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LYRIK Otto Julius Bierbaum - Poetische Werke 336

Aßmann von Abschatz, Hans

Adler, Friedrich

Ahlefeld, Charlotte von

Albrecht von Haigerloch

Albrecht von Johansdorf

Angelus Silesius

Arent, Wilhelm

Arndt, Ernst Moritz

Arnim, Achim von

Arnold, Gottfried

Aston, Louise

Ball, Hugo

Bierbaum, Otto Julius

Birken, Sigmund von

Bleibtreu, Karl

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Bodenstedt, Friedrich von

Boie, Heinrich Christian

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Hart, Julius

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Lenau, Nikolaus


Rückert, Friedrich


Otto Julius Bierbaum (1865-1910)

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Poetische Werke 336

An die Verschämlichen

Ihr armen Schächer, wie thut ihr mir leid
In eurer Tugend engem Kleid,
Darunter die Triebe zu Krankheiten werden,
Zu bösen Dünsten und allen Beschwerden
Der Leibeslüge und Heuchelei.
Nie seid ihr froh, nie seid ihr frei,
Denn euer Wahn hat zur Sünde verdacht,
Was Kreaturen selig macht.
Des Lebens Quell mit Schmutz zu verschlammen,
Tragt alle Unnatur ihr zusammen;
Was fröhlich, rein, lebendig fließt,
Wird euch und uns zum faulen Bache,
Zur giftigen Sünden-Unken-Lache,
Wenn eure »Moral« hinein ihr gießt.
Oh Jammermißbrauch mit dem Wort!
Was blüht, ist Leben, tot, was dorrt;
Ihr aber streut Salz auf des Lebens Fluren,
Was keimt und treibt, ist euch verhaßt,
Dem Leben grabt ihr ohne Rast
Das Grab, ihr »sittlichen« Lemuren.

Irrgarten der Liebe 336 Gedichte 225 / Sinngedichte 13

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