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LYRIK Karl Bleibtreu - Poetische Werke 4

Aßmann von Abschatz, Hans

Adler, Friedrich

Ahlefeld, Charlotte von

Albrecht von Haigerloch

Albrecht von Johansdorf

Angelus Silesius

Arent, Wilhelm

Arndt, Ernst Moritz

Arnim, Achim von

Arnold, Gottfried

Aston, Louise

Ball, Hugo

Bierbaum, Otto Julius

Birken, Sigmund von

Bleibtreu, Karl

Blumauer, Aloys

Bodenstedt, Friedrich von

Boie, Heinrich Christian

Bohne, Johannes

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Hart, Julius

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Lenau, Nikolaus


Rückert, Friedrich


Karl Bleibtreu (1859-1928) - Gedichte

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Poetische Werke 4

Davids Psalmen 1

Wie der Hirsch nach Wasser, lechzet
Meine Seele, Gott, zu dir –
Sie verschmachtet und sie ächzet –
Thränen nur sind Labung mir.
Galle bietet man allein
Dem Verschmachtenden als Wein.

Ueber der Gerechten Weinen
Triumphirt der Thoren Spott,
Denn in ihren Herzen meinen
Alle sie: »Es ist kein Gott!«
Und sie höhnen meine Noth:
»Wo ist nun dein Zebaoth?«

Siehst du Ihn herniederfahren
Von dem Sonnenzelte stracks
Mit bewehrten Seraphschaaren?
Berge schmelzen ein wie Wachs
Vor dem Glanz von seinem Zelt,
Das verdunkelt rings die Welt.

Hagel sprüht sein Wolkenwagen,
Welchen Herolds-Cherubim
Auf des Windes Fittich tragen.
Sturm-Posaune her vor ihm
Bläst und mit dem Blasen trennt
Jeden Dunst am Firmament.

Wer in seinem Schirme sitzet,
In der Allmacht Schatten lebt,
Ist geborgen, wenn es blitzet,
Wo der Ungerechte bebt.
Wie ein Oelbaum in Gewittern
Grünt er, doch die Bösen zittern.

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