Lyrik


Gedichtanfang G

Ganz in Vollkommenheit siehst du kein Ding erglänzen;Rückert
Gar manche glauben, sprach ein Weiser wohlbeflissen,Rückert
Gar manche Schale muß von deinem Ich sich lösen,Rückert
Gar mancher hätte Recht, wenn man ihn recht verstände;Rückert
Gar manches sagt nicht rein brahman'sches der Brahman;Rückert
Gar manches, was gewis du nennst, ist ungewis;Rückert
Gar viel belohnt die Müh nicht, es gelernt zu haben,Rückert
Gar viele Geister gehn beim Menschen aus und ein,Rückert
Gar viele Wege gehn zu Gott, auch deiner gehtRückert
Gar vieles lernt man, um es wieder zu vergessen;Rückert
Gebrauche deine Kraft nur Güter zu erwerben,Rückert
Gefragt ein Weiser: denkst du nie ans Vaterland?Rückert
Geh auf die Reise, Freund! Der dir das Reisen preist,Rückert
Geh in die Welt hinaus mit allen deinen Sinnen,Rückert
Geh mit dem Knecht nicht um, wähl’ ihn zum Freunde nicht,Rückert
Geh weg, o Sonne, denn der Mond will auch nun scheinen;Rückert
Geh, suche Menschen auf, um dich als Mensch zu fühlenRückert
Geh, wann du hast am Tag im Hause still zu thun,Rückert
Gekommen in die Nacht der Welt ist Gottes Licht;Rückert
Geldhunger nicht allein hat nie gestopft den Mund,Rückert
Gelegenheitsgedicht ist zu verachten nicht,Rückert
Geliebt zu seyn, mein Sohn, ohn' auch zugleich geachtet,Rückert
Gelobt sei jede Form, weich sei sie oder schroff;Rückert
Gemeinverständlich sei ein Buch, das zur ErbauungRückert
Gern wird der Nachbar heut frischbacknes Brot dir borgen,Rückert
Geschichte und Natur, zwei Räume sind sie nur,Rückert
Geschichten hab ich viel gelesen und gehört,Rückert
Geselligkeit erhöht den Menschen nicht allein,Rückert
Gesetze der Natur willst du, o Mensch, entdecken;Rückert
Gesittung strebt, das Thier dem Menschen auszuziehn,Rückert
Gesundes Auge sieht, es hört gesundes OhrRückert
Gewaltig tobt der Wind und beugtLenau
Gewinnen kan man nichts, ohn etwas zu verlieren;Rückert
Gewis ist was der Mund der heil'gen Lieder spricht,Rückert
Gewöhne Schönes dich zu sinnen und zu denken,Rückert
Gewöhnen will dich, was du siehest hier vom Schönen,Rückert
Gewohnheit ist so stark, daß selber die NaturRückert
Gezogen ist ein Kreis, lang eh du tritst darein,Rückert
Gib Acht, was suchst du denn mit deiner Arbeit Streben?Rückert
Gitarre, wie du hängst so traurig!Lenau
Glaub' immer! nur beweis mirs nicht! sonst werd' ich sträubig.Rückert
Gleich einer Herberg’ ist die Welt, in der am AbendRückert
Gleich gut in guter Zeit gehts Dummen wie Gescheiten,Rückert
Gleichgültig findet mich der Lenz zum erstenmal,Rückert
Gleichwie des Frühlings SonnenblickLenau
Gleichwie Nachtlüfte wehn in Blütenhagen,Lenau
Glück ist dein Schatten, der entfliehet, wo du ihnRückert
Glückselig bist du, wenn auf Folgrungen und SchlüssenRückert
Gott gebe dir an dir ein stilles Wohlgefallen,Rückert
Gott gibt zu rechter Zeit stets, was du brauchst zum Leben,Rückert
Gott hilft uns, liebes Kind, nur nicht den Muth verloren!Rückert
Gott ist das höchste Gut. Das sagt der Sprache Wort,Rückert
Gott ist ein Denkender, sonst wär ich über ihn,Rückert
Gott ist von keinem Raum, von keiner Zeit umzirkt,Rückert
Gott ist, drum denkt er; denkt, drum spricht er, und ein Wort,Rückert
Gott leitet, wen er will, und lässet irre gehn,Rückert
Gott theilet, wie er will, die Güter aus hienieden;Rückert
Gott, also hat gesagt ein hoher Glaubenslehrer,Rückert
Gott, der den Frieden gibt Friedfert'gen zum Geleit,Rückert
Gott, der dir manches Leid im langen Leben gab,Rückert
Gott, der Luftwassererdundfeuergeister schuf,Rückert
Gottes Milde mocht es fügen,Lenau
Grau düstre Felsen sah ich trotzig ragenLenau
Groß ist die Ähnlichkeit von Seel' und Schmetterling.Rückert
Gunst eignet der Person, und erbt nicht fort geschwind,Rückert