Lyrik


Gedichtanfang V

Verein’ mit Selbstvertraun Mistraun in deine Kraft;Rückert
Vergeblich alles, was du für die Welt gebildet,Rückert
Vergeistigen die Welt ist geistiges Ergetzen,Rückert
Vergessen wird, wie was man sieht, auch was man denkt;Rückert
Vergib, vergib, Geliebter, dem Gesange,Lenau
Vergißmeinnicht, du blühst an fremden Baches Bord,Rückert
Vergleiche dich nur oft nach unten und nach oben,Rückert
Vergnügen will man sich in der Gesellschaft nicht,Rückert
Verlier, o Jüngling, nur Geduld und Hoffnung nicht;Rückert
Vermeiden sollen sich, die nicht zusammenpassen;Rückert
Vernimm die Fabeln, die ich nicht gefabelt habe;Rückert
Vernimm, der ewigen Natur vier Elemente,Rückert
Verrede nicht, zu thun, was du dir vorgenommenRückert
Versammelt sah ich jüngst in sommerlicher StilleRückert
Verschweig ein Glück, verbirg ein Unglück, das du hast!Rückert
Verstand ist vom Verstehn, Vernunft ist vom Vernehmen;Rückert
Verstand ist zweierlei: der ein’ ist angeboren,Rückert
Verstand zu seinem Bau braucht manche Stütz’ und Krücke,Rückert
Vertrau auf Gottes Schutz! Wer könnte sonst dich schützen?Rückert
Verzage nicht, o Herz! die Lust entspringt aus Trauer;Rückert
Verzeiht, was ich gefehlt, ich hab' es gut gemeint,Rückert
Verzweifelst du, der Welt zu schaun ins innre Wesen,Rückert
Viel Angedenken stellst du um dich her zusammenRückert
Viel besser, daß ein Volk nur einen Irrthum habe,Rückert
Viel Gutes wird bewirkt auf dieser Welt vom Bösen;Rückert
Viel lieber ist das Dach der Hütte, das bemoste,Rückert
Viel lieber ist mir doch ein Thuer als ein Sager,Rückert
Viel schlimmer, als wenn dich die andern hintergehn,Rückert
Viel schneller als der Schall ist, wie man weiß, das Licht;Rückert
Viel sind der Tugenden, doch jede ist die ganze,Rückert
Viel wichtiger als was du hast gelernt, mein Sohn,Rückert
Vielseitigkeit gefällt an zierlichen Kristallen,Rückert
Vier Dinge sind zugleich unendlich weit und schmal,Rückert
Vier Königstöchter sind auf einem rings von WogenRückert
Vier Kräfte nenn' ich dir am Menschen, mangelhaftRückert
Vier Männer dort, in schwarzem Kleid,Lenau
Vier Zeichen lehr' ich dich, sie sind wol lernenswerth,Rückert
Villeicht, doch nur villeicht vollkommener vollendetRückert
Voll Götter ist die Welt, die alle sind zusammenRückert
Vollendet wird hier nichts, nichts aber kann gelangenRückert
Vollkommen lieb' ich nicht die Menschen, streng und heilig;Rückert
Vom Abhang rollt ein Stein in jedem Nu hernieder,Rückert
Vom Berge schaut hinaus ins tiefe SchweigenLenau
Vom Gärtner kauft' ich mir ein schönes Blumenstöckchen,Rückert
Vom Glauben gehst du aus, und kehrst zurück zum Glauben;Rückert
Vom Grabe deines treuen MannesLenau
Vom Heiligen bewegt, sei dein Gemüt im Takt!Rückert
Vom Himmel strahlt der Mond so klar,Lenau
Vom niedern Hügel sah ich auf mein Heimatsthal,Rückert
Vom Onyx wird gesagt, daß er, im Ring gefaßt,Rückert
Vom Saatenfeld die Lerche ziehtLenau
Vom Thurme wird erzählt, den einst die Menschen bauten,Rückert
Vom Todten saget man: er ist zu Gott gegangen;Rückert
Vom Übermaß der Lust wird Leid hervorgebracht;Rückert
Von allem was ein Mann an Gut der Welt gewann,Rückert
Von allen Dingen der Natur der Mensch ist eines,Rückert
Von allen Thieren ist ein Nutzen anzugeben,Rückert
Von allen Tugenden ist Scham genannt mit RechtRückert
Von allen, die den Sänger lieben,Lenau
Von beiden Welten wenn ich sollt’ entbehren eine,Rückert
Von deiner Eitelkeit was kann dich, Dichter, heilen?Rückert
Von dem ich keinen Schutz verlang' und keinen Lohn,Rückert
Von der Theiß, der klaren, fischereichen,Lenau
Von einem Höfling wird erzählt auf diesem Blatte,Rückert
Von einem König wird erzählt, daß im PallastRückert
Von einem Wandersmann wird nur das Land beschaut,Rückert
Von einer Seele träumt' ich, einer fernen lieben,Rückert
Von ferne kannst du nicht die Trommel hören schlagen,Rückert
Von Freunden sagt man dir, die mit dem Glücke kämen,Rückert
Von keinem fühlst du mehr als einem dich beschwert,Rückert
Von keinem Trost wird ein Betrübter mehr erquickt,Rückert
Von Lebern aller Art möcht' ich Jahraus JahreinRückert
Von Lob und Tadel hängt mitnichten ab dein Adel,Rückert
Von menschlichem Geschlecht verlassen stand ein Haus,Rückert
Von Ruhm und Ehre wird das Herz durchaus nicht satt;Rückert
Von sichrer Meisterschaft ist Scherz ein sichres Zeichen;Rückert
Von so viel Lehrern scheint mir jeder Recht zu haben;Rückert
Von Strömen täglich trägt und stündlich welch ein HeerRückert
Von Überzeugungen ein fester Grund gelegtRückert
Von Zeit und Raum ist viel zu hören und zu lesen,Rückert
Vor allem lerne nur, dich selber zu belehren;Rückert
Vor allen Thieren, die dem Menschen ähnlich scheinen,Rückert
Vor Kälte ist die Luft erstarrt,Lenau
Vorgestern Hoffnungen, in Knospen eingeschlossen;Rückert
Vorm Menschen, welchen kein Gesetz der Lieb' und TreueRückert