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LYRIK Gottfried Arnold (1666-1714) - Poetische Werke 39

Aßmann von Abschatz, Hans

Adler, Friedrich

Ahlefeld, Charlotte von

Albrecht von Haigerloch

Albrecht von Johansdorf

Angelus Silesius

Arent, Wilhelm

Arndt, Ernst Moritz

Arnim, Achim von

Arnold, Gottfried

Aston, Louise

Ball, Hugo

Bierbaum, Otto Julius

Birken, Sigmund von

Bleibtreu, Karl

Blumauer, Aloys

Bodenstedt, Friedrich von

Boie, Heinrich Christian

Bohne, Johannes

Brentano, Clemens


Conradi, Hermann

Hart, Heinrich

Hart, Julius

Hartleben, Otto Erich

Holz, Arno

Lenau, Nikolaus


Rückert, Friedrich


Gottfried Arnold (1666-1714)

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Poetische Werke 39

8.

Aus Cap. 1. v. 4.

Wir werden hüpffen und frölich seyn über dir, wir werden deine liebes-neigung rühmen vor dem wein.

1.
Nichts, gar nichts auff dieser erden
Ist, das mich erfreuen kan:
Eins ist, das mir lieb will werden,
Und zu lüsten fänget an.
Gott ist mir doch gar zu gut,
Der mir hülff am creutze thut.

2.
Zwar thut ers nur im verborgen,
Daß der alte mensch sich nicht
Achte frey von sterbens sorgen:
Doch, wenn ich den glauben richt
Lieb- und hoffnungsvoll auff ihn,
Fället aller kummer hin.

3.
Schlag und plag, Herr nach gefallen,
Tödte mich am fleisch nur fort;
Liebe bleibt doch treu in allen,
Haltend des geliebten wort.
Liebe schätzt auch das nicht schwer,
Was sonst unerträglich wär.

4.
Tretet her, ihr Gottes-lieben,
Die ihr auch, wie ich, aus holtz
Durch die liebe seyd getrieben:
Werdt am creutz in liebe stoltz!
Denn es ist kein schlechtes gut,
Lieben das, was wehe thut.

5.
Laßt uns diese gnade loben,
So wie die erkaufften thun.
Vor des lammes thron dort oben
Soll das dancken nimmer ruhn
Preyß sey dem erwürgten lamm!
So sing ich am creutzes-stamm!

Poetische Lob- und Liebes-Sprüche 2

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