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LYRIK Otto Julius Bierbaum - Poetische Werke 254

Aßmann von Abschatz, Hans

Adler, Friedrich

Ahlefeld, Charlotte von

Albrecht von Haigerloch

Albrecht von Johansdorf

Angelus Silesius

Arent, Wilhelm

Arndt, Ernst Moritz

Arnim, Achim von

Arnold, Gottfried

Aston, Louise

Ball, Hugo

Bierbaum, Otto Julius

Birken, Sigmund von

Bleibtreu, Karl

Blumauer, Aloys

Bodenstedt, Friedrich von

Boie, Heinrich Christian

Bohne, Johannes

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Hart, Julius

Hartleben, Otto Erich

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Lenau, Nikolaus


Rückert, Friedrich


Otto Julius Bierbaum (1865-1910)

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Poetische Werke 254

Hans im Gehäuse

Ach, daß mein Herz noch einmal beben könnte
In dieser ungestümen Seligkeit,
Daß ich das Glück noch einmal leben könnte
Der unbedachten Hingegebenheit.

Als ich mein Leben auf zwei Augen setzte,
In denen ich die Himmel leuchten sah,
Als ich Verstand wie einen Strohwisch schätzte,
Wie war ich Narr, wie war ich König da.

Heut weiß ich viel und bin so voll Verstande,
Daß Wahn und Glück mir gleich verboten sind;
Mein Leben rinnt kalt und bedacht im Sande,
Und meine Augen sind den Himmeln blind.

Ich gäbe viel um jene Thorennächte,
Da in die Kissen ich geweint, gestöhnt;
Gebenedeit, wer mir es wiederbrächte,
Dies Thränenglück, das mein Verstand verhöhnt.

Da sitz ich nun und bastele Figuren,
Und mir heißt Glück, daß ich ein Meister bin;
Mein Meisterstück: Zwei gräßliche Lemuren
Verscharren eine blonde Königin.

Irrgarten der Liebe 254 Gedichte 143 / Versunkenheit 12

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