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Gottfried Arnold (1666-1714) - Gedichtzeilen

Aßmann von Abschatz, Hans

Adler, Friedrich

Ahlefeld, Charlotte von

Albrecht von Haigerloch

Albrecht von Johansdorf

Angelus Silesius

Arent, Wilhelm

Arndt, Ernst Moritz

Arnim, Achim von

Arnold, Gottfried

Aston, Louise

Ball, Hugo

Bierbaum, Otto Julius

Birken, Sigmund von

Bleibtreu, Karl

Blumauer, Aloys

Bodenstedt, Friedrich von

Boie, Heinrich Christian

Bohne, Johannes

Brentano, Clemens


Conradi, Hermann

Hart, Heinrich

Hart, Julius

Hartleben, Otto Erich

Holz, Arno

Lenau, Nikolaus


Rückert, Friedrich


Gottfried Arnold (1666-1714)

[Inhalt] [Anfänge] [Titel] [Zeilen]

Gedichtzeilen

  1. Ich laß ihn nicht.
  2. Biß daß er völlig kommt. Die mutter ist gebrochen.
  3. Daß Jesus doch in mir gewurtzelt ewig blieb.
  4. Daß meines Herrn braut und mutter zu mir kommt:
  5. Drum bleibe vor dem Herrn, und was du hast, das halt,
  6. Endlich die endliche Trübsal verschlingt.
  7. Endlich muß der Himmel auch/
  8. Endlich soll das frohe Jahr
  9. Endlich unendliche Herrlichkeit bringt.
  10. Endlich wird das Seufftzen still/
  11. Endlich wird man Pflanzen sehen
  12. Endlich wirstu dennoch Braut/
  13. Nur leiden sey dein thun! nur still seyn dein bewegen.
  14. Und woher kommt mir das, war mein verwundrend fragen,
  15. Aber du/ mein Herr und Gott/
  16. Aber hier erdenckt die schlange
  17. Aber meine größte sorgen
  18. Aber meines Geistes sehnen
  19. Aber unser Geist der bindet
  20. Ach aber ich fand mich zu schwach,
  21. Ach daß ich ihm möcht gantz gleichförmig werden/
  22. Ach edler schatz, du kannst kaum finden
  23. Ach eil geschwind zurück/ laß diese Hure fahren/
  24. Ach findt ihr meinen liebsten wo,
  25. Ach geh mir doch von deinem Creutz entgegen/
  26. Ach gib mir erst nur krafft mein eigen falsches leben
  27. Ach glaube mir, sie taugen nicht:
  28. Ach Herr/ nimm diese Fessel hin:
  29. Ach ja, du bist bereit, mehr als man bitten kan.
  30. Ach laß dich sehen/
  31. Ach laß mich fein in deine Wunden legen/
  32. Ach mein leiter/ laß doch mich
  33. Ach nimm mich mit in deinen garten,
  34. Ach pflantze und setz uns zum tode hinzu,
  35. Ach reiß mich loß von allen Banden/
  36. Ach selig der dein Licht ergreifft und findt.
  37. Ach setz mich auf dein Hertz/ als wie ein Siegel hin:
  38. Ach sperr des innern menschens garten
  39. Ach vermehre du in mir
  40. Ach Wasser/ Wasser her! lescht ab mein heisses Blut!
  41. Ach ziehe mich/ ach ziehe mich hinein/
  42. Ach! erheb die matte Kräfften/
  43. Ach! glaube mir/ du findst sie nicht.
  44. Ach! laß sich dein neues erstandenes leben,
  45. Ach! so laß uns nicht stäts hangen
  46. Ach! so must du uns vollenden/
  47. Ach! triumphier nicht vor dem Siege/
  48. Ach! verschling doch auch den zorn/
  49. Ach! wenn doch in der stillen Still
  50. Ach! wie theur sind wir erworben/
  51. Ach! zerbrich durch deinen tod/
  52. Ach! ziehe! ziehe! mich hinein!
  53. Ach, Herr des lebens, äussre dich
  54. Ach/ laß mich mit früchte bringen
  55. Achte frey von sterbens sorgen:
  56. Adam ist von dir gewichen/
  57. Alein des Geistes Ehe
  58. All' meine zeit vertrieben.
  59. Alle schreyen wir dich an/
  60. Allein das nichts/ wie g'ring es ist/
  61. Allen Gefallen bey kindlichem Schweigen.
  62. Allen in der Demuth weichen:
  63. Aller Weißheit/ Lieb und Stärck/
  64. Alles guts geronnen:
  65. Alles laß verschwinden,
  66. Alles wär verlohren.
  67. Als aber ich das heyl
  68. als an das Maul
  69. Als bloß das nichts auff erden.
  70. Als deine erkauffte sieg-prächtig wilst führen:
  71. Als deine Lehren/
  72. Als deine Reinigkeit/ die mir noch immer neu/
  73. Als des senffkorns same,
  74. Als dich selb-selbst, du brod der seelen.
  75. Als die rosen in dem Lentzen
  76. Als die, so bekamen,
  77. Als dieses öl den leib durchgoß
  78. Als eines vollendeten Heylands geschlechte.
  79. Als er mich selbst umbfieng. Wer solche Lieb versteht/
  80. Als er nun allgemach zu säubern mich begunt!
  81. Als gefangen sind geacht/
  82. Als hätt mir diese schwärtz die einsamkeit verschafft.
  83. Als ich das nichts nahm wohl in acht/
  84. Als ich das Paradiß euch nennet.
  85. Als ich diß dunckle nichts erwehlt/
  86. Als ihm des Geistes krafft,
  87. Als ihren nächsten freund, und ihm zwar erstlich noch
  88. Als jungfrau voller heiligkeit:
  89. Als meine Kindheit noch konnt wenig Jahre zehlen/
  90. Als mich die Lieb der Welt gefast.
  91. Als so viel Zucker-Flüsse/
  92. Als Sohn, als jüngling und als mann und bräutigam
  93. Als Vater und Sohn aus, gebährend wonn und freud
  94. Als von gemeinschafft mit den quellen,
  95. Als war nie
  96. Als was ihr bienen habet.
  97. Als zu umfangen
  98. Also erklärt der Sohn in uns den Vater wieder,
  99. Also gehst du nicht die gemeine Wege/
  100. Amen!
  101. An Boßheit und Betrug/ die Blindheit hielte mich/
  102. An deiner zucht gebunden seyn,
  103. An dem man nichts als heiligs find:
  104. An der vollkommenheit, an seines adels schein:
  105. An einem treuem sinn.
  106. An ihn zu gewehnen.
  107. An jener wahren Einsamkeit/
  108. Anhauchen der Welt/
  109. Artzney und ruh zu finden:
  110. Auch nicht der hohe ruhm der falschen weißheits-dünste:
  111. Auch weil ich blöd und alber bin/
  112. Auff auff! Es rufft auß jener Sternen-Lufft
  113. Auff Augen/ Brust und Mund/ und ich umbfaßte sie/
  114. Auff dein wort/ aus deinem sterben/
  115. Auff deine stimm im geist von tag zu tag,
  116. Auff deinen treuen ruff zu geben acht.
  117. Auff den neu bekrönten Lentzen.
  118. Auff lauter Ewigkeit kan lencken/
  119. Auff meine Klage
  120. Auff seinem hochzeit-tag?
  121. Auff! Auge und Ohr; die Häupter empor.
  122. Auffnehmen willig wollt. Geschichts, so ist die freude
  123. Auge deiner glieder,
  124. Augen zu gewinnen,
  125. Auß dem finstern Kercker gehn/
  126. Aus dem sonst verschloßnen munde
  127. Aus dem verborgnen licht heraus,
  128. Aus dir ziehe meine krafft:
  129. Auß dir/ dein Kuß soll mir die volle Nahrung geben.
  130. Aus eignen kräfften her. O nein, er hat's gefunden
  131. Aus ew'gem ungrund her, der gleichsam heisset wüst,
  132. Auß ihrer Macht und Stricken gangen:
  133. Aus irdisch-grobem sinn: Ihr dürfft mich wol bedauren,
  134. Aus meinem eignen leben,
  135. Aus verzweifflung ziehts hervor,
  136. Außer dir zu finden.
  137. Außer mir mag alls vergehen,
  138. Ausgrünt und durch begierd' ins liebe-leben gantz
  139. Ausqvall und des zornes glut
  140. Babels Grund zu stöhren; Ihr sonderlich
  141. Bald bringt sie die lust zu fall.
  142. Bald fährest du mit uns gantz säuberlich. Geschichts/
  143. Bald macht sie dem willen bange,
  144. Bald scheinst du uns was harte anzugreiffen/
  145. Bald war die antwort da,
  146. Band und Eysen von sich schmeissen/
  147. Bath/ daß sie nimmer möcht von meiner Seiten weichen/
  148. Befreye gantz von ihm dein tempelhauß.
  149. Behalt't die Krafft beysammen/
  150. Beherrscherin von meinem sinn,
  151. Bekenne/ daß ich mir im Grund nichts helffen kan.
  152. bereit sich zu verbinden
  153. Bereite/ stärck/ erhalt/ was du gethan:
  154. Besingen meines Jesus Preiß/
  155. Besondern noch gestärckt; mit 1000. Liebekosen.
  156. Besser uns zu kennen,
  157. Beständig schmeltzen fort: feg deine liebe tenne,
  158. Bestraff, zertritt, zerknirsch und treib ihn aus,
  159. Betasten, hören, sehn) zu wärmen, schützen, hegen,
  160. Bevor ich selber wust/ worinn die Klugheit liegt.
  161. Bey deinen freunden bleibst du stehen
  162. Bey dem Schaden/ Spott und Schande
  163. Bey diesem Sieg ertheilt man solche Gaben.
  164. Bey Heuchel-Tand Wird Zion nicht bekandt
  165. Bey Jesu sanfftem Friedens-Joch
  166. Bey mir vermengt befand. Doch war bey diesem wunder
  167. Bey tieffester verschwiegenheit.
  168. Bey uns zu wohnen ist dir lauter Lust/
  169. Bindend meine sinnen,
  170. Bindt Gottes dienst und lieb und nur auffs äußre gafft,
  171. Biß auff den hochzeit-tag,
  172. Biß daß der Vater ihm den gantzen licht-leib schafft.
  173. Biß daß er
  174. Biß daß ich meine Zeit sammt ihrer besten Blüthe
  175. Biß die zeit
  176. Biß du als retter wirst erscheinen.
  177. Biß du mir gantz und ich dir werd geschencket.
  178. Biß endlich GOTT die Herrlichkeit entdeckt/
  179. Biß er die Erlösung findet/
  180. Biß er sie selber aus mir schafft,
  181. Biß ich auch diese must zu seinen Füssen legen/
  182. Biß ich bey der höchsten gab
  183. Biß ich der Welt ein rechtes Scheusal bin/
  184. Biß mir die gantze füll wird kund,
  185. Biß sie in dich gesunken ein.
  186. Biß uns dein so treu Gesichte
  187. Bist du doch in mir erschienen/
  188. Bleib nur in Einfalt Gottes Kind.
  189. Bleibe doch durch deine krafft
  190. Bleibe du in mir nur stehen!
  191. Bleibt an der creatur nicht kleben.
  192. Bleibt ewig in der irre.
  193. Bleibt immer kindisch/ zart und weich;
  194. Brauchst Vatter-Recht und zeigest Mutter- Treu/
  195. Brechen vor,
  196. Brennt immer hin
  197. Brennt immer hin.
  198. Brich entzwey des mörders pfeile,
  199. Brich gantz entzwey den Willen/ der sich liebt/
  200. Bring durch deine krafft in mir
  201. bring Vatter der Welt/ Erkommender Welt/
  202. Compaß und ancker bist. Ach! zeuch mich in die wüsten
  203. Da dein geblendter Eigen-Sinn
  204. da deine Treu nicht kan verleugnen sich?
  205. Da du dich in allen den gliedern verklärst,
  206. Da du uns die städt bereiten
  207. Da gehn wir denn mit blöden Augen hin/
  208. Da grünts und blühts/ da rauschen frische Quellen.
  209. da hegst du selbst dein Schäfgen je und je.
  210. Da hofft ich hier und dar
  211. Da ich das Wort des Lebens fasse/
  212. Da ich mich könte schliessen ein/
  213. da ihm Zeit und Krafft gebricht.
  214. Da ist die lieb, die theilt nur liebe aus.
  215. Da ist ein Canaan zu hoffen/
  216. da ist kein wahl zu spüren/
  217. da ist kein wahl zu spüren/
  218. Da lagen wir, erkanten uns selbst nicht,
  219. Da lieff ich aus mir hin und her
  220. Da liegt man ja so sanfft/ man ist von allem Frey:
  221. da man das Maas des falschen Urtheils füllt
  222. Da man in sünden sterben muß,
  223. Da mein verliebter Sinn
  224. Da meinem sonst entzognen Sinn
  225. da mögen sich die Buhler an ihr laben.
  226. Da must ich mühselig werden,
  227. da pflegt es wunderseltzam außzusehn:
  228. Da scheint die Sonn/ da singt die Nachtigal/
  229. Da Sicherheit und Fried mich laben/
  230. Da soll kein Feind mich hindern können/
  231. Da spielte der Einfalt vollkommene Treue/
  232. Da sprach ich: nun hats nicht mehr noth,
  233. Da steig ich frisch die Jacobs-Leiter an/
  234. Da trat im augenblick vor meines Geistes augen,
  235. Da wir mit der Creatur
  236. Da wird das Feuer groß
  237. Da wo dem Hunger und Verlangen gnug geschicht.
  238. Da wo die Menschen sich bemühen
  239. Da wollt ich ungebunden gehn/
  240. Da wolt Sophia mich zu ihren Liebsten wehlen/
  241. da wust' mein geist voll liebes-brunst
  242. Da zeigten sich mit Macht des Geistes obre Kräffte;
  243. Da zog sie mich zurück mit starcken Liebes-Seilen
  244. Dabey die Hoffnung grünt/ und reine Wasser springen.
  245. Dadurch er Gottes Will erfüllen/
  246. dadurch Natur von Gnade wird entscheidet/
  247. dafern er suche das reiche pfand
  248. Damit dein Fuß die Ruhe finde/
  249. Damit dein hertz mich von den wellen
  250. Damit der neue mensch des Paradises spur
  251. damit du sehst/ was sich im Hertzen rege/
  252. Damit ich alles wisse.
  253. Damit ich dennoch blieb mit ihrem Thun bekannt.
  254. Damit kein wort fürüber gehe,
  255. damit sie bloß und nackend stehen bleibe!
  256. Dann die Last treibt uns zu ruffen/
  257. dann geht dein Fuß auch durch Umwege frey.
  258. Dann kommen aus dem sanfften lichte
  259. Dann nichts kan nichts verlieren.
  260. Dann was er mehr als nichts behält
  261. Dann wir sind in deinen Händen/
  262. Dann wird das lautre gold nach siebenfachen proben
  263. Daran ihm keine freud gebricht,
  264. darauff du läst die Kinder zu dir gehn/
  265. Darauff erschwung ich mich
  266. Daraus blut und wasser rann/
  267. Daraus der Geist uns zeugt,
  268. Darauß ich Labsahl hol/
  269. Darein will ich versuncken seyn/
  270. Darff ich aus ihm erlesen.
  271. Darinn dein Philadelphie blühet,
  272. Darinn ich Gott ein Lob-Lied singe/
  273. Darinn man auch wol nahrung findt;
  274. Darinn sie stoltz gewest
  275. Darnach sich alle Welt bequemen muß.
  276. Darum Geduld!
  277. Darum versteckt
  278. Darunter er sich schmiegen soll und biegen.
  279. Darzu man nicht kan kommen,
  280. Daß an dir hangt muth und sinn.
  281. Daß auch nicht unter gutem schein
  282. Das auß Gott hell anbricht?
  283. daß Babel selbst Gott niemals halten still
  284. Das blinde nichts hats schärfste g'sicht/
  285. Daß dein Geist sein bestraffungsamt verrichte,
  286. Daß deine Blitze
  287. Daß deiner Treiber schweres Joch
  288. Daß der alte mensch sich nicht
  289. Das der gehorsam nicht den lebens-baum gewinn.
  290. daß der neue lebe wieder!
  291. das dich und mich und alle Christen liebt/
  292. Das die heisse liebes-flamme
  293. Daß die Lieben/ die bewährten/
  294. das dir hat Zeit und Krafft verzehrt;
  295. Daß du endest dieses Werck;
  296. Daß du in armer knechts-gestalt
  297. Daß du nichts von dem verliehrest/
  298. daß du wilt zu ihnen kommen/
  299. Das Echo soll itzo entgegen mir ruffen.
  300. das eigne Licht von deiner Heiterkeit.
  301. Das eine vermehret des anderen Lust/
  302. Daß endlich die feinde zun füssen da liegen:
  303. Das erste ungemach
  304. daß euch ja der Patiente nicht
  305. das euch selbst zum Gerichte möcht gerathen.
  306. Das Feuer kommt und zündt die Stoppeln an.
  307. das führst du in der Still selbst Himmel an.
  308. das Gott ist/ also handeln/
  309. Das haltet nur vor koth:
  310. Das hertz von etwas fremdes wisse,
  311. Das hitzige Verlangen
  312. daß ich dein freyes Schäfgen sey!
  313. Daß ich dein rechter erbe sey
  314. Daß ich deine süßigkeit
  315. Daß ich dich nur kriege.
  316. daß ich dir noch auf der erden
  317. daß ich in dir wachs und grüne/
  318. Daß ich kan hoffen/
  319. daß ich mich drumb stets betrübe/
  320. Daß ich mich immer höher schwinge:
  321. daß ich mich selbst vergessen kan/
  322. Daß ich mich tieff zur erd vor ihren füssen neigte,
  323. Daß ich nicht mercke
  324. daß ich nicht von dir kan weichen/
  325. Daß ich noch
  326. das ich vor dich in Thorheit bringen möcht/
  327. Daß ihn niemand kennet,
  328. daß ihr gar nichts außricht
  329. daß ihre Höh sich nur bey Zeiten leg.
  330. Das im gewissen stets geschicht,
  331. Das in dem himmel neu anbricht,
  332. Das in der Dreyheit liegt, die unzertrennlich heist,
  333. Das ist mein süßes Gottheitlicht,
  334. Daß ja an dem Geschrey
  335. Daß jeder selbst den liebes-grund erreiche,
  336. Das Jesus selber ist/ so hab ich nichts als Pein/
  337. Das kind zu tödten sucht. Ach rette deinen wurm.
  338. Das lauffen macht mich matt,
  339. Das licht im licht bey creutz und spott,
  340. das liebliche Jahr!
  341. Das locken und bestraffen nicht,
  342. Das macht dem Geist viel tausend Sorgen.
  343. das macht/ er kennt nicht Gottes Wunder-Hand
  344. daß man an ichts nicht kleben soll/
  345. Daß man gut und habe
  346. Daß mein Gewissen
  347. daß mein leib am jüngsten tag
  348. Daß meine Kertze
  349. Das mich zur Lieb erwecket
  350. Das mir die Liebe weist. So kan ich lustig hie/
  351. Daß mir ein Frühling wieder grünt/
  352. das mir z'vor stund entgegen/
  353. Das muß mir krafft und weißheit seyn,
  354. Das nichts allein triffts rechte ziel/
  355. Das nichts das redt/ Das nichts ist stumm/
  356. Daß nichts dem feind da zu betasten sey.
  357. das nichts heist ichts auff erden/
  358. Das nichts ist arm/ das nichts ist reich
  359. das nichts ist gantz mit nichts verknüpfft/
  360. Das nichts ist von so edler art/
  361. Das nichts ists schwerste vom gewicht/
  362. Das nichts kan nichts bezwingen:
  363. das nichts/ durch ihre feuer-glut/
  364. Daß nur Christi tod in mir
  365. Das öl muß seyn bereit und rein,
  366. Daß sich ihr fluß nicht darff bewegen,
  367. Daß sich mein Geist in dir nur rege
  368. das sich mit nichts vermengen kan.
  369. Daß sie nicht unterworffen bleibt der Zeiten Joch.
  370. Daß sie sich gantz muß außgestossen sehn.
  371. Daß sie sich in lieben übe.
  372. daß sie von dem irrthum lasse.
  373. das Sinnen-Thier.
  374. das theilt dein Witz in Ost und Westen auß:
  375. Das thier in uns zum sieg vereinet,
  376. Das thier, das niemals klug gewesen,
  377. daß unser Sinn sucht außzuschweiffen/
  378. Das vor die rechte ruhe sorgt,
  379. Das war vor meiner ersten buß
  380. Das weiß ich schon.
  381. Daß wenn der sieg ist außgebohren,
  382. Das Widerspiel legst du vor Augen dar
  383. Daß wir hier in Jesus namen,
  384. Daß wir verbotne bäume meiden.
  385. Das wol ein Paar auff kurtze Zeit verbindt/
  386. Das wort ist dir so nah
  387. Daß, was gemein und unrein ist,
  388. daß/ der Gott selber schmecken will/
  389. davon der Heuchler nichts weiß zu errathen/
  390. Dein eigenthum, dein liebstes Guth,
  391. Dein einfluß mich begabet.
  392. Dein erbe Herr, liegt vor dir hier,
  393. Dein ewig zugeniessen!
  394. dein Fuß wird selten öffentlich gesehn/
  395. Dein gehorsam sey in mir/
  396. Dein Geist bey Todten Krafft und Leben schafft.
  397. dein Geist die Furcht und Lüste überwind.
  398. Dein Geist hängt nie an menschlichen Gesetzen/
  399. dein Geist regt sich gantz kräfftiglich in mir.
  400. Dein Glantz und Himmel-Schein/ Sophia/ blick mich an/
  401. Dein Hertz ist auff uns gericht:
  402. Dein innres Zeugnuß soll den Zweiffel stillen/
  403. Dein mund hat mir sein hertz vertraut,
  404. Dein Paradis grün für und für
  405. Dein schedel ist dir abgekränckt,
  406. Dein stachel, tod, mich nimmer sticht,
  407. Dein süsses Manna deiner armen Magd.
  408. Dein wachend aug gefahr abwende.
  409. Dein Wille sey mein Weg/ die Regel/ und das Ziel/
  410. deine lieb in mein verlangen/
  411. Deinem bilde gleich zu werden,
  412. Deiner freud
  413. Dem abgewandten pilgrams-geist,
  414. Dem Blut mach mich von allen Flecken rein.
  415. Dem Edens-Platz mag ähnlich schätzen/
  416. Dem einem lamm nachgeht:
  417. dem gäntzen natürlichen seelenverderben.
  418. dem Gott mit sich selbst lohnet.
  419. Dem ichts ist bey dem nichts nicht wohl/
  420. Dem kan nichts mehr gebrechen.
  421. dem nur gebührt allein die Ehr.
  422. Dem samen, der nun sproßt zur Göttlichen natur.
  423. Dem schlüssel Davids, den du hast,
  424. Dem seelen-Geist sind kund. Wenn dieser nun verblieb
  425. Dem sonst fast ecklen Sinn. Sie war von schöner Art/
  426. Den Außspruch thut davon zur Ungebühr
  427. den Babel hat.
  428. Den bösewicht völlig in dir zu besiegen
  429. Den fasset wieder meine seel,
  430. Den Feinden/ die mich nicht loß gaben.
  431. Den führer nachzufolgen schlecht:
  432. Den gantzen sieg und durchbruch uns bestimmt.
  433. Den geist laß in der stille rasten
  434. den Gott bestellet hat
  435. den Halß noch bricht.
  436. Den hier noch Städt und Wüsten haben/
  437. Den ich zuvor verwarff. Zwar wolte sich noch regen/
  438. den Kindern deiner Lieb hie beygeleget/
  439. Den legt ihr auff das harte Joch/
  440. den meine seel begehret/
  441. den nehm ich mit zur todes-schlacht,
  442. den Schmertz zwar machen still
  443. Den so tieff verderbten sinn.
  444. Den Sohn, als weißheit-licht, in menschlicher natur,
  445. Den Sünden- Sold nennt man da Märterer Zier/
  446. Den Sünden-Fäulniß machet wund/
  447. Den Tisch der Pharisäer lästu stehn/
  448. Den Umgang dir mit Gott verwehret/
  449. Den wachsthum zu vermehren.
  450. Den werb ich mir, ich sein, er mein,
  451. Den Zweiffels-Knoten kan dein Schwerdt verletzen/
  452. Den/ der im nichts stets wohnet;
  453. Denck nicht/ du könnst noch wol in Eitelkeit verweilen/
  454. dencke/ daß ein armer Waise
  455. denen deinen guten Geist/
  456. Denn dein' Abwesenheit ist mir nicht gut.
  457. Denn die turteltaub im grunde
  458. Denn du bist mein süsses licht/
  459. denn du meynsts mit uns ja gut.
  460. Denn es ist kein schlechtes gut,
  461. Denn ist nicht hoch und wunderbahr
  462. denn nichts eröffnet mein gesicht/
  463. Denn nichts macht ihn durchaus vergnügt/
  464. Denn wem du wie ein brunnen bist
  465. Denn wer dem nichts nur etwas gibt/
  466. Denn wer sein seel einmahl verliert/
  467. Der Sohn ist als ein licht, sanfft, lieblich, mild und stille,
  468. Der Abgeschiedenheit von aller Creatur
  469. Der Abgrund der Barmhertzigkeit
  470. Der als ein Paradis ausgrünt,
  471. Der Anblick des Herrn ist Sonne und Schild/
  472. Der arg uns doch nicht mehr berühr,
  473. der ärmste an begehren/
  474. Der Bienen Honig-Mund weicht von den Blumen nicht/
  475. der blöde Sinn stöst sich an Helden-Thaten/
  476. Der blut'ge kampff das leben wag,
  477. Der böse kan zu keiner frist
  478. der Boßheit Greul.
  479. der Boßheit starcke Seul.
  480. der Bräutgam wacht/
  481. Der breiten erden pracht und macht,
  482. der Brunn/ der ihnen ist
  483. Der dein männlich alter schafft
  484. Der den aus deinen himmeln schafft,
  485. Der dich doch bald erlösen kan/
  486. Der dir vor augen liegt. Was hat dich her getragen?
  487. Der drache tobt und herrschte in dem sinn,
  488. Der du immer bey uns bist/
  489. der du uns tödtest und lebendig machst.
  490. der Erstgeburth Rausch.
  491. Der erwünschten Freyheit kommen!
  492. Der falschheit nicht getrübet find.
  493. Der feind, der sich an ihm mit fersenstich gerochen,
  494. Der für mich ist am creutz gestorben,
  495. der gebrochnen Freyheits-Bahn.
  496. Der Glaube weiß nicht von eignem Willen/
  497. Der Göttlichen vollkommenheit,
  498. Der hat Gnad umb Gnad genommen/
  499. der HERR was er erweckt/
  500. Der hier offt unterbleiben muß.
  501. Der Himmel wär in mir schon auff der Erden/
  502. Der Hunger kan das Lamm so sehr ans Gras verbinden/
  503. Der in meiner seel erbohrn/
  504. Der kennt auch ihre Pracht/ ihr wunderbahres Wesen/
  505. Der kirch, die sich mit götzen trägt,
  506. Der Könge Muth fängt sie schon an zu hassen.
  507. Der Lieb hat mich gefangen
  508. Der Liebe Band
  509. Der Liebe wird schon kommen!
  510. Der mein Hertze nicht vergisst:
  511. Der meine seele nicht kan hassen,
  512. Der meinen Geist verbunden;
  513. Der meint/ ich solt mich nicht an diese Braut so binden/
  514. Der mich auffhebt und bringt in deine Seiten/
  515. Der mich befrey vom schmertze.
  516. Der mich recht versorgen kan.
  517. Der mir hülff am creutze thut.
  518. Der mir mein leben frißt,
  519. Der mir sein licht läßt blincken.
  520. der mist/ Ihr ein finster kercker ist/
  521. Der Mund war Anmuth-reich/ die Wangen voller Rosen/
  522. Der muß sich selber hassen.
  523. Der Narrheit falschen Sinn. Und darff ich wieder kommen/
  524. Der nichts als schreyen kan, wol aber aus den schrancken
  525. Der Ruhm von Klugheit kan ihr niemals seyn benommen.
  526. Der Salamander soll im Feuer können leben:
  527. Der sanffte fährt einher? Aus liebe kömmts geflossen,
  528. Der schlangen gifft hatt uns durchdrungen.
  529. Der schnelle Bach der stimmte ein/
  530. Der schnöden Geld-Begier nicht zu ergeben sich:
  531. Der Secten wolltst durchlauffen,
  532. Der seelen brünstig mich umfasset,
  533. Der seelen, und bringe noch näher die stunde,
  534. Der sich mir selbst muß geben/
  535. Der sich von ihm nicht scheidet/
  536. der sie doch will erhalten bey dem Leben
  537. Der sinnlich-groben irdigkeit;
  538. Der so tieff verborgen,
  539. Der steig gen Himmel von der erd/
  540. Der stille und verborgenheit,
  541. Der stirnen heiterkeit, der augen helles rund.
  542. Der Tod sitzt ihr schon auff der Zungen schier
  543. der träget auch zu der elendsten Zeit
  544. Der über seine glieder floß:
  545. Der unglaub mag dencken, wir bitten zu viel,
  546. Der uns noch so harte drückt/
  547. Der uns vollenden mag.
  548. der unter so geringen dingen
  549. Der Vater, der die seel hat wollen ihm erwählen,
  550. Der von Zerstreuung mich befreyt?
  551. Der Wächter Rath
  552. Der ward die Neigung nicht durch meinen Koth verwehrt/
  553. Der Welt den Vatter beten an/
  554. der werthe Pracht und Ruhm mag dir nicht taugen/
  555. Der wiederbringung aus. Der Vater läßt sich nieder
  556. der wird am End ein anders offt gewahr.
  557. Der wird in mir geben
  558. Der wird sein himmlisch-thun nicht nach den tod versparen,
  559. Der wird zur allzeit eingeführt
  560. Der wunden heil und häffte.
  561. Der zum verheißnen erbe reyhßt,
  562. Des Bechers Grimm schweigt ihre Zauber-Stimm:
  563. Deß Bräutigams Beginnen
  564. Des Creutzes Krafft hat mich zum Thoren längst gemacht;
  565. Des feindes kercker mögest wenden.
  566. Des feindes pfeil die hertzen traff,
  567. Des feuers macht zu fällen.
  568. Des feures schärffe löscht, so bald der neue wille
  569. des Friedens/ da du wohnen wirst/
  570. Des Glaubens Krafft
  571. Des glaubens um dein edles thun.
  572. Des hertzens ruhen und beweisen,
  573. Des himmlisch reinen Geists zum leben zubewegen,
  574. Des kampffes schreiten möcht, wo du nicht in dem sturm
  575. Des lebens vollkommene freyheit und rechte,
  576. Deß nam mir süsser ist als öl,
  577. Des neidisch-argen feinds dem wachsthum schaden thut:
  578. Des Vaters hertz und lust, weil seiner weißheit glantz
  579. Des Vaters mich gezogen
  580. Des Vatters Wort/ das ich nicht lasse.
  581. Deß will ich auch im sterben seyn,
  582. Desto mehr nach ihm zustöhnen,
  583. Deßwegen freundlich dar, sie will das kind bedienen,
  584. Dich der Gesellschafft dieser Welt.
  585. dich im Glauben/ Läst dich nicht/
  586. Dich lernte recht den Himmel lieben/
  587. Dich mein Alles nennen,
  588. Dich meinen Bräut'gam/ wie du mir hast zugesagt.
  589. Dich stets mag küssen/
  590. Dich will ich mir auserwählen/
  591. Dich zieh ich selbst in mich, und du
  592. Die aber noch so sparsam floß,
  593. Die alles Wissen überwiegt.
  594. Die Augen voller Blitz/ und gar als wie versengt
  595. Die balde soll mit Feur seyn verbrannt?
  596. Die besten Wercke bringen dir kein Lot/
  597. Die beyde verdoppeln das Echo in Ein/
  598. Die bittre Myrr-Schmirrens Wird Honig im Mund/
  599. Die Braut in seinem Licht/
  600. Die Creatur ist schön/ noch schöner ist mein Freund/
  601. Die Creatur must uns bedienen/
  602. Die crone seiner pracht,
  603. Die Dauben-Flügel müssen dich
  604. Die der erhöhten menschheit war
  605. Die des Vaters zorn vertriebe/
  606. Die dich eintzig meinen
  607. Die dich erst von dir selbst befreyt/
  608. Die dich zum besten theil erwehlen,
  609. Die dir den ruhm zu geben sind gemeint.
  610. Die dir im Grund gelassen seyn.
  611. Die doch unvermischt soll bleiben.
  612. Die doch vor kein Gerichte dörffen sorgen/
  613. Die du ein wenig zwar in mir
  614. die du hast allbereit/
  615. Die du im garten reiner seelen wohnst,
  616. Die du vor uns wollst offen geben,
  617. Die ein neues wesen schafft:
  618. Die Einsamkeit kan dich nicht laben/
  619. Die enge schmale lebens-pfort
  620. Die erstattete natur.
  621. Die Erstlinge der Zucht/
  622. Die ewige Hütte will zeigen ihr Bild.
  623. Die Flamm ist ja von dir entzündt/
  624. Die Flamme deiner Liebe macht/
  625. Die Fordrung schien zu groß. Zwar must die Braut gefallen
  626. Die Frommen sind selbst arm/ sie haben nichts vor sich/
  627. Die fürchten schon es falle ihre Zier
  628. Die gantze Creatur hat mir nichts zugebracht.
  629. die Geister/ die vor dir vollendet grünen/
  630. Die geistlich und vergnüglich sind,
  631. Die grosse Städt und Schlösser haben/
  632. Die Häupter empor! Zum oberen Thor/
  633. die Herrlichkeit.
  634. Die Herrlichkeit/
  635. Die himmel treuffeln schon, die wolcken regnen oben,
  636. Die Hoffnung mehrt sich mit den Dingen/
  637. Die Hoffnung soll mir nimmer fehlen/
  638. Die Hoheit/ so der Chor der Engel tieff verehrt.
  639. Die hölle hatt uns dürstiglich
  640. die ich dir nun gantz befehle.
  641. Die ich vor ihr vermengt mit süsser lieb empfand:
  642. Die ihr auch, wie ich, aus holtz
  643. Die ihr damahls so schön geblüht/
  644. die ihr wollt viel bekehren
  645. Die ihre lieb vom bräutgam aus
  646. die in Christo Jesu ist/
  647. die in deiner heilgen hütten
  648. Die jene faßt in sich, und wie ihr spiegel ist,
  649. die jenesmahl mir war bewust/
  650. Die JESUS reiner Geist in freye Hertzen schickt.
  651. Die Kinder gehn nur immer im Verborgen/
  652. Die Klugheit kont ich ihr schon aus den Augen lesen/
  653. Die krafft von liebes-küssen.
  654. Die lampen brennend stehn:
  655. Die Larven/ Schminck/ Betrug zum besten Mahlschatz hat:
  656. Die lehrstu selbst im innern Geistes-wesen
  657. Die Liebe Jesu wird dich hegen/
  658. Die Liebe macht/
  659. Die liebe nicht so groß, daß ich sie brünstiglich
  660. Die Liebe-Frucht.
  661. Die man nicht sieht.
  662. Die Medicin gewesen:
  663. Die mich erquicken!
  664. Die mich hält,
  665. Die mich in sich verschliessen wird/
  666. die mich so offt betrogen hat/
  667. Die mich verhindert hier
  668. Die mir der Herr bey euch bereit/
  669. Die mir hat
  670. Die Mittelbahn zu gehn/ und Wollust zwar zu meiden/
  671. Die muß mich alles lehren.
  672. Die mutter meines Herrn, und macht dem selber bahn,
  673. Die neugeburt mach alles neu,
  674. Die nicht zum Priesterthum von andern gunst und stärck
  675. Die noch jetzt verderbet stehn/
  676. Die noch sehr vermischet sind:
  677. Die nun ihr himmlisch fleisch und blut zur speiß gewähret,
  678. die Ohnmacht und der Sinnen Unverstand.
  679. Die perl des lebens-worts (das du nun sollst in dir
  680. die reget sich in deiner Vatter-Brust/
  681. Die reiche Frucht
  682. Die rein und crystallinisch sind:
  683. Die reine Liebes-Kohl
  684. Die ruthe grünend, die wurtzel Isais.
  685. die Sachen sind zu klar/ der Sinn zu grob.
  686. Die salbung, die ich hab gefaßt,
  687. Die Schande muß der gantze Himmel sehn.
  688. Die schlang hat bey den baum des wissens wollen setzen,
  689. Die Schlangenbrut soll ja niemand beweinen.
  690. Die seine blüthe, frucht und ruh
  691. Die Selbst-Lieb muß dich gantz verlassen/
  692. Die sich im verborgnen schenckt!
  693. Die sich nur überläst dem treuen Rath.
  694. Die sie an uns gewendet/
  695. Die sieg und Majestät, und Geist und durchbruch schafft.
  696. Die süß und doch unsichtbar sind/
  697. Die tag und nacht schreyn ängstiglich
  698. Die Tauff im Geist und feur durchziehen:
  699. Die tod und höll in sich verschlungen:
  700. Die trübe nacht hatt' all's mit dunckelheit bezogen,
  701. Die Unruh dieser äussern Dinge?
  702. die verboßte Macht entzwey/
  703. Die Vielheit muß endlich dem Einen hin weichen.
  704. Die Vögel musten Zeugen seyn/
  705. Die volle Lebens-Krafft/
  706. Die vor dem Herrn stehn/ und seine Weißheit preisen.
  707. Die wahrheit niemals hat genossen:
  708. die war verdeckt.
  709. Die Wege sind offt krumm und doch gerad/
  710. Die weil ich dürste
  711. Die Weißheit spielt bey uns/ wir spielen mit.
  712. Die Weißheit, Gottes braut, nicht zwar in hohem glantz,
  713. Die Welt die gibt mir nichts/ sie hat mich abgetrennet/
  714. Die Welt hat eine Sonn/ mein Leib ein Hertz und Seele:
  715. Die welt nichts in dir werden;
  716. Die Welt zerreist und du verknüpffst in Krafft/
  717. Die Welt-Lieb ist noch sehr subtil
  718. die Zorn-Fluth wird den Heuchel-Schmuck abreissen.
  719. Diesen neuen namen,
  720. Dieses bild bleib stehen
  721. Dir einen lust-platz zugericht,
  722. dir im Tod nichts nütze sey.
  723. Dir regeln geben wird. Verschließ den hertzens platz
  724. Dir, Gott und deinem Christus werden,
  725. Diß druckt mich in hoffart nieder,
  726. Diß geheimnis wird verborgen
  727. Diß ist das zeichen, so der glaube nur vernimmt,
  728. Diß leben ist zu zart, das leicht ein gifftig hauchen
  729. Diß macht mich gantz von andrer Lieb und Ehe ruhn.
  730. diß wort soll mein lebetage
  731. Doch ärgert euch nicht mehr an meiner kleinigkeit,
  732. Doch bey Gott kriegt ein solcher Helden-Christ
  733. Doch dazu ist der Herr in dir, o seel, erschienen,
  734. Doch deine Langmuth ists/ die kan
  735. Doch durch deinen tod und grauß/
  736. Doch größer als ein mensch, von schönheit funcklend gantz,
  737. Doch immer offen/
  738. doch in deine wunden ein!
  739. Doch in dreyfalt'ger krafft pflegt würcklich auszugehen
  740. Doch kan ich nichts vors beste preisen.
  741. Doch kennen sie die treue stimme
  742. Doch mit dem Tode muß zergehen.
  743. Doch nach kalten Schnee und Winden
  744. Doch nicht die Sklaverey des eitlen Ruhms zu meiden/
  745. Doch nur zur prob, ob er ihr sanfftes liebes-joch
  746. Doch soll bey euch noch wieder schallen/
  747. doch triumphirt zuletzt dein hoher Rath.
  748. Doch wenn es weiter geht
  749. doch wird man auch an euch bald schauen/
  750. Doch wohlan! Du wirst nicht säumen/
  751. Doch, wenn ich den glauben richt
  752. Dran tausend lieblichkeit als perlen-tropffen hangen,
  753. Drauff hört ich selbst in mir diß nacheinander sagen:
  754. Drauff must ich zu gebotte stehn
  755. drauff schenckt dein Geist dem Hertzen wieder Ruh/
  756. Drauff ward ich außgesöhnt/ sie druckt ihr Liebes-Zeichen
  757. Draus jeder leicht kan ziehen
  758. Drück es doch in meine seele/
  759. Drum bau den weinberg, der vor dir
  760. Drum bleib nur im Gehorsam stehen;
  761. Drum dämpffet nicht den Geist
  762. Drum eilt sie zu dem Ursprung wieder/
  763. Drum fort/ O Seel/ entzeuch geschwinde
  764. Drum gib mir zu sehen,
  765. Drum gilts behutsamkeit: wil selbst des Geistes regen
  766. drum greiffst du zu und hältst und trägest sie/
  767. Drum gute Nacht/
  768. Drum hab ich eignem thun
  769. Drum ist ein Grad der höchsten Seligkeit
  770. Drum laßt sie gehn!
  771. Drum muß die Creatur mir immer dienen/
  772. Drum must ich
  773. Drum sey Gott schon im Vorrath Lob gesungen!
  774. Drum sind dem Geist des Glaubens Flügel noth/
  775. Drüm stürmt ihr Nest
  776. Drum such Gott selber nur durch Gott,
  777. Drum such ich den freund im grunde
  778. Drum wißt, daß ich so schwartz und dürr und traurig sey
  779. Drum, o schlangen-tretter, eile,
  780. Drum/ so wahr du bist gestorben/
  781. drumb ist auch mein bild verblichen/
  782. drumb suchts sein reichthum bloß allein
  783. Du bist dir selbst die gröste Plage/
  784. Du bist mein Alles/ denn dein Sohn ist mein/
  785. Du bist mein Trost und Ruh
  786. Du bist mir gantz auserlesen/
  787. Du bleibst den meisten unerkannt,
  788. du fels/ drauff all's gegründet!
  789. Du gehst zwar jeder seel entgegen,
  790. du gibst die Krafft und Nachdruck durch den Trieb.
  791. Du hast vor deinem angesicht
  792. Du Hertzog führ doch aus den schweren krieg,
  793. Du kanst auch mitten im Getümmel
  794. Du kennst/ o Vatter/ wohl das schwache Wesen/
  795. Du krönest mich mit Lust/ die rein und himmlisch ist/
  796. du küssest uns/ wir sagen Bessrung zu/
  797. Du Lebens-Fürste/
  798. Du Liebes-Kertze/
  799. Du liegst im tieffen meer versenckt;
  800. Du List und Macht/
  801. Du Lust und Pracht;
  802. Du machst dich nur mehr mißvergnügt;
  803. Du mein jugend meisterin,
  804. du must mein Hertze lassen leer/
  805. Du must mich segnen/
  806. Du Nazarener/
  807. Du reissest wohl die stärcksten Band entzwey/
  808. Du ruffst unsre sinnen,
  809. Du schenckst mir nichts als Lieb/ ich will sie wieder geben;
  810. Du schleußt mir sinn und hertze zu.
  811. Du Schönster du
  812. Du Schönster Du.
  813. Du selber bist
  814. du selber bist.
  815. Du sollst mein Alles seyn/ du liebste Schwester du!
  816. Du sollst mein Leit-Stern seyn/ mein Leben/ mein Ergetzen/
  817. Du soltest nicht einmahl berühren mich/ ja ewiglich/
  818. Du trägst noch Babel stäts in dir.
  819. Du unumschränckter Geist/ du freyes Wesen/
  820. Du weist/ daß es ihr gebricht:
  821. Du wollst mich lieber in die Enge treiben/
  822. Du wunder-Bild von Gott/ du Abdruck seiner Treu/
  823. Du ziehst allein bey denen ein/
  824. Du Zucker-Guß/ du Necktar-Fluß!
  825. Durch armuth, schmach, verlust, entsagung schmertz und wehen:
  826. Durch der liebe kräffte,
  827. Durch des grimmes todes-kammer
  828. durch des neuen Bundes Blut:
  829. Durch des Vaters güte,
  830. durch dich ist uns so manches Werck gelungen.
  831. Durch die liebe bitt ich dich/
  832. Durch die liebe seyd getrieben:
  833. Durch dieselbe grosse liebe/
  834. Durch diesen kuß versüßen.
  835. Durch ersterben für und für
  836. Durch falsch berühmte Kunst empor zu schwingen mich.
  837. Durch feurige begierd, als ein erkaltes eisen
  838. Durch ihren gifft befleckt: Ja wie der drache mich
  839. Durch Liebes-Trauben
  840. Durch Lucifer in stoltz zu reissen hin.
  841. Durch süsse Träume hier vorlegen/
  842. Durch wahre buß ins liebe-reich
  843. Durch welche Gott sucht Ehr in ihrer Schande!
  844. Durch widerholte küsse
  845. Durchdringt mit Gottes Kräfften/
  846. Durchforsche uns gründlich und laß nichts gemeines/
  847. Durchgebrochen stehen bloß.
  848. Durchs Paradis in uns nach langen sterbens-leiden
  849. Edler weinstock/ deinen reben/
  850. Edler weinstock/ dem ich diene/
  851. Egypten/ Rom/ Babel mit Sodom Vollauff/
  852. Eh als er ferner kan zum könig seyn erkohren,
  853. Ehbrecher Geräusch/ deß Hurenweins Rausch/
  854. Ehrwürdig anzusehn, liebreitzend, hold und munter,
  855. Eigen Lieb und eigen Ehre!
  856. Ein ander mag sich mit was anders noch behängen/
  857. Ein beliebtes Ja-Wort sagen/
  858. Ein brennend Hertz
  859. Ein eintzig Hertz, das dir gehorcht
  860. Ein faules Aas/ ein todter Hund/
  861. Ein freudiges Andencken/
  862. Ein gantz verborgner Trieb zog mein Verlangen hin
  863. Ein hold und zartes Bild. Ihr Ehrenstand ist gros/
  864. Ein in deinen tod und ruh:
  865. Ein jeder bettelt selbst/ was er sein eigen nennet.
  866. Ein jeder will
  867. Ein jedes werd ihr treu, so wird man sie zur beute
  868. Ein Liebes-Feur zum Opffer bringe.
  869. Ein opffer, das geheiligt dir
  870. Ein richtig Hertz bleibt doch in Gottes Huld
  871. Ein Sinnen-Thier
  872. Ein sturm/ wann er das nichts bekriegt/
  873. Ein süsses Band zieht immer nach sich hin/
  874. Ein süsses Wohl
  875. Ein wehen frembder lufft, ein blick von argen augen
  876. Ein wohlgeschmückt Jungfräulich Weib.
  877. Ein Wort bricht offt den allerhärtsten Sinn/
  878. Eine rechte krafft herfür/
  879. Eins ist, das mir lieb will werden,
  880. Empfindlich offenbahrt. Der Vater, als das leben
  881. Engelsüß dort genieß seligster Güte.
  882. Entdeckt, muß deiner treulich warten.
  883. Entfernet euch ihr matten Kräffte/
  884. Entfliehen will/ den Zweck getroffen.
  885. Entziehst du deine herrlichkeit.
  886. Er bleibet meines heiles licht,
  887. Er der einmahl mich wolt umfassen,
  888. Er habe denn gesegnet mich,
  889. Er hat sein gantzes Leben
  890. Er hat uns zu dir gezogen,
  891. Er ist der Liebe Lohn/
  892. Er ist die Ros im Thal/ die meine Seele meynt.
  893. Er ist die Sonn/ die Liebe/ der Gesang/
  894. Er lehret/ sie höret; er lachet/ sie schertzet.
  895. Er nimmt mich wieder zu dem licht,
  896. Er ruffet: du bist mir zur Freude gebohren!
  897. Er saget: wie bist du mir ewig erkohren!
  898. Er sieht ihm selbst den Weg nicht auß/
  899. Er singet; sie spielet; er küsset/ sie hertzet/
  900. Er soll mich ja zum Paradiese bringen.
  901. Er will seyn meyn bewegen/
  902. Er zeig dich verkläret und herrlich noch hier,
  903. Erfreuen und vom fluch und straff will machen frey.
  904. Erheb dafür den neuen Sinn empor/
  905. Erinnert euch der grossen Lust/
  906. Erkaufft sey von der last der erden.
  907. Eröffnet an die brüder:
  908. Erscheinst in ihrem tieffsten grund,
  909. Erstlich mich
  910. Erstorben mählich hin: Ich ward dem Liebsten gut/
  911. Erwärme mich mit deinem theuren Blut.
  912. Erweck die Lust/ die sich nur dir ergibt/
  913. Erwecke dein Paradies wieder im grunde
  914. Es acht als unflat alles gleich/
  915. Es bleibet das leben am kleinsten offt kleben,
  916. Es find sich nichts das nichts will seyn/
  917. Es fleucht das Creutz/ erschüttert vor dem Leiden/
  918. Es griff mir Reu und Freud zugleich das Hertze an/
  919. Es hat ja all deinen frommen
  920. Es hat noch niemand/ der mit dir
  921. Es ist auffs lieblichste gefallen mir das Los.
  922. Es ist dem ichts die schwerste pein/
  923. Es ist der reichst' auff dieser welt/
  924. Es ist ja wahr/ im Feld siehts lieblich aus/
  925. Es ist mit mir recht hohe Zeit/
  926. Es ist recht groß zu nennen/
  927. Es ist vollbracht./
  928. Es kan die lieb mit ihrem gut/
  929. Es kan ja keine Braut beym Bräutigam verderben.
  930. Es kan kein mund aussprechen/
  931. Es lacht uns alles lieblich an/
  932. Es lag der arme Geist im Irrthum trüber Nacht/
  933. Es lescht sonst nichts der seelen-lust/
  934. Es mag mir gehen wie es woll,
  935. Es muß auch ungekränckt und unverlohren seyn.
  936. Es muß uns doch zuletzt gelingen:
  937. Es muß verschwiegen bleiben/
  938. Es müsse keinen dauren Ehr
  939. Es musten frohe Lieder schallen/
  940. Es schützet die besten Absichten noch vor,
  941. Es sey kein Artzt noch Kraut vor sie gefunden
  942. Es spür die gantze creatur
  943. Es sterb vernunfft, will, fleisch, natur,
  944. Es stunde umb mein Heyl und Hoffnung jämmerlich.
  945. Es sucht das nichts/ in dieser welt
  946. Es weiß ein jeder was davon zu sagen.
  947. Es zeigt ihr schon von fern die Engels-Stimm des Bechers Grimm.
  948. Es zieh ihr an die Larve wer noch kan
  949. Euch fehlt an mir nun Rath und That.
  950. Euch Gottes Wort ins Hertze schreiben?
  951. Euch graue vor dem Licht/
  952. Ey so bleib doch auch in mir/
  953. Fället aller kummer hin.
  954. Fasse mich doch gantz in dich/
  955. Flammendes Auge/ tilg alle Welt-Lust/
  956. Fleisch von dir zu werden?
  957. Flöß deine lebens-säffte
  958. Folgen Jesus triebe.
  959. Folgt jener mutter nicht,
  960. Fort mit Scheu vor Schmach und Plagen/
  961. Frag ich nicht erst, wer er sey,
  962. Fremder dienst entschlagen.
  963. Freunde/ nicht Feinde/ die sollens erblicken/
  964. Führ des todes urtheil aus,
  965. Führ in deine hole seiten/
  966. Führ ins Paradiß uns ein!
  967. Führe deines Reiches Kriege/
  968. Führe dich in meinen willen/
  969. Führe meiner seelen dürsten
  970. Führe mich/ o Jesu/ du/
  971. Führe sie auff rechter strasse/
  972. Führet aus dem Kercker hin.
  973. Furcht/ Hoffnung/ Ehrsucht/ Angst/
  974. Fürwahr aus nichts kommt alles her
  975. Gab mir viel beschwerden:
  976. Gantz aus der eigenheit zu fliehen;
  977. Gantz in uns zu bleiben,
  978. Gantz über sich zu dir hinauff:
  979. Gantz und gar ergeben/ amen.
  980. Geben dir,
  981. Gebohrnes Je! gone Kind!
  982. Gebt ihrem Bau dem Frevel-Sitz den Rest
  983. Gegone/ Jesse Blüth/ Amen-Geschlecht/
  984. Geh aber nun mit starcken schritten
  985. Geh künfftiger Welt/ blitzt donnernder Held/
  986. Gehorsam reist auch durch die stärcksten Bande/
  987. Gehorsam wird die losung seyn,
  988. Gehorsam, heilig, rein, so würde sie ihn küssen,
  989. Geht aus des alten Adams hauß,
  990. Geht auß! schreyt an das höllische Gesind
  991. Geht einher in Sieges Kräntzen/
  992. Geist Hao/ Vermehrer und hauchen der Welt/
  993. Geistliche geschäffte.
  994. Gelehrte/ kommt zum nichts heran/
  995. Geliebter Schmertz/ versüßte Pein!
  996. Gemeiner Ehe Band
  997. Genießend das erlösungs-leben,
  998. Gepfleget und gesäugt!
  999. Gerechtigkeit und fried, das neue Paradis
  1000. Geschähe willig Gottes Will!

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Gedichte:

Anfänge

Titel

Zeilen

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Wortschatz

OPERONE