Lyrik


Gedichtanfang B

Baumeisterin Natur scheint für sich selbst zumeistRückert
Bedachtet ihr einmal, was die Unsterblichkeit,Rückert
Bedenk, wenn Undank herb dich kränket,Lenau
Bedenke daß ein Gott in deinem Leibe wohnt,Rückert
Bedenke, wenn der Stolz des Denkens dich bethört,Rückert
Bedenke, wenn du gehst, daß nichts von dir hier bleibt,Rückert
Befreie deinen Geist! Dies ist dein höchster Hort,Rückert
Beglückt der Weise, der ein kluges Weib gefunden,Rückert
Beglückt, von wem nicht eh'r die Welt, daß er gelebt,Rückert
Beglückt, wer alles nicht muß durch sich selber werden,Rückert
Begnügsamkeit ist doch des Menschen gröstes Glück;Rückert
Begreif, o Sohn, der Mensch ist eine kleine Welt,Rückert
Begriffen hast du, doch damit ists nicht gethan;Rückert
Behalte, was ich hier dir nicht will vorenthalten,Rückert
Bei einem Lehrer ist von Schülern eine Gilde,Rückert
Bei seinem Vater hat das Kind nicht lernen wollen,Rückert
Beim Hauch des Morgens und der Mitternächte SchauerRückert
Beim höchsten Streben ist nothwendig höchste Wage;Rückert
Beim Lichtanzünden sprich: Willkommen sei die Nacht,Rückert
Beklage dich nur nicht, daß dir so viel mislang;Rückert
Beklagen sollt' ich dich? ich kann dich nur beneiden,Rückert
Bequeme dich der Welt, so wirst du angenehmRückert
Bescheiden wollt' ich seyn, säh' ich mich vollgeehrt;Rückert
Beschritten schon von seinem Reiter,Lenau
Betäubendes Erzgerassel,Lenau
Betrachtest du die Welt als einzig da für dich,Rückert
Betrübt dichs wol, wie sich an Thorheit Thoren laben?Rückert
Bevor mein Blick den Zauber noch getrunken,Lenau
Bewiesen hat ein Freund von Geisterseherei,Rückert
Bezähme deinen Zorn, und lasse dem die Rache,Rückert
Bild' auf den eignen Werth dir nur zuviel nicht ein!Rückert
Bin einsam, schwach und alt,Lenau
Bin mit dir im Wald gegangen;Lenau
Bist du gestürzt und hat der Sturz dir nicht geschadet,Rückert
Bist du im fremden Land, so mußt du dich bequemenRückert
Bist du noch nie beim Morgenschein erwachtLenau
Bitt' um Verzeihung nur den der sich glaubt gekränkt;Rückert
Blaß und auf immer stumm, auf immer! liegst duLenau
Bleib in der Mittelhöh mit deinen Wünschen stehn,Rückert
Blick her, o Welt, was soll von dir die Nachwelt denken,Rückert
Blick' auf und sage dir: wo ist der Regenbogen?Rückert
Blick' in die Welt hinaus, und sieh, viel andre RäderRückert
Blumen, Vögel, duftend, singend,Lenau
Botaniker zugleich wer ist und Astronom,Rückert
Brach ein Leben bei den heitern Griechen,Lenau