich – wo steckt der Weise? fragen sie!
  896. Feines Seidenzeug,
  897. Find' es, wie ein Bergwerk, reich an Schätzen.
  898. Flammt im tiefsten Dunkel in hellster Pracht –
  899. Folg' der Philister Tun und Rat!
  900. Folg' im Lieben und im Trinken immer
  901. Fort aus der alten Satzung dumpfen Räumen
  902. Fort aus der Nacht zum hellen Tag.
  903. Fort von den Gräbern, von den Trümmern!
  904. Frauensinn ist wohl zu beugen,
  905. Freude blüht auf jedem Schritt mir –
  906. Frisch und ureigen
  907. Früh ausgestoßen in die Welt,
  908. Füge, zwing dich, mich zu lieben!
  909. Führt zur Erschlaffung, zur Entmannung.
  910. Für all mein Lieben, all mein Streben?
  911. Für alle Ewigkeiten!«
  912. Für alles schöne Sein und Tun
  913. Für andre, daß sie euch bezwingen,
  914. Für Bonzen, Kuß- und Weinverächter –
  915. Für das arme Lämmlein litt, –
  916. Für den sie sonst verloren sind,
  917. Für die auf Erden wundgeriebnen Knie –
  918. Für dies Geschlecht ist jeder Vers
  919. Für diese kleine Liedergabe,
  920. Für einen Kuß und Händedruck.
  921. Für eurer Worte Wahrheit?
  922. Für Freiheit und für Vaterland.
  923. Für Schlechtes und Gemeines bekehrt ihn zur Versöhnung
  924. Für Schönheit, Blumen, Wein und Liebe –
  925. Für so gemütlich; doch persönlich
  926. Für unser lustig Leben!
  927. Für Vaterland und eignen Herd;
  928. Für weise hält sich nur der Tor!
  929. Fürcht nicht, daß ich in das Gemeine
  930. Gäb' ihm nicht Licht und Sinn die Liebe!
  931. Galt jener Blick des Auges mir,
  932. Ganz rein und unverschuldet –
  933. Gebirge, die zum Himmel steigen,
  934. Gebracht in reinem Liedesschmuck,
  935. Gebührt des Lorbeerkranzes Ehre! ...
  936. Gefährlich nur auf allen Pfaden
  937. Gefällt nicht einem recht!
  938. Geh ich – schon geht der Weise! klagen sie;
  939. Geh so stille du magst deine Wege,
  940. Geharnischt durch die Lande schreitet,
  941. Gehorchen dienstbar mir die Geister
  942. Gehört jetzt mir und meinem Liede!
  943. Gehst hinterm Sultan ein und aus –
  944. Geht mir mit eurem kalten Lieben.
  945. Gehüllt in heimatliche Töne –
  946. Gekündigt werden!
  947. Gelangt zu falschen Schlüssen –
  948. Gelb rollt mir zu Füßen der brausende Kur
  949. Geld lieber ohne Taschen,
  950. Gemahnt's ihn, was ihm selber teuer
  951. Gemessenen Laufes,
  952. Genieß es ganz und klage nie!
  953. Genießen, doch nicht singen mag.
  954. Genießet das eine
  955. Gepeitscht von dem Führer,
  956. Gepflückt und sorgsam aufbewahrt
  957. Gereiht auf seidnen Fädchen!
  958. Gerne dort weilst du, o Mirza-Schaffy! wo die Weisheit
  959. Gerührt von deiner Schöne.
  960. Gesang und süße Töne habe!
  961. Geschickt zu solchem Platz sein,
  962. Gespreizte Pfaun sich blähn;
  963. Gestreift zu großem Menschenmorde.
  964. Gesucht und mir zuteil geworden –
  965. Gesündigt werden!
  966. Getrennt und doch vereint, so leben wir,
  967. Gewaltiges sich vorbereitet
  968. Geweihte Schar sein!
  969. Gewöhne dich – da stets der Tod dir dräut –
  970. Gib Tod dem Herzen oder Nahrung,
  971. Gibt die erlittne Schmach zurück –
  972. Gilt dieses als das Rechte:
  973. Ging mir nicht ganz verloren!
  974. Glaub' an Allah und Koran!
  975. Glaub's: wenn sich bei dir mehr Kälte zeigt,
  976. Glaube, daß ich dich herzinnig
  977. Gläubige Gemeine drehn!
  978. Glaubt doch mein Geist noch immer, alles daure,
  979. Glaubt er: gefallen sei die ganze Welt.
  980. Gleich fährt sie auf in wildem Grimme;
  981. Gleich unbewußt
  982. Gleichwie aus jenem Blumenstrauß,
  983. Gleichwie der Nachtigall der Schlag,
  984. Gleichwie die Traube mit köstlichem Tranke gefüllt ist
  985. Gleichwie die Welt all ihre Pracht
  986. Glücks Offenbarung zieht –
  987. Gott ferne solchem Getriebe!
  988. Gott hieß die Sonne glühen
  989. Gott sprach zu ihm am Tag des Gerichtes:
  990. Groß vor der Welt und vor sich selber klein.
  991. Gut, weiß ich, ist all mein Streben,
  992. Gute Verse wollen gemacht sein.
  993. Gute Witze wollen erdacht sein,
  994. Hab' ich gelernt, mich selbst zu halten.
  995. Hafis gesungen,
  996. Hält manches Hemmnis auf.
  997. Harrt unsrer Böses Gutes,
  998. Hast Glanz, der dir zur Schande strahlt!
  999. Hast von Rosen und Jasmine
  1000. Hat es plötzlich alle Welt verdrossen,

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Gedichte:

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Wortschatz

OPERONE