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LYRIK Otto Julius Bierbaum - Poetische Werke 182

Aßmann von Abschatz, Hans

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Ahlefeld, Charlotte von

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Arent, Wilhelm

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Otto Julius Bierbaum (1865-1910)

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Poetische Werke 182

Himmlisches Abenteuer

Heut Nacht war ich ein Reiter
Und ritt Galopp, hussah,
Tausend Meilen und noch weiter,
Als ich ein Wunder sah.
Was sah ich? Eine Leiter,
Die stand im freien Felde da
Und ging bis in den Himmel.

Vom Pferd herabgeschwungen
Und Spross' auf Sprosse hinauf.
Vom Himmel hats gesungen:
Komm schnell, komm, komm! Herauf!
Da hab ich übersprungen
Viel Sprossen schnell im heißen Lauf
Und stieg bis in den Himmel.

Da, auf der höchsten Sprossen,
Im blauen Blumenkleid,
Von lauter Licht umgossen,
Ein Engel stand bereit.
Den hab ich unverdrossen
Geküßt die halbe Ewigkeit.
Es küßt sich gut im Himmel.

Da kam ein plötzlich Lachen
Von meines Engels Mund:
»Oh, oh, was heiße Sachen!
Er treibt es mir zu bunt!«
u noch ein,
Und könntst dochr krachen,
Und ich saß unten auf dem Grund
Und war nicht mehr im Himmel.

Doch neben mir zur Seite
Der liebe Engel stand
Im blauen Blumenkleid
Und gab mir seine Hand.
Oh süße Augenweide:
Da hab ich sie erkannt
Und war erst recht im Himmel.

Von Engeln ein Gewimmel
Hat hell mich ausgelacht,
Gekicher und Gebimmel –
Ihr Engel, gute Nacht.
Wir ha'm auf einem Schimmel,
Kuß, hussa, Kuß, uns aufgemacht
Direkt in unsern Himmel.

Irrgarten der Liebe 182 Gedichte 071 / Bilder und Traeume 10

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