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LYRIK Gottfried Arnold (1666-1714) - Poetische Werke 6

Aßmann von Abschatz, Hans

Adler, Friedrich

Ahlefeld, Charlotte von

Albrecht von Haigerloch

Albrecht von Johansdorf

Angelus Silesius

Arent, Wilhelm

Arndt, Ernst Moritz

Arnim, Achim von

Arnold, Gottfried

Aston, Louise

Ball, Hugo

Bierbaum, Otto Julius

Birken, Sigmund von

Bleibtreu, Karl

Blumauer, Aloys

Bodenstedt, Friedrich von

Boie, Heinrich Christian

Bohne, Johannes

Brentano, Clemens


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Hart, Heinrich

Hart, Julius

Hartleben, Otto Erich

Holz, Arno

Lenau, Nikolaus


Rückert, Friedrich


Gottfried Arnold (1666-1714)

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Poetische Werke 6

33.

Auff den gecreutzigten Jesum/ in dessen Seiten die Seele als geflügelt auffsteiget.

Wie grauet doch dem Fleisch vor seinem Tod/
Es fleucht das Creutz/ erschüttert vor dem Leiden/
Drum sind dem Geist des Glaubens Flügel noth/
Der mich auffhebt und bringt in deine Seiten/
Da steig ich frisch die Jacobs-Leiter an/
Ach geh mir doch von deinem Creutz entgegen/
Ach laß mich fein in deine Wunden legen/
Und bind mich fest/ daß ich nicht weichen kan!
Laß die Natur entkräfftet sincken hin/
Und Lust und Nutz und Ehre seyn erstorben/
Biß ich der Welt ein rechtes Scheusal bin/
Und an dem Creutz in Adam gantz verdorben.
Erheb dafür den neuen Sinn empor/
Und mach ihn leicht zu dir hinauff zu fliegen/
Leg immer ihm die leichten Lasten vor/
Darunter er sich schmiegen soll und biegen.
O laß mich stets zu dir gestrecket seyn/
Und doch noch mehr ins Tieffe gehen ein:
Hoch an dem Creutz/ tieff in mein Nichts gesencket/
Biß du mir gantz und ich dir werd geschencket.

Göttliche Liebesfunken, Erster Teil 6

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